Volker Beck ist für 7000 EUR vom Haken. Verfahren eingestellt. (mL)

DT @, Montag, 18.04.2016, 23:18 vor 3586 Tagen 3358 Views

http://www.welt.de/politik/deutschland/article154318406/Mein-Verhalten-war-falsch-und-d...

"Die Berliner Staatsanwaltschaft hat die Drogenermittlungen gegen den Grünen-Politiker Volker Beck eingestellt. Das Verfahren wurde wegen geringer Schuld gegen eine Zahlung von 7000 Euro beendet, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Beck selbst bestätigte das in einem persönlichen Statement, das er am Mittwochnachmittag im Lichthof des Jakob-Kaiser-Hauses in Berlin gab.

(...)"

Und bleibt selbstverständlich (wie auch SPD-Hartmann) Bundestagsabgeordneter.

Tünnes @, Dienstag, 19.04.2016, 09:32 vor 3585 Tagen @ DT 2819 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 19.04.2016, 11:37

"Beck stellte seine Fraktionsämter danach zur Verfügung, nicht aber sein Bundestagsmandat."

So viel Toleranz des Arbeitgebers erfährt nicht jeder "gewöhnliche" Arbeitnehmer, außerhalb der Elfenbeintürmchen der Macht.
Auch nicht bei "weichen" Drogen:

http://www.welt.de/wirtschaft/article108321145/Am-Wochenende-gekifft-Arbeitsplatz-verlo...

Es müssen natürlich auch Sicherheitsbelange des Arbeitgebers berücksichtigt werden.

"Parallel entschied das Arbeitsgericht jedoch, dass Denny W. von der BVG nicht weiter beschäftigt werden müsse, weil natürlich auch die Sicherheitsbelange des Verkehrsunternehmens berücksichtigt werden müssten."

Dies gilt natürlich nicht für die Belange eines deutschen Bundestages.[[freude]]

Da V. Beck das Crystal Meth ja auch nicht direkt während einer BT-Sitzung konsumiert hat, ist dieser Drogenkonsum ja schließlich auch seine Privatsache.

"Allerdings verwies er auch darauf, dass der Vorfall seine Privatsphäre beträfe."

Das dachte der kiffende Normalbürger übrigens auch:

""Das ist ein Unding, dass ich deswegen bei der BVG raus geflogen bin, ich habe ja nicht am Arbeitsplatz gekifft", sagte der 25-Jährige unmittelbar vor dem Prozess. "Und was ich am Wochenende mache, ist doch wohl meine Privatsache."

[[la-ola]]


Schönen Gruß!

Was mich an der Sache stört…

Michael Krause @, Dienstag, 19.04.2016, 15:40 vor 3585 Tagen @ DT 2862 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 19.04.2016, 15:44

ist weniger das Ergebnis, sondern dass die Staatsanwaltschaft ganz offensichtlich nicht ermittelt hat. Was hatte Bolker Veck mit dem Rauschgift vor? War es zum Eigenbedarf oder war es Währung für andere Dienste? Was ist mit dem Dealer, von dem er das Zeug gekauft hat? Davon hört man überhaupt gar nichts. Was war der Wirkstoffgehalt der sichergestellten Drogen? Bei normalem Wirkstoffgehalt kann keine geringe Menge vorliegen. Dann ist eigentlich eine Einstellung des Verfahrens ausgeschlossen. Normalerweise müsste man hier eine Dienstaufsichtbeschwerde einreichen. Aber die 3Fs machen das sinnlos.

--
Das einzige Recht des Sklaven ist das Recht auf Arbeit und das darf man ihm nicht nehmen.

Schönes Beispiel von Zensur der Medien, wie sie heute funktioniert. Konzertiert mit allen staatlichen Gewalten.

Hannes, inmitten des Landes S-A d. BRD in der EU, Dienstag, 19.04.2016, 18:55 vor 3585 Tagen @ Michael Krause 2667 Views

[color=#F05503]Was mich an der Sache stört… [/color]

[color=#F05503]ist weniger das Ergebnis, sondern dass die Staatsanwaltschaft ganz offensichtlich nicht ermittelt hat. Was hatte Bolker Veck mit dem Rauschgift vor? War es zum Eigenbedarf oder war es Währung für andere Dienste? Was ist mit dem Dealer, von dem er das Zeug gekauft hat? Davon hört man überhaupt gar nichts. ...[/color]

Mich stört das Vertuschen auch. Schon lange. Aber mach was ... [[sauer]]

Unsere "investigative" Presse hätte da durchaus eine Aufgabe. Wo ist die angebliche Geilheit aller Journalisten auf die sogenannte "Story"? Ist Beck nicht eine wichtige Person der Zeitgeschichte? Ist es für das Volk nicht wissenswert, was der Volksvertreter da wirklich treibt? Wäre es nicht "zutiefst demokratisch", wenn "unsere" Journalisten da mal einsteigen würden, notfalls mit "Zivil-Courage" ...?!
[[freude]]

Das ans Licht zu zerren, wonach Du fragst, wird in dieser Republik nicht gelingen. Paradoxer Weise, weil es alles längst bekannt ist, da bin ich mir sicher. Unsere Alpha-Journalisten haben in den Berliner Kneipen seit Jahren augenzwinkernd alle Details auch zu Becks Privatleben durchgehechelt. Genau das ist ihr Job.

Weil sie wissen, dass diese Story nicht erscheinen soll, wird sie einfach nicht veranlasst. So, wie die Justiz hier nichts veranlasst, was ich ebenfalls kritisieren würde (ist das nicht Strafvereitelung im Amt?).

Ich bin kein Jurist. Aber auch nicht naiv: Wehe dem übereifrigen kleinen Poliz/Journal-isten, der seinen Anweisungen "von Oben" nicht Folge leistet ... [[sauer]]

Was ich meine: Nichts Neues in Berlin, ich erinnere einen anderen Herrn, Moralist und privat wohl ziemlich freigiebig, so wie Beck auch?

[color=#F05503]"
"Paolo Pinkel" oder "Paolo Pinkas" soll der Deckname Friedmans gewesen sein, als er Prostituierte ins Hotel bestellte und sie möglicherweise anzustiften versuchte, Koks zu nehmen.
...
Friedmans auf den Namen "Wahrhaftigkeit" eröffnetes Konto ist ins Debet gerutscht. Die Einnahme von Kokain und die Abhängigkeit von dem Stoff könnte man noch - mit mehr oder minder großen Bedenken - als typisches Kavaliersdelikt des zu Ausfallserscheinungen neigenden Jetset-Milieus abtun. Christoph Daum oder Konstantin Wecker zahlten nicht mit der bürgerlichen Ehre dafür. Selbst Rudolf Augstein wurde ohne weitere Folgen für sein gesellschaftliches Ansehen mit Haschisch erwischt. Kaum einer, der das noch erinnert.
...
Der Fall Michel Friedman liegt anders. Die Bestellung von Prostituierten bei einem Menschenhändler- respektive Zuhälterring, wenn es sich denn bestätigen sollte, ist nach moralischen Kriterien kaum mehr zu heilen. Prostituierte sind regelmäßig die Opfer einer normalen, also triebgestörten Gesellschaft. Für die sich hier illegal aufhaltenden und erpressbaren Frauen aus Osteuropa bedarf das ohnehin keiner weiteren Ausführungen. Die Menschenhändler warben laut in Berliner Boulevardzeitungen mit "naturgeilen jg. Ukrainerinnen". Das ist mehr als nur unschön. Das ist menschenverachtend, insbesondere wenn man die sozialen Notlagen solcher Frauen kennt, die ohne Aufenthaltserlaubnis im permanenten Druck leben, jederzeit abgeschoben zu werden und von ihren Arbeitgebern geprügelt zu werden, wenn sie nicht parieren. "[/color] [TELEPOLIS]

Man ersetze die "Frauen" durch "junge unbegleitete Flüchtlinge" und man kommt meiner unappetitlichen Phantasie in diesem Falle schon sehr nahe. Und das wollen wir ja wohl nicht alles in der Zeitung lesen müssen, in allen Details, oder?
[[ironie]]

Grusz
H.

--
Eine Hand für den Mann und eine Hand für das Schiff.

Dumm wäre es nur, wenn einer der Endverbraucher plötzlich auftauchen würde

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 19.04.2016, 21:14 vor 3585 Tagen @ Hannes 4037 Views

Man ersetze die "Frauen" durch "junge unbegleitete Flüchtlinge" und man
kommt meiner unappetitlichen Phantasie in diesem Falle schon sehr nahe. Und
das wollen wir ja wohl nicht alles in der Zeitung lesen müssen, in allen
Details, oder?
[[ironie]]

Das wäre aber echt dumm, wenn diese "jungen unbegleiteten Flüchtlinge" später mal als Zeugen bei irgendwelchen Talkshows auftauchen würden.
Aber anscheinend macht sich niemand große Sorgen, dass das geschehen könnte.
http://postcollapse.blogspot.de/2016/04/dead-body-disposal.html#more

Btw, was ist eigentlich aus den ukrainischen Prostituierten geworden?
Was haben die ausgesagt, später, nachdem alles vorbei und der Skandal Paolo Pinkel offiziell abgeschlossen war?

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

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