Deutsche Bank verpfeift jetzt ganz offiziell die Mitverschwörer bei der Gold und Silbermanipulation

boso @, Freitag, 15.04.2016, 07:05 vor 3590 Tagen 10127 Views

hier: die unterschriebenen schriftlichen Vereinbarungen für das zuständige Gericht

--
“I am more concerned with the return of my money
than the return on my money”

Mark Twain

Das ist unter Mafiapaten unüblich und wird entsprechende Folgen haben. Die Not bei der DB muss wirklich sehr groß sein. (oT)

Vatapitta @, Freitag, 15.04.2016, 16:17 vor 3590 Tagen @ boso 5920 Views

- kein Text -

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

Darueber macht die deutsche Presse aber merkwuerdigerweise keinerlei Aufriss

CalBaer @, Freitag, 15.04.2016, 21:36 vor 3590 Tagen @ boso 6039 Views

Ohne Banken wie die Deutsche gaebe es auch keine Panama-Papers.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Die deutsche Presse ist meist einige Tage später dran als Zero Hedge

boso @, Freitag, 15.04.2016, 23:51 vor 3590 Tagen @ CalBaer 5894 Views

..... mal die nächsten Tage einfach abwarten

hier schon mal Welt und Handelsblatt. Die anderen (zB. Focus und FAZ) haben erst mal die "Agenturmeldung":
Deutsche Bank erzielt Vergleich in Affäre um Goldpreis-Manipulation
16.05 Uhr: Die Deutsche Bank kann wohl eine ihrer zahlreichen Rechtsstreitigkeiten aus der Welt schaffen. Deutschlands größtes Geldhaus erzielte in der Affäre um Manipulationen der Gold- und Silberpreise in New York einen Vergleich, wie aus Gerichtsunterlagen hervorgeht, die der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag vorlagen. Einzelheiten wurden nicht bekannt. Die Bank äußerte sich zunächst nicht dazu.

Der Vergleich sieht offenbar eine Geldzahlung der Bank an die Kläger vor; auch soll das Institut den Klägern dabei helfen, ihre Ansprüche gegenüber anderen beteiligten Banken durchzusetzen. Der Vergleich muss noch von einer Richterin abgesegnet werden.

Die Kläger waren 2014 in New York vor Gericht gezogen und hatten mehreren Banken vorgeworfen, ihre Marktmacht bei der Festlegung des Goldpreises ausgenutzt zu haben. Die Vorwürfe richteten sich gegen die Deutsche Bank, die HSBC, die Bank of Nova Scotia, Barclays und die Société Générale. Die Aktie der Deutsche Bank Der Weltmarktpreis für Gold wird zweimal täglich festgelegt. Die Londoner Edelmetallbörse befragt dazu eine Gruppe von Banken, die sich in der Vergangenheit aus den fünf verklagten Instituten zusammensetzte.

Die Deutsche Bank beteiligt sich inzwischen nicht mehr an der Festlegung der Preise für Gold und Silber. Anfang 2014 gab sie ihren Rückzug bekannt, weil sie ihr Rohstoffgeschäft verkleinerte

--
“I am more concerned with the return of my money
than the return on my money”

Mark Twain

CalBaer: "Ohne Banken wie die Deutsche gaebe es auch keine Panama-Papers."!!!

paranoia @, Die durchschnittlichste Stadt im Norden, Samstag, 16.04.2016, 15:53 vor 3589 Tagen @ CalBaer 5246 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 16.04.2016, 16:52

Hallo CalBaer,

Ohne Banken wie die Deutsche gaebe es auch keine Panama-Papers.

Welche Bank ist denn nicht "wie die Deutsche"?

JP Morgan?
Citibank?
Merrill Lynch?
Wachovia?
Wells Fargo?
Goldman Sachs?

[[herz]]

Gruß
paranoia

--
Ich sage "Ja!" zu Alkohol und Hunden.

Goldpreis Manipulation

HansMuc, Montag, 18.04.2016, 10:24 vor 3587 Tagen @ boso 5382 Views

bearbeitet von HansMuc, Montag, 18.04.2016, 12:45

hier: die
unterschriebenen schriftlichen Vereinbarungen für das zuständige
Gericht


Die Banken haben Insider-Informationen verwertet, um beim 2. Fixing den
Goldpreis nach unten zu schieben. Eine Studie hatte festgestellt, dass in den
Jahren 2004 bis 2013 beim Goldpreis während des Zeitraums des 2. Fixings in
92 Prozent aller Fälle "unnatürliche Abwärtsbewegungen" auftraten.

----------
In re Commodity Exchange Inc. Gold Futures and Options Antitrust
Litigation (Markun v. Bank of Nova Scotia)

...

The case is In re Commodity Exchange Inc., Gold Futures and Options Antitrust
Litigation, No. 14-md-2548 (S.D.N.Y.). The defendants include the
world's largest gold dealers, Bank of Nova Scotia, Barclays, Deutsche Bank,
HSBC, and Société Générale.


Background
Every day at 10:30 a.m. and 3:00 p.m. London Time, defendants Bank of Nova
Scotia, Barclays, Deutsche Bank, HSBC, and Société Générale have a
teleconference in which they set the price of gold for the day. Various
studies have confirmed that information discussed during the London Fixing
calls was being disseminated to insiders and other major dealers in the gold
market, including defendant UBS, enabling them to take advantage of market
moving information before anyone else could do so. One study found that
between 2004 and 2013 there were anomalous downward spikes in the price of
gold during the 3:00 p.m. London Fixing calls. In particular, that study
found that in 2010 these downward spikes in price occurred 92 percent of the
time
. These studies suggest that the defendants and others were using the
London Fixings to manipulate the gold market.

Quelle: In re Commodity Exchange Inc. Gold Futures and Options Antitrust Litigation (Markun v. Bank of Nova Scotia)
----------

Dass der Goldpreis zwischen dem 1. und 2. Fixing eigenartige Verhaltensweisen
aufweist, war ja auch schon hier ein Thema.

Hier noch einmal der Chart seit 2000, der dieses Verhalten eindeutig belegt.
Die AM->PM und PM->AM+1 Differenzen wurden zur besseren Sichtbarkeit
quartalsweise aufsummiert.

Die Quartalsgewinne bzw. Quartalsverluste sind in Prozent (rechte Y-Skala)
des AM Fixing Preises (linke Y-Skala) zum Beginn des Quartals dargestellt.


[image]

Zwei Beispiele:
Wenn ein Händler im Zeitraum beginnend im Januar 2000 bis Dezember 2011 immer
zum 1. Fixing Preis gekauft hätte und zum 2. Fixing Preis verkauft hätte,
dann hätte dieser Händler trotz eines Anstiegs des Goldpreises von 282 USD auf
1574 USD insgesamt 1081 USD verloren.

Wenn ein Händler im gleichen Zeitraum immer zum 2. Fixing Preis gekauft hätte
und zum 1. Fixing Preis des Folgetages verkauft hätte, dann hätte dieser
Händler insgesamt 2230 USD gewonnen. Der Goldpreis ist in diesem Zeitraum
aber nur um 1574 - 282 = 1292 USD gestiegen. Das heißt, der PM->AM Effekt in
diesem Zeitraum betrug 2230 - 1292 = +938 USD.

Diese theoretischen Zahlen berücksichtigen keine Spreads und Handelsspesen.

Wie lässt sich so ein Verhalten des Goldpreises erklären, außer durch
Manipulation? Siehe dazu auch Dimitri Speck.


Siehe im Gelben: Verlauf des Goldpreises zwischen den AM und PM Fixings


Grüße
HansMuc

Und wieder: Goldpreis-Manipulation

-ELLI- ⌂ @, Montag, 18.04.2016, 17:08 vor 3587 Tagen @ HansMuc 5427 Views

Hallo Hans,
schade, dass ich dich damals nicht überzeugen konnte, denn das Gleiche aus du schon vor zwei Jahren gepostet – und ich hatte hier sehr ausführlich dazu geschrieben:
Verlauf des Goldpreises inzwischen PM-Fixing und AM-Fixing des Folgetages

Hier noch einmal die Quintessenz:


Ich habe mir mal die Mühe gemacht und diese Berechnung nachvollzogen. Die genannten 2230 $ sind korrekt (obwohl ich auf 2240 $ komme, aber das ist unerheblich) und es handelt sich um einen Zeitraum von 3063 Handelstagen. Man hätte also Anfang 2000 Gold zu 281,50 $ kaufen und Ende 2011 zu 1574,50 $ verkaufen können – das wären ganze zwei Geschäfte gewesen. Oder man kauft insgesamt 3063 mal und verkauft insgesamt 3063 mal – insgesamt also 6126 (!) Geschäfte – und „verdient“ damit nicht nur 1293 $, sondern 2240 $. Klingt gut, nicht wahr?

Und so sehen diese 3063 Ergebnisse grafisch aus:

[image]

Schön verteilt um die Null-Linie. Die durchschnittliche Differenz beträgt 0,09722 %. Kein Händler auf der Welt schafft es, ein Geschäft mit weniger als 0,097 % Transaktionskosten (inklusive Spread) abzuschließen. Die Berechnung von oben ist also rechnerisch korrekt, liegt aber im Bereich von „Rauschen“.

Und hier noch, nur interessehalber, die gleiche Auswertung für den Zeitraum vom 1. April 1968 bis zum 30. Mai 2014, darüber gelegt der Goldpreis:

[image]

Hier liegt die durchschnittliche Differenz sogar nur bei 0,051 %.

Signal und Rauschen

HansMuc, Montag, 18.04.2016, 19:05 vor 3587 Tagen @ -ELLI- 4827 Views

Hier noch einmal die Quintessenz:


Ich habe mir mal die Mühe gemacht und diese Berechnung nachvollzogen. Die
genannten 2230 $ sind korrekt (obwohl ich auf 2240 $ komme, aber das ist
unerheblich) und es handelt sich um einen Zeitraum von 3063 Handelstagen.
Man hätte also Anfang 2000 Gold zu 281,50 $ kaufen und Ende 2011 zu
1574,50 $ verkaufen können – das wären ganze zwei Geschäfte gewesen.
Oder man kauft insgesamt 3063 mal und verkauft insgesamt 3063 mal –
insgesamt also 6126 (!) Geschäfte – und „verdient“ damit nicht nur
1293 $, sondern 2240 $. Klingt gut, nicht wahr?


Deine Berechnung gilt nicht für denjenigen, der Gold sowieso täglich handelt,
wie zum Beispiel ein Edelmetallhändler, der gewohnheitsmäßig um 16:00 Uhr
seinen Abschluss macht und danach telefonisch fixiert, um seine
Edelmetallbestände bzw. Lieferverpflichtungen abzugleichen.

Wenn der Zeitpunkt der Fixierung je nach long oder short intelligent gewählt
wurde, so konnte man pro Unze einen Mehrerlös von ca. 0,1 Prozent
erwirtschaften. Da hätte sich jeder Händler die Finger danach abgeschleckt.

Und so sehen diese 3063 Ergebnisse grafisch aus:

[image]

Schön verteilt um die Null-Linie. Die durchschnittliche Differenz
beträgt 0,09722 %.
Kein Händler auf der Welt schafft es, ein
Geschäft mit weniger als 0,097 % Transaktionskosten (inklusive Spread)
abzuschließen. Die Berechnung von oben ist also rechnerisch korrekt, liegt
aber im Bereich von „Rauschen“.

Deine Grafik ist leider völlig untauglich. Das sehr schwache Signal wird
durch das Signalrauschen völlig überlagert. Das Signal tritt erst deutlich
hervor, wenn man über einen längeren Zeitraum betrachtet und dadurch das
statistische Rauschen eliminiert.

Und hier noch, nur interessehalber, die gleiche Auswertung für den
Zeitraum vom 1. April 1968 bis zum 30. Mai 2014, darüber gelegt der
Goldpreis:

[image]

Hier liegt die durchschnittliche Differenz sogar nur bei 0,051 %.

Die Preisverschiebungen zwischen 1. und 2. Fixing lassen sich erst zu Beginn der 80er Jahre beobachten.

[image]

Grüße
HansMuc

Auch das hatten wir schon

-ELLI- ⌂ @, Montag, 18.04.2016, 20:25 vor 3587 Tagen @ HansMuc 5040 Views

Exakt das gleiche Argument hast du damals auch gebracht und ich habe es entkräftigt: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=315804

Deine Berechnung gilt nicht für denjenigen, der Gold sowieso täglich
handelt,
wie zum Beispiel ein Edelmetallhändler, der gewohnheitsmäßig um 16:00
Uhr
seinen Abschluss macht und danach telefonisch fixiert, um seine
Edelmetallbestände bzw. Lieferverpflichtungen abzugleichen.

Sorry, das ist falsch. Bitte nochmal nachlesen. Schon der Spread macht das unmöglich.

Wenn der Zeitpunkt der Fixierung je nach long oder short intelligent
gewählt
wurde, so konnte man pro Unze einen Mehrerlös von ca. 0,1 Prozent
erwirtschaften. Da hätte sich jeder Händler die Finger danach
abgeschleckt.

Und schon damals habe ich dir geantwortet, dass man sich so das Schlaraffenland vorstellt. Keinerlei Bezug zur Praxis.

Wenn es keine Gold- und Silberpreismanipulation nach Deinen Berechnungen gab warum gibt die DB vor zwei Gerichten nach?

boso @, Montag, 18.04.2016, 22:04 vor 3587 Tagen @ -ELLI- 4756 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 18.04.2016, 22:20

Glaubst Du sie haben "anders" manipuliert?
Sind sie unschuldig und von bösen Juristen "reingerissen" worden?
Haben sie sich selbst geirrt und ein "falsches Zugeständnis" gemacht?
Würde mich mich wirklich mal interessieren ob Du das oder was anderes meinst?

Warum haben Sie dann diese beiden Papiere unterzeichnet?

hier nochmal die von der Deutschen Bank unterschriebenen schriftlichen Vereinbarungen und Zugeständnisse für das zuständige Gericht

--
“I am more concerned with the return of my money
than the return on my money”

Mark Twain

Weil die Manipulation

Broesler, Dienstag, 19.04.2016, 02:15 vor 3587 Tagen @ boso 4690 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 19.04.2016, 12:17

Glaubst Du sie haben "anders" manipuliert?
Sind sie unschuldig und von bösen Juristen "reingerissen" worden?
Haben sie sich selbst geirrt und ein "falsches Zugeständnis" gemacht?
Würde mich mich wirklich mal interessieren, ob Du das oder was Anderes
meinst?

Warum haben Sie dann diese beiden Papiere unterzeichnet?

nur marginale, temporäre Preisauswirkungen hatte. Es ging um eine Hand voll Dollar, kein
langfristiges Preisdrücken, nur das tägliche Kundenabgezocke. Kein Grund zum Aufregen. [[top]]
Die Wellen regeln das schon... [[zwinker]]

Ahoi

Von wegen!

HansMuc, Dienstag, 19.04.2016, 04:36 vor 3586 Tagen @ -ELLI- 4842 Views

bearbeitet von HansMuc, Dienstag, 19.04.2016, 12:11

Exakt das gleiche Argument hast du damals auch gebracht und ich habe es
entkräftigt: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=315804

Deine Berechnung gilt nicht für denjenigen, der Gold sowieso täglich
handelt,
wie zum Beispiel ein Edelmetallhändler, der gewohnheitsmäßig um

16:00

Uhr
seinen Abschluss macht und danach telefonisch fixiert, um seine
Edelmetallbestände bzw. Lieferverpflichtungen abzugleichen.


Sorry, das ist falsch. Bitte nochmal nachlesen. Schon der Spread macht das
unmöglich.

Ich brauche das nicht nachzulesen. Du scheinst nicht zu verstehen, um was
es geht. Ein Edelmetallhändler, der bisher gewohnheitsmäßig seine Bestände
bzw. Lieferverpflichtungen immer am späten Nachmittag fixiert hat, hätte den
Zeitpunkt der Fixierung so wählen können, dass er von der Kursanomalie
profitiert.

Falls er sein Handelsbuch ein long gehen erfordert, dann wartet er mit der
Fixierung bis kurz nach dem 2. Fixing (und kauft zum
statistischen Tagestiefstkurs). Wenn das Handelsbuch des Händlers ein
short gehen nahe legt, dann fixiert er schon in der Zeit des 1. Fixings (und
verkauft zum statistischen Tageshöchstkurs).

Wenn der Zeitpunkt der Fixierung je nach long oder short intelligent
gewählt
wurde, so konnte man pro Unze einen Mehrerlös von ca. 0,1 Prozent
erwirtschaften. Da hätte sich jeder Händler die Finger danach
abgeschleckt.


Und schon damals habe ich dir geantwortet, dass man sich so das
Schlaraffenland vorstellt. Keinerlei Bezug zur Praxis.

Sorry, aber da scheinst Du keine Ahnung von den Handelsgepflogenheiten im
Edelmetallhandel zu haben. Ich bin des Öfteren bei verschiedenen sehr großen
Händlern (ich sag jetzt keine Namen [[freude]] ) dabei gesessen, wenn
die in der Mittagspause ihre Fixierungen telefonisch durchgegeben haben. Und
da ging es manchmal um 2stellige USD Millionenbeträge pro Fixing.


Aber das ist eigentlich nur ein Nebenkriegsschauplatz.
Um richtig viel Geld geht es in der class action Klage gegen alle beim
Goldfixing beteiligten Banken.

Im Verfahren gegen die Deutsche Bank wurde ja statistisch
detailliert dargelegt, dass über viele Jahre hinweg genau die Kurse des 2.
Fixings nach unten manipuliert wurden. Und zwar um bis zu 4 Basispunkte pro
Handelstag. Warum gerade beim 2. Fixing und nicht beim 1. Fixing? Keine
Ahnung.

Und nur um der gegnerischen Partei einen Gefallen zu tun, wird die Deutsche
Bank ja kein Angebot gemacht haben, eine "wertvolle Entschädigung" zu
bezahlen und dabei mitzuhelfen, die anderen Banken ans Messer zu liefern, die
auch dabei waren. Wie es aussieht waren alle dabei, die den Goldkurs gefixt haben. [[freude]] [[freude]]

Beklagte sind:

Deutsche Bank Securities, Inc. (inzwischen zum Kronzeugen mutiert)
Barclays PLC
HSBC Holdings PLC
Scotia Capital ( Usa) Inc.
Scotiamocatta
UBS Securities LLC
Société Générale, SA
The London Gold Market Fixing LTD

Wer Lust hat, kann sich ja die Gerichtsdokumente reinziehen. Sehr schöne
statistische Auswertungen der Kursverläufe. Offensichtlich waren die
Argumente der Kläger so überzeugend, dass die Deutsche Bank die Segel
gestrichen hat und jetzt die Seiten gewechselt hat.

COMMODITY EXCHANGE, INC., GOLD FUTURES AND OPTIONS TRADING LITIGATION


Grüße
HansMuc

Temporäre Preisauswirkungen...

HansMuc, Dienstag, 19.04.2016, 04:55 vor 3586 Tagen @ Broesler 4673 Views

bearbeitet von HansMuc, Dienstag, 19.04.2016, 11:57

Glaubst Du sie haben "anders" manipuliert?
Sind sie unschuldig und von bösen Juristen "reingerissen" worden?
Haben sie sich selbst geirrt und ein "falsches Zugeständnis" gemacht?
Würde mich mich wirklich mal interessieren ob Du das oder was anderes
meinst?

Warum haben Sie dann diese beiden Papiere unterzeichnet?


nur marginale, temporäre Preisauswirkungen hatte. Es ging um eine Hand
voll Dollar, kein
langfristiges Preisdrücken, nur das tägliche Kundenabgezocke. Kein Grund
zum Aufregen. [[top]]

Die class action Anwälte haben schon Mal mit Beträgen von 1,3 Mrd bzw. 3 Mrd
USD gewunken, die in ähnlichen Fällen bezahlt wurden (treble damages).

Außerdem ist es ist eine interessante Frage, ob und wie es sich auf den
weiteren Kursverlauf auswirkt, wenn der Kurs zum Zeitpunkt des 2.
Fixings über Jahre nach unten geschoben wurde.

Die Wellen regeln das schon... [[zwinker]]

Da wär ich nicht so sicher ;)


Ahoi

Grüße
HansMuc

Chart von Elli wirklich unbrauchbar : Signalrauschen wird erst durch sog."Averaging" neutralisiert

boso @, Dienstag, 19.04.2016, 06:53 vor 3586 Tagen @ HansMuc 4794 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 19.04.2016, 11:51

Der untere Chart zeigt "wunderschönes Signalrauschen" und ist eben völlig ungeeignet ein Signal herauszufiltern, das kleiner ist als das Rauschen selbst: dies kann man aber mit einem einfachen Trick - wie bei anderen Anwendungen in der Biologie oder Medizin erreichen(z.B. den sog. "evozierten Potentialen" z.B bei der Messung von Sehnerven von MS Patienten!)
dem sogenannten AVERAGING(=Signalmittelung)

Bei diesem Verfahren wird durch wiederholte Mitteilung das Signal Rauschverhältnis erhöht und damit tritt das Signal deutlich hervor,

Hier ein kleines optischen Beispiel:
[image]

Und so sehen diese 3063 Ergebnisse grafisch aus:

[image]

Schön verteilt um die Null-Linie. Die durchschnittliche Differenz
beträgt 0,09722 %.
Kein Händler auf der Welt schafft es, ein
Geschäft mit weniger als 0,097 % Transaktionskosten (inklusive Spread)
abzuschließen. Die Berechnung von oben ist also rechnerisch korrekt,

liegt

aber im Bereich von „Rauschen“.


Deine Grafik ist leider völlig untauglich. Das sehr schwache Signal wird

durch das Signalrauschen völlig überlagert. Das Signal tritt erst
deutlich
hervor, wenn man über einen längeren Zeitraum betrachtet und dadurch das

statistische Rauschen eliminiert.

Und hier noch, nur interessehalber, die gleiche Auswertung für den
Zeitraum vom 1. April 1968 bis zum 30. Mai 2014, darüber gelegt der
Goldpreis:

[image]


Hier liegt die durchschnittliche Differenz sogar nur bei 0,051 %.


Die Preisverschiebungen zwischen 1. und 2. Fixing lassen sich erst zu
Beginn der 80er Jahre beobachten.

[image]

Grüße
HansMuc

--
“I am more concerned with the return of my money
than the return on my money”

Mark Twain

Entrauschter Chart

HansMuc, Dienstag, 19.04.2016, 10:05 vor 3586 Tagen @ boso 4639 Views

Der folgende Chart zeigt die Differenzen zwischen den Kursdifferenzen
[PM->AM+1] - [AM->PM] im Zeitraum 1.Quartal 2000 bis 1. Quartal 2016
aufsummiert über je 1 Quartal (=3 Monate) und normalisiert mit dem AM Kurs am
Quartalsende.

Die Differenzen wurden dann umgerechnet auf Werte pro Handelstag.
Dabei wurden pro Quartal 64 Handelstage angenommen. (3x30x5/7=64,286).


[image]

Von den 65 Quartalen liegen 51 im Plus und 14 im Minus.


Grüße
HansMuc

Das ist die eleganteste Kurve , die zeigt wie Einzelereignisse sich im Laufe der Zeit zum Abzocken eignen

boso @, Dienstag, 19.04.2016, 13:38 vor 3586 Tagen @ HansMuc 4639 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.04.2016, 17:52

So funktioniert "scalping" der normalen Marktteilnehmer am Gold und Silbermarkt
Gratuliere Hans Muck!!! Schöner kann man es nicht zeigen!

[image]
Es ist dasselbe Prinzip wie bei Darstellung von Ereigniszeitanalysen zB. durch
Kaplan Meier Schätzer

Der folgende Chart zeigt die Differenzen zwischen den Kursdifferenzen
[PM->AM+1] - [AM->PM] im Zeitraum 1.Quartal 2000 bis 1. Quartal
2016
aufsummiert über je 1 Quartal (=3 Monate) und normalisiert mit dem AM
Kurs am
Quartalsende.

Die Differenzen wurden dann umgerechnet auf Werte pro Handelstag.
Dabei wurden pro Quartal 64 Handelstage angenommen. (3x30x5/7=64,286).


[image]

Von den 65 Quartalen liegen 51 im Plus und 14 im Minus.


Grüße
HansMuc

Von wegen
"Die Wellen regeln das schon..."

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than the return on my money”

Mark Twain

Wie kommt es dann,

Broesler, Dienstag, 19.04.2016, 13:51 vor 3586 Tagen @ boso 4492 Views

Von wegen
"Die Wellen regeln das schon..."

dass Elli vor Jahren den temporären Wendepunkt von rund 1.050$ erahnte? Zufall?

Ahoi

Doch, es gab Manipulationen beim Gold- und Silberfixing…

-ELLI- ⌂ @, Dienstag, 19.04.2016, 14:01 vor 3586 Tagen @ boso 4941 Views

Glaubst Du sie haben "anders" manipuliert?

Ja, Sie haben manipuliert. So wie Banken jede Gelegenheit nutzen, um gegen Kunden Vorteile auszuspielen.
Siehe hier: http://www.dasgelbeforum.net/search.php?search=Manipulation+Kunden&ao=and&u_nam...

Hier ein Zitat aus einem dieser Suchergebnisse:
Ich bestreite nicht, dass Banken bei jeder sich bietenden Gelegenheit gegen ihre Kunden „manipulieren“ bzw. es versuchen. So wie auch jeder Gebrauchtwagenverkäufer. [[zwinker]]
Aber in den Fällen, in denen ich von „Käse“ sprach, ging es immer um die Behauptung, ein Markt oder Preis sei grundsätzlich und dauerhaft und massiv manipuliert. Dabei war es in jedem konkreten Fall immer nur eine kurzfristige Manipulation mit geringste Auswirkung für den Gesamtmarkt (aber mit positivem Effekt für die Bank, wie z.B. beim Barclays-Fall).

Hier nochmal der Barclays-Fall:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=316118

Hier weitere Erläuterung dazu:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=317096

In diesem Thread habe ich wirklich ausführlich dazu Stellung genommen:
http://www.dasgelbeforum.net/mix_entry.php?id=315780&page=0&order=time&cate...

Danke, Danke, Danke.

siggi, Freitag, 29.04.2016, 05:43 vor 3576 Tagen @ HansMuc 4259 Views

bearbeitet von siggi, Freitag, 29.04.2016, 14:28

Der folgende Chart zeigt die Differenzen zwischen den Kursdifferenzen
[PM->AM+1] - [AM->PM] im Zeitraum 1.Quartal 2000 bis 1. Quartal
2016
aufsummiert über je 1 Quartal (=3 Monate) und normalisiert mit dem AM
Kurs am
Quartalsende.

Die Differenzen wurden dann umgerechnet auf Werte pro Handelstag.
Dabei wurden pro Quartal 64 Handelstage angenommen. (3x30x5/7=64,286).


[image]

Von den 65 Quartalen liegen 51 im Plus und 14 im Minus.

Hallo HansMuc,

ja, so schön kann Statistik sein, danach war Schicht im Schacht auf der anderen Seite. <img src=" />

Aber nicht nur dafür danke, sondern besonders für diesen Link:

http://tocqueville.com/sites/default/files/Gold_CAC_asfiled.pdf

Das ist ein wahres Schatzkästchen.

Ich bin noch am Anfang des Durcharbeitens. Für uns beide sind die dortigen Aussagen ja nicht überraschend, aber dann doch mal das, was auf keinen Fall herauskommen darf, zu lesen z. B.:

There is no justifiable reason for Defendants’
quotes around the PM Fixing to be persistently lower from those of other market participants for
over a decade, if not for their collusive behavior to manipulate spot prices downwards on a sustained basis.

Es gibt keinen anderen sinnvollen Grund für die Beklagten
bei der Preisstellung im Umfeld des PM-Fixings, anhaltend niedriger zu sein als andere Marktteilnehmer für mehr als ein Jahrzehnt, außer den, für ihre abgesprochenen Handlungsweisen die Spotpreise nachhaltig nach unten zu manipulieren.

nachhaltig, hört, hört. HansMuc, ich könnte dich küssen<img src=" />

Das mit "Umfeld des Fixings", vorher, während und danach gemeint ist, fällt dann noch so nebenbei ab.[[freude]]

Da merkt man dann wieder, dass es sich doch lohnt, auch gegen größte, bornierte Widerstände, dem gesunden Menschenverstand zum Durchbruch zu verhelfen.

[[la-ola]]

In dem Sinne, weiter so und

LG

siggi

Zum 37. Mal: Fixing, Fixing, Fixing – „nachhaltig“

-ELLI- ⌂ @, Freitag, 29.04.2016, 15:51 vor 3576 Tagen @ siggi 4607 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 29.04.2016, 18:31

Wie ich schon sagte, wir drehen uns ständig im Kreis. Ich habe das alles schon erklärt, aber ich tue es gerne noch einmal.

Es geht um diese von dir übersetzte Textpassage aus dem von dir verlinkten Dokument:

„Es gibt keinen anderen sinnvollen Grund für die Beklagten bei der Preisstellung im Umfeld des PM-Fixings, anhaltend niedriger zu sein als andere Marktteilnehmer für mehr als ein Jahrzehnt, außer den, für ihre abgesprochenen Handlungsweisen die Spotpreise nachhaltig nach unten zu manipulieren.“

Nochmal: Ich bestreite keineswegs – wie sollte ich auch? – dass es über lange Zeiten Manipulationen des Fixings gab. Und ich bestreite auch nicht, dass diese Manipulationen weit überwiegend nach unten waren. Aber warum waren sie überwiegend nach unten?

Die Erklärung:
Die Banken, die manipuliert haben, waren überwiegend short, weil sie die entsprechende Gegenposition der Kunden (und die waren entsprechend überwiegend long) eingenommen hatten.
Nehmen wir einen typischen Kunden. Zu dieser Zeit waren viele große Spekulanten (nicht nur ich) mega-bullisch für den Goldpreis, daran brauche ich wohl nicht zu erinnern – und entsprechend sind sie long gegangen. Und wie geht das genau?

Nehmen wir an, der Goldpreis ist bei 700 $. Der Terminkurs in einem Jahr ist etwa genauso (leicht tiefer, aber das vernachlässigen wir jetzt mal). Sie kaufen Gold auf Termin (sagen wir, für 700 $) in der Hoffnung, es später, wenn der Termin gekommen ist, zu einem möglichst höheren Preis verkaufen zu können. Und in den Verträgen mit den Banken muss natürlich irgendein Referenzpreis vereinbart werden, und das war eben das PM-Fixing. Der Spekulant ist also daran interessiert, das Gold zu einem möglichst hohen Preis zu verkaufen, wenn der Termin gekommen ist. Und die Bank, die die Gegenposition eingenommen hat, will natürlich das Gegenteil, einen möglichst niedrigen Fixingpreis. Also versucht sie (wie im Barclay-Fall), das Fixing ein wenig nach unten zu drücken.

Und siehe da, das schaffen die Banken sehr oft auch, speziell wenn sich mehrere absprechen, die gleiche Positionen haben. Aber das Entscheidende ist die Frage, wie dauerhaft solche Preis-Drückungen gewesen sind. In dem Zitat oben kommt das Wort „persistently“ (nachhaltig) vor, und daraus schließt du, dass dieser gedrückte Fixingpreis nachhaltig unten geblieben ist.

Und genau das ist eben falsch!
Mit „persistently“ ist gemeint, dass dieses Drücken über viele Jahre geschehen ist.

Dass es eben nicht nachhaltig in dem von dir gemeinten Sinne war, sondern immer nur kurze Zeit angedauert hat, das sieht man in diesem Chart, den ich vor langer Zeit schon gezeigt hatte:

[image]
Quelle: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=316286

Und was siehst du da? Wohlgemerkt, der Chart zeigt nicht irgendeinen Tag, sondern den Durchschnitt eines Zeitraums von vielen Jahren (2001-2014). Während der entscheidenden Zeitspanne kurz vor dem Fixing fällt der Kurs auffällig (Manipulation). Und wie lange bleibt er da unten? NUR GANZ KURZ! Er erholt sich sofort wieder und (im Durchschnitt) zweieinhalb Stunden später ist er wieder da, wo er vorher war. Und danach steigt er weiter. Jetzt kannst du natürlich behaupten, er wäre ohne die Manipulation direkt weiter gestiegen. Kann sein, kann auch nicht sein. Ich behaupte, nein, denn:

Kein Wunder, dass sich der Kurs sofort wieder erholt. In dem Barclay-Fall haben wir damals folgendes erfahren – Zitat: „Er [Plunkett] hat zunächst eine Verkaufsorder zum Fixing in den Markt gegeben und sie danach wieder (mit Verlust!) aufgelöst. Und damit war die kurzfristige Wirkung aufgehoben.“

Was ist daran so schwer zu verstehen? Das kann man nur dann nicht verstehen, wenn man es nicht verstehen WILL.

Antwort dauert noch, wird etwas länger. (oT)

siggi, Samstag, 30.04.2016, 06:31 vor 3575 Tagen @ -ELLI- 4016 Views

- kein Text -

Zum 38. Mal: Falsch, Falsch, Falsch.

siggi, Sonntag, 01.05.2016, 20:05 vor 3574 Tagen @ -ELLI- 4087 Views

bearbeitet von siggi, Sonntag, 01.05.2016, 20:27

Hallo Elli,

nicht alles falsch, aber einiges. <img src=" />

Aber erst mal willkommen zurück, mit offenem Visier macht es doch mehr Spaß, als über die Bande. <img src=" />

Wie ich schon sagte, wir drehen uns ständig im Kreis.

Ständig im Kreis drehen kann man auf keinen Fall sagen, denn du hast doch schon einige deiner Anfangsthesen berichtigen müssen.
Nur so als Beispiel, deine frühere Aussage aus den Anfängen, dass beim Währungsfixing nicht manipuliert werden kann, da dort der Markt viel zu groß ist.

Und heute werden wieder einige deiner Thesen fällig. <img src=" />

Ich habe das alles schon erklärt, aber ich tue es gerne noch einmal.


Das weiß ich auch zu schätzen, nur wenn man in seinen Erklärungen nichts verändert, also keine neuen Erkenntnisse einfließen lässt, wie soll dann etwas anderes raus kommen als das Fehlerhafte, wie bereits beim ersten Mal?

Nicht die Anzahl der Erklärungen, auch 37 nicht und auch nicht wenn sie von @Elli kommen sind alleine deshalb schon überzeugend, sondern die Inhalte müssen überzeugen. Und zu denen kommen wir jetzt.

Es geht um diese von dir übersetzte Textpassage aus dem von dir verlinkten Dokument:

„Es gibt keinen anderen sinnvollen Grund für die Beklagten

bei der Preisstellung im Umfeld des PM-Fixings, anhaltend niedriger zu sein als andere Marktteilnehmer für mehr als ein Jahrzehnt, außer den, für ihre abgesprochenen Handlungsweisen die Spotpreise nachhaltig nach unten zu manipulieren.“

Nochmal: Ich bestreite keineswegs – wie sollte ich auch? – dass es über
lange Zeiten Manipulationen des Fixings gab.


Und da geht schon los mit den Ungenauigkeiten. Ich hatte nicht umsonst „im Umfeld des PM-Fixings“ geschrieben.

Welche Vorstellung hast du eigentlich von so einem Arbeitstag eines maßgeblichen Händlers bei einer der maßgeblichen Banken, der gemeinsam mit den relevanten Kollegen in seiner Bank und denen der anderen Banken nichts anderes im Sinn hat, als für sich, seine Bank und seine Kollegen mit allen Mitteln den maximalen Profit zu erzielen?
Verabschiede dich bitte von der Vorstellung, dass einzig und alleine in den 10 Minuten Preisfindungsfixing manipuliert wird.

Es wird bereits im Vorfeld des Fixings mit entsprechenden Maßnahmen auf das gewünschte Fixing-Ergebnis hin gearbeitet.
Und einige Formen der Manipulation laufen sogar über den ganzen Tag, Stichwort Frontrunning u. a.

Dazu noch eine der vielen ähnlichen Aussagen in der Anklage:

98. It (the data) is telling that these spikes very often begin before the official Fixing conference call commences, …
98. Es (die Daten) zeigen uns, dass diese Spitzen sehr oft vor der offiziellen Fixing Konferenz beginnen,…

Und ich bestreite auch nicht, dass diese Manipulationen weit überwiegend
nach unten waren.


Halleluja! Ganz und gar nicht im Kreis gedreht. Das ist das erste Mal seit dem Anfang der Diskussion, dass du das öffentlich zugibst. @Dimi wird das gerne lesen.
Wenn du jetzt zu überwiegend noch signifikant dazu gesetzt hättest, wäre es perfekt beschrieben.

Aber das erledige ich für dich, wie immer bei mir, mit Quelle. <img src=" />

120. The studies above considered entire years and each found that prices were more likely to move downward, more quickly and in larger size, around the time of the PM Fixing than at any other time of day.

120. Die Studien oben betrachten ganze Jahre und jede kam zu dem Ergebnis, dass die Kurse um das PM-Fixing herum sich mit höhere Wahrscheinlichkeit nach unten bewegten und das schneller und im größeren Ausmaß als zu jedem anderen Zeitpunkt des Tages.

So, und mit dieser Feststellung muß bereits für jeden klar sein, der sich ein bisschen mit Mathematik und Statistik beschäftigt hat, dass deine These, diese ganzen Beeinflussungen über Jahre hinweg hätten langfristig Null Einfluß auf einen Kursverlauf, völlig abwegig ist. Aber dazu später noch mehr.

Aber warum waren sie überwiegend nach unten?
Die Erklärung:
Die Banken, die manipuliert haben, waren überwiegend short, weil sie die
entsprechende Gegenposition der Kunden (und die waren entsprechend
überwiegend long) eingenommen hatten.

Das könnte eine Begründung sein. Viel interessanter wären für mich
allerdings die Positionierungen der Banken in ihrem Eigenhandel. Da die
Stoßrichtung der Manipulation signifikant nach unten ging, vermute ich, dass auch im Eigenhandel, vor allen auch im physischen Handel, ein Short-Überhang bestand.
Und siehe da, bei weiterem studieren der Anklageschrift wird man auch da wieder fündig:

175. As noted above, throughout the Class Period, Defendants, and other members of the LBMA, have maintained large “short” positions on the COMEX, and in their other “hedge” books, which reflected commitments to sell gold bullion to clients, customers, and others.

175. Wie oben erwähnt, in dem gesamten Beobachtungs-Zeitraum, haben die Beklagten, und anderen Mitgliedern der LBMA, große "short" Positionen an der COMEX gehalten und in ihren anderen "Hedge"-Büchern, die die Verpflichtungen widerspiegeln, Goldbarren an Klienten, Kunden und anderen zu verkaufen.

........Der Spekulant ist also daran interessiert, das Gold zu einem
möglichst hohen Preis zu verkaufen, wenn der Termin gekommen ist. Und die
Bank, die die Gegenposition eingenommen hat, will natürlich das Gegenteil, > einen möglichst niedrigen Fixingpreis. Also versucht sie (wie im Barclay-
Fall), das Fixing ein wenig nach unten zu drücken.

Wobei beim Barclays-Fall noch interessant ist, du warst es, glaube ich, der sich damals als erstes darüber gewundert hatte, dass der Händler diese große Position nicht mit einem entsprechenden Gegengeschäft abgesichert hatte. Na ja, musste er ja auch nicht, ohne Risiko ist ja keine Versicherung nötig. <img src=" />

Und siehe da, das schaffen die Banken sehr oft auch, speziell wenn sich
mehrere absprechen, die gleiche Positionen haben. Aber das Entscheidende
ist die Frage, wie dauerhaft solche Preis-Drückungen gewesen sind.


Ja, das ist die große Frage. <img src=" />

In dem Zitat oben kommt das Wort „persistently“ (nachhaltig) vor, und
daraus schließt du, dass dieser gedrückte Fixingpreis nachhaltig unten
geblieben ist.

Nein, in dem von mir gebrachten Zitat heißt es: „downwards on a sustained basis“, also „runter, auf nachhaltige Weise“.

Persistently heißt beharrlich. Könnte ein Freudscher Versprecher von dir sein, da das ja auf uns beide zutrifft. <img src=" />

Und genau das ist eben falsch!

Falsch ist hier nur der von die verwendetet Begriff, aber kann ja mal passieren.
Laut Duden bedeutet „nachhaltig“ nun mal:
längere Zeit anhaltende Wirkung und eben nicht kurzfristig.

http://www.duden.de/rechtschreibung/Nachhaltigkeit

Gerade im englischen wird der Begriff sustainable für sehr lange Entwicklungsperioden eingesetzt. Man könnte es auch mit „anhaltend“ übersetzten.

Das sieht man in diesem Chart, den ich vor langer Zeit schon gezeigt hatte:
Und was siehst du da?


Erstmal fällt mir auf, was ich auch oben schon dargelegt habe, dass der Preis bereits Stunden vor dem eigentlichen Fixing unter Schwankungen begonnen hat zu fallen. Ein weiterer Hinweis darauf, dass beim eigentlichen Fixing der Großteil der Manipulation schon gelaufen ist.

Wohlgemerkt, der Chart zeigt nicht irgendeinen Tag, sondern den
Durchschnitt eines Zeitraums von vielen Jahren (2001-2014). Während der
entscheidenden Zeitspanne kurz vor dem Fixing fällt der Kurs auffällig
(Manipulation). Und wie lange bleibt er da unten? NUR GANZ KURZ! Er erholt > sich sofort wieder und (im Durchschnitt) zweieinhalb Stunden später ist er > wieder da, wo er vorher war. Und danach steigt er weiter.

Da wir ja beide wissen, da der Gold- Kurs von 2000 bis 2011 einen Aufwärtstrend hatte, verwundert dieses Verhalten ja auch nicht.

Zeige doch mal so einen Chart von 2012 bis heute.

Ist aber sowieso für unsere Kernfrage irrelevant, dazu später mehr.

Jetzt kannst du natürlich behaupten, er wäre ohne die Manipulation direkt
weiter gestiegen. Kann sein, kann auch nicht sein.

Hört, hört,immerhin, das wäre dann ja unentschieden. <img src=" />

Ich behaupte, nein, denn:
Kein Wunder, dass sich der Kurs sofort wieder erholt. In dem Barclay-Fall
haben wir damals folgendes erfahren – Zitat: „Er [Plunkett] hat zunächst
eine Verkaufsorder zum Fixing in den Markt gegeben und sie danach wieder
(mit Verlust!) aufgelöst. Und damit war die kurzfristige Wirkung
aufgehoben.“

Ja, lieber Elli, hier liegt dein großer Denkfehler. Dabei hätte gerade der Barclays-Fall dir die Augen öffnen können.
Dass sich der Kurs erholt und am Tages- oder Jahresende höher stand. ist irrelevant. Wie gesagt, zeichne den entsprechenden Kursverlauf von 2012 bis heute oder für 2008 und schwups, schon ist deine ganze These ad absurdum geführt.

Noch mal zur Klarstellung, wir streiten darum, welchen Einfluss die Fixing-Manipulationen und andere in dem Zusammenhang (zu denen komme ich noch) langfristig auf die Entwicklung des Goldkurses gehabt haben. Du sagst, sie hatten Null, langfristigen Einfluss und ich sage, sie hatten sehr wohl einen langfristigen Einfluss.
Null Einfluss hätte sie nur dann, wenn die Dollar- und Cent-Beträge runter, die als Resultat der Aktivitäten zur Goldpreisdrückung entstanden sind , exakt mit den selben Dollar- und Cent-Beträgen aufwärts quasi neutralisiert worden wären.
Und da frage ich mich, wie soll das rein praktisch gegangen sein? Bist du tatsächlich der Meinung, man muss nur das Short-Geschäft vor dem Fixing, nach dem Fixing wieder auflösen und diese beiden Vorgänge würden sich auf exakt null neutralisieren?

Und das soll bei Plunkett so gewesen sein?

Wie kommst du denn darauf?

Plunkett hat seine Short-Position nach dem Fixing mit erheblichem Verlust verkauft, da der Kurs bereits wieder oberhalb des Kurses war, als er eingestiegen ist. Wie, bitte schön, sollen sich denn diese beiden Aktionen auf exakt Null neutralisiert haben?

Das hier ist genau der Beweis, dass das Auflösen der Short-Position tatsächlich nicht die gleiche Wirkung nach oben in Dollar und Cent hatte, wie die Wirkung beim Eröffnen der Position nach unten.

Natürlich hat es hier einen erheblichen Ausgleich gegeben, aber nicht auf Null, wie du behauptest. Und so wie es hier nicht exakt Null war, so ist es auch in hunderten und tausenden anderen Fällen über einen Zeitraum von 13 Jahren nicht Null. Es bleibt immer (Zufälle ausgeschlossen) eine kleine, aber bleibende Kursveränderung zurück, die sich dann über die Jahre addieren.

Des Weiteren greifst du hier nur ein Werkzeug der Manipulanten unter vielen heraus, das als Basis für deine These herhalten muss.
Es gibt aber auch wirksame Manipulationen, wo gar keine Geschäfte zur Drückung eröffnet wurden und somit auch nicht geschlossen wurden.

Ich stelle es dir mal vor:

154. Third, even if Defendants did not have enough “ammo” to move the market, they
would just invent some. This has been called “painting the screen” – placing orders to give the illusion of activity, with the intention they would be cancelled later after the pivotal measuring window was closed. Barclays has admitted similar conduct in the context of gold, specifically.
As explained in Section VI.B. below, Barclays has admitted that it placed a large, fictitious order during the Fixing window despite having no intent to execute it. When the price did not move far enough to ensure the Fix was low enough for its liking, Barclays submitted a second order – which was later undone by way of an offsetting trade once the Fix was “safely” set to Barclays’liking.

154. Drittens: Selbst wenn die Beklagten nicht genug "Munition" hatten , den Markt zu bewegen, dann würden sie diese eben nur erfinden. Dies wurde "den Bildschirm anmalen" genannt - die Erteilung von Aufträgen um einen Illusion von Aktivität vorzutäuschen, mit der Absicht, sie später nach dem Schließen des zentralen Messfensters (Fixing ist gemeint) einfach zu streichen. Barclays hat ähnliches Verhalten im Zusammenhang speziell mit Gold zugegeben. Wie in Abschnitt VI.B. unten beschrieben, hat Barclays eingeräumt, dass es eine große, fiktive Bestellung
während des Fixing-Zeit-Fenster gegeben hat, obwohl sie nie die Absicht hatten, sie auszuführen. Wenn der Preis sich nicht ausreichend weit genug bewegte, um sicher zu sein, dass das Fixing tief genug für ihre Wünsche ausfiel, legte Barclays einen zweiten, realen Auftrag nach, der später durch ein Gegengeschäft rückgängig gemacht worden ist, sobald das Fixing „sicher“ nach dem Geschmack von Barclays verlaufen war.

Hier wird übrigens das Verhalten von Plunkett in dem uns bekannten Fall beschrieben.

So, und nun erkläre mir bitte, wie der Effekt, der durch dieses „so tun als ob“ man eine große Short-Order aufgeben wolle und der auch tatsächlich zu einer entsprechenden Bewegung (runter) durch andere Marktteilnehmer, die sich dadurch haben beeinflussen lassen, geführt hat, wie dieser Effekt dann später auf exakt Null neutralisiert worden ist?

Und noch ein Werkzeug, mit denen die angeklagten Banken, aber nicht nur die gearbeitet haben. Ein Werkzeug, dass du leider nie auf deinem Schirm hattest, mir allerdings von Anfang klar gewesen ist.

Und das ist der Austausch von Orderdaten der Kundschaft und die Benutzung dieser Daten im Zusammenhang mit einer für die Banken günstigen Ausführung dieser Order.
Zu deiner Entschuldigung muss gesagt werden, dass du, im Gegensatz zu mir, nie in der Bauwirtschaft gearbeitet hast<img src=" />


151. When the banks had orders going in the same direction, they would “build” the orders by transferring them between other conspirators – a process referred to as “giving you the ammo.” That way one bank could more easily control the process of ensuring the trades had the maximum effect at just the right time.

151. Wenn die Banken Aufträge hatten, die in die gleiche Richtung gehen, würden sie diese Aufträge zwischen den Verschwörern transferieren und dadurch "aufbauen/konzentrieren", - ein Prozess der bezeichnet wird als: „ich gebe dir Munition.“ Auf diese Art und Weise konnte eine Bank erheblich leichter sicherstellen, dass die Ausführung der Aufträge den maximalen Effekt zur richtigen Zeit hatte.

So, und mir erkläre mir auch hier, wie der Effekt, von zur Preisdrückung eingesetzten Kundenaufträgen, sich nach dem Fixing auf wundersame Weise auf exakt null neutralisiert, wenn nach dem Fixing gar keine Geschäfte aufgelöst werden, sie auch möglicherweise nie aufgelöst werden, weil sie wertlos verfallen. Oder sie werden irgendwann mit großen Verlusten oder auch Gewinnen geschlossen.

Es gibt noch weitere Werkzeuge der Banken, aber spätestens hier sollte auch dem letzten noch nicht überzeugten Interessierten klar geworden sein, dass die, durch die eingesetzten Kräfte ausgelösten Bewegungen (wahrscheinlich tausende in dem beobachteten Zeitraum) zum Zwecke einer Kursmanipulation, sich nie und nimmer auf Null neutralisieren, sondern einen anhaltenden Effekt haben.

Und da wir uns ja beide einig sind, in welche Richtung die Manipulations-Kräfte und damit die Bewegungen hauptsächlich wirkten, steht damit auch fest in welche Richtung diese anhaltenden Effekte aufgetreten sind, nämlich runter.

Was ist daran so schwer zu verstehen?

Ja, das frage ich mich auch<img src=" />

LG

siggi

PS: Und falls noch immer Zweifel da sind, einfach meine Signatur lesen<img src=" />

39 und Schluss

-ELLI- ⌂ @, Montag, 02.05.2016, 16:28 vor 3573 Tagen @ siggi 4425 Views

Hallo Siggi,

Wie ich schon sagte, wir drehen uns ständig im Kreis.


Ständig im Kreis drehen kann man auf keinen Fall sagen, denn du hast doch
schon einige deiner Anfangsthesen berichtigen müssen.
Nur so als Beispiel, deine frühere Aussage aus den Anfängen, dass beim
Währungsfixing nicht manipuliert werden kann, da dort der Markt viel zu
groß ist.

Falsch. Diese Diskussionen mit dir machen keinen Spaß, weil du einfach falsche Dinge behauptest.
Schau mal hier: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=329391

Zitat:
„Ich hoffe, wir sind uns insofern einig, dass die Banken nur gegen die Kunden manipulieren können, wo ein Vertrag mit ihnen besteht. Soweit o.k.?
Und was sind das für Verträge? Entweder Swap-Verträge (fest gegen variabel) oder beispielsweise Optionen, die einen bestimmten Termin haben. In allen Fällen muss ein Referenzkurs vereinbart sein, auf den sich der Vertrag bezieht. Beim Gold ist es nun mal (wie wir auch Barclays-Fall gesehen haben) das Fixing. Und bei Zins-Swaps ist es in der Regel der Libor, der als Basis für die variable Seite genommen wird – und ein Libor ist grundsätzlich ein Fixing. Bei Devisengeschäften (wo es kein offizielles Bundesbank-Fixing mehr gibt, wie früher), wird ein anderer Referenzkurs benutzt, z.B. zu einer bestimmten Uhrzeit.
Und genau da, und nur da, können die Banken ansetzen.“

Und deshalb werde ich das nicht viel weiter führen, nur noch ein paar Kleinigkeiten:

Und ich bestreite auch nicht, dass diese Manipulationen weit

überwiegend

nach unten waren.


Halleluja! Ganz und gar nicht im Kreis gedreht. Das ist das erste Mal seit
dem Anfang der Diskussion, dass du das öffentlich zugibst.

Ach was, wie sollte ich bestreiten, was dieser Chart eindeutig zeigt?

[image]

(Manipulation). Und wie lange bleibt er da unten? NUR GANZ KURZ! Er

erholt > sich sofort wieder und (im Durchschnitt) zweieinhalb Stunden
später ist er > wieder da, wo er vorher war. Und danach steigt er weiter.

Da wir ja beide wissen, da der Gold- Kurs von 2000 bis 2011 einen
Aufwärtstrend hatte, verwundert dieses Verhalten ja auch nicht.

Aufwärtstrend? Warum das denn? Der Preis wurde doch angeblich jahrelang erfolgreich nach unten gedrückt…

Zeige doch mal so einen Chart von 2012 bis heute.

Ich hatte und habe nur Daten bis Mai 2014.

Dass sich der Kurs erholt und am Tages- oder Jahresende höher stand. ist
irrelevant. Wie gesagt, zeichne den entsprechenden Kursverlauf von 2012
bis heute oder für 2008 und schwups, schon ist deine ganze These ad
absurdum geführt.

Und du meinst, wir drehen uns nicht im Kreis? Den Chart von 2012 hatte ich bereits gezeigt:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=316286
Hier nochmal:

[image]

Und, was zeigt der Chart? Wie lange nach dem Fixing bleibt der Kurs unten? Nicht eine Minute!

Jetzt kannst du natürlich behaupten, er wäre ohne die Manipulation direkt
weiter gestiegen. Kann sein, kann auch nicht sein.

Hört, hört,immerhin, das wäre dann ja unentschieden. <img src=" />

Meinetwegen können wir uns darauf einigen, da sowieso nichts eindeutig bewiesen werden kann zu der Frage „Was wäre, wenn?“

Damit klinke ich mich für diesmal aus, genug im Kreis gedreht.

Diskussion beenden, aber Fragen stellen, wie geht das zusammen?

siggi, Dienstag, 03.05.2016, 05:37 vor 3572 Tagen @ -ELLI- 3936 Views

bearbeitet von siggi, Dienstag, 03.05.2016, 12:58

Hallo Elli,

Wie ich schon sagte, wir drehen uns ständig im Kreis.

Ständig im Kreis drehen kann man auf keinen Fall sagen, denn du hast
doch schon einige deiner Anfangsthesen berichtigen müssen.
Nur so als Beispiel, deine frühere Aussage aus den Anfängen, dass beim
Währungsfixing nicht manipuliert werden kann, da dort der Markt viel
zu groß ist.


Falsch. Diese Diskussionen mit dir machen keinen Spaß, weil du einfach
falsche Dinge behauptest.
Schau mal hier: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=329391

Zitat:
„Ich hoffe, wir sind uns insofern einig, dass die Banken nur gegen
die Kunden manipulieren können, wo ein Vertrag mit ihnen besteht. Soweit
o.k.?
Und was sind das für Verträge? Entweder Swap-Verträge (fest gegen
variabel) oder beispielsweise Optionen, die einen bestimmten Termin haben.
In allen Fällen muss ein Referenzkurs vereinbart sein, auf den sich der
Vertrag bezieht. Beim Gold ist es nun mal (wie wir auch Barclays-Fall
gesehen haben) das Fixing. Und bei Zins-Swaps ist es in der Regel der
Libor, der als Basis für die variable Seite genommen wird – und ein
Libor ist grundsätzlich ein Fixing. Bei Devisengeschäften (wo es kein
offizielles Bundesbank-Fixing mehr gibt, wie früher), wird ein anderer
Referenzkurs benutzt
, z.B. zu einer bestimmten Uhrzeit.
Und genau da, und nur da, können die Banken ansetzen.“

Ja, da hattest du schon von den Früchten des Baumes der Erkenntnis genascht. <img src=" />
Aus den Anfängen (unserer Diskussion) hatte ich extra geschrieben.

Ist aber ist auch nebensächlich.

Und deshalb werde ich das nicht viel weiter führen, nur noch ein paar
Kleinigkeiten:

Nun sei mal nicht so dünnhäutig, ich vermute, das hat andere Gründe mit dem nicht viel weiter führen.

Und wie lange bleibt er da unten? NUR GANZ KURZ! Er
erholt > sich sofort wieder und (im Durchschnitt) zweieinhalb Stunden
später ist er > wieder da, wo er vorher war. Und danach steigt er
weiter.


Da wir ja beide wissen, da der Gold- Kurs von 2000 bis 2011 einen
Aufwärtstrend hatte, verwundert dieses Verhalten ja auch nicht.


Aufwärtstrend? Warum das denn? Der Preis wurde doch angeblich jahrelang
erfolgreich nach unten gedrückt?

Da warst du aber in deinem Vorposting schon weiter mit der Erkenntnis.

Zitat, (fett von mir)

"Jetzt kannst du natürlich behaupten, er wäre ohne die Manipulation direkt weiter gestiegen. Kann sein, kann auch nicht sein."

Und extra für dich ein allerletzter Hinweis zu dem Sachverhalt absolut steigender Goldkurs trotz signifikanter Goldpreisdrückung:

Zitat:

"Kein anderer als Paul Volcker, der Vorgänger von Alan Greenspan als US-Notenbankchef, sagte in seinen 2004 erschienenen Memoiren im Zusammenhang mit der Dollarschwäche des Jahres 1973: "Eine koordinierte Interventionsaktion von Goldverkäufen zur Verhinderung eines scharfen Anstiegs des Goldpreises wurde indes nicht unternommen. Das war ein Fehler.“

aus dem hier: http://goldseiten.de/minen/artikel.php?sid=168842&redirect=1

Du siehst also, man kann den Anstieg des Goldpreises durch Manipulationen bremsen. Die Höhe des Kurses am Jahresende sagt rein gar nichts darüber aus, ob es im Laufe des Jahres signifikante Manipulationen gegeben hat.

Dass sich der Kurs erholt und am Tages- oder Jahresende höher stand.
ist irrelevant. Wie gesagt, zeichne den entsprechenden Kursverlauf von
2012 bis heute oder für 2008 und schwups, schon ist deine ganze These ad
absurdum geführt.

Und du meinst, wir drehen uns nicht im Kreis? Den Chart von 2012 hatte ich
bereits gezeigt:
http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=316286
Hier nochmal:

2012 bis heute, heißt es in meinem Text! Ist aber auch egal, da eben ohne Aussagekraft. Siehe oben.

Jetzt kannst du natürlich behaupten, er wäre ohne die Manipulation
direkt weiter gestiegen. Kann sein, kann auch nicht sein.

Hört, hört,immerhin, das wäre dann ja unentschieden. <img src=" />


Meinetwegen können wir uns darauf einigen,

Abgelehnt, jetzt wo ich alle Trümpfe in der Hand halte<img src=" />

da sowieso nichts eindeutig
bewiesen werden kann zu der Frage „Was wäre, wenn?“

Was nicht bewiesen werden kann, ist die absolute Veränderung in Dollar und Cent, die der Goldkurs durch die Manipulationen erfahren hat im Laufe der Jahre, aber dass es ein "downwards on a sustained<img src=" /> basis" gegeben hat, das habe ich in meinem Posting sehr solide nachgewiesen.

Das beweist schon die Tatsache, dass du mit keinem Wort darauf eingehst. Meist ein sichereres Zeichen, dass man ins Schwarze getroffen hat.

Damit klinke ich mich für diesmal aus, genug im Kreis gedreht.

Man wird sehen. <img src=" />

LG

siggi

Und noch ein Goldpreis Chart ;)

HansMuc, Dienstag, 03.05.2016, 08:35 vor 3572 Tagen @ siggi 3930 Views

Hier noch ein interessanter Goldpreis Chart.

Dargestellt sind die Abweichungen der minütlichen Kurse der Jahre 2001 bis 2012.
Diese minütlichen Kurse sind mit dem Tagesmittelkurs normalisiert.
Insgesamt abgebildet sind ca. 2,49 Mio Einzelkurse (genau: 2497599 Minutenkurse)

Wie man leicht erkennen kann, ergeben diese Abweichungen ein interessantes Bild. [[freude]]

[image]

Grüße
HansMuc

@HansMuc: Frage zum Chart

-ELLI- ⌂ @, Dienstag, 03.05.2016, 18:54 vor 3572 Tagen @ HansMuc 4311 Views

Hallo Hans,
ich habe Fragen zu dem Chart:
Warum gibt es dort diese Punktwolke anstatt einer Linie?
Und warum sind es nur 2,49 Mio. Kursdaten?
Nach meiner Auswertung (weiter unten) handelt es sich um 3119 Handelstage (etwa 260 Handelstage pro Jahr). Multipliziert mit 1440 Minuten pro Tag ergibt das 4.491.360 Kursdaten.

Wenn ich die mir vorliegenden Daten auswerte, entsteht der folgende Chart (dazu ist zu erwähnen, dass in meinem Chart die US-Uhrzeiten stehen, also um fünf Stunden verschoben; 10:00 Uhr in meinem Chart entspricht 15:00 Uhr in deinem):

[image]

Warum kommen unsere Auswertungen zu unterschiedlichen Ergebnissen?

Hier habe ich meine Kurve nachgezeichnet und über deinen Chart gelegt:

[image]

Eine gewisse Ähnlichkeit ist ja vorhanden, aber warum sind die Kurven nicht identisch?

Kompliment an @Hasso, er hat es schon vor Jahren so beschrieben.

siggi, Montag, 09.05.2016, 05:11 vor 3566 Tagen @ HansMuc 3813 Views

Hallo HansMuc,

ich arbeite mich weiter durch.

202. Another problem the Senate Report focused on was the “conflicts of interest between a bank and its clients” when banks mix the business of banking with commerce.
The report found that “[p]ossible conflicts of interest permeate virtually every type of commodity activity” and illustrated the point thus: “If the bank’s affiliate operates a commodity-based exchange traded fund backed by gold, the bank may ask the affiliate to release some of the gold into the marketplace and lower gold prices, so that the bank can profit from a short position in gold futures or swaps, even if some clients hold long positions.”52


202. Ein weiteres Problem auf den sich der Bericht des Senates konzentrierte, waren die "Interessenkonflikte zwischen einer Bank und ihren Kunden", wenn Banken das Kundengeschäft mit dem Eigenhandelsaktivitäten der Bank mischen.
Der Bericht stellte fest, dass "mögliche Interessenkonflikte praktisch jede Art von Rohstoff-Handelsaktivitäten durchdringen" und stellt den Punkt so dar: "Wenn die Partner der Bank einen Rohstoff basierten ETF betreiben,
der durch Gold gedeckt ist, kann die Bank die Partner bitten Gold in den Markt zu geben, um den Goldpreis zu senken, so dass die Bank von einer Short-Position in Gold-Futures oder Swaps profitiert, auch wenn einige Kunden Long-Positionen halten.

Zitat Ende.

So hatte es uns im Prinzip @Hasso bereits vor 4 Jahren erklärt. Damalige Reaktion hier von selbsternannten Experten:

Blödsinn und "feuchte Investmenträume"

Kompliment an @Hasso, Menschenkenntnis, Lebenserfahrung und diverse Anstellungen bei DAX-Unternehmen sind in dieser Mischung halt unschlagbar<img src=" />

LG

siggi

COMMODITY
EXCHANGE, INC., GOLD FUTURES AND OPTIONS TRADING LITIGATION

Dauert noch ein bisschen

HansMuc, Montag, 09.05.2016, 05:54 vor 3566 Tagen @ -ELLI- 3731 Views

Hallo Hans,
ich habe Fragen zu dem Chart:
Warum gibt es dort diese Punktwolke anstatt einer Linie?

Weil ich jeweils Mittelwerte aus den Zeiten in 1 Minutenschritten gebildet habe.

Und warum sind es nur 2,49 Mio. Kursdaten?
Nach meiner Auswertung (weiter unten) handelt es sich um 3119 Handelstage
(etwa 260 Handelstage pro Jahr). Multipliziert mit 1440 Minuten pro Tag
ergibt das 4.491.360 Kursdaten.

Das sind Kursdaten von FOREXITE.


Wenn ich die mir vorliegenden Daten auswerte, entsteht der folgende Chart
(dazu ist zu erwähnen, dass in meinem Chart die US-Uhrzeiten stehen, also
um fünf Stunden verschoben; 10:00 Uhr in meinem Chart entspricht 15:00 Uhr
in deinem):

[image]

Warum kommen unsere Auswertungen zu unterschiedlichen Ergebnissen?

Hier habe ich meine Kurve nachgezeichnet und über deinen Chart gelegt:

[image]

Eine gewisse Ähnlichkeit ist ja vorhanden, aber warum sind die Kurven
nicht identisch?

Leider habe ich derzeit wenig Zeit um mich damit zu beschäftigen. Ich melde mich, wenn es zeitlich wieder passt.

Grüße
HansMuc

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