Die Bedeutung der Groß-Kleinschreibung

NST ⌂ @, Südthailand, Mittwoch, 27.04.2016, 04:43 vor 3578 Tagen 6435 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.04.2016, 12:43

Hallo,
ich bin jetzt klar an meinen Grenzen angelangt, denn ich weiss nicht, was möglicherweise richtig oder falsch ist. Die wirkliche Frage dreht sich nicht nur um die Bedeutung der Groß-Kleinschreibung, sondern es geht darum, wie die Namen in Reisepässen geschrieben sind. In meinem deutschen Reisepass ist mein Vorname und Nachname in Grossbuchstaben geschrieben - in den thailändischen Pässen meiner Frau und meines Sohnes übrigens auch.

Jetzt bin ich auf folgendes gestossen - nachzulesen in diesem PDF File das hier runtergeladen werden kann Souveräner Staat auf Seite 40 unten

Zitat
Die Bedeutung der Groß-Kleinschreibung geht auf das römische Recht zurück, welches zum großen Teil unser Rechtssystem prägt. Das römische Recht kennt folgende Begriffe zur Änderung oder Schmälerung des rechtlichen Status (capitis diminutio): capitis diminutio minima als Wechsel in der Familienzugehörigkeit (Beispiel: Max Mustermann)capitis diminutio media als Verlust des Bürgerrechts und der Familienzugehörigkeit (Beispiel: Max MUSTERMANN)capitis diminutio maxima als Verlust der Freiheit, des Bürgerrechts und Familienzugehörigkeit (Beispiel: MAX MUSTERMANN)
Bitte prüfen Sie ihren Personalausweis, Reisepass, Staatsangehörigkeitsurkunde etc. um sich selbst ein Bild über ihren Rechtsstatus zu machen.
Zitat Ende

Unabhängig davon, was sonst noch in diesem PDF File-Buch aufgeführt wird, würde mich interessieren, ob die Aussagen in obigen Zitat den Tatsachen entsprechen.

Wenn hier im Forum ein Schreiber plötzlich seine Texte nur noch in Grossbuchstaben verfassen würde, [[freude]] denke ich, dürften von Seiten der Hausmeisterei erste Beschwerden auflaufen. Warum also wird das in Ausweisdokumenten anders gemacht - könnte ja auch noch andere Erklärungen geben.

Wer kann mir da weiterhelfen, möglichst sollten die Aussagen belegbar sein. Die wichtigste Frage bleibt aber, ob das Zitat wirklich den Sachverhalt richtig beschreibt, macht die formale Schreibweise den Rechtsstatus erkennbar, in diesem Falle der genannten Person?.

Weiter Seite 42
Zitat
✷ roter Reisepass = nicht souveränes Land
✷ grüner Reisepass = besetztes Land
✷ blauer Reisepass = souveräner Staat
Zitat Ende

Kann jemand dazu etwas sagen - Spinnerei oder Tatsache?

Wohnt möglicherweise ein Leser/Schreiber in der Gemeinde Neuhaus i. W. und gibt es die wirklich? Bin leider weit vom Schuss, sonst würde ich es selbst überprüfen.
Gruss

--
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Hat mit römischem Recht nichts zu tun

Taurec ⌂ @, München, Mittwoch, 27.04.2016, 07:52 vor 3578 Tagen @ NST 5554 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.04.2016, 07:59

Hallo!

Die Bedeutung der Groß-Kleinschreibung geht auf das römische Recht
zurück, welches zum großen Teil unser Rechtssystem prägt.

Wie kann dies auf das römische Recht zurückgehen, wenn das römische Schriftsystem nur Majuskeln (Großbuchstaben), jedoch keine Minuskeln (Kleinbuchstaben) kannte? Letztere entstanden erst im Frühmittelalter.

römische Recht kennt folgende Begriffe zur Änderung oder Schmälerung
des rechtlichen Status
(capitis diminutio): capitis diminutio minima
als Wechsel in der Familienzugehörigkeit
(Beispiel: Max
Mustermann)capitis diminutio media als Verlust des Bürgerrechts und der
Familienzugehörigkeit
(Beispiel: Max MUSTERMANN)capitis
diminutio maxima als Verlust der Freiheit, des Bürgerrechts und
Familienzugehörigkeit
(Beispiel: MAX MUSTERMANN)

