Das Problem der kollektiven "Selbstbestimmung"

Falkenauge @, Montag, 23.05.2016, 11:18 vor 3555 Tagen 1883 Views

Ein wesentlicher Punkt der offiziellen Demokratie-Theorie ist der Begriff der "demokratischen Selbstbestimmung", in dem die Selbstbestimmung des Einzelnen auf das Kollektiv der Bürger übertragen wird, und man darin dann das Demokratie-Kriterium erfüllt sieht.

Eine Menschengemeinschaft, ein Volk, hat jedoch kein Selbst, das sich bestimmen könnte. Wenn eine gewählte Gruppe für alle geltende Gesetze beschließt, wird das Recht des einzelnen Menschen, sein Leben selbst zu bestimmen, dadurch ja gerade ausgeschaltet. Dies wäre selbst dann der Fall, wenn alle in einer Volksabstimmung einstimmig ein das Leben reglementierendes Gesetz beschlössen. Der einzelne Mensch wird auch hier für die Zukunft festgelegt und den zwingenden Gesetzen unterworfen, die ihn fremdbestimmen und seiner Freiheit berauben. Zwang und Unterwerfung sind nicht Kennzeichen von Freiheit und Selbstbestimmung.

Das wird kaum richtig durchdacht. Überlegungen dazu hier.

Chapeau! Pflichtlektüre für Selbstdenker!

baisse-man @, Dienstag, 24.05.2016, 19:21 vor 3554 Tagen @ Falkenauge 899 Views

Hallo Falkenauge,

Glückwunsch zu diesem überragenden Artikel. Hatte jetzt erst Zeit, ihn durchzulesen und bin begeistert. Deine scharfe Analyse zeigt die logischen Trugschlüsse, Fallstricke und das süße Gift staatsgelenkter, intellektueller Propaganda auf, die für den normalen, rechtschaffenen Menschen oft schwer zu erkennen sind.

Danke nochmals

LG

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