Trumps Ideen zur Schuldenanullierung - Historischer Kontext - Prognosen - Tendenzen in der Finanzwelt

Blum @, D, Montag, 30.05.2016, 13:12 vor 3549 Tagen 5951 Views

Wie die Leser des Gelben Forums wissen sollten, geht es hier um EW und um Debitismus. Der Debitismus erhält in diesen kreativen Zeiten einiges an praktischen Beispielen, wie man das zwangsläufige Ende hinauszögern kann und solche, wie man den Schaden so unsichtbar entstehen lassen kann, dass niemand der Masse, also des Volkes, davon mitbekommt. Abgelenkt durch Flüchtlinge, Baller- und Böhmermänner, durch Geopolitik und Schuldz-/Junkxer- und Merkelgehabe befassen wir uns viel zu wenig mit den Grundverfassungen der Quelle all unserer Finanzressourcen, die die ganzen Spiele der Verantwortungslosen erst möglich machen.

Wir befinden uns in einer historisch transistorischen Phase, einer Transformation in eine neue Weltordnung des Geldes. Machen wir uns nichts vor. Hinter den Kulissen wird schon lange vorbereitet, dass Zentralbanken der westlichen Welt eine offene Kehrtwendung vollziehen. Sie werden Schulden einfach kaltstellen, Nullzinsen auf Kredite für alle Großschuldner, unendliche Laufzeiten für Staats-Anleihen, was einer faktischen Streichung gleichkommt. Die Manipulation der Assetmärkte durch Kaufen aus märchentiefen Taschen ist schon Fakt. Das Ausmaß könnte steigen.

Dazu kommt: die Staatsgewalt der Geldschöpfung kehrt zurück. Das massive Geldschöpfen der Geschäftsbanken wird zurückgedrängt. Zumindest klingen so Pläne Trumps, der, so die googlemailende Clintonfrau wider Erwarten doch noch stolpern sollte, inzwischen eine kleine Chance hat, zu gewinnen. Ob ja oder nein, er hat die Diskussion angefacht über radikalere Ideen, Schulden zu killen ohne Kredite aufzunehmen.

Und hierzu möchte ich hier hineinwerfen, diesen hochinteressanten Blogbeitrag, der sich mit den Ideen von Trump zum Geldsystem auseindandersetzt.
Trump hat das sicher nicht erfunden, was die historischen Parallelen aufzeigen*, doch er bekommt Stimmen und Aufmerksamkeit. Und so könnten diese Themen der Geldelite früher als geplant in die Volksbreite gelangen.

Es wäre wünschenswert, wenn sich dieses Forum auf diese Kernkompetenzen zurückbesinnt und nicht anderen die leere Bühne überlässt.

Blum

*Wer von Euch wusste denn zum Beispiel, dass unter Lincoln bereits Geld ohne das IOU-Konstrukt der FRN (FEDeral Reserve Notes, kreditgedecktes Geld) in die Welt gesetzt wurde (für den Bürgerkrieg), das USN (US-Notes-Geld, das den Namen für den Greenback gab, der nicht kreditgedeckt war)?

--
It's not what you don't know that gets you into trouble, it's what you know that just ain't so that gets you into trouble. (Satchel Paige)

Sehr schön, das wäre wirklich wünschenswert! (oT)

Chef @, Montag, 30.05.2016, 13:50 vor 3549 Tagen @ Blum 2431 Views

- kein Text -

Guter Versuch

KK, Montag, 30.05.2016, 15:38 vor 3549 Tagen @ Blum 2978 Views

Wie die Leser des Gelben Forums wissen sollten, geht es hier um EW und um
Debitismus.

Das ist seit der Freigabe des Forums vor einigen Monaten leider weitestgehend Schnee von gestern.
Heute ist Stammtisch angesagt, mit immer weniger werdenden Ausnahmen.
Einziger realer Erkenntnisgewinn ist unserer Rechtschreibkorrektur zu verdanken[[top]] .

Der Debitismus erhält in diesen kreativen Zeiten einiges an
praktischen Beispielen, wie man das zwangsläufige Ende hinauszögern kann

Wenn man PCM’s Vorhersagen zugrunde legt, läuft die Hinauszögerung doch schon seit fast 20 Jahren.

und solche, wie man den Schaden so unsichtbar entstehen lassen kann, dass
niemand der Masse, also des Volkes, davon mitbekommt.

Na ja, daß es niemand mitbekommt, wage ich zu bezweifeln; daß nur wenige Betroffene die Gründe nachvollziehen können, ist dagegen unübersehbar.

Abgelenkt durch
Flüchtlinge, Baller- und Böhmermänner, durch Geopolitik und
Schuldz-/Junkxer- und Merkelgehabe befassen wir uns viel zu wenig mit den
Grundverfassungen der Quelle all unserer Finanzressourcen, die die ganzen
Spiele der Verantwortungslosen erst möglich machen.

Richtig, es gibt zu wenige Debitisten.

Wir befinden uns in einer historisch transistorischen Phase, einer
Transformation in eine neue Weltordnung des Geldes. Machen wir uns nichts
vor. Hinter den Kulissen wird schon lange vorbereitet, dass Zentralbanken
der westlichen Welt eine offene Kehrtwendung vollziehen. Sie werden
Schulden einfach kaltstellen, Nullzinsen auf Kredite für alle
Großschuldner, unendliche Laufzeiten für Staats-Anleihen, was einer
faktischen Streichung gleichkommt.

Was bedeutet das?
Schulden einfach kaltstellen? Wessen Schulden und wie?
Wer sind denn Großschuldner? Was zahlen die Kleinschuldner?
Werden Staatsanleihen zukünftig auf dem Primärmarkt gekauft? Mit Nullzins?

Die Manipulation der Assetmärkte durch
Kaufen aus märchentiefen Taschen ist schon Fakt. Das Ausmaß könnte
steigen.

Ja.

Dazu kommt: die Staatsgewalt der Geldschöpfung kehrt zurück. Das massive
Geldschöpfen der Geschäftsbanken wird zurückgedrängt. Zumindest klingen
so Pläne Trumps, der, so die googlemailende Clintonfrau wider Erwarten
doch noch stolpern sollte, inzwischen eine kleine Chance hat, zu gewinnen.
Ob ja oder nein, er hat die Diskussion angefacht über radikalere Ideen,
Schulden zu killen ohne Kredite aufzunehmen.

Und hierzu möchte ich hier hineinwerfen, diesen
hochinteressanten
Blogbeitrag
, der sich mit den
Ideen
von Trump
zum Geldsystem auseindandersetzt.
Trump hat das sicher nicht erfunden, was die historischen Parallelen
aufzeigen*, doch er bekommt Stimmen und Aufmerksamkeit. Und so könnten
diese Themen der Geldelite früher als geplant in die Volksbreite
gelangen.

CUI BONO???

Es wäre wünschenswert, wenn sich dieses Forum auf diese Kernkompetenzen
zurückbesinnt und nicht anderen die leere Bühne überlässt.

Die ehemals vorhandenen Kernkompetenten haben sich doch schon weitestgehend verabschiedet, und der Rest hat anscheinend keine große Lust mehr, gegen den Stammtisch anzuschreiben.

Hier gibt es keine leere Bühne, hier gibt es ein pralles Angebot an Fastfood – wie im richtigen Leben.

Danke für Deinen wahrscheinlich vergeblichen Versuch.
Freundliche Grüße
KK

Staat, Gelddrucken und Inflation

CalBaer @, Montag, 30.05.2016, 20:01 vor 3549 Tagen @ Blum 2381 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.05.2016, 20:05

Trumps Auesserung zum Gelddrucken basierte sicher mehr auf Unkenntnis unseres Geldssystems (so wie bei 80% aller Politiker wohl auch) als auf Teil eines Plans.

Wir befinden uns in einer historisch transistorischen Phase, einer Transformation in eine neue Weltordnung des Geldes.

Irland ist bereits bei 100-jaehrigen Staatsanleihen zu 2.35%, allerdings noch ueber "Maerkte", die allerdings wiederum schwer unter Drogen (QE). Wenn man eine Saite auf der Geige immer staerker spannt, wird sie folgerichtig irgendwann reissen. Man muss sie gar nicht durchschneiden, einfach immer staerker spannen.

