Die Ungewissheit ist heute das Problem und das trifft mehr oder weniger
auf jedes Land in dieser Welt zu.
Die Ungewissheit war immer des Problem. Deswegen benötigte man Eigentum, um davon leben zu können.
Die Zeit zwischen 1948 im Westen und und ab 1989 im Osten bis heute ohne Eigentum, von dem man leben kann, ist historisch die absolute Ausnahme!
In der westlichen Welt werden die Renten für die Alten über
undurchsichtige Sozialsysteme verwaltet. Jede Regierung kann ganz nach Lust
und Laune die Gesetzeslage verändern - es gibt keinen Bestandsschutz, egal
was auch immer behauptet wird, die Realität zeigt das ganz klar.
Demokratie und Sozialstaat werden überleben oder gemeinsam untergehen,
aus meiner Sicht gibt es nur noch die Option Untergang. Wie das dann mit
den ganzen aufgelaufenen Ansprüchen der Einzahler z.B bei den Renten
aufgelöst wird, weiß ich auch nicht, da wartet man am besten einfach ab -
vielleicht trifft es einem ja gar nicht mehr - man gehört möglicherweise zu
den sozial verträglichen Frühablebern.
Wenn es geordnet abläuft, dann wird es laufen wie in Russland. Die Renten werden nominell in voller Höhe ausbezahlt, allerdings lediglich für Grundnahrungsmittel und Bestandsmiete ausreichen, die gesetzlich nicht an die Marktverhältnisse angepasst werden darf.
Die Demokratie wird erst dann untergehen,wenn die Hälfte der Bevölkerung in den Zerfallswirren getötet worden ist. So viel muss uns die Demokratie doch wert sein.
Was die obige Thematik noch komplizierter gestaltet ist, dass das
Papiergeldsystem möglicherweise ebenfalls vor einem Reset steht .... da
kann man auch nur einfach mal abwarten.
Das Papiergeldsystem wird bestehen solange wie die Demokratie, aus der heraus es entstanden ist.
Eine andere wichtige Frage wäre noch zu klären, wie sicher sind
eigentlich noch die Eigentumsrechte in dem Staat in dem man wohnt. Wenn man
sich die USA/EU anschaut, die versuchen das Bargeld abzuschaffen kommen
erste Zweifel. In D wurden in vergleichbaren Krisenzeiten z.B
Zwangshypotheken auf schuldenfreie Immobilien eingetragen etc. pp. -- also
normale Bürger hatten keine Chance sich zu entziehen.
Oh doch, hast du, oder hatten die Bürger in Deutschland. Du kannst einfach die Bedienung der Zwangshypothek einstellen. Dann wird die Immo versteigert. Wenn bei der Versteigerung aber weniger erzielt wird als die Zwangshypo, dann guckt der Staat in die Röhre. Wie die erzielbaren Preise bei einer mit einer Zwangshypo belasteten Immo sein werden, kann sich jeder vorstellen.
Deswegen werden nur vermietete Immobilien davon betroffen sein.
Der sogenannte freie Finanzmarkt ist auch nicht das, was er vorgibt zu
sein; alles läuft über EDV -- ein Anleger hat, wenn man es genau
betrachtet, keinen Zugriff auf Werthaltiges, er vertraut auf die Bits und
Bytes.
Nichts ist werthaltig - außer dem, wovon man leben kann. Die Trennung von Eigentum und Besitz wird aufgehoben werden.
So sieht die Situation ungefähr aus für heutige Wohlstandsbürger in
westlichen Ländern, wenn sie nicht mindestens zu den 10%igen gehören.
Aus meinem Blickwinkel haben all diejenigen in den 30gern noch
Möglichkeiten sich andere Lösungen zu erarbeiten. Für die Generation
Babyboomer und älter ist der Zug längst abgefahren, wenn keine
entsprechenden Vorkehrungen getroffen wurden. Wer nicht schon im Zug sitzt
kommt auch nicht mehr hinein.
Und aus meiner Sicht
Diese Situationsbeschreibung ist auch schon überholt, denn das was unter
dem Begriff Flüchtlingskrise bekannt ist, kommt noch zusätzlich hinzu.
Das, was es theoretisch noch zu verteilen gibt, muss jetzt in direkter
Konkurrenz zu dieser Klientel erkämpft werden - mit klarem Nachteil für
die Natives.
Es gibt nur offene Baustellen und zwar solange wir leben. Das, was uns in
den Schulen und Unis gelehrt wurde, war im besten Falle unvollständig,
anders ausgedrückt eine Lüge. Weil das im Westen wenige Jahrzehnte (im
wesentlichen in der Einzahlungsphase der Babyboomer-Jahre) mehr oder
weniger funktionierte, ließen sich die Nachzügler locker über den Tisch
ziehen .... mit dieser Nachlässigkeit werden sie jetzt konfrontiert.
Die Demokratie wird erst enden, wenn 50% oder 90% der Nachzügler tot sind (historische Erfahrungen). Wieso haben eigentlich die Thai solch eine Wertschätzung für ihren König?)
Die Baustellen werden erst geschlossen mit unserem Tod. Bis es soweit ist,
regiert die Ungewissheit. Daran lässt sich leider nichts ändern, so
einfach ist das.
Gruß
Gruß Mephistopheles
--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc