Staatenlos.info + Edit

Nico @, Sonntag, 20.03.2016, 19:13 vor 3618 Tagen 4793 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 20.03.2016, 20:07

Ich denke, dass ich mich dem Programm von

http://www.staatenlos.info/

anschließen, und die hier entworfenen Schritte für mich selbst nach-schreiten möchte.

http://staatenlos.info/heimat-friedensprogramm.html

Hat hier im Forum schon jemand Erfahrungen, oder verfügt über weiterführende Kenntnisse?

Danke und

schöne Grüße

Edit:

Hier noch die Seite mit Filmbeiträgen

http://staatenlos.info/vortraege-praesentationen.html

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

Kommunismus

Rybezahl, Sonntag, 20.03.2016, 20:42 vor 3617 Tagen @ Nico 3643 Views

Hallo!

Habe kurz reingeschaut und mir ist folgender Punkt aufgefallen. Ich bewerte nicht den Rest, nur diese eine Sache.

Aus den Sofort-Maßnahmen:
"Finanzwesen
staatliche Heimatbank – Währungsreform - goldgedeckte Mark – Heimatdruckerei – strafbewehrtes Verbot des Zinses und des Zinseszinses"

Ohne Zins keine Wirtschaft. Das heißt, hier wird eine Form von Kommunismus gefordert. Der Abstieg würde mit Sicherheit noch schneller gehen, innerhalb weniger Jahre hätte der globale Wettbewerb uns verschlungen. Langfristig Zwangsarbeit unter Strafandrohung, Diktatur mit anschließender blutiger Revolution.

Finde ich nicht so optimal den Punkt.

Gruß!

PS: Juhu, staatenlos!!! [[freude]][[freude]][[freude]]

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Die Kommunisten sind diesmal sehr spaet dran ;)

CalBaer @, Sonntag, 20.03.2016, 21:03 vor 3617 Tagen @ Rybezahl 3358 Views

Ohne Zins keine Wirtschaft. Das heißt, hier wird eine Form von
Kommunismus gefordert. Der Abstieg würde mit Sicherheit noch
schneller gehen, innerhalb weniger Jahre hätte der globale Wettbewerb
uns verschlungen.

Keine Sorge, die westlichen ZBs schaffen das jetzt, was die Kommunisten in Hundert Jahren nicht geschafft haben.

Die ZBs sind dabei noch extremer als die Kommunisten (NIRP).

--
Ein ueberragender Teil der Oekonomen, Politiker, Banker, Analysten und Journalisten ist einfach unfaehig, Bitcoin richtig zu verstehen, weil es so revolutionaer ist.
Info:
www.tinyurl.com/y97d87xk
www.tinyurl.com/yykr2zv2

Ja, schon etwas ärgerlich

Nico @, Sonntag, 20.03.2016, 21:30 vor 3617 Tagen @ Rybezahl 3283 Views

Hallo!

Habe kurz reingeschaut und mir ist folgender Punkt aufgefallen. Ich
bewerte nicht den Rest, nur diese eine Sache.

Aus den
Sofort-Maßnahmen:
"Finanzwesen
staatliche Heimatbank – Währungsreform - goldgedeckte Mark –
Heimatdruckerei – strafbewehrtes Verbot des Zinses und des
Zinseszinses
"

Ohne Zins keine Wirtschaft. Das heißt, hier wird eine Form von
Kommunismus gefordert. Der Abstieg würde mit Sicherheit noch
schneller
gehen, innerhalb weniger Jahre hätte der globale Wettbewerb
uns verschlungen. Langfristig Zwangsarbeit unter Strafandrohung, Diktatur
mit anschließender blutiger Revolution.

Finde ich nicht so optimal den Punkt.

Da muss ich dir allerdings Recht geben, werter Rybezahl, und ich selbst habe mich schon darauf eingestellt, staatenlos.info in solchen Fragen wohl ein wenig Nachhilfeunterricht zu erteilen. In der Tat wirft dies auch ein ungünstiges Licht für die Beurteilung der Kompetenz dieser Initiative und ich werde den Verantwortlichen nahelegen, ihre Seite im Bezug auf monetäre/volkswirtschaftliche Fragen entsprechend zu ändern.

Die Argumentation von staatenlos.info zielt darauf, die vom Grundgesetz der BRD lediglich überlagerte, aber niemals beseitigte Weimarer Verfassung wieder in Kraft zu setzen. In dieser Verfassung wird doch wohl aber nichts von einem Zinsverbot stehen, oder? So verstehe ich die entsprechenden Hinweise auch nur als 'Anregungen', während man den letztendlichen Entscheidungsprozess über Geld und Zinsen doch sicher in die Hände der mittels dieser Initiative herbeigeführten Demokratie zu legen gedenkt.

