Warte ich schon die ganze Zeit drauf! Hoffentlich gut fundiert. (oT)

YooBee, Mittwoch, 08.06.2016, 13:11 vor 3538 Tagen @ sensortimecom 2034 Views

- kein Text -

Wahlarithmetik

Langmut @, Mittwoch, 08.06.2016, 13:17 vor 3538 Tagen @ sensortimecom 2716 Views

Hallo in die Runde,

das wird vermutlich leider dennoch nichts, es entscheidet einzig und allein die Wahlarithmetik, und die ist manchmal sehr flexibel anzuwenden, wie man jüngst in Sprockhövel erfahren hat.

Gruß
Langmut

--
Skat- und Schafkopfweisheit: Besser geimpft als überhaupt keinen Stich.

Der Unterschied zwischen schlau und dumm.
Ein schlauer Mensch kann sich dumm stellen.

Arbeit finde ich gut, da könnte ich anderen stundenlang zuschauen.(Diogenes von Sinope)

Wenn da keine Megamanipulation nachgewiesen werden kann

re-aktionaer @, Mittwoch, 08.06.2016, 13:52 vor 3538 Tagen @ sensortimecom 2779 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 08.06.2016, 14:03

Dann hat sich die FPÖ selbst ins Knie geschossen.
Ich hoffe die Blauen wissen was sie da tun und haben Munition.

Wieso? Das ist ein Win-Win-Szenario.

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Mittwoch, 08.06.2016, 14:50 vor 3538 Tagen @ re-aktionaer 2645 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 08.06.2016, 15:13

Szenario 1: Es wird auf Ungültigkeit des Urnenrituals wegen manipulativer Vorgänge erkannt. Die FPÖ siegt (zunächst mindestens moralisch).

Szenario 2: Es wird auf Gültigkeit des Urnenrituals erkannt. Jetzt ist die FPÖ der einsame Ritter wider Politestablishment und neuerdings die "kompromittierte Justiz" (egal ob real oder eingebildet).

Man muß in der Gegenwartsatmosphäre schon ein blutiger Amateur sein, um Szenario 2 nicht PR-technisch gewinnbringend vermarkten zu können.

Grüße,
Julius

--
Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari

Im Gegenteil

re-aktionaer @, Mittwoch, 08.06.2016, 16:36 vor 3538 Tagen @ Julius Corrino 2309 Views

Die Leute hier sehen es eher so:
Die eingefleischten Blauen, sind sowieso der Meinung, dass alles geschoben ist. Die muss man auch nicht überzeugen. Der Rest sieht die Wahl als geschlagen und hat von dem Theater genug. Wenn also nicht eine skandalöse Manipulation ruchbar wird, würde eine Neuwahl oder sogar eine Neuauszählung der FPÖ schaden, da man sie dann als schlechte Verlierer und ewige Querulanten hinstellen würde.

Ich halte leider die Blauen für blöd genug, dass sie diese Anfechtung machen, obwohl sie keine Chance haben, damit durchzukommen. Die Opferrolle nimmt ihnen dann aber niemand mehr ab.
Was auch zu denken geben sollte - die Beanstandungen kamen bisher aus Regionen, die eher zu Hofer tendierten. Es ist also gut möglich, dass sich das Ergebnis bei einer erneuten Auszählung weiter zu Ungunsten der Freiheitlichen verschiebt. Das wäre dann die ultimative Blamage.
Summa summarum ist diese Anfechtung also eher eine lose-lose-Aktion.

Immer noch win-win

Julius Corrino @, Sur l'escalier des aveugles, Mittwoch, 08.06.2016, 19:01 vor 3538 Tagen @ re-aktionaer 1939 Views

Um diejenigen, die den grünen Mummelgreis gewählt haben, geht es auch gar nicht. Für die FPÖ ist es dabei das Wichtigste, bei der eigenen Klientel weiterhin glaubwürdig zu bleiben. Nach all den vielen Manipulationsgeschichten kann es sich die Parteiführung gar nicht leisten, nicht Beschwerde einzulegen, will sie bei der eigenen Kundschaft nicht als zahm und duckmäuserisch erscheinen. Nicht vergessen: Die wollen eine Bombe in der Hofburg und im Parlament platzieren, keine Überlegungen zu Anstand und Ruf wälzen. Was die Gegnerschaft bei alldem denkt, ist unerheblich.

Disclaimer: Ich bin kein Österreicher und habe keinerlei stake im Ausgang weder der Wahl noch der Beschwerde. Tatsächlich bin ich beinharter, ideologisch motivierter Wahlverweigerer. Mein Interesse begründet sich ausschließlich durch den Themenkomplex PR, Außenwirkung und Überzeugungskunst, mit welchem ich seit Kurzem aus völlig anderen Gründen in Berührung bin.

--
Ainsi continue la nuit dans ma tête multiple... elle est complètement dechirée... ma tête.
- Luc Ferrari

Noch besser fundiert?!?

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 09.06.2016, 20:18 vor 3537 Tagen @ YooBee 1434 Views

Sehr informativer Artikel aus dem Contra-Magazin.
Noch besser fundiert bei all den Ungereimtheiten und Auffälligkeiten kann eine Wahlanfechtungsklage wohl kaum sein.

Im Übrigen bin ich der Meinung Corrinos, dass die FPÖ gar nicht anders kann, als die Wahl anzufechten.
Keine Partei auf der ganzen Welt hätte bei einem solchen Ergebnis das auf sich beruhen lassen, ohne zumindest den Versuch der Wahlanfechtung zu unternehmen.

https://www.contra-magazin.com/2016/05/oesterreich-wahl-zwischen-uganda-und-dollfuss/

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

WAHLANFECHTUNG DER BUNDESPRÄSIDENTENWAHL SEIT GESTERN ONLINE VERFÜGBAR -

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 13.06.2016, 00:16 vor 3534 Tagen @ sensortimecom 1153 Views

Hier ein Kommentar dazu von Inge Rauscher, der Obfrau der "Initiative Heimat & Umwelt":


demokratiepolitischer Skandal ersten Ranges aufgedeckt!

Posted: 11 Jun 2016 11:35 PM PDT


Gestern hat die FPÖ den Volltext der Wahlanfechtung (über 150 Seiten) online gestellt, und zwar unter dem Link

www.fpoe.at/fileadmin/user_upload/www.fpoe.at/dokumente/2016/wahlanfechtung_volltext.pdf

Was darin im Detail vom früheren Justizminister Dr. Böhmdorfer als Verfasser der Anfechtungsschrift aufgezeigt wird, muß jedem Demokraten die Haare zu Berge stehen lassen und offenbart ein erschreckendes Zustandsbild vor allem bei der gesamten Handhabung und Auszählung der Briefwahlkarten. Ein derartiges Ausmaß an "Verfehlungen" und vor allem der zeitliche Ablauf der Geschehnisse am Wahltag selbst und am Tag danach, dem Tag der Auszählung der Briefwahlkarten, kann unmöglich nur "Zufall" oder "Schlamperei" sein.

Wenn der Verfassungsgerichtshof die Stichwahl für das höchste Amt des Staates trotz der dokumentierten, massiven Gesetzesverletzungen nicht zur Gänze aufhebt und diese Wahl nicht wiederholen läßt, wäre das ein demokratiepolitischer Skandal ersten Ranges! Es geht dabei erst in zweiter Linie darum, welche Partei bzw. welcher Bewerber um das Amt dadurch geschädigt wurde, in erster Linie geht es dabei um die Demokratie insgesamt.

Dies vor allem vor dem Hintergrund der Tatsache, wie knapp der offiziell ausgeworfene (das Wort "tatsächlich" kann man jetzt dafür nicht mehr verwenden) Stimmenanteil war, der die von der an totalitäre Systeme erinnernden Einheitsfront (alle gegen einen) herbeigeführte "Entscheidung" brachte:

"Hätten sich bloß 15.432 Wähler - dies sind lediglich 0,35 % der gültig abgegebenen Stimmen bzw. 0,24 % der Wahlberechtigten - anders entschieden, so wäre das Gesamtergebnis umgekehrt ausgefallen." (Zitat aus der Anfechtungsschrift)

Es möge jeder, der die sehr fundierte Anfechtungsschrift studiert, die von höchstem allgemeinen politischen Interesse ist, die dort dokumentierten "Ungereimtheiten" mit dieser extrem niedrigen Stimmenanzahl, die - angeblich - den Ausschlag gab, in Beziehung setzen. Wenn eine solche "Entscheidung" vom Verfassungsgerichthof hingenommen wird, dann wird es in Österreich sehr "finster"!

Kommentar von Inge Rauscher, Obfrau der "Initiative Heimat & Umwelt" und Sprecherin des überparteilichen EU-Austritts-Personenkomitees.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.