Autonomes Fahren - Auswirkungen auf ÖPNV

ROetting @, Mittwoch, 11.05.2016, 20:21 vor 3564 Tagen 4907 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.05.2016, 12:46

Hallo zusammen,

nachdem die WELT das Thema "Autonomes Fahren" im Eisenbahnverkehr behandelt – http://www.welt.de/wirtschaft/article148456064/Wieso-die-Bahn-bald-auf-Lokfuehrer-verzi... – wollte ich einige Gedanken/Thesen beisteuern:


1.) Autonome Züge sind technisch gesehen machbar (siehe Ausland). Aufgrund der Tatsache, dass bei der DB AG Entscheidungsprozesse etwas länger dauern und die GdL blockieren dürfte, werden autonome Eisenbahnen auf breiter Front eher später kommen.

2.) Autonome PKW im großen Stil scheinen schneller zu kommen: 2020 auf Autobahnen, 2030 auch in der Stadt.

3.) Es werden autonome Taxis kommen, ohne Fahrer, anzufordern per App, die den Fahrgast den kompletten Weg von Start zu Ziel kutschieren. Das Ganze wird unter Wettbewerbsbedingungen stattfinden (über, Google, DB AG, Automobilkonzerne,...). Fahrzeugmodelle von spartanisch-klein bis Luxus. Da keine Taxifahrer mehr benötigt werden, sinken die Kosten je Kilometer gegenüber heutigen Taxifahrten um mindestens 30 %.

4.) Die Attraktivität der Autonomen Taxis führt zu Rückgang des klassischen ÖPNV (Eisenbahn, U-Bahn, Busse), da dieser unflexibler ist (Fahrpläne, Haltestellen, Umsteigen).

5.) Durch die sinkenden Nutzerzahlen werden ÖPNV-Systeme unverhältnismäßig teurer und zurückgebaut. Strecken, Tunnel, Bahnhöfe werden auf das System Straße umgewandelt. Eisenbahn bleibt ggf. auf hochfrequentierten Langstecken (Köln - Frankfurt - Berlin - München - Hamburg + Seehäfen + Containerterminals) und lokalen Insellösungen (Museumsbahn mit Nostalgiecharakter). Das Straßennetz wird generell erweitert (Fläche, Verkehrssteuerung zur Verbesserung der Kapazität).

6.) Eisenbahnbedienstete und Taxifahrer werden im großen Stil ihre Jobs verlieren. Der Straßenbau, Fahrzeugtechnik und Informatik werden hingegen profitieren.

Wie ist Eure Einschätzung?


VG Roetting

Wenn man wie ich täglich mit der Bahn fährt (mT)

DT @, Mittwoch, 11.05.2016, 20:41 vor 3564 Tagen @ ROetting 5128 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 11.05.2016, 20:53

dann weiß man, daß selbst MIT Lokführern das System praktisch nicht funktioniert. Weder im lokalen SBahn oder Regionalbahnbetrieb noch überregional bei den ICs oder ICEs.

Das geht vielleicht in Singapore oder in China: Dort hat man kein Netz, sondern Strecken wie zB Beijing-Tianjin. Zwei Millionenstädte, die ca 200 km auseinander sind, so wie Hamburg und Hannover.

Dort gibt es eine zweigleisige Strecke, ca 10 Jahre alt, hypermodern, und dort fahren DEUTSCHE ICE3 Züge. Die sehen genauso aus wie bei uns, fühlen sich genau so an, etc. Außer, daß sie nach JEDEM HALT im Bahnhof von ca 10 schnellen Putzern gewaschen werden und innen SOFORT sauber gemacht werden, während Grube und Kefer bei uns die Außen- und Innenputzintervalle verlängert haben, so daß sie bei Betrieb und Wartung sparen, dadurch "Gewinne" einfahren und die damit zustehenden Boni in die eigene Tasche stecken.

Anyway, ca alle 15 (!) Minuten fährt ein vollständiger langer ICE3 von Beijing Richtung Tianjin, und ebenso zurück. Den GANZEN, lieben langen Tag lang. Start ist EXAKT bei :00, keine Sekunde früher oder später, Ankunft ist eher 1 min früher, nach genau 8 Minuten ist man auf 320 und fährt dann auch die ganze Zeit 320 km/h. Ich hab es selber getestet und fotografiert. Dieselben Anzeigen wie in unserem ICE 3. Dauer der Reise: weniger als 45 min. 1 Zwischenhalt in einer Trabantenstadt mitten drin. Das heißt, man kann 100 km weg von Tianjin oder Beijing wohnen und fährt in weniger als einer halben Stunde zur Arbeit.

ALLE, AUSNAHMSLOS ALLE Plätze sind nummeriert und nur vorher zu buchen, genau DER PLATZ, und wenn der Zug ausverkauft ist, nicht schlimm, nimmt man halt den nächsten 15 min später. Ticketkosten: ca 8 EUR. Und ein Chinese in Beijing im Ingenierbereich verdient auch bereits 2-3000 EUR im Monat.

Dieses System könnte autonom funktionieren. Super Infrastruktur, neu, super gewartet, supter automatisiert und mit entsprechender Sensorik. Keine Kreuzungen, keine Begegnungen, keine Kreuzungen mit Straßen oder Bahnübergängen, NICHTS. Alles auf einer eigenen Strecke.

Kein zentraler Bahnhof, sondern in Beijing gibts eben den Bahnhof mit dem Zug nach Tianjin. So ein bisschen wie in Paris den Gare de l'Est, wo man nach Saarbrücken fährt oder den Gare du Nord wo es nach Lille und Brüssel geht
oder den Gare du Lyon wo es nach Lyon geht.

In Singapore ist es ähnlich mit den SBahn-Linien.

In Deutschland hingegen ist das System so dermaßen kaputtgeplündert, seit Mehdorn und bis Grube und Kefer, die seit ca 20 Jahren nicht mehr in die Wartung, Reparatur oder gar Automatisierung investiert haben und sich diese Gelder in die eigene Tasche gestopft haben bzw als Gewinn an Schäuble abgeführt, der dann als Besatzertribut und Reparationen Hochgeschwindigkeitsstrecken in Spanien gebaut hat, wo nagelneue Züge mit 320 km/h halbleer durch die Pampa fahren.

Man versuche einmal auch nur einen Tag lang in Deutschland, von Frankfurt Flughafen aus pünktlich nach Dortmund zu kommen. Via Köln, Düsseldorf und durch den Ruhrpott. Praktisch ausgeschlossen. Wie das jetzt mit 1000 Zugpassagieren OHNE Fahrer passieren soll, ohne Investitionen von 500 Mrd EUR im deutschen Netz, das weiß ich nicht.

[image]

Wer so redet, ist schon lange kein Zug mehr gefahren. Im Prinzip sollte alles funktionieren, aber die Geldzusammenstreicher haben vergessen, daß vor allem automatisierte Systeme REDUNDANZ benötigen, um zu funktionieren. Das deutsche System hat aber schon lange keine Redundanz mehr, sondern fährt höchstens noch auf 90%, keine 100% mehr.

Die Lobbyisten von Siemens verschrotten ganze Zugserien wie zB die Baureihe 103, die super gefahren ist. Die wird dann "auf Verschleiß" gefahren, nicht mehr gewartet, und verschrottet. Damit hat man bei Ausfällen keinen Ersatz. Die 150 Stck der BR103 hätte man locker in Deutschland an den Bahnhöfen verteilen können, und schon müßten Reisende bei Defekten an den Loks nicht stundenlang warten. Fehlanzeige. Bahnhöfe werden rückgebaut, an die Immobilienhaie verkauft, mit all den Folgen. Auch Stuttgart 21 ist ein Rückbau, zT müssen bei der jetzigen Planung SBahnen und ICEs auf derselben Strecke fahren, ein Witz!

Ein automatisches System funktioniert nur, wenn es super gewartet ist, Redundanzen aufweist und technisch auf dem neuesten Stand ist. Vergiß es zusammen mit dem Anspruch auf "wirtschaftlich optimal".

DT

PS: Kleiner Realitätscheck gefällig? Das hier ist nicht Singapore oder Beijing. Das sind "nur" 600 000 SBahnkunden täglich:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.vvs-stoerungsmelder-ausfaelle-und-verspaetunge...

Kleiner Auszug:

vor 4 Stunden
Nun ist die Störung am Feuersee laut VVS behoben, die S-Bahn-Linien fahren wieder planmäßig.

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Benjamin Bauer

vor 5 Stunden
Wegen einer vorangegangenen technsichen Störung am Feuersee in Stuttgart-West kommt es bei allen Linien der S-Bahn Stuttgart zu Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen. Das teilt der VVS mit.

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Benjamin Bauer

vor 7 Stunden
Laut VVS befinden sich zwischen Vaihingen und Schwabstraße keine Personen mehr im Gleisbereich. Bei den Linien S1, S2 und S3 kann es aber noch etwa 30 bis 45 Minuten lang zu Verspätungen kommen.

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Rebecca Baumann

vor 8 Stunden
Die Triebwagenführer der S-Bahnen fahren laut eines Bahn-Sprechers auf Sicht, was zu "massiven Verspätungen" führe.

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Benjamin Bauer

vor 8 Stunden
Nun weiten sich die Behinderungen aus. Mittlerweile müssen Fahrgäste laut VVS auf allen Stuttgarter S-Bahn-Linien mit Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen rechnen.

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Benjamin Bauer

vor 8 Stunden
Weil Personen auf den Gleisen unterwegs sind, müssen Fahrgäste laut VVS derzeit auf den Linien S1, S2 und S3 zwischen Vaihingen und Schwabstraße mit Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen rechnen.

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Benjamin Bauer

vor 12 Stunden
Die Störung aufgrund einer ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes ist behoben, wie der VVs mitteilt. Die S-Bahn-Linien verkehrten wieder planmäßig.

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Benjamin Bauer

vor 13 Stunden
Wegen der ärztlichen Versorgung eines Fahrgastes in Stuttgart-Mitte kommt es bei den S-Bahnen der Linien S1 in Richtung Herrenberg, S2 in Richtung Filderstadt, S3 in Richtung Flughafen/Messe, S4 in Richtung Schwabstraße, S5 in Richtung Schwabstraße, S6 in Richtung Schwabstraße und S60 in Richtung Schwabstraße zu Verspätungen. Das teilt der VVS soeben mit.

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Benjamin Bauer

vor einem Tag
Wie der VVS meldet, kommt es wegen eines Wasserrohrbruchs zu Haltestellenausfällen der Buslinie 334 in Weiler zum Stein. Betroffen sind von den Ausfällen sowohl die Haltestellen In den Hofäckern, Im Hummerholz sowie die Gollenhofer Straße. Die Umleitung wird bis Mittwoch, den 11.5., um 8.15 Uhr andauern.

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Nadine Funck

vor einem Tag
Laut VVS ist die Störung in Sommerrain behoben. Noch immer aber müssen sich die Fahrgäste auf dieser Strecke auf Verspätungen einstellen.

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Nadine Funck

vor einem Tag
Noch immer kommt es durch die Störung im Bereich Sommerrain zu erheblichen Einschränkungen im S-Bahnverkehr in und um Stuttgart. Laut VVS verkehren die S-Bahnen wie folgt:
Alle S-Bahnen der Linie S2, die aus Richtung Schorndorf kommen, enden vorzeitig in Waiblingen und fahren von dort zurück nach Schorndorf.
Die S-Bahnen der Linie S3 in Richtung Backnang enden vorzeitig in Stuttgart-Bad Cannstatt und fahren von dort zurück an den Flughafen.
Die S-Bahnen der S3, die wiederum aus Richtung Backnang kommen, enden vorzeitig in Waiblingen und fahren wieder zurück nach Backnang.
Außerdem verkehrt inzwischen ein Schienenersatzverkehr mit Bussen. Die Busse haltten in Waiblingen, Fellbach sowie Stuttgart-Bad Cannstatt.
Fahrgäste, die nach Sommerrain und zur Nürnbergr Straße gelangen wollen, werden gebeten, auf die U1 und die U2 umzusteigen.

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Nadine Funck

vor einem Tag
Laut einem Sprecher der Deutschen Bahn, sei die Strecke zwischen Sommerrain und Bad Cannstatt voll gesperrt. Man versuche einen Bus-Ersatzverkehr einzurichten.

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Nadine Funck

vor einem Tag
Aufgrund einer Störung im Bereich Sommerrain müssen Fahrgäste zwischen Sommerrain und Bad Cannstatt bei den Linien R1,
R2, R3, R4, R5, R7, R74, R8, S1, S2, S3 und S5 mit Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen rechnen, so der VVS.

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Nadine Funck

vor einem Tag
Laut einem Sprecher der deutschen Bahn, fahren die S-Bahnen nun wieder planmäßig, ab 12 Uhr sogar wieder im Viertelstundentakt. [[euklid]] Dennoch aber kann es unter Umständen weiterhin zu geringen Verspätungen auf allen Linien der S-Bahn kommen.

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Nadine Funck

vor 2 Tagen
Die Streckensperrung zwischen Stuttgart Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof in Richtung Hauptbahnhof ist inzwischen aufgehoben. Dennoch aber kommt es noch immer zu Verspätungen, Teilausfällen und Ausfällen im gesamten S-Bahnverkehr:
S1: Die Linie S1 ab Herrenberg verkehrt nur mit den Abfahrtszeiten 16/46. Außerdem entfallen in Plochingen die Abfahrtszeiten 23/53.
S2: Die S-Bahnen der Linie S2 verkehren ab Schorndorf lediglich zu den Abfahrtszeiten 18/48. In Vaihingen entfallen wiederum die Abfahrtszeiten 05/35.
S3: Die Linie S3 verkehrt ab Backnang ausschließlich mit den Abfahrtszeiten 11/41. In Vaihingen wiederum entfallen die Abfahrtszeiten 15/45.
S4: Für die S-Bahnen der Linie S4 ab Schwabstraße entfallen die Abfahrtszeiten 17/47.
S5: Die Linie S5 ab Bietigheim-Bissingen verkehrt lediglich mit den Abfahrtszeiten 07/37. In der Schwabstraße entfallen die Abfahrtszeiten 07/37.
S6: Die S-Bahnen der Linie S6 verkehren mit den Abfahrtszeiten 03/33. Ab der Schwabstraße entfallen die Abfahrtszeiten 27/57.

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Nadine Funck

vor 2 Tagen

Wegen Unregelmäßigkeiten bei Bauarbeiten muss die Strecke zwischen Stuttgart Vaihingen und Stuttgart Hauptbahnhof in Richtung Hauptbahnhof bis auf weiteres gesperrt werden.
Es kommt zu folgenden Einschränkungen im S-Bahnverkehr:
Die Linie S1 wird in Richtung Plochingen/Kirchheim (Teck) umgeleitet und hält in Stuttgart Hauptbahnhof (oben, Gleis 3 oder 4) - ohne Halt zwischen Vaihingen und Hauptbahnhof.
Die Linie S2 wird in Richtung Schorndorf umgeleitet und hält in Stuttgart Hauptbahnhof (oben, Gleis 3 oder 4) - ohne Halt zwischen Vaihingen und Hauptbahnhof.
In Richtung Herrenberg bzw. Filderstadt verkehren die Linien S1 und S2 planmäßig.
Die Linie S3 verkehrt nur zwischen Backnang und Bad Cannstatt (Gleis 2). In Bad Cannstatt Umstieg auf S1 oder S2 bzw. die Stadtbahnlinien U1 / U2 vom Wilhelmsplatz in Richtung Stadtzentrum.
Die Linie S4 verkehrt nur zwischen Backnang bzw.Marbach und Kornwestheim. In Kornwestheim Umstieg in die S5 Richtung Stuttgart Hauptbahnhof.
Die Linie S5 verkehrt nur zwischen Bietigheim und Stuttgart Hauptbahnhof (oben, Gleis 2). Am Hauptbahnhof Umstieg auf S1 oder S2 ab Hbf (oben, Gleis 3/4).

Die Linie S6 verkehrt nur zwischen Weil der Stadt und Feuerbach. In Feuerbach Umstieg auf die S5 Richtung Stuttgart Hauptbahnhof (oben, Gleis 2) oder auf die Stadtbahnlinien U6 (Stadtzentrum) oder U13 (Bad Cannstatt).

Fahrgästen wird empfohlen, im Stadtzentrum auf alternative Verkehrsmittel umzusteigen. Bitte achten Sie auch auf die örtlichen Durchsagen am Bahnsteig.

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k.thimme

9. Mai 2016 15:07 Uhr
Ein Krankheitsfall mit Auswirkungen: Weil ein Triebfahrzeugführer kurzfristig krank geworden ist, fahren von 15 bis 18.30 Uhr keine Züge der Linie R11 zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim. Das teilt der VVS mit.

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Benjamin Bauer

9. Mai 2016 12:12 Uhr
Das ging aber schnell: Soeben meldet der VVS, dass die Störung behoben ist.

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Benjamin Bauer

9. Mai 2016 12:09 Uhr
Wegen einer Signalstörung im Bereich Ludwigsburg kommt es zwischen Ludwigsburg und Freiberg am Neckar bei der S-Bahn der Linie S4 zu Verspätungen. Das teilt der VVS mit.

In China kassieren "die Bonzen" noch mehr ab - aber die Arbeiter arbeiten für 1 Euro den Tag!

Olivia @, Mittwoch, 11.05.2016, 21:49 vor 3564 Tagen @ DT 3939 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.05.2016, 12:53

Das ist der Grund, warum das System dort funktioniert. Das System ist rabiat, außerordentlich freundlich und unten drunter absolut brutal!

Es gibt keinen Mindestlohn,
keinen Arbeitsschutz,
keine Wochenarbeitszeit,
kein Hartz IV,
keine kostenlose (umfangreiche) Krankenversorgung nebst Kuren und Krankschreiben bei Husten,
es gibt keine "Zivilisationskrankheiten" wie Burnout (zumindest interessiert das niemanden),
die Leute machen keine Nabelschau, sondern sind damit beschäftigt, zu überleben!
Daneben kassieren die Parteibonzen in einem derart gigantischen Ausmaße ab, dass man sich das hier kaum vorstellen kann,
eine "neue" Mittelschicht" die sich ebenfalls billigste "Sklaven" hält, die entsteht auch.

Voraussetzung für all dies ist:
Sklavenhaltung - Sklaven, die froh sind, dass sie irgend etwas verdienen!

Wenn dort "Arme" ins Land wandern, dann bekommen die weder Nike-Schuhe, noch Taschengeld oder werden von alten, senilen Mammies mit Teddybären beglückt. Geschweige denn gibt es eine "Rundum-Medizin-Versorgung" nebst kostenlosen Wohnmöglichkeiten und so weiter.
Die Deutschen lieben es, ihr Geld in alle möglichen und unmöglichen Dinge zu stecken, die nicht produktiv sind, ihnen aber das Gefühl geben "gut" zu sein.
Dann haben sie halt versiffte Züge.
Leute zum Saubermachen hätten sie auch genug! Aber es ist zu "demütigend" den Bürgern/Neubürgern zuzumuten, dass sie "solche" Arbeiten zu geringem Lohn machen müssen. Die eingewanderten "Raktenforscher" sind sicherlich nicht gekommen, um den Dreck wegzufegen. Die Guten gehen eh in die USA oder nach Kanada und das Prekariat wandert in die Sozialsysteme ein. Die gibt es so nur in Deutschland! Also kommen sie nach Deutschland und lassen sich "bedienen".

Was kümmert es da noch, w̶i̶e̶v̶i̶e̶l̶ wie viel Geld ein Bahn-Boss bekommt???? Das ist doch Peanuts gemessen an den ganzen anderen Geldern. Da wird richtig geklotzt und zwar bereits seit Jahren! Ein Blick in die entsprechenden Haushalte und Schattenhaushalte lässt alle Illusionen verschwinden.

Der Mehdorn ist sicherlich nicht Schuld, dass die Bahnen versifft sind! Das ganze System hier in D wird so heruntergewirtschaftet wie in der Sowjetunion und in der Ex-DDR auch. WARUM? Weil es so in den Köpfen der Leute ist! Die wollen das genau SOOOO! Die haben keine Ahnung, wie "Mehrwert" geschaffen wird und sie wissen auch in der Regel nicht, was SOLL und was HABEN ist. Die haben auch keine Ahnung davon, dass man das, was man ausgibt, vorher einnehmen muss. Und so geraten sie genau in die Hände der wirklichen Zocker. Der Zocker, die im großen Maße "Gewinn" machen an "offenen" Grenzen und am "Sozialen Komplex", der die Menschen weltweit einlädt, in die "Töpfe" zu greifen. Solche Probleme hat China nicht! Denn dort MUSS jeder arbeiten, der etwas verdienen will. Na ja, die neuen "Prinzen" (Kinder der Apparatschiks), die brauchen das natürlich nicht. Die pressen das Geld pfennigweise aus ihrer Bevölkerung heraus. ABER sie ARBEITEN ALLE..... und so wird Mehrwert geschaffen!

Geh an die 1 % ran, die profitieren. - Oder sollen wir besser sagen, an die 0,001 %, denen wirklich "die Welt" gehört. Ein Mehdorn ist Pipifuck. Der ist so ein kleines Rädchen, dass man sich darüber weiss Gott nicht aufregen muss.

--
For entertainment purposes only.

Ich lehne ab, den 0.001% ALLES in die Schuhe zu schieben. (mT)

DT @, Mittwoch, 11.05.2016, 22:06 vor 3564 Tagen @ Olivia 4205 Views

Es gibt ganz klare Zuständigkeiten. Merkel via Pofalla, damals noch Kanzleramtsminister, waren zuständig für die Bahn und haben im Aufsichtsrat die jetzige Bonusregelung genehmigt. Würden Grube und Kefer (und jetzt auch Pofalla als neuer Bahnvorstand) ihre Boni rein nach Pünktlichkeit der Züge bekommen, würden sie alles daran setzen, diese zu optimieren.

Japan ist auch unter der Besatzerknute, und dort sieht die Infrastruktur noch anders aus.

Ich tendiere dazu, die Zuständigkeiten DIREKT den Verantwortlichen zuzuweisen. Mappus hat als Verkehrsstaatssekretär der Bahn einen überteuerten Vertrag unterzeichnet, dafür aber Zugpaare gekürzt. Das hat dem Land schon einmal einen Schaden von mehreren 100 Millionen EUR gebracht. Nicole Razzavi, die zum Glück jetzt nicht Verkehrsministerin wurde und die für den Konzern Grontmij arbeitet, war damals Mappus' rechte Hand. Ihr Konzern ist jetzt größter Auftragsnehmer bei S21.

http://www.kontextwochenzeitung.de/politik/146/neuer-filz-bei-stuttgart-21-1964.html

Mappus und Notheis haben die EnBW zurückgekauft, dabei die Verfassung gebrochen und dem Land 4.5 Mrd EUR Schaden zugefügt. Jaschinski hat bei der LBBW zu einem Zeitpunkt, als sie schon praktisch bankrott war, die Sachsen LB mit ihren ganzen irischen CDOs (Ormond Quay usw) gekauft und so einen Schaden von 21 Mrd EUR verursacht. Schuster als ex OB von Stuttgart hat als letzte Amtshandlung einen Teil der Kosten "seiner" Stadt reingeschoben, so daß pro Jahr 500 Mio EUR fehlen, dem Bürger nicht zur Verfügung stehen.

Mappus, Rech, Rülke, Schuster und Co haben mit Grube, Pofalla und Kefer gemeinsame Sache gemacht und S21 mit Wasserwerfern und Schlagstöcken durchgedrückt. Profitieren werden einige Immobilienhaie, darunter die ECE von Michael Otto, bezahlen werden die über 10 Mrd EUR die Bürger des Landes. Man kann die Verantwortlichkeiten ganz klar an einigen wenigen handelnden Personen fest machen und auch sehen, wen sie dabei ins Boot holen mußten, zB Joachim Dorfs als Chefredakteur der StZ, der die Propagandamaschine geschmiert hat.

Ähnlich sieht es in Rheinland-Pfalz aus, wo Kurt Beck ganz klar mit nur ganz wenigen dafür verantwortlich war, Hunderte von Millionen auf dem Nürburgring zu versenken. Es gibt noch einen weiteren, kleineren Skandal um einen Hotelbau in der Südpfalz. Auch diesen Schaden baden die Bürger des Landes aus, ohne daß die Verbrecher wegen Schäden, die fast in die Milliarden gehen, dafür hinter Schloß und Riegel sitzen.

Primär haben damit die wenigen Hintertanen noch nichts zu tun, und durch den Austausch einiger weniger Führungspersonen und die Änderung der Statuten, zB der Boni bei der Bahn und der Lobbysituation der Politiker könnte man schon einige arge Löcher stopfen.

Die These, daß die Bürger ja alle nur selber schuld sind, ist inkorrekt. Die wurde schon zur Verschleierung eingesetzt, als die Drecksbanken nach der Krise 2008 behauptet haben, der Bürger sei ja selber schuld, weil er nach hohen Zinsen giere. Legale und legitime Tätigkeiten sind klar getrennt von illegalen und illegitimen, korrupten Machenschaften, die dem Gemeinwohl schaden.

Stuttgart 21

SevenSamurai @, Mittwoch, 11.05.2016, 23:21 vor 3564 Tagen @ DT 3748 Views

Mappus, Rech, Rülke, Schuster und Co haben mit Grube, Pofalla und Kefer
gemeinsame Sache gemacht und S21 mit Wasserwerfern und Schlagstöcken
durchgedrückt.

Letztlich hat die Bevölkerung per Volksabstimmung für Stuttgart 21 gestimmt.

Nach der Abstimmung gab es keine Proteste mehr, und rot-grün hat dort weitergemacht, wo die CDU aufgehört hat.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Abstimmung (mT)

DT @, Mittwoch, 11.05.2016, 23:52 vor 3564 Tagen @ SevenSamurai 3746 Views

58% der Stimmen waren gegen das Ausstiegsgesetz der Landesfinanzierung:
https://de.wikipedia.org/wiki/Volksabstimmung_zu_Stuttgart_21

Grund war hauptsächlich die Lügenkampagne, daß ein Ausstieg teurer würde als ein Dabeibleiben. Von über 1 Mrd EUR Kosten war die Rede. Das mag für die Bahn so gewesen sein, die hätten nämlich eine Menge Kosten zurück zahlen müssen, aber für den Bürger wird es jetzt wesentlich teurer, denn die Bahn hat die damals schon bekannten wahren Kosten verschleiert und erst danach zugegeben. Selbst jetzt ist die Zahl noch nicht auf dem Tisch, dürfte aber weit über 6 Mrd liegen. Für einen Bahnhof! Wie soll man da halb D automatisieren??

Von wegen keine Proteste mehr:

http://www.bei-abriss-aufstand.de/

Über 250 weitere Demos, davon viele mit mehr als 10000 Teilnehmern. Aber die Lügenpresse hat sich standhaft geweigert, die Bilder a la Leipzig von oben zu zeigen.

Momentan ruht die Baustelle in der Stadt, es laufen täglich nur weniger als 10 Arbeiter umher. Das Geld der Bahn ist alle, Grube wartet auf Strobl und den Griff in die Taschen der Bürger.

sehr lesenswert

nereus @, Donnerstag, 12.05.2016, 08:10 vor 3564 Tagen @ Olivia 3465 Views

@DT eröffnet mit den „Segnungen“ der chinesischen Eisenbahn.
Es liest sich wie ein Ausflug nach Phantasialand, wo alles rund läuft – also so, wie es die SED immer ihren Bürgern für die entwickelte sozialistische Zukunft prophezeite und wie man sich im Osten den Westen vorstellte und was vor über 30 Jahren möglicherweise halbwegs zutraf.
Doch seit der Ostblock nicht mehr existiert und die Geier sich nicht mehr in Zurückhaltung üben müssen, versifft langsam alles vor sich hin.
Die Bahn ist nur eines von vielen Zeichen an der Wand.
Manche erklären das mit unvermeidlichem Debitismus, andere meinen es handele sich um moralische Verkommenheit.

Doch merkwürdigerweise scheint der Bahnbetrieb anderswo zu funktionieren, obwohl dort die KP die Zügel fest in der Hand hält, also so wie einst bei der SED.
Und den Westen gibt’s in China auch. Da vertreiben z.B. Kleinunternehmer Maos Weisheiten und können dabei richtig lästig werden. [[zwinker]]
Man hat dort quasi die Systeme vermischt und hat nun alle Sonnen- aber auch Schattenseiten. Plan war, daß die Katze wieder Mäuse fängt.

@Olivia verweist auf die Radikalität der chinesischen Wirtschaft doch irgendwie klingt aus der Kritik eine gewisse Wehmut.
So wird zunächst auf Kipping-Göring-Eckhardtsche Art eröffnet:

Voraussetzung für all dies ist: Sklavenhaltung - Sklaven, die froh sind, dass sie irgend etwas verdienen!

Um dann doch die Kritik a la von Storch fast ins Leere laufen zu lassen.

Wenn dort "Arme" ins Land wandern, dann bekommen die weder Nike-Schuhe, noch Taschengeld oder werden von alten, senilen Mammies mit Teddybären beglückt. Geschweige denn gibt es eine "Rundum-Medizin-Versorgung" nebst kostenlosen Wohnmöglichkeiten und so weiter.
Die Deutschen lieben es, ihr Geld in alle möglichen und unmöglichen Dinge zu stecken, die nicht produktiv sind, ihnen aber das Gefühl geben "gut" zu sein.
Dann haben sie halt versiffte Züge.

Liebe @Olivia, lieber @DT
Wie kriegen wir das denn nun in Germanien wieder hin?
Soll der Volkskongreß in Peking mal 250 Leute nach Deutschland abkommandieren oder bleiben wir besser bei den Teddybären, dem guten Gefühl und „merkeln“ noch ein wenig vor uns hin?

[[zigarre]]

mfG
nereus

Meiner Meinung nach steckt tief hinter dem System das Problem (mT)

DT @, Samstag, 14.05.2016, 15:56 vor 3561 Tagen @ nereus 2568 Views

daß die drei Gewalten nicht mehr unabhängig sind. Richter und vor allem Staatsanwälte sind nicht unabhängig, letztere sogar weisungsbefugt.
Dadurch wird das RECHT nicht mehr durchgesetzt. Was Merkel bei der EZB Rettung gemacht hat, ESM, das BVerfG hat den ESM durchgewunken, dieser korrupte Voßkuhle, daß das Parlament nicht die Eier hat, diese Diktatorin anzuprangern, daß ein Pofalla als Kanzleramtsminister den gesamten Bahnaufsichtsrat unter Druck zu setzen, und daß sich das Volk mit Brot und Spielen abspeisen läßt und sich nicht wehr, daß die 4. Gewalt, die Journaille, komplett gekauft ist, das sind die Probleme.

Daher ist ja meine Lösung: eine Partei namens "Grundgesetz". Die auf alle Frage entweder mit dem Grundgesetz oder mit dem Maastricht/Lissabon-Vertrag, die geltendes Recht sind, antwortet. Ansonsten gibt es nicht dauernd "Reformen", sondern man läßt alles so, wie es ist. In der Schweiz gibt es auch nicht dauernd "Reformen".

Man schafft nicht den 500er ab und droht dem Bürger unterschwellig mit Bargeldentzug und Enteignung. Man schafft wieder Rechtssicherheit.

Die korrupten Hunde werden verfolgt und ihre Sippe enteignet, um die zusammengerafften Milliarden wieder für die Bürger verfügbar zu machen.

Deutschland und seine Bürger zuerst. Wenn man eine Haftungsgemeinschaft hat, wo für 0% Zinsen Kredite zu bekommen sind, dann wird investiert wie wild, und zwar in Straßen, Schienen, SBahnen, Schulen und Unis, damit wird die deutsche Vormachtstellung auf eine solide Infrastrukturbasis und intellektuelle Basis gestellt und die Überlegenheit der deutschen Wirtschaft und Technologie für die nächsten 50 Jahre gesichert.

Die Basis muß stimmen, alles andere muß sich dem unterordnen. Es geht nicht, daß Stuttgart weltweit auf Platz 6 der Staustädte steht, während gleichezeitig ein großer Teil des dt. BSP dort erwirtschaftet wird. Wenn eine Maschine läuft und den ganzen Laden am Laufen hält, dann hat der Chef und der Kapitän dafür zu sorgen, daß diese gut geölt ist und die Mainzelmännchen, die in der Maschine arbeiten, genug zu essen haben und sich wohlfühlen.

Momentan haben wir aber die Situation, daß Deutschland, anders als bei Versailles I, keine Schulden machen darf, um sich des Diktates von Versailles II zu entledigen (2+4 Vertrag, EURO, ESM). Es ist irrsinn, JETZT auf der Schuldenbremse zu beharren, seinen Leuten nichts zu zahlen, die Infrastruktur total verrotten zu lassen, während man GLEICHZEITIG via ESM die Schulden und Parties aller Südländer übernommen hat und den Deutschen Hamster alles bezahlen läßt. Wenn wir unsere Reparationen bezahlen müssen aus WK II, dann laßt uns wenigstens ein bisschen glücklicher dabei sein, gebt uns die Möglichkeit, die 30 Mrd, die wir für die Asylforderer brauchen, in unsere Straßen und Unis zu stecken. 30 Mrd würden die schlimmsten Staus und die schlimmsten verrotteten Gebäude schon mal sanieren.

Seit 20 Jahren kann ich mich NICHT mehr erinneren, daß aus der Politik IRGENDWAS gutes für die Bürger kam. Was für eine Knechtschaft ist das? Eine ganze Generation, die der Baby Boomer, zu fesseln, zu knebeln, es sie jedes Jahr schlechter gehen zu lassen, obwohl sie von Jahr zu Jahr härter arbeiten. So gingen noch nicht mal die frz. Besatzer mit der besetzten Zone nach dem I. WK um. Ein Sklavenhalter weiß, daß die Sklaven auch Futter und gute Werkzeuge brauchen.

Was die Besatzer und ihre Vasallen gerade machen, ist ein totaler Vernichtungskrieg gegen das deutsche Volk, Morgenthau, und nicht nur "normales Plündern". Wie dumm. Bisher haben sie vom Melken der deutschen Kuh gut gelebt, haben sich stets die besten und schlausten abgezogen durch anständige Löhne im Silicon Valley, hallo @CalBear, aber wieso hat sich das jetzt geändert?

Ich vermute, weil die Erika keine Kinder hat und wenn sie in den Spiegel schaut und ihren fetten Axxxx sieht und ihre verhärmte Hackfresse, dass sie dann nur noch Hass und Verachtung für sich selbst empfindet, sowieso keine Zukunft mehr hat außer der erbärmlichen Versenkung im Hass des gesamten deutschen Volkes, und daher so etwas wie eine Nero-Haltung hat, wie AH in seinen letzten Tagen. Während wie im Volk verzweifelt versuchen, den Laden trotz schwierigeren und schwierigeren Bedingungen am Laufen zu halten. Und aufschreien, wenn wir sehen, was alles schief läuft und sich ein paar wie Grube, Kefer und Pofalla schamlos bereichern, den neuen Porsche fahren und das neue Penthouse-Apartment beziehen, Millionenboni kassieren, während die Züge und Bahnöfe verdrecken und die Schienen, Weichen und Sensoren längst nicht mehr gewartet werden, weil man damit mehr einspart und mehr "Gewinne" macht.

Dort würde ich auch ansetzen, es braucht nur einen Befehl, diese Bonipolitik von seiten der Bundesregierung zu beenden. Boni nach Lage der Pünktlichkeit, und diese nicht nach "5 min Intervallen" zu definieren, sondern einfach und knallhart die tatsächlichen Minuten addieren. Punkt. Grube kriegt dann für jede Minute Verspätung einen EUR von seinem Judaslohn abgezogen. Mal sehn, wie pünktlich die Bahn nach einem Jahr ist.

Die Bahn

Kaladhor @, Münsterland, Mittwoch, 11.05.2016, 22:45 vor 3564 Tagen @ DT 3713 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.05.2016, 12:55

ist in Deutschland eben unerwünscht.

Das Problem der Bahn ist der vollkommen unüberlegte Rückzug aus der Fläche, der Rückbau bei bestehenden Bahnanlagen und -bauten, mangelhafter Wartung und Instandsetzung selbiger zu finden. Verstärkt wird das Ganze dann noch durch Fehlinvestitionen beim rollenden Material.

Gerade im Ruhrgebiet wurden viele Bahnhöfe mit Überholmöglichkeiten zu einfachen Haltepunkten zurückgebaut, und dann wird sich gewundert, wenn die Schnellzüge verspätet ankommen.
Früher konnten ruhig mal Fahrzeuge ausfallen, denn an jedem größeren Bahnhof standen mindestens eine Handvoll Loks rum, die man dann als Ersatz einsetzen konnte. Heute fällt dann mal direkt der ganze Zug aus. Teilweise ist die technische Seite so knapp auf Kante genäht, dass Triebfahrzeuge noch vor Abfahrt im Startbahnhof defekt ausfallen (Habe ich selbst zwei Mal in Köln erlebt, wo es der ICE nach Berlin nicht mal bis in die Bahnhofshalle geschafft hat). Dazu kommen dann noch die ganzen "Kleinigkeiten": defekte Toiletten (teilweise nur eine funktionierende im ganzen ICE!) und Türen, instabil arbeitende Klimaanlagen... die Liste ist ziemlich lang.

Aber die absolute Krönung war immer noch, als es mal von Seiten der Bahn hieß, gewisse Strecken könnten im Herbst nicht befahren werden wegen des nassen Laubs auf den Gleisen....
Ich kann mich noch an die Werbekampagne der Beamtenbahn aus den 70ern erinnern: Alle reden von Wetter. Wir nicht.
Davon ist die heutige Bahn Lichtjahre entfernt, und diesen Zustand wird die Bahn auch leider nicht mehr erreichen. Der Point of no return ist bei der Bahn schon lange überschritten worden. Zu oft wurden zu viele Fahrgäste von der Bahn verar...t, als dass diese je nochmal mit der Bahn fahren werden, und gut situierte Rentner sterben auch langsam aus.

Grüße,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Und die "Jungen" fahren für 5 Euro mit dem Nachtbus von MUC nach Berlin - 12 Stunden, was tuts.

Olivia @, Donnerstag, 12.05.2016, 15:45 vor 3563 Tagen @ Kaladhor 3136 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.05.2016, 15:55

Ich habe keine Ahnung, wie weit das Gleisnetz noch in Ordnung ist oder nicht. Schätzungsweise werden die verantwortlichen Damen und Herren die BAHN auf genau dieselben Gleise setzen müssen, wie die restliche Gesellschaft.

Spezielle SEHR PÜNKTLICHE Luxusbahnen (teuer) mit redundanten Triebwagen, damit auch alles klar läuft.
Und dann die Billigbahn für den Rest der Bevölkerung (Holzbänke :-). So wie Aldi oder Penny oder was sonst noch. Und da auch die sogenannten "Gutverdiener" es sich nicht nehmen lassen, bei Penny und Aldi einzukaufen, werden sie sich "privat" sicherlich auch nicht die "billigen" Bahnen entgehen lassen.

