PanamaPapers - es wird plötzlich so still!

Taktiker @, Freitag, 08.04.2016, 00:11 vor 3597 Tagen 6252 Views

Am Sonntag ganz groß und konzertiert losgetreten, aber plötzlich ganz still!

In Russland ist das Ding bereits verpufft, Putin hat es souverän ins Leere laufen lassen. Dagegen hat man Camerons Vater und nun auch Cameron selbst erwischt. Der war noch so dumm, 3 Tage lang abzuwiegeln und erst dann die Wahrheit zu sagen.

Könnte es sein, dass Cameron geliefert ist? Und das so gar nicht geplant war? Ich kann mir schwer vorstellen, dass Camerons (gegen Brexit) Rücktritt von Soros und Mascolo geplant worden sein kann.

Sehe gerade die beiden unbedarften Reporter bei Lanz, das wirkt eher kleinlaut und eingedampft. Es wird nur über "Putins innersten Zirkel" geredet und "gefährliches Terrain", aber nicht einmal fiel bislang der Name Cameron. Nach meinem Empfinden ist das derzeit aber die heißeste Story der Panamapapers.

Was meint Ihr?

Dafür werde ich jetzt mal laut

nereus @, Freitag, 08.04.2016, 07:26 vor 3597 Tagen @ Taktiker 5871 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 08.04.2016, 11:02

Hallo Taktiker!

Mal unabhängig davon, daß die Marionetten des SYSTEMS mal wieder dem Bösesten aller Bösen ans Bein pinkeln wollten.
Wo ist denn das Problem bei David Cameron?
Er hat ein wenig Kohle (37.000 €) bei seinem Vater investiert, der wohl einen Investmentfond aufgelegt hatte, und nun schießt sich das Medien-Bordell – weil sie Putin am Pürzel nicht zu fassen kriegen – auf eine ziemlich harmlose Figur ein.

37.000 Euronen?
Das ist doch geradezu lächerlich.

Warum fragt die investigative Journaille nicht nach den 2.300 Milliarden US-Dollar, die lt. Rumsfeld aus dem Pentagon verschwunden sein sollen und was er einen Tag vor 9/11 in einer Pressekonferenz verkündete.

Siehe hier: https://geldseite.wordpress.com/2012/07/13/9-11-olympia-pentagon-die-verschwundenen-230...

oder noch viel besser hier: Die Panama Papers sind eine Blendgranate

Was hätte die SZ stattdessen recherchieren können? Nun, wo in etwa die 2,3 Billionen Dollar geblieben sind, die laut Aussage des damaligen US-Verteidigungsministers Donald Rumsfeld am 10. September 2001, einfach nicht mehr aufzufinden waren!
..

Schon vergessen? 2.300.000.000.000 US-Dollar! [[kotz]]

Mit dieser Unsumme kann man eine Menge Putsche finanzieren, Briefkastenfirmen gründen, NGOs aus der Taufe heben, investigative Journalisten lenken, Pressekonzerne unterwandern…
Kaum war Rumsfeld am 10. September mit diesem Super-Minus vor die Kameras getreten, stürzten am nächsten Morgen in New York drei Wolkenkratzer in sich zusammen, so dass die Welt jetzt und bis heute anderes zu tun hatte, als sich auf die Suche zu machen.
..
Als die US-Amerikanische Politikerin Cynthia McKinney 2015 noch einmal nachfragte, konnte sich Rumsfeld kaum erinnern. Irgendetwas muss da mit den Computern im Pentagon gewesen sein… Nur, was? Lange her… Aber 2,3 Billionen sind auch ganz schön unübersichtlich.
Auch interessant für die SZ in München hätte sein können, wer damals im US-Verteidigungsministerium für die Finanzen zuständig war. Dov Zakheim. Zakheim war Direktor einer High-Tech-Firma, die sich darauf spezialisiert hatte, Passagierflugzeuge mit einer Fernsteuerung bedienen zu können.

Quelle: http://linkezeitung.de/2016/04/07/kenfm-ueber-die-panama-putin-posse/

Hier gibt’s was zu holen, aber doch nicht bei mickrigen 30.000 englischen Pfund!

Nach meinem Empfinden ist das derzeit aber die heißeste Story der Panamapapers.

Wenn das wirklich so ist, sind sofort mehrere Baufirmen zu beauftragen, die in Hamburg, Köln und München ein paar paar Kräne aufbauen, um mit extra großen Abrissbirnen diverse Medien-Tempel niederzureißen. Es braucht schließlich Platz für neue Flüchtlingsunterkünfte. [[freude]]

mfG
nereus

Der widerliche Brite geriet halt leider als Beifang…

Balu @, Freitag, 08.04.2016, 07:35 vor 3597 Tagen @ Taktiker 4309 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 08.04.2016, 13:39

ins ausgeworfene Netz. Genießbar ist der nicht, also wird er als Kollateralschaden verwertet - gut so. Vielleicht will/wollen aber auch der/die Initiatoren des panamaleaks keinen Brexit und räumen dessen Anheizer vorsorglich aus dem Weg. "Hu nous?"

Die Neige des ehemals britischen empires gehört zwar schon lange in den Ausguss, aber bestimmte Leute haben anscheinend großes Interesse daran, die ekelhaften Reste immer wieder über Europa auszugießen. Und Europas Politiker lechzen ganz begierig danach und halten jedes mal auch noch ihre silbernen Löffelchen hin. Mit der anderen Hand putzen sie immer wieder das Glas in denen ihnen der Abfall dargeboten wird in der Hoffnung es wird dann erträglicher.

GB gehörte noch nie zu Kontinentaleuropa, erstens nicht geographisch und 2. nicht mental/emotional, weder aus Sicht der Briten noch aus Sicht der Kontinentaleuropäer, das sollte doch endlich akzeptiert werden.

Deshalb, sollte Kontinentaleuropa den Briten den Ausgang weisen und soweit möglich die Kontakte nach dort, inkl. Finanzkontakte, einstellen. Die Briten werden es überleben und um die Anderen ist´s egal und für den Rest Europa´s wär´s gut.

Balu

--
Nie wieder CDU, SPD, Grüne, FDP, Linke.
Die wahren Feinde eines Volkes sind seine Terroristen, die sich als Politiker, Richter, Staatsanwälte, Polizei und Verwaltungsangestellte tarnen. Der Staat als einziger Hort allen Terrors.

Trusts sind in U.K. seit über 80 Jahren üblich und gehören zum Standard jeder Vorsorge

Apostroph @, Down Town (Switzerland), Freitag, 08.04.2016, 09:03 vor 3597 Tagen @ nereus 3651 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 08.04.2016, 09:06

insbesondere eigene Immobilien (kleines Häuschen) werden in einen Trust eingebracht, um so die Vererbung zu vereinfachen. Period.

Jeder englische Hausbesitzer bringt in der Regel sein Haus in einen Trust ein, welcher ausnahmslos in der Steuererklärung Eingang findet.

Erst viel viel später (ab 1960-1965 zirka) wurde das Gebilde Trust zu einem weltumspannenden Vehikel für Steuerhinterziehung und Geldwäscherei. Findige Anwälte im offshore - Geschäft spezialisiert, nutzten in den letzten Jahren immer häufiger Trusts als 'sicheren Hafen' für steuerneutrales (Schwarz) Geld.

Dabei haben Banken in allen Ländern der Welt , diese Dienstleistungen vermittelt, indem im Outsourcing*) tätige Anwaltskanzleien oder Treuhand-Firmen*)mit der Etablierung solche Fazilitäten betrauten. Dieses Verschleierungs-Business war und ist äusserst lukrativ für alle involvierten Parteien:
Banken, Anwälte, Treuhänder und selbst Revisionsgesellschaften, letztere oft mit Beratungs-Mandat involviert.

Die Panama-Paper sind zwar umfangreich, die Mega-Korruptions-Maschinerie in Delaware, Florida und Nevada übersteigen diese um das X-fache!

Ausmisten ist erst am Anfang. Warten wir ab bis Whistle-Blower aus den US-amerikanischen Sümpfen ihre Bits und Bites preis geben.....

Der Fall Cameron ist einfach nur lächerlich und soll Sand in die Augen der England-Feinde streuen.

*) meistens 100 % im Besitze der involvierten Grossbank.


"bald mehr Paper, nur etwas later!"


Apo'

--
"Wir können nicht alle Helden sein, weil ja irgendeiner am Bordstein stehen und klatschen muss, wenn sie vorüber schreiten."

W. Adair

Vereinbarung von 2014: Austausch von Steuerinformationen

Konjunktion ⌂ @, Irgendwo und Nirgendwo, Freitag, 08.04.2016, 09:22 vor 3597 Tagen @ Taktiker 4016 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 08.04.2016, 13:55

Kennt eigentlich hier jemand diese Vereinbarung: CRS Multilateral Competent Authority Agreement aus dem Jahr 2014?

Inzwischen von 80 Ländern unterzeichnet, soll es den Datenaustausch (Steuerinformationen, Kontostände u.ä.) zwischen den Unterzeichnerländern regeln.

Wer bislang nicht unterschrieben hat, ist.... Panama.

Und wie wir alle wissen, ist der Wunsch von Schäuble und Co. ein weltumspannendes Steuerinformationssystem zur Verhinderung der Steuervermeidung/-hinterziehung. Ein Schelm, wer dabei Böses denkt, dass hier jetzt ausgerechnet Panama als Steueroase erwischt wurde.

Mehr Infos und Quellen, hier.

VG, Konjunktion

--
Als Konjunktion wird in der Logik eine bestimmte Verknüpfung zweier Aussagen oder Aussagefunktionen bezeichnet.

Alles richtig. Wollte nur auf einen ggf. vorhandenen Denk- bzw Rechenfehler hinweisen

Gaby @, Freitag, 08.04.2016, 10:49 vor 3597 Tagen @ nereus 3276 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 08.04.2016, 17:59

Moin nereus,

wie gesagt, alles richtig, was Du schreibst. Nur: Die 37.000 investierten Euro - die könnten ggf. viel mehr bedeuten. Denn wenn er diese - beispielsweise als Stammkapital - mit eingebracht hat, dann hat er entsprechend an Ausschüttungen etc. profitiert. Und das dann wohl steuerfrei? Man müsste sich das Volumen des Fonds angucken, aber das kann doch einiges sein?

Viele Grüße

Gaby

--
"Das Dumme an Internetzitaten ist, dass man nie weiß, ob sie auch stimmen." Leonardo da Vinci

Putin steckt dahinter

plancom @, Freitag, 08.04.2016, 14:12 vor 3597 Tagen @ Taktiker 3212 Views

behauptet die BILD. Und zitiert Brookings.

Panama-Papers nützen Putin, also TINA = 180° Wende.

Warum 'treibt' man das Geld in die USA?

Leserzuschrift @, Freitag, 08.04.2016, 15:50 vor 3597 Tagen @ Taktiker 2827 Views

Was wäre, wenn man das gesamte Schwarzgeld, bei dem es sich sicherlich um einen erheblichen Betrag handelt, in die USA treibt, um dann, wenn alles angekommen ist, die Schotten dicht zu machen?

Ich weiß, es ist nur eine dumme Idee, aber...

Schönes Wochenende,

R.

Angenommen, man würde das Geld da hin treiben, wo bleiben dann die Schulden

Mephistopheles @, Datschiburg, Freitag, 08.04.2016, 16:41 vor 3597 Tagen @ Leserzuschrift 2509 Views

bearbeitet von unbekannt, Freitag, 08.04.2016, 16:57

Was wäre, wenn man das gesamte Schwarzgeld, bei dem es sich sicherlich um
einen erheblichen Betrag handelt, in die USA treibt, um dann, wenn alles
angekommen ist, die Schotten dicht zu machen?

Ich weiß, es ist nur eine dumme Idee, aber...

Denn wie allen Dingen stets ihr Schatten folgt, so dem Gelde die Schulden. Und zwar immer in derselben Höhe.
Das gilt auch für @Nereus` 2.300 Milliarden.

Ja, wo sind sie denn geblieben, die 2.3000 Milliarden Schulden?

Außer natürlich bei Gespenstern. Ein Gespenst wirft keinen Schatten, und ein Gespenstergeld folglich auch keine Schulden.
Handelt es sich bei deinen verschwundenen 2.3000 Milliarden etwa um Gespenstergeld, mein lieber Nereus?
So in etwa wie Aktienwerte oder Immobilienwerte oder Werte von Firmenanteilen, mit denen sich die Inhaber reich gerechnet haben, und die sich plötzlich in Luft aufgelöst haben?
Woraufhin der damalige Chef der FED, der Greenspan, natürlich sofort die Lanzpumpen angeworfen hat?

Das würde natürlich auch den Irak - und den Afghanistankrieg erklären. Wegen 3.000 Toten? Neverever. Aber plötzlich verstorbene 2.3000 Milliarden $$ sind doch allemal ein Kriegsgrund.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Oder steckt Grün dahinter?

stokk, Freitag, 08.04.2016, 17:25 vor 3597 Tagen @ plancom 2467 Views

Kohn gibt an der Post ein Telegramm an seinen Geschäftspartner Grün auf:
Akzeptiere Angebot. Brief folgt. Hochachtungsvoll Kohn.

Der Schalterbeamte gibt den freundlichen Rat "Hochachtungsvoll" könnten Sie eigentlich weglassen.

Darauf Kohn, verwundert: "Nanu, woher kennen Sie den Grün?"

Geld wird ja nicht in die Tresore auf den Weihnachtsinseln oder anderswo verbracht

CalBaer @, Freitag, 08.04.2016, 20:43 vor 3596 Tagen @ Leserzuschrift 2316 Views

Das Geld nimmt schon immer nur Umwege ueber die Steueroasen, und das nur auf dem Papier, um in den Industriestaaten wieder investiert zu werden - das dann natuerlich stark steuerlich beguenstigt.

Wenn die Regierungen gegen die "Steuersparmodelle" konsequent vorgehen wuerden, kaeme die private Investition in den Industriestaaten zu einem erheblichen Teil zum Erliegen. Denn ohne die "Steuerverguenstigungen" lohnen sich viele Geschaefte nicht mehr. Die Politiker wissen das, haben darin teilweise sogar selbst Hands-on-Experience ;). Deswegen wird sich im Prinzip langfristig sehr wenig aendern. Sobald die stinkenden Panama-Pampers entsorgt sind und durch frische, dichtere Windeln ersetzt sind, laeuft alles weiter wie bisher.

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ausgleich, für den geringeren Bedarf an Petrodollars, mit denen US Schuldtitel gekauft werden. (oT)

XERXES @, Freitag, 08.04.2016, 21:09 vor 3596 Tagen @ Leserzuschrift 2145 Views

- kein Text -

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

Hintergrundinfos zu den Steuersparmodellen - Panama nur die Spitze des Eisberges

CalBaer @, Samstag, 09.04.2016, 01:26 vor 3596 Tagen @ CalBaer 2368 Views

Wenn sich der inszenierte Panama-Pampers-Shitstorm gelegt hat, wird alles weiterlaufen wie gehabt. Panama macht sowieso nur einen kleinen Bruchteil des Betrugs aus. Erst wird die Sau medial durchs Dorf getrieben, spaeter wird es vielleicht ein paar halbseidene Massnahmen hier oder dort geben und der Michel denkt sich, die Welt ist wieder gerecht und legt sich schlafen. Das Thema ist dann auf Jahre abgehakt.

Aber im Prinzip wird an diesem System nicht geruettelt (ein Teil der Politiker sind ja selbst Nutzniesser dieses Systems). Und sich ueber die korrupten Russen aufzuregen, ist pure Heuchelei, denn es ist die Politik der westlichen Industriestaaten und die Hilfe der Banken und Finanzinstititute, die da bewusst wegschauen und alles erst ermoeglichen. Mit wirksamer Bekaempfung der Steuerflucht im Westen koennten die Russen kaum Geld beseite schaffen.

A top expert on tax havens explains why the Panama Papers barely scratch the surface
http://www.vox.com/2016/4/8/11371712/panama-papers-tax-haven-zucman

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
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