Schweizer lehnen Grundeinkommen klar ab (meine Meinung)

SevenSamurai @, Sonntag, 05.06.2016, 19:38 vor 3541 Tagen 4822 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.06.2016, 19:42

Zerohedge

"Marxist Dream" Crushed - In Landslide Vote, Swiss Reject Proposal To Hand Out Free Money To Everyone

http://www.zerohedge.com/news/2016-06-05/landslide-vote-swiss-reject-proposal-hand-out-...


FAZ

Schweizer lehnen Grundeinkommen klar ab

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schweizer-lehnen-grundeinkomme...


Wie kann ein Volk nur so blöde sein, die Invasoren gratis zu hegen und zu pflegen, andererseits aber das eigene Volk davon auszunehmen?

Und wo waren die Schweizer eigentlich, als die Katastrophenbanker den Wagen vor die Wand gefahren haben und dann auf einmal Milliarden geschenkt bekamen?

Und zu der Aussage "Marxist dream":

Haltet ihr den Unternehmer Götz Werner, der die Drogeriekette dm aufgebaut hat, für einen Marxisten??? Was für einen Müll schreibt sich da mancher doch zusammen!

"Nach eigenen Angaben räumt der Unternehmensgründer Götz Werner dem Arbeitsklima einen höheren Stellenwert ein als dem Profit." (Quelle: Wikipedia)

Das dürfte wohl einige Sklaventreiber stören.

Aber vielleicht sehe ich die Dinge ja falsch. Ich gebe zu, dass einige Aspekte des Grundeinkommens eventuell problematisch sein können. Ich gebe zu, dass dann auf einmal 50 % der Menschen nicht mehr arbeiten wollen. Zumindest solange, bis einige Schikanen aufhören. Vielleicht führt dies auch dazu, dass sämtliche Geschäfte und Vermieter die Preise einfach um den Sockelbetrag erhöhen werden, der das Grundeinkommen ist. (Insbesondere die Vermieter.)

Und was ist mit denen, die bereits ein bedingungsloses Grundeinkommen aufgrund von Erbschaft haben: Paris Hilton, Gunter Sachs. Kein Problem, da es Promis sind?

Hat man nicht immer gesagt, Leistung solle sich lohnen?

Warum bekommt dann ein Fussballer mehr Geld als ein Physiker oder Ingenieur? Die Einkommen der Fussballer bestehen _auch_ aus Geldern, die durch die GEZ der Bevölkerung abgepresst werden.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Frage: Welcher US-Präsident wollte ein "Guaranteed minimum income"?

SevenSamurai @, Sonntag, 05.06.2016, 19:53 vor 3541 Tagen @ SevenSamurai 3891 Views

Zerohedge

"Marxist Dream" Crushed - In Landslide Vote, Swiss Reject Proposal To
Hand Out Free Money To Everyone

http://www.zerohedge.com/news/2016-06-05/landslide-vote-swiss-reject-proposal-hand-out-...

Antwort:

Richard Nixon

War der auch Marxist? [[top]]

https://en.wikipedia.org/wiki/Guaranteed_minimum_income

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Zwischengrätsche

Steppke, Sonntag, 05.06.2016, 20:25 vor 3541 Tagen @ SevenSamurai 3980 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.06.2016, 15:02

Haltet ihr den Unternehmer Götz Werner, der die Drogeriekette dm
aufgebaut hat, für einen Marxisten??? Was für einen Müll schreibt sich
da mancher doch zusammen!

Ich muss hier mal kurz Zwischengrätschen!

Götz Werner ist Multimilliardär und Anhänger des BGE und ich frage mich immer, warum Götz Werner das BGE nicht einfach mal in seinem dm-Drogeriemärkten einführt und seinen Angestellten, ob die zur Arbeit kommen oder nicht, ein Grundgehalt zahlt (Geld genug hätte er dafür).

Glaubt er ernsthaft, dass die dann morgens „auf der Matte stehen“, sich an die Kasse setzen, die Regale auffüllen oder den Boden wischen werden?

Was glaubt er, was dann passiert?

Und was passiert mit seinen jungen Lehrlingen (16 – 18 Jahre alt) die auf einmal regelmäßig 1000 Euro aufs Konto bekommen? Die Wahrscheinlichkeit, dass viele von denen eine Dauerparty feiern und saufen, kiffen und „Pillen schmeißen“, bis sie ins Koma fallen, ist sehr hoch denn gerade als junger Mensch kann man häufig noch nicht besonders weit vorausdenken. Wozu morgens aufstehen und arbeiten gehen, wenn das Geld von alleine kommt?

