Nochmals was zu Stressneigung/Depression: Kann man das epigenetische Gedächtnis oder die Überprodukton von AVP regulieren?

Ikonoklast @, Montag, 25.04.2016, 08:23 vor 3580 Tagen 4648 Views

Hallo Zusammen,

zuerst muss ich mich bei @helmut-1 bedanken, wegen seinem Posting habe ich nochmals den Zusammenhang von Genen und Traumata/Depressionen gesucht.

Vor einiger Zeit ging eine Studie um die Welt, dass Holocaust-Überlebende das erlebte Trauma via Gene an ihre Kinder weitergeben (konnten).
Bei der Max-Planck-Gesellschaft bin ich dann auf einen interessanten Artikel zur Epigenetik und der Neigung zu Stressanfälligkeit, Depressionen und Burnout gestoßen.

Kurzgesagt werden Methylgruppen an die DNA wie Signalflaggen angebracht, dadurch reagieren diese Personen ihr Leben lang empfindlicher und mit einer heftigeren Gegenreaktion auf Stress. Das Übel fängt wohl mit einer überhöhten Vasopressinproduktion im Hirn an, diese bewirkt eine erhöhte Ausschüttung der Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Gott sei Dank ist nichts in Stein gemeißelt. Gibt es Wege auf die Methylgruppen oder die Vasopressinkonzentration (AVP) einzuwirken?

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Grüße

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... and girls of course!

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Bruch Lipton sagt, das sei angelernt

baisse-man @, Montag, 25.04.2016, 09:05 vor 3580 Tagen @ Ikonoklast 4116 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.04.2016, 17:13

Hi,

nach Bruche Lipton, amerikanischer Genetiker und Zellbiologe, macht die Wahrnehmung das Verhalten und die Gesundheit aus. Diese steuert die Zelle. Die DNA liefert lediglich die Blaupause zum Bauen von Proteinen.
Unsere Wahrnehmung können wir durch Achtsamkeit und Willen ändern...
https://www.youtube.com/watch?v=z6yiCMvzxVQ "Der Geist ist stärker als die Gene"

Was bedeutet dass? Wir sind eben nicht schuldlos unseren Genen ausgeliefert und können das bejammern und uns darauf ausruhen, sondern müssen aktiv Eigenverantwortung übernehmen!


LG

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Erkenne dich selbst.

Danke Dir, das Video werde ich mir in einer ruhigen Minute ganz ansehen.

Ikonoklast @, Montag, 25.04.2016, 09:44 vor 3580 Tagen @ baisse-man 3048 Views

Die Wechselwirkung von Geist und Körper.

Der Geist ist willig, nur das Fleisch ist schwach. Oder leider manchmal anders herum... [[sauer]]

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Grüße

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Sehr fundiert an der "Mind-Body-Schnittstelle" arbeitete Ernest Rossi

Olivia @, Montag, 25.04.2016, 17:37 vor 3579 Tagen @ Ikonoklast 2776 Views

Der Geist ist willig, nur das Fleisch ist schwach. Oder leider manchmal
anders herum... [[sauer]]

...................

Denn das Ganze hat mit "Willenskraft" nichts zu tun.

Ernest Rossi (Mitarbeiter und Schüler von Milton Erickson) - googeln

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For entertainment purposes only.

Lipton-Video - Link zur Original-Version

common sense @, Montag, 25.04.2016, 12:10 vor 3580 Tagen @ baisse-man 2919 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.04.2016, 12:25

Danke baisse-man!

Für diejenigen, die mit Liptons durchaus gepflegten US-Englisch klar kommen, sei auf diese Version der Präsentation verwiesen:

Bruce Lipton - Great Keynote on Mind Over Matter
https://www.youtube.com/watch?v=O5wzYNMHwn8

Offensichtlich wurde Liptons Präsentation synchron-übersetzt. In oben verlinkter Version sind die Pausen für die Übersetzung raus geschnitten. Im Bild befremden die vielen Schnitte etwas, aber der Sprachfluss ist einwandfrei hergestellt. So kann man Lipton auch einfach nur zuhören.

Beste Grüße in die geschätzte Runde!
cs.

Der Methylierung auf der Spur

Ikonoklast @, Montag, 25.04.2016, 09:40 vor 3580 Tagen @ Ikonoklast 3845 Views

Ein Ansatz scheint über die Methylierung zu laufen, damit lassen sich Gene an- und ausschalten.

Methylierung via Cholin, Betain, Folsäure und B12.
Methyl-Donatoren: L-Carnitin, Taurin, Betain, Cholin, Methionin, Cystein, Folsäure, Methyl-Cobalamin
Äußerst aussichtsreich ist S-Adenosyl-Methionin (SAM oder SAMe). Noch etwas zu SAM bei edubily Homocystein und Folsäure

Na da werde ich mir doch mal SAMe und Methylfolat besorgen [[freude]]

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Grüße

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Palliativbehandlung

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 25.04.2016, 11:29 vor 3580 Tagen @ Ikonoklast 3538 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 25.04.2016, 13:10

Daniel Liebermann sagt, das sei eine Folge der Zivilisierung,
genauso wie

Akne
Alzheimer
Angszustände
Apnoe
Asthma
Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivität
Bluthochdruck
Morbus Chron
Depressionen
Diabetes Typ 2
Emphysem
Endometriose
Essstörungen
Fettleber
Fibromyalgie
Fussballenentzündung
Fusspilz
Gebissveränderungen
Gicht
Glauom
Hammerzehen
Hämorrhoiden
Jodmangel
Karies
Karpaltunnelsyndrom
Koronare Herzkrankheit
Krebs
Kurzsichtigkeit
Lactoseintoleranz
Leberzirrhose
Magengeschwüre
Metabolisches Sysndrom
Müdigkeit (chronisch)
Multiple Sklerose
Osteoüorose
Plantarfaszitis
Plattfüße
Polycistisches Ovarialsyndrom
Präeklampsie
Rachitis
Rachitis
Reizdarm
Refluxösophagitis
retinierte Weisheitszähne
Rückenschmerzen
Schlaflosigkeit (chronisch)
Skorbut
Verstopfung (Chronisch)
Zwangsneurosen.
(Unser Körper, S. 223, Daniel E. Liebermann)

Daniel Liebermann betont, die Aufzählung sei keineswegs vollständig, da gäbe es noch mehr.
Die von dir beschriebenen Symptome gehören alle zur Liste der Zivilisationskrankheiten, eine Unterscheidung zwischen Nachkommen des Holocaust (Folgeerscheinung der Zivilisation) und Nachkommen des Bombenterrors und der Massenvergewaltigungen (Folgeerscheinung der Zivilisation) wird damit kaum möglich sein, und wenn, dann sind alle Therapien rein palliativ: Herumdoktern an Symptomen ohne die Ursache zu beseitigen.
Dass trotzdem solche Unterschiede gemacht werden ist eine Folge des allgegenwärtigen Rassismus. Wenn eine bestimmte Gruppe aus rassistischen Gründen genauer untersucht wird als andere, dann kommen eben nichts anderes als selfulfilling Prophecies heraus, es bestätigt sich genau das, was zu beweisen war.

Die Epigenetik besteht im wesentlichen darin (wenn ich das richtig verstanden habe) die Nachfahren dahin zu programmieren: So, wie es jetzt ist, so wird es auch in Zukunft sein, und dein Körper täte besser daran, darauf vorbereitet zu sein. Wenn einer Vorfahren hat, die Holocaust oder Bombenterror überlebt haben, dann soll er durch Epigenetik in die Lage versetzt werden, wenn so etwas wieder auftreten sollte, größere Chancen zu haben, das ebenfalls zu überleben, als diejenigen, die keine Vorfahren mit solchen Erlebnissen haben.
Insofern wäre es kontraproduktiv, epigenetische Programmierungen wegzutherapieren.
Es gibt UNS schließlich nur deswegen, weil wir alle von Vorfahren abstammen, die furchtbare Katastrophen überlebt haben.

PS: Natürlich gibt es einen Ausweg aus der verfahrenen Lage. Man müsste nur 999 von 1.000 der derzeit lebenden umbrigen, und der Rest ehr zurück zum Jäger- und Sammlerdasein. Das scheitert aber bisher daran, dass neimend genau weiß, nein nicht, wer die 999 zu Tötenden seien, das weiß jeder [[freude]], nein, sondern daran, wer der eine Überlebende von 1.000 sein soll.


Gruß Mephistopheles

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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

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