Schöne Grüße

--
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Ohne Zins gibt es sehrwohl eine Wirtschaft

TaFw @, Montag, 21.03.2016, 13:34 vor 3617 Tagen @ Rybezahl 2640 Views

Dass es ohne dem Zins keine Wirtschaft mehr gibt, erscheint mir sehr kurz gedacht.
Wir wirtschaften doch, weil es in einer spezialisierten Welt einen Güteraustausch braucht und nicht weil es Zinsen verspricht.
Natürlich kann der Zins ein Anreizmittel sein, doch gibt es noch viele andere Anreizmittel.

Wir fliegen doch, weil wir Flügel haben

Mephistopheles @, Datschiburg, Montag, 21.03.2016, 15:50 vor 3617 Tagen @ TaFw 2494 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.03.2016, 16:26

Dass es ohne dem Zins keine Wirtschaft mehr gibt, erscheint mir sehr kurz
gedacht.
Wir wirtschaften doch, weil es in einer spezialisierten Welt einen
Güteraustausch braucht und nicht weil es Zinsen verspricht.
Natürlich kann der Zins ein Anreizmittel sein, doch gibt es noch viele
andere Anreizmittel.

Die Flügel sind aber nicht angeboren. Was machen wir jetzt?

Ich habe noch niemanden gesehen, der Güter austauscht - außer im Kindergarten.
Im Kindergarten wird aber nicht gewirtschaftet.

Hast du jemals gewirtschaftet? Dann berichte doch, wie es so war und warum.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Zins braucht es nicht, Geld jedoch schon

TaFw @, Montag, 21.03.2016, 18:55 vor 3617 Tagen @ Mephistopheles 2286 Views

Ich hab ja auch nicht geschrieben, dass das Geld nicht sinnvoll ist, sondern nur dass der Zins zum Wirtschaften nicht notwendig ist.

Eher ist es umgekehrt

Nico @, Montag, 21.03.2016, 20:27 vor 3616 Tagen @ TaFw 2375 Views

Ich hab ja auch nicht geschrieben, dass das Geld nicht sinnvoll ist,
sondern nur dass der Zins zum Wirtschaften nicht notwendig ist.

Wir alle nehmen und geben Zins, ob nun bewusst oder unbewusst.

Ich nutze nun noch diesen Raum, um das Gespräch zwischen Jo Conrad und Thomas Mann im Rahmen des hiesigen Themas "Befreiung Deutschlands" zu verlinken.

Wer es noch nicht kennt, diese Aufzeichnung ist vom 21.12.2015 und ist hoch-interessant.

Friedensproklamation

Schöne Grüße

--
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Streit zwischen staatenlos.info und Freistaat Preußen

Nico @, Montag, 21.03.2016, 22:47 vor 3616 Tagen @ Nico 3192 Views

Friedensproklamation

In den Kommentaren zu den von mir verlinkten Video bin ich nun auf eine Auseinandersetzung zwischen Rüdiger Klasen (staatenlos.Info) und Thomas Mann (Freistaat Preußen) gestoßen, welche man wohl lesen sollte. Ich denke, Youtube-Kommentare können hier wohl einfach reinkopiert werden.

Rüdiger Klasen:

Thomas Mann ist VÖLLIG UNGLAUBWÜRDIG: Verschweigt die gesetzliche
Lösung GG 139 in Verbindung GG 146! Er hat bis heute wider besseren Wissen
KEINEN Entnazifizierungsantrag nach Moskau getätigt, tätigt Versprechen, die er
nicht hält! (Hilfe Reichstagsmahnwache, Demounterstützung anm Brennpunkt im Regierungsvirtel Berlin), Versuchte uns und Xavier Naidoo in die Reichsbürgerecke zu ziehen, betreibt typische Geschäftsmodelle der
sog. “Kommissarischen Reichsregierungen” (EBEL, LORENZ,, SCHITTKE, FRÜHWALD
Königreich +++) wie Ausweishandel, kostenpflichtige Schulungen. Dazu gibt er und
seine Spießgesellen die üblichen imaginären Fantasietitel, Staatsposten aus. Zur
Krönung benutzt er für seine private
Fantasieorganisation auch noch die STAATSBEZEICHNUNG: “Freistaat Preußen”!
Auffälliger geht es nun wirklich nicht mehr!

5 nach 12 = Ihr habt ALLE keinen Spielraum mehr! ENTSCHEIDET EUCH AUF WELCHER SEITE IHR STEHT- Bevor es zu spät ist!
GRUNDLEGEND WICHTIG FÜR JEDEN DEUTSCHEN BEWOHNER DER BRD- NAZIKOLONIE:
die persönliche Heimatrehabilitation/ Entnazifizierung an die zuständige Hohe
Hand nach Moskau

Antwort von Thomas Mann:

Lieber Rüdiger Klasen, Du hast hier wieder einmal bewiesen, daß Du nur
unsachliche und unbewiesene Behauptungen/Verleumdungen vom Stapel läßt, anstattt mal sachlich fundiert Beweise anzuführen, oder sachlich zu
argumentieren!

