Rumänien - Existenzmöglichkeiten

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 09.04.2016, 12:28 vor 3595 Tagen 4706 Views

Denke, dass das für manchen interessant sein könnte. Immer wieder bekomme ich Zuschriften direkt auf mein Mail, was Rumänien betrifft. Klar hängt das (auch) mit der Situation seit letztem Sommer zusammen, hat aber auch andere Gründe. Der Spruch "Wandere aus, solange es noch geht" kommt ja nicht von ungefähr.

Seit fast 13 Jahren lebe ich nun hier. Klar hatte ich meine Träume, meine Wunschvorstellungen, - viele davon sind mit den Lehmann-Brothers 2008 über den Bach gegangen. Das Leben beinhaltet zwar den Faktor "Arbeit", aber es besteht nicht nur daraus. Um einen Lebenswert für einen Ort, für eine Tätigkeit, für eine spezifische Konstellation festzustellen, dafür sind mehrere Parameter notwendig.

Nach wie vor behaupte ich nicht, dass wir hier im Paradies leben. Viele Dinge sind arg verbesserungswürdig, viele Dinge liegen nach wie vor im Argen. Aber es gibt eine ganze Reihe von Punkten, die sich mittlerweile von anderen mitteleuropäischen Staaten im positiven Sinne abheben.

Daher kommt es, dass ich mit meiner Entscheidung des Standortwechsels zufrieden bin. Wenn ich mir die Frage stelle, ob ich das heute auch wieder machen würde, dann muss ich zugeben: Ja, ich würde es wieder machen, - aber ich würde so manches anders machen.

Damit komme ich zum Punkt. Ich habe mein Schäfchen im Trockenen, - und ich freue mich auch über die diejenigen, die immer wieder neu in dieser Gegend aufkreuzen, um ihr Glück zu machen. Gibt es aber nicht. Es gibt hier kein Glück, aber es gibt den Erfolg bei klarem, durchdachtem Konzept und bei konsequenter Durchsetzung (letzteres bezeichnet man auch als "Arbeit"). Daher frage ich mich, warum ich nicht den Leuten, die sich für sowas ernsthaft interessieren, eine gewisse Hilfestellung anbiete.

Wenn sich also jemand dafür interessiert, was hier geht und was nicht, kann er mir gerne schreiben, - am besten direkt auf mein Mail, so wie es andere tun. Egal, ob es sich um Dienstleistungen, um Handel, oder um Landwirtschaft handelt, - die Möglichkeiten sind da. Aber nicht ins Blitzblaue, sondern gut überlegt.

Ein Beispiel: In einer Stadt mit ca. 50 T E wird eine Verkaufsrepräsentanz für Kleingeräte und Kleinmaschinen eines österreichischen Herstellers gesucht, die gleichzeitig auch den Service und die Reparaturen übernimmt (Gartenfräsen, Generatoren, Pumpen, etc.). Klar muss derjenige ein gut versierter Mechaniker sein, - aber hier wäre er konkurrenzlos, weil er der Einzige ist.

Ist nur ein Beispiel von vielen. Wie gesagt, - vieles ist hier nicht so , wie es sein soll, - aber das ist es in anderen Ländern, z.B. in Deutschland, schon lange nicht mehr. Wir haben hier leider einen Präsidenten, der schwach ist und sich kaum mit jemanden anlegt. Vielleicht will er unbedingt wiedergewählt werden, und das wird er auch, weil er keiner Partei auf die Zehen tritt. Aber wir haben auch keine Immigranten, die dem Staat auf der Tasche liegen. Die Immigranten, die hierherkommen, die bringen was. Und ich hoffe, dass es noch mehr werden. Insbesonders aus Deutschland und Österreich.

Je mehr sich aus dem Ausland hier ansiedeln und als Gewerbetreibende das Heft in die Hand nehmen, umso mehr bekommen die hier ansässigen ausländischen Wirtschaftsklubs Gewicht bei den Stadträten, bei den Landräten sowie beim Parlament. Umso mehr können "die" nicht mehr machen, was sie wollen, weil es einfach nicht mehr geht. Und genau dorthin soll der Stecken schwimmen. Wenn ich also mithelfe, dass noch mehr Leute hierher kommen, dann tue ich nur denen was Gutes , sondern ich mache auch einen Dienst an der Allgemeinheit.

Die ersten Reaktionen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 09.04.2016, 18:04 vor 3595 Tagen @ helmut-1 3502 Views

Zu Beginn eine kleine Korrektur (Flüchtigkeitsfehler)

dann tue ich nicht nur denen was Gutes , sondern ich mache auch einen Dienst an der Allgemeinheit.
So muß es natürlich heißen.

Die bisherigen Zuschriften waren direkt an mich, - eine einzige davon ist zum Abdruck hier bestimmt:

Da ich keinen Account habe, schreibe ich Dir so, gern kannst Du das so reinstellen und mir auch im Forum anworten.

Was mir suspekt wirkt:

Wir haben seit anno 1350 Deutsche in Siebenbürgen.
Wir haben weiterhin eine Geschichte ebenda vorzuweisen, die bis nach Temesvar hin eine Kultur Deutscher hervorbrachte, die jener der des Kernlandes z.B. Mädchen und Buben in dieselbe Schule gehen zu lassen, um "Lichtjahre" voraus war.

Der Weltraum wäre für Wernherr von Braun nicht ohne Hermann Oberths Wissen und Lehren zu erschliessen gewesen, Oberth einen Deutschen Wissenschaftler aus Siebenbürgen, der sein Wissen aus den Lehren, die er in der Heimat genoss erschloss!

Während Ceaucescu, freilich, aber auch noch danach, blutete das Land aus, im Sinne der fortziehenden Deutschen, die allesamt vielmehr in Deutschland ihre Zukunft sahen, als im 700 Jährigen Siedlungsraum Siebenbürgen.

Es seien Hundertausende, die vor dort weggegangen sind, geblieben sind die Alten.

Haben sich die Weggehenden also grundsätzlich getäuscht?
Freilich kenne ich sogar eine Rückkehrerin, die aufgrund ihres Alters wieder nach Rumänien ging, weil ihr Deutschland, als ein zu fremdes Land vorkam.

Aber wäre der Entschluss des Fortzuges grundlegend falsch, müssten doch vor allem diejenigen, die ohnehin von da kamen, allesamt wieder die Heimreise antreten.

Tun sie das?

Mir ist jemand persönlich bekannt der aus Russland hier her (D) ausreiste perfekt deutsch spricht, einen guten Job hatte und nach 2-3 Jahren (vor zwei Monaten) wieder zurück geht, weil er selbst in der Provinz (1.000km von Moskau entfernt) mehr Perspektive für sich und seine Familie erkennt, als hier.

Die Sprache ist i.d.R. die Hürde, über welche viele nicht hinwegkommen - siehe auch umgekehrt die Türken hierzulande!

Demzufolge wäre eine Ausreise für jeden vielmehr willkommen, wenn er sich in eine quasi deutsche Kolonie, begibt, weil ihm dabei schonmal die sprachlichen Probleme erspart bleiben, sowie darüberhinaus man sich erfahrungsgemäß ohnehin lieber unter Gleichen als Fremden gesellt und früher oder später dort auch bevorzugt verweilt. (siehe Parallelgesellschaften in D)

Das ist für sich genommen völlig normal, denn auch eine Deutsche Wolgarepublik, hätte es ohne dieses völlig natürliche Verhalten niemals gegeben!

Was also gesucht wird, ist ein Siedlungsraum, der zum Einen eine noch signifikant hohe Zahl an Deutschen vorzuweisen hat, bestenfalls mit Wachstum. Gibt es einen solchen?

Zum Zweiten, will man keinen solchen Schritt unternehmen, wenn man nicht sicher ist, daß sich die Entvölkerung, wie geschehen, wiederholt. Wie gesagt, siehe Oberth, Entvölkerung aus einem Gebiet mit höchstem wissenschaftlichem und kulturellem Niveau!

Aber quasi denken wir grad über denselben Fakt im Heimatland nach, eine Garantie gibts so gesehen wohl für nichts und Niemandem.

Antwort darauf

helmut-1 @, Siebenbürgen, Samstag, 09.04.2016, 21:01 vor 3595 Tagen @ helmut-1 2840 Views

Der Leser hatte noch was nachgelegt, nämlich ein Video zu Reichesdorf:

http://rutube.ru/video/e7fa2f60241be74af705ee55228cca81/?ref=search

Gut, ich kenne dieses Dorf, auch den Mann, von dem die Rede ist. Ein Unikat, in jedem Sinne, - ein seltenes Exemplar, - aber ein fabelhafter Mensch. Aber das betrifft nur die Situation auf den Dörfern, in den Städten siehts anders aus.

Mein Kommentar zu den Einwendungen von vorhin:

Was mir suspekt wirkt:

Wir haben seit anno 1350 Deutsche in Siebenbürgen.
Wir haben weiterhin eine Geschichte ebenda vorzuweisen, die bis nach Temesvar hin eine Kultur Deutscher hervorbrachte, die jener der des Kernlandes z.B. Mädchen und Buben in dieselbe Schule gehen zu lassen, um "Lichtjahre" voraus war.

Der Weltraum wäre für Wernherr von Braun nicht ohne Hermann Oberths Wissen und Lehren zu erschliessen gewesen, Oberth einen Deutschen Wissenschaftler aus Siebenbürgen, der sein Wissen aus den Lehren, die er in der Heimat genoss erschloss!

Mein Kommentar dazu: Als diese alte Garde bei der NASA abgetreten ist, die noch vom Wissen der Leute wie von Braun und Oberth profitierten, hats nur noch Pannen gegeben. Heute ist das NASA-Programm beendet.

Während Ceaucescu, freilich, aber auch noch danach, blutete das Land aus, im Sinne der fortziehenden Deutschen, die allesamt vielmehr in Deutschland ihre Zukunft sahen, als im 700 Jährigen Siedlungsraum Siebenbürgen.

Ich habe die letzten Jahre der Ceaucescu-Diktatur noch als Tourist erlebt, - das mit dem Ausbluten muss man differenziert sehen. Die Auslandsschulden waren vor der Revolution (die sowieso keine war) auf Null, allerdings auf Kosten der Bevölkerung. Dabei in erster Linie die Leute in der Stadt, - die auf dem Dorf hatten immer, was sie brauchten.

Ausgeblutet ist das Land, als die Deutschen nach der Revolution weiter ausgezogen sind und die ehemaligen Direktoren aus der Ceaucescu-Zeit freie Hand hatten. Die plünderten die Fabriken aus und hinterließen nur noch Ruinen, - natürlich ohne Arbeitsplätze. In der Stadt, in der ich lebe, waren über 50 namhafte Fabriken, die nicht nur Qualität produzierten, sondern auch jedem einen sicheren Arbeitsplatz garantierten. Heute brauche ich keine ganze Hand mehr, um die Fabriken noch aufzuzählen ,die verblieben sind und noch produzieren.

Das Ergebnis: Es waren die Auslandsschulden auf Null, und heute sind sie auf mehr als 150 Milliarden Euro. Aber es ist kein Gegenwert zu erkennen, was mit diesem Geld erschaffen wurde.

Es seien Hundertausende, die vor dort weggegangen sind, geblieben sind die Alten.
Haben sich die Weggehenden also grundsätzlich getäuscht?

Ich habe in meinem Betrieb in Deutschland immer Leute aus Siebenbürgen beschäftigt. Daher meine Verbindung und auch mein Wissen, oft Insider-Wissen. Es gab auch in Rumänien Leute, die außer Dummheiten nichts im Kopf hatten. Da gabs welche, die nichts gearbeitet hatten, ständig im Knast wg. irgendwelcher Delikte waren, usw. Davon gabs einige, die vom Regime einen Reisepaß bekommen haben (was die „anständigen“ Leute sich teuer erkaufen mußten), und die ohne Probleme ausreisen durften. Nach dem Motto: „Geh mit Gott, aber geh endlich“.

Die kommen nach Deutschland, in den 80er Jahren. Da wurden noch Arbeitskräfte gesucht. Der ließ sich in irgendeinem Betrieb anstellen, nach drei Monaten ging er mit den Lohnabrechnungen zur Bank und bekam seinen Dispo. Dann kaufte er sich einen alten, gebrauchten Schlitten, bezahlte den mit 500 DM an und war stolzer Besitzer eines 15 jahre alten Autos, von dem die meisten in Rumänien nur träumten. Dann stopfte er sich den Kofferraum mit Süßigkeiten, Jeans und sonstigem Zeug voll und fuhr schon nach einem halben Jahr, nachdem er aus RO draußen war, wieder auf Besuch in die Heimat zurück.

Alle haben dann Mund und Augen aufgerissen und diejenigen, die in seinem direkten Umfeld lebten, sagten sich: Wenn der Scherenschleifer, der dem Herrgott immer den Tag gestohlen hat, das bereits nach einem halben Jahr hingekriegt hat, was muß ich dann erst in Deutschland bewirken, wo ich doch von früh bis spät maloche. So wurde den meisten in Rumänien bewußt oder unbewußt Sand in die Augen gestreut.

Freilich kenne ich sogar eine Rückkehrerin, die aufgrund ihres Alters wieder nach Rumänien ging, weil ihr Deutschland, als ein zu fremdes Land vorkam.
Aber wäre der Entschluss des Fortzuges grundlegend falsch, müssten doch vor allem diejenigen, die ohnehin von da kamen, allesamt wieder die Heimreise antreten.
Tun sie das?

Der Siebenbürger Sachse ist ein sehr familienorientierter Mensch. Auch die Alten, die eigentlich niemals weggezogen wären, stellten sich irgendwann die Frage, was sie noch in ihrer angestammten Heimat sollten, wenn die Kinder und die Enkel in Deutschland lebten und sie diese nur mehr über Fotos sahen.

Manche, die zu sehr an ihrer Scholle hingen, sind ja auch geblieben. Aber viele gingen ins Lager und dann in irgendeine Drei-Zimmer-Wohnung im Wohnblock, - und sind daran ausgetrocknet. Ich kenne die genaue Dunkelziffer nicht, sie ist auch bei den Siebenbürgern tabu, - aber es ist eine sehr hohe Zahl von Selbstmorden von Leuten, die mit der Realität in Deutschland nicht zurechtgekommen sind. Wird aber totgeschwiegen.

Dazu kommt noch die Eigenart, der Stolz der Siebenbürger. Zurückgehen nach Rumänien würde für sie bedeuten, zuzugeben, dass sie es in Deutschland nicht geschafft hätten, und zu riskieren, sich von den verbliebenen Rumänen auslachen zu lassen.

Aber nach wie vor suchen sie den Ersten, der ausgewandert ist, damit sie ihn (bildlich gesehen) totschlagen können, weil dem geben sie die Schuld am Exodus der Volksgruppe.

Mir ist jemand persönlich bekannt der aus Russland hier her (D) ausreiste perfekt deutsch spricht, einen guten Job hatte und nach 2-3 Jahren (vor zwei Monaten) wieder zurück geht, weil er selbst in der Provinz (1.000km von Moskau entfernt) mehr Perspektive für sich und seine Familie erkennt, als hier.

Der Mann war einfach nur Realist, - und hat sich über Emotionen hinweggesetzt.

Die Sprache ist i.d.R. die Hürde, über welche viele nicht hinwegkommen - siehe auch umgekehrt die Türken hierzulande!

Kleiner Unterschied: Wenn man in der Schule Latein hatte, dann kommt man schnell ins Rumänische hinein, - mir ist es zumindest so gegangen. Es ist für den Rumänen ungleich schwerer, deutsch zu lernen als für den Deutschen rumänisch. Abgesehen davon kommt man im Geschäftsleben spielend mit Englisch zurecht, bezogen auf ganz Rumänien. In Siebenbürgen gehen die Uhren sowieso deutsch. Viele Unternehmen sind in deutscher, österreichischer, schweizer und holländischer Hand, - da braucht man nur deutsch können.

Demzufolge wäre eine Ausreise für jeden vielmehr willkommen, wenn er sich in eine quasi deutsche Kolonie, begibt, weil ihm dabei schonmal die sprachlichen Probleme erspart bleiben, sowie darüberhinaus man sich erfahrungsgemäß ohnehin lieber unter Gleichen als Fremden gesellt und früher oder später dort auch bevorzugt verweilt. (siehe Parallelgesellschaften in D)

Ich bin nur dehalb hierher gezogen, weil ich wollte, dass mein Sohn hier auf die deutschen Schulen geht, was alles problemlos geklappt hat. Die deutschen Strukturen sind in Siebenbürgen nach wie vor vorhanden. Dazu kommt die Vereinfachung in der Kommunikation, - weil man mit den Leuten auf höherem Niveau sowieso deutsch reden kann, auch wenn es sich um Rumänen oder Ungarn handelt. Traditionsgemäß haben die “besseren“ Rumänen ihre Kinder immer auf die deutschen Schulen geschickt.

Das ist für sich genommen völlig normal, denn auch eine Deutsche Wolgarepublik, hätte es ohne dieses völlig natürliche Verhalten niemals gegeben!
Was also gesucht wird, ist ein Siedlungsraum, der zum Einen eine noch signifikant hohe Zahl an Deutschen vorzuweisen hat, bestenfalls mit Wachstum. Gibt es einen solchen?

Ich meine ja, - gerade in Siebenbürgen. Gefördert durch die Merkel-Politik. Unter anderem.

Zum Zweiten, will man keinen solchen Schritt unternehmen, wenn man nicht sicher ist, daß sich die Entvölkerung, wie geschehen, wiederholt. Wie gesagt, siehe Oberth, Entvölkerung aus einem Gebiet mit höchstem wissenschaftlichem und kulturellem Niveau!
Aber quasi denken wir grad über denselben Fakt im Heimatland nach, eine Garantie gibts so gesehen wohl für nichts und Niemandem.

Das ist die Problematik. Wer weiß, wie es in Deutschland in 50 Jahren aussieht, wenn es so weitergeht? Für uns wirds ja vielleicht noch reichen, aber was ist mit den Kindern und Enkeln?

? Pflege-und Seniorenwohnheime für West-Europäer?

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Samstag, 09.04.2016, 23:00 vor 3595 Tagen @ helmut-1 2696 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 10.04.2016, 15:38

Guten Abend Helmut (1)


Ich kenne Rumänien nicht, verfolge aber seine Geschichte, seine Innen - und Aussenpolitik. So weit mir aus Israel bekannt wurde, gibt es zahlreiche jüdische Geschäftsleute und Investoren, welche schon seit über zehn Jahren in Rumänien, besonders im Tourismus-und Hotel-Business, sehr aktiv sind.
Dabei handelt es sich auch um jüdische Familien, welche wieder aus Israel nach Rumänien zurückkehren: Besseres Leben als in Tel Aviv oder Jerusalem.

Seit nicht allzu langer Zeit entwickelt sich in Ost-Europa: Polen, Ungarn und Slowakei, ein eigentliches Geschäftsmodell für Pflege-und Seniorenheime. Nachdem die viel gepriesene (Vermarktung) Thailand-Destination für viele Alte nicht das Ziel ihrer Wünsche ist, ist Osteuropa je länger je öfter eine Alternative. Gut geführte Seniorenheime in Ungarn sind z.T. bereits ausgebucht und es müssen neue Häuser gebaut werden für West-Seniorinnen und -Senioren. in Polen ist dieses Modell gerade am Entstehen.

Kürzlich hat eine Medien-Umfrage ergeben, dass alte Menschen absolut keine Scheu haben, die Schweiz zu verlassen und in einem osteurop. Land den Lebens-Abend zu verbringen. Die Pflege wäre um Vieles ausgedehnter, das Personal sehr freundlich und gut ausgebildet, während die Kosten höchstens 1/4 bis 1/3 der hiesigen Ansätze betragen. Von über 60 CH-Bürgern, welche in den letzten 3 - 4 Jahren nach Ungarn umgezogen bzw. dort in ein Pflegeheim gewechselt haben, hat keine einzige Person dies bereut.

Da ausserdem die Lebenskosten in Ungarn, Polen, Slowakei u.a. Staaten höchstens 30 - 50 % der hiesigen ausmachen, sind es gerade Menschen aus dem Mittelstand welche Ungarn oder Polen wählen. Viele dieser 'Auswanderer' haben schon in der Schweiz mit Pflegepersonal aus diesen Ländern Kontakt gehabt und wissen über deren beruflichen Kenntnisse.
Anverwandte und Angehörige freuen sich, Wochenend-Besuche oder auch längere Aufenthalte bei ihren Eltern, Onkel und Tanten, zu unternehmen. Rückkehrer sind voll des Lobes über die einwandfreie Pflege und Rund-um-die-Uhr Anwesenheit von Pflegepersonal, was hierzulande sehr oft nicht mehr der Fall ist.

Zur Dienstleistung gehören in Ungarn und in der Slowakei auch Ausflüge per Bus, Einkaufs-Fahrten in die Stadt und / oder direkt in Shopping-Center: die Gäste (als solche werden sie bezeichnet), fühlen sich eher in den Ferien als in einem teuren Altenheim. In der Schweiz liegen die Monats-Pauschalen zwischen CHF 8500.00 bis 12.000.00 je Monat, ohne ärztliche Betreuung.

Man rechne.

Falls in Rumänien solche Infrastrukturen aufgebaut werden können, könntest Du Helmut-1 eine wichtige Verbindungs-Person werden. Siebenbürgen stelle ich mir vor, wäre eine sehr ansprechende Destination in dieser Hinsicht.

Freundliche Grüsse.

Apo'

PS: Ich coache 3 junge Schweizer Geschäftsleute, welche diesen Markt anvisieren, weil sie aus dem Versicherungs-Geschäft aussteigen wollen.

--
"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

Interessant

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 10.04.2016, 06:03 vor 3595 Tagen @ Apostroph 2396 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 10.04.2016, 11:59

Hier rennst Du bei mir offene Türen ein. Hab seit 2 Jahren für ein bestimmtes Grundstück in einem Kurort ein Konzept in der Schublade. Ich schreib Dir direkt auf Deine Mail.

Das wäre nicht nur eine interessante Geschäftsidee,…

Elli ⌂ @, Sonntag, 10.04.2016, 16:10 vor 3594 Tagen @ helmut-1 2097 Views

Hier rennst Du bei mir offene Türen ein. Hab seit 2 Jahren für ein
bestimmtes Grundstück in einem Kurort ein Konzept in der Schublade.

… sondern auch menschlich ein gutes Werk.
In Deutschland ist ein Pflegeheim eine schwierige und teure Angelegenheit, nicht zuletzt wegen der vielen Vorschriften (unter anderem Brandschutz etc. etc.). Das A und O ist und bleibt aber das Pflegepersonal – in Deutschland sind die Pflegeschlüssel unter aller Sau, viel zu gering.

Hoffentlich wird das was, ich drücke die Daumen!

mal ne Portugal-Info für Sozialleistungen

Dieter, Sonntag, 10.04.2016, 18:51 vor 3594 Tagen @ Elli 2147 Views

http://www.lissabon.diplo.de/contentblob/2818490/Daten/4299135/DLD_Informationen_zur_so...

Hallo Elli,
vielleicht ist diese Info von allgemeinem Interesse:
Pflege in Alters- und Pflegeheimen sind m.W. in Portugal kostenlos. Private Pflegeeinrichtungen sicherlich deutlich günstiger als in Deutschland.

Wenn ich richtig gelesen habe, kommen aufgrund der wirtsch. Problematik Portugals derzeit auch viele gut ausgebildete portug. Pflegekräfte nach Deutschland.

Gruß Dieter

Überraschende Reaktionen

helmut-1 @, Siebenbürgen, Sonntag, 10.04.2016, 22:13 vor 3594 Tagen @ helmut-1 1786 Views

Hab nicht gedacht, dass ich soviele Anfragen bekomme. Ich bedanke mich für das Vertrauen,- wird natürlich alles vertraulich behandelt, - es sei denn, der Gesprächspartner wünscht ausdrücklich einen Abdruck im Forum.

Möchte damit nur diejenigen ermuntern, sich ruhig meiner Adresse zu bedienen, - die da noch eine gewisse Scheu haben. Wenn ich auch nicht sofort antworte, aber ich antworte auf jeden Fall.

Bitte um Rückmeldung

Nikolay @, Montag, 11.04.2016, 17:33 vor 3593 Tagen @ helmut-1 1470 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 11.04.2016, 17:57

Hallo Helmut,

hast du meine Email (PN) vom 9.04 gekriegt?
Ein Bekannter von mir (Ausbildung Fleischer) will nächstes Jahr nach Rumänien auswandern.
Er hat wohl schon einen Bauernhof gefunden, und sammelt jetzt noch allerlei Infos (Kontakte, rechtliche Lage, Preise usw.)
Seine Hauptinteressen sind die Selbstversorgung (Farmarbeit, Gemüseanbau, Landleben).
Sag mir bitte, wie er dich erreichen könnte.
Meine Email-Adresse: nikolay.franke@gmail.com

Gruß, Nikolay

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