Dame von der AFD führt Lanz vor

XERXES @, Dienstag, 26.04.2016, 23:55 vor 3579 Tagen 7875 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.04.2016, 00:00

Läuft gerade in der ARD. Bin per Zapping drauf gestoßen.

Sehr souverän die Frau. Die Antideutschland-Ideologen sind völlig überfordert und geben sich der Lächerlichkeit preis.

p.s. Dr. Alice Weidel heißt die Dame

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Dr. Alice Weidel hat im Wahlkampf eine gandiose Rede gehalten (PS!)

Reffke @, Mittwoch, 27.04.2016, 02:51 vor 3579 Tagen @ XERXES 6957 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.04.2016, 03:07

Hallo XERXES,

Der Erfolg in RP kam nicht von ungefähr... [[zwinker]]
Da - wie in ganz Deutschland! - liegen viele Talente brach, die sich nun bei der AfD einbringen!
Aber lassen wir sie einfach stellvertretend selbst zu Wort kommen:
(Wahlkampf-)Rede von Dr. Alice Weidel (AfD) in Ludwigshafen

Grandios.[[applaus]]

MfG, Reffke

PS: Noch eine anhörenswerte Rede!
Der Polizist Heribert Friedmann (AfD) über Innere Sicherheit

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Stimmt, habe es bei dem Einheitsbrei verwechselt... (oT)

XERXES @, Mittwoch, 27.04.2016, 10:02 vor 3579 Tagen @ subwave 3373 Views

- kein Text -

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Führt nicht vor, sondern kooperiert

Martin @, Mittwoch, 27.04.2016, 14:55 vor 3578 Tagen @ XERXES 3937 Views

Die beiden geben sich die Stichworte "divide et impera AfD". Allzu offensichtlich, die Dame ein trojanisches Pferd. Sie müsste sich nicht darauf einlassen, Parteigenossen und -genossinnen zu kommentieren.

Läuft gerade in der ARD. Bin per Zapping drauf gestoßen.

Sehr souverän die Frau. Die Antideutschland-Ideologen sind völlig
überfordert und geben sich der Lächerlichkeit preis.

p.s. Dr. Alice Weidel heißt die Dame

Kein guter Auftritt

mabraton @, Mittwoch, 27.04.2016, 16:34 vor 3578 Tagen @ XERXES 4092 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 27.04.2016, 17:34

Hallo zusammen,

Frau Weidel drückt sich sehr gewählt aus, sie kann Punkte gut vermitteln und lässt sich daher auch nicht so leicht in die rechte Ecke stellen. Allerdings hält sie das zunehmend davon ab, Positionen ihrer Partei zu vertreten, welche nicht die ihren sind. Die Aussage "der Islam gehört nicht zu Deutschland" hat sie als reine Gegenposition zu der Aussage, "der Islam gehört zu Deutschland" bezeichnet. Inhaltlich kam da so gut wie nichts. Damit kommt sie beim von Lanz aufgestellten Tribunal aus Kriegsfotograf und Politikwissenschaftler durch. Für den Wähler ist das keine Position, die greifbar ist. Sich von allen Parteikollegen zu distanzieren, die provokante Aussagen gemacht haben, ist auch nicht überzeugend. Mit dieser "Wasch mich, aber mach nicht nicht nass"-Haltung kriegt sie auch intern große Probleme.

Beste Grüße
mabraton

Oder geniales Taktieren?

nereus @, Donnerstag, 28.04.2016, 07:38 vor 3578 Tagen @ mabraton 3129 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 12:53

Hallo mabraton!

Deiner Einschätzung zum Auftritt von Frau Weidel schließe ich mich z.T. an.
Mir fehlte da ein wenig der Biß, den die anderen Frauen (Petry und v. Storch) schon mal haben.
Ich würde aber nicht so weit wie @Martin gehen, sie als Trojanerin zu bezeichnen, obwohl ich seiner unnötigen Kommentierung anderer Parteimitglieder beipflichte.
Aber es ist eben ein Unterschied in Ruhe über etwas nachzudenken oder im Eifer des Studio-Gefechts zu retournieren, zumal Lanz seinen ganzen Stil auf Angriff aufbaut.

Alice Weidel (und wohl auch Prof. Meuthen) präsentiert eher die Wohlfühlseite der AfD, mit der sich das Medien-Bordell arrangieren kann und zunehmend auch möchte. Nicht umsonst wird permanent ihre Mitgliedschaft hinterfragt.
Man hat gerade ordentlich Stimmen gesammelt und weiß, daß der Aufwind der Protestpartei schnell wieder erlahmen könnte, daher will man erst einmal Pfähle einrammen, um Halt in der Brandung des politischen Geschäfts zu bekommen.
Das ist taktisch geschickt und ermöglicht den „Tauben“ immerhin ein paar populäre Botschaften unter’s Publikum zu bringen, wie z.B. Volksabstimmungen.
Der gesitteten und attraktiven Frau Weidel hören dann eben noch ein paar Leute mehr zu und könnten ggf. nachdenklich werden.
Souveräner agierte sie meiner Ansicht nach bei Maischberger und war ein deutlicher Kontrastpunkt zu den immer peinlicher werdenden Hofschranzen.

Vielleicht sollten wir auch nicht immer das Haar in der Suppe suchen, denn wenn ich mir die Ausraster der amtierenden Sprechblasen zu Gemüte führe, dann agiert die AfD noch weitestgehend souverän.
Wenn dann die Dummbeutel der Nation beim Begriff lebensbejahender afrikanischer Ausbreitungstyp eines „Falken“ (Björn Höcke) in die Luft gehen, wie z.B. Hajo Funke und das quäkende Politkasperle-Theater, dann bestätigt es die inzwischen massiv grassierende Demenz der Höflinge.
Auf der einen Seite palavern sie über demografische Katastrophen und wenn dann anderswo dieses Problem nicht besteht und diesen Sachverhalt jemand klar und deutlich formuliert, dann bellen die pawloschen Hunde ihren geistigen Unrat in die Welt, weil sie einfache Zusammenhänge nicht mehr verstehen bzw. wahrnehmen wollen.
Lebensbejahend mutiert inzwischen zum Unwort – das muß man sich einmal in Ruhe durch den Kopf gelassen. Die da oben sind mittlerweile komplett verblödet! [[kotz]]

Die kleinen Nadelstiche aus dem Osten und die wohl temperierten Plaudertaschen [[zwinker]] des Westens sind eine bislang gut funktionierende Mischung, um an allen Rändern und Mitten zu grasen.
Wenn der Parteitag in Stuttgart halbwegs geordnet über die Bühne geht, sind die Haken fest eingeschlagen und die überfällige Zertrümmerung des muffigen Meinungs-Kartells kann erfolgreich fortgesetzt werden.
Und genau darauf freue ich mich. [[zigarre]]

mfG
nereus

und dies noch hinten dran ;-)

nereus @, Donnerstag, 28.04.2016, 09:42 vor 3578 Tagen @ nereus 2798 Views

Hatte zuvor ja schon über die grassierende Dummheit der politischen Kaste kurz Dampf abgelassen, da kommt die Bestätigung vom Danish-Blog.
Der hat sich ein Besuch bei der SPD und ihrem Umfeld angetan und teilt seinen Lesern nun ein paar Höhepunkte mit:

Podiumsdiskussion zwischen Hilde Mattheis (MdB SPD), Patrick Gensing (Blogger, Journalist und Autor des Buches „Rechte Hetze im Netz“) und Ulf Bünermann (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin)
Was zum Geier ist denn „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin” für ein Beruf?

[[freude]]

Quelle: http://www.danisch.de/blog/2016/04/28/stell-dir-vor-es-ist-spd-und-keiner-geht-hin/

Generell herrschte der Vorwurf, dass die AfD in ihrer Wählerschaft „wildere”. Die haben nicht gemerkt, dass sie Wähler verloren haben, sondern kommen sich vor, als hätte die AfD ihnen ihre Wähler gestohlen. Dazu kam etwas, was sie offenbar als Schock wahrgenommen hatten: Sie waren wohl fest davon überzeugt, dass alle Nicht-Wähler überzeugt SPD wählen würden, wenn sie denn überhaupt wählen würden, und so dachte man, dass die SPD viele Stimmen bekommt, wenn man die Nichtwähler nur irgendwie mobilisieren könnte. Nun sieht man mit Entsetzen, dass die Nichtwähler gekommen sind, aber AfD gewählt haben.
Und da stehen sie nun rat- und fassungslos da.
Eine Situation, die es in ihrem Weltbild nicht geben dürfte:
[[freude]]

Der Bürger suche jetzt einfache populistische Phrasen ohne Gegenposition, und das bediene die AfD.
Wenn der Bürger ernstgenommen werden wolle – das muss man sich mal vorstellen, die fragen nicht, ob der Bürger die SPD noch ernst nimmt und wählt, sondern ob die SPD den Bürger noch ernst nehmen und sich von ihm wählen lassen könne – dann müsse er wieder lernen zu diskutieren, statt andere Meinungen von vornherein auszuschließen.
Ich hab gedacht, ich steh im Wald.
Jahrelang habe ich das nun beobachtet, wie die SPD – Feminismus, Gender, Migration – alles niederbrüllt und angreift, was anderer Meinung ist, und jegliche Diskussion oder Fragen sabotiert und unterdrückt, und jetzt kommt die daher und meint, der Bürger müsse lernen, mit der SPD zu diskutieren.

