2 Kriterien zur Vorselektion so genannter "Alternativen"

rahim @, Mittwoch, 06.04.2016, 12:13 vor 3598 Tagen 3501 Views

Warum benennen AfD und so genannte Alternative Medien bestimmte Themen nicht?
Fragt mh-ing hier: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=400748

Für mich sind hinsichtlich der Qualität der Aufklärung aller so genannten "Alternativen" zwei Punkte wesentlich, bevor ich mich mit deren Thesen eingehender befasse:

1. befassen sie sich mit der weltpolitischen und speziell der deutschen Rechtslage und thematisieren sie, dass in Deutschland immer noch Besatzungsstatus herrscht?

2. thematisieren sie das Geld- und Finanzsystem und weisen auf seine wesentlichen Wirkungen hin (exponentielles Wachstum, Ausbeutung der Erde und des Großteils der Menschheit) hin?

Wird nur einer dieser beiden Punkte ausgelassen, verschwiegen, verheimlicht, verharmlost, lächerlich gemacht, wegdiskutiert oder in die Verschwörungsecke gestellt, deutet das für mich darauf hin, dass die Vertreter dieser "Alternative" entweder

- keine Ahnung davon haben - in diesem Fall sind sie für mich bestenfalls inkompetent - oder

- darum wissen, es aber (aus welchen Gründen auch immer) nicht thematisieren. In diesem Fall sind sie schlimmstenfalls gefährlich. Potentielle Rattenfänger zur Aufrechterhaltung des Spiels "Teile und herrsche". Wie man bei den Wahlen sehen kann, funktioniert das ganz gut. (Deshalb gehe ich nicht mehr wählen, denn damit wähle ich dieses System, egal wer dran kommt).

Ist für mich ein gutes Mittel, um die Spreu vom Weizen zu trennen. Spart enorm Zeit, die übrig bleibt fürs Wesentliche [[zwinker]]

Freut Euch Eures Lebens!

--
Die Angst vor einer Zukunft, die wir fürchten, können wir nur überwinden durch die Bilder einer Zukunft, die wir wollen.
(Wilhelm Ernst Barkhoff, Gründer der GLS-Bank)

Nächster Bundesparteitag der AfD - und ihr Wahlprogramm

Weiner @, Mittwoch, 06.04.2016, 13:09 vor 3598 Tagen @ rahim 2912 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.04.2016, 18:02

Hallo Rahim,

ich sehe das genauso!

Zur Überprüfung eignet sich (im Falle der AfD) der Entwurf für das Grundsatzprogramm (wohl für den Wahlkampf bei der Bundestagswahl). Als wir neulich hier darüber diskutierten, war es nur "geleakt", jetzt ist es offziell einsehbar:

https://www.alternativefuer.de/wp-content/uploads/sites/7/2016/03/Leitantrag-Grundsatzp...

Das steht vor dem Hintergrund des Bundesparteitags, der für den 30.04./01.05. in Stuttgart angekündigt ist.

Und darin finden sich nur ein paar schwammige Sätze, dass man "das Geldsystem neu überdenken" und den "Status alliierter Truppen in Deutschland neu verhandeln" müsse. Das ist sehr diplomatisch formuliert und spricht mich überhaupt nicht an. Ich erwarte da etwas konkretere Vorschläge bzw. Stellungnahmen. Mit diesem Programm kann man fischen gehen und am Ende - den Wähler betrügend - wieder auf die Atlantik-Linie einschwenken.

Für mich ist die AfD keine Alternative.

Meint Weiner

Ich sehe das anders

nereus @, Mittwoch, 06.04.2016, 14:20 vor 3598 Tagen @ rahim 2753 Views

Hallo rahim!

Du schreibst: Wird nur einer dieser beiden Punkte ausgelassen, verschwiegen, verheimlicht, verharmlost, lächerlich gemacht, wegdiskutiert oder in die Verschwörungsecke gestellt, deutet das für mich darauf hin, dass die Vertreter dieser "Alternative" entweder keine Ahnung davon haben - in diesem Fall sind sie für mich bestenfalls inkompetent – oder darum wissen, es aber (aus welchen Gründen auch immer) nicht thematisieren. In diesem Fall sind sie schlimmstenfalls gefährlich.

Das ist die Methode „Brechstange“ mit der NIE eine Wahl gewonnen werden kann.
Wahlen zu gewinnen heißt Mehrheiten hinter sich bringen zu können und keine Minderheiten.
Und wenn man Mehrheiten erreichen will, muß man wissen wie man das anstellt und nicht wie man seine Weltsicht anderen Leuten aufzwingt.

Auch wenn Du recht hast, daß wir ein besetztes Land sind – 65 bis 70 % werden diese Meinung nicht teilen und 80 % werden sich mit den möglichen Folgen des Besatzungsendes nicht arrangieren wollen.
Das gilt auch für die Konsequenzen eines Schuldenmoratoriums, um die Wirtschaft neu zu starten, bei dem ALLE draufzahlen müßten und auch später mit weniger dicken Bäuchen durch die Gegend liefen.
Die Leute würden in Scharen davon laufen, völlig unabhängig davon, ob es am Ende der ehrliche Weg oder der falsche war.

