Dramatischen Erinnerungen an ein vorheriges Leben

Falkenauge @, Montag, 21.03.2016, 09:21 vor 3616 Tagen 12478 Views

Zur Osterzeit mal etwas Nachdenkliches, was zu tieferen Fragen des Lebens führt.
Die Frage, ob der Mensch nur einmal lebt oder sich immer wieder auf Erden verkörpert, durchzieht das Sinnen und Denken der ganzen Menschheitsgeschichte. Je weiter man in der Geschichte zurückgeht, desto verbreiteter und selbstverständlicher findet man die Überzeugung der Reinkarnation.

Der entscheidende Punkt, von dem alles abhängt, ist, ob der Mensch ein primär geistiges Wesen ist, das auch unabhängig von einem physischen Körper existiert und sozusagen von Körper zu Körper wandert. Das zu denken, fällt heute vielen in der Übermacht materialistischer Vorstellungen schwer.

Doch weiter als alle ideellen Überlegungen führen praktische Erfahrungen, wie die des bei Ulm lebenden Udo Wieczorek, der von Kindheit an heftige Albträume hatte, in denen er sich als österreichischer Soldat im 1. Weltkrieg erlebte. Nachforschungen ergaben, dass die Erlebnisse auf einen jungen Tiroler zutrafen, in dessen Lebensumkreis sich Udo Wieczorek auf merkwürdige Weise auskannte.

Doch wer will, lese hier selber Genaueres nach:
https://fassadenkratzer.wordpress.com/2016/03/21/die-dramatischen-erinnerungen-udo-wiec...

Faszinierende Geschichte: Welche Disziplin der Wissenschaft ist eigentlich für so was zuständig? (oT)

Revoluzzer @, Montag, 21.03.2016, 11:16 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 7533 Views

- kein Text -

Meine Meinung....

Soham @, Montag, 21.03.2016, 11:20 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 10320 Views

Hallo Falkenauge,

ich erlaube mir in Bezug auf deinen Thread meine persönliche Meinung zu diesem Thema kundzutun. Mir ist klar, daß ich mit meiner Meinung zu diesem Thema nicht viel Zustimmung finden werde und ich werde auch, falls es Antworten auf meinen Beitrag geben sollte, diese nicht beantworten.

Gewöhnlicherweise geht man bei Reincarnation davon aus, daß eine "persönliche Seele" - also ich: Falkenauge, wieder auflebt. Dieser Gedanke setzt voraus, daß es ein persönliches, individuelles ICH gibt. Aus meiner Sicht existiert kein ICH - es gibt nur ein, einziges XXXX das existiert und das sich in Allem zeigt. Dieses eine XXXXX zeigt sich als "Falkenauge", "Soham" und es zeigt sich als Reh, Baum und Stein. Es zeigt sich auch als Erde, Sonne und Mond. Das XXXXX, welches wir alle sind ist ungeboren und unvergänglich und alles Erleben entsteht in der Interbeziehung von XXXX mit sich selbst - wobei das was der Mensch erlebt nur der Traum des XXXX ist. XXXX träumt sich eben u.a. auch als "Falkenauge". Alle Erfahrungen von "Falkenauge", "Soham" dem Reh, dem Baum usw. bleiben im kollektiven Bewußtsein des XXXX bestehen und gehen nicht verloren. Das XXXXX reincarniert ständig. Was immer geboren wird oder verstirbt ist immer nur das eine XXXXX - eine persönliche Reincarnation gibt es allerdings nicht, da es gar keine Individualseele gibt. In Ausnahmefällen kann es dazu kommen, daß sich die Grenzen zwischen den verschiedenen Träumen des XXXXX etwas auflösen und eine Erscheinungsform Zugriff auf Erfahrungen einer anderen Erscheinungsform von XXXXX hat. Solche Erfahrungen bezeichen die Menschen dann als Erinnerungen an frühere Leben bzw. Reincarnation.

Gruß Soham

Es gibt keinen Tod...

satsangi @, Montag, 21.03.2016, 11:24 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 9308 Views

Hallo

...nur eine andere Form von Leben, in einem anderen Bereich, an einem anderen Ort, in einem anderen Kleid.

Dieses jetzige Kleid trägt man 6o,80, oder 100 Jahre, sobald Deine Atemzüge gezählt, wird der Stecker gezogen wird, und die Wanderung der Seele, welcher den Körper belebt, geht weiter.

Ohne Unterlass dreht das Hamsterrad, seit Äonen von Jahren.
Man zählt 8,4 Mio. Lebensarten, vom Stein zur Pflanze, Ameisen, Vögel, Vierfüssler, Tiere, und als Krone der Schöpfung steht der Mensch,
Nur als Mensch hast Du die Möglichkeit zu Gott, dem Namenlosen und Formlosen, zurück zu kehren.

Gott ist in Dir, zwischen und hinter den Augenbrauen, Du bist ein Teil von Gott.
Du bist ein göttliches Wesen und machst alles selbst, Du hast alles selbst in der Hand.

So wie Du denkst, so wirst Du.
Der Weg zu Gott führt nur über ein ethisches Leben, achte auf die schwächeren, unterhalb des Menschen. Achte auf die 10 Gebote. Du sollst nicht etc., alles liegt bei jedem Einzelnen.

Geh in die Meditation, geh nach innen, nimm Kontakt auf, es gibt keinen anderen Weg.

Wir leben auf der materiellen Ebene, es gibt noch viele andere Bereiche, oben und unten.

Wer weiss, wann die nächste Gelegenheit für eine menschliche Geburt wieder kommt.

Gruss satsangi

P.S. Zu Ostern hat man eine seltene Gelegenheit.

Ein wahrer Sat-Guru kommt am 24.3. nach Berlin, am 25.3. nach Potsdam, am 26. und 27.3. nach München, am 28.3. nach Nürnberg.

Tägliches Zitat, 21. Februar 2016
Der Tod birgt keine Angst mehr für uns in sich, denn wir wissen, dass wir niemals sterben, sondern nur in einen anderen Bereich gehen. Und diese Ebenen sind schöner, friedvoller und beglückender als jeglicher Ort auf Erden.
SANT RAJINDER SINGH

So ist es. Nicht mehr, nicht weniger. (oT)

Prophet @, Montag, 21.03.2016, 11:25 vor 3615 Tagen @ Soham 7231 Views

- kein Text -

Es ist keine Disziplin

satsangi @, Montag, 21.03.2016, 11:34 vor 3615 Tagen @ Revoluzzer 8029 Views

Es ist die "Wissenschaft der Spiritualität", eine Wissenschaft, welche immer gleich ist.

Nur die Wenigsten wollen sie hören, warum?

Weil wir in der Welt verstrickt sind.

Jedes Lebewesen ist beseelt (Du sollst nicht töten), nimm keinem anderen Wesen sein Leben.

Das zieht Dich runter auf die Animalische Ebene.

Zu jeder Zeit kommen Heilige auf diese Welt und zeigen denjenigen den Weg, um aus diesem Hamsterrad aus zu steigen.

Jeder muss das selbst für sich machen.

Gruss satsangi

Das Gefühl habe ich auch

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 21.03.2016, 11:52 vor 3615 Tagen @ satsangi 8430 Views

Hallo

...nur eine andere Form von Leben, in einem anderen Bereich, an einem
anderen Ort, in einem anderen Kleid.

...dass wir lngst schon von den Untoten in einem anderen Bereich an einem anderen Ort in einem anderen Kleid beherrscht werden


Dieses jetzige Kleid trägt man 6o,80, oder 100 Jahre, sobald Deine
Atemzüge gezählt, wird der Stecker gezogen wird, und die Wanderung der
Seele, welcher den Körper belebt, geht weiter.

Ja, sie kommen immer wieder, die Untoten. Kaum wird bei einem der Stecker gezogen, schon ist ein aqnderer da. um seine Rolle einzunehmen.

Ohne Unterlass dreht das Hamsterrad, seit Äonen von Jahren.
Man zählt 8,4 Mio. Lebensarten, vom Stein zur Pflanze, Ameisen, Vögel,
Vierfüssler, Tiere, und als Krone der Schöpfung steht der Mensch,
Nur als Mensch hast Du die Möglichkeit zu Gott, dem Namenlosen und
Formlosen, zurück zu kehren.

sagt das Fellachentum.

Gott ist in Dir, zwischen und hinter den Augenbrauen, Du bist ein Teil von
Gott.
Du bist ein göttliches Wesen und machst alles selbst, Du hast alles
selbst in der Hand.

Eine gute Zusammenfassung...

So wie Du denkst, so wirst Du.
Der Weg zu Gott führt nur über ein ethisches Leben, achte auf die
schwächeren, unterhalb des Menschen. Achte auf die 10 Gebote. Du sollst
nicht etc., alles liegt bei jedem Einzelnen.

Geh in die Meditation, geh nach innen, nimm Kontakt auf, es gibt keinen
anderen Weg.

Genau das versteht man unter Fellachentum.

Wir leben auf der materiellen Ebene, es gibt noch viele andere Bereiche,
oben und unten.

Wennn auch alles andere unwichtig ist bei den Fellachen, so bleibt bei ihnen doch Oben und Unten wichtig.

Wer weiss, wann die nächste Gelegenheit für eine menschliche Geburt
wieder kommt.

Gruss satsangi

P.S. Zu Ostern hat man eine seltene Gelegenheit.

Ein wahrer Sat-Guru kommt am 24.3. nach Berlin, am 25.3. nach Potsdam, am
26. und 27.3. nach München, am 28.3. nach Nürnberg.

Tägliches Zitat, 21. Februar 2016
Der Tod birgt keine Angst mehr für uns in sich, denn wir wissen, dass wir
niemals sterben, sondern nur in einen anderen Bereich gehen. Und diese
Ebenen sind schöner, friedvoller und beglückender als jeglicher Ort auf
Erden.
SANT RAJINDER SINGH

Ohne einen oberen Fellachen geht es wohl nicht.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Sehr gut erklärt ... aber nur wenige sehen das auch so (oT)

NST ⌂ @, Südthailand, Montag, 21.03.2016, 12:22 vor 3615 Tagen @ Soham 7078 Views

- kein Text -

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
Seit 2020 Facebook Mitarbeiter+Forentroll

Gedankengespinnst

Falkenauge @, Montag, 21.03.2016, 13:04 vor 3615 Tagen @ Soham 8096 Views

Hallo Falkenauge,

Gewöhnlicherweise geht man bei Reincarnation davon aus, daß eine
"persönliche Seele" - also ich: Falkenauge, wieder auflebt. Dieser Gedanke
setzt voraus, daß es ein persönliches, individuelles ICH gibt. Aus meiner
Sicht existiert kein ICH

Wer denkt dies?

- es gibt nur ein, einziges XXXX das existiert

und das sich in Allem zeigt. Dieses eine XXXXX zeigt sich als "Falkenauge",
"Soham" und es zeigt sich als Reh, Baum und Stein. Es zeigt sich auch als
Erde, Sonne und Mond. Das XXXXX, welches wir alle sind ist ungeboren und
unvergänglich und alles Erleben entsteht in der Interbeziehung von XXXX
mit sich selbst - wobei das was der Mensch erlebt nur der Traum des XXXX
ist. XXXX träumt sich eben u.a. auch als "Falkenauge". Alle Erfahrungen
von "Falkenauge", "Soham" dem Reh, dem Baum usw. bleiben im kollektiven
Bewußtsein des XXXX bestehen und gehen nicht verloren.

Wer und wo ist XXXXX und sein "kollektives Bewusstsein"? Es ist eine reines Gedankenkonstrukt ohne Realitätsbezug.

Das XXXXX reincarniert ständig. Was immer geboren wird oder verstirbt ist immer nur > das eine XXXXX - eine persönliche Reincarnation gibt es allerdings nicht, > da es gar keine Individualseele gibt. In Ausnahmefällen kann es dazu
kommen, daß sich die Grenzen zwischen den verschiedenen Träumen des XXXXX
etwas auflösen und eine Erscheinungsform Zugriff auf Erfahrungen einer
anderen Erscheinungsform von XXXXX hat. Solche Erfahrungen bezeichen die
Menschen dann als Erinnerungen an frühere Leben bzw. Reincarnation.

Es sind phantasievolle Behauptungen. Mit seinen Vorstellungen kann man sich ja alles mögliche ausdenken, Hauptsache man wird darin nicht von der Realität gestört.

Gruß
Falkenauge

Mit Philosophen (Np: und spirituellen Welterklärern) sollte man reden, wenn sie Zahnschmerzen haben (M. Twain)

Nonpopulo @, Montag, 21.03.2016, 13:25 vor 3615 Tagen @ Soham 7674 Views

Hallo soham,

> ich erlaube mir in Bezug auf deinen Thread meine persönliche Meinung zu
[quote]diesem Thema kundzutun. Mir ist klar, daß ich mit meiner Meinung zu diesem
Thema nicht viel Zustimmung finden werde
[/quote]

Warum? Dein spirituelles Welterklärertum trifft doch den Zeitgeist exakt. Geh nur mal an einen Kiosk und schau dir die Vielfalt an Esoterik-Wochenmagazinen an, die genau deine Linie - Ego als Illusion - vertreten.

Aus meiner
[quote]Sicht existiert kein ICH - es gibt nur ein, einziges XXXX das existiert
und das sich in Allem zeigt. Dieses eine XXXXX zeigt sich als "Falkenauge",
"Soham" und es zeigt sich als Reh, Baum und Stein. Es zeigt sich auch als
Erde, Sonne und Mond. Das XXXXX, welches wir alle sind ist ungeboren und
unvergänglich und alles Erleben entsteht in der Interbeziehung von XXXX
mit sich selbst - wobei das was der Mensch erlebt nur der Traum des XXXX
ist. XXXX träumt sich eben u.a. auch als "Falkenauge". Alle Erfahrungen
von "Falkenauge", "Soham" dem Reh, dem Baum usw. bleiben im kollektiven
Bewußtsein des XXXX bestehen und gehen nicht verloren.
[/quote]

Hochgradige esoterische Träumerei ohne Sinn und Verstand. Woher nimmst du dieses "Wissen"? Wie kann man nur... aber ich muss mich bremsen, ich lief ja auch über 10 Jahre auf dieser Schiene. War definitiv die glücklichste Zeit in meinem Leben, schliesslich wähnte ich mich auf dem Weg zur Erleuchtung. Die Wahrheit blieb natürlich auf der Strecke, aber was kümmert dies ein bald erleuchtetes Nicht-Ego schon! [[freude]]

Das XXXXX
[quote]reincarniert ständig. Was immer geboren wird oder verstirbt ist immer nur
das eine XXXXX - eine persönliche Reincarnation gibt es allerdings nicht,
da es gar keine Individualseele gibt. In Ausnahmefällen kann es dazu
kommen, daß sich die Grenzen zwischen den verschiedenen Träumen des XXXXX
etwas auflösen und eine Erscheinungsform Zugriff auf Erfahrungen einer
anderen Erscheinungsform von XXXXX hat. Solche Erfahrungen bezeichen die
Menschen dann als Erinnerungen an frühere Leben bzw. Reincarnation.
[/quote]

Oh ja, holy Oneness, wir sind alle Eins, das Leben ist nur ein Traum und Menschen sind aus Sternenstaub. [[herz]]

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Will die Antwort nicht vorwegnehmen, aber..

Cliff @, Bad Homburg, Montag, 21.03.2016, 13:32 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 7949 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.03.2016, 13:53

dass das von Soham Beschriebene die eigentliche "Realität" ist, darauf gibt es seit tausenden von Jahren und in allen (Edit: Welt-)Religionen mehr als genug und immer wieder die gleichen Hinweise.

Etwas ganz praktisches ist z.B. das Erlebte unter Einfluss einer Droge, die in der Natur vorkommt, aber auch in der Hirnanhangdrüse des Menschen produziert wird, um sie im Todesfall auszuschütten. Die gemachten Erfahrungen sind von den Betroffenen in deren Kern nicht berichtbar trotz Erinnerung daran.

Das liegt daran, dass die Abwesenheit von Dualismus nicht beschreibbar ist, (es gibt ja nicht Erlebenden und Erlebtes / Subjekt und Objekt) dennoch aber den Kern aller Existenz bildet.

Alles worüber im Dualismus diskutiert oder in der Wissenschaft geforscht wird ist letztlich nur eine Illusion in einem Traum (daraus ergibt sich keine Wertung oder die Unnützigkeit, aber das ist wieder ein anderes Thema).

Dieses XXXX wonach Du fragst ist die "Quelle" und kann nicht von Dir erkannt werden, weil Du auch die Quelle bist außerhalb des Traumes. Du bist XXXX und alles was ist, ist XXXX - damit kannst Du "Es" und "Dich" (was ein und dasselbe ist) nicht erkennen oder darüber nachdenken oder es Dir vorstellen.

Du kannst nur über Objekte philosophieren. Objekte sind Inhalte der Realität die sich ständig verändern muss. Inhalte sind nicht die Quelle, sind nicht der Kern, sondern eben Inhalte. Durch deren Veränderung kommt es dem Verstand so vor, als ob Zeit vergeht.

Das Bewusstsein, in dem die Inhalte stattfinden, verändert sich nicht, weder vergeht es noch entsteht es. Der Raum (Bewusstsein) in dem Dein Verstand denkt ist der gleiche mit 20 oder 80 Jahren.

Du bist nicht der Verstand, weil wenn Du es wärst, könntest Du Dich nicht selbst beobachten. Du kannst aber den Verstand beobachten, weshalb er nicht Du sein kann.

"Realität" ist nichts weiter als die individuelle Wahrnehmung durch die Sinne und deren Interpretation (Überzeugungen) durch den Verstand. Dadurch entsteht die Realität, d.h. der Traum.

Cliff

PS: Nur meine Weltsicht, was aber nicht heißt, dass ich die Illusion ablehne oder minder schätzen würde. Nicht im Geringsten. Sie ist der Spielplatz zum Ausleben des Geschenks des Lebens (s.a. Bill Hicks Signatur mit einem Zitat desselben).

in allen?

Watson @, Montag, 21.03.2016, 13:42 vor 3615 Tagen @ Cliff 7658 Views

dass das von Soham Beschriebene die eigentliche "Realität" ist, darauf
gibt es seit tausenden von Jahren und in allen Religionen mehr als genug
und immer wieder die gleichen Hinweise.

Na, bei 6600 Religionen weltweit bestimmt nicht in allen. Und das es die Natur einer Religion ist, sich sowas auszudenken, um die Angst vor dem Sterben zu mindern, liegt auf der Hand. Da könnte man auch gleich sagen, dass es seit tausenden von Jahren und in allen Zivilisationen Hinweise gibt, dass ein Rad rund sein muss, damit der Wagen das Korn transportieren kann.

Etwas ganz praktisches ist z.B. das Erlebte unter Einfluss einer Droge,
die in der Natur vorkommt, aber auch in der Hirnanhangdrüse des Menschen
produziert wird, um sie im Todesfall auszuschütten. Die gemachten
Erfahrungen sind von den Betroffenen in deren Kern nicht berichtbar trotz
Erinnerung daran.

Nennen wir die Sache beim Namen: DMT. Die einzige weltweite Studie die es zu DMT gibt, berichtet aber nun mal so gar nicht vom Problem der "Nichtberichtbarkeit". Ganz im Gegenteil, die unter DMT gemachten Erfahrungen sind so realistisch, dass die Probanden sie kaum vom wahren Leben unterscheiden können.

Volltreffer

Cliff @, Bad Homburg, Montag, 21.03.2016, 13:45 vor 3615 Tagen @ Watson 7502 Views

Ganz im Gegenteil, die unter DMT gemachten
Erfahrungen sind so realistisch, dass die Probanden sie kaum vom wahren
Leben unterscheiden können.

Wahrnehmung und Spiritualität...

J. v. Liebig @, Montag, 21.03.2016, 15:35 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 7165 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.03.2016, 15:44

Seit tausenden von Jahren wird unsere Wahrnehmung beeinflusst, um unser Bewusstsein von dem Wesentlichen zu trennen. In der Drei- und Vierdimensionalität dreht sich alles um die Häufung von Materie.
Hat ein "Porsche" schon einmal jemanden nachhaltig glücklich gemacht?
Jedes Naturvolk versteht mehr von und hat mehr Zugang zu Spiritualisät als wir Idioten. Wir sind zu dumm um die Ketten der Versklavung zu erkennen= Status Nutzvieh.
Wenn man das Brett vor dem Kopf (Dogmen) nur etwas entfernt, dann steigt der Erkenntnisgewinn exponentiell.

Gruß v.L.

Geht wirklich nicht, weil...

satsangi @, Montag, 21.03.2016, 17:04 vor 3615 Tagen @ Mephistopheles 7124 Views

Hallo Mephistopheles

Ohne einen oberen Fellachen geht es wohl nicht.

