An den Weltgeist.

BillHicks ⌂ @, Wien, Mittwoch, 25.05.2016, 00:28 vor 3554 Tagen 4875 Views

Du hast Dir zusätzlich zu bloßem Besitz (VON Sachen), den auch das Tierreich kennt, das Eigentum (Recht AN Sachen) einfallen lassen, das es nur in ganz bestimmten sozialen Systemen gibt und welches völlig in der geistigen Welt angesiedelt ist. Niemand hat jemals Eigentum berührt, gehört, gerochen, geschmeckt oder auch nur gesehen. Eigentum ist eine IDEE, die durch ihre potenzielle Durchsetzbarkeit zu Recht wird.

BESITZER der Welt kann man nicht einmal theoretisch werden. Man kann nicht alle Häuser gleichzeitig bewohnen, alle Berge gleichzeitig besteigen, alle Felder gleichzeitig selbst bestellen usw.

EIGENTÜMER der Welt kann man (theoretisch) werden. Das ist der mal mehr mal weniger offen geführte Kampf, den sich die Wirtschafter quer durch alle Schichten liefern. Wer wird Eigentümer der Welt?

Lieber Weltgeist, Du hast Dir das Eigentum einfallen lassen und Dir ist zu gratulieren. Die Existenz der Idee, dass jede/jeder Einzelne von uns sich selbst und sonst niemandem gehört ist aufs engste mit der Idee des Eigentums verbunden. Das hast Du gut gemacht.

Was ich mir heute von Dir wünsche ist die Einsicht, dass völlig unbeschränktes Eigentum, das heißt die theoretische Erlaubnis, dass einem Einzigen ALLES gehört was rechtmäßig erworben werden kann (sooo weit weg sind wir davon nicht mehr und wir bewegen uns noch immer Jahr für Jahr weiter in diese Richtung), mehr Schaden anrichtet als Dir lieb sein kann.

Danke Dir.

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.

Dein Wort in des Weltgeist Gehörgang

Neigschmeckter @, Schwobaländle, Mittwoch, 25.05.2016, 00:56 vor 3554 Tagen @ BillHicks 3683 Views

Man kann ja schon fast daran zweifeln, dass sich der karmische Ausgleich jemals einstellen wird. Lieber Weltgeist, wir darben!

Eigentum ist Machtanspruch, Machtanspruch ist das Überlebensprinzip der Natur

Nonpopulo @, Mittwoch, 25.05.2016, 08:44 vor 3553 Tagen @ BillHicks 3450 Views

Hallo BillHicks,

die Definitionen sind interessant zu lesen, allerdings stellt deine Interpretation das Konzept für mich dann doch in Frage.

> Du hast Dir zusätzlich zu bloßem Besitz (VON Sachen), den auch das
[quote]Tierreich kennt, das Eigentum (Recht AN Sachen) einfallen lassen, das es
nur in ganz bestimmten sozialen Systemen gibt und welches völlig in der
geistigen Welt angesiedelt ist.
[/quote]

Bei den Walrossen ist es so, dass das stärkste männliche Tier sämtliche Weibchen zur Verfügung hat, und selbst diejenigen, die es selbst nicht begattet, dürfen nicht von den schwächeren Männchen bestiegen werden. Somit handelt es sich dabei um ein Eigentumsrecht in der Tierwelt, falls deine Definition korrekt ist. Beispiele in der Art lassen sich bei Säugetieren noch viele finden.

Niemand hat jemals Eigentum berührt,
[quote]gehört, gerochen, geschmeckt oder auch nur gesehen. Eigentum ist eine
IDEE, die durch ihre potenzielle Durchsetzbarkeit zu Recht wird.
[/quote]

Eigentum bedeutet Machtanspruch auf bzw. über etwas. Es ist somit keine Idee, sondern ein primäres Überlebensprinzip der Natur. Das Stärkere setzt sich gegen das Schwächere durch und unterwirft es seinem Willen. Das Ausarten geschah erst durch das Entstehen der Moral/Manipulation, die das klare Bewusstsein über das natürliche Streben nach Macht und Eigentum vernebelte und das Geistige zum Machtinstrument erhob.

> EIGENTÜMER der Welt kann man (theoretisch) werden. Das ist der mal mehr
[quote]mal weniger offen geführte Kampf, den sich die Wirtschafter quer durch
alle Schichten liefern. Wer wird Eigentümer der Welt?
[/quote]

Das Leben ist Kampf um Macht. Jeder der einmal einen Krieg, eine Hungersnot, ein totalitäres System oder sonst eine gesellschaftliche Katastrophe erlebt hat, weiss das. Aber WIR wissen das nicht. Das ist der Grund, warum WIR Mitteleuropäer im Grossteil zu weichgespülten, handzahmen, berechenbaren, manövrierbaren, konfliktscheuen und in der Folge mehr oder weniger depressiven Menschen geworden sind. Und btw., neben wirtschaftlichen Vorteilen, die ebenfalls dieser mitteleuropäischen "Mentalität" geschuldet sind, ist dies der Grund, warum Asiatinnen, Afrikanerinnen und Südamerikanerinnen oft westliche Männer bevorzugen => wir sind so "treu", "romantisch" und "verantwortungsvoll".

Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Besitzansprüche vs. Eigentum

BillHicks ⌂ @, Wien, Mittwoch, 25.05.2016, 10:35 vor 3553 Tagen @ Nonpopulo 3532 Views

Hallo BillHicks,

Hallo Nonpopulo,

die Definitionen sind interessant zu lesen, allerdings stellt deine
Interpretation das Konzept für mich dann doch in Frage.

da bin ich schon gespannt. Danke für Deine Antwort!

Du hast Dir zusätzlich zu bloßem Besitz (VON Sachen), den auch das
Tierreich kennt, das Eigentum (Recht AN Sachen) einfallen lassen, das
es nur in ganz bestimmten sozialen Systemen gibt und welches völlig in
der geistigen Welt angesiedelt ist.[/i]


Bei den Walrossen ist es so, dass das stärkste männliche Tier sämtliche
Weibchen zur Verfügung hat, und selbst diejenigen, die es selbst nicht
begattet, dürfen nicht von den schwächeren Männchen bestiegen werden.
Somit handelt es sich dabei um ein Eigentumsrecht in der Tierwelt, falls
deine Definition korrekt ist. Beispiele in der Art lassen sich bei
Säugetieren noch viele finden.

Selbstverständlich lassen sich viele solcher Beispiele finden.
Aber mit Eigentum hat das - nach meinem Verständnis - nicht das Allergeringste zu tun.
Du beschreibst Besitzansprüche, nicht Eigentum.

Niemand hat jemals Eigentum berührt,
gehört, gerochen, geschmeckt oder auch nur gesehen. Eigentum ist eine
IDEE, die durch ihre potenzielle Durchsetzbarkeit zu Recht wird.


Eigentum bedeutet Machtanspruch auf bzw. über etwas. Es ist somit keine
Idee, sondern ein primäres Überlebensprinzip der Natur.

Bei dieser Eigentumsdefinition wäre ich längst in zynische Depression verfallen [[freude]]
Zum Glück ist das Eigentum kein Überlebensprinzip der Natur. Eigentum ist Kultur (und entsprechend gestaltbar). Eigentum ist der Natur völlig fremd.

Das Stärkere
setzt sich gegen das Schwächere durch und unterwirft es seinem Willen.

Zu viel Thucydides gelesen? [[zwinker]] [[top]]

Das
Ausarten geschah erst durch das Entstehen der Moral/Manipulation, die das
klare Bewusstsein über das natürliche Streben nach Macht und Eigentum
vernebelte und das Geistige zum Machtinstrument erhob.

Bloße Macht allein bringt noch kein Eigentum hervor.

EIGENTÜMER der Welt kann man (theoretisch) werden. Das ist der mal
mehr mal weniger offen geführte Kampf, den sich die Wirtschafter quer
durch alle Schichten liefern. Wer wird Eigentümer der Welt?[/i]


Das Leben ist Kampf um Macht.

Wo genau?

Jeder der einmal einen Krieg, eine
Hungersnot, ein totalitäres System oder sonst eine gesellschaftliche
Katastrophe erlebt hat, weiss das.

Findet "Leben" nicht auch außerhalb dieser Umstände statt?
Das sind doch sämtlich sehr spezifische und insbesondere nicht alle denkbaren Umstände, findest Du nicht?
Wäre es nicht voreilig von diesen Umständen darauf zu schließen, dass "das Leben" sämtlich und ausschließlich halt nun mal "so ist"?

Aber WIR wissen das nicht.

D.h. im Klartext: offensichtlich findet Leben auch außerhalb der von Dir beschriebenen Umstände statt. Nämlich bei UNS, die wir diese spezifischen Umstände gar nicht kennen.
Warum kennen genau kennen wir sie eigentlich nicht?

Das ist der
Grund, warum WIR Mitteleuropäer im Grossteil zu weichgespülten,
handzahmen, berechenbaren, manövrierbaren, konfliktscheuen und in der
Folge mehr oder weniger depressiven Menschen geworden sind.

Ich stimme mit Dir völlig darüber ein, dass - gerade die Europäer - sich besonders heftig über ihre Wirkung in der Welt in die eigene Tasche schwindeln und - ob ihrer schlichten mehrdimensionalen Impotenz - gerne Pazifismus vorschieben.
Mir gefällt dazu Münklers "mürrische Indifferenz" ganz gut um gerade aus dieser Ecke herauszudenken (und zu handeln).

Und btw., neben
wirtschaftlichen Vorteilen, die ebenfalls dieser mitteleuropäischen
"Mentalität" geschuldet sind,

Könnte "Eigentum" (in meinem oben definierten Sinne als Idee, die zu Recht per Durchsetzungsmöglichkeit wird) eine Rolle für diese mitteleuropäische "Mentalität" spielen?

ist dies der Grund, warum Asiatinnen,
Afrikanerinnen und Südamerikanerinnen oft westliche Männer bevorzugen =>
wir sind so "treu", "romantisch" und "verantwortungsvoll".

Zu welchen Zwecken dient eigentlich das Suchen irgendwelcher Prinzipien in der Natur um diese nach dem vermeintlichen Finden dann als Begründung für eigenes Verhalten her zu nehmen?

Warum sind wir nicht einfach die Männer, die Frauen, die Menschen, die wir sein wollen? So wie es sich für uns gut anfühlt. Fertig. Wozu an der vermeintlich gefundenen "Natur" kleben und diese dann als Grund für unser Verhalten vorschieben?

Grüsse Nonpopulo

Schöne Grüße und nochmals Danke für Deine Antwort

--
BillHicks

..realized that all matter is merely energy condensed to a slow vibration – that we are all one consciousness experiencing itself subjectively. There's no such thing as death, life is only a dream, and we're the imagination of ourselves.

Sowohl Eigentum als auch Besitz sind Versuche, den Darwin`schen Imperativ des "Survival of the fittest" temporär auszuhebeln

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 25.05.2016, 12:34 vor 3553 Tagen @ BillHicks 3170 Views

Das mit Besitz und Eigentum im Tierreich sind doch alles bloß Fabeln, also Kindergartenniveau, mit denen versucht wird, zivilisatorische Verhältnisse ins Tierreich zu übertragen.

Besitz und Eigentum sind Konstrukte, mit denen der Mensch glaubte, die Gesetze der Evolution vom survival of the fittest aushebeln zu können, indem nämlich den Unfitten, also denen, welche die Evolution längst ausgemerzt hätte (vermutlich 99 % der Leser [[zwinker]] ) eine Existenz ermöglicht wird.

Das kann der Mensch zwar, aber eben nur temporär.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

"Survival of the fittest" = eine Tautologie?

Beo2 @, NRW Witten, Mittwoch, 25.05.2016, 13:05 vor 3553 Tagen @ Mephistopheles 3313 Views

.. denn überleben können wohl nur die "fittesten", und die Überlebenden müssen wohl per se "die fittesten" (gewesen) sein. Also, WER oder WAS ist der fitteste?

Meine Definition: Überleben wird, wer sich an die radikal veränderten Lebensbedingungen am besten und schnellsten anpassen kann .. d.h. die "Zeichen und Notwendigkeiten der Zeit" rechtzeitig erkannt und "die richtigen" (naheliegenden) Konsequenzen für sich gezogen hat. So wird es immer sein.

Mit Gruß, Beo2

„the fittest“

Elli ⌂ @, Mittwoch, 25.05.2016, 13:55 vor 3553 Tagen @ Beo2 3484 Views

.. denn überleben können wohl nur die "fittesten", und die Überlebenden
müssen wohl per se "die fittesten" (gewesen) sein. Also, WER oder WAS ist
der fitteste?

Meine Definition: Überleben wird, wer sich an die radikal
veränderten Lebensbedingungen am besten und schnellsten anpassen kann ..

Das ist nicht nur deine Definition, sondern das englische Wort „to fit“ bedeutet ja „passen“ bzw. „anpassen“ und hat nichts mit dem deutschen Wort „fit“ oder „Fitness“ zu tun.

Küchendarwinismus

Orlando ⌂ @, Mittwoch, 25.05.2016, 13:48 vor 3553 Tagen @ Mephistopheles 3307 Views

Wie der Einzelne zurechtkommt, ist dem Darwinismus schnuppe, da erworbene Eigenschaften nicht vererbt werden. Der Darwinismus sagt, dass die besseren Mutanten überleben werden, und die dürfen auch von eingewanderten Ausbildungsfernen abstammen.

dazu zwei Gedanken

Watson @, Mittwoch, 25.05.2016, 15:30 vor 3553 Tagen @ Orlando 3117 Views

Wie der Einzelne zurechtkommt, ist dem Darwinismus schnuppe, da erworbene
Eigenschaften nicht vererbt werden.

Die Hinweise mehren sich auf in der DNA gespeicherten Erinnerungen, die an die Nachkommenschaft weitergegeben werden. Das ist zwar interessant, für den Menschen ...

Der Darwinismus sagt, dass die besseren
Mutanten überleben werden, und die dürfen auch von eingewanderten
Ausbildungsfernen abstammen.

... jedoch völlig irrelevant, da wir uns mit der Erfindung von Werkzeug, Technologie im allgemeinen, außerhalb der natürlichen Selektion bewegen. Die Stärke der Menschheit ist es eben, sich über eine Technologie optimal an die Bedingungen anzupassen ("the fittest") und eben auch noch in der Lage ist, diesen Vorteil an alle Menschen weiterzugeben ("Bildung").

Ja, eben. Genau das hat Orlando nicht ganz verstanden.

Mephistopheles @, Datschiburg, Mittwoch, 25.05.2016, 18:13 vor 3553 Tagen @ Watson 3051 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 25.05.2016, 18:43

Wie der Einzelne zurechtkommt, ist dem Darwinismus schnuppe, da

erworbene

Eigenschaften nicht vererbt werden.


Die Hinweise mehren sich auf in der DNA gespeicherten Erinnerungen, die an
die Nachkommenschaft weitergegeben werden. Das ist zwar interessant, für
den Menschen ...

Wenn da was dran ist, dann wären die Bevölkerungen Deutschlands oder Russlands auf jeden Fall ein geeignetes Studienobjekt.

Der Darwinismus sagt, dass die besseren
Mutanten überleben werden, und die dürfen auch von eingewanderten
Ausbildungsfernen abstammen.


... jedoch völlig irrelevant, da wir uns mit der Erfindung von Werkzeug,
Technologie im allgemeinen, außerhalb der natürlichen Selektion bewegen.
Die Stärke der Menschheit ist es eben, sich über eine Technologie optimal
an die Bedingungen anzupassen ("the fittest") und eben auch noch in der
Lage ist, diesen Vorteil an alle Menschen weiterzugeben ("Bildung").

Wir sind angepasst an das Funktionieren dieser extrem komplexen Technologien. Gibt es da eine Veränderung in den Rahmenbedingungen und kann die Funktion nicht aufrecht erhalten oder sehr schnell bei einem Ausfall wiederhergestellt werden, dann sind die Überlebenschancen von Populationen äußerst schlecht, ich glaube schlechter, als sie jemals während der Menschheitsgeschichte waren.
Einem Germanen in Jütland war das z.b. völlig wurscht, ob in Rom die Trinkwasserversorgung zusammengebrochen oder der Weizentransport per Schiff von Ägypten nach Ostia zum Erliegen gekommen ist. Und da helfen auch keine Mutanten. Das einzige, was erfahrungsgemäß bei einem Zivilisationszusammenbruch hilft, sind extrem grausame, heimtückische und menschenverachtende Diktatoren im Stile eines Josef Stalin oder Mao Zedong (oder Kaiser Augustus). Das wissen die Leute auch, darum wurden sie bei ihrem Ableben auch so intensiv betrauert.
Die Evolution geht auf jeden Fall weiter.
China und Russland habens hinter sich, einen Zivilisationskollaps, Westeuropa und Nordamerika habens noch vor sich.
Aber, ich glaube, lange dauert es nimmer, wir sind bereits auf der Zielgeraden.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Kann eine lange Zielgerade werden

Prophet @, Mittwoch, 25.05.2016, 19:17 vor 3553 Tagen @ Mephistopheles 3101 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 26.05.2016, 14:02

ich glaube schlechter, als sie jemals
während der Menschheitsgeschichte waren.

