Danke der Nachfrage - Prioritäten- und Kraftfragen --- DeuBa-Schulungsmaterial Geld, Buchgeld, ZB-Geld (+ Primitiv- und Negergeld)
Dank Euch beiden. Lese sogar erst das 2. Mal seit meines Begebens in den Hintergrund rein. Gesundheit hat sich massiv verschlechtert, Schmerzmittel mussten erhöht werden - Folge: viel müde und weniger leistungsfähig (und nun noch seit 3 Wochen auch noch eine Bursitis, diesmal im Ellenbogen, wo man ja Tastaturen meiden soll und muss). Aber was soll ich Euch sagen: Es geht auch weiter so und in Vielem sind wir ja eh nur Beobachter und es bleiben akademische Diskussionen.
Habe viel weiter studiert und hatte dafür ja auch mehr Zeit. Und auch Etliches gefunden: Siehe allein das Schulungsmaterial der DeuBa zu Geld
(Kann da nicht alles teilen, aber ist gut):
https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Schule_und_Bildung/Unterrichtsmateriali...
https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Schule_und_Bildung/Geld_und_Geldpolitik...
Einfach mal rumschauen, Materialien sichten und die Definitionen angucken. So auch zu Sichtguthaben, Buchgeld, der Ausgabe von Banknoten im Sinne des Inverkehrbringens - so die strafrechtlich spiegelbildliche Beschreibung...
(Einschub: Emittent (Finanzmarkt) - Wikipedia - "Auch die Notenbanken werden bei der Ausgabe von Geld als gesetzlichem Zahlungsmittel gelegentlich als Emittenten bezeichnet."
Auch im weiteren interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/Emittent_(Finanzmarkt) )
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_kapitel_2.htm... :
"Keine Einlösungsverpflichtung in andere Werte
Der Euro ist eine sogenannte Fiatwährung: Die Zentralbanken des Eurosystems sind nicht verpflichtet, den Gegenwert einer vorgelegten Banknote in Gold oder andere Vermögens¬werte zu tauschen. Das Eurosystem kann deshalb alle seine Euro-Verbindlichkeiten immer bedienen, in Euro also nicht zahlungsunfähig („illiquide“) werden.
Bei den Münzen garantiert der ausgebende Staat den aufgeprägten Nennwert. Nationale Zentralbanken wie die Bundesbank nehmen auch Euro-Münzen wieder zum Nennwert entgegen und wandeln sie beispielsweise in Banknoten oder Buchgeld um. Auch hier ist ein Umtausch in andere Vermögenswerte nicht möglich.
Keine Deckungsvorschriften
In früheren Zeiten waren Währungssysteme üblich, die Notenbanken verpflichteten, ihre emittierten Banknoten gegen Gold oder Silber einzutauschen. Deshalb mussten die ausgegebenen Banknoten häufig zu einem bestimmten Prozentsatz durch das entsprechende Edelmetall „gedeckt“ sein („gebundene Währung“). Insofern war die Banknotenausgabe durch die vorhandenen Edelmetallvorräte begrenzt."
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_kapitel_2.htm... :
"Banknoten sind im Euro-Währungsgebiet das einzige unbeschränkte gesetzliche Zahlungsmittel. Jeder Gläubiger einer Geldforderung muss vom Schuldner Banknoten in unbegrenztem Umfang als Erfüllung seiner Forderung annehmen, sofern beide nichts anderes vereinbart haben. Die Vertragsparteien können sich darauf verständigen, dass der Gläubiger bestimmte Banknoten-Stückelungen nicht entgegennehmen muss."
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_kapitel_3.html :
"Die Schaffung von Geld wird als Geldschöpfung bezeichnet. Sowohl die Zentralbank als auch die Banken können Geld schaffen. Buchgeld entsteht in der Regel durch die Vergabe von Krediten."
Tja, kommt darauf an, was als Geld gilt, denn Buchgeld sind verbuchte Forderungen auf Geld und kein eigentliches Geld.
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Schule_und_Bildung...
"Im Unterschied zu Banknoten und Münzen ist das Buchgeld kein gesetzliches Zahlungsmittel. Dennoch wird es im Wirtschaftsleben allgemein akzeptiert.
Dies beruht insbesondere darauf, dass das Buchgeld jederzeit wieder
in Bargeld umgewandelt werden kann. Umgekehrt wird Bargeld zu Buchgeld, wenn es auf ein Konto eingezahlt wird (z.B. die Tageseinnahmen im Einzelhandel). Umwandlungen von Buchgeld in Bargeld und umgekehrt sind also gängige Praxis. Der gesamte Geldbestand der Nichtbanken – Bargeld plus Buchgeld – bleibt dabei unverändert."
(Siehste, so macht man das
!)
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Service/Schule_und_Bildung/geld_und_ge...
Wie kommt Bargeld in die Welt: https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_interaktive_a...
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Service/schule_und_bildung_kapitel_2.htm...
Das Bargeld
• Das Wichtigste im Überblick
• Das Bargeld
• Ausgabe von Bargeld
• Bargeldumlauf
• Die Euro-Banknoten
• Die Euro-Münzen
• Falschgeld
Ausgabe von Bargeld
• Notenmonopol
• Münzregal
• Keine Einlösungsverpflichtung in andere Werte
• Keine Deckungsvorschriften
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Service/Schule_und_Bildung/anima... :
"Um das Bargeld zu bekommen, heben die Banken es von ihrem Konto bei der Zentralbank ab. Wenn die Banken KEIN ausreichendes Guthaben bei der Zentralbank besitzen, nehmen sie dafür üblicherweise einen Kredit bei ihr auf. Für solch einen Kredit muss die Geschäftsbank Sicherheiten – in der Regel Wertpapiere - hinterlegen und an die Zentralbank Zinsen zahlen. Den Kreditbetrag schreibt die Zentralbank der Geschäftsbank auf ihr Konto gut. Die Zentralbank schafft damit Geld. Dieses Guthaben kann sich die Geschäftsbank in Bargeld auszahlen lassen.
In dem Augenblick, in dem die Zentralbank das Bargeld an die Bank auszahlt, wir aus den Geldscheinen, die bis dahin nur bedrucktes Papier waren, Bargeld, das gesetzliche Zahlungsmittel. Dieses wird zu den Banken transportiert. Die Banken können es dann an ihre Kunden auszahlen."
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Bilder/Geld_und_Geldpolitik/zusammensetzung_zent...
Bis hin zu: Deutsche Bundesbank - Videos - Issing über die Zukunft des Euro
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Videos/Veranstaltungen/2016/interview_issing_08_...
Na und so weiter.
Schon die alten Griechen hatten Banken:
http://www.welt.de/kultur/history/article113131121/Die-geheimnisvollen-Seevoelker-die-e...
"n verschiedenen Kapiteln stellt Sommer das Werden der Mittelmeerwelt vor. Die Phönizier erschlossen sie mit ihren Schiffen, der Eisentechnologie und ihrer revolutionären Buchstabenschrift. Ihnen folgten Griechen und zahlreiche andere Abenteurer, so dass Platon schließlich erklären konnte: "Wir leben wie Frösche um einen Teich."
In dieser Welt gab es schon Banken, Versicherungen, Handelskonzerne und eine umfassende staatliche Infrastruktur. Dennoch war der Kapitalismus noch weit, fehlte doch der eherne Kern von Max Webers "protestantischer Ethik", die Sekundärtugenden.
Bis zum Ende der Antike investierten die Kaufherren ihre Gewinne lieber in Land und damit verbundenes soziales Ansehen, als durch Reinvestition den Sprung zum bürgerlichen Kapitalisten zu schaffen. Das gleiche gilt übrigens für die technischen Möglichkeiten. Obwohl das Prinzip der Dampfkraft wohl bekannt war, kam niemand auf die Idee, ihre Energieressourcen einzusetzen. Soweit war die Menschheit noch nicht.
Das sind nur einige Aspekte von Sommers Buch und er bietet viel, viel mehr. Wer wissen will, in welchen Bahnen die Alte Geschichte heutzutage schwimmt, kann sich mit ihm einen wunderbaren Einblick verschaffen."