Nein, geht wirklich nicht, denn nur einer der ganz oben war und voller BEWUSSTSEIN ist,
kann eine Verbindung herstellen, aber auch nur dann, wenn man wirklich will.

Gruss satsangi

Stephen Hawking hat dazu eine Meinung

eddie09 @, Montag, 21.03.2016, 17:27 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 7785 Views

Stephen Hawking lieferte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, Allgemeinen Relativitätstheorie und der Physik der Schwarzen Löcher.

Er vertritt die Meinung, dass es keinen Gott gibt und das der Mensch kein Leben nach dem Tode hat. Er hat nur dieses eine Leben. Seine ‚Begründung:

Vor dem Urknall gab es keine Zeit, also auch kein Gott, der dann in einer Zeit das Universum hätte erschaffen können.
Ich betrachte das Gehirn als einen Computer, der aufhört zu funktionieren, wenn seine Bestandteile versagen. Es gibt keinen Himmel und kein Leben nach dem Tod für kaputte Computer. Dies ist ein Märchen für Leute, die Angst vor der Dunkelheit haben.“

Er ist eben ein Vollblutphysiker, der nur Fakten zur Beurteilung heranzieht. Die vielen Berichte über Nahtoderfahrungen, sind nur das was sie sind „Nahtoderfahrungen, dieals Beleg für ein Weiterleben nicht gültig sein können. Es wird also immer eine Glaubensfrage bleiben.

Aber außerhalb unserer Sinne spielen sich Dinge ab, die wir nicht erklären können. Mein Vater wurde vor Jahren in einer Urne beigesetzt. In der Nacht vor der Bestattung fiel ein Bild von der Wand das schon seit Jahren dort hing mit Getöse auf den Boden. Ich wachte auf und sah auf die Uhr. Es war 3 Uhr. Die Einäscherung meines Vaters erfolgte um 3 Uhr.

Bei aller Skepsis die wir vertreten, sollte uns klar sein, das unsere Sinne nur ein ganz kleines Spektrum vor hörbaren und visuellen Reizen wahrnehmen können. Genau danach fällt auch unser Urteil über solche Themen aus, es ist und bleibt beschränkt. Das ist gut so.

Bleibt die Frage: Gab es einen Urknall?

nemo, Montag, 21.03.2016, 17:55 vor 3615 Tagen @ eddie09 7249 Views

bearbeitet von nemo, Montag, 21.03.2016, 18:49

Vor dem Urknall gab es keine Zeit, also auch kein Gott, der dann in einer
Zeit das Universum hätte erschaffen können.


Das erste Dogma in der modernen Physik lautet: Du sollst den Urknall nicht anzweifeln.

(Denn das wäre Ketzerei und würde alle unsere schönen – materialistischen – Konzepte
durcheinander bringen.) [[zwinker]]

Gruß
nemo

Mal eine Frage...

Zorro @, Montag, 21.03.2016, 18:47 vor 3615 Tagen @ satsangi 7043 Views

Hallo

..., sobald Deine Atemzüge gezählt, wird der Stecker gezogen wird, und die Wanderung der
Seele, welcher den Körper belebt, geht weiter.

Hallo satsangi,

es versuchen 3 mit Messern und Knüppeln bewaffnete Eindringlinge dein Haus zu stürmen, der erste Brandsatz ist schon gegen deine Fassade geflogen...!

...Du hast "per Zufall" eine SIG 226 X6 in der Hand mit 19 Schuss im Magazin, wie verhälst du dich?

Gruß Zorro

--
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Ja, und zwar nicht nur einen ...

Weiner @, Montag, 21.03.2016, 19:26 vor 3615 Tagen @ nemo 8205 Views

Hallo Nemo,

es gab und wird geben eine unendliche Zahl von Urknallen, so zahlreich, dass wir es nicht ermessen können.

Das hat folgenden Grund: Die Welt ist (sieht man überall ...) polar strukturiert. Dem entspricht auf der physikalischen Ebene Abstoßung und Anziehung sowie Expansion und Implosion. Meist verlaufen die dabei beobachtbaren Kraftentwicklungen entlang der Metrik einer e-Funktion. Frage bleibt: wie kriegt der liebe Gott das dann auf die Reihe, dass das Universum sich nicht unendlich ausdehnt bis ins Nichtssein, und wie schafft er es andererseits, dass das Universum nicht in ein ebenso unendliches schwarzes Loch stürzt. Da Gott Mathematiker von Beruf ist, nimmt er die berühmte Eulersche Formel (das Mysterium der Mathematik) zu Hilfe: wenn die Expansion bzw. Implosion gleichzeitig mit einer Drehbewegung verbunden wird, dann bleibt die Einheit gewahrt. Das ist der letztliche Grund auch dafür, dass alles in dieser Welt rotiert (und es nur im Kopf von Idealisten gerade Linien gibt). Und es ist der Grund dafür, dass die kleinsten massebehafteten Teilchen Elektronen und Positronen sind, von denen das eine sich linksherum, das andere dagegen rechtsherum dreht. Denn, das ist ganz wichtig, es muss am Ende alles immer wieder ausgeglichen sein - actio gleich reactio, sagt Herr Newton.

Auf den universalen Gesamtprozess übertragen heißt das: wenn das implosive Maximum erreicht ist, folgt wieder eine Zersprengung (also der von Dir erfragte Urknall), und wenn die Ausdehnung ihr Maximum erreicht hat, beginnt wieder die Zusammenziehung - wohlgemerkt immer rotatorisch (in der Eulerschen Formel entspricht dem das imaginäre "i", das nach Gauss die Drehung ausdrückt). Suchten wir hierzu ein Bild, dann hätten wir eine "atmende" Kugel, die sich mal ausdehnt, mal wieder schrumpft, sich gleichzeitig aber dreht (genauer gesagt die materiellen Teilchen in ihr unterliegen der Drehbewegung).

Wenn man dieses Modell akzeptiert, dann lässt es sich formal durchrechnen. Die Lichtgeschwindigkeit ergibt sich dann als ein rein mathematischer Proportionalitätsfaktor (es ist die Ausdehnungsgeschwindigkeit bzw. auch die Rotationsgeschwindigkeit des Universums, genauer gesagt der Kraftfelder in ihm). Im weiteren Verlauf der Deduktion, die rein formal nach den Regeln der höheren Mathematik abläuft, lässt sich die Zahl der Elektronen und Positronen im Universum errechnen, der maximale Radius der Welt sowie die Gesamtdauer des Weltzyklus von Urknall zu Urknall. Und von dieser Basis aus lassen sich sämtliche übrigen Fundamentalgesetze der Physik, Chemie, Biologie, ja sogar der (zyklisch verlaufenden Komponenten der) menschlichen Geschichte ableiten bzw. entwickeln. Wer sich dafür interessiert (und Integral- bzw. Differentialrechnung beherrscht), dem empfehle ich: Heinrich Rettig, Die Welt als Entfaltung des bipolaren Absoluten, Karlsruhe 1962, allerdings nur noch antiquarisch zu bekommen, wenn überhaupt ...

In Anlehnung ihn, an Euler und an Gauss, und mit allergrößten Respekt für die drei, habe ich hier die Weltformel, nach der "alle" Physiker (angeblich) so sehnsüchtig suchen, schnell mal ins Gelbe Forum geworfen.

Eine Frage wird natürlich immer offen bleiben. In der Formulierung von Leibniz (war wie die anderen ein Deutscher ...), die ich wähle, um auch ihm die Ehre zu erweisen:

Warum ist etwas, und etwa nicht nichts? *)

Ein schöneund nachdenkliche Abendstund' wünscht
Weiner.

*) Ist sie nicht wunderbar, die deutsche Sprache? Aber eigentlich hat Leibniz im Original auf Französisch formuliert (und ich frei übersetzt ...): "pourquoy il y a plustost quelque chose que rien"

(Principes de la Nature et de la Grace, §7, GP 6,602, die Varianten der Formulierung bei nachfolgenden Philosophen finden sich aufgezählt in Studia Leibnitiana, Sonderheft 20, Erhard Holze, Gott als Grund der Welt im Denken des Gottfried Wilhelm Leibniz, Stuttgart, Steiner, 1991, Seite 67 unten, Anmerkung 255)

Die Überlegungen müssen hier nicht enden...

Fairlane @, Montag, 21.03.2016, 19:44 vor 3615 Tagen @ nemo 6681 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.03.2016, 19:54

Vor dem Urknall gab es keine Zeit, also auch kein Gott, der dann in

einer

Zeit das Universum hätte erschaffen können.

Das erste Dogma in der modernen Physik lautet: Du sollst den Urknall nicht
anzweifeln.

(Denn das wäre Ketzerei und würde alle unsere schönen –
materialistischen – Konzepte
durcheinander bringen.) [[zwinker]]

Gruß
nemo

Den womöglich größten Physiker unserer Zeit anzuzweifeln mag ketzerisch sein, aber auch er ist nur ein Mensch und kann sich unter Umständen irren.

Das Mysterium des menschlichen Geistes fasziniert und zweifellos hat der Mensch mit seinem 2 Pfund Universum auf den Schultern erstaunliches geleistet, sowohl Schöpferisches, als auch unvorstellbar Grausames. Die Selbsterkenntnis ist meiner Meinung nach der wunde Punkt unseres Seins, sie bedingt die Gewissheit sterben zu müssen - das mag jedem Menschen bewusst sein, doch stellt das unausweichliche "Ende" einen Verlust dar und sei es nur für einen selbst. Verlust verursacht Schmerz und Leid...also wird eine Projektion erschaffen; jene, dass wir irgendwie und irgendwo mit unserer Seele wiederholt existieren werden. Das ist unsere spirituelle Versicherung gegen den Tod. Viele Menschen sind rational und naturwissenschaftlich bewandert und haben oft und viel über das Wunder des Lebens reflektiert; dabei hat noch niemand die Gründe für das Phänomen Leben erschließen können, oder echtes Leben aus dem Nichts reproduzieren können. Niemand kann sagen was der Plan dahinter ist, von wem er stammen mag und ob es überhaupt einen gibt. Von daher bleibt das Leben, als auch der Tod für mein Verständnis von einem göttlichen Schleier verhüllt, wenngleich die Wissenschaft in vielen Bereichen etliche Geheimnisse lüften konnte.

Die Urknall-Theorie versucht zu erklären, dass sich durch dieses Geschehnis Raum und Zeit überhaupt erst entfaltet haben und die Modelle unserer Physiker scheinen dies zu bestätigen, aber ich frage welchen Sinn dieses Geschehnis überhaupt haben soll und worin es sich überhaupt abspielt...man kann spekulieren...vielleicht sind wir und das ganze Universum nichts weiter als ein gigantisches Unterhaltungsexperiment einer weit mächtigeren Spezies ähnlich einer Ameisen-Farm in den Händen eines spielenden Kindes [[freude]] .

Zu den dramatischen Erinnerungen aus einem möglichen früheren Leben:

Auch ich habe eine derartige Erinnerung, welche die früheste überhaupt für mich in meinem Leben darstellt - ich klammere mich an einen Felsen und dieser ist nass; es ist dunkel und regnet; ich habe Angst.

Als ich im Verlauf meiner Kindheit weit genug war meinen Eltern diese Erinnerung zu schilden konnten sie mir bestätigen, dass nichts in meiner Kindheit vorgefallen wäre, was diese Erinnerung begründen könnte. Es ist auch nur dieser sehr kurze Ausschnitt, es gibt kein Davor und in dieser Erinnerung auch kein Danach; es ist wie ein kurzes Blitzlicht in einem Dunkel der Wahrnehmung. Es war einfach da - in meinem Kopf - unergründlich. Bin ich in einem vorherigen Leben an einem Berg gestorben? War das der letzte Eindruck vor dem Tod?

Es ist nicht aufklärbar und so belasse ich es als das was es vielleicht ist - ein Artefakt.

Bemerkenswert ist lediglich ein Detail in meinem Leben: Ich habe Höhenangst!

Gruss, Fairlane

Leben kann - wie Energie - nur verändert, aber nicht vernichtet werden

Zarathustra, Montag, 21.03.2016, 20:11 vor 3615 Tagen @ Nonpopulo 6848 Views

bearbeitet von Zarathustra, Montag, 21.03.2016, 20:21

Hallo soham,

> ich erlaube mir in Bezug auf deinen Thread meine persönliche Meinung
zu

diesem Thema kundzutun. Mir ist klar, daß ich mit meiner Meinung zu

diesem

Thema nicht viel Zustimmung finden werde[/i]


Warum? Dein spirituelles Welterklärertum trifft doch den Zeitgeist exakt.
Geh nur mal an einen Kiosk und schau dir die Vielfalt an
Esoterik-Wochenmagazinen an, die genau deine Linie - Ego als Illusion -
vertreten.

Hallo Nonpopulo.

Individualismus à la "Du kannst, Du kannst, Du kannst, Du Du Du, bzw. ich ich ich" scheint mir noch wesentlich zeitgeistiger.

Aus meiner

Sicht existiert kein ICH - es gibt nur ein, einziges XXXX das

existiert

und das sich in Allem zeigt. Dieses eine XXXXX zeigt sich als

"Falkenauge",

"Soham" und es zeigt sich als Reh, Baum und Stein. Es zeigt sich auch

als

Erde, Sonne und Mond. Das XXXXX, welches wir alle sind ist ungeboren

und

unvergänglich und alles Erleben entsteht in der Interbeziehung von

XXXX

mit sich selbst - wobei das was der Mensch erlebt nur der Traum des

XXXX

ist. XXXX träumt sich eben u.a. auch als "Falkenauge". Alle

Erfahrungen

von "Falkenauge", "Soham" dem Reh, dem Baum usw. bleiben im

kollektiven

Bewußtsein des XXXX bestehen und gehen nicht verloren. [/i]


Hochgradige esoterische Träumerei ohne Sinn und Verstand. Woher nimmst du
dieses "Wissen"? Wie kann man nur... aber ich muss mich bremsen, ich lief
ja auch über 10 Jahre auf dieser Schiene. War definitiv die glücklichste
Zeit in meinem Leben, schliesslich wähnte ich mich auf dem Weg zur
Erleuchtung. Die Wahrheit blieb natürlich auf der Strecke, aber was
kümmert dies ein bald erleuchtetes Nicht-Ego schon! [[freude]]

Welche Wahrheit? Der Prophet - einer der bodenständigsten und unesoterischsten Schreiber in diesem Forum - kann diesem Text offenbar einiges abgewinnen. Ich auch. Es ist doch gerade auch aus der Perspektive der Physik plausibel, dass Materie/Energie/Wille nicht vernichtet werden kann. Es ändert sich immer nur die Zusammensetzung. Deine Zellen/Moleküle/Atome/Elektronen streben ewig weiter, bloss in anderer Zusammensetzung. "Die Würmer krallen Dir ins Hirn - und sie diniern".

Die Welt als Wille und Vorstellung

Das Ich, und damit der Wille in all dessen Fragmenten, das sich sowieso nie genau abgrenzen lässt, fragmentiert wieder und verschmelzt im Ganzen. Verschwinden tut da nichts.

Falkenauges Text erscheint mir wesentlich esoterischer und weltfremder als jener Sohams.

Grüsse, Zara

Danke

Romeo @, Somalia 2.0, Montag, 21.03.2016, 20:14 vor 3615 Tagen @ Weiner 6666 Views

Wer sich dafür interessiert (und Integral- bzw.
Differentialrechnung beherrscht), dem empfehle ich: Heinrich Rettig, Die
Welt als Entfaltung des bipolaren Absoluten, Karlsruhe 1962, allerdings nur
noch antiquarisch zu bekommen, wenn überhaupt ...

In Anlehnung ihn, an Euler und an Gauss, und mit allergrößten Respekt
für die drei, habe ich hier die Weltformel, nach der "alle" Physiker
(angeblich) so sehnsüchtig suchen, schnell mal ins Gelbe Forum geworfen.

Eine Frage wird natürlich immer offen bleiben. In der Formulierung von
Leibniz (war wie die anderen ein Deutscher ...), die ich wähle, um auch
ihm die Ehre zu erweisen:

Warum ist etwas, und etwa nicht nichts? *)

Ein schöneund nachdenkliche Abendstund' wünscht
Weiner.

Hallo Weiner,

vielen Dank für Deinen Weltformelwurf und die somit in der Tat sehr "nachdenkliche Abendstund'"!

Man muss hier immer sehr genau mitlesen, um die möglichen Perlen nicht zu übersehen.

Beste Grüße,
R.

--
Klagt nicht, kämpft!

Das Nichts und das Etwas

nemo, Montag, 21.03.2016, 20:54 vor 3615 Tagen @ Weiner 6663 Views

bearbeitet von nemo, Montag, 21.03.2016, 20:59

Warum ist etwas, und etwa nicht nichts? *)

Ein schöneund nachdenkliche Abendstund' wünscht
Weiner.


Hallo Weiner,

der Urknall existiert in der modernen Physik weil der Mensch in Zeiträumen denkt.
Alles muss einen Anfang und ein Ende haben, damit es in die Vorstellungswelt
des Menschen integriert werden kann. So wie auch scheinbar das Leben einen
Anfang und ein Ende hat. Dies ist die Sprache des Verstandes.

Es gibt jedoch auch andere Sprachen. In einer anderen Sprache hat das Leben
keinen Anfang und kein Ende, sondern ist eine Erfahrung von unterschiedlichen
Intensitäten. Oder auch unterschiedlicher Dichte von Materie. Wobei Materie
viel mehr ist, als sie scheint. Dabei entsteht das Konzept der Schwingungen.
Körper mit niedriger Dichte lösen sich scheinbar auf. Körper mit hoher Dichte
werden scheinbar fest. Im Grunde sind es nur schnellere und langsamere
Schwingungen von Stoffen. So erscheint uns Materie als fest. Aber nur solange
bis wir genau hinsehen. Dann erscheint Materie als Mikrokosmos aus
Schwingungen, ähnlich dem Sonnensystem als Makrokosmos von Schwingungen.

Die Frage ist nun, ob diese Schwingungen durch einen Urknall entstanden sind
oder ob das Universum einfach Schwingung ist? Darin gibt es nichts, was nicht
Schwingung ist.

Das Universum kann nur dann entstanden sein, wenn es ein Vorher gab.
Dafür braucht es ein Nichts.

Ohne dieses Nichts, ist das Universum auch nicht entstanden – sondern es
war schon immer. Es war nie nicht anwesend. Schwingung wäre damit
die allumfassende, unendliche Wirklichkeit – ohne ein Außen und ohne
einen Anfang.

Was diese Schwingung genau ist, kann man mit Mikroskopen nicht genau
herausfinden. Auch nicht mit Teilchenbeschleunigern. Aber man kann die
unterschiedlichen Intensitäten der Schwingungen im eigenen Bewusstsein
erfahren. Das Bewusstsein funktioniert damit als Resonanzkörper, der
Schwingungen auffängt.

Gruß
nemo

"SIE haben ’ne MP dabei! Na, was machen sie? …."

Uwe @, Montag, 21.03.2016, 21:04 vor 3615 Tagen @ Zorro 6571 Views

@Zorro:
Hallo satsangi,

es versuchen 3 mit Messern und Knüppeln bewaffnete Eindringlinge dein
Haus zu stürmen, der erste Brandsatz ist schon gegen deine Fassade
geflogen...!

...Du hast "per Zufall" eine SIG 226 X6 in der Hand mit 19 Schuss im
Magazin, wie verhälst du dich?

Hallo, @Zorro,

ohne Deine Frage bewerten zu wollen, Franz Josef Degenhardt hat diese so ähnlich 1972 im Zusammenhang mit der "Befragung eines Kriegdienstverweigers" (Mutter Mathilde) formuliert:

Auszug aus Liedtext:

"…
Ich werd' jetzt ihr Gewissen prüfen.
Nehmen wir mal an, sie geh’n spazieren
mit ihrer Freundin nachts im Park,
plötzlich kommt ’ne Horde Russen,
stockbesoffen und bewaffnet …
Halt!
Sagen wir ’n Trupp Amerikaner,
schwer betrunken und bewaffnet nachts im Park,
machen sich an ihre Freundin ran.
SIE haben ’ne MP dabei!
Na, was machen sie? …."

Gruß,
Uwe

https://www.youtube.com/watch?v=5pYzWgEzJWQ

Urknall des Mentalfaschismus

Ashitaka @, Montag, 21.03.2016, 21:25 vor 3615 Tagen @ nemo 6544 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.03.2016, 21:31

nvf33: "Wie kann man scharfe Bilder entfernter Galaxien bekommen, wenn doch alle Masse das Licht ablenkt? Und es ist viel Masse, an der das Licht vorbei muss in konventioneller Vorstellung, z.B. vom Andromeda-Nebel..."

Öhm, naja ... das ist halt so! Jetzt kommst du mit der Hinterfragung des Urknalls. Bitte mehr Respekt vor der herrschenden Kirche! [[freude]]

Herzlichst,

Ashitaka

--
Der Ursprung aller Macht ist das Wort. Das gesprochene Wort als
Quell jeglicher Ordnung. Wer das Wort neu ordnet, der versteht wie
die Welt im Innersten funktioniert.