Ja, je größer die Abhängigkeit, desto größer die Gefahr. Das ist klar.
Man denke allein daran, wie viele Menschen an Big Pharma hängen und jeden Tag Pillen schlucken müssen (oder sich Medikamente spritzen müssen). Nach 3 Wochen wäre der "Ofen aus" für diejenigen. Ich weiß aber aus Erfahrung im Freundeskreis, dass viele solcher Leute jeden Tag dankbar annehmen. Ohne dieses System wären sie ohnehin nicht mehr am Leben, da spielt es auch keine Rolle, ob "es" irgendwann einmal soweit sein wird. Dann ist es eben so, wie es ist. Wer weiß schon, was morgen ist! Wer weiß schon, was in der nächsten Minute passiert! - Gehste raus, wirste abgestochen oder es fällt dir ein Dachziegel auf den Kopf! - Solche Gedankenspiele sind also unsinnig.

Zivilisationszusammenbruch hilft, sind extrem grausame, heimtückische und
menschenverachtende Diktatoren im Stile eines Josef Stalin oder Mao Zedong
(oder Kaiser Augustus). Das wissen die Leute auch, darum wurden sie bei
ihrem Ableben auch so intensiv betrauert.


Wohl kaum. Dort trauerte man so, wie man auch heute noch in Nordkorea trauern muDoppel es: nämlich mit stundenlangem weinen auf Kommando mit ausgewähltem Publikum... [[zwinker]]
Das Einzige was hilft, ist gegenseitige Hilfe der Menschen untereinander. Die Diktatoren sind die Füllung eines Machtvakuums. Sie helfen aber nicht, sondern tyrannisieren. Menschen halfen sich im Sozialismus immer gegenseitig, aus purer Not, und waren stets froh, wenn die brutalen Tyrannen kalt im Grab lagen. Ich glaube, dass du dich da gewaltig irrst.

Die Evolution geht auf jeden Fall weiter.

Ja, immer und ewig, und dann wieder von vorne. Es sind daher kleinliche Probleme der Zukunft, die wir hier ständig bequatschen.

China und Russland habens hinter sich, einen Zivilisationskollaps,
Westeuropa und Nordamerika habens noch vor sich.

China hat gerade erst eine "technische Zivilisation" aufgebaut, die dann erst kollabieren wird. Vorher gab es höchsten Missmanagement in einem Arbeiter- und Bauernstaat. Die Chinesen sind jetzt erst mal fällig, wie die USA in den 30er Jahren.

Aber, ich glaube, lange dauert es nimmer, wir sind bereits auf der
Zielgeraden.


Ja, das hört man immer wieder. Walter Killer schrieb im Jahr 1983 (!) sein Buch "Sicher durch die mageren Jahre" - denn der "Kollaps aller Strukturen" steht kurz bevor, inklusive Bankenpleiten, der Wiedereinführung der Goldmark und einer Tauschwirtschaft! Heute würde sowas im Kopp-Verlag erscheinen, man müsste nur ein paar Zahlen ändern, und schon steht morgen der Weltuntergang wieder vor der Tür! Rette sich wer kann... ich kenne solche Phasen. Das Problem ist, dass das "reale" Leben an einem vorbeizieht, während man "auf den Kollaps" wartet, der aber partout nicht kommen will. Systeme sind stabiler als man gemeinhin in der Prepperszene annimmt. Also die Zielgerade kann verdammt lang werden, das kann ich dir versichern. Kann auch sein, dass man mit solchen Schreckensszenarien die besten Jahre seines Lebens vergeudet. Zeugen Jehovas erwarten auch jedes Wochenende Harmageddon und den Eintritt ins Paradies. Und so vergeht Jahr um Jahr, und niemals leben alle diese Menschen wirklich. Die fixe Untergangsidee nistet sich ein, und führt fortan ein Eigenleben. Frag mal den Eichelburg, der wartet in zehn Jahren noch auf den Kaiser, der ihn retten wird. Und andere warten auf Jesus, der vom Himmel herniedergeritten kommt! Alle warten sie und warten, und warten... und steigen ins Grab, ohne jemals gelebt zu haben. Sie haben immer nur gewartet, auf jemanden, der nie kommt. Wie auf Godot, der kam auch nie.

Letztens fand ich einen Zeitungsausschnitt von 1985 oder so aus der NZZ in einem Buch. "Amerika wird in den kommenden 5 Jahren finanziell kollabieren" stand da in großen Lettern. Und alles sehr schlüssig mit Grafiken, Zahlen und Fakten belegt. Von einem Experten XY, Prof. Dr. soundso. Den fast wortgleichen Text könnte man heute abdrucken, und alle würden das Ende schon am Horizont nahen sehen und sich in die Hosen machen. Und vielleicht ist genau das auch beabsichtigt!

Grüße,
Prophet

An die "allwissende" Rechtschreibkorrektur!

Prophet @, Donnerstag, 26.05.2016, 13:50 vor 3552 Tagen @ Prophet 2742 Views

Armageddon

Er oder sie möchte bitte zur Kenntnis nehmen, dass "Harmagedon", "Harmageddon" und "Armageddon" Synonyme sind, die je nach Bibelübersetzung abweichen. Da die ZJ den Begriff "Harmagedon" in ihren Schriften benutzen, bitte ich von der eigenmächtigen Änderung meiner Beiträge abzusehen. Ich habe durchaus Grund und Absicht, die Begriffe so zu verwenden, wie sie in den jeweiligen Glaubensrichtungen anerkannt und üblicherweise verwendet werden.

Vielen Dank.


Ich empfinde es nicht als besonders klug, dass hier Begriffe im Nachhinein verändert werden, ohne diese Änderungen zu Kennzeichnen!


Wenn Änderung, dann nur mit Hinweis am Ende, warum was und warum geändert wurde. Wenn wir schon beim Korinthen kacken sind, dann machen wir es doch gleich richtig, gell?

Grüße,
Prophet

Sorry…

Rechtschreibkorrektur @, Donnerstag, 26.05.2016, 14:07 vor 3552 Tagen @ Prophet 2825 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 26.05.2016, 19:17

Armageddon


Er oder sie möchte bitte zur Kenntnis nehmen, dass "Harmagedon",
"Harmageddon" und "Armageddon" Synonyme sind,

Sorry, das wusste ich nicht, ich habe es für einen Rechtschreibfehler gehalten.

Ich empfinde es nicht als besonders klug, dass hier Begriffe im Nachhinein
verändert werden, ohne diese Änderungen zu Kennzeichnen!
Wenn Änderung, dann nur mit Hinweis am Ende, warum was und warum
geändert wurde.

Ich korrigiere eigentlich niemals Inhalte, nur Rechtschreibe̶- oder Tippfehler.
Und die kann m̶i̶c̶h̶ ich gar nicht alle kennzeichnen.

--
Beliebte Rechtschreibfehler

3 Sätze, 2 Fehler - Sorry für meine gekackten Korinthen.

KK, Donnerstag, 26.05.2016, 17:52 vor 3552 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 2652 Views

Armageddon


Er oder sie möchte bitte zur Kenntnis nehmen, dass "Harmagedon",
"Harmageddon" und "Armageddon" Synonyme sind,


Sorry, das wusste ich nicht, ich habe es für einen Rechtschreibfehler
gehalten.

Ich empfinde es nicht als besonders klug, dass hier Begriffe im

Nachhinein

verändert werden, ohne diese Änderungen zu Kennzeichnen!
Wenn Änderung, dann nur mit Hinweis am Ende, warum was und warum
geändert wurde.


Ich korrigiere eigentlich niemals Inhalte, nur Rechtschreibe- oder
Tippfehler.
Und die kann mich gar nicht alle kennzeichnen.

Auch ich bin nicht perfekt…

Rechtschreibkorrektur @, Donnerstag, 26.05.2016, 19:19 vor 3552 Tagen @ KK 2560 Views

… und merke nicht immer, wenn meine Spracherkennungssoftware Fehler macht. Sorry.

--
Beliebte Rechtschreibfehler

Ja, jeder blamiert sich so gut er kann, ob mit oder ohne Software. (oT)

KK, Donnerstag, 26.05.2016, 19:26 vor 3552 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 2455 Views

- kein Text -

DU nennst dich Rechtschreibkorrektur, nicht ich.

KK, Donnerstag, 26.05.2016, 20:05 vor 3552 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 2665 Views

Und wenn ich Deinen Job machen würde, dann sicher nicht so dilettantisch (laienhaft, amateurhaft), dann sicher mit etwas mehr Sorgfalt.
Und sicher nicht mit der Attitüde des "Allwissenden".

Sorry, Deine Meßlatte liegt höher als meine.

„dilettantisch“

Rechtschreibkorrektur @, Freitag, 27.05.2016, 16:14 vor 3551 Tagen @ KK 2564 Views

Und wenn ich Deinen Job machen würde, dann sicher nicht so dilettantisch
(laienhaft, amateurhaft), dann sicher mit etwas mehr Sorgfalt.

Und wie soll das gehen, wenn du nach 20 Jahren „neue Rechtschreibung“ immer noch in der Vergangenheit lebst?

