Natürlich gibt es ein Recht auf Zinsen
Hallo Farmer,
alle schlagen auf Herrn Dragi ein.
Was macht er denn?
Das in die Jahre gekommene Zinssystem fordert exponentielles Wachstum. Die
2. Nachkriegsgeneration beginnt gerade erst, ihre Rentenansparungen zu
liquidieren.
Wo siehst Du Spielraum für relevante Habenzinsen?
Der Anspruch ergibt sich aus den Steuerforderungen des Finanzamts.
Die Steuer ist zum Termin fällig, da hat aber noch kein Unternehmen das Geld.
Die Ware und die Dienstleistungen, die versteuert werden, müssen nämlich noch bezahlt werden.
Also bleibt den Unternehmen (Steuern auf Einkommen werden nur von Unternehmen und Selbständigen bezahlt) nichts anderes übrig, als sich zu refinanzieren.
Das werden Unternehmen nur dann machen, wenn die Zinsen niedriger sind als die Säumniszuschläge.
Sollte einmal der Fall eintreten, dass die Säumniszuschläge, welche das Finanzamt für verspätete Steuerzahlung erhebt, niedriger sind als die Zinsen, gibt es für ein Unternehmen keinen Grund, Geld auf dem Kapitalmarkt aufzunehemen.
Also sind Steuern die Ursache der Zinsen, die Höhe richtet sich nach Angebot und Nachfrage. Ist das Angebot an Geld sehr hoch wie gegenwärtig, dann sind die Zinsen niedrig.
Solange es Steuern gibt, die zum Termin fällig sind, wird es Habenzinsen geben.
In die Zukunft gerichtetes Ansparen sollte sich nur noch an sicherer
Werterhaltung orientieren.
Sichere Werterhaltung hat es niemals gegeben, dein Vorschlag läuft also darauf hinaus, sich an der Kristallkugel zu orientieren.
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc