Bargeldverbot, welches Geschäftsmodell ist geeignet, dies zu „umschiffen“?

Leser23 @, Donnerstag, 28.04.2016, 14:32 vor 3577 Tagen 5761 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 14:43

Bargeldverbot, welches Geschäftsmodell ist geeignet, dies zu „umschiffen“?


Wie ich darüber nachdenke, kommt mir der Verdacht, daß es bei der Angelegenheit vielleicht vorrangig nur darum geht, daß die Betroffenen sich auf genau diese Suche nach dem Geschäftsmodell der „Umschiffung“ machen“!

Welches wird das sein?

1. Betrifft das Bargeldverbot nur Euro? Wie gehen wir mit Pfund, Dollar, Kronen, Franken, Rubel, Renmibi, Dinar, Schekel um?

2. Werden wir, um dem Kontrolletti, dem wir mittels Bargeld zu entrinnen versuchten, neuerdings damit entfliehen, indem wir ausländische Konten in den Ländern außerhalb der Auskunftsbereitschaft der Banken nehmen (fällt mir nur Russland und China auf Anhieb ein)?

3. Werden diese dann Euro-Konten (wie in der Schweiz ja machbar) einrichten?

4. Sofern nicht, würde die Nachfrage nach der russischen und chinesischen Währung nicht die Exportteile der dortigen Wirtschaft wegen der Währungsaufwertung ansonsten genauso schädigen, daß sie nicht den Weg der Wirtschaftsentwicklung gehen, den die Ex-DDR vorausgegangen ist? Sind daher in Euro geführte Auslandskonten nicht auch aus Sicht der etwaigen Länder zu bevorzugen?

5. Welche „Geschäfte“ lassen sich sodann mit diesen Auslandsgeldern abwickeln?
Muss man dann nicht auch den Kauf selbst ins Ausland verlagern?
Da sämtliche Bewegungen auf ebay und Konsorten vom Deutschen Zoll nachzulesen sind, und die aus dem Ausland zugesendete Ware oft vom Zoll direkt abzuholen ist, kann Onlinekauf überhaupt als Ausweg zu sehen sein?

6. Flucht in Sachwerte. Ist von einer höheren Nachfrage nach Sachwerten auszugehen?
Steigen dann Kunst, Oldtimer, Schmuck und Immobilien so, daß man von einer Blase sprechen muss?

7. Führt die Immobilienblase dann nicht zu mehr Obdachlosigkeit, wegen zunehmend unbezahlbaren Wohnraum für die unteren Einkommensschichten?
Wird also stark zunehmende Obdachlosigkeit unmittelbare Folge dieser Ankündigung allein schon sein? Werden immer größere Teile der Bevölkerung von Tafeln statt von Supermärkten versorgt?

8. Läuft es wieder mal völlig anders, als wir alle auf dem Zettel haben?
Die Taschengeldzuwendungen an die Asylforderer, also sowas wie bedingungsloses Grundeinkommen, (gegenwärtig zwischen 100 und 150,00 Euro/Monat) sollen Vorschlägen der Politik zufolge, Bayer BW, wegen der angeblichen administrativen Unmöglichkeit von reinen Sachzuwendungen, statt Bargeld) künftig ohnehin bargeldlos vonstatten gehen“!

Da die Zahl letztgenannter jene Zahl der Einheimischen in 100 Jahren, wenn nichts Gravierendes passiert, ohnehin um Größenordnungen übersteigt, dann hat nach dieser Zeit sowieso nur noch ein Bruchteil der Bevölkerung mangels Einkommensmöglichkeiten Bargeld zur Verfügung!
Erfüllt das Verbot dann nicht den Tatbestand der Verletzung von Grundgesetz § 1 Abs. 2 „Niemand darf aufgrund seiner Herkunft (...) bevorzugt oder benachteiligt werden?“

Ist diese Bargeldverbots-Idee damit nicht grundlegend gesetzwidrig?

9. Drucken wir uns unser eigenes Bargeld? (Wechsel, Zeitguthaben)

10. Werden wir einen Schwarzmarkt bekommen, wo ausländische Bargelder (die ja nicht und von niemandem verboten wurden), wie Zigaretten 1945-49 zum Regelzahlungsmittel werden?

11. Wird dieser Schwarzmarkt nicht von einem derartigen sich selbst begründendem Wachstumspotential betroffen sein, daß er den legalen Markt derart verdrängt, daß sich dies in signifikanten Steuereinnahmeverlusten bemerkbar machen muss?

12. Drängt sich mir irgendwie die Parallele zur DDR-Mark (was ja „in etwa“ D-Mark Bargeldverbot im Land bedeutete) und all seinen damit einhergehenden Gegebenheiten und Begleiterscheinungen (eingeschränkte bis gar nicht vorhandene individuelle Kaufkraft im Valuta-, also Bargeld – Ausland), oder eben irgendwann Forum Schecks, oder die zwei Klassen Einkommen - Gesellschaft auf!
Ein jeder wird alle Anstrengungen darauf verwenden, ein Einkommen neben dem Girokonteneinkommen zu generieren, weil nur dies monetäre Freiheit bedeutet!
Zudem würde damit die Wirtschaft im Bargeldverbotsgebiet natürlich genauso „getrimmt“ wie es in der DDR 1.0 der Fall war, da man, weil man keine „greifbare“ Valuta an die Arbeitnehmer mehr zu zahlen genötigt ist, Produktionskosten unter das Niveau von selbst Bangladesch oder Kamerun herabsenkt und diese unmittelbar danach zum Auswandern, weil man damit ja deren Einkommen dort zerstört, hierher auffordert!

Bananen würden also spätestens ab dann auch in BRD-Deutschland knapp oder für Giro-Konten-Einkommen-Bezieher im Speziellen zu teuer!

Denn wenn Tauschgeschäfte, die es ja vor dem Bargeld gegeben hat, wieder zum Thema werden, weil es, wegen der allgemeinen, sofern ausschließlichen Girokontengeld-Ablehnung) eine mittelbare „Wiedereinsetzung des vorherigen Standes“ gibt, dann treffen all die Gegebenheiten, welche die DDR 1.0 allein deshalb entwickelte (wie eben Tauschgeschäfte ohne Ende!) wieder ein!


Die Kern – Frage, nach diesen, mit dem Bargeldverbot einhergehenden und nicht von der Hand zu weisenden allgemeinen Daseinsverschlechterungen der Bürger ist, wer ist in der Verhandlungsposition und in der Lage, ein entsprechendes Druckpotential aufzubauen, die Umsetzung dieser Bargeldsverbots-Ankündigungen (gegen wen?) zu verhindern?

Und ist dies nicht das herausragend beste aller diesbezüglichen „Geschäftsmodelle“?

--
Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."

Bargeldverbot geht nur zusammen mit BGE. Das ist wahrscheinlich sogar der Hintergrund.

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 28.04.2016, 15:15 vor 3577 Tagen @ Leser23 5821 Views

Du kannst kein BGE einführen ohne gleichzeitiges Bargeldverbot. Die Missbrauchsgefahr wäre einfach zu groß. Vice Versa.
Mit einem Bargeldverbot hast du die Leute dagegen unter Kontrolle, und damit kann - und muss - auch das BGE eingeführt werden.
Durch den Abbau von Verwaltungsstellen in der ganzen Sozialadministration werden auch viele Bedienstete frei, die dann alle dazu eingesetzt werden können, um die Einhaltung des Bargeldverbots auch zu überwachen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Und mit implantiertem Chip.

sensortimecom ⌂ @, Donnerstag, 28.04.2016, 15:34 vor 3577 Tagen @ Mephistopheles 4473 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 15:53

Die Leutchen kommen rasch drauf, dass das bargeldlose Leben anders viel zu kompliziert ist und verlangen geradezu danach. Zweck der Übung ist dann erreicht, s. Offenbarung 13 Vs. 16-18 .. <img src=" />

Der Chip ist nur wegen dem Missbrauch durch nicht anerkannte Flüchtlinge

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 28.04.2016, 16:41 vor 3577 Tagen @ sensortimecom 4126 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.04.2016, 16:49

Die Leutchen kommen rasch drauf, dass das bargeldlose Leben anders viel zu
kompliziert ist und verlangen geradezu danach. Zweck der Übung ist dann
erreicht, s. Offenbarung 13 Vs. 16-18 .. <img src=" />

Den Chip bekommen nur die anerkannten, echt verfolgten Flüchtlinge, zusammen mit der eingesessenen Bevölkerung, und die anderen aus einem sicheren Herkunftsland und die sich nicht integrieren wollen, bekommen ihn eben nicht.

Das muss doch jeder einsehen, und es wird auch jeder froh sein, der überhaupt einen Chip bekommt.

Gruß Mephistopheles

Der Chip bzw. die Technik wird doch längst salonfähig gemacht

stocksorcerer @, Freitag, 29.04.2016, 13:58 vor 3576 Tagen @ sensortimecom 2731 Views

... zwar erst durch die Hintertüren, indem man Menschen mit Scheckkarte zahlen lässt und sich jeder Schwachkopf bei jeder Bewegung den Puls messen muss, sich sogar von der Technik sagen lassen muss, ob er den Sport nun abbrechen sollte, den Treppenlauf noch schafft, noch einen Keks essen darf oder doch lieber nur einen Bissen von der Lauchstange nehmen sollte.