Aus dem Stelter-Blog:

Zunächst hatte Trump davon gesprochen, Staatsanleihen mit Abschlag zurückzukaufen. Kritiker meinten dann, dies mache weitere Schulden erforderlich, worauf hin Trump erklärte, den Rückkauf mit neu geschaffenem Geld finanzieren zu wollen. „CNN was not alone in calling the notion of printing our way out of debt recklessly inflationary. But would it be? The Federal Reserve has already bought $4.5 trillion in assets, $2.7 trillion of which were federal securities, simply by “printing the money.“ – bto: Richtig ist: Im Zustand der Überschuldung ist es schwer, so viel Übernachfrage zu generieren, dass Inflation entsteht. Diese entsteht nur in den Märkten für Vermögenswerte.

„The combination of fiat money and Globalization creates a unique moment in history where the governments of the developed economies can print money on an aggressive scale without causing inflation. They should take advantage of this once-in-history opportunity.“ – bto: Ja, das hat was.

Ohne jegliche Inflation - das bezweifle ich. Die Saite spielt halt noch, solange sie gespannt werden kann. Aber selbst die Inflation der Vermoegenswerte treibt die Preise hoch, natuerlich nicht die, die von den Statistiken erfasst werden. Es dauert nur laenger, bis gestiegene Immobilienpreise ueber die Mieten auf die Loehne durchschlagen. Die Inflation laeuft sich schon warm und sie kann dann auf andere Bereiche schnell ueberschlagen. Das System ist nur traege, aber es reagiert bereits, wenn man genau hinsieht. Insofern ist die Feststellung sehr truegerisch, dass bei der naechsten Stufe der Nettogeldverteilung das dann voellig inflationsfrei ueber die Buehne gehen wuerde.

Ausserdem, kein Praesident kann einfach Geld drucken. Dafuer braucht er den Kongress. Und dort sitzen die Lobbyisten der Privaten, die den Staat vorfinanzieren (so wie die Privaten den Staat schon immer vorfinanzieren). Sie koennten also prinzipiell kein Interesse an der Abwertung ihrer Vorschuesse haben. Aber es haengt auch davon ab, wie diese Vorschuesse heute verteilt sind. Trumps Gepoltere koennte also sehr nuetzlich fuer einige der Lobbyisten sein. Letztendlich wird in den USA immer das gemacht, wo eine einflussreiche Lobby den groessten finanziellen Nutzen hat, egal wie hoch die Kollateralschaeden sind.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Monetisierte Staatsschulden

Nico @, Montag, 30.05.2016, 20:58 vor 3549 Tagen @ KK 2218 Views

Wie die Leser des Gelben Forums wissen sollten, geht es hier um EW und

um

Debitismus.


Das ist seit der Freigabe des Forums vor einigen Monaten leider
weitestgehend Schnee von gestern.
Heute ist Stammtisch angesagt, mit immer weniger werdenden Ausnahmen.
Einziger realer Erkenntnisgewinn ist unserer Rechtschreibkorrektur zu
verdanken[[top]] .

Nun hindert dich aber auch niemand dem Erkenntnisgewinn selbst mal zuzutragen, mein Freund.

Der Debitismus erhält in diesen kreativen Zeiten einiges an
praktischen Beispielen, wie man das zwangsläufige Ende hinauszögern

kann

Wenn man PCM’s Vorhersagen zugrunde legt, läuft die Hinauszögerung
doch schon seit fast 20 Jahren.

Selbst hätte ich sogar fast schon 30 Jahre zusammengerechnet – 30 vergnügliche Jahre, welche auch einige Anregungen zu der Überlegung bereit hilten, ob nicht vielleicht noch irgend etwas übersehen wurde.

und solche, wie man den Schaden so unsichtbar entstehen lassen kann,

dass

niemand der Masse, also des Volkes, davon mitbekommt.


Na ja, daß es niemand mitbekommt, wage ich zu bezweifeln; daß nur wenige
Betroffene die Gründe nachvollziehen können, ist dagegen unübersehbar.

Nun auch ich hätte den Begriff des „Schadens“ geradezu darüber erst definiert, dass man das auch mitbekommt.

Abgelenkt durch
Flüchtlinge, Baller- und Böhmermänner, durch Geopolitik und
Schuldz-/Junkxer- und Merkelgehabe befassen wir uns viel zu wenig mit

den

Grundverfassungen der Quelle all unserer Finanzressourcen, die die

ganzen

Spiele der Verantwortungslosen erst möglich machen.


Richtig, es gibt zu wenige Debitisten.

Worüber wäre ein solcher (Debitist) wiederum zu definieren?

Wir befinden uns in einer historisch transistorischen Phase, einer
Transformation in eine neue Weltordnung des Geldes. Machen wir uns

nichts

vor. Hinter den Kulissen wird schon lange vorbereitet, dass

Zentralbanken

der westlichen Welt eine offene Kehrtwendung vollziehen. Sie werden
Schulden einfach kaltstellen, Nullzinsen auf Kredite für alle
Großschuldner, unendliche Laufzeiten für Staats-Anleihen, was einer
faktischen Streichung gleichkommt.


Was bedeutet das?
Schulden einfach kaltstellen? Wessen Schulden und wie?

Mit den Schulden könnte zunächst genauso verfahren werden wie gehabt.

Wer sind denn Großschuldner? Was zahlen die Kleinschuldner?

Und was machen eigentlich die Gläubiger? [[freude]]

Werden Staatsanleihen zukünftig auf dem Primärmarkt gekauft? Mit
Nullzins?

Sollten die Völker nun endlich ihre Interessen durchsetzen, dann würde man [also die Zentralbanken] wohl genau so verfahren, und zwar auch ausnahmslos, damit die Privatsektoren über die Zeit vollständig von Staatsanleihen dekontaminiert werden. Es gäbe dann also in absehbarer Zeit keinen Sekundärmarkt mehr, und den Primärmarkt eigentlich auch nicht, weil „Märkte“ per se dem Privatsektor zuzuordnen sind, und der Staat und die ZB aber nicht.

Die Manipulation der Assetmärkte durch
Kaufen aus märchentiefen Taschen ist schon Fakt. Das Ausmaß könnte
steigen.


Ja.

Dazu kommt: die Staatsgewalt der Geldschöpfung kehrt zurück. Das

massive

Geldschöpfen der Geschäftsbanken wird zurückgedrängt. Zumindest

klingen

so Pläne Trumps, der, so die googlemailende Clintonfrau wider Erwarten
doch noch stolpern sollte, inzwischen eine kleine Chance hat, zu

gewinnen.

Ob ja oder nein, er hat die Diskussion angefacht über radikalere

Ideen,

Schulden zu killen ohne Kredite aufzunehmen.

Und hierzu möchte ich hier hineinwerfen, diesen

hochinteressanten

Blogbeitrag[/link], der sich mit den

Ideen

von Trump[/link] zum Geldsystem auseindandersetzt.
Trump hat das sicher nicht erfunden, was die historischen Parallelen
aufzeigen*, doch er bekommt Stimmen und Aufmerksamkeit. Und so könnten
diese Themen der Geldelite früher als geplant in die Volksbreite
gelangen.


CUI BONO???

Das wäre eben ein Paradigmenwechsel. Der Nutzen beträfe auf jeden Fall die Mehrheit der Menschen.

Es wäre wünschenswert, wenn sich dieses Forum auf diese

Kernkompetenzen

zurückbesinnt und nicht anderen die leere Bühne überlässt.


Die ehemals vorhandenen Kernkompetenten haben sich doch schon
weitestgehend verabschiedet, und der Rest hat anscheinend keine große Lust
mehr, gegen den Stammtisch anzuschreiben.

Zumindest einige der „Kernkompetenten“ scheinen ohnehin der Ansicht zu sein, dass bereits „alles gesagt“ sei. Dann ist doch auch alles gut, oder?! Und wir haben ja noch die Sammlung.

Hier gibt es keine leere Bühne, hier gibt es ein pralles Angebot an
Fastfood – wie im richtigen Leben.

Mal im Ernst: man könnte es schon ein wenig überheblich finden, wenn du hier zum Ausdruck bringst, dass wir hier alle nur niveaulos daher plappern („Fastfood“ und siehe auch „Stammtisch“ oben). Nicht, dass ich das jetzt auf die Goldwaage legen wollte, aber vom Prinzip her bedeuten diese Äußerungen ein pauschales Abqualifizieren des Forums, seiner Schreiber und Leser. Es wäre dir schon unbenommen, mit der gegebenen Qualität nun mehr oder eben auch weniger zufrieden zu sein, und du dürftest es auch sagen. Zumindest hättest du aber wenigstens selbst erklären können, wenn nicht auch sollen, welche Wirtschaftspolitik denn deiner Meinung nach nun anzuraten wäre. Ich habe mich nun geäußert, dahingehend, dass in Zukunft alle Staatsschulden monetisiert werden soll(t)en. So wie ich Trump verstehe hat er dieses nun vor. Sollte es auch dazu kommen, dann würde das eine Sensation bedeuten. Die Völker der Erde werden primär dadurch unterdrückt, dass sie ihrer Freiheit beraubt wurden, ihre eigene Währung zu schaffen, und ihre Öffentlichen Haushalte zinsfrei zu finanzieren. So sind die Ereignisse von Jekyll Island 1910 bzw. 1913 als ein bis heute nicht rückgängig gemachter Staatsstreich zu betrachten. Mir scheint es schon vorstellbar, dass vielleicht doch auch genügend vernünftige Leute mitreden, und dass deren Waagschale vielleicht auch mal an Gewicht gewinnt.

Danke für Deinen wahrscheinlich vergeblichen Versuch.

Zumindest können wir Trump mal die Daumen drücken …

Freundliche Grüße
KK

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Wir brauchen Inflation

Nico @, Montag, 30.05.2016, 23:05 vor 3549 Tagen @ CalBaer 2111 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.05.2016, 23:10

Trumps Auesserung zum Gelddrucken basierte sicher mehr auf Unkenntnis
unseres Geldssystems (so wie bei 80% aller Politiker wohl auch) als auf
Teil eines Plans.

Vielleicht ist es aber genau umgekehrt, und die „Unkenntnis“ betrifft die Vorstellung, dass staatliches „Gelddrucken“ total nicht gehen würde. Die „Kenntnis“ beträfe also die umkehrschlüssige Vorstellung, welche sich auch plausibler weise damit erweitern ließe, dass die Völker (natürlich einschließlich aller „Experten“) gezielt getäuscht (also in Unkenntnis versetzt) wurden, um sie dieser natürlichen Option zu berauben. Trump mag ja auch ohne eine tiefe Kenntnis darauf gekommen sein, aber dass Trump keine Gründe kennt, die gegen das Gelddrucken sprechen, bedeutet nicht notwendigerweise Unkenntnis, sondern möglicherweise nur, dass es keine (oder keine hinreichenden) Gründe gibt.

Wir befinden uns in einer historisch transistorischen Phase, einer

Transformation in eine neue Weltordnung des Geldes.

Irland ist bereits bei
100-jaehrigen
Staatsanleihen zu 2.35%
, allerdings noch ueber "Maerkte", die
allerdings wiederum schwer unter Drogen (QE). Wenn man eine Saite auf der
Geige immer staerker spannt, wird sie folgerichtig irgendwann reissen. Man
muss sie gar nicht durchschneiden, einfach immer staerker spannen.

Wenn Irland solche kuriosen Anleihen emittiert, dann bedeutet das doch, dass die irländische Regierung auf „Gelddrucken“ verzichtet. Worin also auch immer das von dir angedeutete Problem nun bestehen mag, es wäre unter der Nutzung der diskutierten Option hinfällig/gelöst. Übrigens scheint mir der Vergleich von „QE“ (quantitative easing) mit einer Droge nicht sinnvoll. Allerdings sollte der entsprechend niedrige Notenbankzins auch nicht als ein Zins im eigentlichen Sinne aufgefasst werden. Zinsen sind ein Phänomen der Märkte, ergo des Privatsektors. Die Zentralbank ist ein Monopol, und die Natur des Monopols ist prinzipiell die Natur des Staates (so wie umgekehrt), also nicht privat. Das Private ist das Gegenteil, also das Vielfältige. So bildet sich der Notenbankzins auch nicht aus den Marktkräften und ist in diesem Sinne auch immer willkürlich – ist also Politik. Politik kann wiederum immer für oder auch gegen die Wohlfahrt der Menschen gerichtet sein.

