Wegen Schwarzer Null: Erhöhung des Renteneintrittalters auf 70 und Kostenexplosion im Gesundheitssystem

Ikonoklast @, Donnerstag, 21.04.2016, 09:18 vor 3583 Tagen 6005 Views

Hallo Zusammen,

Schäuble macht diesmal den Vorreiter um uns einzustimmen. Das Renteneintrittsalter soll auf 70 Jahre heraufgesetzt werden. Weil wir immer gesünder älter werden versteht sich! [[top]]

Und die Gesellschaft soll sich auf eine Kostenexplosion im Gesundheitssystem einstellen. Hmmm war da nicht erst etwas, das evtl. eine Kostenexplosion verursacht haben könnte? Ich meine so in der näheren Vergangenheit?

Fragen über Fragen... Aber hey, uns geht es bekanntlich gut!

--
Grüße

---

... and girls of course!

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Ich weiß nicht, was ich dazu sagen soll

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 21.04.2016, 12:03 vor 3583 Tagen @ Ikonoklast 4582 Views

Ich gehöre zu den Leuten, denen die Arbeit Spaß macht. Ich habe damals zwischen zwei Neigungen gewählt, - eine habe ich zum Beruf gemacht, die andere ist Hobby geblieben. Nachdem ich gestern mein 50-jähriges Berufsjubiläum hatte, (da habe ich den Lehrvertrag unterschrieben und mit der Lehre begonnen) und immer noch mit Freude in meinem Beruf arbeite, so denke ich, dass ich richtig gewählt habe.

Natürlich habe ich nichts dagegen, wenn man früher in Rente geht. Was für mich nicht heißt, die Hände in den Schoß zu legen, - weil dann könnte man mich innerhalb kurzer Zeit begraben. Es ist für mich ein angenehmes zusätzliches Einkommen. Wenn sich dieser Zeitraum dieses zusätzlichen Einkommens nun hinausschiebt, dann ist das für mich ärgerlich, weil ich mit den Penunzen gerechnet habe, -aber nicht mehr.

Deshalb fällt die Welt für mich nicht zusammen, ohnehin werde ich gemäß unserer Familientradition erst mit 70 anfangen, kürzer zu treten. Niemand von uns hat vor 70 mit der aktiven Arbeit aufgehört. Aber in unsere Familie sind alle sehr alt geworden.

Das Problem ist ein anderes, - nämlich die Zwangsversicherung. Man kann es Solidarsystem nennen,wenn man darin Vorteile sieht. Sollte man aber zum Typ Mensch gehören, der in jeder Situation in der Lage ist, Arbeit zu finden und so etwas wie die AlV nie in Anspruch nehmen wird, der von seiner Ernährung und genetischen Voraussetzung her sich nicht mit Krankheiten auseinandersetzen will und es auch nicht wird (Unfälle ausgenommen), und der die Möglichkeiten hat, sich ein sicheres Altersbrot durch richtige Investitionen zu erwerben (damit meine ich mit Sicherheit keine Aktien), der wird jedes Monat verärgert auf seine Abzühge schauen.

In diesem Falle hat der Betroffen jedes Recht, auf Schäuble und seine Vorschläge sauer zu sein. Ich bin nicht sauer, - ich hab mich schon Anfang der 80er Jahre ausgeklinkt, als ich den Braten gerochen habe. Kann aber heute nicht mehr jeder, so wie er will. Da liegt der Hund begraben. Man wird gezwungen, nach der Pfeife zu tanzen. Nach Schäubles Pfeife und der des Arbeitsministers ("die Renten sind sicher")

Jeder konnte den Braten riechen ...

NST ⌂ @, Südthailand, Donnerstag, 21.04.2016, 15:06 vor 3583 Tagen @ helmut-1 4242 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 21.04.2016, 15:14

Anfang der 80er Jahre ausgeklinkt, als ich den Braten gerochen habe. Kann
aber heute nicht mehr jeder, so wie er will.

Hallo,
ich vermute einmal, du bist etwas älter als ich, aber unabhängig davon, ab den 90er Jahren war die Entwicklung klar erkennbar.

Das derzeitige Rentensystem ist für die jüngere Generation - ein System der Extra Steuer. Aktuelle Rentner sind Profiteure - das ist klar erkennbar daran, dass derzeit schon die Renten mit ca. 30 % im Finanzhaushalt bezuschusst werden.

Wer heute ungefähr 30 Jahre alt ist und steuerpflichtig arbeitet, muss den Bildungsstand eines Waldorfschülers haben, wenn er dieses Spiel mitspielt.

Es ist ganz einfach, für dieses Renten/Sozialsystem gibt es keine denkbare Reform, man kann es drehen wie man will, die Dummen sind immer die aktuellen Einzahler und die Profiteure die aktuellen Transferleistungsbezieher. Das verhält sich wie bei einer sich öffnenden Spirale, die Abstände werden immer grösser mit jedem weiteren Jahr, das vergeht.

Ich bin ganz ehrlich, ich hoffe in 10 Jahren auch noch was zu bekommen. [[la-ola]]

Denn ich vertraue da ganz auf die Einsichten Einsteins:
--- „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“ ---

Menschliche Dummheit kann man in diesem Falle gleichsetzen mit der Dummheit des deutschen Blockparteienwählers. Nicht einmal die neuen Facharbeiter lassen ihn ernsthaft an dem Blümschen Spruch - die Rente ist sicher - zweifeln.

Wenn sie dürfen, dann werden sie laufen - im Hamsterrad, da fühlen sie sich zu Hause und ihre Welt hat Struktur.
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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Die Rente IST auch sicher - wer könnte daran zweifeln?

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 21.04.2016, 17:57 vor 3583 Tagen @ NST 2914 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 21.04.2016, 19:25

Anfang der 80er Jahre ausgeklinkt, als ich den Braten gerochen habe.

Kann

aber heute nicht mehr jeder, so wie er will.


Hallo,
ich vermute einmal, du bist etwas älter als ich, aber unabhängig davon,
ab den 90er Jahren war die Entwicklung klar erkennbar.

Die Entwicklung war klar erkennbar ab den 60er Jahren und dem Einbruch der Geburtenjahrgänge. Seit damals war klar, ab 2020 wird's eng mit der Rente - bis jetzt allerdings nicht. Die Rentenkürzungen bisher waren vollkommen überflüssig und sind nur als Demokratiefolgelasten erklärbar.

Das derzeitige Rentensystem ist für die jüngere Generation - ein System
der Extra Steuer. Aktuelle Rentner sind Profiteure - das ist klar
erkennbar daran, dass derzeit schon die Renten mit ca. 30 % im
Finanzhaushalt bezuschusst werden.

Das nur wegen der Demokratie und der Rentenzahlungen an die, die niemals einbezahlt haben. Das dürften ca. 30 % der gegenwärtigen Rentner sein.

Wer heute ungefähr 30 Jahre alt ist und steuerpflichtig arbeitet, muss
den Bildungsstand eines Waldorfschülers haben, wenn er dieses Spiel
mitspielt.

Es ist ganz einfach, für dieses Renten/Sozialsystem gibt es keine
denkbare Reform, man kann es drehen wie man will, die Dummen sind immer die
aktuellen Einzahler und die Profiteure die aktuellen
Transferleistungsbezieher. Das verhält sich wie bei einer sich öffnenden
Spirale, die Abstände werden immer grösser mit jedem weiteren Jahr, das
vergeht.

Eine Rentenreform wäre denkbar einfach, die Söhne und Töchter zahlen die Rente an ihre Alten. Die Rentenkasse wäre dann lediglich eine Kapitalsammelstelle, die Einzahlungen würden umgehend weitergereicht an die Eltern. Die Höhe bemisst sich dann nach der bisherigen Höhe der Beiträge der Kinder und der Dauer.
Ergebnis: Je früher die Kids ihre Ausbildung beendet haben und ins Erwerbsleben eintreten und je mehr sie verdienen, um so höher wäre dann die Rente.
Wessen Kinder bereits ins Erwerbsleben eintreten, wenn die Eltern 40 Jahre alt sind, der könnte dann mit durchaus ansehnlichen Renten rechnen.

