OT: Überführung eines Wohnanhängers

Nordlicht @, Donnerstag, 14.04.2016, 21:56 vor 3590 Tagen 10190 Views

Liebe Foristen und Mitleser,

ich wende mich an Euch, weil ich nicht mehr weiter weiß.

Im November haben meine Frau und ich einen selbstgebauten Wohnanhänger gekauft, den wir gerne ganzjährig bewohnen wollen (mittelfristiges Ziel: raus aus dem Hamsterrad, rein in die Selbstversorgung).

[image]

Bevor es mit dem Bewohnen losgehen kann, müssen wir das gute Stück von seinem jetzigen Standort (Landkreis Cuxhaven) zu uns (Kreis Segeberg) überführen (Fahrstrecke auf direktem Weg, inkl. Elbquerung: ca. 70 km). Dazu gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: entweder per Zugmaschine auf eigener Achse oder huckepack auf einem Tieflader.

Wir hatten zunächst den Tiefladertransport anvisiert, da schneller und - theoretisch - unkomplizierter; nur fand sich leider kein Speditionsunternehmen, das bereit gewesen wäre, die Fracht zu übernehmen. Alle Firmen, die ich kontaktiert hatte, lehnten den Transport ab, immer ohne Begründung. Ich vermute, dass dies auf die Höhe (3,96 m) und/oder Breite (3,48 m) des Anhängers zurückzuführen ist (die Länge wird es nicht sein, das sind nur 8 m).

Die Suche nach einem Transporteur mit Zugmaschine war dann erfolgreicher, und wir haben jemanden gefunden, der zur Überführung mit seinem Unimog bereit ist - es gibt nur ein kleines Problem, wie wir inzwischen wissen: Seit dem 01.04.2015 wird auch für Überführungsfahrten von Anhängern wie unserem eine Betriebserlaubnis vom TÜV verlangt, die wir nicht vorweisen können (und die vermutlich nur mit unverhältnismäßig hohem zeitlichem und finanziellem Aufwand zu bekommen wäre). So ist es zumindest in Niedersachsen, wo wir mit unserem ersten Versuch gescheitert sind, eine Ausnahmegenehmigung nach § 70 StVZO zu erhalten. In Schleswig-Holstein ist man da toleranter, d. h. eine TÜV-Betriebserlaubnis wird nicht gefordert. Aus Kiel liegt uns inzwischen denn auch die erste der beiden (auch früher schon üblichen) Ausnahmegenehmigungen vor, allerdings mit der Auflage, eine KFZ-Haftpflicht-Versicherung nachzuweisen, die auch den überbreiten Wohnanhänger mit einschließt.

Und an dieser Auflage scheinen wir nun zu scheitern. Die Versicherung des Transporteurs in spe lehnt eine Haftungsübernahme im Schadensfall ab, unsere eigene KFZ-Haftpflichtversicherung weigert sich, uns für diesen speziellen Transport einen Vertrag anzubieten, und auf weitere Anfragen, die ich über das Internet an verschiedene Agenturen gestellt habe, kamen bisher keine Rückmeldungen.

Nach jetzigem Stand der Dinge haben wir nun die Wahl, unser zukünftiges Zuhause zu Kleinholz zu verarbeiten oder auf den Parkplatz an der B 73 umzuziehen, auf dem es derzeit abgestellt ist. Es sei denn, es gäbe hier jemanden, der uns entweder eine Versicherung empfehlen kann, die uns für den Transport auf eigener Achse eine Haftpflicht-Police verkauft, oder der uns ein Unternehmen vermitteln kann, das den Transport per Tieflader durchführen würde. Auch sonstige Tipps und Verfahrenstricks werden gerne entgegengenommen.

Herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit und Rückmeldungen,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Fahr mit 6 km/h

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Donnerstag, 14.04.2016, 22:06 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 8172 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:04

Hallo Nordlicht,

das ist schon eine heftige Höhe und Breite:

Ich vermute, dass dies auf die Höhe (3,96 m) und/oder
Breite (3,48 m) des Anhängers zurückzuführen ist (die Länge wird es
nicht sein, das sind nur 8 m).

Wenn das Ding rollt, also Achsen und Räder in Ordnung sind, dann würde ich an Deiner Stelle prüfen, das Teil mit 6 km/h zu fahren. Ich kenn die entsprechenden §§ nicht, aber so weit ich weiß, ist bei 6 km/h so gut wie alles möglich. Und bei nur 70 km Wegstrecke schaffst Du die Reise innerhalb eines Tages.

Wenn das nicht geht, prüfe den Weg "Schausteller" mit Reisegewerbeschein. Die haben auch jede Menge Freiräume und Möglichkeiten. Wer so einen Schein hat, kann z.B. mit einem alten 3-er Führerschein 2-achsige Hänger ziehen bis 25 oder 32 km/h (so zumindest mein evtl. veraltetes Wissen).

Noch ne Möglichkeit: Stell ein paar Bienenkästen rein, dann ist es ein "landwirtschaftlicher Anhänger". Landwirte fahren so alles mögliche mit Überbreite.

Nur nicht aufgeben.[[top]]

Viele Grüße
Konstantin

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Zu breit

Prophet @, Donnerstag, 14.04.2016, 22:08 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 7350 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:15

ohne Begründung. Ich vermute, dass dies auf die Höhe (3,96 m) und/oder
Breite (3,48 m) des Anhängers zurückzuführen ist (die Länge wird es
nicht sein, das sind nur 8 m).

Es ist eher die Breite problematisch.
Ich dachte, es gibt eine maximale Breite von 2,55 m für einen Anhänger/Zugfzg. Mit 3,50 Meter biste ja schon fast auf der Gegenspur unterwegs...

https://de.wikipedia.org/wiki/Nutzfahrzeug/Ma%C3%9Fe_und_Gewichte

Wie breit ist denn das reine Anhängergestell da unter dem Haus? - Scheint mir eher das vorspringende Dach problematisch zu sein.

Ansonsten: Abbau & Aufbau an neuem Ort [[zwinker]]
Da auch ganze Häuser von A nach B transportiert und wieder aufgebaut werden, scheint mir das kein allzu großes Hindernis für einen Bastler.

Grüße,
Prophet

Praktikabelste Lösung: Rote Nummer

Rainer ⌂ @, El Verger - Spanien, Donnerstag, 14.04.2016, 22:12 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 7782 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:16

Am besten versuchst du jemanden zu finden, der eine "Rote Nummer" hat und beim Transport mitfährt. Der Inhaber der roten Nummer ist für die Verkehrssicherheit verantwortlich. Autowerkstädten besitzen oft rote Nummern.

Der Anhänger muss natürlich verkehrssicher sein und wegen der Überbreite eine Ausnahmegenehmigung der Verkehrsbehörde haben.

Rainer

--
Ami go home!
RundeKante
WikiMANNia
WGvdL Forum

Geschwindigkeit unerheblich

Prophet @, Donnerstag, 14.04.2016, 22:15 vor 3590 Tagen @ Konstantin 7972 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:08

Wenn das Ding rollt, also Achsen und Räder in Ordnung sind, dann würde
ich an Deiner Stelle prüfen das Teil mit 6 km/h zu fahren.

Ob du einen überbreiten Anhänger mit 6, 25 oder 100 km/h bewegst, interessiert im Schadenfall niemand.

Landwirtschaftliche Geräte (z.B. Mähdrescher) dürfen auch nur maximal 3 Meter Breite haben. Und das wird i.d.R. schon saueng, wenn dir ein zweiter entgegenkommt oder ein LKW. Das führt jeden Sommer zu zahlreichen Unfällen. Und da das Haus kein landwirtschaftliches Gerät ist, bist du auch hier m.E. auf 2,55 m Breite limitiert. Es gibt in den Yacht-Foren zahlreiche Beiträge zu überbreiten Transporten. Aber über 3 Meter geht (glaube ich) nix für den Privatmensch (Vermutung!).

Und:

Mit dem Ding am Haken wirst du spätestens nach 5-12 Minuten angehalten. Und dann darfst du einen Kran und einen überbreiten Transporter bezahlen. [[freude]]
Für den Preis könntest du dann ein Reihenhaus mit 1000 qm Selbstversorgerfläche kaufen.

Interessanter ist die Frage, wieso man sowas kauft, ohne vorher 5 Minuten zu recherchieren.

Ich habe auch mal einen Maschinenhandel betrieben. Da muss man vorher immer fragen, ob die 6-t-Stanze im Dritten Stock, im Keller oder ebenerdig steht. Es gibt die dollsten Sachen (mit Kran im Jahre 1976 ins OG gehievt etc.). Da kostet der Transport dann das hundertfache wie die Maschine wert ist. "Blind" sollte man sowas nie kaufen.

Grüße,
Prophet

Zu breit und nicht versicherungsfähig wegen der Umbauten

Dirk-MV @, Punta Cana, Donnerstag, 14.04.2016, 22:26 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 7401 Views

Ich glaube nicht, daß Du eine Versicherung dafür bekommst, da wahrscheinlich niemand die Umbauten abgenommen hat und somit jegliche Betriebserlaubnisse erloschen sind.

Auch der Tiefladertransport könnte problematisch sein, da er bei dieser Breite eine Ausnahmegenehmigung (pro Bundesland?) braucht.
http://www.universal-transport.com/cms/upload/downloads/Richtlinie_zum_Antrags-_und_Gen...


Und selbst dann sieht der Dachaufbau ein wenig "windig" aus. Wahrscheinlich würdest Du eher eine Spedition finden, wenn Du mal bei den Spezialisten für Bootstransporte nachfragst. Die sind Ausnahmegenehmigungen gewöhnt.
Dann ist noch die Frage, wie Du den Trailer aufladen willst. Mit einer Winde hochziehen wird bei der Konstruktion wohl kein Spediteur mitmachen, Du wirst einen Kran brauchen und wahrscheinlich ein oder sogar zwei Begleitfahrzeuge.

Dach abbauen wird billiger.
mfg

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Halbgare und falsche Infos helfen ihm nicht wirklich.

Prophet @, Donnerstag, 14.04.2016, 22:33 vor 3590 Tagen @ Konstantin 7387 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:13

Noch ne Möglichkeit: Stell ein paar Bienenkästen rein, dann ist es ein
"landwirtschaftlicher Anhänger". Landwirte fahren so alles mögliche mit
Überbreite.

Landwirtschaftliche Anhänger dürfen aber auch nicht breiter als 2,55 m sein. Die 3 Meter beziehen sich auf landwirtschaftliche _Geräte_ (Mähdrescher usw.).
A̶u̶s̶s̶e̶r̶d̶e̶m̶ Außerdem bräuchte er dann eine grüne Nummer für den Anhänger, die er ganz sicher nicht bekommt.

Halbgare und illegale Tipps sind das von dir, die den Threadstarter hier nicht weiterbringen.

So'n Zeug kannst du machen wenn du 400 Meter von deiner Scheune zum Hof ins Dorf m̶u̶ß̶t̶ musst. Aber nicht 70 km!
Und a̶u̶s̶s̶e̶r̶d̶e̶m̶ außerdem ist auch bei 1,00 Meter auf der öffentlichen Straße die Gefahr da, d̶a̶ß̶ dass ein Motorradfahrer auf dein Gespann kracht, querschnittsgelähmt ist, und du für den Rest deines Lebens bezahlen darfst. Naja, 7 Jahre halt (Privatinsolvenz). Kenne so einen Fall, wo ein Landwirt in einem kleinen Kaff einen unangemeldeten Tieflader-Anhänger an den Straßenrand bei seinem Hof gestellt hat, und ein Roller-rasender Jugendlicher ist nachts draufgefahren. Der ist dann an Kopfverletzungen gestorben. Und der schuldige Landwirt dann durch eigene Hand (eigenen Strick). Nur weil er zu faul war, den Anhänger 1,5 Meter weiter in den Hof zu stellen (weil er ja morgen gleich die Heuballen laden wollte).

Gute Nacht,
Prophet

Bienenkästen

Nordlicht @, Donnerstag, 14.04.2016, 22:36 vor 3590 Tagen @ Konstantin 7544 Views

Hallo Konstantin,

das ist schon eine heftige Höhe und Breite:

Ich vermute, dass dies auf die Höhe (3,96 m) und/oder
Breite (3,48 m) des Anhängers zurückzuführen ist (die Länge wird es
nicht sein, das sind nur 8 m).

Mag sein, aber beim letzten Transport anno 2012 war das noch kein Problem.

Wenn das Ding rollt, also Achsen und Räder in Ordnung sind, dann würde
ich an Deiner Stelle prüfen das Teil mit 6 km/h zu fahren.

Nach meinen Informationen gilt die 6 km/h-Regelung nur für selbstfahrende land- oder forstwirtschaftliche Fahrzeuge.

Wenn das nicht geht prüfe den Weg "Schausteller" mit Reisegewerbeschein.

Dieser Weg kommt leider nicht in Frage, ich stecke noch mit beiden Beinen im Hamsterrad...

Noch ne Möglichkeit: Stell ein paar Bienenkästen rein, dann ist es ein
"landwirtschaftlicher Anhänger".

Die Idee hat was [[top]], der werde ich mal nachgehen.

Danke und Gruß ins Waldgartendorf,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Vor April hatten viele nicht das Problem

Dirk-MV @, Punta Cana, Donnerstag, 14.04.2016, 22:42 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 7619 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:14

Da konnte man mit Kurzzeitkennzeichen fast alles auf der Straße bewegen. Dasselbe Problem haben dieses Jahr auch zigtausende Dauercamper, die ihren TÜV-losen Anhänger bewegen wollen oder müssen. Geht seit April nur mit Tieflader und ins Geld.

Auch der ominöse Bienenwagen darf nicht ohne Nummernschilder auf die Straße und die wirst Du ohne TÜV nicht bekommen und einen TÜV mit diesen Spoilern und diesem Sportauspuff auch nicht.
Im Gegenteil, wenn Du ein paar Bienenstöcke rein stellst, brauchst Du eine Genehmigung mehr, das Gesundheitszeugnis für die Bienen vom Amtstierarzt.
MfG

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Naivität

Nordlicht @, Donnerstag, 14.04.2016, 22:47 vor 3590 Tagen @ Prophet 7944 Views

Hallo Prophet,

Interessanter ist die Frage, wieso man sowas kauft, ohne vorher 5 Minuten
zu recherchieren.

Nun ja, zum einen hatte ich noch nie einen Maschinenhandel, und zum anderen bin ich von Natur aus etwas naiv. Da der letzte Transport desselben Fahrzeugs (im September 2012, über praktisch dieselbe Distanz) problemlos genehmigt wurde und über die Bühne ging (einschließlich einer separat abschließbaren Versicherung) und mir die Gesetzesänderung in der StVZO vom 01.04.2015 glatt entgangen ist, befinde ich mich in der beschriebenen Situation.

Danke und Gruß,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Das Problem ist die Versicherung...

Nordlicht @, Donnerstag, 14.04.2016, 22:53 vor 3590 Tagen @ Rainer 7133 Views

Hallo Rainer,

Am besten versuchst du jemanden zu finden der eine "Rote Nummer" hat und
beim Transport mitfährt.

Unser potentieller Tranporteur hat solche roten Nummernschilder, nur will eben seine damit verbundene Haftpflichtversicherung den Anhänger nicht mitversichern.

Danke und Gruß,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Schwertransport-Spedition

Dieter, Donnerstag, 14.04.2016, 23:07 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 7491 Views

Hallo Nordlicht,
normalerweise ist dies ein typischer Job für Speditionen, die sich auf Schwertransporte spezialisiert haben. Also für Überbreite und Überhöhe. Die 3,6 Breite und 4 m Höhe stellen da eigentlich kein Problem dar. Der Wagen kann aufm Tieflader sicherlich befestigt werden, solange die Achsen/Reifenbreite nicht über 2,60 hinausragen.