Aus dem Stelter-Blog:

Zunächst hatte Trump davon gesprochen, Staatsanleihen mit Abschlag
zurückzukaufen. Kritiker meinten dann, dies mache weitere Schulden
erforderlich, worauf hin Trump erklärte, den Rückkauf mit neu
geschaffenem Geld finanzieren zu wollen. „CNN was not alone in calling
the notion of printing our way out of debt recklessly inflationary. But
would it be? The Federal Reserve has already bought $4.5 trillion in
assets, $2.7 trillion of which were federal securities, simply by
“printing the money.“ – bto: Richtig ist: Im Zustand der
Überschuldung ist es schwer, so viel Übernachfrage zu generieren, dass
Inflation entsteht. Diese entsteht nur in den Märkten für
Vermögenswerte.

Inflation bedeutet steigende Preise, und steigende Preise bedeuten steigende Nachfrage. Es ist eine politische Entscheidung ob und wie viel zusätzliche Nachfrage über die Notenbank finanziert werden soll, also wie hoch die Inflation ausfallen soll.

„The combination of fiat money and Globalization creates a unique
moment in history where the governments of the developed economies can
print money on an aggressive scale without causing inflation. They
should take advantage of this once-in-history opportunity.“ – bto: Ja,
das hat was.

Ohne jegliche Inflation - das bezweifle ich. Die Saite spielt halt noch,
solange sie gespannt werden kann. Aber selbst die Inflation der
Vermoegenswerte treibt die Preise hoch, natuerlich nicht die, die von den
Statistiken erfasst werden. Es dauert nur laenger, bis gestiegene
Immobilienpreise ueber die Mieten auf die Loehne durchschlagen. Die
Inflation laeuft sich schon warm und sie kann dann auf andere Bereiche
schnell ueberschlagen. Das System ist nur traege, aber es reagiert bereits,
wenn man genau hinsieht. Insofern ist die Feststellung sehr truegerisch,
dass bei der naechsten Stufe der Nettogeldverteilung das dann voellig
inflationsfrei ueber die Buehne gehen wuerde.

Wir wollen die Staatsschulden loswerden – also entwerten. „Schulden“ und „Geld“ sind identisch, also wollen wir eine Geldentwertung. Die typische Form einer Geldentwertung ist die Inflation, also wollen wir auch Inflation. Es mag taktisch klug sein, im Wahlkampf zu behaupten, dass die Preise „stabil“ bleiben. Was unter „Preisstabilität“ zu verstehen sein sollte, ist schwer zu vermitteln, und der politische Gegner ist grundsätzlich populistisch und nützt die diffuse Angst vor der Inflation aus. So ähnlich wie auch hierzulande nun auch eine Sahra Wagenknecht behauptet, dass die AfD auf Kinder schießen lassen will. Also die selbe Leier wie auch die anderen Parteien und das gesamte Kartell, von dem sie uns ja befreien will.

Eine an der Wohlfahrt der Menschen orientierte Politik sollte auf ein beständiges Maß von monetärer Inflation hinauslaufen (vielleicht 10%). S.g. Preisstabilität im Sinne von 0%-Inflation erscheint nur trügerischer weise sinnvoll, wäre in Wahrheit aber schädlich.

Ausserdem, kein Praesident kann einfach Geld drucken. Dafuer braucht er
den Kongress. Und dort sitzen die Lobbyisten der Privaten, die den Staat
vorfinanzieren (so wie die Privaten den Staat schon immer vorfinanzieren).

Ob er das könnte und überhaupt auch wollte, weiß ich nicht. Dass die Privaten den Staat vorfinanzieren ist aber schon mit dem Hinweis zu verwerfen, dass es ohne den Staat auch keine Finanzen geben kann.

