Von der Bedeutung deutscher Sprache und Kultur

Falkenauge @, Freitag, 22.04.2016, 11:05 vor 3582 Tagen 3390 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.04.2016, 12:59

Ein Russe wie der Filmregisseur Alexander Sokurov muss die tumben Deutschen auf die Bedeutung ihrer Kultur und Sprache hinweisen. In einem Video spricht er über seinen Film "Faust", den er in deutscher Sprache gedreht hat, unter anderem:

“Die deutsche Sprache ist eine Errungenschaft der Zivilisation, sie ist ein Schatz, die der ganzen Menschheit gehört. Es ist so unglaublich viel Bedeutendes in deutscher Sprache gedacht und formuliert worden. Leider ist die deutsche Geschichte tragisch verlaufen, Deutschland ist nach dem Krieg gedemütigt worden, und deshalb ist die deutsche Sprache aus dem Bewusstsein der Welt getilgt worden.

Für mich ist Deutsch mehr als eine Sprache. Es ist Charakter, Emotion, Atmosphäre. Deutsche Schauspieler können Emotionen ausdrücken, wie nirgendwo sonst auf der Welt. Sie artikulieren anders, weil die Sprache eine andere Seele hat. Sie ist ein Stück Zivilisation.

Ich liebe Deutschland, und komme gerne hierher. Aber die Deutschen müssen endlich damit aufhören, ihre nationale Kultur mit Füßen zu treten. Wenn die Deutschen das nicht schaffen, ist meine letzte Hoffnung für Europa dahin. Ich glaube, die Deutschen haben einfach noch nicht verstanden, welche ungeheure Bedeutung das deutsche Kulturerbe für sie selbst, und für die ganze Welt hat.

Ich kann mir diese Missachtung nur so erklären, Deutschland hat es noch nicht vollständig kapiert, wie wichtig seine Kultur für die gesamte zivilisierte Welt ist. Ich habe das Gefühl, dass die Deutschen sich davor fürchten, über ihre nationale Kultur zu reden. Aber was ist Deutschland ohne seine Kultur, seine Kunst, seine Sprache. Was bleibt dann. Was ist das für ein Volk, das seiner eigenen Kultur den Rücken kehrt.

Jede Region in Deutschland hat ihre eigene Auffassung von Kultur. Ich sehe weder im Fernsehen, noch im Museum, noch im Theater, die LIEBE zur nationalen deutschen Kultur, so als hätten die Deutschen Angst davor. Aber, wovor haben sie denn ANGST?!”

Man beachte den von mir hervorgehobenen Satz:
"Wenn die Deutschen das nicht schaffen, ist meine letzte Hoffnung für Europa dahin."
Das glaube ich auch.

Hier das überaus hörenswerte Video von knapp 8 Minuten Länge:

http://www.politaia.org/deutschland/deutsche-treten-ihre-nationale-kultur-mit-fuessen/

Auch der Spanier Salvador de Madariaga, ein exzellenter Kenner der Völker Europas, äußerte sich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg(!) ähnlich:

„Deutschland bildet das Herzstück Europas, ist im Mittelpunkt seines Körpers, am Gipfel seines Geistes, in den innersten Räumen seines bewussten und unbewussten Wesens: die Quelle seiner erhabensten Musik, Philosophie, Naturwissenschaft, Geschichte, Technik – sie alle sind undenkbar ohne Deutschland. Wenn Deutschland fällt, so fällt Europa. Wenn Deutschland verrückt wird, so wird auch Europa verrückt. Die moralische Gesundheit des deutschen Volkes ist eine der Hauptbedingungen für die moralische Gesundheit Euro­pas, ja für seine Existenz selbst.“

Zitiert aus:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2015/10/21/deutscher-geist-und-deutsche-seele-ver...

Ergänzung

Falkenauge @, Freitag, 22.04.2016, 11:35 vor 3582 Tagen @ Falkenauge 2323 Views

Ich muss noch eine wichtige Ergänzung machen:

Ziemlich am Anfang des Interviews (0.31 min.) äußerte sich Sokurov auf die Frage nach der Gegenwärtigkeit seines „Faust“ folgendermaßen:

„Die Zahl derer, die heutzutage bereit sind, ihre Seele zu verkaufen, ist so riesig geworden, dass der Preis für eine menschliche Seele immer weiter fällt. Es gibt für so eine Seele einfach keine Käufer mehr. Verstehen Sie? Das ist ein ernsthaftes Problem und sehr aktuell. Es gibt Millionen Verkäufer und keine Käufer.“

Das ist in der Tat hoch aktuell und bezeichnet den ungeheuren Kulturverfall, in dem wir uns befinden.

German Angst

trosinette @, Freitag, 22.04.2016, 11:37 vor 3582 Tagen @ Falkenauge 2513 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.04.2016, 12:15

Guten Tag,

Aber, wovor haben sie denn ANGST?!”

Weiß ich nicht genau, ich weiß aber, dass Angst ein fester Bestandteil der deutschen Kultur ist, die im englischsprachigen Kulturraum, weil man dort für diese Angst einfach keine eigenen Worte findet, als „German Angst“ kursiert.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

P.S. Ergänzend möchte ich noch die Vermutung äußern, dass zivilisatorische Höchstleistungen ohne Angst gar nicht vorkommen würden.

Die deutsche Sprache ist wirklich ein Geschenk. Leider verstehen es viele Deutsche nicht.

Olivia @, Sonntag, 24.04.2016, 17:36 vor 3580 Tagen @ Falkenauge 1340 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.04.2016, 17:53

Eine Sprache, in der man so präzise, so vielschichtig und so klar Dinge und Sachverhalte ausdrücken kann, die ist ein Geschenk.

Mein Mann wollte unsere mit 10 Jahren adoptierte Tochter englischsprachig erziehen. Das hat mich unglaublich geschmerzt. Zum Einen, weil ich keinen Menschen britisch erziehen kann, da ich kein Brite bin, zum Anderen weil ich der Überzeugung war, dass sich unsere Tochter ohne diese Sprache NIEMALS als Deutsche empfinden würde und dass ich dadurch kaum einen emotionalen Zugang zu ihr bekommen würde. Ich war so fassungslos, dass ich sagte: "Auf diese Idee kann auch wirklich nur ein Deutscher kommen"! Kein einziger mir bekannter Mensch aus anderen Kulturen hätte einen solchen Vorschlag gemacht.

Heute spricht und schreibt sie gut Deutsch und es freut mich, wenn wir über die Feinheiten der Sprache und des Ausdrucks diskutieren können.

--
For entertainment purposes only.

...aber sie ist für die Masse Mensch zu

Balu @, Sonntag, 24.04.2016, 17:55 vor 3580 Tagen @ Olivia 1393 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.04.2016, 18:01

kompliziert und dezidiert.

[[ironie]]

Warum soll denn jemand Deutsch lernen, wenn er zu einer braunen afrikanischeuropäischen Mischrasse mit max. 90 % IQ gehören soll, wie es die NWO vorantreibt? (War mal hier im Forum zu lesen, stammt, glaube ich von Sarkozy.)

Um sich in einem solchen Umfeld durchzuschlagen oder zurechtzukommen, reicht der rudimentäre Wortschatz des Umgangsenglisch doch bei Weitem.

Und es passt zum Slogan: "Gut ist nicht immer einfach, aber einfach ist immer gut".

Der Worker an der vollautomatisierten Maschine legt heute schon nur noch die Teile parat, wird zukünftig nur mehr selbsterklärende Piktogramme verstehen müssen und viel mehr nicht. Da reichen u. U. sogar archaische Grunzlaute, um seine wesentlichen Bedürfnisse mitzuteilen.

Schöne neue Welt.

Gruß
Balu

--
Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.

:-) - ja, leider wird durch die Überautomatisation alles primitiver - dazu die Konversationen, die ich mit meinem Hund führe!

Olivia @, Sonntag, 24.04.2016, 18:23 vor 3580 Tagen @ Balu 1507 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 24.04.2016, 18:31

Dazu braucht es keine "Mischrasse". Das schaffen die D auch ganz alleine. In vielen Schichten kümmern sich die Eltern nicht mehr darum oder können es selber nicht mehr. Die Schulen halten den "Schnitt", indem sie die Anforderungen senken und senken und senken.

Heute Morgen dachte ich mir, dass es eigentlich gar nicht stimmt, dass man mit "Tieren" nicht reden kann. Sie kommunizieren sehr deutlich und teilweise sogar mit Lauten. Aus Spaß habe ich mir einmal aufgeschrieben, was mir mein Hund so im Laufe des Tages "erzählt". Falls noch jemand Hunde oder Katzen hat, dann würden mich deren "Kommunikationen" auch interessieren.

Und dies hier erzählt "sie" (die Hündin) so den Tag über.

* Ich habe Hunger
* Ich muss Pipi
* Ich brauche meine Decke
* Ich brauche meinen Mantel (Hundecoat wenn es kalt ist am Boden)
* Ich will in den Garten
* Hast du mir etwas Leckeres mitgebracht?
* Das Essen war super, ich will mehr.
* Das Essen ist widerlich, gib mir etwas Besseres
* Ich möchte meinen Korb im Wintergarten, der Boden ist mir zu kalt
* Mach bitte den Ofen an
* Der Ofen geht aus, es wird mir kalt
* Toll, wir gehen spazieren.
* Ich habe gehört, dass Du mit Claudia telefonierst, wir gehen spazieren, ich treffe Nina (Hundefreundin) und ich freue mich ganz toll.
* Gib mir etwas von Deinem Essen ab, es riecht so toll
* Okay, ich warte, bis Du wieder kommst, aber bring mir etwas mit.
* Ich habe Angst, wenn ihr streitet.
* Ich habe Angst, wenn es gewittert.
* Vor diesem Hund habe ich Angst.
* Ich mag Claudia und Nina
* Mir ist kalt.
* Ich vertraue Dir.
* Ich möchte ins Schlafzimmer, in mein Bett. Du sollst auch in Dein Bett gehen.
* Ich habe etwas gehört und will raus und ordentlich bellen.
* Du ziehst Dir die Stiefel an, dann gehen wir wohl spazieren.
* Wenn ich S. lange genug anschaue, wird sie mir etwas von ihrem Essen geben – oder die Mama wird ihr sagen, dass sie mir etwas geben soll.
* Das ist mein Haus und wenn ein anderer Hund vorbeikommt, mache ich ihm das klar.
* Ich möchte mich draußen in die Sonne legen.
* Verdammt, es regnet, bei so einem widerlichen Wetter will ich nicht raus.
* Huch Schnee, den muss ich ausprobieren.
* Ich will noch nicht rein.
* Ich habe Durst.
* Gib mir endlich mein Essen.

Reden die Menschen weltweit eigentlich über so viel mehr? Kann ich mir nicht vorstellen. Höchstens, dass sie überlegen müssen, wo das Essen und Wohnen herkommt.

--
For entertainment purposes only.

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