--
Beliebte Rechtschreibfehler

dilettantisch

KK, Freitag, 27.05.2016, 23:02 vor 3551 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 2430 Views

Und wenn ich Deinen Job machen würde, dann sicher nicht so

dilettantisch

(laienhaft, amateurhaft), dann sicher mit etwas mehr Sorgfalt.


Und wie soll das gehen, wenn du nach 20 Jahren „neue
Rechtschreibung“ immer noch in der Vergangenheit lebst?

Wieso unterstellst Du mir, die „neue Rechtschreibung“ nicht zu beherrschen?

Lebt man in der Vergangenheit, wenn man im privaten Bereich nicht jeden Schwachsinn mitmacht, die sich ein paar Laberwissenschaftler ausgedacht haben zwecks Nachweis ihrer Daseinsberechtigung?

Bisher hast Du die Schrulle eines alten Mannes wohlwollend geduldet.

Aber es ging ja um Deine Meßlatte, nicht um meine.
Und die auf die Höhe einer „dummen“ Korrektursoftware zu legen und Fehler mit deren „Dummheit“ zu entschuldigen, ist in meiner Sicht einfach nur schräg.

Deinen Quiz finde ich übrigens ausgesprochen gelungen; wenn nichts mehr geht – Quiz geht immer[[top]] .

PS:
Die Rechtschreibreform wurde zwar vor 20 Jahren gestartet, die Einführung der 3. Fassung erfolgte erst nach viel Kritik und unsäglichem Rumgeschraube im Jahre 2006. Demnach bin ich erst seit 10Jahren ein Ketzer, ein ewig Gestriger[[freude]] .

Kopf in den Sand

Rechtschreibkorrektur @, Samstag, 28.05.2016, 14:00 vor 3550 Tagen @ KK 2265 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.05.2016, 13:28

Wieso unterstellst Du mir, die „neue Rechtschreibung“ nicht zu
beherrschen?

Weil es so ist. Du schreibst beispielsweise in ein und demselben Beitrag „daß“ und „musste“. Was denn jetzt – alte oder neue Rechtschreibung? Beides durcheinander ist ja wohl der größte Blödsinn.

Lebt man in der Vergangenheit, wenn man im privaten Bereich nicht jeden
Schwachsinn mitmacht,

Ja, natürlich lebt man dann in der Vergangenheit.
Du kannst mir glauben, dass ich die ganze Rechtschreibreform ebenfalls vollkommen überflüssig fand, aber du änderst nichts daran, wenn du den Kopf in den Sand steckst.

--
Beliebte Rechtschreibfehler

Du willst Recht haben - bitte sehr - werde glücklich damit. (oT)

KK, Samstag, 28.05.2016, 14:57 vor 3550 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 2258 Views

- kein Text -

Wie wäre es mit Argumenten?

Rechtschreibkorrektur @, Samstag, 28.05.2016, 15:56 vor 3550 Tagen @ KK 2275 Views

Willst du bestreiten, dass „daß“ und „musste“ nicht zueinander passen?

--
Beliebte Rechtschreibfehler

unsinniges Beispiel

SevenSamurai @, Mittwoch, 25.05.2016, 20:02 vor 3553 Tagen @ Mephistopheles 2933 Views

Zivilisationszusammenbruch hilft, sind extrem grausame, heimtückische und
menschenverachtende Diktatoren im Stile eines Josef Stalin
Das wissen die Leute auch, darum wurden sie bei
ihrem Ableben auch so intensiv betrauert.

Besonders die (halb)verhungerten Ukrainer dürften getrauert haben. [[sauer]]

Stalin war ein ganz mieses Arschloch.

Der hat einen "Zivilisationszusammenbruch" nicht verhindert, sondern herbeigeführt. Ein mieser Massenmörder.

Einfach einmal über den Unfug seines Kommunismus in der Ukraine informieren!

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Darwinismus bei der Entstehung der Arten belassen

Orlando ⌂ @, Montag, 30.05.2016, 13:18 vor 3548 Tagen @ Mephistopheles 2107 Views

Ich halte nichts davon, die von Darwin dargestellten Evolutionsprinzipien auf die Soziologie zu übertragen. Das ist, was ich mit Küchendarwinismus meinte, es gehört auch Sozaldarwinismus und dergleichen dazu. Werkzeuggebrauch, Technik, Staatenbildung und dergleichen haben keine neue Art begründet.

Die soziologischen Phänomene folgen ihren eigenen Gesetzen.

Oh doch.

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 30.05.2016, 13:58 vor 3548 Tagen @ Orlando 2332 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 30.05.2016, 14:30

Ich halte nichts davon, die von Darwin dargestellten Evolutionsprinzipien
auf die Soziologie zu übertragen. Das ist, was ich mit Küchendarwinismus
meinte, es gehört auch Sozaldarwinismus und dergleichen dazu.
Werkzeuggebrauch, Technik, Staatenbildung und dergleichen haben keine neue
Art begründet.

Oh doch, und zwar in Wechselwirkung.

Werkzeuggebrauch macht keine neue Art, wohl aber die Werkzeugherstellung. Wer immer einen PC gebraucht, beweist damit noch lange nicht, dass er was besseres ist als ein Affe. [[zwinker]] Werkzeuge werden vom Menschen nicht zum unmittelbaren Gebrauch hergestellt, wie es verschiedene Tierarten machen, sondern vorsorglich: Das könnte man ja so wie angefertigt mal gebrauchen, und wenn es gebraucht wurde, wird es aufbewahrt, weil man es wieder mal gebrauchen kann. Erst das ist ein Werkzeug.
Es gibt keine andere Affenart (wer hat eigentlich mit dem Blödsinn angefangen, der Mensch stamme von den Affen ab? Das ist genauso dämlich, wie wenn einer behaupten würde, der Tiger stamme von den Katzen ab. In Wirklichkeit ist der Mensch biologisch eindeutig ein Affe. Die Pegida-Anhänger haben also recht, wenn sie bestimmte Fußballspieler mit Affengeräuschen begrüßen. Ich weiß gar nicht, warum sich alle aufregen. [[zwinker]]) außer dem Menschen, welche Werkzeuge vorsorglich herstellt.
Und erst diese Werkzeugherstellung führte zur Evolution des Menschen.

Das ist vergleichbar mit den Vogelfedern. Federn sind unheimlich gute Wärmeisolatoren. Es gab sie schon lange, bevor es Vögel gab.
Du könntest natürlich im Analogieschluss behaupten, Federn machen noch keine neue Art. Das ist auch richtig. Aber der Gebrauch von Federn zum Fliegen schon.

Die soziologischen Phänomene folgen ihren eigenen Gesetzen.

Und führen zur Entstehung neuer Arten.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ich habe gedacht, wir haben 60 Min Editierzeit vereinbart?

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 30.05.2016, 14:51 vor 3548 Tagen @ Rechtschreibkorrektur 2212 Views

Fussballspieler
duese
natürlichj
Analogieschluß


Ist das denn so schwer?
http://www.korrekturen.de/grammatikpruefung.shtml



§ 16 StGB Rücktritt vom Versuch

(1) Der Täter wird wegen des Versuches oder der Beteiligung daran nicht bestraft, wenn er freiwillig die Ausführung aufgibt oder, falls mehrere daran beteiligt sind, verhindert oder wenn er freiwillig den Erfolg abwendet.

(2) Der Täter wird auch straflos, wenn die Ausführung oder der Erfolg ohne sein Zutun unterbleibt, er sich jedoch in Unkenntnis dessen freiwillig und ernstlich bemüht, die Ausführung zu verhindern oder den Erfolg abzuwenden.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Verglichen mit dem Cro Magnon hat sich artenbildungsmäßig nichts mehr getan

Orlando ⌂ @, Dienstag, 31.05.2016, 09:51 vor 3547 Tagen @ Mephistopheles 2255 Views

Wir probieren immer noch dieses merkwürdige Gehirn aus, das 20 Prozent der Energie verschlingt.

Es sind bis heute mehrere neue Arten von Menschen entstanden

Silke, Dienstag, 31.05.2016, 22:04 vor 3547 Tagen @ Orlando 2344 Views

Lieber Orlando,

@Ashitaka: Zentralmachtverstrickte
Die in segmentären Gesellschaften organisierten Menschen starben und sterben weiter aus.
Aus ihren Trümmern formierten sich Zentralmachtordnungen, die sich aus mächtigen (entpersonalisierten, nicht fassbaren, Ordnung schaffenden) Zentralinstanzen und mehr oder weniger ohnmächtigen Massenindividuen (je nach Machtzession und Zentralmachtnähe geordnet) zusammensetzen.
Die Zentralinstanz nutzt das Potential ihrer Gefolgschaft/Dienenden/Untertanen (sie verschuldet sich) und besichert ihre Schulden durch Tribut-/Abgabensysteme.

Machthaber fordert Tribut - ex nihilo.

Aber nur wenn sich seine Machtordnung bereits im Aufbau befindet, d.h. wenn seine Gewalten, seine Machtstrukturen bereits vorfinanziert werden. Niemand kann einem Machthalter aus Spass (ohne Rücksicht auf die Tilgung der eigenen Urschulden) seinen tagtägliches Leben geben, ohne dabei zu sterben. Der Machthalter ist verpflichtet, seine Dienenden, die innere Ordnung beständig bei seiner Gefolgschaft/Dienerschaft/dem Heer/Untertanen vorzufinanzieren und das durch seine Fürsorge verliehene Potential zurückzugeben. Was es zu erkennen gilt, ist, dass die Zentralmacht dabei niemals das gesamte Potential zurückgeben kann (Aufschuldungszwang).
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=388439


@dottore: Abgabeforderer und -pflichtige
Debitismus mit Machttheorie und Eigentumsökonomik beschreibt eine Sackgasse menschlicher Entwicklung, wobei der menschlichen Urschuld bei der Bildung erster Staaten die Abgabeschuld zur Seite gestellt wurde.
„Also bin ich als "Privateigentümer" (lächerliche Vorstellung!) auf Gedeih und Verderb der Staatsmacht ausgeliefert. Die kann zinsen (besteuern) wie sie will.“ bzw. „Die Macht zwingt zum zinsen.“
Eigentümer geraten von Anfang an ausschließlich an Eigentum indem sie selbst waffenmächtig und nach selbst definiertem Recht anderen wegnehmen bzw. den sich vorfinanzierenden Machtwilligen beim Wegnehmen helfen und dann auf Anteil von Beute, Abgabe und Tribut beharren.
Eigentum und Recht sind Derivate von waffenbasierter Machtausübung.


@Zara: Staatsbürger und Anarchisten
Es sind Staatsbürger entstanden.
"Entwurzelung, Verstaatlichung, Verhausschweinung, Bevormundung, Versklavung".

@Hinterbänkler: Alt- und Neu-Memträger
Es sind neue Meme entstanden. Diese machen laut @Yoobee richtig einen entscheidenden Anteil an einer neuen Art aus.
-Gene von Fruchtfliege und Homo S. sind sehr gleich und extrem starr. -Epigenetik wuselt um das Gengerüst herum (an und ausschaltend) unterscheidet selbst eineiige Zwillinge und gibt erworbene Spezifitäten über Generationen weiter (bietet Potential für neue Arten).
-Aber erst Meme machen aus Sippen die Staatenbildner des Neolithikums

@Kurt: neue autopoietische Systeme da,
Autopoiesis ist immer.
Menschen agieren als ein Organismus bzw. als Schwärme.
(Der Begriff Schwarm passt mir bei fehlender Egalität der Individuen zwar nach wie vor nicht, aber schwarmartiges Verhalten hat unser wachsender Superorganismus mit kollektiver Intelligenz schon).

@Silke: Maschinenmenschen mit Handy und VR-Brille
Wir werden immer mehr zu Maschinenmenschen die Sensorium erweitern, Informationsverarbeitung und Energiebeschaffung auslagern und physikalische Grenzen des menschlichen Organismus überschreiten.

Wir probieren immer noch dieses merkwürdige Gehirn aus, das 20 Prozent der
Energie verschlingt.

Anders herum – wir werden ausprobiert.
Das Gehirn (besser sein unbewusster Teil) probiert aus und braucht dabei bis zu 40 % der verschafften Energie.
Dabei entstehen du und ich als Mittler zwischen Hirn und Umwelt.
Ich benutze nicht mein Gehirn, sondern mein Gehirn benutzt mich.

Im DGF lassen sich noch mehr Denkansätze finden...

Liebe Grüße
Silke

Dein Beitrag ist ok, nur der Aufhänger erscheint mir etwas verunglückt.

trosinette @, Mittwoch, 01.06.2016, 10:23 vor 3546 Tagen @ Silke 2057 Views

Guten Tag,

wenn das, was einem so im Oberstübchen umhergeistert, gleich zu einer neuen Art macht, wundert es mich nicht, dass die kleine, artgenossenschaftliche akephale Solidargemeinschaft zerbröselt ist und sich die Individuen nur noch als Massenkollektiv unter Zwang zusammenhalten lassen.

Was Orlando meint, ist eher der Umstand, dass ein Cro Magnon Baby laut Evolutions- und Genforschung, vermutlich stinknormal und ohne nennenswerte Auffälligkeiten als Staatsbürger in die heutige Zentralmachtverstrickung, Abgabeforderung und –Pflicht und irgendwelche angesagten Memen hineinwachsen würde.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Alles geschieht

nemo, Mittwoch, 01.06.2016, 11:21 vor 3546 Tagen @ Silke 2139 Views

Anders herum – wir werden ausprobiert.
Das Gehirn (besser sein unbewusster Teil) probiert aus und braucht dabei
bis zu 40 % der verschafften Energie.
Dabei entstehen du und ich als Mittler zwischen Hirn und Umwelt.
Ich benutze nicht mein Gehirn, sondern mein Gehirn benutzt mich.

Alles geschieht. Wir tun im Grunde nichts, denn alles wird im Außen gesteuert.
Wir machen einfach mit.

Die Ausnahme besteht darin, dass wir uns unserer selbst und dessen
bewusst werden, was im Außen geschieht. Erst dann haben wir eine Wahl,
bzw. können uns entscheiden. Wir können individuelle Wesen werden.
Das heißt, wir haben die Möglichkeit uns dorthin zu entwickeln – die Möglichkeit
ist jedoch noch keine Garantie, dass wir es auch tun.

Wenn Selbstverantwortung und Individualität Maßstäbe unserer Gesellschaft
wären, dann würden diese Werte auch von der Mehrheit verstanden werden.
Die Menschen würden beginnen sich selbst Fähigkeiten und Erkenntnisse
anzueignen, ohne dabei von einem ideologischen Staatsapparat oder
einem wissenschaftlichen und religiösen Überbau indoktriniert zu werden.
Auch die Wissenschaft mit ihrer Suche nach Lösungen wird scheitern
wie man überall sieht. Impfungen, Gentechnik, Geoengineering, Pestizide
und all diese Erfindungen werden uns eher umbringen als retten.

Selbstverantwortung und Individualität sind nach meiner Erkenntnis der
einzige Ausweg aus dem kollektiven Wahn, der zum kollektiven Selbstmord
führt.

Es gibt halt gute und schlechte Meme und es kommt darauf an, welche Meme
in der Gesellschaft vorherrschen. In unserer Gesellschaft werden Meme
immer noch durch Autoritäten und politische Vordenker geschaffen. Erst
wenn das überwunden wird, erscheint die oben beschriebene Möglichkeit
am Horizont.

Gruß
nemo

Cro Magnon erfolgreicher Überleber

Orlando ⌂ @, Mittwoch, 01.06.2016, 13:40 vor 3546 Tagen @ Silke 2042 Views

Das mag zwar etlichen Denkern nicht schmecken, aber in punkto Überleben und alles andere plattmachen hält er bislang doch unerreicht die Spitzenposition.

Mahlzeit

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Mittwoch, 01.06.2016, 14:41 vor 3546 Tagen @ Orlando 2137 Views

Das mag zwar etlichen Denkern nicht schmecken, aber in punkto Überleben
und alles andere plattmachen hält er bislang doch unerreicht die
Spitzenposition.

Hallo Orlando,

irgendwo bin ich ja auch ein Denker und Fühler...
Ich frage mich, ob mir das schmeckt, was Du schreibst.
Allerdings müsstest Du es erst mal zubereiten, bevor ich das Mahl teste.

Es ist meines Wissens mittlerweile eher Standard, dass der Cro-Magnon-Mensch parallel neben den Neanderthalern gelebt hat und dass die Neanderthaler nicht von jenen ausgerottet wurden, sondern sich nicht schnell genug den neuen Bedingungen anpassen konnten.