Einer Alternative derartige Fesseln ans Bein zu binden, halte ich nicht nur strategisch für falsch sondern spielt auch den Etablierten in die Hände.

mfG
nereus

Die Rechten dürfen dem Waxtum nicht abschwören, denn dann sind es Linke

Zarathustra, Mittwoch, 06.04.2016, 16:57 vor 3598 Tagen @ rahim 2192 Views


- keine Ahnung davon haben - in diesem Fall sind sie für mich bestenfalls
inkompetent - oder

- darum wissen, es aber (aus welchen Gründen auch immer) nicht
thematisieren. In diesem Fall sind sie schlimmstenfalls gefährlich.
Potentielle Rattenfänger zur Aufrechterhaltung des Spiels "Teile und
herrsche". Wie man bei den Wahlen sehen kann, funktioniert das ganz gut.

Ja, funktioniert bestens, gerade im DGF.

Du musst ein Schwein sein in dieser Welt
Du musst gemein sein in dieser Welt
Denn willst Du ehrlich durchs Leben gehn
Kriegst 'n Arschtritt als Dankeschön

Abgeschworen

Rybezahl, Mittwoch, 06.04.2016, 18:26 vor 3598 Tagen @ Zarathustra 2259 Views

Ja, funktioniert bestens, gerade im DGF.

Du musst ein Schwein sein in dieser Welt
Du musst gemein sein in dieser Welt
Denn willst Du ehrlich durchs Leben gehn
Kriegst 'n Arschtritt als Dankeschön

Der Politik habe ich für immer abgeschworen. Spaßeshalber stelle ich mir manchmal vor, wie sie sich streiten und verzweifelt nach Lösungen suchen und schlecht schlafen. Bisschen gemein von mir, zugegeben. [[freude]]

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Sehr richtig

Nico @, Mittwoch, 06.04.2016, 22:44 vor 3598 Tagen @ nereus 1771 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 06.04.2016, 22:52

Hallo nereus!

Das sehe ich ganz genauso – es reicht schon, dass die AfD permanent als rechts-extremistisch gebrandmarkt wird. Es wäre sogar selten dämlich jetzt noch das Fass mit der Souveränität aufmachen zu wollen um auch noch bei den Verschwörung-Spinnern zu landen. Die von der AfD gewählte Formulierung dass "über das Geldsystem nachgedacht werden sollte“, empfand ich ebenfalls als mit Bedacht gewählt, und mehr hätte ich überhaupt nicht hören wollen. Ansonsten muss hier noch einmal mehr erwähnt sein, dass nicht-wählen Merkel-wählen bedeutet. Angesichts der Sperrklauseln ist dazu die einzige Alternative die Alternative.

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Ideologischer Phlegmatismus

Nico @, Mittwoch, 06.04.2016, 23:36 vor 3598 Tagen @ rahim 1674 Views

- darum wissen, es aber (aus welchen Gründen auch immer) nicht
thematisieren. In diesem Fall sind sie schlimmstenfalls gefährlich.
Potentielle Rattenfänger zur Aufrechterhaltung des Spiels "Teile und
herrsche". Wie man bei den Wahlen sehen kann, funktioniert das ganz gut.
(Deshalb gehe ich nicht mehr wählen, denn damit wähle ich dieses System,
egal wer dran kommt).

Hallo rahim!

Vor 10 Jahren hätte man vielleicht noch ähnlich denken können, aber heute zeigt sich in solchen Ausführungen nur ein ideologischer Phlegmatismus. Leider argumentieren auch andere auf ähnliche weise, was aber auch immer eine Gelegenheit bedeutet, die Handlungsoptionen so aufzuzeigen wie sie nun mal wirklich sind. Nicht-wählen bedeutet keine Option um seinen Willen gegen das Regime geltend zu machen, sondern nur dafür (ob gewollt oder nicht). Niemand stellt sich in irgendeiner weise schlechter wenn er wählt, und die damit verbundene Zeitersparnis ist absolut zu vernachlässigen. Wie gering auch immer die Hoffnung durch die AfD sein mag – derzeit ist sie auf dem regulären politischen Weg die einzige Hoffnung. Man mag ja über vieles streiten können, aber wer gegen die herrschende Politik ist wählt AfD, oder er hat es nicht begriffen.

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Auch Nichtwähler wählen, frei und stark handeln und trotzdem wählen schließen sich nicht aus.

Prophet @, Donnerstag, 07.04.2016, 06:18 vor 3597 Tagen @ Nico 1579 Views

Nicht-wählen bedeutet keine
Option um seinen Willen gegen das Regime geltend zu machen, sondern nur
dafür (ob gewollt oder nicht).

So ist es, auch als Nichtwähler wählt man.
Das verstehen leider viele nicht.

Ausserdem kann man das eine tun, und muß das andere nicht lassen.

Ich kann durchaus zur Wahl gehen, und trotzdem ein Alltagsanarchist bleiben. Es handelt sich bei dem politischen System um das was es ist: ein System. Und man sollte sein persönliches Dasein und Wohlbefinden nicht mit diesem System vermengen (oder zumindestens sich damit nicht allzusehr identifizieren, die Vermischung mit diesem System wird einem ja leider mit Gewalt aufgezwungen).

Bitte auch keine Hoffnungen usw. auf politische Führer/innen setzen. Ihr werdet sicher enttäuscht werden. Wählt, hakt die Sache ab und agiert selbst in eurem Leben.

Grüße,
Prophet

Auch Anarcho Oliver Janich rät dazu AfD zu wählen

Nico @, Donnerstag, 07.04.2016, 22:20 vor 3597 Tagen @ Prophet 1592 Views

Ich kann durchaus zur Wahl gehen, und trotzdem ein Alltagsanarchist
bleiben.

https://www.youtube.com/watch?v=sZbcjcoopkg&nohtml5=False

Vielleicht kommt Janich auch noch dahinter, dass wir schon längst im Anarcho-Kapitalismus leben ...

[[freude]]

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

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