Die Menschen werden klammheimlich entmündigt und merken das nicht einmal, weil es super cool ist, was der moderne Sport-Chronometer alles kann oder dass Alexa alias "Amazon Echo" alles mithört und mit einem redet. Ohne GPS findet mancher gar nicht mal mehr den Weg in den benachbarten Stadtteil. Und leben ohne Wetter-App, geht das überhaupt?

Traurige neue Welt.

Ich werde mich garantiert niemals chippen lassen, erwäge aber womöglich diejenigen, die mir das aufzwingen wollten, einmal ordentlich mit Blei zu chippen.


Gruß
stocksorcerer

Wie immer: diversifizieren

Griba @, Dunkeldeutschland, Donnerstag, 28.04.2016, 16:31 vor 3577 Tagen @ Leser23 4458 Views

Als da sind:
- Fremdwährungen (ja, nur welche?)
- edles in weiß und in kleinsten Stückelungen auch in gelb
- eigen genutze Immo weit ab vom Schuß(!)
- Ackerfläche (läuft aber gerade in eine Blase ein, zumindest in meiner Gegend)
- Waffen (wer die Möglichkeit dazu hat) und passende Munition
- evtl. Alkoholika/Zigarretten als Tauschware

Und nicht vergessen: die eigene Arbeitskraft so positionieren, daß sie einen (Schwarz-)Marktwert hat.

--
Beste Grüße

GRIBA

Gleichzeitig mit dem Verbot des 500 EUR Scheines bei uns haben die Hintertanen und Goldman Sachs etc. in den USA für die (mT)

DT @, Freitag, 29.04.2016, 02:01 vor 3577 Tagen @ Leser23 4520 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.04.2016, 02:04

Abschaffung des 100 USD Scheines Stimmung gemacht. Argumente: gleich wie bei uns: angeblich kriminell, die Dealer wickeln ihre Drogengeschäfte mit 100 USD Scheinen ab, Bilder der mexikanischen und kolumbianischen Drogenbossen mit ihren Bündeln von 100 USD Scheinen, Terror, kaum jemand hat einen 100 USD in der Hand gehabt oder nutzt ihn zum Zahlen, bla bla bla.

Alles nur zwecks Negativzinsen und totaler Kontrolle mit electronic cash.

Der ehemalige US Finanzminister Larry Summers ist einer der Vorkämpfer für diese schändliche Aktion.

https://www.washingtonpost.com/news/wonk/wp/2016/02/16/its-time-to-kill-the-100-bill/

"I remember that when the euro was being designed in the late 1990s, I argued with my European G7 colleagues that skirmishing over seigniorage by issuing a 500 euro note was highly irresponsible and mostly would be a boon to corruption and crime. Since the crime and corruption in significant part would happen outside European borders, I suggested that, to paraphrase John Connally, it was their currency, but would be everyone’s problem. And I made clear that in the context of an international agreement, the U.S. would consider policy regarding the $100 bill. But because the Germans were committed to having a high denomination note, the issue was never seriously debated in international forums.
The fact that — as Sands points out — in certain circles the 500 euro note is known as the “Bin Laden” confirms the arguments against it."

Wie gesagt, vor dieser konzertierten Aktion hatte ich von diesem Namen für den 500 EUR Schein noch nie gehört. "confirms the arguments against it". Geht's noch fucking lächerlicher?

[image]

FUCK YOU BESATZER!

PS: Ich schlage den sfr vor. Die Schweizer geben grade neue Scheine raus und denken nicht dran, ihr Bargeld abzuschaffen. Wie man sieht, wird es sogar einen NEUEN 1000 sfr Schein geben!

http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/franken-design-neue-sche...

[image]

Das ist der Schein mit dem höchsten Wert aller Bargeldscheine weltweit, er ist fast 900 EUR wert. Also fast ein "doppelter Bin Laden", oder soll man sagen, ein "Larry Summers"?

Alle und keines

Kurz_vor_Schluss @, Freitag, 29.04.2016, 08:45 vor 3577 Tagen @ Leser23 3893 Views

Lieber Leser23,
SIE werden alle Schlupflöcher schließen, die es gibt und ihre Kontrolle maximal auf alles ausdehnen - mir scheint, um dem zu entgehen, muss man erstmal dem System und seinen Anhaftungen entgehen.... aber dies ist kein Thema für hier.
Einstweilen bin auch ich um meinen Schlaf gebracht... [[zwinker]]
Trotzdem schönes Wochenende
K_v_S

--
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.
Karl Valentin

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