Schönen Zugang gewählt Nemo

Cliff @, Bad Homburg, Montag, 21.03.2016, 21:37 vor 3615 Tagen @ nemo 6293 Views

Hinter dem Thema Resonanzkörper und Schwingung verbirgt sich das Enstehen der Realität aus dem Zusammenspiel von interner Sinneswahrnehmung und Interpretation und externen Einflüssen (Die Welt als Spiegelbild).

"Das Phänomen der Resonanz ist aus der Physik bekannt: wird ein Objekt einer Schwingung ausgesetzt, die seiner Eigenschwingung entspricht, so wird dieser Körper in Resonanz versetzt und das Objekt schwingt mit dieser Schwingung mit. In der Physik spricht man bei diesem Vorgang vom Verstärken der Amplitude und man nennt es "erzwungene Schwingung", wobei dieser Begriff etwas unglücklich geraten ist, denn es kann nichts mitschwingen, was nicht in Resonanz zum Erzeugerquelle der Schwingung steht. Gut nachvollziehbar ist das Phänomen der Resonanz am Beispiel der Stimmgabeln. Hält man zwei Stimmgabeln gleichen Tones nebeneinander und schlägt lediglich die eine an, um einen Ton zu erzeugen, so wird auch die andere Stimmgabel in Schwingung versetzt und erzeugt einen Ton, ohne berührt worden zu sein" (Quelle: Christian Mahrzahn, http://www.seelenfluegel.net/resonanz.html)


Einer der größten Schwierigkeiten für den Verstand ist es anzunehmen, dass dieses "Nichts" auch Existenz bzw. existent ist. Das Nichts ist die Schwingung oder auch das Bewusstsein welches mangels einer durch die Sinne greifbaren Form fälschlicherweise als Nicht-Existenz eingeordnet wird.

Ein anderes Wort wäre Raum. Das Universum, der Urknall usw. ist doch nur Inhalt dessen Veränderung als Zeit wahrgenommen wird. Der Inhalt braucht Raum/Nichts/Bewusstsein/Schwingung/Gott/XXXX als Voraussetzung Realität werden zu können. Mich wundert, wie man den Urknall als etwas grundlegendes betrachten kann, wo man ihn doch als Objekt betrachten könnte. Warum kommt nie die (entscheidende und zum Kern führende) Frage nach dem Subjekt?

Meiner Meinung nach ist der größte Irrglaube der Wissenschaft der Glaube durch immer weiter fortgeschrittene Fragmentierung von Inhalten und der Sinneswahrnehmung irgendetwas über die Zusammenhänge des Inhalts insgesamt herausfinden zu können. Der Ansatz ist verständlich weil der Verstand ja so funktioniert, geht aber meiner Meinung nach genau in die falsche Richtung und ist untauglich etwas über den Kern herauszufinden. Stattdessen müsste die Integration und Abstraktion immer weiter getrieben werden (wie vor tausenden von Jahren durch Formen der Meditation angegangen).

Nicht nur die Medizin, auch alle anderen Disziplinen der Wissenschaft werden nach und nach holistisch werden und den mathematischen Verstand in der Interpretation mehr und mehr durch andere den Menschen gegebene Werkzeuge begleiten.

Cliff

"Vor dem Urknall gab es keine Zeit, also auch keinen Gott"

sensortimecom ⌂ @, Montag, 21.03.2016, 22:23 vor 3615 Tagen @ eddie09 6694 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.03.2016, 22:38

Insofern irrt Hawking, als es Gott nicht notwendig hat, auf materieller oder energetischer Basis zu existieren. Gesetzt den Fall, es hätte eine Zeit "vor der Zeit" gegeben, in der sie gar nicht existiert hat (mithin auch weder Materie noch Energie noch Raum etc), so gab es trotzdem was: die Gültigkeit mathematischer und logischer Gesetze. Darauf will ich hinaus. "Gott" kann in Form eines metamathematischen Urprinzips existieren - fernab von Zeit, Raum, Materie, Energie usw....

VOR und NACH dem Tod

Nonpopulo @, Montag, 21.03.2016, 22:26 vor 3615 Tagen @ Zarathustra 6715 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.03.2016, 22:47

Hoi Zara

> Individualismus à la "Du kannst, Du kannst, Du kannst, Du Du Du, bzw. ich
[quote]ich ich" scheint mir noch wesentlich zeitgeistiger.
[/quote]

Das ist kein Gegenpol zur Oneness-Esoterik. Im Gegenteil, die gesamte Esoterik und Spiritualität können nur auf dem Boden des Individualismus gedeihen. Esoterik bedeutet in ungefähr "inneres, geheimes Wissen" und demgegenüber bedeutet Exoterik "äusseres, *massentaugliches* Wissen" (=Religion). Esoterik ist Individualismus in höchster Ausprägung.

Deine allfällige Annahme, dass Oneness-Gläubige egofrei(er) agieren, erachte ich als falsch. Sie suggerieren sich bloss Egolosigkeit, was eher auf ein besonders überhöhtes Ego schliessen lässt. ICH bin eins mit allem, ICH bin Gott, ICH kann erleuchtet werden, ICH kann mich selbst (und sogar andere) heilen, ICH stehe mit meinem Wissen über anderen, ICH, ICH, ICH.

> Welche Wahrheit?

Schlicht das interpretationslose Erleben und Erfahren der Realität. Natürlich gelingt es mir auch meistens nicht, Interpretationen zurückzuhalten (kulturell bedingt halten wir das ja für absolut normal), aber immerhin weiss ich inzwischen, dass die Interpretationen genau der falsche Ort sind, Wahrheit zu finden.

Der Prophet - einer der bodenständigsten und
[quote]unesoterischsten Schreiber in diesem Forum - kann diesem Text offenbar
einiges abgewinnen. Ich auch. Es ist doch gerade auch aus der Perspektive
der Physik plausibel, dass Materie/Energie/Wille nicht vernichtet werden
kann. Es ändert sich immer nur die Zusammensetzung. Deine
Zellen/Moleküle/Atome/Elektronen streben ewig weiter, bloss in anderer
Zusammensetzung. "Die
Würmer krallen Dir ins Hirn - und sie diniern"
.
[/quote]

Das kann ich mir gut vorstellen, aber das passiert NACH dem Tod. VOR dem Tod sind wir Wesen mit Trieben, Instinkten, Emotionen und Willen - Ego's eben.

> Die Welt als Wille und Vorstellung
[quote]
Das Ich, und damit der Wille in all dessen Fragmenten, das sich sowieso
nie genau abgrenzen lässt, fragmentiert wieder und verschmelzt im Ganzen.
Verschwinden tut da nichts.
[/quote]

Genau, eben: NACH dem Tod. Vor dem Tod sind wir klar abgegrenzte, individuelle Wesen, auch wenn wir uns natürlicherweise gegenseitig beeinflussen. Aber wenn du Zahnscherzen hast, spüre ich diese nicht, auch wenn ich noch so nahe neben dir stehe. Vielleicht leide ich mit dir mit, aber einen schmerzenden Zahn spürst in diesem Fall nur DU und nicht ICH. Und vielleicht schmerzt dich der Zahn bis an die Zehenspitze oder an den Scheitel, aber weiter nicht. Diese einfachen und eindeutigen Umstände sollten wir uns nicht mit esoterischen Träumereien schöndenken.

Für mich spielt es auch keine Rolle, inwiefern mein Wille aus mir selbst heraus entsteht oder mir von aussen aufgedrückt wurde. In dem Moment, in dem er von mir Besitz ergreift oder ich von ihm Besitz ergreife, ist es mein Wille. Auch da sehe ich keine Entgrenzung des Ego's.

> Falkenauges Text erscheint mir wesentlich esoterischer und weltfremder als
[quote]jener Sohams.
[/quote]

Bei Falkenauge lebt das Ego nach dem Tod weiter, bei soham existiert es gar nicht erst. Vom Grad der Weltfremdheit und Esoterik her ist für mich soham's Oneness extremer, da die Suggestion der Egolosigkeit in meinen Augen zwangsläufig mehr Kontaktlosigkeit und Unlebendigkeit zur Folge haben muss. Mit der Egolosigkeits-Suggestion "liebt" man die Allerfernsten genau so wie seine Nächsten (sind ja alles dasselbe) und das ist eine fatale geistige Verkrüppelung der biologischen Tatsache, dass Liebe des Kontaktes und der Nähe bedarf.


Beste Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Sicher? Die Entropie des Weltalls nimmt niemals ab!

SevenSamurai @, Montag, 21.03.2016, 22:46 vor 3615 Tagen @ satsangi 6108 Views

Die Entropie des Weltalls nimmt niemals ab!

Dies ist eine wissenschaftliche Tatsache. Wenn man vereinfacht den Begriff "Unordnung" für Entropie einsetzt, wird einem klar, dass man sich bei bestimmten Dingen an Hoffnungen klammert.

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Die vielen Ichs in Dir

Zarathustra, Montag, 21.03.2016, 23:34 vor 3615 Tagen @ Nonpopulo 6330 Views

bearbeitet von Zarathustra, Montag, 21.03.2016, 23:41


Deine allfällige Annahme, dass Oneness-Gläubige egofrei(er) agieren,
erachte ich als falsch. Sie suggerieren sich bloss Egolosigkeit, was eher
auf ein besonders überhöhtes Ego schliessen lässt. ICH bin eins mit
allem, ICH bin Gott, ICH kann erleuchtet werden, ICH kann mich selbst (und
sogar andere) heilen, ICH stehe mit meinem Wissen über anderen, ICH, ICH,
ICH.

Ich bin zwar auch davon überzeugt, dass ich ein Fragment und eine Ausprägung des Ganzen bin, aber mit Ueberhöhung und Gott hat das nichts zu tun. Bei mir, dem Gottlosen schon gar nicht. Das Ganze hat über seine Fragmente auch nicht unbedingt einen besseren Ueberblick als die Fragmente über das Ganze.

Wer bist Du denn? Du selber bestehst doch aus Millionen Ichs, und weder hast Du einen Ueberblick auf diese unzähligen Ichs in Dir selber, noch haben diese Teil-Ichs einen Ueberblick auf Dein Hirn, das sich ein einziges Ich vorstellt.

> Welche Wahrheit?

Schlicht das interpretationslose Erleben und Erfahren der Realität.
Natürlich gelingt es mir auch meistens nicht, Interpretationen
zurückzuhalten (kulturell bedingt halten wir das ja für absolut normal),
aber immerhin weiss ich inzwischen, dass die Interpretationen genau der
falsche Ort sind, Wahrheit zu finden.

Der Prophet - einer der bodenständigsten und

unesoterischsten Schreiber in diesem Forum - kann diesem Text offenbar
einiges abgewinnen. Ich auch. Es ist doch gerade auch aus der

Perspektive

der Physik plausibel, dass Materie/Energie/Wille nicht vernichtet

werden

kann. Es ändert sich immer nur die Zusammensetzung. Deine
Zellen/Moleküle/Atome/Elektronen streben ewig weiter, bloss in anderer
Zusammensetzung. "Die
Würmer krallen Dir ins Hirn - und sie diniern"
.[/i]


Das kann ich mir gut vorstellen, aber das passiert NACH dem Tod. VOR dem
Tod sind wir Wesen mit Trieben, Instinkten, Emotionen und Willen - Ego's
eben.

Es gibt in Dir unzählige Wesen mit Trieben, Instinkten, Emotionen und Willen.
Nonpopulo selbst ist ein verschachtelter Bau auf verschienenen Ebenen, der bereits tiefer als bei den Atomen beginnt, und darüber dann aus Molekülen, Viren, Bakterien, Zellen und Organen; alle mit einem 'individuellen' Willen. Du bist also ein Verbund von Unter-Ichs, und selber auch bloss wieder ein Fragment eines Gebildes, von dem Du ein Fragment bist; autopoietisch zwar, wie Deine Teil-Ichs, aber nicht losgelöst, sondern eingebunden ins grosse Ganze.

> Die Welt als Wille und Vorstellung


Das Ich, und damit der Wille in all dessen Fragmenten, das sich sowieso
nie genau abgrenzen lässt, fragmentiert wieder und verschmelzt im

Ganzen.

Verschwinden tut da nichts. [/i]


Genau, eben: NACH dem Tod. Vor dem Tod sind wir klar abgegrenzte,
individuelle Wesen, auch wenn wir uns natürlicherweise gegenseitig
beeinflussen. Aber wenn du Zahnscherzen hast, spüre ich diese nicht, auch
wenn ich noch so nahe neben dir stehe. Vielleicht leide ich mit dir mit,
aber einen schmerzenden Zahn spürst in diesem Fall nur DU und nicht ICH.

Der Zahn ist ein 'Individuum'. Dessen Schmerz spürst 'Du', weil er ein Signal ans nächst grössere Ganze aussendet. Wenn ein Fremdkörper in Deine Blutbahn gerät, dann machen sich unzählige Wesen in Dir auf die Socken und wollen diesen zur Strecke bringen, ohne dass 'Du' überhaupt etwas davon mitkriegst.

Und vielleicht schmerzt dich der Zahn bis an die Zehenspitze oder an den
Scheitel, aber weiter nicht. Diese einfachen und eindeutigen Umstände
sollten wir uns nicht mit esoterischen Träumereien schöndenken.

Das ist alles nicht so eindeutig. Wenn Deine Tochter Schmerzen hat, dann bekommst Du auch welche.

Für mich spielt es auch keine Rolle, inwiefern mein Wille aus mir selbst
heraus entsteht oder mir von aussen aufgedrückt wurde. In dem Moment, in
dem er von mir Besitz ergreift oder ich von ihm Besitz ergreife, ist es
mein Wille.

Das sagst Du; was aber noch lange nicht heisst, dass das auch stimmt.

Auch da sehe ich keine Entgrenzung des Ego's.

> Falkenauges Text erscheint mir wesentlich esoterischer und
weltfremder als

jener Sohams.[/i]


Bei Falkenauge lebt das Ego nach dem Tod weiter, bei soham existiert es
gar nicht erst. Vom Grad der Weltfremdheit und Esoterik her ist für mich
soham's Oneness extremer, da die Suggestion der Egolosigkeit in meinen
Augen zwangsläufig mehr Kontaktlosigkeit und Unlebendigkeit zur Folge
haben muss. Mit der Egolosigkeits-Suggestion "liebt" man die Allerfernsten
genau so wie seine Nächsten (sind ja alles dasselbe) und das ist eine
fatale geistige Verkrüppelung der biologischen Tatsache, dass Liebe des
Kontaktes und der Nähe bedarf.

Na ja, er schreibt:

Das XXXXX reincarniert ständig. Was immer geboren wird oder verstirbt ist immer nur das eine XXXXX - eine persönliche Reincarnation gibt es allerdings nicht, da es gar keine Individualseele gibt.

So sehe ich das in etwa auch. Dieser vorübergehende Geist-Materie-Verbund zerfällt beim Tod, das heisst, er verschwindet nicht, sondern formiert sich neu im grossen Ganzen. Was er Traum beschreibt, würde ich allerdings auch etwas anders formulieren. Die lebenden Fragmente des Ganzen sehe ich nicht als Traum dieses Ganzen.

Grüsse, Zara

Nur ein Satz....

Soham @, Montag, 21.03.2016, 23:38 vor 3615 Tagen @ Nonpopulo 6380 Views

Aber wenn du Zahnscherzen hast, spüre ich diese nicht......

Doch - du spürst sie - denn du bist das XXXXX und du spürst sie in deinem "Zaratustra-Traum".

Zu den tieferen Fragen des Lebens.

Köpi @, Berlin, Dienstag, 22.03.2016, 00:24 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 6535 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 31.03.2016, 15:11

Hallo,

„Während Hunderten und Tausenden von Jahren war für die Menschen aller Hochkulturen die Existenz von höheren Welten und Wesen eine selbstverständliche Tatsache. Erst seit relativ wenigen Jahren (etwa seit dreihundert) glaubt der „aufgeklärte Mensch“ plötzlich, bewiesen zu haben, daß es diese „Dinge“ gar nicht gibt – und hat gerade während dieser Zeit die Welt an den Abgrund der Selbstzerstörung geführt“.
…..
„So verschieden die Mysterienschulen in Ost und West sein mögen, so sind sie sich doch ein einem grundlegenden Punkt einig: Die Erde existiert nicht isoliert im Weltall, sondern ist Teil eines multidimensionalen Kosmos. Sie ist verbunden mit astralen Ebenen und nichtirdischen Parallelwelten, die für die meisten Menschen jedoch unsichtbar sind, weil sie, wie man heute sagen würde, anderen Raum-Zeit-Dimensionen und Schwingungsfrequenzen angehören.“
…..
„Aus diesen geheimnisvollen Welten wirken verschiedenste Wesen auf die Erde ein – einige inspirieren, andere manipulieren. Nicht alle sind selbstlos. Auch bei den unsichtbaren (höherdimensionalen) Wesen muß man unterscheiden. Frühere Kulturen erkannten dies aus eigener Erfahrung und sprachen deshalb von Göttern, Engeln, Dämonen usw.“


Diese Gedanken von Armin Risi passen meines Erachtens gut in diesen Strang.
Weiter geht’s hier:
http://armin-risi.ch/Artikel/Philosophie/Die_Erde_als_kosmischer_Brennpunkt.html


Zum Thema Nahtoderfahrungen finde ich die Erlebnisse des Dr. Eben Alexander sehr interessant,
handelt es sich doch bei ihm um einen neurochirurgischen Schulmediziner ersten Grades, der durch ein erlittenes Koma „die andere Seite“ kennen lernte und quasi vom Saulus zum Paulus mutierte.

http://www.amazon.de/Blick-Ewigkeit-faszinierende-Nahtoderfahrung-Neurochirurgen/dp/377...

(Berliner finden das Buch in der öffentlichen Bibliothek zur Ausleihe, als sozial Bedürftiger auch mit kostenlosem Leihausweis: https://www.voebb.de/aDISWeb/app?service=direct/0/Home/$DirectLink&sp=Svb.srz.lit.v...
Bitte dort selbst die Suche bemühen, meine direkte Verlinkung wird von der grottenschlechten Seitennavigation nicht unterstützt)


Stephen Hawking wurde hier weiter oben im Faden erwähnt.
Soviel ist sicher! Ob es ein Leben nach dem Tod gibt wird jeder von uns erfahren, keiner wird vergessen[[zwinker]] .
http://info.kopp-verlag.de/neue-weltbilder/neue-wissenschaften/armin-risi/stephen-hawki...


Als nächstes steht bei mir dieses Buch auf meiner Liste:
http://www.amazon.de/Der-verratene-Himmel-Rückkehr-nach/dp/3950381406/?tag=dasgelbeforu...
Die Entmachtung des Individuums durch das System hat Methode. Dieser Verdacht beschleicht früher oder später jeden, der einfach nicht begreifen kann, wieso die Menschheit seit Jahrtausenden in puncto Frieden, Gerechtigkeit, Erfüllung und Glück nicht wirklich weiterkommt... Jeder gesellschaftliche und politische Kampf richtet sich gegen die beliebig austauschbaren menschlichen Marionetten der wahren Machthaber und die sind in anderen Universen und Dimensionen beheimatet, deren reale Existenz man uns seit jeher ausredet. Früher hieß dieses Wissen Ammenmärchen, heute Verschwörungstheorie....
Soweit ein Auszug des Klappentextes.

Gruß in die Nacht
und last Euch nicht von Anne Clarks Weltschmerz `runterziehen...
https://www.youtube.com/watch?v=H9ggNfY_kj4&index=1&list=RDH9ggNfY_kj4
Geht lieber gleich weiter auf „Sleeper In Metropolis“
Das kennen alle "oldies"[[zwinker]]

Perfekt! Bin begeistert. Danke. (oT)

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Dienstag, 22.03.2016, 00:26 vor 3615 Tagen @ Soham 6109 Views

- kein Text -

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Schön wäre es ...

NST ⌂ @, Südthailand, Dienstag, 22.03.2016, 02:45 vor 3615 Tagen @ Cliff 5989 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.03.2016, 02:57

Nicht nur die Medizin, auch alle anderen Disziplinen der Wissenschaft
werden nach und nach holistisch werden und den mathematischen Verstand in
der Interpretation mehr und mehr durch andere den Menschen gegebene
Werkzeuge begleiten.

Da kann ich dir leider nicht folgen. Ich sehe es so, dass die aktuelle Wissenschaft (in welcher der mathematische Verstand) absolut dominiert die Machtbasis hat, die Alleinherrschaft anzustreben.

