Das war schon bei dem Prozess zu erkennen, der von 2006 bis 2008 gegen ihn und Komplizen am Oberlandesgericht Stuttgart geführt wurde. Die Gruppe musste sich wegen eines geplanten Anschlags im Jahr 2004 auf den damaligen irakischen Premier Ijad Allawi verantworten, den Rafik Y. beim Staatsbesuch in Berlin erschießen wollte.
Die Frage ist, wieso kann ein wegen Terror vorbestrafter Islamist wieder jemals in Deutschland auf freien Fuss gelangen? Ausweisung nach Ende der Haftstrafe und danach Einreiseverbot waeren doch das Mindeste.
Nun begeht er wenige Jahre nach seiner Entlassung den naechsten Mordversuch ... aber da gilt der vorbestrafte nur als "ganz normler Irrer". Es sei ja nur eine "Einzeltat ist und keineswegs Teil eines Massenphänomens".
Ein ganz normaler Irrer
http://www.tagesspiegel.de/berlin/berliner-islamist-rafik-y-ein-ganz-normaler-irrer/123...
Terroristen sind naemlich fast immer Einzeltaeter. Muessen wir erst warten, bis es Serientaeter werden, damit diese Leute endgueltig weg- oder ausgeschlossen werden? Oder hat es sogar System, Terroristen frei rumlaufen zu lassen? Wer sind hier die "ganz normalen Irren"?
Yousef war Mitglied der kurdisch-islamistischen Gruppierung Ansar al-Islam und führte in ihrem Auftrag Aktionen in Deutschland durch, unter anderem zur Finanzierung der Organisation. Dabei hatte er enge Verbindungen zu Mullah Krekar. Zwischen April 2004 und seiner Verhaftung im Dezember 2004 versuchte er, in Deutschland Kämpfer für Ansar al-Islam zu rekrutieren.
Am 3. Dezember 2004 wurde er von der deutschen Polizei verhaftet, weil er einen Anschlag auf den damaligen irakischen Premierminister Iyad Allawi während dessen Deutschlandbesuchs geplant haben soll. Generalbundesanwalt Kay Nehm leitete Ermittlungen gegen Yousef sowie zwei Mitverschwörer ein.
Der Prozess am Oberlandesgericht Stuttgart begann am 20. Juni 2006 und erstreckte sich über zwei Jahre. Die Kosten des Verfahrens werden auf 1,2 Millionen Euro beziffert. Der Prozess war einer der längsten Terrorprozesse in Deutschland
Am 15. Juli 2008 wurde er schließlich zu einer 8-jährigen Haftstrafe wegen „Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung in Tateinheit mit der versuchten Beteiligung an einem Mord“ verurteilt.
In der Haftanstalt fiel er als gewalttätig auf, unter anderem weil er einer Justizbeamtin eine Rippe brach. 2013 wurde er nach vollständiger Verbüßung der Haftstrafe aus dem Gefängnis entlassen, musste jedoch eine elektronische Fußfessel tragen. Yousef galt weiterhin als Gefährder, seine Abschiebung in den Irak war jedoch nicht möglich, da ihm dort die Todesstrafe drohte.
https://de.wikipedia.org/wiki/Rafik_Yousef
Aha, er war nur "ein ganz normaler Irrer".
Ich bin gespannt, ob die Luegenpresse das auch so konsequent anwenden werden, wenn ein verurteilter Neonazi bei einem Mord und mehrfachen Mordversuch "Sieg Heil" schreit. Ist er dann auch nur ein ganz normaler Irrer, hat ja ueberhaupt nichts mit Nazis zu tun?
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