Grundeinkommen + Lockerung Bauordnung

modesto, Dienstag, 26.04.2016, 13:49 (vor 3578 Tagen) @ Orlando3357 Views
bearbeitet von modesto, Dienstag, 26.04.2016, 14:03

Guten Tag Orlando,

man kann nur hoffen, dass sich das Grundeinkommen durchsetzt.
In Italien wird es von Movimento 5 Stelle (Grillo) gefordert.

Obwohl ich für Deutschland Bedenken habe.
Denn das würde die Abschaffung des riesigen Büropkratenkropfes bedeuten, der verdient, steuert und gleichzeitig als Handlanger fungiert, um gerade bedürftigen Menschen, (Alter, Behinderung, Krankheit..), den Bezug zu erschweren zu den gültigen, eher mickrigen Hilfsleistungen.

Doch wenn wir nicht in einigen Jahren Barackenslums haben wollen, muss für die Menschen gesorgt sein, die keine Arbeit mehr finden, 3D-Drucker und andere Erfindungen werden dafür sorgen, dass es immer weniger Arbeit gibt.

Zum Grundeinkommen dazu müsste extrem an den Bauordnungen gedreht und diese auf ein Mindestmaß zurückgestutzt werden.

Wer keine bezahlbare Wohnung findet, die er vom Grundeinkommen unterhalten kann bzw. schon jetzt von der Grundsicherung im Alter - wohin geht er?
In den USA gibt es Wohnwagenparks, einer schön, der andere versifft.
Aber immerhin - man darf in seinem Garten wohnen.

In Deutschland gibt es den Trend für Minirentner zum Wohnen auf dem Campingplatz im Mobilheim.
Nur sehr wenige haben die Erlaubnis für ihre Bewohner, den Wohnsitz anzumelden.

Wer ein Wochenendgrundstück besitzt, darf dort nicht leben.

Dagegen stampfen hippe Architekten Bienenwaben aus dem Boden, deren Mieten kaum zu bezahlen sind. Diverse Hochglanzmagazine berichten euphorisch vom Leben auf 10 m² in einem Modulbau.
Doch nicht einmal dafür würde man in D. eine Genehmigung erhalten.

Smarthousevertriebler können sicher ein Lied davon singen, dass es zwar viele Interessenten, aber keine Grundstücke gibt, auf denen man so einen Karton stellen darf.

Wenn man schon sich oben 99 % in die Tasche steckt, muss man den "überflüssigen" und unproduktiven Bürgern zumindest die Grundbedürfnisse erfüllen.
Die jetzigen Bemessungsgrenzen für Wohnraum sind bei der derzeitigen Entwicklung ein Witz.
Sollen die Bedürftigen nicht auf den Straßen liegen, wird man sich etwas einfallen lassen müssen.
Dresden hat vor etlichen Jahren fast seinen ganzen Bestand an Sozialwohnungen verscherbelt und schaut nun in die Röhre.

Die Grundsicherung im Alter beträgt ca. 730 Euro, wie davon ein alleinstehender und meist kranker alter Mensch wohnen und leben soll?
Das geht nicht gut..

Wünsche einen angenehmen Tag und baldigen Frühling
modesto


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