Wikipedia: Die Vermutung, dass die Cro-Magnon-Menschen, von Südosten kommend, die „kältegewohnten“ Neandertaler in der Zeit vor diesem Temperaturminimum in nördliche Refugien abgedrängt hätten, scheint jedoch irrig, da Neandertaler kurz vor ihrem Aussterben nur noch in Südeuropa nachgewiesen sind, während Siedlungsplätze der Cro-Magnon-Menschen vielfach nördlich der Alpen belegt sind. In Westeuropa befand sich ein früher Siedlungsraum von Cro-Magnon-Menschen in Südfrankreich und Nordspanien, während die Neandertaler den Süden der Iberischen Halbinsel bis nach Gibraltar besiedelten. In Osteuropa ergibt sich ein ähnliches Bild mit relativ nördlich gelegenen Fundorten moderner Menschen bei Kostenki am Don aus dem Early Upper Palaeolithic (EUP). Zu dieser Zeit lagen die bislang erwiesenen Siedlungsgebiete der Cro-Magnon-Menschen im Grenzgebiet zwischen Tundren-, Kaltsteppen- und Nadelbaumvegetation, während die Neandertaler im wärmeren Grenzgebiet zwischen Nadel- und Laubbaumvegetation siedelten.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

edit: zwei Kommata ergänzt [[zwinker]]

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Woran die Neandertaler scheiterten ist noch unbekannt

Orlando ⌂ @, Mittwoch, 01.06.2016, 15:29 vor 3546 Tagen @ Hinterbänkler 1994 Views

Ich meinte mit Ausrotten weniger den Neandertaler, der ja noch voller Rätsel steckt. Sein Hirn war schon recht groß, und vor kurzem wurde in Frankreich wieder eine Höhle entdeckt, wo Menschen vor 175k Jahren im stockfinsteren, also mit Fackeln und dergleichen, aus Stalagmiten Strukturen errichtet hatten (Datierung über die Kalkablagerungen der St.). Das wird den Neandertalern zugeschrieben, Knochen kamen allerdings noch keine ans Licht.

Den Neandertalern wurden bislang 60k Jahre zugeschrieben; es gibt ca 60 Funde. Daraus ließ sich ihr Verschwinden bisher nicht erklären.

Ich meinte, dass überall, wo der homo sapiens sapiens auftauchte (Australien, Amerika) binnen weniger tausend Jahre die Großfauna verschwand. In Amerika sogar die Wildpferde. Das Verschwinden sonstiger Arten durch den Menschen wird ja gegenwärtig mannigfach dokumentiert (Bär und Wolf und Auerochs bei uns).

Möglicherweise bedauernswert, aber im Sinne von Darwins Ansatz erfolgreich.

Cro Magnon wird nur bis vor 12.000 Jahren definiert

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Mittwoch, 01.06.2016, 15:51 vor 3546 Tagen @ Orlando 1972 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 01.06.2016, 15:56

Ich meinte, dass überall, wo der homo sapiens sapiens auftauchte
(Australien, Amerika) binnen weniger tausend Jahre die Großfauna
verschwand. In Amerika sogar die Wildpferde. Das Verschwinden sonstiger
Arten durch den Menschen wird ja gegenwärtig mannigfach dokumentiert (Bär
und Wolf und Auerochs bei uns).

Danke Orlando für die Antwort.

Aufgrund meiner Eile nur eine kurze Anmerkung:
Der Cro-Magnon-Mensch wird von vor 40.000 nur bis vor 12.000 Jahren definiert.
Der homo sapiens, der überall totalitär sich gebärdete war eher der neolithische Mensch.
Entweder aus Kleinasien kommend oder schon vorher ansässig, und dann die 'neue Kultur' (totalitäre Land- und Viehwirtschaft, Städtebau, Patriarchat, Kriege...) adaptierend (wie z.B. beim Cro-Magnon-Mensch, der eben rein wildbeuterisch unterwegs war und mit seinem Wechsel zur o.g. totalitären Lebensweise auch nicht mehr so genannt wird).

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Das ist unvollständig.

YooBee, Mittwoch, 25.05.2016, 16:01 vor 3553 Tagen @ Orlando 2961 Views

Wie der Einzelne zurechtkommt, ist dem Darwinismus schnuppe, da erworbene
Eigenschaften nicht vererbt werden. Der Darwinismus sagt, dass die besseren
Mutanten überleben werden, und die dürfen auch von eingewanderten
Ausbildungsfernen abstammen.

Richtig, der Einzelne ist schnuppe, es geht immer um Populationen. Aber dass es nicht nur ums genetische Erbe geht, ist mittlerweile erwiesen. Zum Einen prägen sich die Umweltbedingungen epigenetisch bei den Eltern ein und verbessern damit die Überlebenswahrscheinlichkeit der nächsten Generation durch "Voranpassung". Zum Anderen spielt (bei höheren Tieren, besonders dem Menschen) die memetische Informationsweitergabe auf die nächste Generation eine wichtige Rolle.

Natur und Moral

Nonpopulo @, Mittwoch, 25.05.2016, 14:31 vor 3553 Tagen @ BillHicks 3203 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 25.05.2016, 14:40

Danke ebenfalls für deine Antwort, BillHicks!

> Selbstverständlich lassen sich viele solcher Beispiele finden.
[quote]Aber mit Eigentum hat das - nach meinem Verständnis - nicht das
Allergeringste zu tun.
Du beschreibst Besitzansprüche, nicht Eigentum.
[/quote]

Im Walross-Beispiel würde doch Besitz bedeuten, dass die Weibchen, die nicht gerade vom Alpha-Männchen besitzt werden, auch von den anderen Männchen beansprucht werden können. Da die Weibchen, und auch die, die er gar nicht beansprucht, trotzdem für die anderen Männchen tabu sind, handelt es sich doch nach deiner Definition um Eigentums- und nicht um Besitzansprüche.

> > Eigentum bedeutet Machtanspruch auf bzw. über etwas. Es ist somit
[quote]keine[/quote]
[quote][quote]Idee, sondern ein primäres Überlebensprinzip der Natur.[/quote][/quote]
[quote]
Bei dieser Eigentumsdefinition wäre ich längst in zynische Depression
verfallen [[freude]]
[/quote]

Es ist gar nicht so schlimm, denn auf einmal, wenn wir alle unsere aufgeschichteten Moralvorstellungen beiseite schieben, sehen wir im Machtanspruch die pure, vitale Lebenskraft. Es geht dabei auch nicht ausschliesslich um Macht über andere Lebewesen, sondern genau so auch über Fähigkeiten und um das (dem gut erzogenen Mitteleuropäer verpönte) Gefühl der Kraft und Stärke.

> Bloße Macht allein bringt noch kein Eigentum hervor.

In Ergänzung zu @Mephistopheles Posting würde ich sagen, die Macht, wenn sie sich behauptet hat, will sich absichern und das tut sie dadurch, dass sie Eigentum sichert.

> > Das Leben ist Kampf um Macht.
[quote]
Wo genau?
[/quote]

Überall! Wirtschaft, Familie, Sport. Kleinkinder und Kinder versuchen oft, Macht auszuüben. In Teamprozessen muss es zwangsläufig zu Machtkämpfen kommen, sonst stimmt etwas nicht. Genau so in einer Liebesbeziehung.

> > Jeder der einmal einen Krieg, eine
[quote][quote]Hungersnot, ein totalitäres System oder sonst eine gesellschaftliche
Katastrophe erlebt hat, weiss das.[/quote][/quote]

[quote]Findet "Leben" nicht auch außerhalb dieser Umstände statt?
Das sind doch sämtlich sehr spezifische und insbesondere nicht
alle denkbaren Umstände, findest Du nicht?
[/quote]

Ich glaube, dass es das ist, was die westliche Gesellschaft von allen anderen Gesellschaften in allen anderen Zeiten unterscheidet: Wir rechnen damit, dass uns nichts passiert, bzw. dass wir genügend Auffangnetze haben, damit es nicht so schlimm wird. Das Gefühl, in Sicherheit zu sein ist extrem gross und wir tun extrem viel dafür, dass dieses Gefühl so realistisch wie möglich ist.

Der Preis für das Fehlen eines existentiellen "Hintergrundrauschens" ist neben dem Verzicht auf einen Teil natürlicher Lebendigkeit die allgemeine Verblödung, die sich aber mE nicht durch RTL und co. bemerkbar macht sondern durch diesen weltfremden Idealismus und Intellektualismus, der sich in linken Kreisen breitgemacht hat (und in dem Masse verschwindet wie die Menschen wieder existentielle Bedrohungen wahrnehmen).

> Wäre es nicht voreilig von diesen Umständen darauf zu schließen, dass
[quote]"das Leben" sämtlich und ausschließlich halt nun mal "so ist"?
[/quote]

Ich denke, Leben ist eine existentielle Angelegenheit, die wir Mitteleuropäer kollektiv aus den Augen verloren haben aufgrund der bald 70 kriegs- und katastrophenfreien Jahren.

> D.h. im Klartext: offensichtlich findet Leben auch außerhalb der
[quote]von Dir beschriebenen Umstände statt. Nämlich bei UNS, die wir diese
spezifischen Umstände gar nicht kennen.
Warum kennen genau kennen wir sie eigentlich nicht?
[/quote]

Da stimme ich mit @Zarathustra überein: Wegen der rücksichtslosen Ausbeutung aller vorhandenen Ressourcen inkl Tier und Mensch.

