Hat nichts mit akademischem Zugang zu tun
Guten Tag,
Für mich leitet sich das Wort "Kunst" immer noch vom Wort "Können"
ab.
Ich würde sagen, das Können liegt in erster Linie im fühlen können. Ob
sich das Gefühl dann in hochkomplexe Harmoniefolgen kleidet oder in einem
Akkord daher kommt erscheint mir nebensächlich. Der Musiker muss ein Teil
seines Inneren nach außen kehren können. Kann er das nicht, nützt auch
musiktheoretisches Wissen und virtuoses Können nichts.
Und umgekehrt. Wenn der Musiker nicht sein Instrument (resp. sein Vokal) beherrscht, dann ist er erst gar nicht in der Lage, das, was in seinem Inneren vorgeht, in musikalischer Form seinem Zuhörer nahe zu bringen. Dann äußert sich das in Auswüchsen wie von einstmals Guildo Horn mit seiner Darbietung "Piep, piep, piep, ich hab' Dich lieb..."
Oft habe ich mir gedacht, wenn wir so auf der Bühne musiziert haben
Dann warst du vielleicht oft nicht ganz bei der Sache.
War ich sehr wohl, denn ich hatte hauptsächlich Mitleid und kaum Verachtung mit den Herumhüpfenden. Aber ich beneidete sie auch irgendwie, denn es steht geschrieben, ...." denn ihrer ist das Himmelreich" (Bergpredigt, Matthäus 5-7)
Mit freundlichen Grüßen
Schneider
Gleichfalls freundliche Grüße - Helmut
PS: Damit wir uns nicht falsch verstehen, - ich respektiere natürlich Deine Meinung darüber und habe nicht vor, Dich irgendwie umzustimmen. Ich habe lediglich das zum Ausdruck gebracht, wie ich darüber denke.