Ich bin ganz ehrlich, ich hoffe in 10 Jahren auch noch was zu bekommen.
[[la-ola]]

Denn ich vertraue da ganz auf die Einsichten Einsteins:
--- „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche
Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
---

Hi, hi, damit magst du Recht haben, aber hast du einmal schon von dem Spruch gehört:
Dummheit wird bestraft?
Was sich im Normalfall so bemerkbar macht: Die Dummen würden zwar gerne bezahlen, aber, leider, leider - sie können nicht (wg. Dummheit)

Menschliche Dummheit kann man in diesem Falle gleichsetzen mit der
Dummheit des deutschen Blockparteienwählers. Nicht einmal die neuen
Facharbeiter lassen ihn ernsthaft an dem Blümschen Spruch - die Rente ist
sicher - zweifeln.

Aber nicht doch, ein Grund. Wenn es so weiterläuft, dann wird die Rente zwar weiterlaufen, aber nicht ausreichen, weil zu viel Geld für die Neubürger aufgewandt werden muss.
Es steht dir aber frei, deine Wohnung an die Neubürger (so lautet der neue Fachausdruck) zu vermieten oder unterzuvermieten, wenn deine Rente nicht reicht. Die Miete wird dann vom Staat garantiert, aus dem Geld, um das die Renten gekürzt wurden.


Gruß Mephistopheles

Wenn sie dürfen, dann werden sie laufen - im Hamsterrad, da fühlen sie
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Gruss

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Weil es vielleicht dazu passt, aber eine Frage eines Unbedarften in Sachen Steuergesetzgebung ist.

Dirk-MV @, Punta Cana, Donnerstag, 21.04.2016, 20:52 vor 3583 Tagen @ Mephistopheles 2394 Views

Man gründet unter seinem Namen eine Briefkastenfirma in einem Land, indem (ausländische) Erträge steuerfrei sind und stattet diese offiziell mit einem Grundkapital, aus Erbschaft, Abfindung etc aus. Zusätzlich zahlt man versteuertes Einkommen je nach Möglichkeit und Laune über sein Arbeitsleben in diese Firma.
Diese Gesellschaft kauft Aktien etc, fungiert also als persönliche Altersvorsorge.

Ihr seht schon, ich habe davon keine Ahnung, habe dies auch nicht vor und meine Altersvorsorge ist meinen Augen perfekt für mich.

Was ich gerne wissen will:
Ist so etwas legal steuerfrei, solange alles in dieser Firma bleibt?
Muss man dies auf irgendeiner Steuererklärung oder sonstwo angeben (staatliche Hilfen außen vor)

Macht so etwas überhaupt Sinn für einen Freiberufler / Selbstständigen?

mfg

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Sondervermögen für die Rente - Gute Idee

Echo @, Donnerstag, 21.04.2016, 21:45 vor 3583 Tagen @ Dirk-MV 2356 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 21.04.2016, 22:12

Das Thema haben wir kürzlich schon angerissen. Es muss jedoch nicht immer offshore sein. Ähnliche Möglichkeiten gibt es sehr günstig sogar innerhalb Deutschlands (kombiniert mit ausländischem Broker wären die Thesaurierungen zumindest innerhalb jedes Kalenderjahres vorerst ohne Abgeltungssteuer - Quellensteuer wird natürlich dennoch abgezogen). Wenn man Glück hat, bleibt's im Jahresabschluss sogar unterhalb der Steuerfreibeträge der jur. Person (Vorsicht, man muss laut Hinweis von Schissbux angeblich unterschieden zwischen reiner passiver Vermögensverwaltung und Trading als Hauptzweck der Gesellschaft, wenn es um Abgeltungssteuer/Buchgewinne etc geht). Doch um Schenkungssteuer zu umgehen, sollte man schon ein wenig planend vorgehen, denn man darf nicht einfach so Gelder hin und her schieben; das kann auf beiden Seiten Folgen haben.

Da sich die Gesetzgebung und Lebensumstände (Pflegefall, Auswandern, ...) ständig ändern können, ist der spätere Erfolg dieser Modelle zwar etwas ungewiss (man denke nur mal an Zypern). Für den Fall jedoch, dass eigenes Vermögen in Zukunft auf die Rente angerechnet wird, kann es sehr sinnvoll sein, so einen - ich nenne es - "personal Trust" zu gründen, der vom Privatvermögen offiziell losgelöst ist, man faktisch jedoch weiterhin darüber verfügen kann. Ich habe das Konzept derzeit in Erprobung. Ist meiner Meinung nach ideal für moderate monatliche Sparraten in jungen Jahren - und das alles nahezu pfändungssicher (ggf. 10-Jahresfrist bei Schenkungen beachten). Wenn man's selber managt, liegen die Gründungskosten bei rund 100€ und die jährliche Verwaltung ist kostenlos. Offenlegungspflichten gibt es - abgesehen von der jährlichen Steuererklärung - nicht. Das ist für den kleinen Mann wahrscheinlich sinnvoller als die sündhaft teuren Offshore-Gründungsagenturen (jene kosten ~100€/Monat? Bei mindestens genauso ungewissen Staatsstreichen wie in der hiesigen BRD). Die Großen machen es übrigens genauso. Man munkelt, dass Guido W. rund 100 Briefkastendinger ins Leben gerufen habe, vermutlich um seine Einkünfte zu verschleiern (später, nach der Dienstzeit kann man die sich die Gelder unter Berücksichtigung des persönlichen Steuersatzes relativ ungefährlich auszahlen lassen; erst recht, wenn man auswandert).

Zum ursprünglichen Thread
Werde dann in 40 Jahren schreiben, ob es geklappt hat. Ich hoffe, ich kann mir mittels der juristischen Person die alten Rechte sichern (man denke nur mal an Aktien aus der Prä-Abgeltungssteuer-Ära, die sind auch heute noch steuerfrei!). TTIP macht's vor, dass man als Firma meist besser aufgestellt ist denn als Privatperson.

Die Ungewissheit ...

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 22.04.2016, 05:04 vor 3583 Tagen @ Echo 2029 Views

Da sich die Gesetzgebung und Lebensumstände (Pflegefall, Auswandern,
...) ständig ändern können, ist der spätere Erfolg dieser Modelle zwar
etwas ungewiss (man denke nur mal an Zypern).

Die Ungewissheit ist heute das Problem und das trifft mehr oder weniger auf jedes Land in dieser Welt zu.

In der westlichen Welt werden die Renten für die Alten über undurchsichtige Sozialsysteme verwaltet. Jede Regierung kann ganz nach Lust und Laune die Gesetzeslage verändern - es gibt keinen Bestandsschutz, egal was auch immer behauptet wird, die Realität zeigt das ganz klar.

Demokratie und Sozialstaat werden überleben oder gemeinsam untergehen, aus meiner Sicht gibt es nur noch die Option Untergang. Wie das dann mit den ganzen aufgelaufenen Ansprüchen der Einzahler z.B bei den Renten aufgelöst wird, weiss ich auch nicht, da wartet man am besten einfach ab - vielleicht trifft es einem ja gar nicht mehr - man gehört möglichweise zu den sozialverträglichen Frühablebern.

Was die obige Thematik noch komplizierter gestaltet ist, dass das Papiergeldsystem möglicherweise ebenfalls vor einem Reset steht .... da kann man auch nur einfach mal abwarten.

Eine andere wichtige Frage wäre noch zu klären, wie sicher sind eigentlich noch die Eigentumsrechte in dem Staat in dem man wohnt. Wenn man sich die USA/EU anschaut, die versuchen das Bargeld abzuschaffen kommen erste Zweifel. In D wurden in vergleichbaren Krisenzeiten z.B Zwangshypoteken auf schuldenfreie Immobilien eingetragen etc. pp. -- also normale Bürger hatten keine Chance sich zu entziehen.

Der sogenannte freie Finanzmarkt ist auch nicht das was er vorgibt zu sein, alles läuft über EDV -- ein Anleger hat wenn man es genau betrachtet keinen Zugriff auf werthaltiges, er vertraut auf die Bits und Bytes.

So sieht die Situation ungefähr aus für heutige Wohlstandsbürger in westlichen Ländern, wenn sie nicht mindestens zu den 10%igen gehören.