Und auch demnach:
"Die Diadochenreiche betrieben eine planmäßige Wirtschaftspolitik, deren Grundlage eine bis ins Detail durchorganisierte Landwirtschaft bildete. Im seleukidischen Babylonien machten die Makedonen den Weinbau heimisch, Ägypten entwickelte sich mit Hilfe moderner Anbaumethoden zum wichtigsten Getreideexporteur im östlichen Mittelmeerraum. Für das Ptolemäerreich, dessen Herrscher etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Erträge erhielt, lassen Papyrusfunde auf eine echte staatliche Planwirtschaft schließen. Das Prinzip dieses noch auf die Pharaonen zurückgehenden Wirtschaftssystems bringt ein Papyrus aus Tebtunis auf den Punkt:
Niemand hat das Recht, zu tun, was er will, denn alles ist aufs Beste geregelt.[15]
Durch die Beseitigung von Korruption, wirtschaftlichem Leerlauf und oftmals chaotischen Privatinitiativen wurde Ägypten zum wohlhabendsten Land und der Ptolemäerkönig zum reichsten Mann der antiken Welt. Er profitierte dabei nicht zuletzt von der Einbeziehung der reichen Tempelbezirke, die vorher eine Art Staat im Staate bildeten. Seine Hauptstadt Alexandria blieb bis in die Zeit des römischen Kaisers Augustus der größte Handelsplatz der damals bekannten Welt.
Auch die Münzprägung stand unter der Kontrolle des Königs. Zunächst war der attische Münzfuß die Basis des hellenistischen Geldwesens, später stellte das Ptolemäerreich, dessen zweitwichtigster Hafen die phönikische Stadt Tyros war, auf den phönikischen Münzfüß um. Im Umlauf waren Münzen aus Gold für außenpolitische Zwecke, aus Silber für die griechischstämmigen Untertanen und aus Bronze für den Gebrauch der Einheimischen. Der Geldwechsel war wie das Bankwesen insgesamt in den Händen des Staates.
In Ägypten wickelte die königliche Staatsbank (βασιλικὴ Ï„Ïάπεζα, basilikÄ“ trapeza) auswärtige Geldgeschäfte über ihre Hauptstelle in Alexandria und den inländischen Zahlungsverkehr über zahlreiche Zweigstellen im ganzen Reich ab. Von internationaler Bedeutung war außerdem die Bank auf der Insel Delos. Alle Bankgeschäfte wurden mit Hilfe der in Athen entwickelten Buchführung schriftlich dokumentiert.
Eine wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der hellenistischen Monarchien spielten zudem die königlichen Lagerhäuser (θησαυÏοί, thÄ“sauroi). Neben dem Handel mit Naturalien wie Getreide boten sie auch zahlreiche Finanzdienstleistungen an. Die Einnahmen der Lagerhäuser bildeten gemeinsam mit den Erträgen der Krongüter, die von einem idiologos (ἰδιολόγος) geleitet wurden, den Zöllen und den von Steuerpächtern (τελώναι, telÅnai) eingetriebenen Steuern die Grundlage des Staatshaushalts. Dieser umfasste als wichtigste Posten die Hofhaltung, die Bezahlung der Soldaten und Beamten sowie außenpolitische Ausgaben wie Tribute. Steuerhinterziehung wurde mit Gefängnis oder dem Verkauf in die Sklaverei bestraft.
Im Bereich des Gewerbes blieb privaten Unternehmern mehr Spielraum. Dieser wurde jedoch durch umfangreiche Monopolbestimmungen begrenzt. Sache des Staates waren Grundnahrungsmittel wie Öl, Salz, Fisch, Bier, Honig und Datteln, die Herstellung von Papyrus, Textilien, Glas und Luxusartikeln und das Transportwesen, aber auch der Außenhandel. Die hellenistischen Staaten schützten die eigene Wirtschaft durch Zölle von bis zu 50 Prozent und erreichten nicht zuletzt durch eine Erweiterung des Osthandels beträchtliche Außenhandelsüberschüsse."
https://de.wikipedia.org/wiki/Hellenismus
Und Manches ist immer wieder erstaunlich: https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Geldes#Natural-.2C_Waren-_oder_Nutzgeld
Hoch interessant, auch wenn man denkt, man weiß schon alles (das ist t. w. sogar noch im Gebrauch) https://de.wikipedia.org/wiki/Primitivgeld
https://de.wikipedia.org/wiki/Teutonen :
"Bis heute ist nicht ganz klar wie lange und in welchem Umfang Bernstein einst in Jütland gewonnen wurde. Es wird jedoch angenommen, dass Bernstein im späten 2. Jahrtausend eine Vorstufe des Geldes darstellte, womit Jütland ein attraktiver Handelsknoten war, der nach neusten Forschungen intensive Handelsbeziehungen zum Schwarzwald (zu den Quellen der Donau) pflegte..."