[[lach]]

Und dann kamen die sogar ins Schwärmen. Die AfD hätte einfach Klasse Ergebnisse erzielt. Könnten „wir” das erklären?
Sie konnten nicht. Auch dem mobilen Berater ist nichts eingefallen.

[[euklid]]

So geht es dahin.

mfG
nereus

Profil zeigen ist notwendig

mabraton @, Donnerstag, 28.04.2016, 11:59 vor 3578 Tagen @ nereus 2500 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 28.04.2016, 12:33

Hallo nereus,

was die Blockparteien angeht, sind wir uns einig. Inhaltlich verfangen sie auch nicht mehr. Das wirkt alles zunehmend lächerlich und mit den kosmetischen Maßnahmen, die der arbeitenden Bevölkerung aufgetischt werden, sind keine Stimmen mehr zu holen.

Eine Partei, die in dieser Situation mit klaren Analysen auftaucht und Alternativen aufzeigt, ist eine sehr große Gefahr. Die AfD deckt zusätzlich ein breites gesellschaftliches Spektrum ab. Dass man sie folglich nicht mehr los wird, haben die Altparteien begriffen. Also muss man sie spalten. Diese Strategie wird jetzt im Stakkato abgefahren. Deshalb ist es grundsätzlich kein Fehler, sich so angepasst zu präsentieren, wie Frau Weidel gestern. Ich beobachte allerdings, dass die thematische Substanz dabei zunehmend preisgegeben wird. Und das wird auf Dauer nicht gut gehen. Sich den Lanz & Co. der Republik vor die Füße zu werfen, bedeutet im Endeffekt, sich ihrer Maßstäbe zu unterwerfen (bspw. "der Islam ist eine Religion wie jede andere"). Es funktioniert nicht, die gesetzten roten Linien zu umtänzeln.

Letztlich macht man sich dadurch wieder angreifbar. Auch weil es dann sehr schnell innerhalb der Partei zu brodeln beginnt und die nächste nazifizierbare Aussage nur eine Frage der Zeit ist.

Man kommt nicht drum herum, die Kampagne zu entlarven und die eigenen Positionen so einzuordnen, wie sie gemeint sind. Dass N-TV-Interview mit Petry ist dafür ein gutes Beispiel. Dem tut auch die skandalisierte Überschrift keinen Abbruch.

Frauke Petry über den Islam
"Müssen drastische Maßnahmen ergreifen"
http://www.n-tv.de/politik/Muessen-drastische-Massnahmen-ergreifen-article17545301.html

Beste Grüße
mabraton

„Und dann kam die Fragestunde.“, die zwischen Hadmut Danisch …

Ostfriese @, Freitag, 29.04.2016, 16:49 vor 3576 Tagen @ nereus 2287 Views

… und den Teilnehmern der


Podiumsdiskussion zwischen Hilde Mattheis (MdB SPD), Patrick Gensing
(Blogger, Journalist und Autor des Buches „Rechte Hetze im Netz“) und
Ulf Bünermann (Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin)
Was zum Geier ist denn „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus
Berlin” für ein Beruf?

[[freude]]

in dem link

http://www.danisch.de/blog/2016/04/28/stell-dir-vor-es-ist-spd-und-keiner-geht-hin/

wiedergegeben wird. Das Gespräch

„… Ich habe mal gefragt, ob die von ihnen beschriebenen Wählergruppen, die die AfD doch angeblich so erfolgreich einsammle, nicht in Wirklichkeit die Gruppen sind, die die SPD in den letzten Jahren verprellt, beschuldigt, davongejagt hat.
Aber die AfD wildere nun mal in fremden…
Ich unterbreche und sage, sie sollen mal nicht über die AfD, sondern über Fehler der SPD reden.
Nun, die demographischen Umfragen ergäben doch eindeutig, dass andere Parteien viel mehr an die AfD verloren hätten, gerade CDU-Wähler würden…
He, ich habe auch nicht nach der CDU, sondern der SPD gefragt, es ist doch schließlich eine SPD-Veranstaltung.
Auch DIE LINKE habe viele Wähler…
Ich hatte aber nach der SPD gefragt!
Das sei ein europaweiter Trend, alle linken Parteien hätten verloren…
Verflixt noch eins. …“

ist ein wunderbares Beispiel für das, was Jean Baudrillard in Requiem für die Medien, Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen, 1978, S. 94, eine „Rede ohne Antwort“ nennt – ein Reden ohne Beantwortung der Frage. Die Parteien sind wie die Massenmedien „die Gewissheit, dass die Leute nicht mehr miteinander reden, dass sie angesichts einer Rede ohne Antwort endgültig isoliert sind“.

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.