Zweierlei Maß?

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Dienstag, 07.06.2016, 08:42 vor 3539 Tagen 3311 Views

Es gibt anscheinend doch Rassismus in diesem Land. Dieser betrifft vor allem Angehörige der Gruppe der arbeitslosen Nichtflüchtlinge, die in eklatanter Weise schlechter behandelt werden, als die nach Deutschland emigrierten Auswanderer muslimischen Glaubens.

Ich lese gerade, dass ja der jetzt anbrechende Fastenmonat Ramadan eine besondere Herausforderung für die eingewanderten Moslems darstellt. Zwar dürfen sie allen Genüsse des Lebens weiterhin frönen, jedoch nur zwischen Sonnenunter- und -aufgang. Da knurrt einem natürlich spätestens gegen Mittag kräftig der Magen und gegen Abend fängt er gar richtig an, zu zwicken.

Unsere Erstaufnahmeeinrichtungen tragen diesem Umstand Rechnung, indem das mittägliche Essen in Aluschalen warm gehalten wird, Lunchpakete bereitet werden und - da bekomme ich jetzt eine Krawatte - getrocknete Datteln und Wasser gereicht werden, damit der gestresste Magen nicht zu arg strapaziert wird.

Wenn man sich jetzt anschaut, wie mit arbeitslosen HartzIV-Beziehern bei den ARGEN umgegangen wird, kann einem schon mal der Kragen platzen. Hier werden Menschen erniedrigt und sind teilweise willkürlicher Behandlung ausgesetzt. Da gibt es keine Lunchpakete und keine kostenlosen Heißgetränke, da kommt mittags kein Catering-Service, wenn stundenlang auf den Fluren gewartet werden muss. Da gibt es keinen Taxi-Service, um die ständig wiederkehrenden, sinnlosen Besuchsrituale ein wenig erträglicher zu machen.

Aber halt, ich weiß, warum diese Menschen anders behandelt werden - sie sind ja selber Schuld an ihrem Schicksal! Müssten nur arbeiten gehen, dann ginge es ihnen besser. Faulheit darf eben nicht belohnt werden, sondern gehört bestraft.

--
"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Anonym den Ärger in die Welt kotzen belebt die Gewaltigen, gibt Gelegenheit und Zugriff

Fidel @, Dienstag, 07.06.2016, 09:27 vor 3539 Tagen @ Otto Lidenbrock 3597 Views

Hallo,

der Betreff aus dem Vortrag über den Waldgang "heute" v. Ernst Jünger:
https://www.youtube.com/watch?v=7yNWwyTdcz8&feature=youtu.be&t=14m20s

Aufregen und von der AfD Abhilfe erhoffen, nach der nächsten Wahl in ~18 Monaten ist bestimmt genug!

Weiter so, wir schaffen das!

Grüße
Fidel

Kotzen hilf oft gegen Übelkeit

Otto Lidenbrock @, Nordseeküste, Dienstag, 07.06.2016, 09:53 vor 3539 Tagen @ Fidel 2465 Views

Hallo,

der Betreff aus dem Vortrag über den Waldgang "heute" v. Ernst Jünger:
https://www.youtube.com/watch?v=7yNWwyTdcz8&feature=youtu.be&t=14m20s

Aufregen und von der AfD Abhilfe erhoffen, nach der nächsten Wahl in ~18
Monaten ist bestimmt genug!

Weiter so, wir schaffen das!

Grüße
Fidel

Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, und ich denke, dass mir da viele zustimmen werden, dass Kotzen, wie man es vulgär ausdrückt, oftmals sehr befreiend wirkt und die Übelkeit danach verschwunden ist. Was einem schwer im Magen lag und vom Körper nicht verdaut werden konnte oder wollte, ist verschwunden.

Das Problem ist also nicht das Kotzen an sich, sondern der Umstand, dass immer wieder unverdauliches in den Magen gerät und man deswegen auch immer wieder Kotzen muss. Kotze ich mich nicht aus, gehe ich vielleicht irgendwann an dem ganzen Unverdaulichen zugrunde.

Leider ist mittlerweile fast das gesamte Nahrungsangebot zum Kotzen, dafür kann ich zunächst einmal nichts. Ich kann den Herstellungsprozess dieser Nahrung nicht beeinflussen, allerhöchstens kann ich mich weigern, diese Nahrung überhaupt zu mir zu nehmen. Nur werde ich dann wahrscheinlich verhungern, weil dann auch das wenige Essbare nicht mehr in meinen Körper gelangt.

Ich werde also weiter essen und zwangsläufig auch kotzen, wenn ich einigermaßen gesund bleiben will. Gleichzeitig bin ich aber auch ein Waldgänger, der lernen muss, mit der Übelkeit umzugehen.

Wenn genug gekotzt wird, gehen vielleicht mehr Menschen in den Wald und sorgen dafür, dass die Ursachen der Kotzerei verschwindet.

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"Ich lege für den Fall meines Todes das Bekenntnis ab, dass ich die deutsche Nation wegen ihrer überschwänglichen Dummheit verachte und mich schäme, ihr anzugehören."

Arthur Schopenhauer

Unternehmertum für Prekäre

Fidel @, Dienstag, 07.06.2016, 10:32 vor 3539 Tagen @ Otto Lidenbrock 2435 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 07.06.2016, 10:44

Hallo

Wenn genug gekotzt wird, gehen vielleicht mehr Menschen in den Wald und
sorgen dafür, dass die Ursachen der Kotzerei verschwindet.

Eine neue Idee! Ich heule mich aus und die anderen gehen hin und ändern was.
Dumm nur, wenn jeder greint und niemand etwas unternimmt.

Man kann es sogar statistisch messen, etwas zu unternehmen ist in Deutsch(e)land von 2016 bezeichnend für Prekäre,
weil alle anderen lieber abhängig befehlsergeben beschäftigt (d.h. frei) sind.

Grüße
Fidel

Danke, empfehlenswerter Vortrag für Wegsuchende! (oT)

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Dienstag, 07.06.2016, 13:43 vor 3539 Tagen @ Fidel 1587 Views

- kein Text -

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...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

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