https://de.wikipedia.org/wiki/Rai_(W%C3%A4hrung)
https://de.wikipedia.org/wiki/Wampum:
"in den östlichen Algonkin-Sprachen die Bezeichnung für Perlen aus Meeresschnecken und Muscheln, wie sie von den Indianern östlich der Rocky Mountains bis hinauf nach Saskatchewan allgemein als Tauschmittel benutzt wurden und so auch zu den Stämmen westlich der Rocky Mountains gelangten. Hier dienten sie allerdings nur als Schmuckgegenstand. Doch auch im Osten behielten sie neben dem geldartigen Charakter immer Eigenschaften des individuell Wertvollen oder sogar Heiligen. So unterstrich die Überreichung eines Wampums Versprechen, Verträge oder Eheschließungen.[3]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Tolai#Muschelgeld :
"Bei zeremoniellen Anlässen werden die Loloi-Ringe hervorgeholt und stolz präsentiert. Zur Herstellung von guten Beziehungen oder zur Abgeltung von besonderen Leistungen werden einzelne Loloi auch „verschenkt“. Als Brautpreis hat der Ehemann noch heute einen Loloi an die Eltern der Braut zu übergeben (400 Muschelschnüre, rund 400 Euro).[22]
Das Tabu- oder tambu-Geld der Tolai war und ist noch immer Geschenkgabe, Tauschmittel und Zahlungsmittel. Es ist Teil einer Schenkökonomie und eng in soziale, kulturelle, religiöse und politische Zusammenhänge eingebunden (siehe dazu auch den Erklärungsansatz als „soziales Totalphänomen“ nach Mauss sowie das Kula-Ritual des Muscheltausches auf den Trobriand-Inseln). Tabu-Geld
https://de.wikipedia.org/wiki/Manilla_(W%C3%A4hrung) :
"Sie wurden als eine Art Geld oder Tauschgegenstand und gelegentlich auch als Schmuck unter verschiedenen Völkern Westafrikas, insbesondere der Goldküste, des Königreichs Calabar und weiterer Teile Nigerias genutzt.[1] Sie wurden auch als „Sklavenhandelswährung“ bekannt, nachdem die Europäer begonnen hatten, sie für den Erwerb von Sklaven für den transatlantischen Sklavenhandel mit den Amerikas zu verwenden.[2] Manillas waren die erste allgemein austauschbare Währung, die in Westafrika bekannt war. Sie wurde für den Handel – im Unterschied etwa zum Kaurigeld – auf den Märkten ebenso genutzt wie als Brautpreis, zur Bezahlung von Wahrsagern oder als Grabbeigabe für die nächste Welt…
Die Afrikaner hatten regional unterschiedliche Namen für Manillas, erkannten ihnen unterschiedlichen Wert zu und waren wählerisch, welche Variante von Manillas sie akzeptierten. Manillas wurden auch unterschieden nach dem Klang, der beim Aneinanderschlagen entstand.
Ein Bericht des britischen Konsuls von Fernando Póo aus dem Jahr 1856 gibt einen Eindruck von dieser Differenziertheit. Er listet fünf verschiedene Formen von Manillas auf, die in Nigeria verbreitet waren. Die Antony Manillas wurden auf allen Märkten des Landesinneren akzeptiert, die Congo Simgolos oder „Flaschenhälse“ dagegen nur auf dem Markt von Opungo, der Onadoo war besonders begehrt im Königreich Calabar, bei den Igbo zwischen Bonny und New Kalabari; der Finniman Fawfinna ist verbreitet in Juju Town und auf dem Markt von Qua, ist allerdings nur halb so viel wert wie der Antony, und der Cutta Antony wird von den Leuten von Umballa geschätzt.[5]
Die Verbreitung weiterer afrikanischer Bezeichnungen ist wohl eher auf regionale Sitten als auf tatsächliche Unterschiede in der Herstellung oder im Material zurückzuführen. Der „Mkporo“ ist wahrscheinlich eine niederländische oder britische Manilla gewesen und der „Popo“ französisch, aber die übrigen stammen aus derselben Produktion in Birmingham."
https://de.wikipedia.org/wiki/Negergeld :
( >>> speziell auch https://de.wikipedia.org/wiki/Negergeld#Glasperlen_aus_dem_B.C3.B6hmerwald ) und siehe:
„Kniehoch war der Fußboden mit zerrissenem Buntpapier, verdorbenen Schulheften, abgerollten Farbbändern, aufgeblätterten Rechnungsblocks, zerknitterten Glanzbildern, verschmierten Ausschneidebogen, bunten Zuckerstangen und schwarzem Negergeld übersät“, schrieb der Autor Hans Peter Richter 1961 über ein in der Reichspogromnacht verwüstetes jüdisches Geschäft.[53] In Richters Roman Wir waren dabei von 1962 zerschmetterte der Ich-Erzähler bei der Verwüstung eines jüdischen Geschäftes ein Glas mit „Negergeld“.[54]
1965 verwahrte sich Hans Riegel junior, dessen Firma Haribo ab 1925 Lakritztaler produzierte, gegen die Klage des ehemaligen Reichsbankpräsidenten Hjalmar Schacht, in Deutschland seien die Pfennigbonbons verschwunden: „Mein Scheibenlakritz, mein Negergeld und manche anderen Lakritzbonbons kosten im Laden einen Pfennig das Stück und sind auch einzeln zu haben.“[55] Noch 1974 wurde „Negergeld […] liquorice coins“ in ein deutsch-englisches Großwörterbuch aufgenommen.[56]
1981 kritisierte der Schriftsteller Peter Schütt in den Frankfurter Heften die „rassistischen Ressentiments“ in der deutschen Sprache:
„Negerkuss, Negerspeck, Negerschweiß, Negerhörnchen oder Negergeld, lauter Erzeugnisse unserer Süßwarenindustrie, erwecken den Verdacht, als hielten wir alle Afrikaner für essbar, als seien wir womöglich, sprachlich gesehen, die letzten Kannibalen der Weltgeschichte.“[57]
Haribo änderte 1993 seine bekannte Handelsbezeichnung Negertaler in Lakritztaler. Der Produktname Schwarzgeld geht auf die 1999/2000 bekannt gewordene CDU-Spendenaffäre zurück[58]. Im Kontext der Süßigkeit wird das Wort Negergeld aber bis in die Gegenwart in der Alltagssprache, in Internet-Foren und in Büchern benutzt. So heißt es in einem Wörterbuch von 2010, Kindergeld sei „anders als das so genannte Negergeld eine gute harte Währung.“[59]
Negative Konnotation in der Gegenwart
Da der Begriff „Neger“ heute mit Rassismus assoziiert wird, sind auch Komposita wie Negergeld negativ belastet. Seine negative Konnotation bezieht der Begriff jedoch vor allem durch den Bedeutungswandel, der sich auf den geringen Geldwert bezieht. Der Begriff wird in der Presse als „in den Sprachgebrauch eingegangen“ erklärt und in Anführungszeichen gesetzt.[60] Unzitiert bezieht er sich besonders in der Erinnerungsliteratur auf eine Zeit, in der der Begriff positiv konnotiert war.[61]"
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Geldes#Natural-.2C_Waren-_oder_Nutzgeld
"Immaterielles Geld
→ Hauptartikel: Immaterielles Geld
Immaterielles Geld (Giralgeld, Buchgeld) entwickelte sich aus dem Scheckverkehr im 14. Jahrhundert in Italien. Vollwertige Münzen oder Edelmetalle wurden bei Bankiers deponiert. Zahlungsansprüche eines Kunden gegenüber einer Bank wurden festgehalten und bei Wunsch ausgezahlt.[2]
Das Buchgeld wurde auf dem Bankkonto eingebucht, wo das Geld eingezahlt wurde. Es konnte zur späteren Zeit wieder abgebucht und ausgezahlt werden. Hierbei bekam der Kunde in der Regel einen Zins ausgezahlt. Es wurde außerdem vereinbart, wann eine Auszahlung möglich sei. Bei Sichtguthaben konnte sofort eine Auszahlung verlangt werden.[2]
Im 19. Jahrhundert fand bereits ein Geldaustausch im bargeldlosen Zahlungsverkehr statt. Im Laufe des 20. Jahrhunderts entwickelte sich der bargeldlose Zahlungsverkehr zu einem Standard, wodurch Überweisungen jedermann prinzipiell möglich wurden. Es entwickelte sich dabei ein Interbankenhandel.
Buchgeld selbst ist jedoch kein gesetzliches Zahlungsmittel und unterliegt keiner Annahmepflicht.[12]"
(Link ist nicht mehr vorhanden: ist aber aus dem o. g. Geld und Geldpolitik – Schülerbuch für die Sekundarstufe II, Deutsche Bundesbank, S. 52. – aber über Google zu finden)
"Elektronisches Geld
→ Hauptartikel: Elektronisches Geld..."
