Gunnar Heinsohn, verschollene Technologie und der Bau der Pyramiden

Dominik @, Freitag, 20.05.2016, 05:00 vor 3558 Tagen 6071 Views

Neben seinen Theorien zu Geld, Zins und Kredit und seiner vielbeachtenden Arbeiten zum Thema Demographie, beschäftigt sich Gunnar Heinsohn auch wesentlich mit der Entstehung des Menschen und der Zivilisation. Dazu gründete er das Institut zur Rekonstrunktion der Menschheits- und Kulturgeschichte. Insbesondere ist er ein Verfechter des Katastrophismus nach Immanuel Velikovsky,
der davon ausgeht, dass die Menschheit mehrfach von kosmischen Katastrophen gebeutelt wurde und wir uns gemäß der südamerikanischen/indischen Geschichtsschreibung im 5. Zeitalter befinden und die Städte bereits mehrfach umfielen. Eine Blickweise, die eine neue Sicht auf den Bau der Pyramiden eröffnet.

http://drachentempel.jimdo.com/2016/05/19/wie-wurden-pyramiden-gebaut/

Dürftige I̶n̶f̶o̶´̶s̶ Infos

mh-ing @, Freitag, 20.05.2016, 08:05 vor 3558 Tagen @ Dominik 3659 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 20.05.2016, 12:04

Nichts Genaues weiß man nicht, ist das Fazit solcher Texte. Selbst die arabischen Schriftsteller konnten nichts sagen und daher bemühten sie Mythen. Wer glaubt schon ernsthaft, dass ein Stein schwebt, nur weil man ein Blatt einer Pflanze darunter legt. Mit diesem Schluss hat sich letztlich diese Seite entlarvt.

Grundsätzlich gibt es aber zu viele Widersprüchlichkeiten, um überhaupt etwas zu sagen. Das, was in der modernen Wissenschaft heute gelehrt wird, ist sehr fraglich, da viele Daten zwar da sind, aber sehr einseitig interpretiert werden.
Velikovsky hat hier viele Punkte genannt, ist aber letztlich auch als völlig absurd in vielen Punkten entlarvt. Sein Verdienst ist, diese Widersprüche aufzuzeigen, Lösungen und brauchbare Erklärungen liefert er aber genauso wenig.

Schon komisch

Rybezahl, Freitag, 20.05.2016, 08:40 vor 3558 Tagen @ Dominik 4119 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 20.05.2016, 08:49

Neben seinen Theorien zu Geld, Zins und Kredit und seiner vielbeachtenden
Arbeiten zum Thema Demographie, beschäftigt sich Gunnar Heinsohn auch
wesentlich mit der Entstehung des Menschen und der Zivilisation. Dazu
gründete er das Institut zur Rekonstrunktion der Menschheits und
Kulturgeschichte. Insbesondere ist er ein Verfechter des Katastrophismus
nach Immanuel Velikovsky,
der davon ausgeht, dass die Menschheit mehrfach von kosmischen
Katastrophen gebäutelt wurde und wir uns gemäß der
südamerikanischen/indischen Geschichtsschreibung im 5. Zeitalter befinden
und die Städte bereits mehrfach umfielen. Eine Blickweise, die eine neue
Sicht auf den Bau der Pyramiden eröffnet.

http://drachentempel.jimdo.com/2016/05/19/wie-wurden-pyramiden-gebaut/

Hallo!

Ich habe zwar kein "Institut zur Rekonstruktion der Menschheits- und Kulturgeschichte" gefunden und wo genau der Bezug zu Heinsohn liegt, aber wenn man sich

- Stuttgart 21:

[image]
(Geplante Bauzeit: 11 Jahre.)

- die Elbphilharmonie:

[image]
(Geplante Bauzeit: 9 Jahre.)

- oder den Berliner Flughafen:

[image]
(Geplante Bauzeit: 11 Jahre.)

vergleichweise anguckt, macht das schon stutzig, da nur für die Cheops-Pyramide ca. ein Stein pro Minute verbaut worden sein muss. Mal sehen, was länger steht:

[image]
(Bauzeit der Cheops-Pyramide (wahrscheinlich): 23 Jahre.)

Verdammte Gewerkschaften! [[freude]]

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Pyramidenliteratur

Orlando ⌂ @, Freitag, 20.05.2016, 13:22 vor 3558 Tagen @ Dominik 3440 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 20.05.2016, 13:25

Die mathematischen Ableitungen der Pyramidenmaße (Pi und Phi etc) sind schon seit ca. 200 Jahren bekannt und werden von der klassischen Forschung krankhaft strikt geleugnet. Allerdings sind alle Schlussfolgerungen daraus Phantasie.

Einen guten Abriss über die Geschichte der Pyramidenrezeption findet man bei Peter Tompkins, Cheops, die Geheimnisse der gr. Pyr. (Originaltitel Secrets of the Great Pyramid, 1973). Tompkins ist ein renommierter Sachbuchautor, er bespricht sämtliche Forscher und Theorien. Die entsprechenden Originalwerke sind fast alle via archive.org online abrufbar. Das Buch erschien als Taschenbuch in großer Auflage, kriegt man bei den Antiquaren für ein paar Euro nachgeworfen. (Es gibt von ihm auch ein Buch über die mittelamerikanischen Pyramiden, das kenne ich noch nicht.)

An deutschen Forschern sind zu nennen Lepsius und Borchardt, letzterer veranlasste zur Kaiserzeit die letzte genaue Vermessung durch einen gewissen Cole. Das grundsätzliche Problem ist, dass die äußere Verkleidung und die Spitze fehlen, so dass die exakte Basis und Höhe niemals mehr hundertprozentig ermittelt werden können.

Vom Dampfpflug- und -pumpeningenieur und Schulnamenspatron Max Eyth gibt es eine schöne Romanaufarbeitung: Der Kampf um die Cheopspyramide, allerdings nicht ganz frei von mathematischen Fehlern - dürfte bei einem Ingenieur eigentlich nicht passieren, aber der Korrektor war wahrscheinlich keiner. Von Eyth gibt es auch einen Vortrag speziell zur Cheopsmathematik: Lebendige Kräfte, alles online zu finden.

Ein kanadischer Mathematikprofessor namens Roger Herz-Fischler liefert das Werk: The Shape of the Great Pyramid, erschienen um 2000 und ebenfalls online abrufbar; darin untersucht er sämtliche bekannten Theorien sehr gründlich - habe ich aber noch nicht durchgearbeitet, scheint aber in wissenschaftlicher Hinsicht das Belastbarste zu sein.

Zum Schluss noch eine Anekdote des Herodot aus seinen Historien, 2.Buch, Abschnitt 126

http://www.cheops-pyramide.ch/pyramiden-zahlen/herodot.html

(Diese Seite von Franz Löhner ist übrigens recht interessant, aber auch hier haben sich bei den Abmessungen der Königskammer Fehler eingeschlichen, alles nicht so einfach mit den Zahlen)

Die Gewerkschaften sind mit Sicherheit unschuldig!

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 20.05.2016, 15:55 vor 3558 Tagen @ Rybezahl 2803 Views

Die Gewerkschaften sind mit Sicherheit unschuldig!
Beweis: Durch Arbeit ist keine einzige Pyramide entstanden und auch kein Bahnhof, kein Flughafen und kein Konzertsaal. Auch durch Planungen entsteht so etwas nicht, die Ingenieure sind also ebenso unschuldig.

Solche Riesenbauten sind ausschließlich eine Leistung des Managements und deine Aufstellung sagt lediglich etwas aus über die Fähigkeiten des Managements zur damaligen Zeit verglichen mit deren heutigen Fähigkeiten.
[[hüpf]]
Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Wenn das der hier im Forum so hoch gehandelte Heinsohn ist, bin ich enttäuscht

BerndBorchert @, Samstag, 21.05.2016, 18:29 vor 3557 Tagen @ Dominik 2606 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 21.05.2016, 19:20

Ich hab mir das Video in Min. 25 angesehen. Alles, was er sagt, finde ich kleinkariert und detailversessen und schlecht erklärt.
Fehlender gesunder Menschenverstand: "Warum sind Kindestötungen im Abendland nicht erlaubt?" Die Frage ist doch umgekehrt: "Wie kann es Kulturen geben, in denen das erlaubt ist?".
Dass die Chronologien nicht stimmen sollen: Ganz schlecht erklärt, und sein Beweis sind ein paar gefundene Glassteinchen?
Beim interessanten Thema 'Entstehung des Geldsystems' verliert er sich wieder bei Thema Chronologie. Was soll die Romulus-Geschichte? Und dass Besitz ungleich Eigentum ist - das weiß jeder, das braucht er nicht zu erklären.
Bernd Borchert

Irrtum

Rybezahl, Sonntag, 22.05.2016, 00:33 vor 3556 Tagen @ Mephistopheles 2098 Views

Die Gewerkschaften sind mit Sicherheit unschuldig!

Schuld sind mit Sicherheit die Anderen. Aber unschuldig am Bau der Pyramiden sind die Gewerkschaften, das ist unstrittig.

Solche Riesenbauten sind ausschließlich eine Leistung des Managements und
deine Aufstellung sagt lediglich etwas aus über die Fähigkeiten des
Managements zur damaligen Zeit verglichen mit deren heutigen Fähigkeiten.

Straffe Organisation. Flache Hierarchien (sagte Stromberg). Auch die Inka brachten interessante Bauten hervor und kannten kein Geld (außer Natural-Tribut).
Bis die Europäer kamen.

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Der Mann ist Professor!!! (oT)

SevenSamurai @, Sonntag, 22.05.2016, 00:33 vor 3556 Tagen @ BerndBorchert 2112 Views

- kein Text -

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

H/S Eigentumsökonomik war der dritte Schritt vor den 1. und 2. gesetzt

Silke, Montag, 23.05.2016, 11:50 vor 3555 Tagen @ BerndBorchert 2035 Views

bearbeitet von Silke, Montag, 23.05.2016, 11:58

Lieber Bernd,

Ich hab mir das Video in Min. 25 angesehen.

Wie das?

Alles, was er sagt, finde ich
kleinkariert und detailversessen und schlecht erklärt.

Aber immer interessante Ansätze zum eigenen Nachdenken und Nachlesen.

Fehlender gesunder Menschenverstand: "Warum sind Kindestötungen im
Abendland nicht erlaubt?" Die Frage ist doch umgekehrt: "Wie kann es
Kulturen geben, in denen das erlaubt ist?".

https://de.wikipedia.org/wiki/Kindst%C3%B6tung#Geschichte

Dass die Chronologien nicht stimmen sollen: Ganz schlecht erklärt, und
sein Beweis sind ein paar gefundene Glassteinchen?

Archäologische Interpretationen sind ebenfalls ein Machtderivat.

Beim interessanten Thema 'Entstehung des Geldsystems' verliert er sich
wieder bei Thema Chronologie. Was soll die Romulus-Geschichte? Und dass
Besitz ungleich Eigentum ist - das weiß jeder, das braucht er nicht zu
erklären.

Das bezweifle ich [[zwinker]].

Meine Auffassung:
Eigentumsökonomikist wichtiges Wissen...
wenn sie eingebettet ist in Machttheorie und Debitismus als Ganzes.

Liebe Grüße
Silke

@dottore bringt sein Problem auf den Punkt:
"Es bleibt aber eine Schalmeientheorie (Friede, Freude, Eierkuchen, Freie, Freiwilligkeit, usw.), die den Schuldendruck zwar hereinbittet (aber, bittschön, nur den justiziablen privaten) und völlig klar durchexerziert, aber eben den Schuldendruck ex coercive power; dabei Obereigentum der HERRschaft als coercive asset nicht behandelt, sondern nur die Ergebnisse der obrigkeitlichen Besicherungs- und Erzwingungsmöglichkeiten, von denen der Privatsektor bei dessen staatsinduziertem Wirtschaften "profitiert"."

und:
"Gunnar hebt so gern auf die Gründung Roms ab ("roma quadrata"), die er völlig richtig als revolutionären Akt interpretiert. Dass dabei Remus erschlagen wurde, hätte ihn stutzig machen müssen. Romulus war eben der neue Machthaber. Heinsohn (GuZ, 18): "Aber die, die mit dem Eigentum angefangen haben, sahen nicht voraus, dass sie sich damit die Basis für Zins und Geld eingebrockt hatten." Stimmt. Aber die Basis unterhalb der Basis, jene, auf der Eigentum, Zins (Abgabe zunächst, erzwingbar, dann Privatzins, vollstreckbar!) und Geld (Abgabengut, stets macht-definiert bis heute!) überhaupt nur liegen können, ist nun eben Macht.
Rekonstruktion heißt re-construere. Jede Struktur hat eine Basis oder sie ist keine. Das Ergebnis meiner Buddelei (Dank vieler, schon erwähnter Hilfen, gerade auch aus diesem Forum!) war für mich nicht minder überraschend als es Archäologen ergeht, wenn sie unter "früheren" heidnischen Schichten"spätere" christliche finden, o.ä"

"Ich bitte auch zu bedenken, dass ein solcher "Gesellschaftsvertrag" nicht nur das Übliche (wir Bürger sehen ein, dass wir einen Vertrag schließen müssen, so sähe unser Entwurf dazu aus) enthält, sondern immer eine bisher nicht existente völlig neue und bis dahin unbekannte Rechtsperson schafft (Polis, Staat, Fiskus, usw.). Diese neue und zusätzliche Rechtsperson ("öffentlich-rechtlich", logisch, da es keine privatrechtliche "Company" gewesen sein kann, die immer einzelpersonenbezogen sein muss) hat jetzt Rechte, sonst wäre sie keine Rechtsperson. Sie ist eigentums-, besitz- und forderungsfähig. Sie ist Macht. In sie kann geklagt werden, aber sie kann nicht angeklagt werden, da keine Person, sondern eine Fiktion. Dies haben die Gesellschaftsvertrags-Fetischisten bisher leider übersehen."

@Ashitaka haut in die gleiche Kerbe:
„Die Schuld ex nihilo, die Abgabenforderung der Zentralmacht, sie ist die erste systematische Voraussetzung für die Entstehung von Eigentumsrechten und die Entfaltung der Wirtschaftsräume. Eigentum kann ohne das finanzierte Zentralmachtsystem (seine Gewalten) nicht entstehen, da keine Rechtsordnung mangels Rechtsinstitut entstehen kann. Eigentum ist eben keine bloße Sachherrschaft, sondern die umfassende Sachherrschaft, die eine Rechtsordnung zulässt (d.h. dem Subjekt einräumt und verteidigen kann).“

„Ohne Abgaben-/Steuerschuld wäre mangels vorhandener Besicherung der Verschuldung der Zentralmacht nichts davon finanzierbar. Es geht eben immer ursächlich darum, dass die Zentralmacht einen wie auch immer von den Untertanen verlangten Kapitaldienst leisten kann (Redistribution, Staatsausgaben). Sie kann nicht nur versprechen. Die Abgaben bringen den systematischen Zeit- bzw. Termindruck ursächlich ins Spiel.“
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=355803

oder etwas bissiger vom @dottore:
Der Staat ist ex definitione ein Killer (Kriege) und es daher für den Menschen schon aus Selbsterhalt angesagt, ihn zu beseitigen. Auch Finley/Finkelstein und Heinsohn sind Staatslakaien, da sie ex mit Gewalt und ex nihilo eingetriebenen Steuern ihr Dasein fristen. Jegliche "Wissenschaft" aus Lakaienmündern ist fragwürdig.

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