Dann sitzen die Geschäftsreisenden wochentags in den teuren Zügen und wenn die Bahn am Wochenende Sondertickets ausgibt, dann steigen "Qualitätsreisende" für weniger Geld am Wochenende in die Dinger. Allerdings sollten sie dann auch die Bahnhöfe nicht so versiffen lassen. Und "Antänzer" gehen wirklich nicht. Damit verjagt man auch die gutwilligsten Menschen vom Bahnhof. Also am besten dann auch gleich 2 Eingänge am Bahnhof..... :-)))

Ach so, glatt vergessen: Drakonische Strafen für Vandalismus an öffentlichen Gütern. Damit hält Singapur seine Anlagen in Ordnung. Ich würde das 1 zu 1 übernehmen. - Da können wir einiges von den Asiaten lernen. Auch unseren "Gästen" gegenüber, die sich so gerne "daneben" benehmen.

Ich bin immer wieder fassungslos darüber, warum sich die Deutschen und speziell deutsche Richter, so gerne zum Trottel von allen möglichen Idioten machen lassen. DRAKONISCHE Strafen statt SCHMUSEKURS und ARBEITEN (aber auch Ausbildung) in den Knästen!

Und obwohl man das bei "einfachen" Menschen natürlich einfacher umsetzen kann, so wird man sich sehr genau überlegen müssen, wie man auch die "Trittbrettfahrer" in NADELSTREIFEN mit drakonischen Strafen für bewußtes Fehlsteuern und mit Geldbußen für fehlerhaftes Arbeiten zur Verantwortung ziehen kann. Die VW-Boni liegen mir immer noch im Magen und verursachen mir Brechreiz.
Warum eigentlich haften nur Mittelständler und Privatpersonen? Die Personen, die über riesige "Beträge" entscheiden (Wirtschftsbosse und insbesondere Politiker) laufen "haftungsfrei" herum. Sie können offensichtlich einen Paragraphen für mangelnde "Verantwortbarkeit" für sich in Anspruch nehmen. Wie nennt man das eigentlich bei kriminellen Handlungen, ach ja, "nicht schuldfähig". Ohhhhh...... ob wir das dabei bewenden lassen sollen?

Fehler werden überall gemacht. Das gehört zum Menschsein. Aber ganze KASTEN von vorneherein als "schuldfrei" und "nicht haftbar" zu stellen, dazu gehört schon einiges an ...... na ja, verkneife ich es mir.

--
For entertainment purposes only.

Ein automatisches System funktioniert nur mit optimaler Infrastruktur?

sensortimecom ⌂ @, Donnerstag, 12.05.2016, 17:19 vor 3563 Tagen @ DT 2855 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 12.05.2016, 17:43

Hallo DT, sei nicht böse, wenn ich dich da etwas korrigieren muss.

Um ein schienengebundenes System autonom zu betreiben, dazu braucht es keine optimalen Voraussetzungen bei Wartung und peripherer Strukturen.

Theoretisch kannst du jede alte Dampfeisenbahn auf einer Schmalspur, mit grasbewachsenen Schienen, zu einem autonomen System umfunktionieren.

Es reicht, wenn das Antriebssystem an fixe Strecken/Teilzeiten gebunden ist, die es ständig überwacht. Liegt es in der Summe der Teilzeiten hinten, wird automatisch beschleunigt, liegt es vorne, wird gebremst. Ganz einfach.

Im einfachsten Fall kann man zB. Schwellenbefestigungen abtasten (scannen), um die Distanz/Teilzeiten zu gewinnen. Es genügen schon wenige verschiedene Sensoren und abgetastete Elemente, um ausreichende Redundanz und Sicherheit zu erzielen.

Ich habe bereits 1987, also vor fast 30 Jahren(!) ein Patent dafür beschrieben und angemeldet, siehe:
http://www.sensortime.com/AT400028B.pdf
(EINRICHTUNG ZUR ADAPTIVEN BEEINFLUSSUNG EINES MOTORGETRIEBENEN VEHIKELS)

Die Mühe, Käufer oder zumindest Lizenznehmer aus diesem Patent zu finden, war übrigens vergeblich. Wahrscheinlich dachte man sich, naja, da kommen ohnehin noch Dutzende andere Patente weltweit mit verbesserten Ideen, und dann nehmen wir uns, was wir brauchen (Was soll schon dieser ominöse Hungerleider aus Linz, der sich wichtig macht ...?). Was sich aber als Irrtum herausstellte. Die Leute wären froh, müssten sie jetzt nicht teure Patente von diversen überseeischen Patenttrollen aufkaufen... <img src=" />

Man kann übrigens auch Weg/Teilzeit-Anbindung via GPS realisieren. Das Problem ist hierbei allerdings hohe Ungenauigkeit. Sollte es jemand einfallen, dies für autonome Systeme einzusetzen, hier mein Nachfolge-Patent US6172941.
s. http://www.sensortime.com/time-de.html
Dort wurde das bereits beschrieben. Und etliches mehr ... <img src=" />
Beispielsweise, dass auch unser Gehirn mit besagter Weg/Teilzeit-Anbindung arbeitet. Nur auf diese Weise ist es möglich, dass wir zB. Bewegungen optimal nachvollziehen können. Exaktes "Timing" wäre ansonsten unmöglich... Ebenso keine Erkennungs- und Anpassungsprozesse...

Nun, was will ich dazu nach sagen. Vielleicht, dass man seit vielen Jahren seitens der Universitäten weltweit wie die Wiesel um den Fuchsbau (= Patentwesen) herumwieselt, um das Dissertations-Gebäude nicht einstürzen zu lassen, würde man das objektiv prüfen, zugeben und ganz einfach zum Stand des Wissens bzw. "state of the art" erklären...
<img src=" />

Diese verdammten Schweine. Sie wissen nicht, was sie der Menschheit damit antun. Verjagt sie. Möglichst mit einem nassen Fetzen <img src=" />

Erich B.

Glaube ich nicht. (mT)

DT @, Samstag, 14.05.2016, 15:57 vor 3561 Tagen @ sensortimecom 2475 Views

Komm nach Stuttgart, dort läuft der Nahverkehr MIT autonomen Systemen, sprich den UBahnfahrern, NICHT. Infrastruktur total im Eimer. Da hilft auch Dein Patent nicht, sorry.

Beijing-Tianjin

Eugippius @, Samstag, 14.05.2016, 16:02 vor 3561 Tagen @ DT 2671 Views

Das geht vielleicht in Singapore oder in China: Dort hat man kein Netz,
sondern Strecken wie zB Beijing-Tianjin. Zwei Millionenstädte, die ca 200
km auseinander sind, so wie Hamburg und Hannover.

Die Strecke Beijing-Tianjin ist nur 117 km lang.
Quelle

Dann ist es noch besser als ich beschrieben hatte. (mT)

DT @, Samstag, 14.05.2016, 21:23 vor 3561 Tagen @ Eugippius 2449 Views

350 anstatt 320 km/h, 20 min anstatt 30 min, und Zugfolgezeit 5 min. Wahnsinn.

Hier aus dem Artikel:


Seit 2. August 2008 verkehren je Tag und Richtung 47 Züge.[2] Erstmals auf der Welt wird eine Geschwindigkeit von 350 km/h im regulären Betrieb mit Fahrgästen planmäßig erreicht. Die minimale Reisezeit ohne Zwischenhalt auf der 115 km langen Strecke liegt dabei bei rund 20 Minuten[4]. Seitdem verkehren fünf CRH3 mit der planmäßigen Höchstgeschwindigkeit von bis zu 350 km/h sowie sechs CRH2-Triebzüge[7] im Fahrgastbetrieb. Entlang der Strecke liegen fünf Bahnhöfe. Die derzeit insgesamt zehn Züge verkehren im 10- bis 20-Minuten-Takt und benötigen jeweils 30 Minuten für die gesamte Strecke.[8]

Bis Mitte 2009 nutzten mehr als 13 Millionen Fahrgäste die Strecke, durchschnittlich 40.000 pro Tag, mit Spitzen von bis zu 80.000 Menschen. 70 Züge verkehren pro Tag und Richtung (Stand: August 2008), bei einer minimalen Zugfolgezeit von fünf Minuten, die im Bedarfsfall auf drei Minuten gesenkt werden kann.[9]

Technik

Auf der Strecke kommt, erstmals in der Volksrepublik China, ETCS (Level 1) als Zugsicherungssystem zum Einsatz.[1][2] Die Streckenausrüstung wurde von Siemens realisiert.[10]

(Natürlich gibts das in Stuttgart nicht, wo angeblich die SBahnen nur im 15 ! Minutentakt fahren können).

Auf der Strecke kommt auf rund 100 km Länge eine Feste Fahrbahn (System Bögl) zum Einsatz.[2]

Die digitale Technologie-Agenda

nemo, Mittwoch, 11.05.2016, 22:36 vor 3564 Tagen @ ROetting 3668 Views

Wie ist Eure Einschätzung?


Meine Einschätzung:

Es ist die digitale Technologie-Agenda. Zweck der Agenda ist umfassende Kontrolle
über alle Bereiche des Lebens zu erlangen. Bargeldloses Geldsystem, Zahlung per
Handy, Verkehr über GPS-Kontrolle, Überwachungssysteme wie Drohnen und
Kameras, implantierte Chips, Internet of Things, Robotik usw.

Alles vollautomatisch, digital, zentral vernetzt und vor allem kabellos!

Kabellose Vernetzung – also W-LAN Technologie – deshalb, weil sich damit
niemand mehr der Kontrolle entziehen kann.

An der Störungsanfälligkeit der drahtlosen Netzwerke – Hintergrundrauschen
in der Atmosphäre – wird seit Jahren kräftig gearbeitet. Dank Geo-Engineering
und der Abdeckung durch Mobilfunk-Masten auch bald kein Problem mehr.

Gruß
nemo

Was dem Körper sein Adipositas ist, ist dem Verkehrssystem sein Individualverkehr

Ikonoklast @, Donnerstag, 12.05.2016, 06:49 vor 3564 Tagen @ ROetting 3411 Views

Hallo ROetting,

der Individualverkehr ist im übertragenen Sinn ein kardiovaskulärer Risikofaktor.

In den Ballungszentren kannst Du's vergessen. Das ist nie und nimmer machbar, in vielen Großstädten und Ballungszentren steht man jetzt schon kurz vor dem Verkehrsinfarkt. Wenn zum jetzigen Individualverkehr noch mehr Taxen und private autonom fahrende Autos kommen, dann gute Nacht...

Sicher wird Automatisierung und Robotik erklecklich Arbeitsplätze dahinraffen, aber wegen Verkehrsinfarkte denke ich nicht an einen Rückbau der OPNV-Infrastruktur. Ich gehe hier eher von einem Ausbau der Kapazitäten aus, wenn der Kostenfaktor Mensch erst einmal weggefallen ist.

5.) Durch die sinkenden Nutzerzahlen werden ÖPNV-Systeme
unverhältnismäßig teurer und zurückgebaut. Strecken, Tunnel, Bahnhöfe
werden auf das System Straße umgewandelt. Eisenbahn bleibt ggf. auf
hochfrequentierten Langstecken (Köln - Frankfurt - Berlin - München -
Hamburg + Seehäfen + Containerterminals) und lokalen Insellösungen
(Museumsbahn mit Nostalgiecharakter). Das Straßennetz wird generell
erweitert (Fläche, Verkehrssteuerung zur Verbesserung der Kapazität).

Ich musste letztens mit dem Auto zur Rush Hour zu einem Termin am äußeren Rand von München auf der gegenüberliegenden Stadtseite. Für eine Strecke die normalerweise 45 Minuten benötigt, habe ich ganze 3! Stunden gebraucht [[top]]

--
Grüße

---

... and girls of course!

[image]

Während in Peking oder Shanghai meistens gar nichts mehr geht, trotz (mT)

DT @, Donnerstag, 12.05.2016, 07:46 vor 3564 Tagen @ Ikonoklast 3589 Views

3-4 spuriger Autobahnen in 5-6 Ringen um die Stadt und trotz aufgeständerter Straßen über den normalen Straßen, fließt der Verkehr in Singapore trotz mehr als 5 Mio Einwohnern meist reibungslos. Grund ist der fantastisch ausgebaute Nahverkehr, sowohl UBahnen wie auch Busse, und die Tatsache daß private Autos eine Lizenz brauchen und dadurch bis zu 100 000 EUR teuer sind. Taxen sind mehr als genug vorhanden, mit einer kurzen SMS mit der 6-stelligen Postleitzahl (jedes Haus haut in SGP seine eigene Postleitzahl) ist selbst in der Rushhour in kürzester Zeit ein Taxi verfügbar. Diese Taxen haben dann auch noch vernünftige Preise.

Hier ist ein typisches Bild des Verkehrs (Taxis sind blau):

[image]

Etliche blaue Taxis, der Bus, und sonst viele Mercedesse, denn wer sich die Lizenz leisten kann, für den ist der reine Kaufpreis fast nebensächlich.

DT

Ich bin mit dem Auto IMMER schneller! Selbst in der Rush Hour.

Olivia @, Donnerstag, 12.05.2016, 16:09 vor 3563 Tagen @ Ikonoklast 3080 Views

Einen Parkplatz finde ich auch immer. Und preiswerter als mit den Öffentlichen ist es auch noch. Zeitlich ist das eh gar kein Vergleich. Aber man sollte eine "Karte" zur Hand nehmen und Schleichwege suchen. Das "Navi" ist da nicht die erste Wahl, das sagt nur, wo "alle" hinfahren sollen. :-)

Öffentliche nur im Innenstadtbereich, wo "überall" eine Haltestelle ist und alle 5 Minuten eine Bahn fährt. Alles andere entwickelt sich zu "Tageswanderungen".

Meine "letzten" Erlebnisse in diesen Bahnen waren nicht so "motivierend" und speziell nachts möchte ich nicht mehr in so einer Kiste sitzen. Ich wundere mich immer über die z.T. sehr alten Leutchen, die brav und voller Gottvertrauen in diese S-Bahnen steigen. Die leben noch in Zeiten, die vor 20 Jahren zu Ende gingen..... Gott behüte sie.

Blick über den Teich und schaue, wie sich die Öffentlichen entwickeln..... und wer damit fährt.....

Ist zwar ein Wahnsinn...... aber.....

--
For entertainment purposes only.

Ähnliches Thema gestern: Elon Musk’s Hyperloop supersonic train system

FESTAN, Donnerstag, 12.05.2016, 14:24 vor 3563 Tagen @ ROetting 3148 Views

[link=Elon Musk’s much-vaunted Hyperloop supersonic train system]hier lang[/link]

Ein erster Ansatz, um die Dieselloks in den USA zu ersetzen, für eine zivile statt militärischer Entwicklung.

Deutsche Bahn investiert in gigantische Radialkraefte

CalBaer @, Donnerstag, 12.05.2016, 20:57 vor 3563 Tagen @ FESTAN 3149 Views

Schaetzungen gehen davon aus, dass der Bau der Hyperloop zwischen San Francisco und Los Angeles weit teuer kaeme, als der Bau einer Transrapidstrecke (zudem seit ueber 10 Jahren im praktischen Betrieb erprobt). Die Reisezeit waere natuerlich laenger (ueber eine Stunde anstatt 30 min), aber das faellt kaum noch ins Gewicht, wenn man Anreise und Einchecken mit beruecksichtigt.

