Mahnwachen: Wenn etwas nicht funktioniert, ändere den Weg, aber niemals das Ziel

NurEinBürger @, Mittwoch, 30.03.2016, 00:42 vor 3607 Tagen 3548 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 30.03.2016, 12:11

Hallo zusammen,
ich bin sehr enttäuscht darüber, dass die Mahnwachen eingestellt wurden.
Da ich mich aber normalerweise nie nach dem ersten Versuch geschlagen gebe, möchte ich, dass wir das Ganze nochmal von hinten aufrollen.
Ich denke, viele hat es abgeschreckt, dass wir kein (offizielles) Thema hatten bzw. kein (offizielles) Ziel. Ich habe bei einigen geglaubt, sinngemäß herauszuhören, dass sich viele gedacht haben: "Warum soll ich mich dahin stellen, wenn nicht mal die Stadt so richtig weiß, wofür ich da stehe?"

Campact bspw. macht das genauso. Die sagen ganz klar, wofür/ wogegen sie sind und die Leute rennen in Scharen auf die Demos.

Natürlich werden wir damit auch eine Gegenbewegung erzeugen, aber wenn die wirklich größer werden sollte als "unsere", dann - entschuldigt bitte, wenn ich das jetzt mal so sage - haben die Deutschen wirklich nichts Besseres verdient.

Deswegen mein Vorschlag: Ein kleines "Thesenpapier" mit klaren Forderungen und Zielen schreiben und die Mahnwachen wieder zum Leben erwecken. Und hoffen, dass die Deutschen wenigstens ein bisschen zur Vernunft kommen.

Was haltet ihr von der Idee?

LG
NurEinBürger

(Zahlreiche Rechtschreibfehler korrigiert)

Danke sehr, das ist imho eine sehr gute Idee (oT)

azur @, Mittwoch, 30.03.2016, 00:59 vor 3607 Tagen @ NurEinBürger 2001 Views

- kein Text -

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Die Deutschen werden erst mit der Verteidigung beginnen, wenn es nichts mehr zu verteidigen gibt

Fidel @, Mittwoch, 30.03.2016, 08:58 vor 3606 Tagen @ NurEinBürger 2731 Views

Hallo NurEinBürger

Man kann das Vorbild der von bergamr und mir angeledeten Versammlungen (größenwahnsinnig) in der Bürgerbewegung der DDR suchen. Damals begann der Widerstand auch ohne Forderung/Thema/Ziel, weil die notwendige Veränderung, nämlich die DDR ab zu schaffen, utopisch war.

Bis jetzt glaube ich nicht daran, dass Worte auf einem Plakat mehr Beteiligung generieren könnten, als die verbindliche & persönliche Werbung bei Freunden/Kollegen/Bekannten.... nach 24 Wochen war klar, dass vermutlich nicht einmal verschenktes Bargeld den notwendigen Mut schaffen könnte.

Selbstverständlich habe ich es auch unpersönlich per Einwurfwerbung versucht, was auf Verschwendung von Zeit und Geld hinaus lief.

An Campact möchte ich mir in diesem Leben kein Vorbild nehmen.
http://www.cicero.de/kapital/protest-organisation-campact-die-empoerungsmaschine/59918
http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/attac-ableger-campact-will-deutschland...

Leider (Zitat-postcollapseblog) "werden die Deutschen erst mit der Verteidigung beginnen, wenn es nichts mehr zu verteidigen gibt."

Meine Unterstützung hast Du, aber sei gewarnt - Greti und Pleti träumen noch vom nächsten (Erfolgsprämien-)Urlaub,
den man nicht durch demokratisches Auffallen in Frage stellen möchte.

BG
Fidel

(Vermutlich sind Kritiker der Mehrheitspolitik nur verwirrte Geister und die Mehrheit entscheidet weise und zukunftsorientiert)

Ich verstehe deine Bedenken, glaube aber, ein zweiter Versuch ist es wert

NurEinBürger @, Mittwoch, 30.03.2016, 13:59 vor 3606 Tagen @ Fidel 2001 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 30.03.2016, 14:15

Hallo Fidel,

Man kann das Vorbild der von bergamr und mir angeledeten Versammlungen
(größenwahnsinnig) in der Bürgerbewegung der DDR suchen. Damals begann
der Widerstand auch ohne Forderung/Thema/Ziel, weil die notwendige
Veränderung, nämlich die DDR ab zu schaffen, utopisch war.

Widersprich mir bitte, wenn ich falsch liege, aber ich habe das so verstanden, dass die Proste in der DDR anfangs eine Reaktion auf die Erhöhung des Arbeits-Soll bei (fast) gleichem Lohn waren. Die dann später erst diese Eigendynamik entwickelt haben.
Ich glaube, wir müssen "nur" dasselbe schaffen. Wenn der Stein einmal rollt, rollt er.

Und nein, ich sehe es nicht als notwendig an, die BRD abzuschaffen.

Bis jetzt glaube ich nicht daran, dass Worte auf einem Plakat mehr
Beteiligung generieren könnten, als die verbindliche & persönliche
Werbung bei Freunden/Kollegen/Bekannten.... nach 24 Wochen war klar, dass
vermutlich nicht einmal verschenktes Bargeld den notwendigen Mut schaffen
könnte.

Selbstverständlich habe ich es auch unpersönlich per Einwurfwerbung
versucht, was auf Verschwendung von Zeit und Geld hinaus lief.

Naja...wie schon gesagt: ich hatte das Gefühl, dass es viele abgeschreckt hat, dass es kein (offizielles) Thema gab.

An Campact möchte ich mir in diesem Leben kein Vorbild nehmen.
http://www.cicero.de/kapital/protest-organisation-campact-die-empoerungsmaschine/59918
http://www.eike-klima-energie.eu/energie-anzeige/attac-ableger-campact-will-deutschland...

Wenn mir deren Methoden helfen, meine Ziele durchzusetzen, warum denn nicht?

Leider (Zitat-postcollapseblog) "werden die Deutschen erst mit der
Verteidigung beginnen, wenn es nichts mehr zu verteidigen gibt.
Meine Unterstützung hast Du, aber sei gewarnt - Greti und Pleti träumen
noch vom nächsten (Erfolgsprämien-)Urlaub,
den man nicht durch demokratisches Auffallen in Frage stellen möchte.

Das freut mich und wenn sich das nicht schleunigst ändert, haben sie wirklich nix Besseres verdient.

LG
NurEinBürger

(Zahlreiche Rechtschreibfehler korrigiert)

Das Glück einer ethnisch deutschen Minderheit

Fidel @, Mittwoch, 30.03.2016, 15:07 vor 3606 Tagen @ NurEinBürger 2235 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 30.03.2016, 15:17

Hallo NurEinBürger

Ich glaube, wir müssen "nur" dasselbe schaffen. Wenn der Stein einmal
rollt, rollt er.

Genau das haben bergamr, ich und CrisisMaven auch geglaubt. Nur leider ließ sich der Stein nicht einmal hier im Forum ins Rollen bringen. Empörung lässt sich einfach ernten und "vermarkten" - echtes Engagement bleibt der berühmte Sturm im Wasserglas. Um diese Erkenntnis bin ich nach 24 Montagen reicher.

Und nein, ich sehe es nicht als notwendig an, die BRD abzuschaffen.

Die BRD ist dabei, sich selbst abzuschaffen. Die SZ fabuliert hier über das Glück einer ethnisch deutschen Minderheit. Woher die Steuereinnahmen für Denkmalschutz von katholischen Kirchen samt dazugehörigem kulturellen Erbe stammen sollen, wenn die kulturelle Ethnie eine demokratische Minderheit stellt, bleibt Geheimnis unserer dekonstruierenden Eliten.

Gerade hier in einem Wirtschaftsforum bemühen wir uns um das Wissen über das Geheimnis von kulturellem Aufstieg, Wohlstand, Zukunftsgestaltung - ohne ideologische Scheuklappen. Mir wird schlecht beim Gedanken an deine Zukunft.

In der Sammlung finden sich ausreichend Informationen, die für sich politische Herausforderungen stellen -
ganz ohne die grenzenlose Inkompetenz einer Groko.

Naja...wie schon gesagt: ich hatte das Gefühl, dass es viele abgeschreckt
hat, dass es kein (offizielles) Thema gab.

In 24 Wochen hat man viel Gelegenheit, Stimmungen zu hinterfragen.
Schon die Einladung - ohne Thema - verbreitete mehr Angst als Zuversicht, beim Publikum.

Wage das Selbstexperiment, stell dich in deiner Heimatstadt auf den Rathausplatz und fordere Grenzkontrollen,
man wird dich meiden wie einen Aussätzigen....

(Sende mir eine Mail, wenn es losgeht, damit ich dir Gesellschaft leisten kann.)

BG
Fidel

Es gibt nichts mehr zu verteidigen,

Dirk-MV @, Punta Cana, Mittwoch, 30.03.2016, 17:00 vor 3606 Tagen @ NurEinBürger 2149 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 30.03.2016, 17:11

deshalb wird es keinen Aufstand geben.

Leider (Zitat-postcollapseblog) "werden die Deutschen erst mit der
Verteidigung beginnen, wenn es nichts mehr zu verteidigen gibt.

Die Ostdeutschen sind nicht aufgestanden, weil es zu eng, zu arm, zu ideologisch oder nicht (groß)deutsch genug war.

Der Ball kam ins Rollen, weil es mit der ungarischen Grenzöffnung und der Evakuierung der tschechischen Botschaft einen Ausgang gab. Einen Weg weg vom überschaubarem, nur sättigendem, geplantem Leben ohne große persönliche materielle Entwicklungsmögkeiten hin zum träumbaren Reichtum und/oder Entdeckungen.
Die Mehrzahl der Leute und damit die nötige Schwungmasse des anzurollenden Balls hatte nichts gegen die ideologische Berieselung, das hält man aus wie Regen oder Sonne in den Augen; sie waren letztendlich nur gelangweilt ob ihrer in vorgezeichneten Bahnen verlaufende Biographien. (keine Wertung, nur meine Einschätzung)

Warum sollten sie heute aufstehen?

Für ihr Deutschsein, was ist das eigentlich?
Gehören die eingewanderten Hugonotten, Polen, Russen, Türken, Italiener dazu?
Für Kommunisten aller Farben auch?

Oder ist das eher ne kulturelle Zusammengehörigkeit?
Aufstehen für all die Leute, die sich am Sonntag die Absolution bei den Pfaffen holen müssen, um klar zu kommen?
Aufstehen für die Leute, die an gar nichts glauben?
Aufstehen für Leute, die einen VW fahren? oder Fahrrad, für Vegetarier?
Aufstehen für Liebhaber von Bauvorschriften oder Windmühlen?

Aufstehen für Bayern? oder Holsteiner?

Aufstehen für die Nachkommen? Welche Nachkommen, bei 1,2 Kindern und 50%igem Anteil an Alleinerziehenden ist das keine relevante Zahl mehr. Es kommt billiger, dem eigenen Nachwuchs einen guten Start in Übersee zu ermöglichen.

Mit der konfusen Aufzählung will ich nur darstellen, daß es nichts gibt, was Bürger dieses Landes so einen könnte, daß es machtrelevant ist.

Ich sehe in dieser Entwicklung wenig Steuerung, so wie Familien aussterben, so sterben auch Gesellschaften. Europa ist ein sterbender Kontinent und die Eindringlinge nur die Leichenflederer.
mfg

--
Der wahre Feind eines Mannes ist Zweifel.