Billig ist das sicher nicht, da neben dem LKW auch noch 1-2 Begleitfahrzeuge mit Fahrer bezahlt werden wollen, andererseits ist das innerhalb 2 Stunden (Nacht)Fahrt + Verladung dann auch gegessen.
Die Fahrt wird von der Spedition beantragt und die zuständige Behörde genehmigt innerhalb von 10-20 Tagen, verbunden mit Gebühren (schätze um 50Euro).

Gruß Dieter

Bootstransporte

Nordlicht @, Donnerstag, 14.04.2016, 23:07 vor 3590 Tagen @ Dirk-MV 7243 Views

Hallo Dirk,

Ich glaube nicht, daß Du eine Versicherung dafür bekommst, da
wahrscheinlich niemand die Umbauten abgenommen hat und somit jegliche
Betriebserlaubnisse erloschen sind.

ich verstehe bloß nicht, warum es im Jahr 2016 keine Versicherung für den Anhänger mehr geben soll, wenn dies im 2012 noch ohne weiteres möglich war (was ich im Eingangsbeitrag nicht erwähnt hatte).

Und selbst dann sieht der Dachaufbau ein wenig "windig" aus.
Wahrscheinlich würdest Du eher eine Spedition finden, wenn Du mal bei den
Spezialisten für Bootstransporte nachfragst. Die sind
Ausnahmegenehmigungen gewöhnt.

Hihi, vielleicht sollte ich einen Mast samt Segel aufs Dach montieren [[freude]]. Jedenfalls danke für den Hinweis, dem werde ich mal nachgehen.

Dann ist noch die Frage, wie Du den Trailer aufladen willst. Mit einer
Winde hochziehen wird bei der Konstruktion wohl kein Spediteur mitmachen,
Du wirst einen Kran brauchen und wahrscheinlich ein oder sogar zwei
Begleitfahrzeuge.

Das klingt plausibel, wäre doch aber letztlich "nur" eine finanzielle Frage (das Wagenhäuschen als solches halte ich für stabil genug, um mit einer Winde auf den Tieflader gezogen werden zu können). Darüber hätte man ja zumindest mal reden können, man hat mich aber mehrfach stante pede kommentarlos abgewiesen.

Dach abbauen wird billiger.

Scheidet aus, da das Dach keine abnehm- oder abbaubare Einheit darstellt.

Danke und Gruß,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Deutsche Verhältnisse

Nordlicht @, Donnerstag, 14.04.2016, 23:16 vor 3590 Tagen @ Dirk-MV 7251 Views

Hallo Dirk,

Da konnte man mit Kurzzeitkennzeichen fast alles auf der Straße bewegen.
Das selbe Problem haben dieses Jahr auch zigtausende Dauercamper, die ihren
tüv-losen Anhänger bewegen wollen oder müssen. Geht seit April nur mit
Tieflader und ins Geld.

ich nehme an, Du meinst April 2015, richtig?

Auch der ominöse Bienenwagen darf nicht ohne Nummernschilder auf die
Straße und die wirst Du ohne Tüv nicht bekommen und einen Tüv mit diesen
Spoilern und diesem Sportauspuff auch nicht.
Im Gegenteil, wenn Du ein paar Bienenstöcke reinstellst, brauchst Du eine
Genehmigung mehr, das Gesundheitszeugnis für die Bienen vom Amtstierarzt.

Ich fürchte, damit hast Du recht [[sauer]], typisch "deutsche Verhältnisse" halt. Fast wäre ich geneigt, das Thema des Eingangsbeitrags zu verlassen, aber das verkneife ich mir lieber.

Danke und Gruß,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Sondertransport mit Überbreite

Odysseus @, Donnerstag, 14.04.2016, 23:19 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 7647 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:18

Bereits ein Mobilhome mit drei Metern ist nicht ohne Genehmigung zu überführen.

Deins fällt aufgrund der Breite über 3m unter Schwertransport zwingend mit Lotsen-Fahrzeug.

Unternehmen, die so etwas anbieten, sind die richtigen Ansprechpartner.

Vermutlich Transport nur nachts und mit vorher ausgearbeiteter Route.

Ein Einstieg:

https://www.google.de/#q=mobilheim+transport

Ein Beispiel-Unternehmen:

http://www.mobilheimpark-lauenbrueck.de/transport

Bilder sprechen [[zwinker]] :

https://www.google.com/search?q=mobilhome+transport&source=lnms&tbm=isch&sa...

Alles Andere führt zu Ärger. Eine Nutzung einer roten Nummer wäre missbräuchlich und sie würde dem Eigner im schlechtesten Fall entzogen.

Billig wird es nicht. Nicht umsonst sind ältere Mobilheime z.B. in Holland oder an der See im Norden oft sehr preisgünstig zu haben.

Aber dein Teil sieht ja wirklich cool aus, da lohnt sich das doch.

Gruß odysseus

Weiter suchen

Nordlicht @, Donnerstag, 14.04.2016, 23:25 vor 3590 Tagen @ Dieter 7161 Views

Hallo Dieter,

normalerweise ist dies ein typischer Job für Speditionen, die sich auf
Schwertransporte spezialisiert haben. Also für Überbreite und Überhöhe.
[...]
Die Fahrt wird von der Spedition beantragt und die zuständige Behörde
genehmigt innerhalb von 10-20 Tagen, verbunden mit Gebühren (schätze um
50Euro).

Ja, so in etwa hatte ich mir das vorgestellt, nach bisher vier Absagen von eben solchen Speditionen war/bin ich bloß ein wenig entmutigt. Aber so wie's aussieht, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als weiterzusuchen.

Danke und Gruß,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Praktischer Vorschlag in diesen Tagen

Stefan @, Freitag, 15.04.2016, 06:32 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 7438 Views

Hast du eine Fahrerlaubnis für den Unimog?

Dann würde ich Sonntag früh bei Tagesanbruch das Ding an den Haken nehmen und über die Landstraßen lostuckern.

Du hast keine Erlaubnis dafür, das stimmt. Aber jetzt ist das Ding eben da und auf der Straße, das ist eben so.

Gruß,
Stefan

Werde halt Landwirt ;-)

QuerDenker @, Freitag, 15.04.2016, 09:33 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6888 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:30

Hallo Nordlicht,

Problem beim Tiefladertransport dürfte auch die Eigenhöhe von knapp 4m sein...
Habt Ihr auf der Strecke Tunnel oder Unterführungen?

Kennst Du einen Landwirt?
Die dürfen (oder durften?) - denkbar wäre beispielsweise etwas in Richtung 'Schäferwagen' - nicht zugelassene Anhänger (früher die mit dem runden 25 km/h-Schild) mit Wiederholungskennzeichen mit dem Traktor ziehen.

Das Problem mit der Breite - und vor allem dem überhängenden Dach, das es mindestens mit Warntafeln zu sichern gilt - bleibt. Aber da hast Du ja die Ausnahmegenehmigung.

Falls die Reifen nicht mehr 'wollen', könnte 'dein' Landwirt sich ja vom Kollegen oder Maschinenring einen Tieflader (für Mähdrescher und große Forstgeräte haben die meist so was) leihen, und den Anhänger so transportieren (und für Breite+Höhe der Ladung im landwirtschaftlichen Bereich sind die Freigrenzen sogar größer!) - notfalls halt die Räder auf dem Tieflader runter, was - nur vom Bild geschätzt - 25 cm bringen könnte.

Viel Erfolg

QuerDenker

--
10cc: 'communication is the problem to the answer' <img src=" />

Wäre der Transport über nichtöffentliche Verkehrswege nicht eine Möglichkeit?

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 15.04.2016, 11:03 vor 3590 Tagen @ Stefan 6722 Views

Hast du eine Fahrerlaubnis für den Unimog?

Dann würde ich Sonntag früh bei Tagesanbruch das Ding an den Haken
nehmen und über die Landstraßen lostuckern.

Du hast keine Erlaubnis dafür, das stimmt. Aber jetzt ist das Ding eben
da und auf der Straße, das ist eben so.

Gruß,
Stefan

Ich denke da an landwirtschaftliche Verkehrswege, welche nur für Landwirtschaft und Forstbetrieb zugelassen und für PKW gesperrt sind.

Die Breite interessiert da keine Sau, du musst nur die Tragfähigkeit der Brücken und die Höhe der Unterführungen beachten und dich mit den Landwirten einigen.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Er muss über die Elbe oder wahlweise um Hamburg rum, querfeldein wird das nicht gehen (oT)

Dirk-MV @, Punta Cana, Freitag, 15.04.2016, 11:16 vor 3590 Tagen @ Mephistopheles 6406 Views

- kein Text -

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Lass es uns bitte wissen, wie Du es letztendlich bewerkstelligt hast

Dirk-MV @, Punta Cana, Freitag, 15.04.2016, 11:40 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6560 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 12:18

Hallo Nordlicht

Dach abbauen wird billiger.


Scheidet aus, da das Dach keine abnehm- oder abbaubare Einheit darstellt.

Das Dach besteht doch sicher nur aus ein paar Latten und Spanplatten plus Fenster und Dachpappe. Das Material kostet nicht die Welt.
Ich würde zumindest die seitlichen Überhänge absägen oder, wenn's für eine Überführung wegen der Höhe immer noch nicht reicht, das ganze Dach runter nehmen und zu Hause wieder aufbauen. Du wolltest doch immer schon eine Dachterrasse.
Dann hast Du einen Wagen ohne Überbreite, den Dir fast jede Spedition ohne Ausnahmegenehmigung von zwei Bundesländern - auch um Hamburg rum - speditiert.

Wie auch immer, ich wünsche Dir ein gutes Gelingen.
MfG

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Melde doch einfach eine Demofahrt von A nach B an (Naturschutz, Mahnwache, blabla) - owT (oT)

McShorty @, Nürd-Mütryx fün Dülbünyen, Freitag, 15.04.2016, 11:52 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6447 Views

- kein Text -

Dach abbauen

Leserzuschrift @, Freitag, 15.04.2016, 12:59 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6688 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 13:32

Hallo Nordlicht

Ich gehe mal davon aus, dass die 3,48 m Breite durch das überhängende Dach zustande kommen. Ich würde deshalb mal überprüfen, ob es nicht möglich ist, das Dach abzubauen. Den Wagen kannst Du anschließend mit dem Unimog transportieren, dafür solltest Du auch eine Versicherung bekommen. Das Dach kannst Du auf einem anderen Transporter hochkant mitnehmen.

Gruß
Rick

Speditionen sehr ausgelastet

Dieter, Freitag, 15.04.2016, 13:06 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6630 Views

bearbeitet von Dieter, Freitag, 15.04.2016, 13:22

Hallo Nordlicht,

zumindest hier in OWL (NRW) ist es zur Zeit gar nicht so einfach, Sattel zu ordern. Die Speditionen hier im Raum sind extrem ausgelastet.

z.B. sind in der Firma eines Familienmitglieds täglich oft mehrere Züge von Großbäumen ins In- und Ausland zu transportieren, die aber nicht lange im Vorhinein vorbestellt werden können, da zwischen Auftragserteilung und Lieferung oft nur wenige Tage vergehen.
Und es zeigt sich, dass es zur Zeit deutlich schwieriger ist, termingerecht einen Sattel zu bekommen.

Vielleicht ist Dein Anliegen aufgrund der kurzen Distanz im Verhältnis zum Organisations-Aufwand für die Speditionen z.Z. uninteressant, da sie ohnehin mit lukrativeren Aufträgen ausgelastet sind.

Deshalb vielleicht die Absagen.

Gruß Dieter

Bitte nimm' es mir nicht übel …

zip @, Freitag, 15.04.2016, 13:27 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 7056 Views

Hallo Nordlicht.

Das wird nichts mit dem Transport. Jedenfalls nicht zu Konditionen, die im Verhältnis zum Wert des Wagens stehen. Das ist sicherlich bitter, die eigene Investition abzuschreiben. Aber aus meiner Sicht ist das Geld weg und man sollte dem nicht noch mehr "gutes Geld" hinterher werfen.

Vom Transport einmal ganz abgesehen: Hast du in Bad Segeberg mal beim Amt nachgefragt, ob du dafür überhaupt eine Stellgenehmigung (mit dauerhafter Wohnmöglichkeit) bekommst? Wie sieht es da aus mit Brandschutz, Stromversorgung, Frischwasser, Abwasser und Entsorgung?

http://wohnwaggon.de/transport.php

--
.zip

Messe einmal aus, wie breit der Wagen ohne Dach ist und erkundige Dich dann erneut bei der Versicherung

Olivia @, Freitag, 15.04.2016, 13:45 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6482 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 14:13

Hallo,

es schaut so aus, als ob die Überhänge des Daches (beide Seiten zusammen) nahezu einen Meter ausmachen. Ich würde das genau ausmessen, mir anschauen, ob und wie man das Dach temporär entfernen kann und dann erneut bei einer Versicherung nachfragen. Bei der derzeitigen Breite sehe ich in Deutschland auch kaum Möglichkeiten. Da wäre es vermutlich billiger, sich ein neues Haus zu kaufen.

Schiffscontainer haben Standardmaße, da gibt es dann keine Probleme beim Transport. Wenn man zwei zusammenstellt und die ggf. außen optisch modifiziert, dann ergibt das auch hübsche Häuser. Falls man die Transporteigenschaften erhalten will, dann muss man sich vorher GENAU erkundigen, WAS man alles NICHT verändern darf!!!! Die Amerikaner machen da ganz tolle Dinge. Die Innenisolation kann man (mit handwerklichem Geschick) auch selber machen. Dazu gibt es viele Informationen bei Youtube und im Internet.

Viel Erfolg bei Deinen Unternehmungen.

Hier nochmals der Link zum "Pocketcontainer". Der wurde nach TÜV-Vorgaben konstruiert und ist winterfest und wohntauglich.

http://pocketcontainer.de/

--
For entertainment purposes only.

Das sehe ich sehr ähnlich! Wobei es deutliche Unterschiede ja nach Bundesland gibt.

Olivia @, Freitag, 15.04.2016, 14:11 vor 3590 Tagen @ zip 6738 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 14:35

Vom Transport einmal ganz abgesehen: Hast du in Bad Segeberg mal beim Amt
nachgefragt, ob du dafür überhaupt eine Stellgenehmigung (mit dauerhafter
Wohnmöglichkeit) bekommst? Wie sieht es da aus mit Brandschutz,
Stromversorgung, Frischwasser, Abwasser und Entsorgung?

.............

Für eine Dauerwohngenehmigung m̶ü̶ß̶t̶e̶ müsste vermutlich ein erschlossenes Grundstück vorhanden sein. Und dann m̶ü̶ß̶t̶e̶ müsste der TÜV das Haus abnehmen. Da gibt es übrigens ein Projekt, das auf Containerbasis realisiert wurde.

http://pocketcontainer.de/

Youtube bietet viele weitere Ideen. Der o.g. wurde in D. vom TÜV zugelassen für Wohnzwecke. Inzwischen kann man bereits fertig ausgebaute Container aus China bestellen. Sind vermutlich auch zugelassen.

DAS Grundstück und die Bauordnungen der Länder und Gemeinden sind die kritischen Punkte. Wenn der Container nicht "fest im Boden verankert" ist, dann gelten meist auch Sonderbedingungen. Aber man muss sich VORHER genauestens erkundigen.

--
For entertainment purposes only.

Heißt es nicht korrekterweise: "Miss (!) einmal aus..."?

Prophet @, Freitag, 15.04.2016, 14:27 vor 3590 Tagen @ Olivia 6394 Views

Schließlich sind wir hier doch in einem Germanistikforum. [[freude]]

Ja, ich glaube sogar, dass Du Recht hast. Ich w̶u̶ß̶t̶e̶ wusste aber nicht, ob mit scharfem s oder 2 x s......

Olivia @, Freitag, 15.04.2016, 15:40 vor 3590 Tagen @ Prophet 6270 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 16:03

Schließlich sind wir hier doch in einem Germanistikforum. [[freude]]

Das ist fast so wie bei den Polizisten, die einen Toten vor dem Gymnasium finden. Als sie das Protokoll erstellen wollen, fragt der eine den anderen: WIE scchreibt man denn Gymnasium? Darauf der andere: Weiß nicht, schleppen wir ihn doch einfach vor die Schule....

:-)))

--
For entertainment purposes only.

"Ich bin Syrer"

Konstantin ⌂ @, Waldhessen, Freitag, 15.04.2016, 16:47 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6761 Views

mach doch einen großen Banner drauf mit der Aufschrift:
"Ich bin Syrer"

Dann darfst Du alles, weil gedeckt und versichert von Madame M.

Oder auch: "Ich will nach Syrien"
Vielleicht ist das die versteckte Agenda Teil 2: die Syrer nach D und die Deutschen nach Syrien... damit möglichst alle entwurzelt sind.

</Ironie>

--
"Die wichtigsten Bücher für Herz und Seele: Anastasia"

Was ist, eine Zigeunerfamilie zu fragen, die das Risiko gegen Gebühr auf sich nimmt (nur als Phantasie)?

Albert @, Freitag, 15.04.2016, 17:33 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6501 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 15.04.2016, 17:50

Hatte vor Kurzen auch einen Umzug. Zwei Motorräder (mit Saisonkennzeichen, die noch nicht da war) mussten umziehen und ein abgemeldeter Oldtimer. Also musste alles gut gehen ...kurzes Gebet in den Himmel...und es ging gut. Waren 10 km.

Manchmal muss halt ein bisschen was riskiert werden. Bei gutem Karma doch kein Problem, oder?

In Kürze

Nordlicht @, Freitag, 15.04.2016, 20:46 vor 3590 Tagen @ Nordlicht 6596 Views

Liebe Foristen und Mitleser,

ich bin ganz überwältigt und gerührt angesichts der Anteilnahme und der zahlreichen Tipps, Ideen und Vorschläge. Leider mußte ich auch heute wieder den ganzen Tag im Rad strampeln und konnte Eure Beiträge bisher nur überfliegen.

Vorerst ganz herzlichen Dank an alle, ich werde mich in Kürze wieder melden und berichten, wie es voraussichtlich weitergeht.

Beste Grüße,

Nordlicht

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Ruf doch erst einmal einen Bauern an.

Durran @, Freitag, 15.04.2016, 20:54 vor 3589 Tagen @ Nordlicht 6405 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 16.04.2016, 13:57

Du musst erst einmal versuchen, den Anhänger mit einem schweren Traktor
raus zu ziehen. Dabei wirst du sehen, ob das Gerät überhaupt rollfähig ist.
Der Anhänger ist dem Bild nach schon eingesunken und steht schon länger dort rum. Die Reifen sehen eher nach Slik aus. Insofern wirst Du für eine Überführung vier neue oder gut gebrauchte Reifen besorgen müssen.

Versicherung entweder über rote Überführungsnummer oder einfach mal bei NFZ Versicherern anrufen, KRAVAG oder ähnliche. Das Schlimmste wäre eine Reifenpanne unterwegs.

Das Ganze bekommt man schon hin.

Leserzuschrift: Wohnwagen

Nordlicht @, Freitag, 15.04.2016, 21:58 vor 3589 Tagen @ Nordlicht 6689 Views

Eben erhielt ich von Mitleser Matthias einen Tipp, den ich gerne aufgreife und - mit seiner Erlaubnis - ins Forum stelle (vielleicht haben andere auch etwas davon).

Hallo Nordlicht,

Nun waren ja doch auch einige "utopische" Tipps bei den Antworten dabei. Aber das ist halt das DGF [[zwinker]] . Hier ein weiterer, der mir näher an einer möglichen Verwirklichung erscheint. Bin in einigen Landwirtschfts-/Oldtimerforen unterwegs. Suche dir ein zeitnahes "Trecker-/Pulling-/Oldtimertreffen" in der Nähe deines Zielorts aus. Da diese Veranstaltungen nicht unter "Landwirtschaft" (Steuerbefreiung/Führerscheinklassen) laufen, sind die mitunter auch übergroßen Zugmaschinen/Gespanne mit diversen Selbstbauwohnanhängern meist nach den gesetzlichen Vorschriften angemeldet und versichert. Trifft die Grauzone zwischen gewerblich/Brauchtum/Sport.

Vielleicht (da bin ich ziemlich sicher) findest du in diesem Umfeld jemanden, der dir deine Hütte ans Ziel bringt.

Abfahren der Strecke und gewissenhafte Prüfung bzgl. Höhe und Breite deiner/eurerseits vorausgesetzt.

Gruß Matthias

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Bin ich auch dafür

Alwinnier @, Freitag, 15.04.2016, 23:39 vor 3589 Tagen @ Albert 6351 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 11.05.2016, 18:30

Dreistigheit siegt. Und damit will ich keinem Zigeuner,
denn die gibt's ja gar nicht mehr, oder überhaupt wem was unterstellen,
aber es sieht halt ein Blinder.

So wird's gemacht.
Gar nicht erst lange fragen.
Was soll schon passieren?

Du bist ein bisschen lange wach gewesen, drei Tage ohne Schlaf wegen der Sorge um dein Zuhause, geistig verwirrt (nicht betrunken oder "ärgeres" und wenn sie dich fragen, wo du herkommst,
sagst du am besten, du irrst umher, hast den Faden verloren, wolltest einfach mal los, weil die Flut oder Ebbe, Jesus oder der Teufel, irgendwas ist hinter dir her - und sie geleiten dich mit Blaulicht dahin "zurück" wo du herkommst. (und evtl. nehmen sie dich vorher mit, aber irgendwer wird dafür sorgen, dass euer Zuhause irgendwo hinkommt). Den weißen Herren erklärst du dann nach ein paar Pillen oder gutem Willen und viel Schlaf, du bist jetzt wieder wach.

Wenn du 'nen guten Traktor hast, und 'nen Championsleaugeabend wählst,
kommst du bestimmt bis zur zweiten Halbzeit und bist quasi schon halbe Strecke….

Oder ja - Frag Menschen ohne Rechte und Pflichten hier - die machen das bestimmt, wenn du dein Karma nicht direkt herausfordern willst. (/kommt dann wenn eh hintenrum:)
(die brennen mit deinem Zuhause durch, oder ziehen nicht mehr aus…)
Nun soviel dazu, mein Senf, weil alle sich hier so kreativ beteiligen!

Hoffe ihr kommt gut rüber - und ja - lass uns wissen, wie es dann ausging!!!

Gute Nacht
Alwin

Klassischer Fall von "sollte", "könnte" und "müsste" = Strohhalm, an den du dich klammerst

zip @, Samstag, 16.04.2016, 00:39 vor 3589 Tagen @ Nordlicht 6496 Views

Absolut unseriöse Beratung ohne entsprechenden Nachweis. Ich wiederhole mich: Abhaken und vergessen.

Vorschlag zur Güte:
Mache daraus eine Spendenprojekt für ein sozialverträgliches Projekt am besten für traumatisierte Flüchtlingskinder und binde die Politik in Bad Segeberg mit ein. Getreu dem Motto:

Der Wagen steht am Standort A und könnte am Standort B (Bad Segeberg) richtig was bewegen, wenn er denn dorthin bewegt werden könnte. Der Standort B muss ja nicht weit von deinem Zielort entfernt sein. [[zwinker]]

Vorher den Wert des Wagens bewerten lassen, dann im Rahmen der "Integration" von den bedürftigen Nutzern abreiten lassen und danach über das Landesamt wieder herstellen lassen.

Auf kommunaler Ebene geht so einiges:
http://www.rp-online.de/nrw/staedte/willich/eine-alte-lokomotive-fuer-den-alleenradweg-...

Der Transport hat ein Vermögen gekostet und die Kommune hat das bezahlt, damit die Kids was haben, was sie mit ihren Tags besprühen können.

--
.zip

Sind viele Interessante Ideen dabei.

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 16.04.2016, 06:27 vor 3589 Tagen @ Nordlicht 6517 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 16.04.2016, 06:34

Verehrtes Nordlicht (gibts ja bei Euch nicht, - ich habs aber in Hammerfest und am Nordkap gesehen)!

Hab das alles mal so durchgelesen, weil ich selbst zu den Typen gehöre, die schon einiges im Leben durchgezogen haben, wo sich andere entweder an den Kopf gegriffen oder mit 10 gespreizten Fingern in meine Richtung gezeigt haben. Wollte mal sehen, ob ich noch was dazulernen kann, auf meine alten Tage.

Bin auch mal von D aus nach Spanien in den Urlaub gefahren, mit unserm Wohnwagen (ein 12m Schiff mit 2,5 to, und hab den an einen kleinen Ford-Bus drangehängt (2l Benziner, altes Modell), weil das eigentliche Zugfahrzeug überraschend fahruntüchtig wurde und sich die Fahrt nicht verschieben ließ. Sah lustig aus, - so wie Pat und Patachon. Am gefährlichsten wars in D, - da bin ich nur so zwischen 4 Uhr und 8 Uhr gefahren, sowieso nur auf Straßen der 3. Kategorie. Auch in Frankreich und Spanien meist nur auf Nebenstraßen, ist aber alles gutgegangen. Von meinen Umzugsfahrten von D nach RO rede ich erst gar nicht, da kannn ich ein Buch drüber schreiben.

Einmal bin ich in Spanien von der Streife aufgehalten worden. Dachte mir schon, dass ich nun gefressen werde. Sie haben mir aber nur eine Strafe aufgebrummt, weil das Gespann länger als 12 m ist und man in Spanien dafür hinten ein extra Schild anbringen muß. Dass der Bus nur 2 to ziehen darf und der Wohnwagen lt. Zulassungschein schon 2,5 to hatte (reden wir nicht davon, wieviel er tatsächlich wog, - weiß ja jeder Wohnwagenurlauber), haben sie gar nicht bemerkt. Zuhause angekommen, hat mir kein Mensch geglaubt, dass ich mit dem Unikum in Frankreich und Spanien am Meer war und bis in die Nähe von Madrid zu Bekannten gefahren bin.

Ein einziges Mal wurde es haarig, als ich eine Steigung erwischte, die nicht richtig beschildert war (wie gesagt - absolute Nebenstraßen), und die der Ford mit dem Gewicht nicht gepackt hat. Da mußte ich mangels Umkehrmöglichkeit 150 m zurückstoßen, - meine Frau ging brav eine Stunde lang hinter dem Fahrzeug, damit der Verkehr hinter mir unter Kontrolle war. Aber auch die Serpentinen in Andorra hinauf zum Paß packte der Ford ganz anständig.

Zum Thema:

Der Vorschlag von Matthias erscheint mir etwas kurios, müßte aber genau abgeklopft werden. Aber auch der Vorschlag von zip mit dem Spendenprojekt bedarf einer Überprüfung der Realisierung. Beide Vorschläge klingen auf den ersten Blick verrückt, aber meist funktioniert das Verrückte in Deutschland (siehe Immigranten).

Ich kann Dir nicht sagen, wie Du es machen sollst, da ich die Behörden weder im einen noch im anderen Kreis kenne und das Vehikel nicht persönlich in Augenschein genommen habe. Aber ich kann Dir sagen, wie ich es machen würde.

1) Der Anhänger ist schön, die Holzbauweise gefällt mir. Was mir dazu nicht gefällt, ist das Dach. Das würde ich auf alle Fälle ändern. Entweder würde ich mir ein Wellblechdach (Ziegelimitation) draufmachen, zumal Ziegel wahrscheinlich zu schwer sind. Dazu kann man bei diesen Blechelementen auch verschiedene Farben auswählen, - ist Geschmackssache. Dazu kommt, dass man auf diesen Blechdächern auch nachträglich Solarelemente anbringen kann, - was sich vielleicht später aus Wirtschaftlichkeitsgründen empfehlen läßt.

Bei dieser Gelegenheit würde ich das Dach eben abmontieren, einschl. der Sparren, und das Ganze mit stabiler Plane abdecken, - weil man ja auch mit Regen rechnen muss. Der Rauchabzug muss ohnehin bei der Fahrt weg. Kann mir gut vorstellen, dass man da deutlich unter die 3 m - Marke kommt, wodurch sich vieles vereinfacht. Wenn es nicht sogar dann schon unter der 2,50 m Marke ist.

2) Der auch hier schon gefallene Rat mit der absoluten Prüfung auf Fahrtüchtigkeit (insbesonders Reifen und auch Bremsen (evtl. Auflaufbremse, oder existiert gar keine?) muss auf alle Fälle genau beachtet werden, - nichts schlimmer, als unterwegs deshalb eine Panne zu haben.

3) Ich würde mich aus Kostengründen mit einem Bauern resp. Traktorfahrer in Verbindung setzen, weil das wahrscheinlich die preisgünstigste Variante ist. Auch, wenn das Gespann nur 30 km/h fährt (mehr würde ich mir auch nicht zutrauen), so ist man doch nach 3 - 4 Stunden am Zielort.

4) Ich würde mir absolute Nebenstrecken aussuchen, wenn möglich auch Feldwege, die der Traktor ja befahren darf. Das natürlich erst mal abfahren (nach Möglichkeit mit dem Traktorfahrer, um späteren Diskussionen vorzubeugen).

5) Das Gesetz mit den 5-Tageskennzeichen und dem TÜV ist natürlich kontraproduktiv, aber auch da gibts einen Trick, - nachzulesen in:
http://www.autobild.de/artikel/kurzzeitkennzeichen-neue-regeln-5335645.html

Ich würde mir aus dem Umkreis von zwei oder drei Karrosseriewerkstätten eine kurze Bestätigung einholen, dass sie "leider derzeit nicht in der Lage" sind, den Auftrag zur Modernisierung des Anhängers zu übernehmen. Alles eine Sache der Argumentation, ich hab auch im Kreis Cuxhaven früher verständnisvolle Leute getroffen. Dann würde ich mir eine Werkstatt aussuchen, die hinter meinem eigentlichen Zielort liegt. Wenn diese Werkstatt noch einen kurzen Wisch ausstellt, so in etwa :"Die genauen Kosten für Ihren gewünschten Umbau einschl. TÜV-Untersuchung können wir erst aufgeben, wenn wir das Fahrzeug in unserer Werkstatt haben", - dann ist das kein großer Schreibaufwand für die Werkstatt und Du hast Dir einen wichtigen Punkt erspart: Du brauchst dann keinen TÜV.

Denn in dieser Werkstatt würde dann der TÜV gemacht werden, - auch, wenn sie selbst kein TÜV-Standort ist (gibt ja auch mobile TÜV-Institutionen, z.B. auch DEKRA)

Wenn dann das Fahrzeug kurz vorher und zufällig in der Nähe Deines Bestimmungsgrundstückes eine Reifenpanne hat und nicht mehr weiterfahren kann, - wer kann denn dann was dafür?

6) Sollte die Sache so ablaufen, dann würde ich mir trotzdem aus meinem Bekanntenkreis noch zwei Fahrzeuge organisieren, die vor und hinter dem Gespann - wenn notwendig mit Warnblinker - fahren würden.

7) Da der Wohnwagen wohl kaum eine StVZO-Anlage haben wird, würde ich mir auf alle Fälle eine mobile Schiene aus einer Werkstatt ausleihen, die Blinker und Bremslichter hat, und man das Ding mittels Kabel am Traktor anschließt. Denke, dass man die Punkte ausgeräumt hat, wo einem die Herrschaften in Uniform ans Bein pinkeln können.

8) Sollte man doch im Überbreitenbereich liegen, dann gäbs noch eine andere Variante: Ich würde mich mit einer Transportfirma in Verbindung setzen, die solche Transporte durchführt, - aber nicht mit Tieflader, - das ist schweineteuer. Ich würde mit denen einen Preis ausmachen, worin enthalten ist, dass die sich um die Papiere und Fahrgenehmigung kümmern und ggf. noch ein Begleitfahrzeug (mit gelber Rundumleuchte) stellen. Die verfügen übrigens auch über die mobilen Rücklichter (Pkt. 7).

Der Grund dafür ist, dass diese Kerle, die das beruflich machen, ihre Pappenheimer bei den Behörden so gut kennen, dass sie meistens schon per Du mit denen sind. Dadurch geht das ganze wesentlich problemloser vor sich, denn der Beamte weiß ja, mit wem er es zu tun hat und dass es sich um eine professionelle Firma handelt. Beim Privatmann prüft der ganz anders und sagt im Zweifelsfalle immer "Nein". Denn wenn er "Ja" sagt und es passiert was, dann ist er auch dran.

9) Wenn man unter der Überbreite ist und das Ganze mit Traktor und zwei Begleitfahrzeugen durchzieht, würde ich mich trotzdem vorher schlau machen, ob man das auch an einem Sonntag machen kann (am besten 6 Uhr früh). Kenne die aktuellen Kriterien nicht, was das aktuelle Sonntagsfahrverbot in Deutschland betrifft. Gibts in RO nicht. Wenns nicht am Sonntag geht, dann jedenfalls am Samstag, - auch dann ist viel weniger Verkehr (und auch nur der Bereitschaftsdienst der Uniformierten) vorhanden.

10) Der wichtigste Punkt: Ich hab Dir gesagt, wie ich es machen. würde. Du machst das, was Du für richtig hältst. Nicht, dass Du mir die Schuld gibst, wenn irgendwas in die Hose geht. Wichtig ist - kühles Blut. Aber im Norden habe ich meistens Leute getroffen, die nicht viel geredet haben (im Gegensatz zu mir), dafür aber Nerven wie Stahlseile hatten.

Wenn Dir mein Geschwafel etwas geholfen hat, dann soll es mich freuen.

Noch ein schönes Wochenende!
Helmut

Ja, und keine einzige davon ist sinnvoll, außer Profis zu beauftragen.

Prophet @, Samstag, 16.04.2016, 12:37 vor 3589 Tagen @ helmut-1 6055 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 16.04.2016, 13:34

Wenn Dir mein Geschwafel etwas geholfen hat, dann soll es mich freuen.

Nein, hat leider nicht geholfen. Denn mit solchen illegalen Transport-Aktionen und diesem Gespann (ohne Abbau der überbreiten Teile) wird er auf die Fresse fliegen (umgangssprachlich) und vielleicht Privatinsolvenz anmelden müssen. Wie kann man dem armen Kerl hier nur solche unsinnigen Tipps erteilen? [[sauer]]

Ohne einen Profi oder den Abbau der Teile wird das nichts. Am besten den ganzen Schlonz zerlegen und wieder auf ein anderes Gestell packen. Was aufgebaut werden konnte, kann man auch abbauen und wieder aufbauen. Das geht alles, wenn man etwas Geschick hat.

Grüße,
Prophet

PS: Dass solche Überführungen ohne Kennzeichen (wie hier genannt) teilweise funktionieren, kann Glück sein. Wenn es dumm läuft und ein Radfahrer sich verletzt oder du irgendwo eine Schramme reinmachst -> Privatinsolvenz. Da zahlt keine Versicherung auch nur einen Pfennig. Da ist man fertig, finanziell am Ende. Ist es das wert?

Mach mir einen Gefallen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 16.04.2016, 12:44 vor 3589 Tagen @ Prophet 6112 Views

und lies mein Geschwafel mal ganz genau. Dann wirst Du erkennen (können), dass manches Deiner Bewertung nicht stimmt.

Einzig und allein stimmt die Bemerkung, dass man in kein unnötiges Risiko eingehen soll, weil sich das nicht lohnt. Aber ich hab Wege aufgezeigt, die das Problem berechenbar machen.

Nebenstrecke finden oder Rückbau

Orlando ⌂ @, Samstag, 16.04.2016, 13:46 vor 3589 Tagen @ Nordlicht 6135 Views

bearbeitet von unbekannt, Samstag, 16.04.2016, 18:47

Das ist doch bei Euch da oben relativ flaches Land, also keine engen Täler usw.

Ich würde selbst eine Strecke ausfindig machen, wo man über Nebenstrecken mit der Überbreite durchkommt (abfahren, Engstellen ausmessen). Die Elbe würde ich per Fähre nach Glückstadt überqueren. Die Höhe ist bis 4 m kein Problem.

Mit der ausgearbeiteten Strecke würde ich dann zum Landratsamt marschieren und mich nach einer Genehmigung für den Transport per Zugmaschine erkundigen. Bzw. kann man sich dort auch zuerst erkundigen, ob genehmigt würde, bevor man die Strecke ausbaldowert.

Eine Versicherung dürfte sich schon auftreiben lassen, ggf. über einen versierten Makler.

Einen Spezialtransporteur zu beauftragen geht natürlich immer, aber wenn ich das Foto so ansehe, dürften die Kosten dafür Euren Rahmen sicher sprengen. Da wird es dann billiger, das Gefährt auf 2,50 m Breite zurück zu bauen.

Wenn man rückbauen will, kann man auch die Höhe so verringern, dass das Gerät auf einen Tieflader passt, dann entfällt auch die spezielle Versicherung.

Vorläufiges Fazit und Dank

Nordlicht @, Samstag, 16.04.2016, 23:58 vor 3588 Tagen @ Nordlicht 6337 Views

Nachdem ich inzwischen Zeit hatte, Eure vielen Beiträge zum Thema durchzuarbeiten, möchte ich kurz darauf antworten und unsere weiteren Schritte vorstellen. Zuerst ist mir jedoch daran gelegen, noch ein paar Informationen nachzuliefern, da ich den Eindruck habe, dass über die Rahmenbedingungen des Transportprojekts einige Missverständnisse aufgekommen sind.

Wir haben den Anhänger bereits im Januar, als der Boden ein paar Tage schön durchgefroren war, von seinem ursprünglichen zum jetzigen Standort ziehen lassen, wo er für das Ankoppeln an eine Zugmaschine oder das Verladen auf einen Tieflader sehr viel besser zugänglich ist.

[image]

Diese Strecke von ca. 3 km, davon 200 Meter über einen zerfurchten Acker, hat der Wagen, wenngleich illegal, so doch anstandslos bewältigt, auf der Straße läuft er ruhig und sicher. Die Reifen sind zwar nicht mehr die besten, dürften für den Transport aber noch ausreichen. Darüber hinaus haben wir ein TÜV-Gutachten, das die Fahrtüchtigkeit bescheinigt.

Der Transporteur, den wir kontaktiert haben, ist kein Anfänger in der Branche. Er führt Bau- und Zirkuswagentransporte bereits seit etlichen Jahren gewerbsmäßig durch, verfügt über die notwendige Ausrüstung zur Absicherung solcher Transporte und hat sich nach dem 01.04.2015 eigene rote Nummernschilder (einschließlich entsprechender Versicherung) zugelegt, um seine Touren reibungsloser abwickeln zu können. Es ist im übrigen derselbe Transporteur, der das Wagenhaus bereits im Jahre 2012 überführt hat, damals im Auftrag der (inzwischen) Vorbesitzerin. Dummerweise hat er geglaubt, dass seine Versicherung sich auch auf Anhänger mit Überbreite erstreckt, was wir - als blutige Laien auf diesem Gebiet - nicht in Zweifel gezogen haben und was sich nun als Irrtum herausgestellt hat.

Um die Problematik nochmal kurz und knapp auf den Punkt, oder besser fünf Punkte zu bringen:

1. Die Fahrtüchtigkeit des Wohnwagens ist gegeben und vom TÜV bestätigt.
2. Ein kompetenter Transporteur mit viel Erfahrung steht Unimog bei Fuß.
3. Vor dreieinhalb Jahren war eine Überführung überhaupt kein Problem.
4. Die Verschärfung der Gesetzeslage bei den Kurzzeitkennzeichen stellt in unserem Fall kein wirkliches Hindernis dar, weil man in Schleswig-Holstein noch nichts davon mitbekommen hat ([[freude]]) oder sich einfach darüber hinwegsetzt ([[top]]).
5. Es hängt also alles an der geforderten Versicherung, die sich bloß nicht auftreiben lässt.

Mich wundert ein bisschen, dass die Versicherungsfrage in den bisherigen Beiträgen nur am Rande gestreift und dann auch praktisch als pillepalle betrachtet wurde. Aber warum war es 2012 ohne weiteres möglich, z. B. bei der HUK eine Versicherung für die Überführungsfahrt abzuschließen (Überbreite hin oder her), während dieselbe Firma dies heute kategorisch ablehnt (ebenso wie die "Alte Leipziger" des Transporteurs)? Wie bereits erwähnt, sind meine Anfragen bei Maklern entweder gar nicht beantwortet oder abschlägig beschieden worden, zuletzt von einem Spezialisten für Transportversicherungen.

Nun zu Euren Anregungen und Tipps:

Aufgeben (wie von @zip vorgeschlagen)? Niemals! Wir halten es da mit Pidder Lüng: "Lewer duad üs Slav!" (Bisschen pathetisch in der heutigen Zeit und in diesem Kontext, ist mir klar, aber die Richtung stimmt.) Wir können es uns auch nicht leisten, mal eben 16.000 € in den Schornstein zu schreiben.

In einem aufgemotzten Container leben (@Olivia)? Kommt auch nicht in Frage wg. Ölsardinen-Ambiente und Techno-Flair, der Segen vom TÜV ist da kein rechter Trost. Wir ziehen atmendes, möglichst wenig behandeltes Holz (und bei Kälte ein knisterndes Feuer im Ofen) allen modernen Wohnkonzepten vor.

Das Wagenhäuschen über Elbe und Nordostseekanal nach Travemünde verschiffen, damit der Landweg kürzer wird (schlug ein Mitleser vor)? Originelle Idee, nützt aber leider nix, denn der Landweg würde dadurch sogar noch länger, und die Versicherungsfrage wäre weiterhin offen.

Einfach losfahren (@Stefan) und Schleichwege nutzen (@mephistopheles, @helmut-1, @Orlando)? Diese Lösung wäre zwar machbar und entspräche soagar meinem Naturell, ihr stehen jedoch einige Hindernisse im Wege. Erstens besitze ich keine geeignete Zugmaschine und habe auch keine Erfahrung mit solchen Geräten, schon gar nicht mit einem 5-Tonnen-Anhänger hinten dran. Es müsste also jemand engagiert werden, und ich kenne niemanden, der dazu bereit oder in der Lage wäre. Und zweitens ist mein Frauchen strikt gegen solche Aktionen, was ich aus ihrer Sicht verstehen kann.

Was ebenfalls nicht (mehr) funktioniert, ist Vorschlag 5 von @helmut-1. Wir sind inzwischen bei allen relevanten Ämtern bekannt und können denen schlecht plötzlich eine neue Geschichte auftischen.

Wir werden daher versuchen, zunächst zweigleisig vorzugehen. Anfang nächster Woche werde ich die kleine Handvoll von Mobilheimtransporteuren anrufen und mich nach deren Preisen erkundigen. Gleichzeitig wollen wir prüfen, ob sich das Dach mit vertretbarem Aufwand (und Kosten) abnehmen und wieder aufbauen lässt, was mir selber eigentlich widerstrebt, denn die Konstruktion ist keineswegs wo "windig", wie es von außen den Anschein haben mag. Ein Blick ins Innere des Wagens vermittelt vielleicht einen kleinen Eindruck davon:

[image]

Sofern das Dach weg ist, dürfte die Höhe bei nicht mehr als 3 Metern liegen; die Breite beträgt dann jedoch immer noch 2,70 m, also 15 cm über dem gesetzlich zulässigen Maß, liegt aber 30 cm unter der magischen 3-Meter-Grenze, ab der in diesem Lande offenbar gar nichts mehr geht, so dass neben einem Tiefladertransport evtl. auch eine Zugmaschinen-Überführung inkl. Versicherung möglich wäre.

Ob einer dieser beiden Wege letztlich zum Ziel führt, werden wir sehen. Es bleibt jedenfalls spannend - wie so manches andere in dieser merkwürdigen Zeit. Und seid unbesorgt, Ihr werdet die ersten sein, die erfahren, wie die Geschichte ausgegangen ist [[zwinker]].

Nochmals herzlichen Dank an alle für Ideen, Inspirationen und Ermunterung,

Nordlicht

PS (speziell an @zip und @Olivia): Die Frage des endgültigen Standortes für den Wohnwagen (zu dem sich noch ein zweiter mit Bad und Schlafzimmer gesellen soll) haben wir natürlich vor dem Kauf geklärt. Es handelt sich um einen großen, von außen nicht einsehbaren Garten in Alleinlage, so dass sich keine Nachbarn vom Anblick des Wagens belästigt fühlen können. Für Wasser/Abwasser, Elektrizität und Datenverbindung zur Außenwelt (so viel Modernität muss dann eben doch sein) ist gesorgt - und über die juristisch-bürokratischen Aspekte des Projekts breite ich den Mantel des Schweigens.

--
30 Jahre sind genug - Sezession jetzt!

Idee finde ich gut - Flüchtlingskindern spenden!

Olivia @, Sonntag, 17.04.2016, 17:19 vor 3588 Tagen @ zip 5711 Views

Lass Dir eine Spendenbescheinigung geben, dann kannst Du das von der Steuer absetzen. Außerdem hast Du etwas Sinnvolles getan.

--
For entertainment purposes only.

Räder = nicht verankert = genehmigungsfreie Aufstellung im Garten

Olivia @, Sonntag, 17.04.2016, 17:35 vor 3588 Tagen @ Nordlicht 5911 Views

PS (speziell an @zip und @Olivia): Die Frage des endgültigen Standortes
für den Wohnwagen (zu dem sich noch ein zweiter mit Bad und Schlafzimmer
gesellen soll) haben wir natürlich vor dem Kauf geklärt. Es
handelt sich um einen großen, von außen nicht einsehbaren Garten in
Alleinlage, so dass sich keine Nachbarn vom Anblick des Wagens belästigt
fühlen können. Für Wasser/Abwasser, Elektrizität und Datenverbindung
zur Außenwelt (so viel Modernität muss dann eben doch sein) ist gesorgt -
und über die juristisch-bürokratischen Aspekte des Projekts breite ich
den Mantel des Schweigens.

............

Ich wünsche Dir alles Gute. Wenn das Dach temporär abgebaut ist, sollte das doch eigentlich funktionieren.

Verspotte meine Sardinendosen nicht :-))) - Immerhin könnte ein Faradayscher Käfig Deine Elektronik in Gang halten bei einem Krisen-EMP. Darfst halt die Türen nicht entfernen, sodass Du den Kasten bei Bedarf schließen kannst. Und einbruchsicherer ist es auch, falls das Ding unbewohnt sein sollte. :-))

Ist schon okay. Aber schau mal bei Youtube. Da gibt es tolle Architektur mit diesen Containern. Just for fun.

--
For entertainment purposes only.

Trick: außerdeutscher Transport!

Reffke @, Montag, 18.04.2016, 18:58 vor 3587 Tagen @ Nordlicht 5849 Views

Hallo Nordlicht,
Du kannst ja auf deinem Grundstück einfach Pause machen und den Weitertransport ausstellen... [[zigarre]]
http://www.fachanwalt-transportrecht-schleswig-holstein.de/versicherungen-transportrech...

Gute Reise!

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
------------------------------
==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.