Warum die Deutsche Bahn da investiert, ist mir ein Raetsel. Im dichtbesiedelten Deutschland waere das System auch voellig ungeeignet, denn es erfordert kompletten Neubau und waere nur fuer Langstreckenverbindungen sinnvoll. Die baulichen Herausforderungen waeren ausserdem immens, denn man kann nicht einfach dort lang bauen, wo Platz ist, sondern man kann nur so bauen, wie es die hohe Geschwindigkeit erfordert.

Schon fuer den Transrapid betraegt der Kurvenradius 5,3 km bei 500 km/h. Die Radialkraft steigt aber mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Bei 1200 km/h waere dann ca. 30 km Kurvenradius das Minimum (ungefaehr die Entfernung Dortmund-Essen). Das gleiche gilt fuer Wechsel von Gefaellen, z.B. ergeben sich beim Wechsel von der Ebene auf eine Steigung ebenfalls Radialkraefte, welche den baulichen Aufwand (lange Viadukte, Tunnel) erhoehen.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Der Weg zu nachhaltigem Verkehr ist die Lösung der Abhängigkeit zum Auto

Vienna11 @, Samstag, 14.05.2016, 17:55 vor 3561 Tagen @ ROetting 2503 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 14.05.2016, 18:03

Ich befasse mich beruflich auch mit Stadt- und Verkehrsplanung und sehe im aktuellen Individualverkehrsaufkommen definitiv nicht die Zukunft - sei es aktiv oder auch autonom fahrend erzeugt. Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs an unseren Alltagswegen muss auf ein Maß reduziert werden, wo der Nutzen größer als die Unverträglichkeit für das Gesamtsystem ist.

In den vergangenen 90 Jahren wurde unser gesamtes Siedlungssystem in Europa auf das Automobil ausgelegt und umgebaut. Strukturen, Muster und Erfahrungen, die praktisch seit den ersten Siedlungen bei Ägyptern und Römern den Erfolg von Städten ausgemacht haben, wurden praktisch über Bord geworfen. Das grundlegend Falsche an diesen neuen Planungsparadigmen waren die Annahmen des Mobilitätswachstums, der Zeiteinsparung durch Geschwindigkeitserhöhung im System und der Illusion der Freiheit der Verkehrsmittelwahl. Forschungen von Herrmann Knoflacher (Verkehrsforscher der TU Wien) haben gezeigt, dass das Zeitbudget für die Mobilität eines Menschen rund 45 Minuten pro Tag beträgt. Das Einzige, was sich mit der Erfindung der Eisenbahn, des Fahrrads und des Pkw geändert hat, ist die durchschnittliche Reiseweite eines Menschen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Körperenergieverbrauch für die Mobilität. Rupert Riedl forschte zur evolutionären Erkenntnistheorie und entwickelte ein Schichtensystem der Evolution, dem immer das Fließen von Energie zugrunde liegt und dem seit Jahrmillionen bestehenden Streben nach effizientem Einsatz dieser Energie. Das gilt für kleine Einzeller und natürlich auch für den Menschen, weil es schlicht als Prinzip der Evolution in allem steckt. Wenn man sich also vergegenwärtigt, dass man beim Gehen mit 4 km/h rund 4,3 Kcal (mit 6 km/h rund 6,5 Kcal) pro Minute verbraucht, beim Fahren eines Pkw hingegen nur 1,6 bis 2,0 Kcal/min für 50 bis 130 km/h, dann ist das eine positive Rückkopplung für den eigenen Körperenergieverbrauch, weil die Ortsveränderung aus Sicht des individuellen Körperenergieverbrauchs in höchstem Maße effizient durchgeführt wurde. Die individuelle Empfindung des Autofahrens wird als positiv wahrgenommen, weil jede Aktivität mit Energieverbrauch verbunden ist und dieser als elementare Bezugsgröße jeder Empfindung anzusehen ist.

Die Folgen der Massenmotorisierung sind heute weithin sichtbar, das größte Problem ist die Zersiedelung, also der Umstand, dass keine kompakten Siedlungen mehr entstehen, sondern ein Siedlungsbrei aus dem (seit mehreren Jahrzehnten anzustrebenden \"Ideal\" des) freistehenden Einfamilienhaus im Grünen. Das Problem daran ist, dass diese Siedlungsform nicht mehr sinnvoll mit einem öffentlichen Verkehr erschlossen wird und die Nutzung von ein oder mehreren Pkw pro Haushalt praktisch erzwingt. Ein trauriges Beispiel dieser Entwicklung ist zum Beispiel Houston im US-Bundesstaat Texas, das kann man sich ganz gut mit Google Maps anschauen.

Dazu noch ein quantitativer Vergleich der Personenleistungsfähigkeit einer sechsspurigen Hauptverkehrsstraße und einer Straßenbahn-Linie. Auf jedem Fahrstreifen der Hauptstraße in bebautem Gebiet können pro Stunde rund 1000 Pkw fahren. Das heißt, bei einem Pkw-Besetzungsgrad von durchschnittlich 1,3 Personen können diese Straße pro Richtung 3900 Personen (!) nutzen. Der Platzbedarf einer sechsspurigen Hauptstraße ist jedem klar, mindestens 12 Meter jeweils für die drei Fahrstreifen (also 24 m). Der Platzbedarf für eine zweigleisige Straßenbahnstrecke beträgt zwischen 7 und 8 Metern. Wenn auf dieser Linie Fahrzeuge mit einem Fassungsvermögen von rund 237 Personen (z.B. ein 40 m langer Flexity des Herstellers Bombardier) verkehren sollen, nimmt man (gemäß Standard des Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen VDV) eine Auslastung von 65 % an. Das ergibt als planerische Grundlage 154 Personen pro Fahrzeug (also mit Luft nach oben). Verkehrt diese Linie nun alle 2 Minuten, ergeben sich 30 Fahrten pro Stunde und Richtung, was wiederum einer Personenleistungsfähigkeit von 4620 Personen (!) entspricht. Es können also mehr Menschen transportiert werden als auf einer sechsspurigen Hauptverkehrsstraße, wobei nur 1/3 des Platzes in der Stadt benötigt wird.

Unsere Städte und den öffentlichen Raum darin sollte man nicht für die - wie oben gezeigt - ineffizienteste Form der Fortbewegung verschwenden, sondern für den Menschen, also jedem von uns. Ich kann dazu drei Literaturempfehlungen geben: Kevin Lynch - Das Bild der Stadt, Jane Jacobs - Tod und Leben großer amerikanischer Städte und Jan Gehl - Städte für Menschen.

Das Auto ist nicht vom Himmel gefallen

Ankawor, Samstag, 14.05.2016, 19:19 vor 3561 Tagen @ Vienna11 2505 Views

"Wenn man sich also vergegenwärtigt, dass man beim Gehen mit 4 km/h rund 4,3 Kcal (mit 6 km/h rund 6,5 Kcal) pro Minute verbraucht, beim Fahren eines Pkw hingegen nur 1,6 bis 2,0 Kcal/min für 50 bis 130 km/h, dann ist das eine positive Rückkopplung für den eigenen Körperenergieverbrauch, weil die Ortsveränderung aus Sicht des individuellen Körperenergieverbrauchs in höchstem Maße effizient durchgeführt wurde."

Nein. Es ist auch Energie zu verbrauchen bzw. Zeit im Hamsterrad zu verbringen, um den Kaufpreis des Autos zu erarbeiten, die Versicherung, die Steuern, die Reparaturen, Strafzettel, Kosten durch Tote und Verletzte, Zeit im Stau, Allgemeinkosten für Infrastruktur, samstägliches Autowaschen, Fachsimpeln im Wirtshaus über Autotechnik usw.

Ein bekannter Wissenschaftler (ich müsste forschen, wer) hat berechnet, dass der Aufwand zum Überwinden von einem Kilometer Entfernung beim Zufußgehen geringer oder gleich mit dem Auto ist, übertroffen lediglich durch das Fahrrad, die genialste Erfindung der Menschheit.

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Wandere aus, solange es noch geht.