Willkommens-Kultur (Die Besten der Besten)
bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 26.04.2016, 12:34
Die TU Dresden glänzt mal wieder mit einer Exzellenzinitiative.
Der Rektor hat genug Zeit, um die Uni ständig gegen Pegida und den Kampf gegen "rechts" aufzustacheln.
Ich habe in drei Ländern studiert und musste (durfte) jedes Mal einen Aufnahmetest machen, bei dem
ich solide Grundlagen der LOKALEN Amtssprache nachweisen musste.
Bei meiner Zeit in Dresden hatten sich die Dozenten nicht besonders bemüht, mir als süddeutschen Migranten eine Wohlfühlatmosphäre zu verschaffen. Im Gegenteil, es gab mehr Peitsche als Zuckerbrot, ist ja auch eine Uni und kein Waldorf-Kindergarten. Die vorwiegend asiatischen Studenten dort haben oft ein Fremdsprachenniveau, das deutlich unter dem von Günther Öttinger liegt. Aber hey, international ist ja so cool!
Liebe Studierende,
wie würden Sie sich fühlen, nachdem Sie Ihre Familie und Freunde verlassen haben, um in einem Land zu leben, dessen Sprache und Kultur Sie nicht verstehen, und dessen Einwohner Ihnen mit Befremden und manchmal Ablehnung gegenüberstehen?
Wir sind dankbar und stolz, dass an unserer Universität auch rund 5.000 Menschen aus dem Ausland lehren und lernen. Es gibt zahlreiche Initiativen, um unsere internationalen Wissenschaftler und Studierenden zu integrieren. Aber wir können noch besser werden. Die Universitätsleitung strebt an, dass die Willkommenskultur an der TU Dresden die beste aller deutschen Universitäten wird.
Dazu braucht es die Unterstützung jeder und jedes Einzelnen. Jede und jeder sollte sich fragen, ob er oder sie im täglichen Umgang den ausländischen Kommilitoninnen und Kommilitonen tatsächlich aufgeschlossen und freundlich gegenüber tritt. Oft sind es nur Kleinigkeiten, die darüber entscheiden, ob sich jemand willkommen fühlt oder nicht. Stellen Sie sich einfach für einen kurzen Moment vor, allein in einem fremden Land zu sein! Stellen Sie sich vor, zwischen Sprachproblemen und vielen neuen Eindrücken, zwischen Sehnsucht nach der Familie und Freunden in der Heimat und neuen Herausforderungen den Studienalltag meistern zu müssen! Ganz sicher würden Sie sich freuen, wenn Ihre Kommilitonen an der fremden Uni auf Sie zukämen, Sie ansprechen würden, mit ihnen in Lerngruppen zu arbeiten. Sie wären sicher dankbar, zu gemeinsamen Freizeitaktivitäten eingeladen, mit einem Lächeln begrüßt oder in Gespräche einbezogen zu werden.
Genau das wünsche ich mir auch für unsere internationalen Studierenden und Wissenschaftler! Und deshalb bitte ich Sie im Namen des Rektorates, dass Sie Ihren ausländischen Kommilitonen das Gefühl geben, hier in Dresden und an der TU Dresden, in Ihren gemeinsamen Vorlesungen und Seminaren willkommen zu sein.
All unser Streben nach mehr Internationalität wird nur Früchte tragen, wenn alle Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Studierenden jeden Tag eine Willkommenskultur leben, die von Toleranz und Menschlichkeit getragen ist!
Mit freundlichen Grüßen
Prof. Hans Müller-Steinhagen