Die Begriffe gab es, hatten aber ausdrücklich nichts mit der Schreibung der Namen zu tun. "Capitis deminutio" heißt "Verringerung des Namens" und zwar nicht im geschriebenen Sinne, sondern hinsichtlich des gesellschaftlichen Wertes. "Caput" hat allerhand Bedeutungen von "Haupt" bis "bürgerliche Ehre".
Dabei gab es drei Abstufungen von "maxima" (Verlust der persönlichen Freiheit, Sklaverei), "media" (Verlust des Bürgerrechts und der Familie) und "minima" (Verlust der Familienzugehörigkeit).

Unabhängig davon, was sonst noch in diesem PDF File - Buch aufgeführt
wird, würde mich interessieren ob die Aussagen in obigen Zitat den
Tatsachen entsprechen.

Da es in der Antike keine Kleinbuchstaben gab und der rechtliche Inhalt der Begriffe ein anderer war, würde ich die Aussagen als Irreführung bezeichnen, bei der eine halbe Wahrheit (existierende Rechtsbegriffe) mit einer Falschinformation (falscher Inhalt) kombiniert wird, um den Laien zu verwirren.

Auf meinem Ausweis ist alles groß geschrieben, auch der Name der Zuständigen Behörde ("STADT ..."), die Augenfarbe und die Staatsangehörigkeit. Der Namensschreibung dürfte daher keine besondere Bedeutung zukommen, da es sich offenbar um eine Formfrage handelt. Vielleicht geht es um die bessere (Maschinen-)Lesbarkeit.

Gruß
Taurec

--
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Das macht Sinn

NST ⌂ @, Südthailand, Donnerstag, 28.04.2016, 08:48 vor 3577 Tagen @ Taurec 4040 Views

Da es in der Antike keine Kleinbuchstaben gab und der rechtliche Inhalt
der Begriffe ein anderer war, würde ich die Aussagen als Irreführung
bezeichnen, bei der eine halbe Wahrheit (existierende Rechtsbegriffe) mit
einer Falschinformation (falscher Inhalt) kombiniert wird, um den Laien zu
verwirren.


Hallo,
das macht Sinn, zumal das ja in den thailändischen Pässen ebenso gehandhabt wird und es im thailändischen Alpabet überhaupt keine Gross/Kleinschreibung gibt. Die bessere Maschinenlesbarkeit dürfte auch ein Grund sein.

Viele Antworten gab es nicht, ich hätte gedacht der ein oder andere hätte vielleicht etwas noch zu dem Buch geschrieben, ich selbst hab es auch nur stellenweise überflogen ....

Solche Texte sind mir immer sehr suspekt, aber scheinen in einem bestimmten Spektrum eine Menge Geister auf trab zu halten.

Was ist eigentlich von der Behauptung zu halten, die BRD so wie die meisten anderen Staaten auch, wären in Wirklichkeit nur eine Firma? Ich stelle diese Frage als absoluter Laie, aber die deutsche Sprache ist eigentlich bekannt dafür, dass sie korrekte Begriffe verwendet. Warum haben wir einen Personalausweis und keine Identitätskarte und das nach der x-ten Rechtschreibreform ?
Gruss

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Käse

Orlando ⌂ @, Donnerstag, 28.04.2016, 10:04 vor 3577 Tagen @ NST 3991 Views

Was ist eigentlich von der Behauptung zu halten, die BRD so wie die
meisten anderen Staaten auch, wären in Wirklichkeit nur eine Firma? Ich
stelle diese Frage als absoluter Laie, aber die deutsche Sprache ist
eigentlich bekannt dafür, dass sie korrekte Begriffe verwendet. Warum
haben wir einen Personalausweis und keine Identitätskarte und das nach der
x-ten Rechtschreibreform ?
Gruss

Namen sind Schall und Rauch, entscheidend sind die Machtverhältnisse.


