Interessanter Beitrag auf Zerohedge zu den 7 Todsünden eines "Investors"

SevenSamurai @, Montag, 21.03.2016, 22:41 vor 3614 Tagen 4556 Views

Es gibt einen interessanten Beitrag auf Zerohedge zu den 7 Todsünden eines "Investors":

http://www.zerohedge.com/news/2016-03-21/7-deadly-investing-sins

Die 7 Todsünden sind: Hochmut (pride), Geiz (greed), Wollust (lust), Zorn (wrath), Völlerei (gluttony), Neid (envy), Faulheit (sloth).

Die meisten hier sind erfahrene und erfolgreiche Investoren, aber es kann nicht schaden, sich noch einmal die grundlegenden Dinge ins Gedächtnis zu rufen. Denn die menschliche Psyche (oder, um bei den Todsünden zu bleiben, die Erbsünde) spielt uns doch oft einen Streich.

Auch findet sich am Ende des Beitrages eine Grafik, die mich in meiner Auffassung bestärkt, dass die "Krise" von 2008 gar keine war und nur herbeigeredet wurde. Jedenfalls ist JEDER Vergleich mit 1929 lächerlich. Die schnelle und satte Erholung der Wirtschaft steht und stand in keinem Vergleich mit der Zeit nach 1930. Warren Buffet lag richtig, als er 2009 seinen Landsleuten nahelegt, JETZT Aktien zu kaufen.

Übrigens ist der Kursverlauf für mich ein Grund gewesen, mich vor einigen Jahren völlig von den sogenannten alternativen Medien abzuwenden. Diese propagieren seit Jahren einen Crash, den es nicht gab und der nicht kommt. Zu den alternativen Medien zähle ich nicht nur Spinner wie Alex Jones (der zugegeben ein Redetalent ist), sondern auch Leute wie Celente, Martenson (der trotz seiner Horrorstories um Redlichkeit bemüht ist und interessante Interviewparnter hat) oder auch Peak Oiler wie Michael Ruppert oder Howard Kunstler ("fracking" hat die Welt verändert. Zumindest vorläufig und von denen VÖLLIG unterschätzt.)

Also mein Fazit: Ein lesenswerter Beitrag, der kurz und knapp grundlegendes in Erinnerung ruft.

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Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Aber ohne die Dummen wuerde es doch gar nicht funktionieren

CalBaer @, Dienstag, 22.03.2016, 02:54 vor 3614 Tagen @ SevenSamurai 2903 Views

Wenn alle Investoren gleich gut waeren, waeren auch die Gewinne/Verluste ueberall gleich. Es braucht eben immer Dumme um reich zu werden, das hatte schon der alte Kostolany gewusst.

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Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Und klingt genau da nicht etwas Hochmut an?

Martin @, Dienstag, 22.03.2016, 06:36 vor 3613 Tagen @ SevenSamurai 2683 Views


Also mein Fazit: Ein lesenswerter Beitrag, der kurz und knapp
grundlegendes in Erinnerung ruft.

Ja, der Mensch hat sich in 2000 Jahren nicht grundsätzlich verändert. Das weiß man auch ohne diesen Beitrag.

Dass 2008 herbeigeredet worden sein soll kann aber nur jemand behaupten, der außer zweidimensionalen Charts weiter nichts im Blick hat. Vergleiche mit 1929 waren im Übrigen eher exotisch.

Dass aber seit 2008 Banken in den Seilen hängen, weltweit Pensionskassen von Regierungen vereinnahmt, Schulden und Garantien in einem unvorstellbaren angehäuft worden sind, deren Einlösung in den Sternen steht, das sieht man in den Kurscharts nicht. Sie sind aber eine Hypothek, die mühsam vor den Notenbanken hergeschoben wird. Ausgang ungewiss.

Wer aber Anfang des 21. Jahrhunderts die Warnungen vor einer US-Hypothekenblase (Fannie Mea, Freddie Mac, u.a.) zum Anlass genommen hat, beispielsweise in Gold zu investieren, der sitzt nach wie vor auf guten Gewinnen und hat manche Aufregung gelassen überstanden. Mit 'alternativen Medien' ist es wie mit Beratern: Man muss halt die richtigen wählen. Womit sich nur die Qual der Wahl verschiebt.

Falsche Folgerung

mh-ing @, Dienstag, 22.03.2016, 08:10 vor 3613 Tagen @ SevenSamurai 2829 Views


Auch findet sich am Ende des Beitrages eine Grafik, die mich in meiner
Auffassung bestärkt, dass die "Krise" von 2008 gar keine war und nur
herbeigeredet wurde. Jedenfalls ist JEDER Vergleich mit 1929 lächerlich.
Die schnelle und satte Erholung der Wirtschaft steht und stand in keinem
Vergleich mit der Zeit nach 1930. Warren Buffet lag richtig, als er 2009
seinen Landsleuten nahelegt, JETZT Aktien zu kaufen.

Im Nachgang ist man vielleicht schlauer, was den Verlauf der Aktien usw. betrifft. Grundsätzlich ist aber die Einschätzung, dass diese Krise besser als 1929 sei, d.h. nicht so fundamental, sehr gewagt. Anders als 1929 hat man die Märkte mit Geld geflutet, was einen völlig anderen Verlauf in der Krise nahm. Buffet hat daraus den richtigen Schluss gezogen, dass das Geld dann die Aktienkurse treiben wird.
Ohne diese Maßnahme und zugleich das Absenken der Zinsen auf 0 und darunter, d.h. diese Geldorgie ist ohne/mit geringen Kosten, hätte sich da vieles anders entwickelt.
Das Problem aber wurde dadurch nur verschoben, weil eine Problemlösung (zu hohe Verschuldungen, keine nachhaltigen Wirtschaftsmodelle usw.) nicht bzw. nur unzureichend erfolgte.

Ich gehe daher weiterhin davon aus, dass dieser Crash droht und letztlich die virtuellen Geldwerte und Papiergeldwerte sich massiv auflösen werden (ja müssen), um wieder real zu werden.

Der Punkt ist: Es ist in diesem System eine Rückzahlung der Schulden nicht vorgesehen und auch nicht möglich. Daher müssen sich die Schulden und daher auch die Gegenseite, das Vermögen an Schuldscheinen, sich auflösen. Das wird die Pensionen, Versicherungen, Staatsvermögen, Geldanlagen, Aktien usw. alles mit reißen und zu einer völligen Neuordnung führen. Nur, solange man billiges Geld nachschießt, verschiebt man diesen Zeitpunkt nach hinten, so dass schlaue Leute/Länder Zeit gewonnen haben, sich auf diese Krise einzurichten (so schrieb es ungefähr GEAB 2020 in der Ausgabe 102).

Bitte diese Unterstellung auch mit Argumenten belegen!

SevenSamurai @, Dienstag, 22.03.2016, 09:04 vor 3613 Tagen @ Martin 2327 Views

Die Andeutung, ich sei hochmütig, steht ganz alleine da.

Etwas mehr bezüglich meines angeblichen Hochmutes wäre schon fair!

Sonst bleibt es einfach bei einer Unterstellung.

Ich sehe meinen Beitrag überhaupt nicht als hochmütig, im Gegenteil, ich sage ja, dass ich mich geirrt habe und das diese Krise nicht vergleichbar mit der von 1929 ist.

Dies kann man an vielen Dingen festmachen. Ein Beispiel wäre die Arbeitslosigkeit, verbunden mit dem Elend (Hunger) dieser Arbeitslosen. Ein Vergleich mit der Zeit nach 1929 zeigt, das sich die Dinge anders entwickelt haben.

Generell wird auch vergessen, dass die "Dustbowl" die Probleme in den USA damals verschärft hat. Die "California drought" ist ohne negative Auswirkungen geblieben. (Das sehen Pool-Besitzer sicher anders...)

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Crash

SevenSamurai @, Dienstag, 22.03.2016, 09:24 vor 3613 Tagen @ mh-ing 2745 Views

Ich gehe daher weiterhin davon aus, dass dieser Crash droht und letztlich
die virtuellen Geldwerte und Papiergeldwerte sich massiv auflösen werden
(ja müssen), um wieder real zu werden.