Das BGE hat Ähnlichkeiten mit dem Versuch, „den Sozialismus einführen zu wollen“! Das mag zwar alles gut gemeint sein, wird aber an der Realität scheitern (meiner Meinung nach), denn die Annahme, dass alle Menschen genau so denken wie Götz Werner (oder wie die Anhänger des BGE) und nur "Gutes im Sinn haben" oder "die Gesellschaft voranbringen wollen", ist falsch!

Götz Werner

SevenSamurai @, Sonntag, 05.06.2016, 20:43 vor 3541 Tagen @ Steppke 3642 Views

Ich gebe dir in allen Punkten recht.

Auch ich kann Götz Werners Ansichten nicht recht einordnen.

Womit ich nicht klarkomme, ist die pauschale Aussage: "Alles Marxisten."

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Es gibt genügend Bewerber

LLF @, Sonntag, 05.06.2016, 21:41 vor 3541 Tagen @ Steppke 3390 Views

Glaubt er ernsthaft, dass die dann morgens „auf der Matte stehen“,
sich an die Kasse setzen, die Regale auffüllen oder den Boden wischen
werden?

Die meisten Schlecker-Frauen sind nach einem Jahr immer noch arbeitslos. Bei Albert Heijn in den Niederlanden und bei Tesco in Großbritannien scannen die Kunden ihre Produkte selbst und zahlen mit Kreditkarte.

Und was passiert mit seinen jungen Lehrlingen (16 – 18 Jahre alt) die
auf einmal regelmäßig 1000 Euro aufs Konto bekommen? Die
Wahrscheinlichkeit, dass viele von denen eine Dauerparty feiern und saufen,
kiffen und „Pillen schmeißen“, bis sie ins Koma fallen, ist sehr hoch
denn gerade als junger Mensch kann man häufig noch nicht besonders weit
vorausdenken. Wozu morgens aufstehen und arbeiten gehen, wenn das Geld von
alleine kommt?

Du musst nicht von dir auf andere schließen!

40% in den Städten

LLF @, Sonntag, 05.06.2016, 21:56 vor 3541 Tagen @ SevenSamurai 3687 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.06.2016, 22:28

"Marxist Dream" Crushed - In Landslide Vote, Swiss Reject Proposal To
Hand Out Free Money To Everyone

Die rationale sachliche Argumentation lag bei den Befürwortern, die emotionale Stimmungsmache bei den Gegnern. Leider sind die klugen Rechner in der Minderheit.

Schweizer lehnen Grundeinkommen klar ab

bis zu 40% in den Städten (Basel, Bern, Freiburg, Genf, Lausanne, Winterthur, Zürich),
bis zu 20% auf dem Land

Im Detail:
- Genf 42% (Mehrheit in einigen Stadtbezirken)
- Délémont 41%
- Bern 40% (Innenstadt 46%)
- Neuchâtel 39%
- Winterthur Altstadt 39%
- Biel 38%
- La Chaux-de-Fonds 38%
- Zürich 37% (Mehrheit in einigen Stadtbezirken)
- Freiburg 36,6%
- Basel-Stadt 36%
- Porrentruy 36%
- Le Locle 35%
- Olten 30,5%
- Yverdon 30,5%
- Solothurn 30,4%
- Lausanne 30,2%
- Luzern 29%
- Aarau 28%
- Kreuzlingen 25%
- Thun 23%
- Chur 20,2%

Das arbeits- und lichtscheue Gesindel bezieht doch längst ein BGE. Nur der Rest nicht.

Prophet @, Sonntag, 05.06.2016, 22:03 vor 3541 Tagen @ Steppke 3935 Views

denn gerade als junger Mensch kann man häufig noch nicht besonders weit
vorausdenken.

Das betrifft nicht nur junge Menschen. Kann man überall sehr gut sehen.

Man sollte eher überlegen, warum denn vor allem junge Menschen in Drogen- und Alkoholexzesse abrutschen. Vielleicht flüchtet man ja in diese Dinge, weil Zukunftsängste herrschen, wie z.B. wirtschaftliche Ängste?
Wird hier vielleicht mal wieder Ursache und Wirkung verwechselt? - Vielleicht würde der Konsum von Drogen und Rauschmitteln aller Art drastisch zurückgehen?

Weder wird ein BGE einen extrem Süchtigen von seiner Sucht abhalten, noch wenn es kein BGE gibt. Im letzteren Fall kommt es immerhin sehr häufig zur Beschaffungskriminalität (alte Omas und deren Handtaschen). Zumindesten dieses Problem dürfte entschärft werden.

denn die Annahme, dass alle
Menschen genau so denken wie Götz Werner (oder wie die Anhänger des BGE)
und nur "Gutes im Sinn haben" oder "die Gesellschaft voranbringen wollen",
ist falsch!

Wer weiß. Üble Gesellen und Taugenichtse wird es immer geben, die gibt es ja jetzt auch, trotz Hartz-IV. Für die arbeitsscheue Unterschicht gibt es ja schon längst ein BGE. Oder was soll denn diese Grundsicherung denn sonst sein?

Es wird immer einen Anteil an "nutzlosen Essern" geben die dem Suff anheimfallen, egal ob mit BGE oder ohne. Das ist doch klar. Aber vielleicht würde es mehr Götz Werners geben, wenn es ein BGE gäbe. Wer weiß!

Das Problem ist eher, dass die Fliegen zum offenen Honigtopf wollen, und zwar aus der ganzen Welt. D.h. hätte man ein abgeschlossenes System, würde es klappen. Mit 10% Saufbolden könnte man klar kommen. Aber nicht mit 50%! - Genau das Problem ist ja JETZT schon eine Ursache für die Zuwanderung. Und nicht die Kriegsflucht. Aber das weiß ja jeder hinterletzte Depp mittlerweile.

Grüße,
Prophet

Es geht ums BGE

Steppke, Sonntag, 05.06.2016, 22:44 vor 3541 Tagen @ LLF 3095 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.06.2016, 14:01

Die meisten Schlecker-Frauen sind nach einem Jahr immer noch arbeitslos.

Ob diese Frauen dann arbeiten würden, wenn sie das BGE bekämen, ist aber unklar. Darum geht es ja!

Bei Albert Heijn in den Niederlanden und bei Tesco in Großbritannien
scannen die Kunden ihre Produkte selbst und zahlen mit Kreditkarte.

Was hat das mit dem BGE zu tun?

Und was passiert mit seinen jungen Lehrlingen (16 – 18 Jahre alt) die
auf einmal regelmäßig 1000 Euro aufs Konto bekommen? Die
Wahrscheinlichkeit, dass viele von denen eine Dauerparty feiern und

saufen,

kiffen und „Pillen schmeißen“, bis sie ins Koma fallen, ist sehr

hoch

denn gerade als junger Mensch kann man häufig noch nicht besonders

weit

vorausdenken. Wozu morgens aufstehen und arbeiten gehen, wenn das Geld

von

alleine kommt?


Du musst nicht von dir auf andere schließen!

Das ist eine bösartige Unterstellung, aber ich werte das mal als: "Ich habe keine Argumente mehr".

Alkohol und Drogen

LLF @, Sonntag, 05.06.2016, 23:21 vor 3541 Tagen @ Steppke 3142 Views

Bei Albert Heijn in den Niederlanden und bei Tesco in Großbritannien
scannen die Kunden ihre Produkte selbst und zahlen mit Kreditkarte.


Was hat das mit dem BGE zu tun?

Es gibt weniger Arbeitsplätze durch Automatisierung, was die Hauptthese der BGE-Anhänger bestätigt.

Das ist eine bösartige Unterstellung aber ich werte das mal als: "Ich
habe keine Argumente mehr".

Alkohol und Drogen sind ein ernsthaftes Problem, und viele BGE-Befürworter möchten keinen übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum. Hier muss man ergänzende Maßnahmen ergreifen: eingeschränkte Öffnungszeiten von Alkoholverkaufsstellen, Ausweiskontrollen und ggf. eine kurzfristige BGE-Sperre bei übermäßigem Drogenkonsum, beispielsweise in Verbindung mit einer Führerscheinsperre - sofern es dann noch Führerscheine gibt. Darüber entscheidet dann ein ordentliches Gericht und kein Arbeitgeber.

Die Motivation der Jugendlichen zur Berufsausbildung erfolgt dann nicht mehr über Drohungen und Schläge wie 1950, sondern über ein Punkte- und Prämiensystem.

Das ist dann kein BGE mehr!

Steppke, Sonntag, 05.06.2016, 23:42 vor 3541 Tagen @ LLF 2871 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.06.2016, 14:03

Es gibt weniger Arbeitsplätze durch Automatisierung, was die Hauptthese
der BGE-Anhänger bestätigt.

Das hat aber nichts mit Götz Werner, den Angestellten in seinen Drogeriemärkten und seinem Vermögen, mit dem er locker das BGE für seine Angestellten finanzieren könnte, zu tun. Es geht darum, ob seine Angestellten dann noch zur Arbeit kommen würden (NICHT um Automatisierung irgendwo).

Alkohol und Drogen sind ein ernsthaftes Problem, und viele
BGE-Befürworter möchten keinen übermäßigen Alkohol- und Drogenkonsum.

Es geht um jugendliche Auszubildende in seinen Drogeriemärkten! Jugendliche konsumieren nun mal gehäuft Alkohol oder Drogen und machen gerne Party. Wenn es nun aber ein BGE geben würde, wäre die Frage, ob sie dann die Party auch mal unterbrechen, um zu arbeiten, oder die Party dauerhaft fortgeführt werden würde (da keine Geldsorgen mehr vorhanden sind).

kurzfristige BGE-Sperre bei übermäßigem Drogenkonsum, beispielsweise in
Verbindung mit einer Führerscheinsperre
Darüber entscheidet dann ein ordentliches Gericht und
kein Arbeitgeber.

BGE bedeutet bedingungsloses Grundeinkommen und jegliche "Sperre" unterminiert den Begriff "bedingungslos" (denn das ist dann ja wieder H4 mit Sanktionsmöglichkeiten).

Außerdem soll das BGE ja auch die Bürokratie entlasten, aber nach Deinen Vorschlägen würden die Gerichte in einer Flut aus Klagen untergehen.

Die Motivation der Jugendlichen zur Berufsausbildung erfolgt dann nicht
mehr über Drohungen und Schläge wie 1950, sondern über ein Punkte- und
Prämiensystem.

Das ist dann aber kein BGE mehr (sondern erweitertes H4 mit Sanktionen)!!

Meine Meinung: BGE JA! Aber erst ab 40!

Nonpopulo @, Sonntag, 05.06.2016, 23:45 vor 3541 Tagen @ SevenSamurai 3413 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.06.2016, 00:00

Das würde viele Probleme auf einen Schlag lösen bzw. nicht entstehen lassen.

Jugendliche und BGE - ist doch eigentlich klar - geht gar nicht. Denen für nichts Geld zu geben ist komplett dumm und verantwortungslos und wird selbstverständlich zu noch mehr Drogenkonsum und allgemeiner gesellschaftlicher Versifftheit führen.

Kein BGE wird auf den anderen Seite den Sozialstaat bzw. dessen Verwaltung nur noch mehr aufblähen. Ausserdem ist zumindest hier in der Schweiz das Ende der Fahnenstange bald erreicht. 2035 werden 2 Arbeitstätige einen Rentner finanzieren müssen. Der Kollaps des Sozialsystems ist programmiert.

Das BGE würde den Staatsapparat um einiges schlanker machen. Die Sozialindustrie ist wahrscheinlich die in den letzten 30 Jahren am stärksten gewachsene Branche was die Anzahl Arbeitnehmer betrifft - ohne direkt einen Mehrwert zu schaffen, versteht sich.

Wer es bis 40 nicht geschafft hat, eine Arbeit zu finden, die ihn zufrieden stellt, könnte den Arbeitsplatz für einen Jungen räumen und vom BGE leben - Problem Jugendarbeitslosigkeit gelöst, Problem Altersarmut gelöst, Problem Staatskrake zumindest etwas eingedämmt.

ME ist eine Lösung in der Art unumgänglich, wenn man noch eine Runde mehr drehen möchte vor dem Crash.

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Bedingungsloses Grundeinkommen?

LLF @, Montag, 06.06.2016, 00:03 vor 3541 Tagen @ Steppke 2853 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.06.2016, 00:11

BGE bedeutet bedingungsloses Grundeinkommen und jegliche "Sperre"
unterminiert den Begriff "bedingungslos" (denn das ist dann ja wieder H4
mit Sanktionsmöglichkeiten).

Die Bedingungslosigkeit ist eine Frage des Menschenbildes. Als Realist glaube ich, dass es in genau definierten Missbrauchsfällen eine gesetzlich festgelegte Sanktionsmöglichkeit geben sollte. Es bleibt ja auch die Frage offen, ob Geldstrafen vom BGE abgezogen bzw. mit dem BGE verrechnet werden. Wenn Geldstrafen mit dem BGE verrechnet werden können, handelt es praktisch um eine Sanktion.

Die Hartz-IV-Sanktionen zielen direkt auf die Privatautonomie, indem sie Menschen dazu zwingen, sich auf bestimmte Arbeitsplätze zu bewerben bzw. Arbeitsverträge zu unterzeichnen. Der Arbeitgeber kann entscheiden, wen er einstellen will, der Bewerber kann sich nur durch Simulation entziehen.
Dadurch wird die bürgerliche Vertragsfreiheit ad absurdum geführt.

Außerdem soll das BGE ja auch die Bürokratie entlasten aber nach Deinen
Vorschlägen würden die Gerichte in einer Flut aus Klagen untergehen.

Alkoholfahrten und Drogenhandel werden bereits heute vor Gericht verhandelt.

Das ist dann kein BGE mehr! [Nr. 2]

Steppke, Montag, 06.06.2016, 00:18 vor 3541 Tagen @ LLF 2711 Views

Die Bedingungslosigkeit ist eine Frage des Menschenbildes.

Nein - bedingungslos bedeutet bedingunglos und hat nichts mit einem "Menschenbild" zu tun!

Als Realist
glaube ich, dass es in genau definierten Missbrauchsfällen eine gesetzlich
festgelegte Sanktionsmöglichkeit geben sollte.

Dann ist es aber nicht mehr bedingungslos und hat auch nichts mit der offizillen Definition des BGE gemeinsam.

Die Hartz-IV-Sanktionen zielen direkt auf die Privatautonomie, indem sie
Menschen dazu zwingen, sich auf bestimmte Arbeitsplätze zu bewerben bzw.
Arbeitsverträge zu unterzeichnen. Der Arbeitgeber kann entscheiden, wen er
einstellen will, der Bewerber kann sich nur durch Simulation entziehen.
Dadurch wird die bürgerliche Vertragsfreiheit ad absurdum geführt.

Deine Vorschläge bzgl. des "Punktesystem" greifen aber auch in die Privatautonomie ein. Einen Untgerschied gibt es da nicht.

Alkoholfahrten und Drogenhandel werden bereits heute vor Gericht
verhandelt.

Was hat denn Drogen- oder Alkoholkonsum, der durch das BGE oder H4 finanziert wird, mit "Alkoholfahrten und Drogenhandel " zu tun? Das ist doch ein völlig unsinniger Vergleich und hat auch nichts mit der Fragestellung, ob Jugendliche, wenn sie das BGE bekommen, noch zur Arbeit kommen würden, zu tun.

Vorschlag: endlich eine gerechte Rente! (mT)

DT @, Montag, 06.06.2016, 00:23 vor 3541 Tagen @ Nonpopulo 3376 Views

Schröder hat in seiner Amtszeit eine steigende Besteuerung der Rentner eingeführt. Ältere Arbeitslose müssen ebenfalls ihre Riester-Rente verkonsumieren und ihr Sparbuch auflösen, bevor sie etwas bekommen. Und das, obwohl sie sich ein Leben lang krumm gelegt haben. Die Asylforderer jedoch, die am Bahnhof mit ihren neuen Turnschuhen und schicken Handys rumlungern, bekommen dasselbe Hartz IV von Tag 1 an.

Unverschämtheit!

Alle Deutschen sollten in die Schweiz rübermachen. Ein Ehepaar mit 3 Kindern (auch von Kulturbereicherern) erhält 2x2500+3x625 sfr = fast 7000 sfr STEUERFREI.
Das sind über 6000 EUR NACH STEUERN. Zeigt mir einen, der bei uns so etwas hat!

Es ist doch klar, daß in so einem Fall die einfachen Mieten ins Unermeßliche steigen würden und Lebensmittel und Drogeriebedarf (dm!) aus dem Aldi so teuer wären oder noch teurer als sie in der Schweiz schon sind!