(Beim Sektfrühstück wird Sekt verzehrt, beim Frauenfrühstück aber keine Frauen und beim Gabelfrühstück frühstücken nicht die Gabeln)

Machtverhältnisse

Rybezahl, Donnerstag, 28.04.2016, 10:20 vor 3577 Tagen @ Orlando 3903 Views

Was ist eigentlich von der Behauptung zu halten, die BRD so wie die
meisten anderen Staaten auch, wären in Wirklichkeit nur eine Firma?

Ich

stelle diese Frage als absoluter Laie, aber die deutsche Sprache ist
eigentlich bekannt dafür, dass sie korrekte Begriffe verwendet. Warum
haben wir einen Personalausweis und keine Identitätskarte und das nach

der

x-ten Rechtschreibreform ?
Gruss


Namen sind Schall und Rauch, entscheidend sind die Machtverhältnisse.

Sehe ich auch so.

Du kannst einen gelben, blauen, roten und grünen Schein haben und dich auf alte Gesetzestexte berufen, wie du willst. Die neuen Machthalter können da nur lachen und enteignen trotzdem wie, wann, wo und wen sie wollen.

Deshalb ist die ganze Thematik in meinen Augen nur Zeitvertreib, außer, diese Reichstypen sind die neuen Machthalter. Die wollen den gelben Schein sehen. [[zwinker]]

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

So dachte ich eigentlich auch ....

NST ⌂ @, Südthailand, Donnerstag, 28.04.2016, 12:59 vor 3577 Tagen @ Orlando 4034 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 13:13

Namen sind Schall und Rauch, entscheidend sind die Machtverhältnisse.

Hallo,
aus dem Bauch heraus hätte ich eine ähnliche Antwort gegeben. Da ich noch andere Dinge mache ausser mich im Netz zu tummeln, habe ich erst vor kurzem meine Mails gelesen und dort war etwas dabei, das ich hiermit zur Diskussion stelle, weil ich eben in staatsrechtlichen Dingen absoluter Laie bin.

Ein Begriff, der dabei aufgetaucht ist: capitis deminutio maxima - die passende Definition und dieselbe Seite unter Sprache auf Deutsch umgestellt.

Auszug:
Zum Personal- und Sklavenstatus in den bundesrepublikanischen Ausweisen Black Law Dictionary – Revised 4th Edition 1968; Zuerst zum Dictionary selbst:
http://www.abovetopsecret.com/forum/thread346428/pg1
Nach Wiki ist das Black’s Law Dictionary (Blacks Rechtswörterbuch) das maßgebliche Rechtswörterbuch für das Recht der Vereinigten Staaten.Es wurde in vielen Fällen vom Supreme Court als juristische Autorität zitiert. Die neueste Auflage,von der es auch gekürzte Ausgaben und Taschenausgaben gibt, ist sowohl für Laien als auch für Studenten ein nützlicher Ausgangspunkt angesichts von unbekannten Begriffen aus dem juristischen Bereich.
»In juristischen Papieren und Urteilsbegründungen ist es das bevorzugte Referenzwerk für Definitionen.«

Jetzt noch der Vollständigkeit halber das PDF mit einer knappen Ausführung zur Bedeutung der Schreibweise mit Grossbuchstaben.

Falls Taurec noch mitliest, wir sind schon wieder bei den Römern gelandet und der Code civil von Napoleon will auch noch mitspielen - was kannst du dazu sagen?

Für mich ist diese Frage wieder offener, gibt es eine klare Antwort?
Gruss

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Black's Law Dictionary

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 29.04.2016, 08:15 vor 3576 Tagen @ NST 4062 Views

Hallo!

Falls Taurec noch mitliest, wir sind schon wieder bei den Römern gelandet
und der Code civil von Napoleon will auch noch mitspielen - was kannst du
dazu sagen?

Ich bin kein Jurist. Daher sind meine Aussagen auch nur laienhaft.

http://www.abovetopsecret.com/forum/thread346428/pg1

Sich die weiteren Beiträge auf der Seite und Recherchen des Autors anzusehen, hat durchaus Sinn.

http://www.abovetopsecret.com/forum/thread363550/pg1

"So I met my lawyer in court, a man named Gary Porter, and asked him about capitus diminutio and explained to him what it was. He told me that he'd never heard of it before and that it was absolute baloney. Now this lawyer is not just some court appointed BS lawyer...he is very expensive and good at what he does, so I give him some credibilty."

"So I looked it up online and found mostly conspiracy websites that contained the info, but I wanted to find sources outside of conspiracy sites."

"I'm a lawyer and I am not familiar with the term. According to one site I read it is a term referenced in Black's Law Dictionary but no online legal dictionaries I checked had the term. The word capitis in Latin has to do with the head, not with capital letters."

"The US Constitution is the supreme law of the country (see Marbury v. Madison) and contains nothing about this alleged doctrine."

"This doctrine did exist in Roman Law but had nothing to do with capital letters at all. That's just invention by people with too much paranoia and time on their hands."

Zu Black's Law Dictionary:
Ich habe mich mal in verschiedenen US-Foren umgesehen. Der Tenor dort ist, daß dieses Wörterbuch mitnichten das maßgebliche Rechtswörterbuch für das Recht der Vereinigten Staaten ist, sondern allenfalls von Laien und Studenten in frühen Semestern verwendet wird, um unbekannte Begriffe in Fallakten und dergleichen zu klären.
Wie soll ein Wörterbuch als Rechtsquelle dienen? Es ist kein Gesetzbuch, keine Verfassung, kein Vertrag etc. und enthält also auch keine Rechtsnormen.
Selbst wenn dort die "Capitis deminutio" im entsprechenden Sinne definiert wäre, so wäre dies rechtlich belanglos ohne ein allgemein zugängliches Gesetzteswerk, das diese Definition aufgreifend dieselbe in geltendes Recht verwandelt. Ein solches gibt es aber nicht.
Ein irgendwie existierende "Geheimrecht", das irgendwo unzugänglich niedergelegt ist und über das niemand bescheid weiß, wäre unsinnig, weil es von aller Welt und jedem, der mit Ausweisen zu tun hat, als nichtexistent gehandhabt werden würde. Ein nirgendwo niedergeschriebenes, unzugängliches, nicht einklagbares, weder Behörden noch Anwälten bekanntes Gesetz ist schlichtweg keines.

Aber auch die Definition stimmt nicht.
http://www.abovetopsecret.com/forum/thread381882/pg1

Black's Law Dictionary, 8th Edition, page 223:
"capitis deminutio maxima
Maximum reduction of status. The diminution of a person's legal status as a result of being reduced to slavery.

capitis deminutio minima
The diminution of a person's legal status involving a change of familiy, while both citizenship and freedom were retained.

capitis deminution minor
The diminution of a person's legal status involving a loss of citizenship, but not freedom. Under the Empire, banishment for life to an island or other restricted area had this effect. Also termed capitis deminutio media

caput
1. Hist. A head, chief or principal person.
2. Roman Law. A person.
3. Roman Law. A person's condition or status."

Das ist genau die von mir erwähnte Bedeutung dieser Begriffe im römischen Recht.
Von einer Erniedrigung der Person durch Großschreibung ihrer Namen steht dort kein müdes Wort.

Die Schlußfolgerung des Autors:
"My guess is that because capitis looks so much like capital, capitalized, capitalization, someone, somewhere made the false connection."

Ich neige eher zu der Ansicht, daß hier jemand dreist gelogen hat, um seiner perversen Weltsicht eine scheinbare Untermauerung zu verleihen und sie besser unter die ahnungslosen Leute bringen zu können. Dieses Gerücht wird nun von Autoren auf diversen Verschwörungsseiten dem in dieser Szene üblichen Halbwissen und Unbildung entsprechend aufgegriffen und kolportiert.

Gruß
Taurec

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Weltenwende

Präzedenzfälle

Taurec ⌂ @, München, Freitag, 29.04.2016, 08:42 vor 3576 Tagen @ Taurec 3673 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.04.2016, 08:52

Hallo!