Wir sind schon mitten in der Transformation zum Transhumanismus (nur wenige bemerken es und die Masse begrüsst es als Fortschritt), die Basisinnovation dazu ist die Technologie, die wir unter dem Begriff Internet kennen. Die humanen Lebensformen werden alle über diese technische Innovation vernetzt, ein neues Zwitterwesen wird erschaffen, die KI (künstliche Intelligenz) wird den Takt vorgeben.

Das ist keine Überraschung, sondern die konsequente Umsetzung des Materialismus ohne wenn und aber. Das alte Wissen (mystisches, meditative Wissen) hat diese Runde erst einmal klar verloren. Ob es wie Phönix aus der Asche wieder aufersteht, werden kommende Generationen entscheiden, falls es dann noch eine Wahlmöglichkeit gibt.

Vorerst gilt die alternativlose Vorgabe: Wir sind die Borg (Macht), Widerstand ist zwecklos -----
Gruss

--
Buntschland bald platt?
Mir doch egal, solange mein Geld aus dem Bankomaten, mein Strom aus der Dose, mein WiFi aus der Luft, mein Wasser aus dem Hahn und meine Fressalien auf den Tisch kommen! [[freude]] ©n0by
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Womit wir wieder bei Platos Ideenlehre wären

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 22.03.2016, 03:24 vor 3615 Tagen @ sensortimecom 6262 Views

Insofern irrt Hawking, als es Gott nicht notwendig hat, auf materieller
oder energetischer Basis zu existieren. Gesetzt den Fall, es hätte eine
Zeit "vor der Zeit" gegeben, in der sie gar nicht existiert hat (mithin
auch weder Materie noch Energie noch Raum etc), so gab es trotzdem was: die
Gültigkeit mathematischer und logischer Gesetze. Darauf will ich hinaus.
"Gott" kann in Form eines metamathematischen Urprinzips existieren - fernab
von Zeit, Raum, Materie, Energie usw....

Früher hat man das metamathematische Urprinzip als "Idee" bezeichnet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Ideenlehre

Gott wäre demnach eine Idee und kann nur als Idee existieren fernab von Raum, Zeit und Materieenergieäquivalent.
Er ist aber abhängig von der Existenz des Menschen, weil nur der Mensch die Idee "Gott" haben kann.

Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Gott existiert in der Planck-Welt

Kaladhor @, Münsterland, Dienstag, 22.03.2016, 07:33 vor 3615 Tagen @ sensortimecom 6068 Views

und das ist nun mal der einzige Bereich, den wir einfach nicht erforschen können. Das ist auch der einzige Bereich, wo alle Ereignisse aus unserer Sicht physikalisch bedeutungslos werden, da hier nicht mehr genau zwischen Ursache und Wirkung unterschieden werden kann, ja wo sich diese Abfolge teilweise umkehren mag.

Nun ist die Planck-Welt unglaublich klein, und doch durchzieht sie das gesamte Universum. Wer vermag zu sagen, was sich in dieser Planck-Welt abspielt? Es könnte dies tatsächlich der "Anker in unserem Universum" einer zeit- und raumlosen Intelligenz sein, die den Anstoß zum Urknall und somit zur Entstehung des Universums gegeben hat. Tatsächlich herausfinden, werden wir das nie können, denn der frühestmögliche Zeitpunkt unseres Universums, den wir - wenn auch nur auf mathematischem Wege - erreichen können, liegt genau eine Planck-Zeit (ungefähr t = 5,391 x 10E-44s) nach dem Urknall. Zu diesem Zeitpunkt hatte unser Universum gerade die Ausdehnung von einer Planck-Länge (ungefähr d = 1,616 x 10E-35m). Es ist uns nicht möglich, den Punkt, wo t = 0s und r = 0m war, zu erreichen.

Und wenn es nun in der Genesis heißt, "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde", dann kann man das sehr wohl als Erschaffung von Raum und Zeit deuten, wobei der Schöpfer außerhalb existiert. Aber auch das werden wir niemals herausfinden können, denn wie Prof. Lesch es schon mal sehr anschaulich sagte: "Physiker sind nur Innenarchitekten, was außerhalb unseres Universums ist, dazu können diese keinerlei Aussage treffen.".

Gruß,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Interessantes OT-Thema

Wildheuer @, Schurkenstaat im Herzen Europas, Dienstag, 22.03.2016, 09:19 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 5868 Views

Grüss dich Falkenauge,

danke für das Öffnen dieses interessanten, Kurzweil verheissenden OT-Themas. Da sind ja wirklich schon sehr feine Repliken zusammengekommen.

Falls über Ostern Zeit bleibt, werde ich versuchen, auch ein paar Gedanken zusammenzudenken und -zuschreiben.

Soweit beste Grüsse
vom W.

Kein Gott nirgends?

Falkenauge @, Dienstag, 22.03.2016, 09:46 vor 3615 Tagen @ eddie09 6224 Views

Stephen Hawking lieferte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, Allgemeinen
Relativitätstheorie und der Physik der Schwarzen Löcher.

Er vertritt die Meinung, dass es keinen Gott gibt und das der Mensch kein
Leben nach dem Tode hat. Er hat nur dieses eine Leben.

Wenn jemand irgendwo einen komplizierten Motor findet, wird er nicht auf die schwachsinnige Idee kommen, die verschiedenen Teile hätten sich an dieser Stelle zufällig so zusammengefügt, sondern er wird den Motor vernünftigerweise auf den gedankenvollen Bauplan eines Menschen, also eines intelligenten Wesens zurückführen, nach dem er konstruiert und in seine funktionsfähige Form gebracht worden ist.

Vor dem menschlichen Organismus setzt aber bei Leuten wie Hawking ein solch vernünftiges Denken plötzlich aus. Die hochkomplexen Funktionsabläufe und Zusammenhänge eines menschlichen Organismus, die diejenigen einer Maschine weit überragen, werden nicht sinnvollerweise auf einen intelligenten Bauplan eines höheren Wesens, sondern auf irgendeinen Zufall zurückgeführt, wo sich die Teile auf wundersame Weise irgendwie zusammengefügt haben sollen.

Das ist nicht Wissenschaft, sondern Aberglaube, den man sich durch komplizierte Gedankenskonstrukte, die man Wissenschaft nennt, nur vernebelt. Man unterliegt der Suggestion der übermächtigen Materie, die sich dem reduzierten Bewusstsein als scheinbar einzige Realität massiv aufdrängt.

Es ist die materialistische Gefangenschaft des Geistes, der sich als solcher nicht erkennt, sondern auch nur für eine temporäre Ausschwitzung der Materie hält. Dann sind es aber auch seine Gedanken und folglich nichts wert.

Interessant

Kaladhor @, Münsterland, Dienstag, 22.03.2016, 10:11 vor 3615 Tagen @ Falkenauge 5858 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.03.2016, 10:17

Hallo Falkenauge,

Wenn jemand irgendwo einen komplizierten Motor findet, wird er nicht auf
die schwachsinnige Idee kommen, die verschiedenen Teile hätten sich an
dieser Stelle zufällig so zusammengefügt, sondern er wird den Motor
vernünftigerweise auf den gedankenvollen Bauplan eines Menschen, also
eines intelligenten Wesens zurückführen, nach dem er konstruiert und in
seine funktionsfähige Form gebracht worden ist.

Man kann sich auch die Entwicklungsgeschichte der Erde und des darauf befindlichen Lebens ansehen. Wie wahrscheinlich ist der Zufall, der einen Planeten hervorbringt, auf dem (halbwegs) intelligentes Leben existiert, dass in der Lage ist, vorhandene, natürliche Ressourcen abzubauen und weiter zu verarbeiten bzw. für die Energiegewinnung nutzbar zu machen? Kohle und Erdöl (bzw. Teile davon) gibt es seit Millionen von Jahren auch an der Erdoberfläche, und trotzdem hat es erst der Mensch verstanden, sich die darin gespeicherte Energie zu erschließen? Unwahrscheinlicher Zufall meiner Meinung nach. Auch ist der Mensch das erste Lebewesen auf Erden, dass es tatsächlich geschafft hat, das Erscheinungsbild der Erde nachhaltig zu verändern, kein anderes Lebewesen vor uns hat das vollbracht.

Auch die diversen in der Erdgeschichte statt gefundenen Massenaussterben sehe ich in diesem Kontext. Da ist die Entwicklung irgendwie in eine Sackgasse geraten und dann brechen "rein zufällig" Unmengen an Vulkanen aus (Massensterben Perm) bzw. da knallt "rein zufällig" ein Himmelskörper auf die Erde (Massensterben Kreide/Tertiär). Oder die komplette Vergletscherung der Erde bis zum Äquator nach dem Auftreten der Cyanobakterien und genau zum richtigen Zeitpunkt brechen Vulkane aus und führen zu einem kompletten Abschmelzen der Gletscher (die Erde war danach lange Zeit komplett Gletscher frei)? Alles zufällig?

Ich bin hier eher der Meinung, dass da in der Tat ein genau definiertes "Drehbuch" abgearbeitet wurde und noch immer wird, und dass die menschliche Rasse genau zum richtigen Zeitpunkt auf der Bühne erschienen ist. Auch wenn es sich vielleicht chauvinistisch liest, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es die Menschheit nicht zufällig auf diesem Planeten gibt, der "rein zufällig" die richtige Masse und Entfernung zu seiner Sonne hat. Apropros Sonne...ist es nicht sehr seltsam, dass wir nur eine Sonne haben? Es ist mittlerweile festgestellt worden, dass die Entstehung eines Einzelstern-Systems eher die Ausnahme darstellt und dass es wesentlich wahrscheinlicher ist, dass sich ein Doppelstern-System aus einer Molekülwolke entwickelt.

Es ist die materialistische Gefangenschaft des Geistes, der sich als
solcher nicht erkennt, sondern auch nur für eine temporäre Ausschwitzung
der Materie hält. Dann sind es aber auch seine Gedanken und folglich
nichts wert.

Ich denke, dass hier eher das Problem besteht, dass man immer tiefer in die Materie eindringt, dabei aber keine unterste Grenze findet. Nebenbei steht man jetzt ja schon vor dem Problem, dass man das gleichzeitige Vorhandensein als Welle und Teilchen von irgendwelchen Nukleonen nicht mehr erklären kann (siehe Interferenz-Experiment mit Elektronen oder auch das Tunneling).
Meine Prognose hier ist, dass das so lange so weiter geht, bis man an den Grenzen der Planck-Welt angelangt ist, wo man dann aber feststellen wird, dass es immer noch kleiner geht (auch wenn das physikalisch und mathematisch dann überhaupt nicht mehr erklärbar ist). Man wird immer größere Apparaturen (weit größer als der LHC) und immer mehr Energie einsetzen, nur um hinterher doch um keinen Deut schlauer zu sein, sondern immer mehr neue Fragen finden wird, die letztlich irgendwann wissenschaftlich nicht mehr zu beantworten sein werden.

Gruß,
Kaladhor

--
Ich bin nicht links, ich bin nicht rechts, ich kann noch selber denken!

Physiker sind keine Priester, auch wenn die Astros gern so tun

nvf33 @, Dienstag, 22.03.2016, 10:53 vor 3615 Tagen @ eddie09 6207 Views

Dank an Falkenauge und eddie09, dass sie dieses Thema nicht scheuen und hier anschneiden.
Ich halte es für eine Unsitte, dass Astrophysiker wie Hawking sich als Priester aufführen, und den Menschen meinen sagen zu können, wie Leben und Welt beschaffen seien. Dieser Hang zum Pastorenhaften ist m.E. eine Charakterschwäche. Es ist die Brutalität des Materialismus, die sie in die Metaphysik auswuchert. Diese Leute spekulieren, nicht mehr und nicht weniger, und zwar in Form ihres akademisch genormten Hypothesen-Legos.

Über die Dinge, die wir mit der Materie machen wollen und sollen, kann die Physik jedoch KEINE Aussage treffen. Physik ist die Kunde des Körperlichen, sie macht Wenn-Dann-Aussagen dessen, was wir körperlich machen können. Beispiel:
Wenn ich diesen Stein unter den Randbedingungen fallen X lasse, dann beschleunigt er gemäß einer Gesetzesform f(X). Eine Handlungsvoraussetzung X resultiert also in einem Phänomen f(X).

Die Grenzen der Physik liegen in der Gewissenhaftigkeit, mit der man die Randbedingungen X aufdröselt. Üblicherweise passiert das hauptsächlich unbewußt, oder "kanonisch", d.h. nach Schema. Das zeigt sich in der gewaltigen Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis, wenn beispielsweise ein Standardexperiment nicht nach Lehrbuch funktioniert. An den Randbedinungen X hängt nämlich in Wahrheit ein ganzer Komplex indirekter Forderungen, die keineswegs in der Lehrbuchform der physikalischen Gesetze auftauchen. Statt dem vollständigen X wird dort nur ein x erwähnt, und der Unterschied x!=X bleibt verborgen in einem Dickicht teils unreflektierter Gewohnheiten. Für den fallenden Stein wäre nach Lehrbuchform etwa x die Fallhöhe und f die Fallgeschwindigkeit. Dass dieses f(x) aber nur exakt unter sehr exotischen Bedingungen gilt (also etwa im Vakuum, bei exakt homogenem Schwerefeld etc.), wird nicht als Formel, sondern bestenfalls als Text erwähnt. Für fortgeschrittenere physikalische Gesetze fehlen diese Erklärungen meistens, v.a. weil sie als "offensichtlich" oder "trivial" gelten.

Dazu gehört z.B. die Überzeugung, dass perpetua mobilia "unmöglich" seien. Eine materiell gedachte und unsterbliche Seele wäre zweifellos auch ein perpetuum mobile. Die Energie müsse "irgendwoher" kommen. Tatsächlich ist diese Überzeugung ein mächtiges Schema, unerkannte Energiequellen zu lokalisieren. Wie tief religiös unsere Beziehung zu solchen Schemata ist, zeigt sich allerdings, wenn wir mit Phänomenen konfrontiert sind, wo das Schema nicht funktioniert. Wir beginnen dann, erstaunlich frei und dreist zu spekulieren. Und zwar genauso dreist, wie man es den Metaphysikern bei ihren Spekulationen über Seele und Leben vorwirft.

Beispiel 1:
Die Bewertung der Kernkraft. Sie müsse "böse" sein, weil es "soviel" ist und sie so "unbeherrschbar" wirkt. Wir "bannen" sie also.
Beispiel 2:
Die menschliche Gedankenkraft. Sie müsse "Illusion" sein, weil wir sie nicht messen können. Dass Überzeugungen aber physisch manifestierbar sind, wird keiner leugnen. Allein, wir bräuchten keine Gerichte, wenn wir die Relation "Überzeugung->Handlung" gesetzesgenau abbilden könnten.

Die Physik ist also nur so stark, wie man sich Rechenschaft über ihre metaphysischen/unbewußten Voraussetzungen ablegt. Die Endlichkeit unseres Bewußtseins, wie sie uns im Sterben oder im Nicht-Wissen begegnet, zeigt die Bindung physikalischer Weltbilder an unsere Bewußtseinstiefe. Modelle von etwas zu entwerfen, dass wir wie das Leben nur in Fragmenten kennen, bleibt eine zutiefst subjektive Angelegenheit.
Und schlußendlich die subjektive Beschränkung zum "Relativitäts"-Prinzip zu erheben, zeigt, wie sehr die Naturphilosophie als akademische Physik zum Zirkelschluss innerhalb ihrer eigenen Grenzen verkommen ist.


Es leben die Deutungsfreiheit und die lebendige Wirklichkeit (zu der der Tod wie die Nacht zum Tage gehört)!

Grüße
nvf33

Kleiner, vielleicht ebenso interessanter Einwurf

Uwe @, Dienstag, 22.03.2016, 10:56 vor 3615 Tagen @ Kaladhor 5816 Views

@Kaladhor: ... Wie wahrscheinlich ist der Zufall, der einen Planeten hervorbringt, auf dem (halbwegs) intelligentes Leben existiert,
dass in der Lage ist, vorhandene, natürliche Ressourcen abzubauen und
weiter zu verarbeiten bzw. für die Energiegewinnung nutzbar zu machen?
Kohle und Erdöl (bzw. Teile davon) gibt es seit Millionen von Jahren ...
>

Hallo, @Kaladhor,

bis hierher kann das alles auch eine "Irrung" sein, und es ist eben nicht das "halbwegs intelligente" Leben, das die "Energiegewinner aus Kohle, Erdöl und Atom" nach dem "Drehbuch des Generalplan" durchlaufen.

Gruß,
Uwe

Das Drama des Universums

nemo, Dienstag, 22.03.2016, 11:37 vor 3614 Tagen @ Cliff 5856 Views

bearbeitet von nemo, Dienstag, 22.03.2016, 11:44

Hinter dem Thema Resonanzkörper und Schwingung verbirgt sich das Enstehen
der Realität aus dem Zusammenspiel von interner Sinneswahrnehmung und
Interpretation und externen Einflüssen (Die Welt als Spiegelbild).

Nicht nur die Medizin, auch alle anderen Disziplinen der Wissenschaft
werden nach und nach holistisch werden und den mathematischen Verstand in
der Interpretation mehr und mehr durch andere den Menschen gegebene
Werkzeuge begleiten.

Cliff


Hallo Cliff,

Interessante Gedanken.
Wenn im Universum alle Möglichkeiten einer Entwicklung existieren,
dann ist es auch möglich, dass die Entwicklung immer weiter von
der Wahrheit wegführt. Was gleichbedeutend ist mit der Zunahme
der Illusion.

Wir können das sogar beobachten. Noch nie waren die Menschen so
umfassend in Lügen – also Unwahrheiten – verstrickt wie heute.
Im Grunde gibt es keine wahren Informationen mehr, weil jede
Information, ein auf dem Verstand beruhendes Konstrukt ist, das
einem bestimmten Ziel dient oder auf anderen Informationen
beruht.

Man kann also sagen, dass die Unfreiheit immer mehr zunimmt.
Auch das kann man beobachten. Meme oder geistige Viren
bestimmen immer mehr alle unsere Handlungen, wodurch die
Zwänge immer mehr zunehmen und Freiheit unmöglich wird.

Das Drama des Universums besteht darin, dass das Universum
uns auch die Möglichkeit gibt zu scheitern. Und Scheitern ist
viel einfacher als Evolution.

Gruß
nemo

Wirft Fragen auf

Uli Strauß, Dienstag, 22.03.2016, 12:22 vor 3614 Tagen @ Falkenauge 6131 Views

Ich als Unbedarfter frage mich angesichts solcher Berichte:

- Gibt es eine Instanz (Gott?), die darüber entscheidet, in welcher Form man wiedergeboren wird? Oder funktioniert das „automatisch“?
- Wird jeder irgendwann wiedergeboren, oder nur gute Menschen? Werden schlechte Menschen als Tier wiedergeboren?
- Was ist in diesem Sinne ein guter Mensch? Ist man schlecht, wenn man niemandem etwas tut, aber sein Leben nur vergeudet?
- Wie ist es dort in der „anderen Welt“? Welche Wünsche, Wahrnehmungen, Fähigkeiten hat man dort? Herrscht ewige Glückseligkeit oder gibt es Feindschaften, Missgunst usw.?
- Muss eine Seele erst mit allen Lebenden im Reinen sein, damit sie wiedergeboren wird?

Antworten

Falkenauge @, Dienstag, 22.03.2016, 12:49 vor 3614 Tagen @ Uli Strauß 5937 Views

Ich als Unbedarfter frage mich angesichts solcher Berichte:

- Gibt es eine Instanz (Gott?), die darüber entscheidet, in welcher Form
man wiedergeboren wird? Oder funktioniert das „automatisch“?
- Wird jeder irgendwann wiedergeboren, oder nur gute Menschen? Werden
schlechte Menschen als Tier wiedergeboren?
- Was ist in diesem Sinne ein guter Mensch? Ist man schlecht, wenn man
niemandem etwas tut, aber sein Leben nur vergeudet?
- Wie ist es dort in der „anderen Welt“? Welche Wünsche,
Wahrnehmungen, Fähigkeiten hat man dort? Herrscht ewige Glückseligkeit
oder gibt es Feindschaften, Missgunst usw.?
- Muss eine Seele erst mit allen Lebenden im Reinen sein, damit sie
wiedergeboren wird

Vielleicht findest Du hier einige Antworten auf Deine Fragen:
http://anthroposophie.byu.edu/vortraege/054_12.pdf

Harald Lesch: „Kann die Physik die Welt erklären?“

Leserzuschrift @, Dienstag, 22.03.2016, 13:02 vor 3614 Tagen @ eddie09 5955 Views

Hallo in die gelbe Runde,

es gibt bei von Harald Lesch eine sehr interessante Alpha-Centauri-Folge, die sich mit dem Thema "Kann die Physik die Welt erklären?" beschäftigt.

Im Kern kommt er dabei zu dem Schluss, dass die Physik letztlich eine Art "Textanalyse" betreibt. Naturwissenschaft ist die Untersuchung des "Textes der Natur" auf seine "grammatikalischen Regeln". Also die Untersuchung der Regeln, nach denen die Natur funktioniert. Sie untersucht Satzteile, Verben, Grammatik, ob die Kommata richtig gesetzt sind und die Worte richtig geschrieben. Doch über die Sinnebene vermag sie nichts zu sagen, weil sie auf einer ganz anderen Ebene forscht.

Oder, wie er es am Ende der Sendung etwas flapsiger formuliert:
Mit der Physik kann man zwar zum Mond gelangen, aber nicht in den Himmel.

Die Sendung: https://www.youtube.com/watch?v=eZWMIZAdqkw


Viele Grüße
Mark

Die Neurobiologie kann dies (ganz neu) erklären

Sorrento @, Dienstag, 22.03.2016, 13:33 vor 3614 Tagen @ Falkenauge 6105 Views

Diese frische Arbeit möchte ich mal zu bedenken geben:

Researchers have implanted false memories into mice, which could possibly help understand the human phenomenon of ‘recalling’ experiences, which never occurred....This work in mice may lead to new understanding of how and why humans form false memories...the researchers found they could reactivate the false fear memory at will.

Tonegawa said that humans are highly imaginative animals and just like the mice, an aversive or appetitive event could be associated with a past experience one may happen to have in mind at that moment, hence a false memory is formed....

He said that the recall of this false memory drove an active fear response in associated parts of the brain, making it indistinguishable from a real memory.
http://www.aninews.in//newsdetail9/story122463/false-memories-implanted-into-mice.html

Ciao,
Sorrento

Das eine ist die Aufgabe der Physik (Mond), das andere die Aufgabe der Metaphysik (Himmel).

SevenSamurai @, Dienstag, 22.03.2016, 13:51 vor 3614 Tagen @ Leserzuschrift 5603 Views

Danke für das Video!

--
Zitat des Jahres: "We have put together I think the most extensive and inclusive voter fraud organization in the history of American politics."

It's a big club, and you ain't in it.

Kritik an Leschs semantikfreier Universumsgrammatik

nvf33 @, Dienstag, 22.03.2016, 14:18 vor 3614 Tagen @ Leserzuschrift 5801 Views

Hallo Mark,
danke für Deinen Hinweis auf Leschs "Kann die Physik die Welt erklären?"
Ich möchte seinen Ansatz jedoch kritisieren. Denn Leschs säuberliche Trennung in "grammatikalische Regeln" und "Semantik" bzw. Bedeutungsinhalt, ist meiner Meinung nach vordergründig und nicht ehrlich.
Lesch projiziert eine Fiktion in die Natur, indem er behauptet, dass Bedeutung und Beschreibung trennbar seien. Es ist zugegebenermaßen praktisch, "so zu tun, als ob" dies verlustfrei möglich sei. es verbessert unsere Handlungsfähigkeit, indem es Vollständigkeit suggeriert, wo in Wahrheit Konvention und gezielte Ignoranz offene Grundfragen verschleiern.

Es "gibt" z.B. keine Elektronen oder schwarze Löcher in der Natur. Es sind vielmehr unserer Projektionen in Phänomenkomplexe, um uns zu bemächtigen, die Natur nach unserem Willen zu formen. Dagegen ist auch überhaupt nichts einzuwenden, weil es die Entwicklung von Techniken vereinfacht, d.h. von unbewußten Schemata zur Bewältigung unseres Alltags.

Allerdings geschieht dies eben auf unsere Verantwortung. Die Idee eines schwarzen Loches oder eines uferlosen, leeren und öden Kosmos hat eben nicht nur die Wirkung, Messungen zu ordnen, sondern sie transportiert auch ein Lebensgefühl. Und dieses Lebensgefühl wirkt in uns fort, es mündet in Handlungen, und diese Handlungen wirken auf uns zurück. Konkret: Ein physikalisches Modell macht Techniken denkbar, diese Techniken machen Handlungen machbar, und die Handlungen wirken auf unsere Umwelt, und diese dann wieder auf uns.

Soweit so gut. Aber Herr Lesch beachtet diesen aktiven Anteil seiner physikalischen "Mission" nicht. Er tut so, als sei die Physik alternativlos. Und das ist schlicht falsch und/oder gelogen. Die akademische Physik, wie sie heute vor uns steht, ist eine Variante, mit der Ungewissheit in der Natur umzugehen: Nämlich durch systematische Bekämpfung der Ungewissheit auf allen Ebenen, kraft unseres Willens, d.h. als "Machtergreifung".

Jede/r, der/dem die Kabbalah mehr oder minder geläufig ist, mag erkennen, wie sehr die okkulte Bewußtseinsmechanik diesem physikalischen Ansatz entspricht.

Die Möglichkeit, unseren Willen zu transzendieren, oder in ihm ein höheres Wirken zu erkennen ist mit diesem Ansatz allerdings erschwert.

Und wenn es einen wie auch immer gearteten Sinn unseres oder meinetwegen dieses Erdenlebens gibt, dann liegt er auf der Ebene der Beziehung zwischen Wollen, Sollen und Vollbringen.
Das Sollen zur Illusion oder Willensschwäche zu erklären, halte ich für verfehlt, und ich meine, dass man das am Vollbringen der entsprechenden "Propheten" wie Lesch & Co. erkennen kann.

Viele Grüße
nvf33

Sehe das sehr ähnlich

re-aktionaer @, Dienstag, 22.03.2016, 14:21 vor 3614 Tagen @ Soham 5812 Views

Und ich denke dass dieser Umstand die Basis einer neuen, dringend nötigen Gotteslehre und Ethik sein könnte, in der es darum geht, als individuelles Sinnesorgan eines größeren Organismus, darauf zu achten diesen zu verbessern und nicht zu schädigen.
Ich verwende dafür gerne die Metapher eines Swimmingpools, in dem wir alle schwimmen und wo es an uns liegt, ob wir reinpissen oder nicht.

Was sind eigentlich die Implikationen von 'in Ausnahmefällen...'

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Dienstag, 22.03.2016, 14:25 vor 3614 Tagen @ Uli Strauß 6220 Views

- Gibt es eine Instanz (Gott?), die darüber entscheidet, in welcher Form
man wiedergeboren wird? Oder funktioniert das „automatisch“?
- Wird jeder irgendwann wiedergeboren, oder nur gute Menschen? Werden
schlechte Menschen als Tier wiedergeboren?
- Was ist in diesem Sinne ein guter Mensch? Ist man schlecht, wenn man
niemandem etwas tut, aber sein Leben nur vergeudet?
- Wie ist es dort in der „anderen Welt“? Welche Wünsche,
Wahrnehmungen, Fähigkeiten hat man dort? Herrscht ewige Glückseligkeit
oder gibt es Feindschaften, Missgunst usw.?
- Muss eine Seele erst mit allen Lebenden im Reinen sein, damit sie
wiedergeboren wird?

Disclaimer: Alles Folgende ist subjektiv, erhebt - obwohl möglicherweise klar und pointiert formuliert - nicht den Anspruch die Wahrheit zu sein, sondern sind schlichte Erzählungen oder subjektive Ableitungen aus meinem persönlichen Weltbild.

Hallo Uli Strauß,

ich finde hier wird doch schon eine sehr gute Antwort gegeben.
Meiner Meinung nach sogar eine sehr gute, mit die beste...

Mögliche Konsequenzen oder Handlungsoptionen aus dem dort beschriebenen Bewusstseins-Bild skizziert dann Carlos Castaneda, wo eben ein Mensch nicht unbedingt in einer konkreten Inkarnation bleiben muss, sondern über bestimmte Bewusstseinstechniken die Inkarnation oder auch die physische Welt wechseln kann.
Castaneda behauptet, dass wir durch die Sozialisation als Soundso-Mensch in unserer physischen Welt mittels Ich-Identifikation fixiert werden.

Mache ich bewussten Gebrauch von möglichen Implikationen des Satzes...
"In Ausnahmefällen kann es dazu kommen, dass sich die Grenzen zwischen den verschiedenen Träumen des XXXXX etwas auflösen und eine Erscheinungsform Zugriff auf Erfahrungen einer anderen Erscheinungsform von XXXXX hat."

...indem ich durch bestimmte Bewusstseinstechniken weitere derartige Ausnahmefälle produziere oder die Fixierung aufhebe, werde ich nach Castanedas Beispielen vom Mensch zur Krähe oder finde mich gar in einer 'schwarzen Welt' wieder.
Die Implikationen werden z. B. auch im Gebrauch von LSD spürbar.
Die Prinzipien für die Bewusstseinstechniken nennt Castaneda 'Die Erklärung der Zauberer', die ich hier schon mal auf die Schnelle für's Gelbe Forum skizziert hatte.
Ich arbeite an einer besseren Variante, aber das dauert halt noch.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

------------- Bonusmaterial ---------------

"Jetzt an diesem Punkt, sagt der Lehrer normalerweise zu seinem Schüler, daß sie einen letzten Scheideweg erreicht haben. Derlei ist aber irreführend. Meiner Meinung nach gibt es keinen letzten Scheideweg, überhaupt keinen letzten Schritt, wohin auch immer. Und da es keinen solchen letzten Schritt gibt, sollte es eigentlich auch kein Geheimnis um irgendeinen Teil unseres Geschicks als leuchtende Wesen geben. Die persönliche Kraft entscheidet, wer von einer Offenbarung profitieren kann und wer nicht. Meine Erfahrungen mit meinen Mitmenschen haben mir gezeigt, dass nur sehr, sehr wenige bereit sind zuzuhören, und von denen, die zuhören, sind noch weniger bereit, in ihrem Handeln zu befolgen, was sie gehört haben. Und von denjenigen, die bereit sind, entsprechend zu handeln, haben noch weniger genügend persönliche Kraft, um von ihren Handlungen zu profitieren. Das Geheimnis um die Erklärung der Zauberer reduziert sich mithin auf eine Routine - eine Routine, die vielleicht ebenso hohl und leer ist wie alle anderen auch."

Carlos Castaneda

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Natürliche Einfachheit und zivilisatorische Komplexität

Nonpopulo @, Dienstag, 22.03.2016, 20:36 vor 3614 Tagen @ Zarathustra 5690 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.03.2016, 20:47

Hoi Zara,

> Ich bin zwar auch davon überzeugt, dass ich ein Fragment und eine
[quote]Ausprägung des Ganzen bin, aber mit Ueberhöhung und Gott hat das nichts
zu tun. Bei mir, dem Gottlosen schon gar nicht. Das Ganze hat über seine
Fragmente auch nicht unbedingt einen besseren Ueberblick als die Fragmente
über das Ganze.
[/quote]

Was anderes sollten wir denn sein, als Teile des Ganzen?

> Wer bist Du denn? Du selber bestehst doch aus Millionen Ichs, und
[quote]weder hast Du einen Ueberblick auf diese unzähligen Ichs in Dir selber,
noch haben diese Teil-Ichs einen Ueberblick auf Dein Hirn, das sich ein
einziges Ich vorstellt.
[/quote]

Ja, im Extremfall kann ich jede meiner Körperzellen als eines meiner Ich's vorstellen, aber macht das irgendeinen Sinn? Im Bereich der Seele, des Ich's, des Ego's kann man fast alles hineinprojezieren wonach einem ist. Alles ist möglich, das Leben ist eine unendliche Projektionsfläche.

Für mich ist ein grundlegender Unterschied zwischen natürlichem und zivilisatorischem Sein, dass das natürliche Sein sich selbst einfach und klar wahrnimmt, wogegen das zivilisatorische Sein sich komplex, kompliziert, verworren und verwinkelt wahrnimmt. Ich persönlich versuche mich zum einfachen, klaren Sein hin zu entwickeln. Und weil der Mensch abseits aller Projektionen EIN Schicksal verkörpert, ist er für mich eine Einheit. Die Millionen möglichen Ich's interessieren mich nicht, weil sie a) niemals fassbar sein werden und b) unnötige Komplexitäten und Verwinkelungen schaffen.

> Es gibt in Dir unzählige Wesen mit Trieben, Instinkten, Emotionen und
[quote]Willen.
Nonpopulo selbst ist ein verschachtelter Bau auf verschienenen Ebenen, der
bereits tiefer als bei den Atomen beginnt, und darüber dann aus
Molekülen, Viren, Bakterien, Zellen und Organen; alle mit einem
'individuellen' Willen. Du bist also ein Verbund von Unter-Ichs, und selber
auch bloss wieder ein Fragment eines Gebildes, von dem Du ein Fragment
bist; autopoietisch zwar, wie Deine Teil-Ichs, aber nicht losgelöst,
sondern eingebunden ins grosse Ganze.
[/quote]

Oder einfach EIN Mensch, EIN Schicksal. [[zwinker]]

> Der Zahn ist ein 'Individuum'. Dessen Schmerz spürst 'Du', weil er ein
[quote]Signal ans nächst grössere Ganze aussendet. Wenn ein Fremdkörper in
Deine Blutbahn gerät, dann machen sich unzählige Wesen in Dir auf die
Socken und wollen diesen zur Strecke bringen, ohne dass 'Du' überhaupt
etwas davon mitkriegst.
[/quote]

Genau, und so arbeitet jede meiner Zellen für (oder gegen) mich. xxxx hoch xxxx Milliarden Ich's! Gibts da in deinen Augen eine Grenze, die du nachvollziehbar definieren kannst, wo die Ich's aufhören und ichlose biologische Funktionen ihre Arbeit verrichten?

> Das ist alles nicht so eindeutig. Wenn Deine Tochter Schmerzen hat, dann
[quote]bekommst Du auch welche.
[/quote]

Diese Erfahrung habe ich noch nicht gemacht.

> > Für mich spielt es auch keine Rolle, inwiefern mein Wille aus mir
[quote]selbst[/quote]
[quote][quote]heraus entsteht oder mir von aussen aufgedrückt wurde. In dem Moment,[/quote][/quote]
[quote]in[/quote]
[quote][quote]dem er von mir Besitz ergreift oder ich von ihm Besitz ergreife, ist es
mein Wille. [/quote][/quote]
[quote]
Das sagst Du; was aber noch lange nicht heisst, dass das auch stimmt.
[/quote]

Es ist meine Projektion, die wahrscheinlich genau so richtig oder falsch ist wie deine. Der Unterschied ist nur, dass meine Projektion viel weniger komplex ist als deine.

> Das XXXXX reincarniert ständig. Was immer geboren wird oder verstirbt
[quote]ist immer nur das eine XXXXX - eine persönliche Reincarnation gibt es
allerdings nicht, da es gar keine Individualseele gibt.

So sehe ich das in etwa auch. Dieser vorübergehende Geist-Materie-Verbund
zerfällt beim Tod, das heisst, er verschwindet nicht, sondern formiert
sich neu im grossen Ganzen.
[/quote]

Das sehe ich auch so. Ich denke, dass man durchaus gewisse "Bewusstseinssplitter" Verstorbener abbekommen kann, und dann glaubt dieses oder jenes in vergangenen Leben selber erlebt zu haben.

Aber offenbar in Unterschied zu dir, sehe ich zwischen Geburt und Tod Wesen mit einem Ego, das sich entwickelt und festigt bevor es nach dem Tod wieder vergeht. Und aus den Gründen, die ich weiter oben dargelegt habe, erachte ich es als gefährlich und lebensfeindlich sich vom Ego frei zu fantasieren.

Eine extreme Form von Egolosigkeit erlebst du ¨übrigens mit LSD und wenn du es regelmässig über eine gewisse Zeit nimmst, löst sich auch abseits des Rausches dein Ego langsam auf. Was dann kommt, ist aber leider nicht die Erleuchtung sondern eine Psychose (ein LSD-Trip ist ja auch nichts anderes). Das ist die andere, weitere Gefahr. Die meisten Esoteriker gehören aber nicht zur Risikogruppe, denn ihre Egobefreiung ist reiner Selbstbetrug und kein ernsthaftes Streben. Wer sich aber ernsthaft in diese Richtung begibt, ist gefährdet.

Beste Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Unzählige Leute glauben im Ernst, ...

Zarathustra, Dienstag, 22.03.2016, 22:56 vor 3614 Tagen @ Falkenauge 5779 Views

bearbeitet von Zarathustra, Dienstag, 22.03.2016, 23:08

.. da habe ein Zentralplaner absichtlich diese Welt konstruiert, in der jedes Wesen (wie ein schwarzes Loch) tausend andere killt (frisst), bevor es wieder verschwindet, bzw. selbst gefressen wird oder sonstwie abserbelt; und für diesen höchtsgradig sadistisch konstruierten Irrwitz bedanken sie sich auch noch und knieen nieder, Richtung Altar, Mekka oder sonst wohin. Dieses universelle Gemetzel nennen sie dann allen Ernstes 'Intelligent Design' und dergleichen mehr.

Verrückte Welt, die Welt des Glaubens.

Werde Veganer und fühle dich dann besser...

nemo, Dienstag, 22.03.2016, 23:11 vor 3614 Tagen @ Zarathustra 5601 Views

.. da habe ein Zentralplaner absichtlich diese Welt konstruiert, in der
jedes Wesen (wie ein schwarzes Loch) tausend andere killt (frisst), bevor
es wieder verschwindet, bzw. selbst gefressen wird oder sonstwie abserbelt;
und für diesen höchtsgradig sadistisch konstruierten Irrwitz bedanken sie
sich auch noch und knieen nieder,

„Am Anfang wurde das Universum erschaffen. Das machte viele Leute sehr wütend
und wurde allenthalben als Schritt in die falsche Richtung angesehen.“

Douglas Adams

[[freude]]

Veganer ernähren sich auch nicht von Licht, sondern von Lebendigem (oT)

Zarathustra, Dienstag, 22.03.2016, 23:19 vor 3614 Tagen @ nemo 5483 Views

- kein Text -

Wir leben in einem räuberischen Universum.

nemo, Dienstag, 22.03.2016, 23:28 vor 3614 Tagen @ Zarathustra 5598 Views

Die Währung heißt Energie.
Darum: Lege sie gut an.
Verschwendete, ungenutzte Energie ist das größte Übel.

Dem Irrwitz mit Irrwitz begegnen

trosinette @, Mittwoch, 23.03.2016, 10:37 vor 3614 Tagen @ Zarathustra 5446 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 23.03.2016, 10:45

Guten Tag,

.. da habe ein Zentralplaner absichtlich diese Welt konstruiert, in der
jedes Wesen (wie ein schwarzes Loch) tausend andere killt (frisst), bevor
es wieder verschwindet, bzw. selbst gefressen wird oder sonstwie abserbelt;
und für diesen höchtsgradig sadistisch konstruierten Irrwitz bedanken sie
sich auch noch und knieen nieder, Richtung Altar, Mekka oder sonst wohin.
Dieses universelle Gemetzel nennen sie dann allen Ernstes 'Intelligent
Design' und dergleichen mehr.

Verrückte Welt, die Welt des Glaubens.

Abseits vom ewigen Leben im Himmelreich und einen Haufen Jungfrauen im Jenseits hast du dir hiermit auch eine schöne Denkfigur zurechtgelegt, um dir deinen bevorstehenden Abgang etwas zu versüßen. Ob sich jemand dank dieser Denkfigur allerdings befleißigt sieht, den sadistisch konstruierten Irrwitz unseres Daseins in andere Bahnen zu lenken, möchte ich bezweifeln. Vermutlich lässt sich der Wahnsinn nur mit Wahnsinn in den Griff kriegen.

Dass dir das Design der Welt und des Lebens nicht in den Kram passt und du dir alles offenbar weitaus intelligenter vorstellen kannst, ist natürlich kein stichhaltiges Argument gegen die Existenz eines wie auch immer gearteten Designers. Mir erscheinen die Herausforderungen, vor die uns der Designer stellt, allerdings auch als ziemlich happig und das Design vom ewigen Werden und Vergehen finde ich ebenfalls nicht unumstritten prickelnd.

Ich würde es vom Design her für weitaus intelligenter halten, wenn sich meine Urschuld mit Lichtnahrung abspeisen ließe und mir und allen anderen Lebewesen die Glückseligkeit ohne eigenes Zutun von Hause aus rund um die Uhr und bis in alle Ewigkeit aus dem Arsch scheinen würde. Für nachhaltige Glückseligkeit fehlt es mir in dieser irrsinnigen Welt aber leider an der nötigen Ver- bzw. Entrücktheit. Irrwitz und Wahnsinn halte ich auch für hilfreich. Ich wüsste sowieso nicht zu sagen, was an Irrwitz und Wahnsinn grundsätzlich schlecht sein soll.

Mit freundlichen Grüßen
Schneide

Der Zweck des menschlichen Lebens

satsangi @, Mittwoch, 23.03.2016, 11:05 vor 3614 Tagen @ Uli Strauß 5698 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 23.03.2016, 11:24

Hallo

Der Mensch sucht nach dem Glück, aber er findet keinen Frieden des Gemüts. Selbst wenn er seine Ziele erreicht, bleibt er unbefriedigt. Deshalb nimmt seine Suche nach Frieden und Glück nie ein Ende. Der heilige Augustinus sagte, Gott habe uns die Sinne gegeben, um sie recht zu gebrauchen, wir aber missbrauchen sie dadurch, dass wir uns sinnlichen Vergnügungen hingeben; wohingegen die Glückseligkeit, nach der wir streben sollten, nur in den heiligen Schriften aufgezeigt bleibt.
Der Mensch ist ein beseeltes Wesen, mit Körper, Gemüt und Intellekt ausgestattet. Er sorgt gut für seinen Körper, damit es ihm in häuslichen, sozialen und politischen Dingen wohl ergehe. Intellektuell hat er überdurchschnittliche Fortschritte erzielt. Die Erde, die Meere, den Weltraum hat er erfolgreich erforscht; er hat auch Atombomben hergestellt. Eine einzige kann Millionen Wesen vernichten. Bei all seinen Leistungen ist es seltsam genug, dass er nichts weiß über die Hauptenergiequelle, über die Seele, sein wahres Selbst, von welcher sein Körper und sein Gemüt ihre Kraft erhalten. Er fühlt sich so sehr als der Körper, dass er nicht fähig ist, seine Seele vom Körper zu unterscheiden. Tatsächlich weiß er nicht, dass sein wahres Selbst etwas vom Körper Getrenntes ist. Haben wir jemals über diese Antriebskraft in uns nachgedacht? Konnten wir den Bewohner dieses Körperhauses erkennen?
Die Seele ist ein bewusstes Wesen. So wie jedes Wesen seinen grundlegenden Ursprung hat, hat die Seele letztlich eine Quelle, die Überseele, das unermessliche Meer des All-Bewusstseins. Das gesamte Universum ist seine Offenbarung. Durch die ständige Verbindung mit den Sinnen fühlt sich die Seele eins mit dem Körper. So weiß der Mensch nicht, dass er wahres Glück nur dann haben kann, wenn er fähig ist, sein Selbst den äußeren Hüllen zu entziehen. Die Verstrickung mit Körper und Gemüt ist so groß, dass er immer unglücklich und ruhelos bleibt. Da die Seele bewusst ist, der Körper aber materiell (ohne Bewusstsein), können die beiden nicht gut zusammen existieren.
Wir geben vor, religiös zu sein durch das Lesen heiliger Schriften, ohne dass wir deren wirklichen Sinn erfassen, und durch Darbringen herkömmlicher Gebete an den Stätten der Gottverehrung. Alles aber, was wir erbitten, ist nur körperliche Gesundheit und weltlicher Reichtum. Wir trachten also nach materiellem Wohlergehen, nicht nach Gottverwirklichung. Die meisten von uns bringen Gott nur deshalb Gebete dar, damit sich unsere weltlichen Sehnsüchte erfüllen mögen. Wir suchen Gottes Segnungen nur darum, weil wir körperliche und intellektuelle Riesen werden möchten. So ist Gott nur ein Mittel, um Vergängliches in der Welt zu erlangen. Demnach erhalten wir immer nur das, wonach wir verlangen: Die materielle Welt – nicht Gott.
Gott zu erkennen bedingt, dass wir uns zuerst selbst erkennen. Seit undenklichen Zeiten versuchten viele Gott philosophisch zu erklären. Er aber bleibt wie immer unerklärbar. Gott kann weder durch den Körper, den Verstand noch durch die Sinne erkannt werden. Er kann nur durch die Seele erlebt werden. Solange wir uns nicht selbst erkennen, kann keine Rede davon sein, Gott zu erkennen. Deshalb ist der erste Schritt in diese Richtung die Selbsterkenntnis, die der Gotterkenntnis vorausgeht. „Erkenne dich selbst!”, war immer der Ruf der Heiligen und Weisen gewesen. Guru Nanak1 wurde einmal von einem Moslem-Heiligen gefragt, welches sein Glaube sei. Er antwortete, dass er niemals einen Anspruch darauf erhebe, ein Hindu oder Moslem im üblichen Sinne zu sein. Er erklärte, dass sein Körper aus fünf Elementen zusammengesetzt sei und dass die Gotteskraft in ihm pulsiere.
Hazoor (Baba Sawan Singh) wurde einmal gefragt, zu welcher Religion er gehöre. Er erwiderte: „Wenn Gott ein Hindu ist, bin ich ein Hindu, ist Er ein Sikh, bin ich ein Sikh, ist Er ein Moslem, dann bin auch ich einer und wenn Er ein Christ ist, bin ich ein Christ.”
Alle Religionen sind durch Menschen geschaffen worden. Gott hat niemandem den Stempel einer Religion aufgedrückt. Um die das Universum überwachende Kraft erfahren zu können, ist es unumgänglich und wesentlich, „sich selbst zu erkennen”, wie Christus sagte. Auch Guru Nanak hat gesagt: „Solange man sich nicht selbst analysiert, ist es nicht möglich, die Täuschung abzulegen und die Wirklichkeit zu erkennen. Wenn euer drittes Auge nicht geöffnet ist, könnt ihr Gott nicht erkennen.”


Die Menschen verlieren sich im allgemeinen in die verschiedenartigen Namen Gottes. Die ganze Welt spricht von Naam, aber es gibt nur wenige, welche die wahre Bedeutung von Naam kennen. Naam ist eine Sache der Praxis. Wenn wir uns nicht selbst erkennen, indem wir uns über das Körperbewusstsein erheben, kann die Seele keine Verbindung mit der Überseele herstellen. Deshalb müssen wir unsere Seele mit Naam verbinden.

http://www.ruhanisatsangusa.org/deutsche/broschueren/zweck_des_menschlichen_lebens.htm

"Jene, die sich mit dem Wort verbunden haben,
deren Mühen werden enden.
Nicht nur werden sie erlöst sein, o Nanak, sondern
viele andere werden mit ihnen die Freiheit finden.”

Jap Ji

Gruss satsangi

Was ich an Zaras Argument nicht verstehe ...

Orlando ⌂ @, Mittwoch, 23.03.2016, 11:07 vor 3614 Tagen @ trosinette 5456 Views

Weil die Welt angeblich sadistisch ist (fressen und gefressen werden), muss sie zufällig entstanden sein? Da sehe ich keine logische Verbindung. Eher sollte der Befund "alles sadistisch" doch für Design sprechen ... "zufällig" sollte doch eher als eine bunte Mischung aus Sadismus und seinem Gegenteil erscheinen.

Abartiges Design

Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 11:07 vor 3614 Tagen @ trosinette 5459 Views

Dass dir das Design der Welt und des Lebens nicht in den Kram passt und du
dir alles offenbar weitaus intelligenter vorstellen kannst, ist natürlich
kein stichhaltiges Argument gegen die Existenz eines wie auch immer
gearteten Designers.

Es ist ein Argument gegen den geglaubten intelligenten oder gar allweisen und allgütigen Designer. Das ging eigentlich schon immer ziemlich klar und unzweideutig aus meinen Beiträgen hervor.


Und dieser Welt, diesem Tummelplatz gequälter und geängstigter Wesen, welche nur dadurch bestehn, daß eines das andere verzehrt, wo daher jedes reißende Thier das lebendige Grab tausend anderer und seine Selbsterhaltung eine Kette von Martertoden ist, wo sodann mit der Erkenntniß die Fähigkeit Schmerz zu empfinden wächst, welche daher im Menschen ihren höchsten Grad erreicht und einen um so höheren, je intelligenter er ist, – dieser Welt hat man das System des Optimismus anpassen und sie uns als die beste unter den möglichen andemonstriren wollen. Die Absurdität ist schreiend. – Inzwischen heißt ein Optimist mich die Augen öffnen und hineinsehn in die Welt, wie sie so schön sei, im Sonnenschein, mit ihren Bergen, Thälern, Ströhmen, Pflanzen, Thieren u.s.f. – Aber ist denn die Welt ein Guckkasten? Zu sehn sind diese Dinge freilich schön; aber sie zu seyn ist ganz etwas Anderes. – Dann kommt ein Teleolog und preist mir die weise Einrichtung an, vermöge welcher dafür gesorgt sei, daß die Planeten nicht mit den Köpfen gegen einander rennen, Land und Meer nicht zum Brei gemischt, sondern hübsch auseinandergehalten seien, auch nicht Alles in beständigem Froste starre, noch von Hitze geröstet werde, imgleichen, in Folge der Schiefe der Ekliptik kein ewiger Frühling sei, als in welchem nichts zur Reife gelangen könnte, u. dgl. m. – Aber Dieses und alles Aehnliche sind ja bloße conditiones[680] sine quibus non. Wenn es nämlich überhaupt eine Welt geben soll, wenn ihre Planeten wenigstens so lange, wie der Lichtstrahl eines entlegenen Fixsterns braucht, um zu ihnen zu gelangen, bestehn und nicht, wie Lessings Sohn, gleich nach der Geburt wieder abfahren sollen; – da durfte sie freilich nicht so ungeschickt gezimmert seyn, daß schon ihr Grundgerüst den Einsturz drohte. Aber wenn man zu den Resultaten des gepriesenen Werkes fortschreitet, die Spieler betrachtet, die auf der so dauerhaft gezimmerten Bühne agiren, und nun sieht, wie mit der Sensibilität der Schmerz sich einfindet und in dem Maaße, wie jene sich zur Intelligenz entwickelt, steigt, wie sodann, mit dieser gleichen Schritt haltend, Gier und Leiden immer stärker hervortreten und sich steigern, bis zuletzt das Menschenleben keinen andern Stoff darbietet, als den zu Tragödien und Komödien, – da wird, wer nicht heuchelt, schwerlich disponirt seyn, Hallelujahs anzustimmen. Den eigentlichen, aber verheimlichten Ursprung dieser letzteren hat übrigens, schonungslos, aber mit siegender Wahrheit, David Hume aufgedeckt, in seiner Natural history of religion, Sect. 6, 7, 8 and 13. Derselbe legt auch im zehnten und elften Buch seiner Dialogues on natural religion, unverhohlen, mit sehr triftigen und dennoch ganz anderartigen Argumenten als die meinigen, die trübsälige Beschaffenheit dieser Welt und die Unhaltbarkeit alles Optimismus dar; wobei er diesen zugleich in seinem Ursprung angreift. Beide Werke Hume's sind so lesenswerth, wie sie in Deutschland heut zu Tage unbekannt sind, wo man dagegen, patriotisch, am ekelhaften Gefasel einheimischer, sich spreizender Alltagsköpfe unglaubliches Genügen findet und sie als große Männer ausschreit.


Mit freundlichen Grüssen

Zara

Ausweichen

Falkenauge @, Mittwoch, 23.03.2016, 11:17 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5496 Views

Es ist ein Argument gegen den geglaubten intelligenten oder gar allweisen
und allgütigen Designer. Das ging eigentlich schon immer ziemlich klar und
unzweideutig aus meinen Beiträgen hervor.

trosinette und Orlando haben recht. Du weichst vor meinem Argument aus, in dem ein "allweiser und allgütiger Designer" gar nicht behauptet wird, sondern nur, dass dem Organismus Mensch ein intelligente Plan zugrunde liegenh muss. Die Fragen, die Du aufwirfst, stellen sich dann erst und können nur aus einem größeren Evolutionszusammenhang beantwortet werden.

Gruß
Falkenauge

's gibt keinen Zufall :-)

Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 11:22 vor 3613 Tagen @ Orlando 5447 Views

bearbeitet von Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 11:52

Weil die Welt angeblich sadistisch ist (fressen und gefressen werden), muss
sie zufällig entstanden sein? Da sehe ich keine logische Verbindung. Eher
sollte der Befund "alles sadistisch" doch für Design sprechen ...
"zufällig" sollte doch eher als eine bunte Mischung aus Sadismus und
seinem Gegenteil erscheinen.

Hallo Orlando

Wo schreibe ich, dass sie zufällig entstanden sein soll? Wo schreibe ich, dass sie überhaupt entstanden ist, und nicht einfach ewig hier, ewig strebend, leidend, irrend?
Es ist halt Wille und Vorstellung in der Welt, ein Wettstreit widerstreitender Kräfte, und das traurige Gesamtbild ist halt das Resultat dieses Strebens.
Ich schreibe auch nirgends, es sei 'alles sadistisch'. Ohne den Gegenpol kann es gar keinen Sadismus geben, ohne Leid kein Mitleid. Dennoch liesse sich ein Konstrukt eines Designers, das auf Sadismus, Leid und dem Gegenpol aufbaut, in keinster Weise moralisch rechtfertigen.

Im Grunde aber ist es ganz überflüssig, zu streiten, ob des Guten oder des Uebeln mehr auf der Welt sei: denn schon das bloße Daseyn des Uebels entscheidet die Sache; da dasselbe nie durch das daneben oder danach vorhandene Gute getilgt, mithin auch nicht ausgeglichen werden kann:

Mille piacer' non vagliono un tormento. (Petrarca)

Denn, daß Tausende in Glück und Wonne gelebt hätten, höbe ja nie die Angst und Todesmarter eines Einzigen auf: und eben so wenig macht mein gegenwärtiges Wohlseyn meine früheren Leiden ungeschehn. Wenn daher des Uebeln auch hundert Mal weniger auf der Welt wäre, als der Fall ist; so wäre dennoch das bloße Daseyn desselben hinreichend, eine Wahrheit zu begründen, welche sich auf verschiedene Weise, wiewohl immer nur etwas indirekt ausdrücken läßt, nämlich, daß wir über das[674] Daseyn der Welt uns nicht zu freuen, vielmehr zu betrüben haben; – daß ihr Nichtseyn ihrem Daseyn vorzuziehn wäre; – daß sie etwas ist, das im Grunde nicht seyn sollte; u.s.f. Ueberaus schön ist Byron's Ausdruck der Sache:

Our life is a false nature, – 'tis not in

The harmony of things, this hard decree,

This uneradicable taint of sin,

This boundless Upas, this all-blasting tree

Whose root is earth, whose leaves and branches be

The skies, which rain their plagues on men like dew –

Disease, death, bondage – all the woes we see –

And worse, the woes we see not – which throb through

The immedicable soul, with heart-aches ever new74.

http://www.zeno.org/Philosophie/M/Schopenhauer,+Arthur/Die+Welt+als+Wille+und+Vorstellu...

Intelligente Gewalt

Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 11:32 vor 3613 Tagen @ Falkenauge 5295 Views

bearbeitet von Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 11:47

Es ist ein Argument gegen den geglaubten intelligenten oder gar

allweisen

und allgütigen Designer. Das ging eigentlich schon immer ziemlich klar

und

unzweideutig aus meinen Beiträgen hervor.


trosinette und Orlando haben recht. Du weichst vor meinem Argument aus, in
dem ein "allweiser und allgütiger Designer" gar nicht behauptet wird,
sondern nur, dass dem Organismus Mensch ein intelligente Plan zugrunde
liegenh muss.


Witzig. Genau diesem Argument bin ich nicht ausgewichen und weise gerade auf den Irrwitz hin, wenn ein derart abscheulicher Plan als intelligent bezeichnet wird. Jeder Mensch mit ein bisschen Moral würde sich schämen, ein derart gewaltttätiges Konstrukt (Mensch/Welt) zu planen und auch noch zu realisieren.


Grüsse, Zara

Ich weiß, ist mir aber egal.

trosinette @, Mittwoch, 23.03.2016, 12:11 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5163 Views

Guten Tag,

Das ging eigentlich schon immer ziemlich klar und unzweideutig aus meinen Beiträgen hervor.

Ich weiß, dass mein Geschreibsel im Focus deiner klaren Argumente nicht standhalten kann - ist mir aber egal. Was mir bei uns Zivilisten schon immer etwas gegen den Strich ging ist dieser verrückte Glaube an die Klarheit und diese ständige irrwitzige argumentative Sachlichkeit. Obwohl ich zugeben muss, dass ich mir dieses argumentative Sachlichkeit hin und wieder mal von meiner Frau und meinen Töchtern wünschen würde.

Außerdem kann es ja sein, das Abseits der sachlichen Argumente, für mich als Leser, aus dem Geschreibsel des Schreiberlings Dinge her­vor­tre­ten, von denen der Schreiberling selber nix weiß, auch wenn es bei deinem sachlich klaren Durchblick natürlich höchst unwahrscheinlich ist.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

...und ich dachte Gott wäre ein Spießer...

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Mittwoch, 23.03.2016, 12:35 vor 3613 Tagen @ satsangi 5238 Views

Hazoor (Baba Sawan Singh) wurde einmal gefragt, zu welcher Religion er
gehöre. Er erwiderte: „Wenn Gott ein Hindu ist, bin ich ein Hindu, ist
Er ein Sikh, bin ich ein Sikh, ist Er ein Moslem, dann bin auch ich einer
und wenn Er ein Christ ist, bin ich ein Christ.”

http://www.ruhanisatsangusa.org/deutsche/broschueren/zweck_des_menschlichen_lebens.htm

------- Disclaimer -------
Alles Folgende ist subjektiv, erhebt - obwohl möglicherweise klar und pointiert formuliert - nicht den Anspruch die Wahrheit zu sein, sondern sind schlichte Erzählungen oder subjektive Ableitungen aus meinem persönlichen Weltbild.
--------------------------


Hallo satsangi,

danke, aber da komme ich jetzt doch wieder in Stress.
Gerade hatte ich mich darauf eingestellt, dass Gott durch mich auch den Zustand der Langeweile, der Dummheit, der Unbewusstheit oder des Materialisten verwirklichen möchte...
...und dann kommst Du und sagst ich soll wieder irgendwas anderes tun [[zwinker]]

Ich denke: „Wenn Gott ein Spießer ist, bin ich ein Spießer, ist Er ein Dummkopf, bin ich ein Dummkopf, ist Er ein Unbewusster, dann bin auch ich einer und wenn Er ein Materialist ist, bin ich ein Materialist.”

Und dass das menschliche Leben einen Zweck hat, ist mir bisher auch verborgen geblieben.
Ich habe immer angenommen, dass wir Menschen den Zweck erfunden haben.
So dachte ich immer, dass wir einfach - z. b. wie die Kinder - leben sollen und Gott würde es schon richten.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

"die andere Seite"...

satsangi @, Mittwoch, 23.03.2016, 13:46 vor 3613 Tagen @ Köpi 5116 Views

Hallo

Zum Thema Nahtoderfahrungen finde ich die Erlebnisse des Dr. Eben
Alexander sehr interessant,
handelt es sich doch bei ihm um einen neurochirurgischen Schulmediziner
ersten Grades, der durch ein erlittenes Koma „die andere Seite“ kennen
lernte und quasi vom Saulus zum Paulus mutierte.

Der Mantel besteht aus: Physischer/Astraler/Kausal/ - Hülle

Bei einer Nahtoderfahrung kann man sich von ausserhalb betrachten, d.h.

man verlässt die menschliche Hülle und tritt in die Astralhülle, da aber dabei die Silberschnur nicht zerrissen wird, bleibt der Kontakt mit dem physischen bestehen.
Die Uhr ist noch nicht abgelaufen und man muss wieder zurück in den Körper.

Reisst die Silberschnur, welcher den Körper mit dem nötigen "Strom" versorgt, gehen die Lichter aus,
das Leben erlischt, der Körper zerfällt.

Gruss satsangi

P.S.

Tägliches Zitat, 13. März 2016
Heilige sprechen zur gesamten Welt, doch nur einige wenige Glückliche hören zu.
SANT RAJINDER SINGH

Witzig

Falkenauge @, Mittwoch, 23.03.2016, 13:48 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5179 Views

bearbeitet von unbekannt, Mittwoch, 23.03.2016, 14:31

Witzig. Genau diesem Argument bin ich nicht ausgewichen und weise
gerade auf den Irrwitz hin, wenn ein derart abscheulicher Plan als
intelligent bezeichnet wird. Jeder Mensch mit ein bisschen Moral würde
sich schämen, ein derart gewaltttätiges Konstrukt (Mensch/Welt) zu planen
und auch noch zu realisieren.

Doch, Du weichst wieder aus, indem Du intelligent mit moralisch unzulässig vermischst. Wenn der menschliche Organismus nach einem intelligenten Plan aufgebaut ist und funktioniert, hat das doch mit Moral nichts zu tun! Moral kommt erst durch das geistige Wesen des Menschen ins Spiel, das sich dieses Organismus als Werkzeug bedient.
Etwas differenzierteres Denken ist schon nötig.

Gruß
Falkenauge

Der Augenblick

Rybezahl, Mittwoch, 23.03.2016, 15:03 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5070 Views

Hi Zarathustra!

Ich habe immer mal wieder diese Momente, ganz unverhofft, in allen möglichen Situationen, da sehe ich die Welt mit anderen Augen. Trotz der, nun, manchmal erbärmlichen Zustände weiß ich plötzlich: Alles bestens. Dieser eine, grauenhafte Augenblick, der ist genau richtig und gut so. Ich schließe gern daraus, dass das für alle anderen Augenblicke auch gilt.
Ist zwar kein Argument für einen Designer, aber es spricht auch nicht dagegen.

Wie auch immer, muss ja auch nichts bedeuten... es ist so, wie es ist.

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Ein amoralischer Schöpfer schöpft die Moral?

Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 15:38 vor 3613 Tagen @ Falkenauge 5047 Views

bearbeitet von Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 15:57

Witzig. Genau diesem Argument bin ich nicht ausgewichen und weise
gerade auf den Irrwitz hin, wenn ein derart abscheulicher Plan als
intelligent bezeichnet wird. Jeder Mensch mit ein bisschen Moral würde
sich schämen, ein derart gewaltttätiges Konstrukt (Mensch/Welt) zu

planen

und auch noch zu realisieren.


Doch, Du weichst wieder aus, indem Du intelligent mit moralisch
unzulässig vermischst.


Das ist nicht unzulässig. Wenn Dir Allmacht zugesprochen würde und Du hättest die Möglichkeit, in einem allgenugsamen Meer des Nichts (Nirwana)

a) ein Etwas zu schaffen, und Du würdest exakt dieses komplexe, universale, komplizierte Gemetzel planen und realisieren, oder aber

b) es bei einem Nichts bleiben zu lassen,

... dann wäre der Falkenauge b) der wesentlich intelligentere als der Falkenauge a)

Weil das ja klar ist.

Wenn der menschliche Organismus nach einem
intelligenten Plan aufgebaut ist und funktioniert, hat das doch mit Moral
nichts zu tun!

Und ob! Leidende und sich gegenseitig quälende Organismen zu schaffen ist alles andere als intelligent.

Moral kommt erst durch das geistige Wesen des Menschen ins
Spiel, das sich dieses Organismus als Werkzeug bedient.

Ach so, ein amoralischer Schöpfer hat Menschen mit Moralempfindungen geschöpft.

Verblüffend, was diesem Typen alles einfiel. Du glaubst also an einen amoralischen Gott, der sich an einer qualvollen Welt ergötzt. Wie kommt's?

Etwas differenzierteres Denken ist schon nötig.

In der Tat ...

Gruß
Falkenauge

Grüsse, Zara

Das Leben als Kampf

nemo, Mittwoch, 23.03.2016, 16:07 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5121 Views

bearbeitet von nemo, Mittwoch, 23.03.2016, 16:12

Das ist nicht unzulässig. Wenn Dir Allmacht zugesprochen würde und Du
hättest die Möglichkeit, in einem allgenugsamen Meer des Nichts
(Nirwana)

a) ein Etwas zu schaffen, und Du würdest exakt dieses komplexe,
universale, komplizierte Gemetzel planen und realisieren, oder aber

b) es bei einem Nichts bleiben zu lassen,


Da ist jeder ernstzunehmende Esoteriker doch hundert Mal kämpferischer
und inspirierter unterwegs als Du.

Der Esoteriker nimmt die Herausforderung des Lebens an indem er begreift,
dass alles ein Kampf um Bewusstheit und das Überwinden des Leidens ist.

Nur der Materialist heult in Internet-Foren herum und beschwert sich über
die Ungerechtigkeit des Universums.

Vielleicht sollte der Materialist – der übrigens gerade tatkräftig daran arbeitet,
diesen Planeten unbewohnbar zu machen – mal in sich selbst hinein schauen
um herauszufinden, wofür es sich zu kämpfen lohnt und was der Sinn dieses
Kampfes ist.

Gruß
nemo

Die Allmacht

Falkenauge @, Mittwoch, 23.03.2016, 16:08 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5107 Views

Das ist nicht unzulässig. Wenn Dir Allmacht zugesprochen würde und Du
hättest die Möglichkeit, in einem Nichts (Nirwana)

a) ein Etwas zu schaffen, und Du würdest exakt dieses komplexe,
universale, komplizierte Gemetzel planen und realisieren, oder aber

b) es bei einem Nichts bleiben zu lassen,

... dann wäre der Falkenauge b) der wesentlich intelligentere als der
Falkenauge a)

Noch einmal: Ich habe nicht von dem intelligenten Plan, der dem menschlichen Organismus zugrunde liegt, auf die Existenz eines allmächtigen Gottes geschlossen, sondern nur, dass er von einem höheren intelligenten Wesen stammen muss, so wie der Funktionsplan eines Motors von einem intelligenten Menschen. Das hat mit Moral zunächst nichts zu tun.

Es geht um das Entstehen des Menschen: zufällig, also materialistischer Wunderglaube oder aus einer höheren Intelligenz heraus.

Orlando schrieb zu recht: "Weil die Welt angeblich sadistisch ist (fressen und gefressen werden), muss sie zufällig entstanden sein?" Das ist der Punkt.

Dass Du die ganze Schöpfung in maßloser Empörung als unmoralisch beurteilst, die deshalb nicht von einem (allmächtigen) Gotte stammen könne, den es daher auch gar nicht geben könne, kommt vielleicht daher, dass Du Dir nicht vorstellen kannst, dass sowohl schöpferisch gute wie zerstörerisch böse höhere Wesen auf den Menschen einwirken, der die Freiheit hat oder haben soll, zu erkennen und sich zu entscheiden.
Vielleicht musst Du Deinen Erkenntnishorizont (wie wir alle, natürlich) noch etwas erweitern.

Gruß
Falkenauge

Viele Köche verderben den Brei

trosinette @, Mittwoch, 23.03.2016, 16:44 vor 3613 Tagen @ Falkenauge 5206 Views

Guten Tag,

kommt vielleicht daher, dass Du Dir nicht vorstellen kannst, dass sowohl
schöpferisch gute wie zerstörerisch böse höhere Wesen auf den Menschen
einwirken, der die Freiheit hat oder haben soll, zu erkennen und sich zu
entscheiden.

Gute Idee. Ich glaube ab sofort, dass mehrere höherer Designer die Finger im Spiel haben, die sich mit ihrer Allmacht gegenseitig auf den Füßen rumtreten. Der eine Designer hat sogar seinen Sohn ins Rennen geworfen, um das Ruder herumzureißen. Die Maßnahme ist aber verpufft. Für mich wäre damit die Ursächlichkeit für das irdische Chaos vorerst geklärt und freudige Ostertage im Kreise der Familie werden sich wohl kaum noch vermeiden lassen.

Wie Zara darauf kommt, dass sich Intelligenz und Sadismus beim Allmächtigen gegenseitig ausschließen müssen bzw. sollten bleibt mir allerdings unklar.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Lesen und verstehen

Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 18:20 vor 3613 Tagen @ nemo 5128 Views

Das ist nicht unzulässig. Wenn Dir Allmacht zugesprochen würde und Du
hättest die Möglichkeit, in einem allgenugsamen Meer des Nichts
(Nirwana)

a) ein Etwas zu schaffen, und Du würdest exakt dieses komplexe,
universale, komplizierte Gemetzel planen und realisieren, oder aber

b) es bei einem Nichts bleiben zu lassen,

Da ist jeder ernstzunehmende Esoteriker doch hundert Mal kämpferischer
und inspirierter unterwegs als Du.

Der Esoteriker nimmt die Herausforderung des Lebens an indem er begreift,

dass alles ein Kampf um Bewusstheit und das Überwinden des Leidens ist.

Nur der Materialist heult in Internet-Foren herum und beschwert sich
über
die Ungerechtigkeit des Universums.

Lesen scheint nicht Deine Stärke zu sein. Ich heule nicht über die Ungerechtigkeit des Universums, sondern lache über den Glauben der Esos.

Grüsse, Zara

Amoralische 'Intelligenz'

Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 18:39 vor 3613 Tagen @ Falkenauge 5051 Views

bearbeitet von Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 18:55

Das ist nicht unzulässig. Wenn Dir Allmacht zugesprochen würde und Du
hättest die Möglichkeit, in einem Nichts (Nirwana)

a) ein Etwas zu schaffen, und Du würdest exakt dieses komplexe,
universale, komplizierte Gemetzel planen und realisieren, oder aber

b) es bei einem Nichts bleiben zu lassen,

... dann wäre der Falkenauge b) der wesentlich intelligentere als der
Falkenauge a)


Noch einmal: Ich habe nicht von dem intelligenten Plan, der dem
menschlichen Organismus zugrunde liegt, auf die Existenz eines
allmächtigen Gottes geschlossen,

Aber auf einen Gott, der all die Organismen geplant und erschaffen hat.
Oder waren hier verschiedene Götter am Werk? Einer für die Menschen, andere für Schimpansen, und wieder andere für Amöben?

sondern nur, dass er von einem höheren
intelligenten Wesen stammen muss,

Von einem Gott hast Du gesprochen, indem Du der Negierung eines solchen widersprochen hast.

so wie der Funktionsplan eines Motors von
einem intelligenten Menschen. Das hat mit Moral zunächst nichts zu tun.

Dafür mit Aberglaube. Evolution ist kein Plan der Götter.

Es geht um das Entstehen des Menschen: zufällig, also materialistischer
Wunderglaube oder aus einer höheren Intelligenz heraus.

Das ist beides Unsinn. Weder gibt es den Zufall, noch den Plan der Götter (Götzen). Was es jedoch gibt, ist Evolution. Säugetiere sind bekanntlich nicht von heute auf morgen entstanden, sondern mit den Jahrmillionen. Man lese 'Die Welt als Wille und Vorstellung'.

Orlando schrieb zu recht: "Weil die Welt angeblich sadistisch ist (fressen
und gefressen werden), muss sie zufällig entstanden sein?" Das ist der
Punkt.

Das ist nicht der Punkt. Beide Varianten sind Unsinn.

Dass Du die ganze Schöpfung in maßloser Empörung als unmoralisch
beurteilst, die deshalb nicht von einem (allmächtigen) Gotte stammen
könne, den es daher auch gar nicht geben könne, kommt vielleicht daher,
dass Du Dir nicht vorstellen kannst, dass sowohl schöpferisch gute wie
zerstörerisch böse höhere Wesen auf den Menschen einwirken, der die
Freiheit hat oder haben soll, zu erkennen und sich zu entscheiden.

Ich empöre mich doch nicht über die Evolution. Ich mache mich lustig über den Glauben der Gläubigen, die das Resultat des gepriesenen Werkes als den Plan einer zentralen Intelligenz anbeten.

Die Absurdität ist – mit Schopenhauer gesprochen – schreiend!

Als ob eine amoralische Instanz, der das Leid der geschöpften Organismen am Arsch vorbeigeht, irgend etwas mit Intelligenz zu tun haben könnte.

Da dieser Unsinn offensichtlich nicht haltbar ist, kommst Du jetzt auch noch mit bösen höheren Wesen daher. Habe die guten und die bösen höheren Wesen das Ganze nun gemeinsam geplant? Der liebe Gott und der Teufel?

Vielleicht musst Du Deinen Erkenntnishorizont (wie wir alle, natürlich)
noch etwas erweitern.

Na ja. ...

Gruß
Falkenauge

Grüsse, Zara

Was kümmert's den Mond, wenn ihn der Mops anbellt...

nemo, Mittwoch, 23.03.2016, 18:48 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5162 Views

Lesen scheint nicht Deine Stärke zu sein. Ich heule nicht über die
Ungerechtigkeit des Universums, sondern lache über den Glauben der Esos.

Grüsse, Zara


Über die Erkenntnisse anderer zu lachen, klingt eher nach Zähneknirschen...

Gruß
nemo

Intelligenz-Begriff

Zarathustra, Mittwoch, 23.03.2016, 19:01 vor 3613 Tagen @ trosinette 5106 Views

Guten Tag,

kommt vielleicht daher, dass Du Dir nicht vorstellen kannst, dass sowohl

schöpferisch gute wie zerstörerisch böse höhere Wesen auf den

Menschen

einwirken, der die Freiheit hat oder haben soll, zu erkennen und sich zu

entscheiden.


Gute Idee. Ich glaube ab sofort, dass mehrere höherer Designer die Finger
im Spiel haben, die sich mit ihrer Allmacht gegenseitig auf den Füßen
rumtreten. Der eine Designer hat sogar seinen Sohn ins Rennen geworfen, um
das Ruder herumzureißen. Die Maßnahme ist aber verpufft. Für mich wäre
damit die Ursächlichkeit für das irdische Chaos vorerst geklärt und
freudige Ostertage im Kreise der Familie werden sich wohl kaum noch
vermeiden lassen.

Ja, solche Theorien kann man nur sarkastisch kommentieren.

Wie Zara darauf kommt, dass sich Intelligenz und Sadismus beim
Allmächtigen gegenseitig ausschließen müssen bzw. sollten bleibt mir
allerdings unklar.

Weil ich von einem Gott keine Fachidiotie, sondern eine umfassende Intelligenz erwarten würde, also auch eine emotionale.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider


Frohe Ostern

Zara

Kann Intelligent Design nicht ergebnisoffen sein?

Nonpopulo @, Mittwoch, 23.03.2016, 21:57 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5182 Views

Hey Zara,

ich bin genau so gottlos wie du, aber die Möglichkeit eines Designs, das so intelligent ist, dass der Designer seine Entwicklung nicht voraussagen kann, ziehe ich trotzdem in Betracht.

Beste Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Evolution

Falkenauge @, Mittwoch, 23.03.2016, 22:29 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5066 Views

Das ist beides Unsinn. Weder gibt es den Zufall, noch den Plan der Götter
(Götzen). Was es jedoch gibt, ist Evolution.

Und wie und wodurch ist die "Evolution" entstanden?
Irgendwie eben?
Du gibst dem Problem nur einen anderen Namen.

Der Verstand der menschlichen Spezies

Cliff @, Bad Homburg, Mittwoch, 23.03.2016, 23:16 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5051 Views

Wenn wir mit unserem lächerlichen Verstand auch nur im allerentferntesten in der Lage wären auch nur den allerkleinsten Schimmer einer Idee von dem Sinn und Zweck des Ganzen auch nur phantasieren zu könnten...

- Ja dann wäre wirklich keine Intelligenz am Werk.

Wir haben noch nicht einmal den kleinsten Schimmer wie unser eigener Körper funktioniert. Müsste unser lächerlicher Verstand alle im Körper ablaufenden Funktionen wie ein Computer steuern, dann wären wir in Sekunden tot.

Ja, wir wissen noch nicht einmal ansatzweise wer wir selbst sind. Wir wissen nur, dass wir nicht der Verstand sein können.

Und jetzt kommst der Verstand des Internetnutzers Zara und will eine "moralische" Überlegung anstellen und meint dann etwas wissen zu können über das Ganze.

Cliff

Die Ewigkeit ist nicht entstanden

Zarathustra, Donnerstag, 24.03.2016, 08:16 vor 3613 Tagen @ Falkenauge 5018 Views

Das ist beides Unsinn. Weder gibt es den Zufall, noch den Plan der

Götter

(Götzen). Was es jedoch gibt, ist Evolution.


Und wie und wodurch ist die "Evolution" entstanden?
Irgendwie eben?
Du gibst dem Problem nur einen anderen Namen.

Was ewig ist, entsteht und vergeht nicht.

Wo ist er denn, der Designer?

Zarathustra, Donnerstag, 24.03.2016, 08:29 vor 3613 Tagen @ Nonpopulo 4973 Views

bearbeitet von Zarathustra, Donnerstag, 24.03.2016, 08:40

Hey Zara,

Guten Morgen, Nonpopulo

ich bin genau so gottlos wie du, aber die Möglichkeit eines Designs, das
so intelligent ist, dass der Designer seine Entwicklung nicht voraussagen
kann, ziehe ich trotzdem in Betracht.


Und wo hockt denn dieser Versager? Jenseits der Welt? Schöpft ein ganzes Universum/Multiversum und ist jetzt nicht mehr in der Lage, den Wahnsinn zu stoppen und an deren Statt eine Friede-Freude-Eierkuchen-Welt zu gestalten? Ein zynischer Nicht-Interventionist? Oder ist er gestorben?

Na ja, am Wochenende kommen dann wieder die Osterhasen, dann ...

... falln s' auf die Knie und tun beten
dem Bauern sein Kind kann endlich den Himmel betreten ...

Beste Grüsse, Zara

Eine persönliche Frage

trosinette @, Donnerstag, 24.03.2016, 09:26 vor 3613 Tagen @ Zarathustra 5033 Views

Guten Tag,

Ja, solche Theorien kann man nur sarkastisch kommentieren.

So sarkastisch wie es rüberkommt war es nicht gemeint. Ich kann bekanntlich dem ganzen Überirdischen, Christlichen und wie auch immer vorgestellten Gottesgedöns in seiner Symbolik einiges abgewinnen. Zumindest mehr als der Thermodynamik.

Und nun die persönliche Frage: Wenn die letzten versprengten Pseudo-Christen im gottlosen Gelben-Forum vortreten und sich deiner übermächtigen argumentativen Autorität beugen und abschwören, würdest du dich dann besser fühlen?

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Abschwören

Kurt @, Donnerstag, 24.03.2016, 10:24 vor 3613 Tagen @ trosinette 5510 Views

Guten Tag,

Hi,

So sarkastisch wie es rüberkommt war es nicht gemeint. Ich kann
bekanntlich dem ganzen Überirdischen, Christlichen und wie auch immer
vorgestellten Gottesgedöns in seiner Symbolik einiges abgewinnen.
Zumindest mehr als der Thermodynamik.

Das evolvierende Leben selbst = gesundes Gewebe = stationär blubbern ist göttlich, da und solange es dem Ur-Gesetz allen Lebens folgt, das wir, aus der Thermodynamik abgeleitet, nunmehr als die Vergebung identifiziert bzw. bestätigt haben. Wer vergibt=kühlt, der lebt und ist damit Teil des Göttlichen. Übertragung des Ur-Gesetzes auf Kommunikation, Religion, Ehe-Hölle, Geld und Wirtschaft = Hauptstudium.

Und nun die persönliche Frage: Wenn die letzten versprengten
Pseudo-Christen im gottlosen Gelben-Forum vortreten und sich deiner
übermächtigen argumentativen Autorität beugen und abschwören, würdest
du dich dann besser fühlen?

Abschwören soll man nicht dem Göttlichen=dem Leben, sondern nur der patriarchalen Verseuchung = Verblödung = dem Krebs.

Hochachtungsvoll
Kurt

--
Für das verantwortlich zu sein, was ich sage, ist eine Sache.
Aber dafür verantwortlich zu sein, was jeder, der in meinem Leben vorkommt,
sagt oder tut, ist eine ganz andere Sache.

Ich weiß, dass ich nicht weiß

nemo, Donnerstag, 24.03.2016, 11:51 vor 3612 Tagen @ Cliff 4827 Views

bearbeitet von nemo, Mittwoch, 11.05.2016, 18:49

Ja, wir wissen noch nicht einmal ansatzweise wer wir selbst sind. Wir
wissen nur, dass wir nicht der Verstand sein können.


Ja. Es gibt neben dem automatischen Denken eine Bewusstseinsebene
der reinen Wahrnehmung. Auf dieser Wahrnehmungsebene ändert
sich das auch Denken.

Das ist das ganze Geheimnis der Esoterik und der Schamanen wie
Castaneda usw.

Man kann also sagen, dass wir die Welt und uns selbst nicht erkennen,
solange wir die automatische Denkmaschine innerhalb unserer selbst
nicht beherrschen können.

Und darin haben die Esoteriker halt recht, wenn sie sagen, dass wir
uns zuerst selbst verstehen müssen, bevor wir die Welt verstehen
können. Das war auch der Zweck von Religion. Der Zugang zum
Verstehen muss erst einmal in uns selbst geschaffen werden.

Die größeren Zusammenhänge können nicht erkannt werden, wenn
naive moralische oder emotionale Sichtweisen und Vorstellungen das
Verstehen vernebeln. Und schon gar nicht mit automatischem Denken,
das die Bewusstwerdung permanent verhindert.

Wenn wir uns, wie die Buddhisten sagen, in einem Zustand der Maya
– der Illusionen und Selbsttäuschungen – befinden, dann muss
zuerst diese Selbsttäuschung aufgelöst werden, bevor irgendetwas
anderes erkannt werden kann.

„Ich weiß, dass ich nicht weiß“, ist der Beginn der Auflösung der
Selbstillusionen. Die Negation des Falschen als Voraussetzung
des Verstehens.

Gruß
nemo

Ich leite die Frage weiter

Mephistopheles @, Datschiburg, Donnerstag, 24.03.2016, 12:10 vor 3612 Tagen @ Kurt 5035 Views

Abschwören soll man nicht dem Göttlichen=dem Leben, sondern nur der
patriarchalen Verseuchung =
Verblödung
= dem Krebs.

Wenn du der patriarchalen Verseuchung, der Verblödung, dem Krebs, abgeschworen hast, würdest du dich dann besser fühlen, oder würdest du einfach aufhören zu existieren?

Ist eine ernstgemeinte Frage.
Et inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te.
Die sich nach Ruhe sehen, werden diese finden - im Tode.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

weitere Implikationen aus dem Modell XXXXX

Hinterbänkler @, Schweiz - tief im Emmental, Donnerstag, 24.03.2016, 14:12 vor 3612 Tagen @ Zarathustra 4840 Views

Weil ich von einem Gott keine Fachidiotie, sondern eine umfassende
Intelligenz erwarten würde, also auch eine emotionale.


------- Disclaimer -------
Alles Folgende ist subjektiv, erhebt - obwohl möglicherweise klar und pointiert formuliert - nicht den Anspruch die Wahrheit zu sein, sondern sind schlichte Erzählungen oder subjektive Ableitungen aus meinem persönlichen Weltbild.
--------------------------


Lieber Zarathustra,

ich will nur mal einen kleinen Gedanken von der Seite einwerfen:

Vielleicht kann ein XXXXX gar nicht intelligent sein, weil Intelligenz eine Zuschreibung eines abgegrenzten Individualtraums ist, der nach der Auflösung des abgegrenzten Traums (= Tod) für diesen keine montierbare Relevanz mehr hat. Für andere Träume werden andere Intelligenz-Verständnisse (möglicherweise nur leicht abweichend) montiert.

Dasselbe gilt sicher auch für emotionale Aspekte: Ein XXXXX kann nicht emotional oder empathisch sein.
Emotionen oder Empathie sind Konzepte der von uns montierten Realität.

Danke und Gruß
Hinterbänkler

--
...und es gibt überhaupt gute Gründe dafür, zu mutmassen, daß in einigen Stücken die Götter insgesamt bei uns Menschen in die Schule gehen könnten. Wir Menschen sind - menschlicher ...

Friedrich Nietzsche 'Jenseits von Gut und Böse'

Ihr beide überseht etwas

BennyF @, Donnerstag, 24.03.2016, 15:16 vor 3612 Tagen @ Zarathustra 4801 Views

Das Universum mit den (irrelevanten) Menschen darin ist nicht nur ein gewalttätiges Konstrukt. Gewalttätig ist nur ein kleiner Teil davon, der aber aufgrund seiner Irrelevanz nur einen verschwindend geringen Zeitanteil darin verleben darf, bevor er abdankt und für immer verschwindet.

Ihr beide nehmt den Menschen viel zu wichtig. Und ja, selbst unter den Menschen gibt es eine Menge schöne und nicht abscheuliche Dinge!

Nein, Du bist derjenige, der etwas übersieht

Zarathustra, Donnerstag, 24.03.2016, 16:56 vor 3612 Tagen @ BennyF 4836 Views

bearbeitet von Zarathustra, Donnerstag, 24.03.2016, 17:02

Das Universum mit den (irrelevanten) Menschen darin ist nicht nur ein
gewalttätiges Konstrukt.

Und wer soll dies übersehen haben? Du hast übersehen, was geschrieben steht.

Gewalttätig ist nur ein kleiner Teil davon, der
aber aufgrund seiner Irrelevanz nur einen verschwindend geringen Zeitanteil
darin verleben darf, bevor er abdankt und für immer verschwindet.

Lustig. Wieviele andere Leben frisst Du (und nicht nur Du), bevor Du abdankst?
So ziemlich genau das Gegenteil von dem, was Du hier schreibst, ist wahr.

Ihr beide nehmt den Menschen viel zu wichtig. Und ja, selbst unter den
Menschen gibt es eine Menge schöne und nicht abscheuliche Dinge!

Das Prinzip der Gewalt zieht sich durchs gesamte Universum, vom Kleinsten bis zum Grössten. Galaxien werden genauso gefressen wie Viren. Das können wir nicht ändern. Menschen könnten nur die menschliche Gewalt, die in der Zivilisation (Patriarchat/Hyperkollektiv) auf die Spitze getrieben wird, beseitigen, wenn sie es denn wollten.

Kurt fühlt sich besser

trosinette @, Donnerstag, 24.03.2016, 17:04 vor 3612 Tagen @ Mephistopheles 4743 Views

Guten Tag,

würdest du dich dann besser fühlen

Kurt fühlt sich besser.

Bei mir ist es so, dass jedes Denken, und auch das Denken das zum Abschwören drängt, doch bitte meine Stimmungslage heben möchte.

Wenn ich alles vollumfänglich zu Ende durchdacht habe und mir darüber hinaus keine Raum für irrwitzige Spinnereien im Denken lasse, werde ich an meiner Stimmungslage vermutlich nicht mehr viel schrauben können. Nur gut, dass ich zwar haufenweise Krimskrams denkend halbwegs durchdringen kann, ich mir aber selber in weiten Teilen immer rätselhaft bleiben werde.

Mit freundlichen Grüßen
Schneider

Ewigkeit

Falkenauge @, Donnerstag, 24.03.2016, 19:53 vor 3612 Tagen @ Zarathustra 4910 Views

Was ewig ist, entsteht und vergeht nicht.

Das stimmt. Ewigkeit ist ja auch nur ein anderes Wort für Gott. Insofern bist Du mit Deinen eigenen Gedanken ohne es zu merken wieder beim Göttlichen angekommen.

Aber abgesehen davon stimmt es nicht, dass die Evolution ewig sei. Alles, was als Evolution im Irdischen geschieht, geschieht im Raum und verläuft in der Zeit, also es entsteht und vergeht.

Es sei denn Dein Begriff der Evolution schließt auch alles übersinnliche Geschehen, die Entwicklung geistiger Wesen mit ein, bei denen es nicht Geburt und Tod, sondern nur Verwandlung gibt. Aber daran glaubst Du ja nicht.

Einen evolutionären Prozess in Raum und Zeit machen nur die materiellen Körper durch. Sie entstehen und vergehen. Davon unterscheiden muss man Seele und Geist, die sich in ihnen materialisieren, um eine Entwicklung durchzumachen. Wer den Geist des Menschen nicht von seinem Leibe unterscheidet, kommt mit der Wirklichkeit nicht zurecht.

Der Geist aber lebt - und damit kommen wir wieder auf das eigentliche Thema der Wiederverkörperung - zwischen zwei Verkörperungen in einer geistigen Welt unter höheren Geistern und macht dort aus den Erfahrungen des vergangenen Lebens Impulsierungen und Verwandlungen durch, die seine nächste Verkörperung (sein Schicksal) bestimmen. Letztlich erhält auch die Evolution der Körper von hier ihre Impulse. Denn Materie ist nur verdichteter Geist (so wie Eis nur verdichtetes Wasser ist). Woher soll die Evolution auch sonst Richtung und Inhalt erhalten?

Ist doch logisch, nicht wahr?

Viele Grüße
Falkenauge

Evolution ist immer, überall. πάντα ῥεῖ

Zarathustra, Donnerstag, 24.03.2016, 21:05 vor 3612 Tagen @ Falkenauge 4816 Views

bearbeitet von Zarathustra, Donnerstag, 24.03.2016, 21:38

Was ewig ist, entsteht und vergeht nicht.


Das stimmt. Ewigkeit ist ja auch nur ein anderes Wort für Gott.

Bestimmt nicht.

Insofern
bist Du mit Deinen eigenen Gedanken ohne es zu merken wieder beim
Göttlichen angekommen.

Gewiss nicht. Unter Gott wird eine planende und lenkende Kraft verstanden, und damit hat der Ewigkeitsbegriff nicht viel zu tun.

Aber abgesehen davon stimmt es nicht, dass die Evolution ewig sei.

Doch. Es gibt keine Stagnation. Alles fliesst, pulsiert, ewig. πάντα ῥεῖ

Alles,
was als Evolution im Irdischen geschieht, geschieht im Raum und verläuft
in der Zeit, also es entsteht und vergeht.

Evolution beschränkt sich natürlich nicht aufs Irdische. Evolution ist immer, überall. πάντα ῥεῖ

Es sei denn Dein Begriff der Evolution schließt auch alles übersinnliche
Geschehen, die Entwicklung geistiger Wesen mit ein, bei denen es nicht
Geburt und Tod, sondern nur Verwandlung gibt. Aber daran glaubst Du ja
nicht.

Woran glaube ich nicht? Geist hängt an der Materie. Geist schwebt nicht losgelöst umher. Wenn ein Individuum stirbt, zerfällt es in seine Fragmente. Wenn Würmer sich Deine noch organischen Proteine einverleiben, dann leben diese Geistfragmente (Willensfragmente) im Wurm weiter, und dann vielleicht in einem Vogel, und dieser eventuell wieder in einem Menschen, und jene Fragmente, die zu Humus und anorganischen Mineralien werden, feiern in Gräsern und Bäumen eine Wiedergeburt. Wie das Leben halt so spielt. Komplexitätsentstehung ist keine Einbahnstrasse. Auf Komplexität folgt Simplizität.Auf dem Mars waren vielleicht auch schon mal komplexere Organismen unterwegs als heute.

Einen evolutionären Prozess in Raum und Zeit machen nur die materiellen
Körper durch. Sie entstehen und vergehen.

Der materiegebundene Geist genauso. Der Geist der Dino-Saurier existiert nicht mehr, da deren Körper nicht mehr existieren. Oder glaubst Du, der Tyrannosaurus geistert noch herum hier? Und der menschliche Geist ist nicht in Evolution entstanden? War schon da, bevor die ersten Säuger materiell erschienen?

Davon unterscheiden muss man
Seele und Geist, die sich in ihnen materialisieren, um eine Entwicklung
durchzumachen. Wer den Geist des Menschen nicht von seinem Leibe
unterscheidet, kommt mit der Wirklichkeit nicht zurecht.

Im Gegenteil. Wenn der Mensch materiell ausstirbt, dann verschwindet sein Geist in dieser Form genauso wie jener der Saurier. Bakterien, Würmer und andere Wesen nehmen dann die Ueberbleibsel, die Materie/Geist-Fragmente auf.

Der Geist aber lebt -

Als Fragment, im Wurm, aber nicht mehr als menschlicher Geist. Ein Mensch kann nur wie ein Mensch fühlen, solange seine Zellen im Verbund agieren können. Wenn ein Körper fragmentiert, fragmentiert gleichzeitig auch der Geist.

und damit kommen wir wieder auf das eigentliche
Thema der Wiederverkörperung - zwischen zwei Verkörperungen in einer
geistigen Welt unter höheren Geistern und macht dort aus den Erfahrungen
des vergangenen Lebens Impulsierungen und Verwandlungen durch, die seine
nächste Verkörperung (sein Schicksal) bestimmen. Letztlich erhält auch
die Evolution der Körper von hier ihre Impulse. Denn Materie ist nur
verdichteter Geist (so wie Eis nur verdichtetes Wasser ist).

Das widerspricht wieder deinen vorherigen Aussagen, wo Du Geist und Materie trenntest.
Nun sind sie wieder ein- und dasselbe. Zudem ist Eis kein verdichtetes Wasser, denn Wasser ist dichter als Eis. Du bist ziemlich chaotisch unterwegs.

Woher soll die
Evolution auch sonst Richtung und Inhalt erhalten?

Aus dem omnipräsenten Willen (Man lese 'die Welt als Wille und Vorstellung') in allen Organismen in der Welt draussen. Von einer planenden Ewigkeit, die Du nun auch noch Gott nennst, jedenfalls nicht.

Ist doch logisch, nicht wahr?

Nicht dass ich wüsste <img src=" />

Viele Grüße
Falkenauge

Beste Grüsse, Zara

Vielleicht ist der Designer und das Design dasselbe? (oT)

Nonpopulo @, Donnerstag, 24.03.2016, 21:37 vor 3612 Tagen @ Zarathustra 4724 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 24.03.2016, 21:50

- kein Text -

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Ja genau, Gewalttätigkeit

Broesler, Donnerstag, 24.03.2016, 23:45 vor 3612 Tagen @ BennyF 4777 Views

ist nur teilweise diesbezüglich des Horizontes zu finden...Tiere töten einander nicht
auf bestialische Weise und "schwarze Löcher" schlingen nicht alles hinunter.

Long story short: Fressen oder gefressen werden ist Hauptbestandteil dieses Universums.

PS: Und ja, ich komme bis heut selbst nicht drauf klar...denn das Muster
ist selbstverständlich auch auf Menschen herunterbrechbar.

Ja, Organismen sind autopoietisch - der Grösste wie der Kleinste

Zarathustra, Freitag, 25.03.2016, 09:27 vor 3612 Tagen @ Nonpopulo 4658 Views

Ein Organismus ist voller Wille, aber ohne Macht, sich selber zu planen, weil der Wille in einem Organismus nicht zentral, sondern dezentral organisiert ist.

Grüsse, Zara

XXXXX ist der allesumfassende Organismus

Zarathustra, Freitag, 25.03.2016, 09:50 vor 3612 Tagen @ Hinterbänkler 4565 Views

bearbeitet von Zarathustra, Freitag, 25.03.2016, 09:56

Weil ich von einem Gott keine Fachidiotie, sondern eine umfassende
Intelligenz erwarten würde, also auch eine emotionale.

------- Disclaimer -------
Alles Folgende ist subjektiv, erhebt - obwohl möglicherweise klar und
pointiert formuliert - nicht den Anspruch die Wahrheit zu sein, sondern
sind schlichte Erzählungen oder subjektive Ableitungen aus meinem
persönlichen Weltbild.
--------------------------


Lieber Zarathustra,

ich will nur mal einen kleinen Gedanken von der Seite einwerfen:

Vielleicht kann ein
XXXXX
gar nicht intelligent sein, weil Intelligenz eine Zuschreibung eines
abgegrenzten Individualtraums ist, der nach der Auflösung des abgegrenzten
Traums (= Tod) für diesen keine
montierbare
Relevanz mehr hat. Für andere Träume werden andere
Intelligenz-Verständnisse (möglicherweise nur leicht abweichend)
montiert.

Ja, Soham redet ja nirgends über einen aussenstehenden Schöpfer, der eine Welt nach einem intelligenten oder sonstwelchen Plan geschöpft hat. Er beschreibt die Welt – so wie ich seinen Text interpretiere - pantheistisch, wie Spinoza, als Super-Organismus mit Unterorganismen auf unzähligen Unterebenen. Nach meinem Weltbild haben wir es bei jedem Organismus, egal auf welcher Ebene, mit einem autopoietischen System zu tun. Weder werden die unteren Ebenen von den Oberen geplant und gestaltet, noch umgekehrt. Zentralplanung ist hier weder denkbar noch notwendig. Evolution kommt ohne Zentralplanung aus. Ich weiss allerdings nicht, warum Soham die Ausprägungen des Seienden als Traum bezeichnet. Klar sind Realität und Vorstellung nicht identisch, aber das bedeutet nicht, dass wir nicht auch real vorhanden sind. Ich gehe davon aus, Dich gibt es wirklich, unabhängig von meiner Interpretation, was Du bist. Du existierst nicht nur als Traum auf Deiner Alp; wenngleich vielleicht als Alptraum für den einen oder anderen.[[zwinker]]

Dasselbe gilt sicher auch für emotionale Aspekte: Ein XXXXX kann nicht
emotional oder empathisch sein.
Emotionen oder Empathie sind Konzepte der von uns montierten Realität.

Sind nicht alle Organismen emotional? Auch Amöben sind emotional, wie RogRog uns gezeigt hat. Wenn ich unter XXXXXX die allesumfassende Ebene des Organismus verstehe, das Grosse Ganze, das alle Unterorganismen umfasst, dann kann ich mir durchaus vorstellen, dass dieser ebenso schmerzempfindlich ist wie seine Unterorganismen , mit Gefühlen, aber genau so ohnmächtig, sie zu unterdrücken, wie wir auch.

Beste Grüsse, Zara

Vollkommene Zustimmung und Bezug zu Esoterik, Religion und Spiritualität

Nonpopulo @, Freitag, 25.03.2016, 10:34 vor 3612 Tagen @ Zarathustra 4489 Views

Guten Morgen Zara,

> Ein Organismus ist voller Wille, aber ohne Macht, sich selber zu planen,
[quote]weil der Wille in einem Organismus nicht zentral, sondern dezentral
organisiert ist.
[/quote]

Da stimme ich dir vollkommen zu!

Der Wille wird für mich durch die dezentralen, unbewussten Grundemotionen verkörpert und diese bestimmen in meinen Augen weitgehendst die Richtung im Leben.

Durch das (die Zivilisation initiierende) Sich-Selbst-Bewusstwerdens hat sich eine zentrale Instanz gebildet, die glaubt, einen Planungswillen zu besitzen, in Wahrheit aber keinen Einfluss nehmen kann, sondern vielmehr die ausführende Kraft des Unbewussten ist.

Und da wären wir wieder beim Thema Esoterik, Religion und Spiritualität: Die Gemeinsamkeit der Anhänger von solchen Glaubensrichtungen ist die, dass sie alle glauben, ihr Bewusstsein besitze eine Planungsmacht. Sie versuchen deshalb, durch ihr Bewusstsein ihr Leben in die gewünschte Form zu bringen, sei dies durch Meditation, esoterisches philosophieren oder durch Mental- und Bewusstseinstechniken.

Beste Grüsse Nonpopulo

--
Mich widern alle Ideologien an, egal ob sie von links oder rechts kommen, sie ignorieren die Natur des Menschen. (Claude Cueni, Script Avenue)

Blue Moon Baby

Danke für die Ergänzung - ebenfalls vollkommene Zustimmung! (oT)

Zarathustra, Freitag, 25.03.2016, 10:42 vor 3612 Tagen @ Nonpopulo 4413 Views

- kein Text -

Es gibt keinen Willen für sich

Falkenauge @, Freitag, 25.03.2016, 13:29 vor 3611 Tagen @ Zarathustra 4535 Views

Woher soll die
Evolution auch sonst Richtung und Inhalt erhalten?


Aus dem omnipräsenten Willen (Man lese 'die Welt als Wille und
Vorstellung') in allen Organismen in der Welt draussen. Von einer planenden
Ewigkeit, die Du nun auch noch Gott nennst, jedenfalls nicht.

Schopenhauer hat - in genialer Einseitigkeit - den in allem Geschaffenen wirkenden Willen empfunden, einen universellen Willen, den Weltenwillen sozusagen. Aber er ist auf halbem Wege stecken geblieben. Denn einen frei schwebenden Willen gibt es nicht, ein Wille ist immer wesenhaft, geht immer von Wesen aus.

Man darf also den Pessimisten Schopenhauer nicht als die letzte Offenbarung nehmen, sondern muss weiter denken.

Stell Dir vor, Dein Wille würde sich von Dir völlig ablösen und selbsttätig weiterwirken. Wie das? Das ist doch gespenstisch, abstrakt, irreal. Ihm würde plötzlich eine eigene Wesenhaftigkeit zugesprochen, aus der er wirkt und wirkt und wirkt!? Hier verlässt man jede kontrollierte Vernünftigkeit und kommt ins Phantastische, Absurde.

Gruß
Falkenauge

Komische Pirouetten

Zarathustra, Freitag, 25.03.2016, 15:12 vor 3611 Tagen @ Falkenauge 4566 Views

Woher soll die
Evolution auch sonst Richtung und Inhalt erhalten?


Aus dem omnipräsenten Willen (Man lese 'die Welt als Wille und
Vorstellung') in allen Organismen in der Welt draussen. Von einer

planenden

Ewigkeit, die Du nun auch noch Gott nennst, jedenfalls nicht.


Schopenhauer hat - in genialer Einseitigkeit - den in allem Geschaffenen
wirkenden Willen empfunden, einen universellen Willen, den Weltenwillen
sozusagen. Aber er ist auf halbem Wege stecken geblieben. Denn einen frei
schwebenden Willen gibt es nicht, ein Wille ist immer wesenhaft, geht immer
von Wesen aus.

Man darf also den Pessimisten Schopenhauer nicht als die letzte
Offenbarung nehmen, sondern muss weiter denken.

Der Wille ist bestimmt etwas universelles. Von frei schwebendem Willen sprichst aber Du, indem Du ihn von den Körpern trenntest.

Stell Dir vor, Dein Wille würde sich von Dir völlig ablösen und
selbsttätig weiterwirken. Wie das?

Warum fragst Du das mich? Du hast ja behauptet, der Geist sei - im Gegensatz zu den Körpern - keiner Evolution unterworfen, folglich losgelöst von diesem unterwegs.

Das ist doch gespenstisch, abstrakt,
irreal. Ihm würde plötzlich eine eigene Wesenhaftigkeit zugesprochen, aus
der er wirkt und wirkt und wirkt!? Hier verlässt man jede kontrollierte
Vernünftigkeit und kommt ins Phantastische, Absurde.

Allerdings. Du drehst unglaubliche Pirouetten. Der Geist zerfällt mit dem Körper. Körper und Geist verschwinden jedoch nicht, sie fragmentieren (fallen auseinander) und gehen in andere Materie über.

Grüsse, Zara

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Wandere aus, solange es noch geht.