>>>>: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Gold_Kreditgeld.png
Geld aus Kredit: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/7/75/Geld_aus_Kredit.png
https://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Dunning_Maclod
"Nach Macleod bezeichnet Kredit ein Forderungsrecht und wäre als solches ein selbständiges Kapital neben dem Geld, welches Gegenstand der Forderung ist. Diese praktisch nicht unbedenkliche Idee wurde neuerdings von Knies in seinem Werk über Geld und Kredit mit Erfolg bekämpft." (Vorsicht, aber schöner Denkansatz, und wenn man es widerlegt)
Und hilfreich für die Er-Kenner des Eigentums auch dies: https://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_Verf%C3%BCgungsrechte
Macht's gut, Sportsfreunde und lasst Euch nicht ärgern.
Am Ende gilt noch immer, dass der Krug so lange zu Brunnen...
Viele freundliche Grüße
azur - mit nun mehr Zeit; auch nicht unbedingt ein Nachteil.
Bonus: https://de.wikipedia.org/wiki/Renten%C3%B6konomie
Schöner Blick in den Medienbereich:
"Medienwandel: "Lügenpresse? Pfeift doch drauf!" |Â ZEIT ONLINE - ehemalige Chefredakteur Theo Sommer (85) streiten über die gewandelten Sitten in der ZEIT-Redaktion, die Mutlosigkeit der Jungen und die Arroganz der Alten.
„Parnack: Es gibt heute ebenfalls genügend Beispiele für Berichte, in denen sich die Autoren geirrt haben, auch in der ZEIT. Ich frage mich allerdings: War es zu Ihrer Zeit leichter, sich zu verrennen, weil Sie seltener kontrolliert wurden?
Sommer: Seltener kontrolliert und korrigiert? Auch wir wurden von unseren Lesern korrigiert, wir wurden von der Politik korrigiert, von anderen Zeitungen. Das gibt es heute kaum noch, dass eine Zeitung die andere aufspießt. Wir haben das dauernd getan. Ich vermisse das sehr.
Parnack: Ich finde das auch schade. Warum, glauben Sie, gibt es den Disput zwischen Zeitungen nicht mehr?
Sommer: Die Frage müsste eure Generation beantworten. Wir haben uns dauernd gekabbelt, etwa mit der FAZ oder mit der Welt. Gegenseitige Kontrolle und Auseinandersetzung gab es damals sehr viel mehr als heute, lange bevor es Blogs gab...."
aus: http://www.zeit.de/2016/08/generationswechsel-die-zeit-diskussion-sexismus-redaktion-st...
http://www.n-tv.de/politik/Gruene-gegen-Deutschland-Fahnen-bei-EM-article17920091.html
http://www.theguardian.com/lifeandstyle/2011/apr/23/nigella-lawson-burkini-bikini-swimming
http://www.ibtimes.co.uk/facekini-will-women-around-world-go-chinas-latest-swimwear-tre...
(haha, wer denkt da nicht an hässliche ... apropos: http://www.tagesschau.de/inland/mitte-studie-rechtsextremismus-101.html
"Rassische und völkische Kriterien
tagesschau.de: Die Partei hat vor allem Kapital aus der Flüchtlingskrise geschlagen. Wie hat die hohe Zahl von Asylsuchenden die Einstellungen der Deutschen verändert?
Decker: Das hat bei vielen Menschen dazu geführt, dass sie Begriffe von Volk, Nation oder Gemeinschaft wieder nach rassischen oder völkischen Kriterien definieren. "Deutsch sein" heißt für diese Leute vor allem, deutscher Abstammung zu sein. Das steht in Gegensatz zu unserem modernen Staatsbürgerrecht.
Decker: Der hässliche Deutsche wohnt nicht nur in Ostdeutschland. Auch in Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg haben zahlreiche Flüchtlingsheime gebrannt. Allerdings sind rechtsextreme Einstellungen im Osten besonders häufig anzutreffen, das belegt unsere Erhebung. Vor allem die hohe Akzeptanz unter jungen Menschen beobachten wir mit Sorge.
Ein weiteres Problem ist die stärkere Radikalisierung in Ostdeutschland. Aggressionen treten hier viel offener zu Tage. Das hat sicherlich auch mit autoritären Strukturen und Denkmustern zu tun, die in der DDR stärker verbreitet waren als in Westdeutschland. Autoritäre Ansichten sind oft die Grundlage eines rechtsextremen Weltbilds
tagesschau.de: Stehen wir am Beginn einer neuen Welle von Fremdenfeindlichkeit?