Selbst wenn dort die "Capitis deminutio" im entsprechenden Sinne definiert
wäre, so wäre dies rechtlich belanglos ohne ein allgemein zugängliches
Gesetzteswerk, das diese Definition aufgreifend dieselbe in geltendes Recht
verwandelt. Ein solches gibt es aber nicht.
Ein irgendwie existierende "Geheimrecht", das irgendwo unzugänglich
niedergelegt ist und über das niemand bescheid weiß, wäre unsinnig, weil
es von aller Welt und jedem, der mit Ausweisen zu tun hat, als
nichtexistent gehandhabt werden würde. Ein nirgendwo niedergeschriebenes,
unzugängliches, nicht einklagbares, weder Behörden noch Anwälten
bekanntes Gesetz ist schlichtweg keines.

http://www.abovetopsecret.com/forum/thread917240/pg1

Hier das Ganze nochmal auf Englisch mit einer Reihe Fälle, in denen die Kläger/Angeklagten mit dem Großschreibungsargument voll gegen die Wand gelaufen sind.

Es besteht rechtlich kein Unterschied zwischen Groß- und Kleinschreibung des Namens. ⇒ Völlig unerheblich.

Und das ist amerikanisches (!) Recht. Wenn die Großschreibung in Ausweisen aller Länder quasi weltweit die ganze Menschheit in den Sklavenstatus versetzen würde, müßte es weltweites, übergeordnetes Recht geben, das für alle Länder Gültigkeit hat oder in jedem einzelnen Land müßte es eine entsprechende Norm geben. Das tut es aber nicht.

Davon abgesehen werden Abhängigkeiten nicht derart banal festgelegt. Die Krux des demokratisch-kapitalistischen Systems liegt ja darin, bei erklärter maximaler Freiheit der Menschen auf der einen Seite, in den gelebten Umständen andererseits quasi "informell" die größtmögliche Unterdrückung natürlicher Lebensregungen und eigener Interessen durch die "Systemzusammenhänge" zu erreichen, so daß der Mensch de facto Sklave ist.

Gruß
Taurec

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Die Argumente überzeugen

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 29.04.2016, 09:18 vor 3576 Tagen @ Taurec 3480 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.04.2016, 12:13

Es besteht rechtlich kein Unterschied zwischen Groß- und Kleinschreibung
des Namens. ⇒ Völlig unerheblich.

Davon abgesehen werden Abhängigkeiten nicht derart banal festgelegt.

Ich neige eher zu der Ansicht, daß hier jemand dreist gelogen hat, um seiner > perversen Weltsicht eine scheinbare Untermauerung zu verleihen und sie besser > unter die ahnungslosen Leute bringen zu können. Dieses Gerücht wird nun von Autoren auf diversen Verschwörungsseiten dem in dieser Szene üblichen Halbwissen und Unbildung entsprechend aufgegriffen und kolportiert.

Hallo,
ich bin den Links gefolgt und habe mir die dortigen Threads durchgelesen. Als Ergebnis kann ich für mich festhalten, dass es ein offensichtlicher Hoax ist, auf den ersten Blick recht glaubwürdig, bei längerer Betrachtung lichtet sich der Nebel. Dass das Ganze nicht ganz so banal sein kann, war auch in meinem Hinterkopf, aber ich frage da lieber einmal mehr nach - das schlimmste was mir dabei passieren kann, ist mich zu blamieren. [[freude]]

In diesem Sinne bedanke ich mich bei allen, die sich bei der Abklärung des Sachverhalts beteiligt haben.
Gruss

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Personal und Personalien

Leserzuschrift @, Donnerstag, 28.04.2016, 12:19 vor 3577 Tagen @ NST 3950 Views

"Personalausweis" ist die Kurzbezeichnung für einen "Personalien-Ausweis", weist also die zur Person des Inhabers gehörenden Daten - die "Personalien" - nach.
Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Personalien

Das Personal einer Firma ("Belegschaft", entstanden aus "Dienerschaft") hat nichts mit irgendwelchen Personalien zu tun.
Siehe: https://de.wiktionary.org/wiki/Personal

Nur in der Schweiz wird der Begriff "Personalausweis" im Sinne von "Ausweis für Beschäftigte eines Betriebes" verwendet, und dem deutsche Personalausweis entspricht dort die Identitätskarte.
Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Personalausweis#Schweiz

Schönes Beispiel ....

NST ⌂ @, Südthailand, Donnerstag, 28.04.2016, 14:43 vor 3577 Tagen @ BBouvier 3970 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 15:00

=>
http://www.ebay.de/itm/Berlin-1941-Personalausweis-/322088527734?hash=item4afdf8e776:g:...

Hallo,
Was ich gesehen habe war, dass die Namen in Handschrift eingetragen waren und die Gross/Kleinschreibung beachtet wurde.

Jetzt könnte man sagen, ja damals mussten diese Dokumente ja nicht maschinenlesbar sein ....

Wie ist deine Einschätzung zum aktuellen Status Quo - hat die Grossschreibung noch eine andere Bedeutungsebene ausser der besseren Maschinenlesbarkeit?

Was mich noch etwas irritiert ist, dass hier sehr oft Schreiber Beiträge erstellen, die möglicherweise selbst Juristen sind. Ist die Materie so komplex oder warum können hierzu keine klaren Aussagen getroffen werden?
Ich als Laie würde sagen, Juristen an die Front ......
Gruss

PS: wenn mich meine Erinnerungen nicht täuschen, dann habe ich bei Stefan Zweig gelesen, dass vor dem 1. Weltkrieg ein weltweites Reisen ohne Ausweisdokumente kein Problem war, sondern der Regelfall. Das was man wirklich benötigte war das passende Kleingeld. Was ich damit sagen will, die Thematik Reisepass, Personalausweis ist erst wirklich aktuell ab dem 1. Weltkrieg oder einfacher ausgedrückt seit ungefähr Jahrhundertwende 1900

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Personalausweis

BBouvier @, Donnerstag, 28.04.2016, 15:11 vor 3577 Tagen @ NST 4038 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 15:18

Hallo, NST!

Worauf ich hinauswollte, war allerdings nur,
dass Personalausweise in Deutschland
seit jeher so bezeichnet werden und diese Namensgebung
rein nichts mit dem "Personal" z.B. einer Firma zu tun hat,
bzw. mit einem fiktiven "Personal" der BRD:
Es kursieren diesbezüglich nämlich ganz abenteuerliche Behauptungen.

Beste Grüße!
BB

Maschinenlesbarkeit & Vereinfachung

Pingpong @, Mittwoch, 27.04.2016, 16:19 vor 3578 Tagen @ NST 4489 Views

Kann jemand dazu etwas sagen - Spinnerei oder Tatsache?

Dazu meine Ansicht als IT-Mensch, der zudem aus einer Touristikerfamilie stammt:

Der Grund dafür dürfte mit Sicherheit die Maschinenlesbarkeit und Eindeutigkeit der Schriftzeichen sein, da hierdurch z.B. eine mögliche Verwechslung von Groß- und Kleinbuchstaben wie kleines L (= l) mit großem i (= I) und/oder mit Zahlen etc. ausgeschlossen wird. Dadurch werden schlicht mögliche überflüssige Fehlerquellen eliminiert.

Auch Fluggesellschaften verwenden bei der Ticketerstellung für die Angaben der Namen oftmals ausschließlich Großbuchstaben, aus den vorgenannten Gründen.

Personalausweis Tschechische Republik

Leserzuschrift @, Donnerstag, 28.04.2016, 12:22 vor 3577 Tagen @ NST 4251 Views

Ich möchte in diesem Zusammenhang auf folgenden Sachverhalt aufmerksam machen:

Auf den Personalausweisen der Tschechichen Republik wird der Familienname durchgängig groß geschreiben.
Der Vorname wird jedoch bis auf den Anfangsbuchstaben durchgängig KLEIN geschrieben.

MfG
v.Colomb

Das macht mich nachdenklich....

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 29.04.2016, 05:22 vor 3576 Tagen @ Leserzuschrift 3751 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.04.2016, 05:27

Auf den Personalausweisen der Tschechichen Republik wird der Familienname
durchgängig groß geschreiben.
Der Vorname wird jedoch bis auf den Anfangsbuchstaben durchgängig KLEIN
geschrieben.

Hallo,
ein interessantes Detail, jetzt bekommt das Argument der besseren Maschinenlesbarkeit den ersten begründeten Zweifel, denn wenn der Nachname z.B Maier oder Müller wäre, dürfte dem Vornamen eine gewisse Bedeutung innewohnen.

