AfD-Tribunal bei Anne Will
Nach langer Abstinenz habe ich gewagt, eine Anne Will-Show anzuschauen – auch wegen der Gäste.
Denn dort waren Alexander Gauland von der AfD und der FAZ/FAS Journalist Eckart Lohse zu Gast.
Nach meiner Einschätzung, siehe z.B. hier: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=404488
standen die Chancen für Gauland gar nicht so schlecht.
Doch der betuliche Herr Gauland, der im direkten Duell immer ein wenig schwächelt, gab den nahen Sieg durch überflüssige Einlassungen verloren.
Anstatt sich ständig zu rechtfertigen – was mehr schlecht als recht gelang – hätte er auf Angriff übergehen müssen.
Parallel dazu hatte das SYSTEM unter Führung der Inquisitorin Will das Tribunal bereitet.
Warum Gauland dieser Scharfmacherin nicht ins Wort gefallen ist, bleibt unerfindlich.
Die Flintenweiber des Staatsfernsehens (Maischberger, Will und z.T. auch Illner) verdienen meiner Ansicht nach keine Schonung mehr.
Sie informieren nicht, sie machen sich zum Propagandarohr des Kanzleramtes.
Heiko Maas hatte mit dem mehrfach stolpernden Gauland leichtes Spiel, obwohl er, wie so, oft beste Angriffsfläche zum Knockout bot.
Anstatt unnachgiebig das Staatsversagen auch von Antifa-Gönner Maas zu thematisieren, konnte der sich mit Plattheiten im Sessel räkeln.
Der Lügen Journalist aus Frankfurt wurde nicht überführt, sondern konnte sein intrigantes Benehmen auch nach als Erfolg verbuchen.
Das wir es hier mit Inszenierung zu tun hatten, beweist die WELT in ihrem aktuellen Artikel, denn dort liest man u.a.:
In der letzten Anne-Will-Sendung vor einer langen Sommerpause offenbarte sich Gaulands Gedankenwelt nämlich dank einer sehr guten Vorbereitung durch die Talkmasterin und mit Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) an der Spitze energischen Gäste als eine braune Mixtur, der niemand über den Weg trauen sollte.
Quelle: http://www.welt.de/vermischtes/article155987515/Ich-wusste-gar-nicht-dass-Boateng-farbi...
Die „Macher“ wußten, daß sie mit Gauland leichtes Spiel haben werden.
Ich hoffe, die AfD, um Frauke Petry, nimmt sich das künftig zu Herzen und läßt den Mann zu Hause. Selbst seine besten Argumente verpufften im Gegacker der politisch Korrekten.
Die Strichjungs des Medien-Bordells entlarven sich aber dennoch durch ihre gespaltene Zunge. Wenn grellgeschminkte Transen und Hahnenkopf-Frisuren a la Sascha Lob, dem Betrachter graue und grüne Stare vor die Augen treiben, beschweren sich die Käseblätter nicht, aber gewöhnungsbedürftige Opa-Sakkos und abscheuliche Krawatten mit Hundemusterung werden genüsslich ausgewalzt.
Maas entblödete ich nicht zu sagen: "Ungebildete kann man ausbilden", um das groteske Staatsversagen zu bemänteln. Keiner in der Runde widersprach.
Am Ende stand Gauland als Lügner da, obwohl er nie gelogen hatte, sondern zumeist nur unglücklich formuliert.
Zitate, die er von anderen verwendet hatte, wurden ihm als Original ans Revers geheftet, das Wort wurde ihm im Mund herum gedreht und ausgerechnet der Stasi-artige Maas-Anzug ging als Sieger vom Platz.
Daher wagt die Journaille auch den finalen Schlag mit:
.. seit dem Auftritt bei Anne Will wird niemand mehr ignorieren können, dass der AfD-Vize die Wahrheit offensichtlich beugt. Und dass er außerdem rechtsextremes Gedankengut offen propagiert. Denn bei seiner Rede hat er auch den von der NPD benutzten Satz "Heute sind wir tolerant und morgen fremd im eigenen Land" benutzt.
Anstelle von Lügen haben die Doppelzüngigen Beugen verwendet, weil das wohl der Haus-Jurist empfohlen hat.
Und ein flotter und dennoch sinniger Spruch wird mit brauner Masse überzogen, so als wäre es ein Skandal wenn Adolf Hitler einen Tag, an dem die Sonne schien, als einen sonnigen Tag bezeichnet hätte, weil in unserer politischen Idiotie es eben nicht mehr darauf ankommt, was jemand sagt und ob das den Tatsachen entspricht, sondern ob das gesagte in die politische Agenda paßt.
Aber ein Hoffnung verblieb am Abend dann doch noch.
Der Justizminister erhofft sich den Aufstand der schweigenden Mehrheit.
Wenn die Koalition so weiter wurstelt, wird dieser kommen aber sicher anders als es sich der Kahane-Freund vorstellt.
Zwickau war möglicherweise nur ein Vorgeschmack.
mfG
nereus