Die Komplizenschaft der Kirche existiert schon seit ihrer Geburt, so wie meine auch.

trosinette, Freitag, 10.06.2016, 14:21 (vor 3538 Tagen) @ Mephistopheles1359 Views
bearbeitet von unbekannt, Freitag, 10.06.2016, 14:49

Guten Tag,

Ich würde das aber als Komplizenschaft bezeichnen.

Die deutschen Bischöfe haben vor 1933 in mannigfaltiger Weise vor dem Nationalsozialismus ausdrücklich gewarnt - das ist belegt. Kurz nach der Machtergreifung hat die Kirche in der Fuldaer Erklärung die neuen weltlichen Machthaber anerkannt und die Gläubigen zum gehorsam aufgerufen. Das ist seit 2000 Jahren kirchliches Selbstverständnis und wird auch in Zukunft ihr Selbstverständnis sein, egal ob die AFD oder sonst welche demokratisch legitimierten Hampelmänner ihr Glück versuchen.

Darüber hinaus gilt die ablehnende Haltung auf regionaler Gemeindeebene als gesichert. Dieser Bereich wurde in der Forschung lange vernachlässigt, da man sich ausschließlich mit den höheren Kreisen auseinandergesetzt hat. Die Vereinbarungen des Konkordates wurden am laufenden Band gebrochen und in Mecklenburg wurde die Priesterschaft laut U. Hehl von der NSDAP mit 7500 Straf- und 14.000 politischen Maßnahmen konfrontiert, damit die Kirche nicht aus dem Ruder läuft.

Rückblickend ist uns die ganze Geschichte natürlich ein Dorn im Auge, da wir kritischen Maulhelden nicht mehr und nicht weniger erwartet hätten, als dass sich die Kirche mit Mann und Maus und ohne Rücksicht auf Verluste vor den fahrenden Zug wirft.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


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