Decker: Mit Prognosen bin ich vorsichtig. Allerdings müssen wir Mittel finden, der Polarisierung und Radikalisierung der Gesellschaft entgegenzuwirken - sonst könnten solche Einstellungen weiter Auftrieb erhalten. Dazu sollten wir auf politische Bildungsarbeit setzen, um den Menschen klarzumachen: Was sind demokratische Werte, und warum lohnt es sich, diese auch durchzusetzen?
Aus meiner Sicht wenig hilfreich mit Herabwürdigungen zu arbeiten: „hässlich“ (wer entscheidet was alles so „hässlich“ ist in Deutschland - vielleicht auch Kinderarmut und Massenausforschung?), wobei „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern“ noch immer funktioniert hat: Die Angst vor dem Beschmutzen und Folgeproblemen.
Es werden immer mehr Dinge tabuisiert, wie etwa die Klärung, was Abstammung bedeutet. Da finden massive Veränderungen statt, und viel meinen, dass sie solch gravierende gesellschaftlichen Eingriffe mitentscheiden wollen. Und, dass Kosten (für nichts war bisher sonst Geld da) und Risiken nicht diskutiert werden können.
So wird jedenfalls noch jeder Bedenkliche dem Verdacht eines furchtbaren Handelns ausgesetzt und für fast durchweg hässlich erklärt.
Passend: Der Bundesinnenminister fordert vorhin in den Tagesthemen alle Bürger auf, auf radikale Bemerkungen einzugehen (und indirekt diese zu melden – da fühlen sich wohl einige unschuldig bedroht)."
Leser (die Studie ist verlinkt):
„Am 15. Juni 2016 um 11:04 von Pedro die Boa
Lesenswerte Studie
Steht irgendwie was anderes drin, als man hier so liest.“
Siehe u. a. allein die Grafik 'Rechtsextreme Einstellungen in %': http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/studie-103.html - steht jedenfalls klar gegen die Thesen im Interview, und auch die andren kann man zu leicht kritisch würdigen – da passt etliches nicht: Die Ossis wollen z. B. jedenfalls weniger einen Führer usw. und die Wirtschaftsflüchtlingsthese wird einfach nur stigmatisiert und tabuisiert usw. Beim Antisemitismus fehlt gleich die Vergleichsmöglichkeit und Entwicklung usw. Das ist wirklich mal wieder die Tagesschau-Rezeption der “Realität“.
Naja, die Leser kommentieren entsprechend.
Beißende Kommentare auch dazu: http://www.tagesschau.de/ausland/tschechien-internet-propaganda-101.html Internetpropaganda in Tschechien - Subtile Grüße aus Moskau
„Die junge Demokratie steht noch auf wackeligen Beinen und die Ablehnung der europäischen Flüchtlingspolitik ist in weiten Teilen der Bevölkerung extrem hoch. Angesichts der aktuellen Krisen schwindet rapide das Vertrauen in die europäischen Institutionen.
Unterstützung vom Präsidenten
Eine Entwicklung, die von höchster politischer Stelle in Tschechien bewusst gefördert werde, so der Politikwissenschaftler Jakub Janda: "Der tschechische Präsident Milos Zeman ist das Epizentrum dieser Desinformationskampagnen. Er gibt etwa den Pro-Kreml-Webseiten viele Interviews. Er ist also ein Verbündeter der russischen Propaganda. Für die User hat er eine Heldenrolle im Kampf gegen den bösen und maroden Westen.“
So sehen es die Polen:
https://www.youtube.com/watch?v=qco51zahONg
"Offenbar sehr viele Junge… Offenbar geht es um Selbstbestimmung, gegen fremden Einfluss (hatten ja oft fremde Herren) und Effekte, die bekannt wurden.
Video ist mit Untertitel. Die Kommentare sind aus aller Herrn Länder.
… dort diskutieren das u. a. Holländer – unter Koen van Amerongen vor 1 Mon (ein irgendwie ulkiges Video): Finnish girls dealing with Somali immigrants https://www.youtube.com/watch?v=gT0fABCw6M8&list=LLfv8irN_zlmK97EjnJIsXuQ&index=1
Und was sagen die Buddhisten? Mögen alle Wesen glücklich sein und frei von Leiden.
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