OT: Kommunikation - Funkgeräte/Weltempfänger für alle Fälle, auch für 'nach dem Zusammenbruch' (SHTF) / Krisenvorbereitung
bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 05.06.2016, 14:23
Themen:
Amatuerfunk, CB-Funk, PMR-Funk und andere "krisenfeste" und "kostenlose" Kommunikationswege im Krisenfall.
Weltempfänger, oder: wie unterrichte ich mich unabhängig weltweit, auch wenn das Internet versagt?
Während im Gelben Forum schon immer mal wieder Vorbereitungen auf "die Zeit danach", nach dem erwarteten Zusammenbruch der Währungs- und Wirtschaftssysteme heiß diskutiert wurden, hat diese Diskussion seit der als krisenhaft empfundenen Zuwanderungswelle weitere Facetten hinzugewonnen.
Generell herrscht in Deutschland eine wahre Untergangsstimmung, ob in den Städten oder auf dem Land. In bestimmten Gebieten können Frauen, auch mit Hund, schon nicht mal mehr im Wald spazieren gehen, denn dorthin, in die dünner besiedelten Regionen, scheint man nun auch vermehrt Auffanglager zu plazieren, entweder, damit es nicht so auffällt, oder weil man den Platz anderswo schon aufgebraucht hat. In vielen Gegenden gehen Frauen, aber zunehmend auch Männer, nicht mehr allein, ohne "schlagkräftige" Begleitung, auf die Straße, mehr und mehr Gegenden werden generell gemieden, so auch vermehrt Discotheken und Schwimmbäder. Wie Integration da gelingen soll, wenn sich selbst die Deutschen verweigern ...
Es erinnert etwas an das Dritte Reich: auch dort blieb der sichtbare Protest aus - aber man ging in die sog. "innere Emigration". Gleichzeitig konnte man fast beliebige Zeitungen aufschlagen - keine Spur von Problemen. Diejenigen, die damals z.T. des Propagandaministers rechte Hand waren, haben in der Nachkriegszeit dann sog. "Meinungsforschungsinstitute" aufgebaut.
Wohnungseinbrüche nehmen exponentiell zu, wobei gleichzeitig aufgrund Untätigkeit oder Überforderung der Polizeikräfte die Dunkelziffer wächst (und statt die Kräfte aufzustocken, werden die Straftaten verharmlost), da viele von Anzeigen absehen. Volksfeste ohne kollektives Angrapschen durch organisierte Männerbanden scheinen auch nicht mehr denkbar. Die Polizeien agieren mittlerweile derart unterbelichtet (sicher auch der Überforderung geschuldet - aber man stelle sich das mal bei Chirurgen vor!), daß sie regelmäßig am Folgetag sich brüsten, wie stark ihre "Präsenz" wieder einmal für ein unbeschwertes, fröhliches, ausgelassenes, ..., (man bemühe das Synonymwörtebuch, damit's nie langweilig klingt) Fest gesorgt habe, nur um in den Folgetagen kleinlaut zugeben zu müssen, daß es "bisher nie dagewesene" Übergriffe gegeben habe - bis zum nächsten Mal. Aber damit nicht alles in's Wasser fällt: "So sollen Flüchtlinge Benimmregeln lernen - Freibadbetreiber fürchten sexuelle Übergriffe von Flüchtlingen."
Kein Wunder, steigt das Interesse an Bürgerwehren, an Selbstverteidung mit Waffe oder durch Selbstschulung und man beginnt sich auf Zeiten vorzubereiten, in denen man unabhängig von einem evtl. nicht funktionierenden oder überlasteten Mobilfunknetz drahtlos und unkompliziert kommunizieren muß.
Hierfür gibt es verschiedene Alternativen zum Mobilfunktelefon, aber jede Lösung hat so ihre Vor- und Nachteile, die darum hier kurz skizziert seien. Der Beitrag erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, vielmehr darf sich jeder, der/die dazu was beitragen kann, angesprochen fühlen, das zusammengetragene zu ergänzen/zu erweitern. Aber bisher scheinen nur vereinzelte Beiträge, die man zudem durch die Suche nur schwer findet, im Gelben Forum erschienen zu sein.
Wirklich über eine große, ggf. weltweite, Reichweite verfügen (legal) ausschließlich Amateurfunkgeräte. Allerdings bedarf es zu deren Besitz und insbesondere deren Betrieb einer Lizenz, insbesondere muß man eine doch nicht ganz einfache Prüfung bestehen, wenn man wirklich unkompliziert weltweit erreichbar sein bzw. gehört werden will. Zwar geht das auch mit den eingeschränkteren Versionen wie CB/PMR (vgl. auch Definition LPD), wenn man Relaisstationen für CB-Weitverbindungen "zwischenschaltet" - aber dann ist man, ähnlich wie beim Mobilfunknetz, immer noch davon abhängig, daß diese im Katastrophenfall auch wirklich funktionieren.
Jedoch, was viele nicht wissen werden: "Beim Amateurfunk gibt es gewisse Einschränkungen, was den Inhalt einer Funkübertragung angeht ..." (manches auf der Seite ist etwas veraltet, hier eine Einführung vom DARC). Nämlich ... man darf, mal kurz zusammengefaßt, über eine Amateurfunkverbindung nichts besprechen, weshalb man ohne Amateurfunklizenz eine eMail geschrieben oder zum Telefonhörer gegriffen hätte. Wer schon mal in Amateurfunk hineingehört hat, gewinnt den Eindruck, die Amateurfunker seien eine verschrobene Sorte Mensch, die immer nur über Antennen und Funktechnik reden, wenn andere über Hund, Frau und Kinder oder Fußball plauschen. Haben die gar kein Privatleben? Nun, wer sich zu angelegentlich über eine Amateurfunkverbindung nach "Tante Frieda" erkundigt, oder wie es dem Kollegen in seinem neuen Job gefällt, riskiert, von der Oberpostdirektion einen "blauen Brief" zu bekommen, bei hartnäckigen Verstößen gar seine Lizenz zu verlieren. Ok, das mit dem sprichwörtlichen blauen Brief war zu Zeiten, als es noch die alte Bundespost und das Fernmeldeanlagengesetz gab - bis in die achtziger Jahre. Aber im Prinzip ist es noch heute so, daß man mit Amateuerfunk eben gerade keine Bürgerwehr organisieren darf oder kann.
Allerdings greift man auch staatlicherseits gerne auf den Amateurfunker in entlegenen Gebieten zurück, wenn die öffentlichen Netze zusammenbrechen oder die der Katastrophendienste wieder mal inkompatibel sind. Wenn den Behörden der Ar... auf Grundeis geht, dann werden die Amteurfunker sogar offiziell eingebunden, so wie z.B. bei der Vorbereitung auf die Jahrtausendwende, als man großflächige Computer- und Netzprobleme befürchtete ("Notfunknetze").
Das deutsche Amateurfunkgesetz findet Ihr hier (vgl. Bundesnetzagentur), das für Österreich hier (und Schweiz/BAKom hier oder ausführlichst hier). Daß die Bundesregierung hier mit den vermeintlichen Erleichterungen (Klassen 1, 2, 3 statt früher A, C und B-Lizenz) eigentlich eher Einschränkungen, Erschwernisse und Verunklarungen eingeführt hat, beschreibt dieser Kollege hier ganz schön. Selbst die Partei Die Linke hatte zu dem Komplex eine Anfrage im Bundestag gestellt.
Diese Einschränkungen bezüglich Privatkommunikation gelten beim allgemein bekannten CB-Funk und beim scheinbar weniger bekannten PMR-Funk (siehe Private Mobile Radio), der ungefähr auf dasselbe hinausläuft, nicht (vgl. auch Internet-Virtual-CBFunk). Nur, wer meint, damit eine Disco betreiben, also den Rundfunksendern Konkurrenz machen zu müssen, riskiert, angepeilt und aus dem Verkehr gezogen zu werden. Diese relative Freiheit erkauft man mit einer begrenzten Reichweite, es sei denn
- man nutzt verbotene Verstärker (was über kurz oder lang aber auffällt und angepeilt wird) oder
- vertraut sich wiederum Relaisstationen an, die im Krisenfall evtl. gerade nicht zur Verfügung stehen. (Erlaubt sind aber verbesserte Antennen.)
Vgl. die Hinweise der Bundesnetzagentur zum CB-Funk (z.B. keine ortsfesten Stationen erlaubt), und zum PMR-Funk.
Auch ist die Anzahl freier Kanäle dieser "freien" Funkfrequenzen ziemlich limitiert, und Störungen durch elektrische Geräte können auftreten (Unterschiede hier kurz erklärt - und eine Art ausführliche Gegenmeinung). So kann es sein, daß man in einem dünn besiedelten Gebiet ziemlich störungsfrei sprechen kann, während man in einer Großstadt u.U. gewärtigen muß, daß auf jedem Kanal bereits irgendwelche Schnitzeljäger, Geocacher, LKW-Fahrer oder eine Kindergeburtstagsparty "kommunizieren", die gerade das neue Set mit sechs Walkie-Talkies in der Nachbarschaft ausprobieren. Und zwischendrin gibt es immer mal wieder ein paar Technik-Freaks, die sich freuen, daß sie nach Anleitung einen Störsender bauen konnten ...
Was u.U. etwas störungsfreier wäre, wäre Betriebsfunk oder ein "mobiler Landfunkdienst", jedoch benötigt man dann schon eine gewisse Infrastruktur, z.B. i.d.R. eine Basisstation. Man muß eine Lizenz beantragen und Gebühren zahlen usw. Dafür hat man dann in der Regel einen zugewiesenen, halbwegs störungsfreien Kanal; der bekannteste Betriebsfunk ist der Taxifunk. Typischerweise betreibt so etwas ein Fuhrunternehmen oder vielleicht ein Vermessungsbüro, dessen Mitarbeiter im Mobilfunkloch sonst keine Fern-Kommunikationsmöglichkeit im Gelände hätten. Aber ob eine Bürgerwehr das "stemmt", wenn nicht ein Mitglied zufällig schon über Betriebsfunk verfügt, wage ich zu bezweifeln. Theoretisch wäre es immerhin denkbar, die Bürgerwehr als eingetragenen Verein zu gründen und eine Funklizenz zu beantragen.
Danach gäbe es noch den Seefunk bzw. Funk für Binnenschiffer und den Flugfunk. Auf diesen, ebenfalls weitgehend störungsfreien, Frequenzen kann man aber nicht einfach nach Lust und Laune Privatgespräche führen, bzw. die Kanäle zweckentfremden. Im Flugfunk ist das m.E. ganz undenkbar, aber auch wer weit weg von einem Flußlauf mit seinem ggf. tragbaren Bootsfunkgerät herumfunkt, dem wird die Behörde sicher über kurz oder lang "dazwischenfunken". Und beim Seefunk ist mehrmals in der Stunde eine absolute Funkstille einzuhalten, damit auch schwache Notsignale wahrgenommen werden können. Wer aber seinen Kollegen von der Bürgerwehr einen Einbruch melden will, will u.U. nicht so lange warten.
Also, um es kurz zu machen: wie bei der Bewaffnung ist wieder mal alles, was einfach und sicher funktionieren könnte, verboten und was erlaubt ist, hat starke Einschränkungen.
Wenn man sich allerdings mit den lizenzfreien Geräten etwas befaßt hat und auskennt, kann man womöglich mit CB-Funk wie auch mit PMR-Funk sich im Gelände verständigen, wenn man das vorher geübt hat (Funkdiziplin) und sich auf einen Kanal einigt, von dem man nicht abweicht (vgl. Funkgesprächsablauf, Folie 7). Diesen sollte man in der Umgebung, in der man Streife geht, ausführlich an allen Wochentagen und zu allen Jahreszeiten getestet haben, damit im Bedarfsfall möglichst wenig Störungen auftreten. Auch empfiehlt sich, diesen Kanal nicht öffentlich "herauszuposaunen", damit nicht alle neugierige Nachbarn sich von vornherein dranhängen und im Ernstfall dann mit hilfreichen Kommentaren "Was'n los?" stören.
Vgl. auch Literatur hierzu, etwa "Kommunikation im Einsatz: Planung, Organisation und Technik (Einsatzpraxis)"
Viele "Walkie-Talkies" werden nur im Paar abgegeben, manche aber auch im Set mit vier und mehr Geräten, vgl. etwa PMR-Set von Motorola oder Vierer-Set von TK.
Bei CB-Funk (Literatur) findet man auch Geräte zum Einbau in KFZ - vgl. die LKW-Fahrer-Unterhaltungen auf der Autobahn.
Weitere Walkie-Talkie-Sets:
Baofeng bietet sogar ein Zehnerset an, sowie ein Fünfer-Set und ein weiteres Zehnerset inkl. USB-Anschluss.
Bitte im Einzelfall prüfen, ob es im jeweiligen Land lizenzfrei zulässig ist ...
Weltempfänger, oder: wie unterrichte ich mich unabhängig weltweit, auch wenn das Internet versagt?
Der Begriff "Weltempfänger" ist im Gelben Forum doch erstaunlich selten zu finden - bei all den vielen Überlegungen zur Krisenvorbereitung über die Jahre (vgl. @Rudis Kleine Liste und meine damalige Antwort).