Wie sollen die Schweizer, deren Industrie ähnlich wie die baden-württembergische aufgebaut ist, jemals diese Beträge für die ganzen Nassauer und Schmarotzer aufbringen?

Vernünftige Bezahlung

LLF @, Montag, 06.06.2016, 00:32 vor 3541 Tagen @ Steppke 2721 Views

Was hat denn Drogen- oder Alkoholkonsum, der durch das BGE oder H4
finanziert wird, mit "Alkoholfahrten und Drogenhandel " zu tun? Das ist
doch ein völlig unsinniger Vergleich und hat auch nichts mit der
Fragestellung, ob Jugendliche, wenn sie das BGE bekommen, noch zur Arbeit
kommen würden, zu tun.

Wenn die Arbeit vernünftig bezahlt wird: Ja.

Nullsummenspiel!

Steppke, Montag, 06.06.2016, 00:48 vor 3541 Tagen @ LLF 2751 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.06.2016, 14:04

Was hat denn Drogen- oder Alkoholkonsum, der durch das BGE oder H4
finanziert wird, mit "Alkoholfahrten und Drogenhandel " zu tun? Das ist
doch ein völlig unsinniger Vergleich und hat auch nichts mit der
Fragestellung, ob Jugendliche, wenn sie das BGE bekommen, noch zur

Arbeit

kommen würden, zu tun.


Wenn die Arbeit vernünftig bezahlt wird: Ja.

Wenn Götz Werner jetzt persönlich das BGE einführen würde, darum geht es ja, bedeutet das, dass seine Angestellten nur noch zur Arbeit kommen würden, wenn sie (zusätzlich) eine ordentliche Bezahlung bekämen? Das müsste dann auf die Preise der Produkte umgeschlagen werden und alles würde sich verteuern und Du (sowie alle anderen) müssten das dann bezahlen.

Wenn jetzt aber nicht Götz Werner das BGE finanzieren würde, sondern der Staat, müsste es massive Steuer- und Abgabenerhöhungen geben, denn das muss ja alles finanziert werden. Das BGE würde dann, da alles viel teurer werden würde und die Abgaben massiv steigen, nicht mehr ausreichen, sodass das alles nur ein Nullsummenspiel wäre.

Das würde zusätzlich dazu führen, dass deutsche Produkte, im internationalen Vergleich, wesentlich teurer werden würden und auf dem Weltmarkt Absatzschwierigkeiten bekämen worüber sich die Chinesen und Inder riesig freuen werden.

Das ist Dir hoffentlich alles klar oder?

Es gäbe da einen "Ort", woher das Geld kommen könnte.

Kaladhor @, Münsterland, Montag, 06.06.2016, 07:25 vor 3541 Tagen @ Steppke 2789 Views

Hat sich schon mal wer gefragt, warum Gewinne aus Finanzgeschäften wesentlich geringer besteuert werden als Löhne und Gehälter für richtige Arbeit? Der Finanzsektor ist neben dem Sozialsektor viel zu aufgebläht bei kaum messbarer Produktivität.

Was wir brauchen, sind richtige Arbeitsplätze. Die bekommt man aber nicht, wenn man das Gezocke an der Börse belohnt und die Investition in Innovationen, was letztlich zu Arbeitsplätzen führt, bestraft.

Aber sowas würde dem derzeit laufenden Programm diametral entgegen stehen. Man könnte es sicherlich sinnvoller anpacken, aber ich vermute, dass genau das nicht gewollt wird.

Grüße,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Hast du dafür einen Link?

Ankawor, Montag, 06.06.2016, 10:46 vor 3540 Tagen @ DT 2433 Views

Alle Deutschen sollten in die Schweiz rübermachen. Ein Ehepaar mit 3
Kindern (auch von Kulturbereicherern) erhält 2x2500+3x625 sfr = fast 7000
sfr STEUERFREI.
Das sind über 6000 EUR NACH STEUERN. Zeigt mir einen, der bei uns so
etwas hat!

Ich höre sowas nicht zum ersten Mal. Aber es handelt sich um Hörensagen bisher. Falls du dafür einen Link hättest, wäre ich dir sehr dankbar.

Danke
Ankawor

In der BRD gibt es das BGE beinahe

Rybezahl, Montag, 06.06.2016, 14:11 vor 3540 Tagen @ Prophet 2410 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 06.06.2016, 14:23

Hallo!

Die Vierhunderfuffzich und paar zerquetschte Euros sind ja nicht alles, da kommt noch Miete, Schnaps oder Saft und ähnliches hinzu.

Und dann gibt es noch die Tafeln.

Wer arbeiten geht und weniger verdient als das, was man auch als lebensnotwendig bezeichnet, der darf per Antrag aufstocken.

Was uns vom BGE noch trennt ist also nichts weiter als der Antrag zur "Aufstockung".

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Aufstockungs-Automatismus

Rybezahl, Montag, 06.06.2016, 16:48 vor 3540 Tagen @ Steppke 2177 Views

Wenn Götz Werner jetzt persönlich das BGE einführen würde, darum geht
es ja, bedeutet das, dass seine Angestellten nur noch zur Arbeit kommen
würden, wenn sie (zusätzlich) eine ordentliche Bezahlung bekämen?

Nein. Eben nicht. Es soll ja der Staat machen. Ich gestehe: Möglicherweise weichen meine Gedanken von den schweizer Gedanken zum BGE ab. Habe die Abstimmung kaum verfolgt.

Seine Angestellten würden bei unentschuldigtem Fehlen nur noch die Vierhundertfuffzich und paar Zerquetschte auf die Hand bekommen (und einen Tadel in das Muttiheft). Der Staat könnte auch sanktionieren.
Und Bewerber gibt es tatsächlich genug.

Aber eigentlich möchte ich gar nicht weiter darüber nachdenken. Oder vielleicht doch? Na, mit echter Wirtschaft hat dieser Hybrid jedenfalls nicht mehr viel gemeinsam.

Es grüßt der
Rybezahl.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Vielleicht haben die Schweizer deshalb abgelehnt. :-)))

Olivia @, Montag, 06.06.2016, 19:21 vor 3540 Tagen @ Prophet 2082 Views

Das Problem ist eher, dass die Fliegen zum offenen Honigtopf wollen, und
zwar aus der ganzen Welt. D.h. hätte man ein abgeschlossenes System,
würde es klappen. Mit 10% Saufbolden könnte man klar kommen. Aber nicht
mit 50%! - Genau das Problem ist ja JETZT schon eine Ursache für die
Zuwanderung. Und nicht die Kriegsflucht. Aber das weiß ja jeder
hinterletzte Depp mittlerweile.

...........

Mit bedingungslosem Grundeinkommen in der Schweiz würde die Kolonne vermutlich weniger Richtung Berlin, sondern eher in Richtung Zurich wandern. Das wird den Schweizern auch durch den Kopf gegangen sein.

--
For entertainment purposes only.

Re: Götz Werner (bzw. klare Argumente gegen die Schweizer Pseudo-BGE-Farce)

valuereiter @, Montag, 06.06.2016, 19:41 vor 3540 Tagen @ SevenSamurai 2115 Views

1.
In der Schweiz wurde nicht wirklich ein GRUNDeinkommen diskutiert: Es sollte 2.500 Franken pro Kopf geben!!!
Zum Vergleich: Hier in D (Götz Werner? Dieter Althaus?) wurde über 600 Euro zzgl. KV-Basisbeitrag geredet.

2. siehe
http://www.grundeinkommen.ch/ist-ein-grundeinkommen-finanzierbar/
Bei denen, die arbeiten, sollten diese 2.500 Franken vom Lohn abgezogen werden!
(Analog der Anrechnung eines Niedriglohns auf Hartz IV - mit der Wirkung, dass ein "schlechter" Job gegenüber dem Nixtun nicht lohnt!)
In "normalen" BGE-Diskussionen wird "normal" besteuert - ab dem 1. Euro, da ja Grundfreibetrag verzichtbar ist - so dass ab dem 1. verdienten Euro 50 oder 60 oder 70 Cent (je nach Steuersatz) bleiben.
"Bedingungslos" heißt im BGE-Kontext ja üblicherweise, dass JEDER unabhängig davon, was er sonst verdient, das BGE kriegt - und nicht nur die Nicht-Verdienenden!

sprich:
Die Grundidee eines BEDINGUNGSLOSEN GRUNDeinkommens wurde hier gleich zweifach pervertiert!

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Wandere aus, solange es noch geht.