Sie koennten also prinzipiell kein Interesse an der Abwertung ihrer
Vorschuesse haben. Aber es haengt auch davon ab, wie diese Vorschuesse
heute verteilt sind. Trumps Gepoltere koennte also sehr nuetzlich fuer
einige der Lobbyisten sein. Letztendlich wird in den USA immer das gemacht,
wo eine einflussreiche Lobby den groessten finanziellen Nutzen hat, egal
wie hoch die Kollateralschaeden sind.

Ja, die Enten sollten nicht unbedingt den Fuchs entscheiden lassen, was zu Abend gegessen werden soll.

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Notenbankzins, Private Finanzierer des Staates

CalBaer @, Dienstag, 31.05.2016, 00:06 vor 3549 Tagen @ Nico 1805 Views

Wenn Du den Notenbankzins historisch verfolgst, siehst Du, dass er den Staatsanleihen folgt. Die Notenbank hat auch keine andere Wahl, andernfalls wuerden entweder die Banken pleite gehen oder die Kreditschoepfung der Banken aus dem Ruder laufen. Die Politik der Notenbank beschraenkt sich im wesentlichen auf die Eindaemmung der Geldentwertung und den Erhalt des Bankensystems. Politik fuers Volk kann sie gar nicht machen.

Wenn nicht die Privaten den Staat vorfinanzieren, wer sonst? Der Staat kann den Staat nicht vorfinanzieren, die Notenpresse erst recht nicht. Es muessen also private Glaeubiger her, die dem Staat Vorschuesse geben (dass es natuerlich ohne Staatswesen nicht zu organisieren ist, ist klar).

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

"Endlich eine echte Geldmenge einführen!"

Rybezahl, Dienstag, 31.05.2016, 06:50 vor 3549 Tagen @ Nico 1771 Views

Ausserdem, kein Praesident kann einfach Geld drucken. Dafuer braucht er
den Kongress. Und dort sitzen die Lobbyisten der Privaten, die den

Staat

vorfinanzieren (so wie die Privaten den Staat schon immer

vorfinanzieren).

Ob er das könnte und überhaupt auch wollte, weiß ich nicht. Dass die
Privaten den Staat vorfinanzieren ist aber schon mit dem Hinweis zu
verwerfen, dass es ohne den Staat auch keine Finanzen geben kann.

Moin!

1. Wie macht man "es" möglichst unauffällig?
2. Wie reagieren die anderen Staaten?

Es soll ja möglichst niemand nirgendwo etwas bemerken. Oder freuen sich die Chinesen über solche Aussagen wie die vom Herrn Trump? "Ach, Herr Trump, da sie gerade von Falschgeld reden..."
Und schwupps bezahlen sich alle Staaten gegenseitig mit Netto-Geld? [[hae]]
-> Forst long.

Also doch gleich alle Staaten zusammen, damit wenigstens der gemeine Steuerzahler nicht sofort etwas bemerkt?

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Hat Trump überhaupt "Ideen"?

Orlando ⌂ @, Dienstag, 31.05.2016, 09:45 vor 3549 Tagen @ Blum 1664 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 31.05.2016, 13:18

Die "Idee", der Staat könnte seine eigenen Anleihen vor Fälligkeit unter pari zurückkaufen, ist doch Käse, denn wenn er das täte, würden erstens die Kurse nicht unter pari sinken und zweitens würden die Bondhalter diese doch nur andienen, wenn sie die Dollars bräuchten, was wieder nur der Fall wäre, wenn es dafür was Nachgefragtes zu kaufen gäbe. Selbst wenn der Rückkauf mit "gedrucktem" Geld geschähe, müsste die Volkswirtschaft doch Waren anbieten. Der Trick, die Ölländer zum Verkauf nur gegen Dollar zu zwingen, funktioniert auch nur dann, wenn diese die Einnahmen nicht akut brauchen (gleich wieder ausgeben müssen), was aber gegenwärtig der Fall ist.

Essensmarken durch Ein-Dollar-Noten ersetzen. (oT)

Rybezahl, Mittwoch, 01.06.2016, 15:52 vor 3547 Tagen @ Rybezahl 1305 Views

- kein Text -

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

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