Interessanter Aspekt
Die deutsche Sprache ist eine sehr komplizierte Sprache, deren
Besonderheiten (drei verschiedene Geschlechter, unregelmäßige Verben) im
wesentlichen dazu dienen, ausländische Sprecher als Fremdlinge zu
enttarnen.
Also doch: Man soll die Außengeländer nicht mehr erkennen.
Um das Deutsche als Weltsprache zu etablieren, müsste es also radikal
vereinfacht und in ein "Weltdeutsch" umgewandelt werden, wie es 1915/16
bereits angedacht wurde:
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltdeutsch
Denke, dass dieser Zug ab ist. Am deutschen Wesen wird die Welt nicht mehr genesen. Daran hätte man denken sollen, als man in Nordamerika über Englisch und Deutsch als Amtssprache abgestimmt hat.
Sprache hat immer auch eine Selektionsfunktion: Eine komplexe Sprache mit
historisch gewachsener Orthografie bevorzugt die Intelligenten. Eine
einfache Sprache bevorzugt diejenigen, die sich mündlich gut ausdrücken
können: die Jahrmarktschreier, die viel versprechen und wenig halten.
Da ist was dran. Ich beobachte das auch in Rumänien. Hab da Werke von Eminescu, Paunescu und anderen gelesen, - die hatten da noch ganz andere Wörter, um das auszudrücken, was sie mitteilen wollten.
Mittlerweile gibts auch hier die Diskussion, wie weit man es zuläßt, dass die rumänische Sprache verhunzt wird. Insbesonders durch das Weglassen der Strichlein. Will das an einem Beispiel klarmachen:
Mein o.g. Absatz (Denke, dass dieser Zug ab ist. Am deutschen Wesen...) würde in Rumänisch in etwa lauten:
Gândiți-vă că acest tren este oprit. Pe caracterul german, lumea nu va mai fi recuperate. Prin aceasta ar fi crezut, așa cum ați acordat în America de Nord prin limba engleză și germană ca limbă oficială.
Natürlich habe ich auf meiner deutschen Tastatur auch keine Strichlein vorgemerkt, - und ich tue mich verdammt schwer damit, diese richtig zu setzen. Ich schreibe alles ohne Strichlein. Wird von den meisten akzeptiert, zumal viele wissen, dass ich Ausländer bin. Aber es gibt auch eine Gruppe, die energisch dagegen vorgeht und das als Abwertung der Sprache bezeichnet. Das sind verschiedene Leute: Gebildete Leute, Schriftsteller, Traditionalisten und auch Nationalisten.
Allerdings verzeichnet man in Rumänien doch eine ansehnliche Anzahl von Analphabeten, wo diese Diskussion völlig überflüssig ist. Generell ist, so denke ich - in jeder europäischen Sprache zu beobachten, wie die Standards heruntergeschraubt werden. Auch Shakespeare hatte im Englischen einen anderen Wortschatz als die meisten Engländer heute. Auch das war und ist fortlaufend bei der deutschen Sprache zu beobachten.
Denke da an einen Lou van Burg, der holländische Showmaster,der sich mal damit gebrüstet hat, mit einem Wortschatz von 300 Wörtern jede TV-Sendung zu meistern.
Aber immer noch bin ich am rätseln, - was hinter dieser Studie steckt. Einfach ein Statement einer unaufhaltbaren Entwicklung, oder eine verdeckte Vorbereitung auf das, was uns in Zukunft erwartet und womit wir einverstanden sein sollen. Sollte das Erstgenannte zutreffen, dann frage ich mich immer noch, wer denn daran ein solches Interesse hat, damit er das finanziert.