@Ashitaka: „Ich sehe das weltweit unterstützte Experiment …

Ostfriese, Freitag, 01.04.2016, 11:43 (vor 3604 Tagen)3392 Views

in Syrien/Ukraine als gelungen an. Das Ganze ist exportfähig …“1

Hallo ins Forum,

ich denke, dass wir die Fortsetzung dieses Experimentes in den Baltischen Staaten als hybriden Krieg bestaunen dürfen, als „ völlig asymmetrische Antwort“ – in den Worten2 des russischen NATO-Botschafters Alexander Gruschko – auf die Verlegung3 einer kompletten dritten amerikanischen Panzerbrigade mit „4200 Soldaten, 250 Panzer, außerdem Haubitzen, Kampffahrzeuge und weitere 1700 zusätzliche Fahrzeuge“ nach Osteuropa. Sie „soll rotierend zu Übungszwecken in verschiedenen Ländern eingesetzt werden“. Dabei ist ein asymmetrischer Krieg „eine militärische Auseinandersetzung zwischen Parteien, die waffentechnisch, organisatorisch und strategisch stark unterschiedlich ausgerichtet sind“4. Die Einlassungen5

„Wir gehen aber nur von einem Punkt aus: Wir können die Menschen, die im Südosten des Landes leben, nicht den Nationalisten zum Fressen hergeben. Es sind nicht nur Russen, sondern die russischsprachige Bevölkerung, die sich auf Russland orientiert. An dieser Position gibt es nichts Übermäßiges, ...“,

die Putin in Bezug auf die Ostukraine in einem Interview mit dem TV-Sender Rossia 1 formuliert hat, gelten auch für die östlichen Teilen Estlands – es genügt, sich die Karte6 zur Verteilung der dortigen Ethnien anzusehen. Putin wird der russischen Minderheit in Estland „R2P“ (Responsibility to Protect)7 gewähren. Nachdem er die Krim erfolgreich „gegessen“ hat und alle Beteiligten aus der „West-“ und „Ostkurve“ die Ostukraine zerrüttet haben, bekommen alle „Appetit“ auf die Baltischen Staaten – besonders auf Estland. Neben den Mitteln des zivilen Ungehorsams und der Widerspenstigkeit der russischen landesweiten Minderheit von 25% (im Osten ist der Anteil wesentlich größer), der Fehlinformation, der Manipulation und des Cyberangriffs werden die Russen bestimmt „völlig“ neue Formen eines hybriden Krieges entwickeln, so dass eine politische und wirtschaftliche Zersetzung des Landes eintritt. Es stellt sich nur die Frage, wer nach den kriegerischen Ereignissen die Oberhoheit über die neuen erweiterten Haftungsräume erlangt, um sein zukünftiges Verschuldungspotential zusätzlich besichern zu können. Wer gewinnt also das Eigentum, das notwendig als Kreditpfand an der Basis der Ökonomie innerhalb eines leistungsfähigen Machtkreislaufes dient, der wiederum die Besicherung des Geldes darstellt?

Grüße am 01. April in den sonnigen Frühling

Ostfriese

Quellen:

1 http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=379074 2 http://www.n-tv.de/politik/Russland-plant-asymmetrische-Antwort-article17355051.html 3 http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/4956852/USA-wollen-Panzerbrigade-nach-O... 4 https://de.wikipedia.org/wiki/Asymmetrische_Kriegf%C3%BChrung 5 http://de.sputniknews.com/politik/20151220/306620847/putin-russland-muss-russen-in-ostu... 6 https://de.wikipedia.org/wiki/Estland#/media/File:Russians_in_Estonia_2010.png 7 https://dgap.org/de/think-tank/publikationen/dgapstandpunkt/wie-putin-die-schutzverantw...


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