Aus meinem Blickwinkel haben all diejenigen in den 30gern noch Möglichkeiten sich andere Lösungen zu erarbeiten. Für die Generation Babyboomer und älter ist der Zug längst abgefahren, wenn keine entsprechenden Vorkehrungen getroffen wurden. Wer nicht schon im Zug sitzt kommt auch nicht mehr hinein.

Diese Situationsbeschreibung ist auch schon überholt, denn das was unter dem Begriff Flüchtlingskrise bekannt ist, kommt noch zusätzlich hinzu. Das was es theoretisch noch zu verteilen gibt, muss jetzt in dirkter Kongurrenz zu dieser Klientel erkämpft werden - mit klarem Nachteil für die Natives.

Es gibt nur offene Baustellen und zwar solange wir leben. Das was uns in den Schulen und Unis gelehrt wurde, war im besten Falle unvollständig, anders ausgedrückt eine Lüge. Weil das im Westen wenige Jahrzehnte (im wesentlichen in der Einzahlungsphase der Babyboomer Jahre) mehr oder weniger funktionierte, liessen sich die Nachzügler locker über den Tisch ziehen .... mit dieser Nachlässigkeit werden sie jetzt konfrontiert.

Die Baustellen werden erst geschlossen mit unserem Tod. Bis es soweit ist, regiert die Ungewissheit. Daran lässt sich leider nichts ändern, so einfach ist das.
Gruss

--
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Die Demokratie wird in Zerfallswirren untergehen mit 50-90% Toten. Historische Erfahrungen.

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 22.04.2016, 11:36 vor 3582 Tagen @ NST 2082 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.04.2016, 12:49

Die Ungewissheit ist heute das Problem und das trifft mehr oder weniger
auf jedes Land in dieser Welt zu.

Die Ungewissheit war immer des Problem. Deswegen benötigte man Eigentum, um davon leben zu können.
Die Zeit zwischen 1948 im Westen und und ab 1989 im Osten bis heute ohne Eigentum, von dem man leben kann, ist historisch die absolute Ausnahme!

In der westlichen Welt werden die Renten für die Alten über
undurchsichtige Sozialsysteme verwaltet. Jede Regierung kann ganz nach Lust
und Laune die Gesetzeslage verändern - es gibt keinen Bestandsschutz, egal
was auch immer behauptet wird, die Realität zeigt das ganz klar.

Demokratie und Sozialstaat werden überleben oder gemeinsam untergehen,
aus meiner Sicht gibt es nur noch die Option Untergang. Wie das dann mit
den ganzen aufgelaufenen Ansprüchen der Einzahler z.B bei den Renten
aufgelöst wird, weiß ich auch nicht, da wartet man am besten einfach ab -
vielleicht trifft es einem ja gar nicht mehr - man gehört möglicherweise zu
den sozial verträglichen Frühablebern.

Wenn es geordnet abläuft, dann wird es laufen wie in Russland. Die Renten werden nominell in voller Höhe ausbezahlt, allerdings lediglich für Grundnahrungsmittel und Bestandsmiete ausreichen, die gesetzlich nicht an die Marktverhältnisse angepasst werden darf.

Die Demokratie wird erst dann untergehen,wenn die Hälfte der Bevölkerung in den Zerfallswirren getötet worden ist. So viel muss uns die Demokratie doch wert sein.

Was die obige Thematik noch komplizierter gestaltet ist, dass das
Papiergeldsystem möglicherweise ebenfalls vor einem Reset steht .... da
kann man auch nur einfach mal abwarten.

Das Papiergeldsystem wird bestehen solange wie die Demokratie, aus der heraus es entstanden ist.

Eine andere wichtige Frage wäre noch zu klären, wie sicher sind
eigentlich noch die Eigentumsrechte in dem Staat in dem man wohnt. Wenn man
sich die USA/EU anschaut, die versuchen das Bargeld abzuschaffen kommen
erste Zweifel. In D wurden in vergleichbaren Krisenzeiten z.B
Zwangshypotheken auf schuldenfreie Immobilien eingetragen etc. pp. -- also
normale Bürger hatten keine Chance sich zu entziehen.

Oh doch, hast du, oder hatten die Bürger in Deutschland. Du kannst einfach die Bedienung der Zwangshypothek einstellen. Dann wird die Immo versteigert. Wenn bei der Versteigerung aber weniger erzielt wird als die Zwangshypo, dann guckt der Staat in die Röhre. Wie die erzielbaren Preise bei einer mit einer Zwangshypo belasteten Immo sein werden, kann sich jeder vorstellen.
Deswegen werden nur vermietete Immobilien davon betroffen sein.

Der sogenannte freie Finanzmarkt ist auch nicht das, was er vorgibt zu
sein; alles läuft über EDV -- ein Anleger hat, wenn man es genau
betrachtet, keinen Zugriff auf Werthaltiges, er vertraut auf die Bits und
Bytes.

Nichts ist werthaltig - außer dem, wovon man leben kann. Die Trennung von Eigentum und Besitz wird aufgehoben werden.

So sieht die Situation ungefähr aus für heutige Wohlstandsbürger in
westlichen Ländern, wenn sie nicht mindestens zu den 10%igen gehören.

Aus meinem Blickwinkel haben all diejenigen in den 30gern noch
Möglichkeiten sich andere Lösungen zu erarbeiten. Für die Generation
Babyboomer und älter ist der Zug längst abgefahren, wenn keine
entsprechenden Vorkehrungen getroffen wurden. Wer nicht schon im Zug sitzt
kommt auch nicht mehr hinein.

Und aus meiner Sicht

Diese Situationsbeschreibung ist auch schon überholt, denn das was unter
dem Begriff Flüchtlingskrise bekannt ist, kommt noch zusätzlich hinzu.
Das, was es theoretisch noch zu verteilen gibt, muss jetzt in direkter
Konkurrenz zu dieser Klientel erkämpft werden - mit klarem Nachteil für
die Natives.

Es gibt nur offene Baustellen und zwar solange wir leben. Das, was uns in
den Schulen und Unis gelehrt wurde, war im besten Falle unvollständig,
anders ausgedrückt eine Lüge. Weil das im Westen wenige Jahrzehnte (im
wesentlichen in der Einzahlungsphase der Babyboomer-Jahre) mehr oder
weniger funktionierte, ließen sich die Nachzügler locker über den Tisch
ziehen .... mit dieser Nachlässigkeit werden sie jetzt konfrontiert.

Die Demokratie wird erst enden, wenn 50% oder 90% der Nachzügler tot sind (historische Erfahrungen). Wieso haben eigentlich die Thai solch eine Wertschätzung für ihren König?)

Die Baustellen werden erst geschlossen mit unserem Tod. Bis es soweit ist,
regiert die Ungewissheit. Daran lässt sich leider nichts ändern, so
einfach ist das.
Gruß


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Das ist eine sehr gute Frage ..

NST ⌂ @, Südthailand, Freitag, 22.04.2016, 15:31 vor 3582 Tagen @ Mephistopheles 1823 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.04.2016, 16:19

Wieso haben eigentlich die Thai solch eine
Wertschätzung für ihren König?)

Hallo,
diese Frage kann ich nicht wirklich beantworten - noch nicht. Von den Thais selbst erfährt man darüber so gut wie nichts, ausser den öffentlich zugänglichen Informationen. Übrigens verhält es sich zum Thema Buddhismus ähnlich, keine verwertbaren Infos von den Thais zu erhalten.

Auch nicht von meiner Frau übrigens und die kann ganz gut Deutsch. Was ich aber festgestellt habe, beim Thema Buddhismus gibt es eine zweite Sprache (so wie das Latein der Priester) und für diese Begriffe kennt sie keine deutschen Übersetzungen. Die Basis ist das Pali und die Palibegriffe wurden in Thai übersetzt - dieser Wortschatz gehört aber nicht zum Allgemeingut. Die Paliwörter werden sehr oft im Thai auch noch ganz anders ausgesprochen. Kurz gesagt - 1. es muss eine gute Bildung vorhanden sein, um überhaupt den Wortschatz in Thai zu kennen und 2. kennt man die Thaibegriffe, gibt es aber kein Wörterbuch für deutsche Übersetzungen - also das Hauptproblem ist die Sprache.

