Früher gabs das mal
Da waren noch Werte da, für die es sich lohnt, sich einzusetzen. Da gabs noch Ideale. Das Schlimme dabei ist, - diese Ideale wurden teilweise mißbraucht.
Nun ist man soweit, dass man alle Ideale, alle Vorbilder, alle Orientierungshilfen etc. ablehnt, weil die was Böses sein könnten. Auf die Idee, dass man diese Ideale auf das überprüft, was das Leben lebenswert macht, kommt niemand. Nach dieser Prüfung kann man dann entscheiden, ob man sich an diesen Idealen orientiert oder nicht.
Dabei wären viele dieser alten Ideale eine große Hilfe für die Jugend von heute. Welche das sein könnten?
Verläßlichkeit, Ausdauer, Stolz auf die Heimat, Bewährung und Auszeichnung im Beruf, Kameradschaft, sportliche Ertüchtigung (hat nichts mit dem Doping-Leistungssport zu tun, sondern eher mit dem alten Turnvater Jahn) bis zum Wandern und Bergsteigen, - gemeinsame Liederabende miteingeschlossen.
Erzähl das mal einem 15-Jährigen. Der greift sich an den Kopf und winkt ab. Weiß zwar gar nicht, was das bedeuten kann, aber er wurde bereits so vorgeformt, dass er hier automatisch auf den "Negativ-Knopf" drückt.
Das Fatale dabei ist, dass so manche zweifelhafte Organisationen das Defizit in der von mir angesprochenen Richtung erkannt haben und es gleich wieder für ihre eigennützigen, politisch extremen Zwecke verwenden.
Niemand aber kommt auf die Idee, dass die Organisationen das Schlechte sind, die diese Begriffe mißbrauchen, jeder gibt den von mir angegebenen Begriffen die Schuld. So schizophren ist die Welt.