> Zu welchen Zwecken dient eigentlich das Suchen irgendwelcher Prinzipien in
[quote]der Natur um diese nach dem vermeintlichen Finden dann als Begründung für
eigenes Verhalten her zu nehmen?
[/quote]

Falls du mich damit meinst: Ich sehe uns Menschen nicht als mehr als Tiere und wildlebende Tiere führen ein einfaches, natürliches Leben. Das möchte ich auch. Andere versuchen sich durch die Bibel, den Koran oder andere spirituelle Bücher Orientierung zu verschaffen, für mich ist die Natur der Referenzpunkt.

> Warum sind wir nicht einfach die Männer, die Frauen, die Menschen, die
[quote]wir sein wollen? So wie es sich für uns gut anfühlt.
[/quote]

Ganz einfach: Weil wir uns dann aufgrund unserer verinnerlichten Moral als falsch, böse und gemein fühlen würden - wir hätten permanent ein schlechtes Gewissen. Was alle religiösen, spirituellen und sinnsuchenden Menschen wollen, ist ihre Natur (das vermeintlich Böse) in Einklang mit ihrer Moral (das vermeintlich Gute) zu bringen, was natürlich fehlschlagen und in Depression, Perversion und Neurotik münden muss. Der umgekehrte Ansatz hat da viel mehr Potential!

Fertig. Wozu an der
[quote]vermeintlich gefundenen "Natur" kleben und diese dann als Grund für unser
Verhalten vorschieben?
[/quote]

In meinen Augen geht es letztlich um zwei Dinge: Kontakt (= Liebe vs. Macht) und Flow (ungebremstes Gefühl der Einheit zwischen mir und dem was ich tue). Beides gibt es in der Natur in Hülle und Fülle, in der Zivilisation dagegen kaum.

Schöne Grüsse zurück
Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Differenzierung

Falkenauge @, Mittwoch, 25.05.2016, 09:27 vor 3553 Tagen @ BillHicks 3360 Views

Man muss das Eigentumsrecht konkreter fassen

Das heutige Eigentumsrecht ist ein aus dem römischen Recht stammendes Privat-Eigentum, das ein unbegrenztes Verfügungsrecht über die Sache beinhaltet. Sein ursprüngliches Ziel ist, die äußere Existenz des Menschen mit materiellen Gegenständen zu sichern, die er gebrauchen und verbrauchen und über die er deshalb auch ungehindert verfügen können muss. Dieses berechtigte Privateigentum unterstützt so die Entwicklung zur in sich geschlossenen Persönlichkeit, die sich insofern von den anderen abschließt, behauptet und notwendig egozentrisch auf den eigenen Nutzen bedacht ist.

Wird jedoch das Privateigentum auf Gegenstände ausgedehnt, die nicht dem persönlichen Gebrauch, sondern der Bedürfnisbefriedigung anderer Menschen dienen und für das Zusammenleben des einzelnen Menschen mit anderen von Bedeutung sind, wie das Unternehmenskapital, wird die Legitimation des Eigentümers, einen egoistischen Gebrauch davon zu machen, auch auf sozial bedeutsame Dinge übertragen, wodurch andere in Abhängigkeit geraten und ausgenutzt werden können. Da verliert das Privateigentum seine innere Berechtigung, da es zum Machtinstrument über andere wird.

Die alten römischen Rechtsstrukturen werden hier der modernen Lebenswirklichkeit nicht mehr gerecht. Es muss dafür eine neue Eigentumsform, ein zwar individuelles, aber soziales Verantwortungseigentum entwickelt werden, das treuhänderischen Charakter trägt. Wer will, kann sich hier genauer damit befassen.

Auch ein Privateigentum an Grund und Boden ist sozial nicht berechtigt. So wie jeder Mensch Luft zum Atmen braucht, so auch ein Stück Erde, das er zum Wohnen, Essen, Schlafen und für die Verrichtungen seines Lebens nutzen kann. Der Boden ist notwendige Lebens- und Arbeitsgrundlage aller Menschen.

Das heutige private Eigentumsrecht am Boden macht dem Einzelnen etwas zu eigen, was ihm nicht gehören kann. Boden ist keine Ware, die er selbst hätte produzieren oder von anderen als deren Produkt hätte erwerben können. Das Eigentum verbindet hier Teile der Erde, die allen Menschen als Lebensgrundlage dienen soll, mit der Persönlichkeit eines Einzelnen, indem es andere davon ausschließt und es seiner prinzipiell unbeschränkten Verfügungsgewalt unterwirft. Der Boden wird gleichsam zum Raub Einzelner.

In einem großen dünn besiedelten Land mag ja Eigentum an Grund und Boden nicht weiter negativ ins Gewicht fallen, wenn wir hier mal von der Problematik der Bodenschätze absehen, die der jeweilige Eigentümer für sich beansprucht, obwohl er sie dort auch nicht vergraben hat. Mit zunehmender Dichte der Besiedlung wird aber rasch die Grenze erreicht, wo der Boden seiner Unvermehrbarkeit wegen nicht mehr allen in gleicher Weise zur Verfügung steht. Er gerät unaufhaltsam in das Eigentum relativ immer weniger, die eine natürliche Monopolstellung einnehmen und die anderen von sich abhängig und ausbeutbar machen. Siehe hier.

Eigentum, aber ohne Eigentum an Boden?

tar ⌂ @, Gehinnom, Freitag, 27.05.2016, 02:35 vor 3551 Tagen @ Falkenauge 2467 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 27.05.2016, 02:39

Hallo,

Wird jedoch das Privateigentum auf Gegenstände ausgedehnt, die nicht dem
persönlichen Gebrauch, sondern der Bedürfnisbefriedigung anderer Menschen
dienen und für das Zusammenleben des einzelnen Menschen mit anderen von
Bedeutung sind, wie das Unternehmenskapital, wird die Legitimation des
Eigentümers, einen egoistischen Gebrauch davon zu machen, auch auf sozial
bedeutsame Dinge übertragen, wodurch andere in Abhängigkeit geraten und
ausgenutzt werden können. Da verliert das Privateigentum seine innere
Berechtigung, da es zum Machtinstrument über andere wird.

Mit dessen (rechtlicher) Durchsetzung impliziert Eigentum per se Macht, denn grundsätzlich grenzt Eigentum zunächst mal alle Nichteigentümer von dessen expliziter Verfügung und Nutzung aus, bis der jeweilige Eigentümer zustimmt oder eben enteignet wird. Wir üben übrigens alle von Haus aus mehr oder weniger Macht auf unsere Umgebung aus, denn da, wo ich stehe, kann jetzt kein anderer stehen und den Sauerstoff, den ich verbrauche, kann kein anderer mehr verbrauchen, usw. usf. Ein Grundprinzip des Lebens.

Was meinst du damit, Eigentum auf "Unternehmenskapital" auszudehnen? Zunächst mal ist Kapital Passiva (Fremd- oder Eigenkapital halt), aber ich denke mal, dass du dich auf das beziehst, was diese Passiva widerspiegeln: die Aktiva des Unternehmens. Nun frage ich mich bei deiner Aussage, ob du überhaupt private Unternehmen begrüßt und ob du nicht die Verhältnisse verklärst, wenn du "Bedürfnisse" als vorhanden in den Raum stellst, ohne die zuvor gemachte Investition zur Bedarfsweckung hinsichtlich des Schuldendienstes des Unternehmers zu berücksichtigen, hinter der ganz nebenbei dessen erwarteter Eigentumsverlust als Grundmotivator steht. Irgendwie strange.

Die alten römischen Rechtsstrukturen werden hier der modernen
Lebenswirklichkeit nicht mehr gerecht.

?

Es muss dafür eine neue
Eigentumsform, ein zwar individuelles, aber soziales Verantwortungseigentum
entwickelt werden, das treuhänderischen Charakter trägt. Wer will, kann
sich
hier
genauer
damit befassen.

Das wären dann entweder Mischformen zwischen Gemein- und Privateigentum, gänzliches Volkseigentum (höhö) oder eben kein Eigentum. Da gabs und gibt es die verrücktesten Sachen: Allmende, Nießbrauch, Allod, whatever. So wie du das in deinem verlinkten Beitrag darstellst, kommt mir das noch seltsamer vor, da ja Eigentum u.a. gerade dazu führte, frei entscheiden zu können, in wessen Besitz man die eigene Arbeitskraft stellt und letztlich sogar zur Beseitigung der Leibeigenschaft.

Auch ein Privateigentum an Grund und Boden ist sozial nicht berechtigt.

Woran dann überhaupt, wenn nicht an dem, was zur Sicherstellung des eigenen Überlebens dienen könnte?

So
wie jeder Mensch Luft zum Atmen braucht, so auch ein Stück Erde, das er
zum Wohnen, Essen, Schlafen und für die Verrichtungen seines Lebens nutzen
kann. Der Boden ist notwendige Lebens- und Arbeitsgrundlage aller
Menschen.

... eben.

Das heutige private Eigentumsrecht am Boden macht dem Einzelnen etwas zu
eigen, was ihm nicht gehören kann.

Wieso nicht? Faktisch ist es ja so.

Boden ist keine Ware, die er selbst
hätte produzieren oder von anderen als deren Produkt hätte erwerben
können.

!? Das ist blödsinnig formuliert. "Produzierst" du den Apfel, das Fell, etc. p.p. oder die Natur? Was hat Produktion überhaupt mit Erwerb zu tun? Wie und womit will man überhaupt erwerben, wenn kein Eigentum existiert!? Welches "Produkt" will man dann und wie und wem zum Eigentum erklären, mit dem der Private wirtschaften können darf - oder soll die Wirtschaft auch gleich passé sein?

Das Eigentum verbindet hier Teile der Erde, die allen Menschen als
Lebensgrundlage dienen soll, mit der Persönlichkeit eines Einzelnen, indem
es andere davon ausschließt und es seiner prinzipiell unbeschränkten
Verfügungsgewalt unterwirft. Der Boden wird gleichsam zum Raub Einzelner.

Wie ich oben schon schrieb: ein Grundprinzip des Lebens

In einem großen dünn besiedelten Land mag ja Eigentum an Grund und Boden
nicht weiter negativ ins Gewicht fallen, wenn wir hier mal von der
Problematik der Bodenschätze absehen, die der jeweilige Eigentümer für
sich beansprucht, obwohl er sie dort auch nicht vergraben hat.

Zum Einen existieren (mittlerweile) Rechte, die ein Gemeinwohl an Ressourcen bis zur Enteignung voranstellen. Jedem Grundeigentümer in Deutschland gehört der Boden nur oberflächlich (§ 905 BGB, Mineralrohstoffgesetz, Schürfgenehmigung, Bergrecht, Bundesbodenschutzgesetz, Schachtgenehmigung, Baurecht, Wasserrecht, ...), ebenso wie der Raum darüber (Luftfahrtverkehrsgesetz). Sollte jemand den Schatz eines anderen finden, gehört dem Finder nicht alles, usw. usf. Zum Anderen haben denn die Beerensammler die Beeren angepflanzt? Präneolithische Jäger ihr gejagtes Vieh zuvor gezüchtet?

Mit
zunehmender Dichte der Besiedlung wird aber rasch die Grenze erreicht, wo
der Boden seiner Unvermehrbarkeit wegen nicht mehr allen in gleicher Weise
zur Verfügung steht.

Da hätte mal jemand den Osterinselanern Bescheid geben sollen.

Er gerät unaufhaltsam in das Eigentum relativ immer
weniger, die eine natürliche Monopolstellung einnehmen und die anderen von
sich abhängig und ausbeutbar machen. Siehe
hier.

Dafür gäbe es ja dann wirtschafts- und fiskalpolitische Maßnahmen.

Gruß!â„¢

--
Gruß!™

Time is the school in which we learn,
Time is the fire in which we burn.


BTC: 12aiXGLhHJVETnmGTLbKtAzJNwqh6h6HN4

Der Weltgeist schenkte uns die Blockchain

Fabio ⌂ @, München, Donnerstag, 26.05.2016, 13:09 vor 3552 Tagen @ BillHicks 2759 Views

Was ich mir heute von Dir wünsche ist die Einsicht, dass völlig
unbeschränktes Eigentum, das heißt die theoretische Erlaubnis, dass einem
Einzigen ALLES gehört was rechtmäßig erworben werden kann (sooo weit weg
sind wir davon nicht mehr und wir bewegen uns noch immer Jahr für Jahr
weiter in diese Richtung), mehr Schaden anrichtet als Dir lieb sein kann.

Ich glaube nicht, dass der Weltgeist sowas - pardon - absurdes zusammenfiebert, aber vielleicht kannst Du mir ja verraten, wer der Einzige ist, der bald alleiniger Eigentümer der Welt (des Universums?) sein wird.
Kauft der dann auch den letzten verbliebenen Sankt Leviathan und ändert, was "rechtmäßig" heisst, um den Rest auch noch zu kaufen? Oder wird - ich nenne ihn mal Dagobert - in letzter Sekunde von wackeren Etatisten aufgehalten?

Unterdessen beschäftigt sich z.B. Konrad Hummler (Ex Wegelin Chef) mit Deiner Fragestellung:

http://www.nzz.ch/finanzen/private-finanzen/herausforderung-fuer-banken-und-den-staat-b...

"Wenn aber die herkömmliche Gewährleistung von Eigentum gleich vierfach kostspielig und letztlich auch unsicher ist, so ruft dies geradezu nach einem System, das idealerweise Eigentum ohne institutionelle Verankerung zulässt. Ein solches System, das kraft seiner lückenlosen und nicht veränderbaren Historie Beweiskraft erlangt, um Eigentumsverhältnisse zu regeln, ist Blockchain."

--
“We are on strike against the dogma that the pursuit of one’s happiness is evil. We are on strike against the doctrine that life is guilt." John Galt

---------------------
DASH - Digital CASH

Wozu? Kann mensch es essen ..?

Beo2 @, NRW Witten, Donnerstag, 26.05.2016, 16:02 vor 3552 Tagen @ Fabio 2530 Views

.. kann mensch damit kuscheln; kann mensch es lieben? Wenn nicht, wozu ist es dann nützlich .. und für Wen?

Mit Gruß, Beo2

Man kann Essen damit bezahlen

Dirk-MV @, Punta Cana, Donnerstag, 26.05.2016, 19:49 vor 3552 Tagen @ Beo2 2595 Views

.. kann mensch damit kuscheln; kann mensch es lieben? Wenn nicht, wozu
ist es dann nützlich .. und für Wen?

Ich verstehe es so, daß Kryptowährungen auf Grund ihrer Architektur ebenfalls eine Geldart mit eigenem inneren Wert sind. Sie existieren unabhängig von Dritten (Staaten, Finanzdienstleister). Sollte man haben, neben Metallen.
mfg

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Nein, du kannst es für Geld verkaufen. Und erst mit dem erhaltenen Geld kannst du dir was zu essen kaufen

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 27.05.2016, 18:56 vor 3551 Tagen @ Dirk-MV 2556 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 27.05.2016, 19:05

.. kann mensch damit kuscheln; kann mensch es lieben? Wenn nicht,

wozu

ist es dann nützlich .. und für Wen?[/b]

Ich verstehe es so, daß Kryptowährungen auf Grund ihrer Architektur
ebenfalls eine Geldart mit eigenem inneren Wert sind. Sie existieren
unabhängig von Dritten (Staaten, Finanzdienstleister).

Jede Ware hat einen inneren Wert - so wie Beeren oder Pilze und Metalle, so wie jede andere Ware eben auch. Jede Ware ist unabhängig von Staaten oder Finanzdienstleistern, im Gegenteil. Die fürchten Waren wie die Pest.
Das einzige, was Staaten und Finanzdienstleister an einer Ware interessiert, ist, dass man sie für Geld verkaufen kann und, unter Umständen Kredit damit besichern kann. Erst nach ihrer Bezahlung kommen Waren wie Blockchains, Metalle und Beeren und Pilze für Staaten und Finanzdienstleister als Objekt ihrer Begierde in Betracht.

Sollte man haben,
neben Metallen.

Metalle halte ich für wertbeständiger. Was machst du mit deiner Blockchain bei einem Stromausfall oder bei Verlust des Schlüssels? Dann wirst du Schwierigkeiten haben, sie für Geld zu verkaufen.

mfg

Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Nichts ist perfekt

Dirk-MV @, Punta Cana, Freitag, 27.05.2016, 21:36 vor 3551 Tagen @ Mephistopheles 2529 Views

Ich verstehe es so, daß Kryptowährungen auf Grund ihrer Architektur
ebenfalls eine Geldart mit eigenem inneren Wert sind. Sie existieren
unabhängig von Dritten (Staaten, Finanzdienstleister).


Jede Ware hat einen inneren Wert - so wie Beeren oder Pilze und Metalle,
so wie jede andere Ware eben auch.

Dann ist Ware zur Wertspeicherung, zum Tauschen oder Handeln der bessere Terminus.

Sollte man haben,
neben Metallen.


Metalle halte ich für wertbeständiger. Was machst du mit deiner
Blockchain bei einem Stromausfall oder bei Verlust des Schlüssels? Dann
wirst du Schwierigkeiten haben, sie für Geld zu verkaufen.

Alles hat Vor- und Nachteile. Metalle können mit Handelssteuern, -beschränkungen oder -verboten belegt werden, die ein Agieren mühseliger macht. Kryptowährungen haben wahrscheinlich größere Schwankungen, dafür kann man sie bequemer zu Geld machen. Beide sehe ich als langfristige Wertspeicher, verlieren kann man beides, ohne Infrastruktur nutzt beides nichts oder wenig.

mfg

Mephistopheles

mfg
Dirk

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

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Wandere aus, solange es noch geht.