Bargeldverbot, welches Geschäftsmodell ist geeignet, dies zu „umschiffen“?
Bargeldverbot, welches Geschäftsmodell ist geeignet, dies zu „umschiffen“?
Wie ich darüber nachdenke, kommt mir der Verdacht, daß es bei der Angelegenheit vielleicht vorrangig nur darum geht, daß die Betroffenen sich auf genau diese Suche nach dem Geschäftsmodell der „Umschiffung“ machen“!
Welches wird das sein?
1. Betrifft das Bargeldverbot nur Euro? Wie gehen wir mit Pfund, Dollar, Kronen, Franken, Rubel, Renmibi, Dinar, Schekel um?
2. Werden wir, um dem Kontrolletti, dem wir mittels Bargeld zu entrinnen versuchten, neuerdings damit entfliehen, indem wir ausländische Konten in den Ländern außerhalb der Auskunftsbereitschaft der Banken nehmen (fällt mir nur Russland und China auf Anhieb ein)?
3. Werden diese dann Euro-Konten (wie in der Schweiz ja machbar) einrichten?
4. Sofern nicht, würde die Nachfrage nach der russischen und chinesischen Währung nicht die Exportteile der dortigen Wirtschaft wegen der Währungsaufwertung ansonsten genauso schädigen, daß sie nicht den Weg der Wirtschaftsentwicklung gehen, den die Ex-DDR vorausgegangen ist? Sind daher in Euro geführte Auslandskonten nicht auch aus Sicht der etwaigen Länder zu bevorzugen?
5. Welche „Geschäfte“ lassen sich sodann mit diesen Auslandsgeldern abwickeln?
Muss man dann nicht auch den Kauf selbst ins Ausland verlagern?
Da sämtliche Bewegungen auf ebay und Konsorten vom Deutschen Zoll nachzulesen sind, und die aus dem Ausland zugesendete Ware oft vom Zoll direkt abzuholen ist, kann Onlinekauf überhaupt als Ausweg zu sehen sein?
6. Flucht in Sachwerte. Ist von einer höheren Nachfrage nach Sachwerten auszugehen?
Steigen dann Kunst, Oldtimer, Schmuck und Immobilien so, daß man von einer Blase sprechen muss?
7. Führt die Immobilienblase dann nicht zu mehr Obdachlosigkeit, wegen zunehmend unbezahlbaren Wohnraum für die unteren Einkommensschichten?
Wird also stark zunehmende Obdachlosigkeit unmittelbare Folge dieser Ankündigung allein schon sein? Werden immer größere Teile der Bevölkerung von Tafeln statt von Supermärkten versorgt?
8. Läuft es wieder mal völlig anders, als wir alle auf dem Zettel haben?
Die Taschengeldzuwendungen an die Asylforderer, also sowas wie bedingungsloses Grundeinkommen, (gegenwärtig zwischen 100 und 150,00 Euro/Monat) sollen Vorschlägen der Politik zufolge, Bayer BW, wegen der angeblichen administrativen Unmöglichkeit von reinen Sachzuwendungen, statt Bargeld) künftig ohnehin bargeldlos vonstatten gehen“!
Da die Zahl letztgenannter jene Zahl der Einheimischen in 100 Jahren, wenn nichts Gravierendes passiert, ohnehin um Größenordnungen übersteigt, dann hat nach dieser Zeit sowieso nur noch ein Bruchteil der Bevölkerung mangels Einkommensmöglichkeiten Bargeld zur Verfügung!
Erfüllt das Verbot dann nicht den Tatbestand der Verletzung von Grundgesetz § 1 Abs. 2 „Niemand darf aufgrund seiner Herkunft (...) bevorzugt oder benachteiligt werden?“
Ist diese Bargeldverbots-Idee damit nicht grundlegend gesetzwidrig?
9. Drucken wir uns unser eigenes Bargeld? (Wechsel, Zeitguthaben)
10. Werden wir einen Schwarzmarkt bekommen, wo ausländische Bargelder (die ja nicht und von niemandem verboten wurden), wie Zigaretten 1945-49 zum Regelzahlungsmittel werden?
11. Wird dieser Schwarzmarkt nicht von einem derartigen sich selbst begründendem Wachstumspotential betroffen sein, daß er den legalen Markt derart verdrängt, daß sich dies in signifikanten Steuereinnahmeverlusten bemerkbar machen muss?
12. Drängt sich mir irgendwie die Parallele zur DDR-Mark (was ja „in etwa“ D-Mark Bargeldverbot im Land bedeutete) und all seinen damit einhergehenden Gegebenheiten und Begleiterscheinungen (eingeschränkte bis gar nicht vorhandene individuelle Kaufkraft im Valuta-, also Bargeld – Ausland), oder eben irgendwann Forum Schecks, oder die zwei Klassen Einkommen - Gesellschaft auf!
Ein jeder wird alle Anstrengungen darauf verwenden, ein Einkommen neben dem Girokonteneinkommen zu generieren, weil nur dies monetäre Freiheit bedeutet!
Zudem würde damit die Wirtschaft im Bargeldverbotsgebiet natürlich genauso „getrimmt“ wie es in der DDR 1.0 der Fall war, da man, weil man keine „greifbare“ Valuta an die Arbeitnehmer mehr zu zahlen genötigt ist, Produktionskosten unter das Niveau von selbst Bangladesch oder Kamerun herabsenkt und diese unmittelbar danach zum Auswandern, weil man damit ja deren Einkommen dort zerstört, hierher auffordert!
Bananen würden also spätestens ab dann auch in BRD-Deutschland knapp oder für Giro-Konten-Einkommen-Bezieher im Speziellen zu teuer!
Denn wenn Tauschgeschäfte, die es ja vor dem Bargeld gegeben hat, wieder zum Thema werden, weil es, wegen der allgemeinen, sofern ausschließlichen Girokontengeld-Ablehnung) eine mittelbare „Wiedereinsetzung des vorherigen Standes“ gibt, dann treffen all die Gegebenheiten, welche die DDR 1.0 allein deshalb entwickelte (wie eben Tauschgeschäfte ohne Ende!) wieder ein!
Die Kern – Frage, nach diesen, mit dem Bargeldverbot einhergehenden und nicht von der Hand zu weisenden allgemeinen Daseinsverschlechterungen der Bürger ist, wer ist in der Verhandlungsposition und in der Lage, ein entsprechendes Druckpotential aufzubauen, die Umsetzung dieser Bargeldsverbots-Ankündigungen (gegen wen?) zu verhindern?
Und ist dies nicht das herausragend beste aller diesbezüglichen „Geschäftsmodelle“?
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Mahatma Gandhi:
"Ziviler Ungehorsam wird zu einer heiligen Pflicht, wenn der Staat den Boden des Rechts verlassen hat."