Was mir hier auffällt, ist folgenden Tatbestand:
Dieses Forum hat eine recht hohe Leserzahl und der Bildungsstand dieser Leser dürfte eher in Richhtung ordentlich tendieren. Aber alle Antworten sind mögliche Interpretationen, die können stimmen, könnten aber auch falsch sein.

Bisher haben die verlinkten Quellen insbesondere die auf das Rechtssystem der USA verweisen aus meiner Sicht, die höhere Glaubwürdigkeit. Sollte ich das falsch sehen, bitte ich darum, mich zu widerlegen. Es geht mir nicht darum welche Meinung irgend jemand zu diesem Thema hat, sondern wie ist die Rechtslage tatsächlich.

Jetzt noch dazu, warum mich das so interessiert. Ich lebe ja in Asien (Thailand) und ich durfte dort folgende Erfahrungen sammeln. Hier gibt es kein Gutmenschentum, aber es gibt Gesetze ebenso wie im Westen auch. Oft sind sie von England/USA oder auch aus Deutschland übernommen oder denen sehr ähnlich. Diese Gesetze sind die geschriebenen Paragrafen, gleichzeitig gibt es aber auch noch ungeschriebene Gesetze. Diese ungeschriebenen Gesetze werden aber aus meiner Sicht mit der selben Gewichtung angewendet.

Ein Bsp.: Jeder der hier als Ausländer lebt wäre er ein Phantast, wenn er glaubt den selben Status wie ein Thai zu haben. Aber wie wird jetzt bei einem Ausländer der ungeschriebene Status erteilt? Kommt er als Repräsentant einer westlichen Firma ins Land, zählt der Status dieser Firma. Kommt er als Privatmann in das Land und ist mit einer Thai verheiratet, zählt der Status der Frau und/oder der leiblichen Kinder. Da ich zum 2.ten Mal verheiratet bin, weiss ich das ganz genau, denn ich habe es selbst erlebt (der unterschiedliche Status der Frauen). Hier muss ja ein Ausländer sich alle 90 Tage auf der Immigration Behörde kurz melden und registrien lassen. Wenn nicht viel Betrieb ist und ich alleine bin, fragt der Officer immer wie geht es denn der Frau?

Im Ausland kann man solche Dinge beobachten, wenn man genau aufpasst. Bisher dachte ich immer, in D wären alle Menschen gleich, vor dem Gesetz. Inzwischen habe ich da enorme Zweifel - und ich glaube gerade bei den Ausweisgesetzen, Personal und Reisepass ist das möglicherweise explizit erkennbar.

Sollten diese Behauptungen, die oben in den Links zu finden sind, den Tatsachen entsprechen, kann man eigenlich alles andere was diese Staatengebilde ausmacht in der Pfeife rauchen. Es wäre ein einzige Theater und die Personalausweise/Reisepässe lediglich Eintrittskarten für diese Theaterhäuser.

Der Westen, die USA und die EU sind sogenante echte Demokratien. Alles andere sind mehr oder weniger Scheindemokratien. Die Frage stellt sich aber langsam, in welcher Staatsform hat der dort geborene Bürger mehr Rechte/Status - langsam muss ich mein gelerntes Wissen in Frage stellen, denn es deckt sich nicht mehr mit den gemachten Erfahrungen.

Wo ich mich derzeit befinde, kenne ich meinen ungefähren Status - bleibt noch die Frage kennt ihr euren Status in der EU/D oder interessiert euch das gar nicht?
Gruss

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Aktueller Personalausweis Österreich, im Scheckkartenformat...

Leisereiter @, Donnerstag, 28.04.2016, 16:02 vor 3577 Tagen @ NST 3997 Views

Habe soeben einen aktuellen
"PERSONALAUSWEIS REPUBLIK ÖSTERREICH
IDENTITY CARD OF THE REPUBLIC OF AUSTRIA CARTE D´IDENTITE REPUBLIQUE D´AUTRICHE"
genau betrachtet.
Vor- und Familienname komplett in Großbuchstaben.
Der Familienname aber in deutlich gößerer Schriftgröße.

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