Kommen wir zum König und der Monachie. Dort treffen wir wieder auf den gleichen Sachverhalt - die Hofsprache (ราชาศัพท์, rachasap [raːʨʰaːsàp]) für alle die königliche Familie betreffenden Angelegenheiten, mit sehr vielen speziellen Höflichkeitspartikeln und anderem Vokabular, meist aus der Khmer-Sprache, aber auch aus dem Pali.

Die wichtigsten Wörter lernt jeder Thai - meistens kann er sie aber nicht richtig schreiben, versteht sie aber. Je nach Bildungsniveau wird das an der Schule gelernt. Nur mal um das etwas zu verdeutlichen - essen, dafür gibt es im Standardthai ein Wort und ein anderes in der Hofsprache. Zugängliche Wörterbücher für Ausländer gibt es aber nur für das Standardthai.

Jetzt zu den guten Nachrichten. Mein Sohn beginnt dieses Schuljahr auf einer staatl. thailändischen Schule, nachdem er die Hürde der schwierigen Aufnahmeprüfung geschafft hat. Dort werden jetzt die nächsten 3 Jahre alle Fächer nur in Englisch unterrichtet - auch das Fach Geschichte. Das gehört laut Aussagen der Schüler zu den schwierigsten Fächern wegen den ganzen Übersetzungen der Thai und der Hofsprache in die englische Sprache.

Ich vermute so werde ich zum ersten Mal Gelegenheit bekommen hinter diese Kulissen zu schauen, denn mit meinem Sohn kann ich über diese Thema ganz anders reden als z.B mit meiner Frau. Unter den normalen Expats dürfte es nicht viele geben, die ihre Kinder auf ein Thaischule schicken, die alle 6 Jahre mindestens ein Kleinwagen kostet, deshalb dürften diese Erkenntnisse relativ exklusiv sein. Übrigens ich war in der Zwischenzeit schon ein paar mal in dieser Schule - ausser den ausländischen Lehrern hab ich noch kein Elternteil getroffen, das nicht Thai war. Mich halten sie immer für einen Lehrer, denn ich werde oft als Lehrer angesprochen. Wenn ich dann antworte, ich bin kein Lehrer sondern Vater eines Schüler gibt es einen erstaunten Blick als Antwort.

Freiwillig lassen sich die Thais nicht in die Karten schauen, schon gar nicht von Ausländern - so sind sie halt.
Gruss

PS: das Bürgerkriegsszenario das du kommen siehst, haben wir in abgeschwächter Form schon lange im Süden von Thailand an der Grenze zu Malaysia. Wir sind ca. 250 km vom aktiven Brandherd entfernt. Ein Verwandter meiner Frau ist dort bei einer Spezialeinheit im Einsatz, wir kümmern uns in dieser Zeit um seinen 4 jährigen Sohn, der lebt bei uns im Hause. Wenn er dort mindestens 6 Monate gedient hat, kann er zurück in ruhigere Gefilde (die Bezahlung ist allerdings weit über dem normalen Standard, das motiviert zu bleiben). Das sind alles keine Wehrpflichtigen sondern - Söldnertruppen, die nicht offiziell zur Armee gehören. So wird das hier geregelt. Wir leben hier in einer Region, die ist zu 99,99% Gutmenschenfrei - die 0,01% dürften Bestandteile sein die irgendwie an mir haften geblieben sind. Moslems stellen hier keine aussergewöhnlichen Forderungen und wenn Dinge passieren wie Anschläge, wird in exakt der gleichen Währung zurückgezahlt. Das funktioniert augenscheinlich ganz gut - von Flüchtlingen die nach Thailand wollen ist mir noch nichts zu Ohren gekommen, von den angrenzenden Ländern einmal abgesehen.

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Buntschland bald platt?
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Personal Trust, auf den Punkt gebracht

Dirk-MV @, Punta Cana, Freitag, 22.04.2016, 13:24 vor 3582 Tagen @ Echo 1786 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.04.2016, 15:20

Ich las kürzlich so einige Texte, in denen es um Altersvorsorge, Arbeitsnomaden, Briefkastenfirmen, Camerons Trust etc ging. Zusammen mit meiner Steuererklärung kam bei mir die Frage auf, ob dies nicht einfacher ging, die Altersvorsorge komplett "aus dem System" zu nehmen.
Ich habe mir nach meinem Firmenverkauf ja einen Hof gegönnt und mich damit auch festgelegt. Aber wie hätte ich tun sollen, wenn ich diesen Erlös und folgende Ersparnisse eben nur als Altersvorsorge anlegen wollte?

Da kam mir halt die Idee einer Offshorefirma, die meine Altersrücklagen anlegt, legal (Quellen-/Abgeltungs-)steuerfrei, und solange die Einzahlungen versteuert sind, auch hier legal. Dahin ging meine Frage, ist so etwas legal, solange ich ev. Erträge nicht entnehme? Verlangt der Fiskus darüber Auskunft? Macht so etwas Sinn, von den laufenden Kosten für diese Firma mal abgeshen?

Ein ähnliches Konstrukt in D wäre in diesem Fall uninteressant, da ich mich dann doch wieder mit deutschen Gesetzen auseinandersetzen müsste, von politischen Unsicherheiten mal ganz abgesehen.
mfg

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Offshore- und Onshore-Vermögen

Echo @, Freitag, 22.04.2016, 13:53 vor 3582 Tagen @ Dirk-MV 1728 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 22.04.2016, 19:21

Wenn du ins Ausland gehst, machst du dich abhängig von den Dienstleistern vor Ort. An bestimmten Stellen wie Hong Kong erhält man heute nicht einmal mehr so einfach ein Konto. Die einzige Alternative, die mir noch einfallen würde, wäre das deutschsprachige Ausland. Die Schweiz soll angeblich sogar mit meiner Vorgehensweise möglich sein, auch wenn die offizielle Rechtsform dann halt nicht "Trust" ist, da muss man flexibel sein. Doch bereits dort ist eben die Steuersituation schon wieder so, dass man eher auf auswärtige Spezialisten angewiesen sein wird. Darum meine Idee, einfach in Deutschland zu bleiben und - für mich zumindest - erstmal kleinere Brötchen zu backen und von jungen Jahren an Schritt für Schritt anzusparen. Für den ganz großen Stil (riesige bestehende Barvermögen, Aktien, ...) eignen sich hingegen Stiftungen am besten. Wie du schon sagst, alles ganz legal, wenn das Einkommen seinerzeit versteuert war. Schenkungssteuer bei nicht-gemeinnützigen Empfängern beachten.

Sinnvoll ist meiner Meinung nach auf jeden Fall, das Eigentum am Vermögen auf dem Papier aufzugeben, sowie keine Eigentumsanteile am neuen Konstrukt zu halten, denn nur dann wird es einem wirtschaftlich nicht mehr zugerechnet. Aber man darf ja trotzdem Begünstigter sein [[top]].
Die exakte Vorgehensweise kann im Einzelfall variieren (z.B. bei Immobilien wird es entweder kompliziert oder teuer, wegen Grunderwerbssteuern etc). Ich kenne einige Steuerberater, die sowas einfädeln (kostet rund 1500 € einmalig und 60-100 € monatlich). Das ist mir im Moment jedoch zu viel und ich versuche es auf eigene Faust, bzw. bilde Interessengemeinschaften mit Menschen mit ähnlichen Zielen, damit man sich solche Kosten teilen kann. Wie gesagt, bei meinen kleineren Brötchen ist die Buchhaltung auch selber zu stemmen.

Wenn du private Nachrichten aktiviert hättest, hätte ich dir ein paar weitere Hinweise zugesteckt. Ich möchte nicht alle Details öffentlich breittreten, sonst könnte sich das Fenster zunehmend schließen. Wenn man mal kapiert hat, wie das alles funktioniert, findet man jeden Tag unzählige Praxisfälle. Gestern z.B. gelesen:

In a statement, Hillary Clinton noted the family had given $15 million to charity since 2007. The tax returns show $14.8 million of that went to the Clinton Family Foundation.

Aber auch in jeder Tageszeitung sind viele Mechanismen versteckt, die man leicht überliest. (Übrigens geht es hier bereits auf der Metaebene los, also selbst die Eigentümerverhältnisse und Autorenstrukturen bei Zeitungen machen uns im Verborgenen vor, was wir für unsere Absicherung genauso nutzen können!)

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