Bist du dir sicher, dass die Superreichen und sehr Reichen Verluste erleiden werden?

Ich denke, deren (virtuelle) Geldwerte werden nicht angetastet, sehr wohl aber die Ersparnisse derer, die mühselig für ihr Alter oder eine grössere Anschaffung sparen.

Der "Crash" wird eine grosse Show werden, um den kleinen Mann zu enteignen - somit aber kein realer Crash.

Es wird doch bereits jetzt vorbereitet: "Wir haben über unsere Verhältnisse gelebt."

WIR?

Oder doch eher der Superreiche, der eine vergoldete AK-74 besitzt oder 250 paar Schuhe? Oder der "Staat" mit seinen Rüstungsausgaben?

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Bitteschön

Martin @, Dienstag, 22.03.2016, 10:26 vor 3613 Tagen @ SevenSamurai 2281 Views

Eigene Auffassung: Die Krise von 2008 wurde nur herbeigeredet

D.i., wer das herbeigeredet hat muss wohl falsch liegen. Dies ohne fundierte Argumentation (der Chart sagt über den Zustand der Volkswirtschaften gar nichts aus) sehe ich als Hochmut. Bescheiden ist es jedenfalls nicht.

Der Crash trifft alle

mh-ing @, Dienstag, 22.03.2016, 11:22 vor 3613 Tagen @ SevenSamurai 2640 Views

Die Frage nach den Superreichen ist m.E. falsch. Diese werden in Relation zu den Normalen immer Superreich sein. Wo wir viel verlieren, verlieren sie auch viel, aber sind dann in der Lage mit dem, was noch da ist, noch reicher zu werden.
Der Crash ist m.E. auch nicht das Ziel. Es gäbe die Möglichkeit in konzertierter Aktion diese Nullen zu bereinigen und damit in die reale Welt wieder zurück zu kommen. Doch da zu fehlt seitens vieler das Einverständnis/die Einsicht dazu, daher nehme ich an, dass der Crash kommen wird.

Das Problem unserer Krise heute ist viel schlimmer als 1929:
- die westliche Welt ist überaltert
- die individuellen Versorgungsmöglichkeiten sind stark begrenzt (wer hat noch einen Garten und kann sich mit dem nötigsten noch etwas selbst versorgen)
- die westliche Welt ist in der Bevölkerungszahl gegenüber anderen Gruppen geringer (China, Indien, Fernost usw.). Die Gewichte haben sich deutlich verschoben.
- Die Versorgungsketten sind weltweit verwoben, so dass ein Bruch eines Glieds alles zum Stillstand bringen wird. Daher ist das Ziel des Krisenmanagements, eben das zu vermeiden. Falls das mißlingt, wird es sehr ernst.

Ich bin aber nicht in der Lage, wirklich zu ahnen, was kommen wird. Ich mache mir Szenarien, welche denkbar und möglich erscheinen, bereite mich darauf vor. Mehr kann ich auch nicht tun. Falls sich nichts tut, habe ich zu mindest nichts erlitten, falls etwas passiert, bin ich möglichst vorbereitet. Falls es nicht half, kann ich mir zumindest den eigenen Vorhaltungen dies entgegnen.

Meine Standardfrage

SevenSamurai @, Dienstag, 22.03.2016, 13:46 vor 3613 Tagen @ mh-ing 2256 Views

Ich bin aber nicht in der Lage, wirklich zu ahnen, was kommen wird. Ich
mache mir Szenarien, welche denkbar und möglich erscheinen, bereite mich
darauf vor.
Mehr kann ich auch nicht tun.

Achtung, ich will dir nichts böses mit dem folgenden Text. Es ist nur meine Standardfrage an alle, die mir sagen, was soll mir schon passieren. Meist höre ich danach schon auf, weiter zu fragen.

Meine Standardfrage ist immer:

Wo bekommst du im Notfall Trinkwasser her? Also auch ohne Strom.

Die meisten Menschen machen sich gar keine Gedanken dazu. Die haben alles im Keller, sogar Klopapier für drei Jahre, aber kaum Trinkwasser. Oder Filter, wie z.B. Katadyn.

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Grenzen der Vorsorge

mh-ing @, Dienstag, 22.03.2016, 14:37 vor 3613 Tagen @ SevenSamurai 2313 Views

Das mit der Vorsorge für die Krise ist begrenzt zu sehen. Ich kann das nicht schaffen und auch der Aufwand dafür ist viel zu groß. Ich rechne nicht damit, dass hier von heute auf morgen die Räder still stehen, nichts mehr zu bekommen ist. Das kann vielleicht sein, aber bestenfalls für einige Tage, wie das auch bei anderen möglichen Katastrophen passieren kann. Wenn die Anzeichen deutlicher werden, wird der Notvorrat etwas erhöht und danach ggf. das wieder abverbrauchen.
Realer ist für mich die Absicherung meiner längerfristen Existenz und Altersvorsorge, liquide in der Krise zu sein.

Das größere Risiko sehe ich aber in der Entwicklung der EU zu einem totalitären Staat. Und hier hilft keine Krisenvorsorge, sondern nur das Kofferpacken oder sich möglichst klein und unsichtbar machen. Vermutlich wird dieser Crash das am ehesten auslösen und die Menschen für Ordnung und Versorgung den Rest ihrer Freiheiten freiwillig aufgeben.

Jedem sein Szenario

mh-ing @, Dienstag, 22.03.2016, 15:20 vor 3613 Tagen @ Dirk-MV 2199 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.03.2016, 18:09

Denkbar ist ja grundsätzlich alles. Wenn so ein Krieg aufzöge, würde ich - der Mann hat es ja angemerkt - das Land verlassen. Das vorzubereiten ist eine bessere Option als zu meinen, man könne sich wirklich in einer realen Lebenssituation wie jetzt auf so einen totalen Systemzusammenbruch vorbereiten. Ich zumindest tue mich da etwas schwer in der Vorstellung.

Wenn tatsächlich es zu einem KRieg oder diesem totalitärem System hier kommt, möchte ich da längst weg sein und nicht versuchen, das hier auszusitzen. Aber wie gesagt, jeder macht das auf seine Weise und seinen Möglichkeiten. Vieles wird im Nachhinein als lächerlich und paranoid erschienen, etliches als halbherzig und viel zu optimistisch. Wir haben halt keine Glaskugel für den Blick in die Zukunft.

Finanzielle Spielräume sind meines Erachtens der wichtigste Punkt. Man kann dann das tun, was der Situation angemessen ist (einkaufen, ausreisen usw.).

Noch was zu Buffet, Prognosen und California Drought

CalBaer @, Dienstag, 22.03.2016, 17:09 vor 3613 Tagen @ SevenSamurai 2269 Views

Buffet waere 2008 fast pleite gegangen. Er hatte aber grosses Glueck gehabt, naja, er hat seinem Glueck auch nachgeholfen, das war schon sehr grenzwertig: http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=345963

Crashs zu prognostizieren ist zudem sehr schwierig, weil sie unberechenbarer sind und zeitlich gesehen seltener auftreten. Einen Aufwaertsmarkt zu prognostizieren ist eigentlich keine Kunst, weil es zu 90% der Zeit sowieso immer aufwaerts geht und nicht crasht. Die Fehlerrate der Permabullen liegt daher nur bei 10%. Wenn man immer den Boom prognostiziert, kann man kaum falsch liegen und steht fast immer gut da.

Zur California Drought: Die Landwirtschaft macht nur 2% der Wirtschaftsleistung Kaliforniens aus. Wirtschaftlich ist das vernachlaessigbar, ich glaube niemand hat deswegen den wirtschaftlichen Niedergang prognostiziert. Es gab Einschraenkungen zum Wasserverbrauch fuer Privathaushalte. Die Wirtschaft war davon allerdings weitestgehend ausgenommen (es wird sowieso alles kuenstlich bewaessert, allerdings fuehrt das auch zur starken Absenkung des Grundwasserspiegels, Langzeitfolgen?). Die staerksten Verluste mussten wohl die Bootsverleiher hinnehmen.

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Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
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