Sehr aufschlussreich dazu: Regisseur Volker Hesse im Profil der NZZ im Jahre 2010 (mL)
http://www.nzz.ch/ich-bin-durch-viele-feuer-gegangen-1.6259350
Zitate von dort:
"... Seine ersten Inszenierungen seien «schwarze Messen» gewesen: Aufgewachsen als «rheinischer Katholik», wie er sich selbst bezeichnet, geprägt von Erfahrungen als Messdiener in einer Benediktinerabtei .... «Aber später kommt man auf bestimmte Sachen zurück. Ich mag grosse sinnliche Gesten, die viel bedeuten, die nichts mit Realismus zu tun haben, sondern wo eine innere Wahrheit nach aussen gekehrt wird.» ..."
und weiter aus heutiger Sicht ziemlich interessant:
" ... In der niedersächsischen Stadt [Göttingen], deren Einwohnerzahl sich nach dem Zweiten Weltkrieg aufgrund der Zwangs-Völkerwanderung mehr als verdoppelt hat, setzt er einen literarischen Stoff um, der das Gefühlsverstummen eines Menschen in solchen schockartigen Migrationsverschiebungen schildert: den Roman «Die Mittagsfrau» von Julia Franck. ..."
Subtile Finsternis war gestern, würde ich sagen...