Daher eine Auswahl Weltempfänger auf Amazon:
Empfehlenswert sind grundsätzlich Weltempfänger mit allen Empfangsbereichen, auch der Langwelle. Da Langwelle, anders als die anderen, höherfrequenten Funkbereiche, "um die Erde herumläuft", hat sie andere, und bei Störung der höheren Atmosphärenschichten zuverlässigere, Ausbreitungseigenschaften als Mittel, Kurz- und Ultrakurzwelle, deren Bodenwelle wesentlich weniger weit reicht. Vgl. z.B. Sangean ATS-909X Weltempfänger (LW/MW/KW/UKW-Tuner, Senderspeicher, ATS, Weltzeituhr, Weckfunktion) oder TECSUN PL660 Tragbares Radio FM/LW/MW/SW/SSB/AIRBAND PLL World Band Synthesized Receiver mit Flugfunk und SSB (s.u.).
Als Weltempfänger gilt auch noch, was "nur" im UKW/KW/MW-Bereich empfängt, vgl. Amazon-Angebote hier. Vgl. z.B. Sangean ATS-405 Weltempfänger (UKW/MW/KW-Tuner, ATS) oder Handheld von Tecsun.
Ist das nicht identisch mit einem normalen "Kofferradio"? Nein, denn ein normaler Rundfunkempfänger empfängt nur auf Frequenzen, auf denen öffentliche Rundfunksender senden. Ein Weltempfänger deckt aber wesentlich mehr Frequenzbereiche ab, d.h. man kann z.B. auch in viele Amateurfunkbereiche hineinhören, was im Krisenfall eben entscheidend sein kann. Selbst wenn öffentliche Sender noch zu empfangen sein sollten, muß man z.B. damit rechnen, daß sie von Regierungen "gleichgeschaltet" werden. Nicht nur im Dritten Reich war das üblich, auch Notstandsgesetze in "Demokratien" können bereits zu Einschränkungen führen. Großbritannien hat z.B. hier sehr weitreichende Vollmachten, und in den USA hat der Präsident einen "kill switch" für das Internet.
Vgl. auch die Problematik von EMP (Elektromagnetischen Pulsen, Sonnenstürmen und großflächigen, länger dauernden Stromausfällen).
Eine davon unabhängige Unterrichtungsmöglichkeit ist also im Krisenfall unabdingbar.
Eine weitere Facette, die nicht jedem geläufig sein dürfte, ist das Kurzwellen-Einseitenband (SSB - Single Side Band). Daher extra eine Liste mit Weltempfängern mit SSB-Empfang, vgl. z.B. Tecsun S-2000 PLL SSB Weltempfänger oder ein Tecsun-Handgerät.
Siehe auch "Hobby Kurzwellenempfang - Eine Einführung für Einsteiger und solche, die es werden wollen".
Hier noch mal die gesamte Liste der Produkthinweise zu Funkgeräten (CB, PMR, Amateurfunk/HAM Radio) und Literatur sowie zu Weltempfängern:
Funktechnik Allgemein
Funktechnik und -praxis - Allgemeines    |    Funktechnik und -praxis - Allgemeine Literatur
Amateurfunk
Antennen für Amateurfunker    |    Amateurfunk-Fernsehen (ATV)    |    Kurzwellen-Amateurfunk    |    Lehrgänge und Lehrbücher für Amateurfunker    |    Amateurfunk-Literatur    |    Amateurfunk-Messtechnik    |    Recht des Amateurfunks    |    Satelliten-Amateurfunk    |    Amateurfunk-Software    |    Amateurfunk-Technik
Amateurfunk-Geräte (HAM Radio)
CB-Funk
CB-Funk (Citizen-Band) Allgemein    |    Antennen für CB-Funkgeräte    |    CB-Funk Allgemein
Funkgeräte Sonstiges
Funkgeräte - Allgemeines/Literatur
Sonstiges über und für Funkgeräte    |    UKW/FM-Funkgeräte (AM/FM)
PMR-Funkgeräte
Sprechfunkzeugnisse und -Lehrgänge
Long Range Certificate Seefunk (LRC)Â Â Â Â |Â Â Â Â Short Range Certificate Seefunk (SRC)
Literatur/Lehrgänge Sprechfunk    |    UKW-Sprechfunkzeugnis (UBI - UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk)
Literatur zu Funkgeräten und Funktechnik
Funktechnik-Literatur    |    Sonstiges über Funktechnik    |    Funktechnik (nur UKW/FM)    |    Kurzwellen-Antennen
Kurzwellen-Empfänger
Kurzwellen-Empfänger/Transceiver
Weltempfänger Langwelle, Mittelwelle, Kurzwelle, UKW, Airband, SSB ...
Weltempfänger ohne Langwelle (AM/FM = UKW/KW/MW)Â Â Â Â |Â Â Â Â Weltempfänger mit Langwellenempfang (UKW/KW/MWLW)Â Â Â Â |Â Â Â Â Weltempfänger mit SSB - Single Side Band
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Literatur-/Produkthinweise. Alle Angaben ohne Gewähr! - Leserzuschriften
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