Der Weg und das Ziel

Bergamr @, Donnerstag, 31.03.2016, 17:45 vor 3605 Tagen @ NurEinBürger 1571 Views

Hallo NurEinBürger,

es ehrt Dich, daß Du versuchst, die großartige Idee der Mahnwachen nochmals ins Bewußtsein der Leser zu bringen. Es gab ja durchaus zuzeiten Zuspruch von dem einen oder anderen, ja, es waren durchaus auch einige Foristen und Stille Leser montags anwesend in Ingolstadt, Berlin und Berkheim.

Es ist aber ein Trugschluß zu glauben, an der ungenügenden Teilnahme würde sich etwas ändern, wenn man da noch ein Stück Papier mit Textbausteinen ins Spiel bringt.

Es macht ja gerade die (bisher leider nicht verifizierte [[freude]] ) Wucht der Mahnwachenidee aus, daß nichts ausgesagt wird, daß keine Thesen proklamiert werden, daß keine Themen besetzt werden. Und damit sich alle wiederfinden in Zeiten von allgemeinem Unbehagen.

> Campact bspw. macht das genauso. Die sagen ganz klar, wofür/ wogegen sie
[quote]sind und die Leute rennen in Scharen auf die Demos.
[/quote]

Demos sind keine Mahnwachen, Mahnwachen sind keine Massenveranstaltungen. Wenn Dir was einfällt, wie wir Mahnwachen flächendeckend in ganz Deutschland organisiert bekommen, sag's mir. Ich bin dabei. Wenn Du Massenveranstaltungen willst, geh zu Campact, Pegida, etc. Die haben in puncto Bratwurstveranstaltung schon Erfahrung.

> Natürlich werden wir damit auch eine Gegenbewegung erzeugen, aber wenn
[quote]die wirklich größer werden sollte als "unsere", dann - entschuldigt
bitte, wenn ich das jetzt mal so sage - haben die Deutschen wirklich nichts
Besseres verdient.
[/quote]

Mahnwachen sollten diejenigen einen, die sich unwohl, unbehaglich, unzufrieden, besorgt, ... fühlen. Warum sollte das eine Gegenbewegung auslösen? Eine Gegenbewegung der Behaglichen, Zufriedenen, Sorglosen?

Wenn Du etwas auf die Beine stellen willst, wodurch eine Gegenbewegung entsteht, ist der Spaltpilz von Anfang an dabei. Letztendlich spaltet's damit auch die eigenen, in mehr oder weniger Unbehagliche, Besorgte, ...

> Deswegen mein Vorschlag: Ein kleines "Thesenpapier" mit klaren Forderungen
[quote]und Zielen schreiben und die Mahnwachen wieder zum Leben erwecken. Und
hoffen, dass die Deutschen wenigstens ein bisschen zur Vernunft kommen.
[/quote]

Wie gesagt, ich halte im Sinne der Mahnwachenidee nichts von mehr Papier als auf ein Flugblatt paßt. Aber hey, wer bin ich, Dir Deinen Versuch zu vermiesen. Probier's aus, laß es mich wissen, ich steh gern mit Dir und betrachte die 'Vernunft' der Deutschen. [[sauer]]

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

Nachtrag dazu

Bergamr @, Donnerstag, 31.03.2016, 21:21 vor 3605 Tagen @ Bergamr 1505 Views

Bitte um Entschuldigung, kleiner Nachtrag, hab das vorher nicht ganz ausformuliert:

Die Aufgabe 'Mahnwachenidee' ist eigentlich ganz einfach:

- mobilisiere 30.000 Menschen in 15.000 Ortschaften
- jeden Montag 18:30 - 19:30
- kein Thema, jeder steht für sich (wg. Mißbilligung, ganz allgemein)

Dies wurde von @CrisisMaven als Organisations- und Aktionsform beschrieben und als effektiv bezeichnet, wenn wirklich das Szenario befolgt wird.

Leider wurde das Szenario nicht befolgt.

Zwei können 30.000 nicht kompensieren.

Aber nochmal, sag Bescheid, wenn Du einen Plan hast.

Gruß
Bergamr

--
Ehrlich schade für die Heimat! Endgültig verloren seit Sommer 2015 ...

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