Nehmen wir mal an
Guten Tag,
ja, das ist ein interessanter Zusammanhang.
Wer sich mal mit diesem Thema auseinandersetzt, wird feststellen, daß
JEDER Terrorist, seit und inkl. des 09.11.2001, polizeilich und/oder
geheimdienstlich bekannt war, einer Überwachung unterlag und trotzdem zu
erfolgreichen Anschlägen fähig war.
Nehmen wir einmal an, es gäbe eine Datenbank. Und in dieser Datenbank sind sämtliche Personaldaten, die irgendwann einmal von irgendeiner einer europäischen Polizeibehörde aufgenommen wurden, gespeichert.
Die europäischen Behörden müssen nicht unbedingt Zugriff auf diese Datenbank haben.
Nehmen wir weiter an, es gäbe noch eine weitere Datenbank, und in dieser Datenbank sind sämtliche Telefon-, Email-, Twitter- und Internetzugriffe gespeichert, die irgendwo in Eurasien stattgefunden haben.
Nehmen wir weiter an, es gäbe noch eine dritte Datenbank, in der nach bestimmten hochwissenschaftlichen Algorithmen die Daten der ersten Datenbank mit den Daten der zweiten Datenbank verknüpft würden und nach bestimmten auffälligen Mustern gesucht wird.
Nehmen wir noch weiter an, dass den Personen, die in diesen Mustern erkennbar werden, Hilfe bei der Waffenbeschaffung oder Munitionierung zuteil wird, ohne dass diese Personen jetzt genau wüssten, wie ihnen geschieht.
Brauchen sie aber auch nicht, weil sie hinterher sowieso meistens tot sind.
Nehmen wir als Letztes an, dass die Zahl derjenigen, die gerne ein Attentat verüben würden, um den Faktor 100 höher ist als die tatsächlich stattgehabten Attentate.
Zum großen Teil deswegen, weil die willigen Attentäter einfach technisch oder aus anderen Gründen gar nicht in der Lage sind, ein gewolltes Attentat auszuführen.
Zum anderen deswegen, weil die Bundesbehörden einen Tipp erhalten von einem befreundeten Dienst, weswegen sie wieder einmal buchstäblich in letzter Minute einen weit gediehenen Attentatsplan verhindern können und dem befreundeten Dienst natürlich sehr dankbar sind.
Und dann kommt es tatsächlich mal zu einem Attentat, aber, ich halte es für durchaus realistisch, das ist nur bei 1 Prozent, in dem unsere willkommenen Gäste tatsächlich gerne eines ausführen wollten, der Fall. Am besten rechnet man zu jedem tatsächlich ausgeführten Attentat noch 99 andere, die eben ihre Attentatsreife (noch) nicht erreichten.
Daraus KÖNNTE man schließen, daß die Behörden auf diesem speziellen
Auge blind sind, die Anschläge aus anderen Gründen zulassen, die
Anschläge passiv zulassen oder einfach nur zu nachlässig sind.
99 verhinderte oder nicht zur Ausführung gelangte auf ein erfolgreiches Attentat ist doch keine schlechte Quote?
In keinem einzigen Fall jedoch - ich glaube, das kann man voraussetzen, haben die Attentäter bewusst Kontakt gehabt mit einem Vertreter der höheren Macht, welche die Bedingungen geschaffen hat, dass das Attentat überhaupt stattfinden konnte.
Und die höhere Macht hat auch kein Wissen gehabt über den genauen Attentatsplan.
Wenn ich breitwürfig Samen aussähe, dann kann ich auch nicht sagen, welcher davon keimen wird und von denen, die keimen, welcher sich voll zu einer Pflanze entwickeln wird.
Ich würde wirklich einige hier auffordern, die Daten der größeren
islamistisch geprägten/motivierten Anschläge zusammanzutragen und zu
analysieren. Eventuell gibt es hier ja auch Mitglieder, die sich mit
Statistik auskennnen und die Zahlen dann aufbereiten können.
Das ist eine gute Idee. Aber du übersiehst immer noch die Samen, die niemals gekeimt haben.
Gruß Mephistopheles
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Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc