EON - und kein Ende. Ein Test

helmut-1 @, Siebenbürgen, Donnerstag, 07.04.2016, 07:50 vor 3597 Tagen 2759 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 07.04.2016, 16:52

Aus langen, leidvollen Erfahrungen in meinem gesamten Umfeld muss ich feststellen, dass Begriffe wie "Made in Germany" oder "Deutsche Wertarbeit" auch hier im Osten Europas immer mehr in die Vergangenheit gerückt werden. Natürlich tragen da Vorgänge wie VW usw. dazu bei, aber auch die Tatsache, dass bei der Waschmaschine zwar noch der deutsche Fabrikname drauf steht, die Teile aber fast ausschließlich aus Fernost kommen, - mit allen dazugehörigen Mängeln und Risiken.

Eine Politik, die man schon als unverschämt bezeichnen kann, betreibt EON in diesen Ländern. Nicht nur, wie man mit den Leuten (Konsumenten) hier umgeht, sondern auch die Art und Weise gibt zu denken, wie sich EON auf dem rumänischen Markt etabliert hat. In erster Linie durch Angleichung. Man hat die rumänischen Eigenarten durchleuchtet, sich das herausgenommen und bewahrt, was für den Konzern bei der Gewinnmaximierung von Vorteil ist, und dadurch eine Rechtfertigung bei Kritik von außen erreicht, - nach den Worten, - "da können wir nichts machen, das sind eben die rumänischen Gesetze".

Veränderungen im positiven Sinn, Reformen in der Geschäftsabwicklung, etc. wurden - auch gegen ursprüngliche "rumänische Tradition" nur dort angegangen, wo man sich für den Konzern Vorteile versprach. Sich daran zu orientieren, was in den westlichen Ländern, - egal ob Deutschland oder Österreich -, als Standard gilt, ungeachtet des Themas, ob es Zahlungsabwicklung oder der Sicherheitsvorschriften betrifft, - mitnichten. Aber genau das war die Hoffnung der einheimischen Bevölkerung, als EON hier in Rumänien eingestiegen ist.

Man rechtfertigt auch die Zahlungspolitik damit, dass Rumänien zu den europäischen Ländern gehört, wo das Gas den niedrigsten Preis für den Verbraucher hat (im Europavergleich). Dass damit aber nur der Schwanz von der Kuh miteinander verglichen wird, verschweigt man. Denn wenn das Einkommen eines Fabrikarbeiters hier bei ca. 250 - 300 € monatlich liegt, was derjenige nach den Abzügen auf die Hand bekommt, dann sieht auch z.B. der Spritpreis ganz anders aus, - wenn man dafür zwischen 1,05 und 1,10 € pro Liter an der Tankstelle hinlegen muss. Weil dann bedeutet das auch, dass man für einen Liter Sprit ca. eine 3/4 Stunde arbeiten muss.

Zum Thema:
Siebenbürgen (und überhaupt Rumänien) ist für seinen Gasreichtum bekannt. Dazu weiß man, dass es hier ein (vom Energiegehalt her) hochwertiges Gas gibt. Allerdings wird immer wieder gesagt, dass diese Vorkommen nicht ausreichen, um den Bedarf der Bevölkerung zu decken. Deswegen müsse man aus dem Ausland dazukaufen. Das Gas aus dem Ausland (z.B. der Ukraine) ist aber energieärmer als das aus Siebenbürgen. Interessanterweise wird aber auch Gas aus Rumänien ins Ausland verkauft, - obwohl angeblich zu wenig für die Bevölkerung da ist.

Natürlich hat man im Laufe der Jahre auch als Ausländer genügend Freunde und Bekannte in dieser Branche, wodurch man dann an Insiderinfos ran kommt. Deren Aussage würde natürlich vor anderen Personen generell abgestritten, - weil jeder seinen Arbeitsplatz behalten will, gerade in der heutigen Zeit. Die Gaskonzerne (die einstmals staatliche Firma wurde in 4 Teilbereiche zerstückelt, wobei der Vertrieb, also der Verkauf an den Kunden - an EON verschachert wurde) bezahlen nämlich ihre Mitarbeiter überdurchschnittlich gut. Klar wissen sie auch, von wo sie sich das Geld wieder doppelt und dreifach zurückholen können.

Natürlich bin ich kein Fachmann auf diesem Gebiet, aber ich habe zwei Augen im Kopf und noch ein paar Gehirnwindungen, die das Gesehene verarbeiten. Man kann zunehmend feststellen, dass der m³-Verbrauch (und der wird ja in Rechnung gestellt) in den Haushalten stetig steigt. Deswegen gibt es hier den Trend dazu, sich im ureigensten Interesse energiesparende Anlagen (Heizungsanlagen, etc.) anzuschaffen. Nun haben wir uns von dieser Spirale seit längerer Zeit abgekoppelt und sind auf Autogas umgestiegen (weiß gar nicht ,was das genau ist, denke irgendwas aus Propan und Butan). Dadurch habe ich die Heizkosten um ca. 35 – 40 % senken können.

Nun versuche ich, meinen Verdacht auszudrücken, was hier ein verdammt heißes Eisen ist, - weil man hierzulande mit aller Macht und allen Mitteln dagegen vorgeht:

Man verkauft das hochwertige Gas für teures Geld ins Ausland, kauft dafür minderwertiges Gas ein und liefert das dem Kunden in Rumänien. Allerdings nicht permanent, - denn man stellt immer wieder Schwankungen fest. Möglicherweise wird das auch irgendwie abgemischt, - je nach Bedarf. Manche Leute sind hier der Meinung, die würden Luft dazumischen, - aber das ist (chemisch gesehen) Blödsinn, das würde ja explodieren, denke ich.
Aber auch die Mitarbeiter der Gasfirmen wissen, dass das Flaschengas wesentlich energiereicher ist als das Gas aus den Leitungen. Ich selbst hab's ja an den reduzierten Kosten gemerkt, - also irgendwas ist dran.

Das hier in Rumänien öffentlich zu publizieren und auf die energiereichere „Flaschennahrung“ hinzuweisen, - wäre absolut kontraproduktiv. Denn dann würde der Staat, der ja ein „enges Verhältnis“ zu EON hat, drauf reagieren und entweder die Flaschenabfüller dazu zwingen, energieärmeres Gas abzufüllen oder man würde mit irgendwelchen Gesetzen die Benutzung von Flaschengas in den Haushalten verbieten. Und Gesetze stampft man hier über Nacht aus dem Boden, wenn's drauf ankommt, insbesondere wenn's einer Lobby dient.

Deshalb meine Bitte um Mithilfe bei einem Test:

Man nimmt – abgemessen – einen Liter Wasser in einem üblichen Emailletopf, stellt ihn auf den Herd und bringt ihn zum Kochen. Wichtig ist dabei, dass man die Temperatur des Wassers überprüft, die ja – je nach Gegend – unterschiedlich bei dem aus dem Boden kommenden Wasser ist. Das Wasser, das man auf den Herd stellt, muss genau 20° C haben.

Dann muss man dafür sorgen, dass sämtliche Gaskonsumenten im Haus abgestellt sind (auch der Durchlauferhitzer auf Standflamme, usw.), damit nur noch der Verbrauch auf dem Herd alleine gemessen werden kann. Nun schaut man auf die Gasuhr, auf die Armbanduhr und stellt den Topf mit Wasser auf die Flamme. In dem Moment, wenn das Wasser kocht, macht man aus und vergleicht die Uhrzeit und den genauen Verbrauch (in der Regel haben die Gasuhren heutzutage bis 3 Kommastellen nach der m³-Einheit).

Was mich also interessiert, wären die genauen Angaben über:
- Wie lange benötigt man, um 1 Ltr. Wasser zum Kochen zu bringen?
- Wie viel Menge Gas wird dabei verbraucht?
- Sofern es Länder gibt, wo der KW-Verbrauch gemessen wird, - die genaue Angabe über die verbrauchten KW
- Angaben über die Region (es muss nicht die Stadt sein, - außer bei Großstädten, aber zum Beispiel „Saarland“, oder „Ruhrgebiet“ oder „Erzgebirge“ würde mir schon reichen). Natürlich ist das auch bei Angaben aus dem Ausland wichtig, - denn z.B. Brasilien ist ja riesig groß.

Warum komme ich auf diese Idee:
Ich selbst habe diese Probe schon einige Male gemacht und dabei – je nach Jahreszeit – festgestellt, dass es auch innerhalb von Rumänien da erhebliche Abweichungen gibt. Nun würde mich das echt interessieren, wie das in anderen Ländern und Gegenden aussieht, - um da mal Vergleichswerte zu haben.

Es spricht vieles dafür, dass man hier den KW-Gehalt bewusst herunterschraubt, oder die Existenz eines energieärmeren Gases einfach verschweigt, um dadurch die Abrechnung über m³ an den Kunden auf dem gewünschten Level zu halten. Denn der Kunde benötigt dann ja mehr m³, um dasselbe Ergebnis zu erzielen.

Würde mich freuen, wenn da mehrere mitmachen würden. Ohne handfeste Beweise, auf Basis von Messungen, - kann man solchen internationalen Konzernen nicht beikommen. Wobei mich keine Namen und Adressen interessieren, - es genügen vorerst die hier geposteten Namen und die Angaben über das Land oder die Gegend.

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