Zum 1. Blödsinn: Zitat "Die gesteuerte Organisation „Freistaat Preußen“ = Thomas Mann ist VÖLLIG UNGLAUBWÜRDIG: Verschweigt die gesetzliche Lösung GG 139 in Verbindung GG 146! Er hat bis heute wider besseren Wissen KEINEN Entnazifizierungsantrag nach Moskau getätigt, tätigt Versprechen, die er nicht hält! (Hilfe Reichstagsmahnwache, Demounterstützung am Brennpunkt im Regierungsviertel Berlin)"

ANTWORT: Definiere "gesteuerte Organisation Freistaat Preußen"!
Hier geht es um einen Staat und nicht wie bei Dir um einen gesteuerten Verein im gesteuerten BRD-Vereinsrecht-System!
Unglaubwürdig machst Du Dich mit Deinem unreflektierten Lügen!
Wieso soll ich nach dem mittelbaren Besatzungsrecht (Grundgesetz FÜR die BRD vom 23. Mai 1949) eine Lösung besprechen, die gar keine ist, geschweige denn wählen, welche nur für die Bewohner, Internierten und sich in Wohnhaft befindenden BRD-Bürger gilt?! Hörst Du überhaupt zu Rüdiger, bzw. liest Du die Postings in Deinen eigenen Blogs nicht Rüdiger, oder ignorierst Du einfach nur, was Dir nicht in Dein Konzept passt?!
Mehrfach habe ich Dir gesagt, daß wir nach einem komplexen Prozedere
unsere Souveränität herstellen und dadurch über den Ausweg des Artikel
25 GG (Völkerrecht hat Vorrang vor Bundesrecht und erzeugt Pflichten für
jeden Bewohner des Bundesgebietes) im Völkervertragsrecht stehen und
daher für uns das höherwertige Völkervertragsrecht der Genfer
Konventionen und der HLKO gilt - warum sollte ich also einen von Dir als
Lösung propagierten Kreisverkehr besprechen, der gar keine Lösung ist,
solange dadurch keine Veränderung des völkerrechtlichen Unrechts des
Besatzungsdiktates Alliiertenverwaltung-BRD und Weimarer Republik
geschieht! Warum sollte ich also im höherrangigen Völkervertragsrecht von Preußen stehend eine unsinnige Urkunde nach Moskau schicken, zu einer Alliierten-Militärstaatsanwaltschaft, die im Kriegsvölkerrecht agiert, aber unter dem Völkervertragsrecht steht und dieses zu achten hat?! Solchen Blödsinn habe ich niemals versprochen Du Lügner! Ebenso habe ich Dir in Deinem Grüßenwahn niemals versprochen, unsere Preußen zu Deinen unstrukturierten Hetzparolen-Veranstaltungen an den Reichstag zu schicken! Im Gegenteil: Ich habe von Dir verlangt, nachdem so viele Preußen zu unserer Friedensdemo zum Reichstag gekommen
sind, daß Du ersteinmal bei Deinen (überhaupt nicht vorhandenen
Verbindungen) nach Moskau, für einen Ansprechpartner sorgen solltest -
bis heute ist nichts daraus geworden, nur unwahre Hetze hast Du über
mich verbreitet, wenn unsere Preußen Dich kontaktiert haben! Schämen
solltest Du Dich! Aber diese Eigenschaft besitzt Du ja nicht....

Zum 2. Blödsinn: Zitat "....Versuchte uns und Xavier Naidoo in die Reichsbürgerecke zu ziehen"

ANTWORT: Diese Lüge Rüdiger, ist die bodenloseste Hetze und Verleumdung, die ich von Dir jemals gehört habe und ich verlange von Dir endgültig Beweise Deiner Lügen - Du hast keine, und daher ist es die Niederträchtigkeit, die aus Deinem Mund und Deiner Feder quillt, wenn Du solche Lügen verbreitest! Hör auf damit und entschuldige Dich, sonst wirst Du die Konsequenzen juristisch tragen, Du Heuchler!

Zum 3. Blödsinn: Zitat "betreibt typische Geschäftsmodelle der sog.
“Kommissarischen Reichsregierungen” (z. B. Ebel, Ehrhard Lorenz,
Schittke, Frühwald, Königreich Deutschland +++) wie
Spielzeugausweis-Handel und kostenpflichtige Schulungen"

ANTWORT: Weder gebe ich kostenpflichtige Schulungen, noch betreibe ich ein Geschäftsmodell - Du verlierst den Boden Deiner Glaubwürdigkeit und
sachlichen Beweisführung, Du Heuchler

Mehr Blödsinn von Dir kommentiere ich hier nicht mehr, dafür ist mir meine Zeit zu schade.
Ich erwarte Deine persönliche Rückmeldung innerhalb von 72 Stunden zur Heilung der Angelegenheit!

Tja, ich weiß auch nicht genau ...

Schöne Grüße

--
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Ohne Zins ist Geld nicht definierbar - aus diesem Dilemma kommt man traditionell nur durch Krieg wieder raus

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 22.03.2016, 03:06 vor 3616 Tagen @ TaFw 2288 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.03.2016, 03:41

Ich hab ja auch nicht geschrieben, dass das Geld nicht sinnvoll ist,
sondern nur dass der Zins zum Wirtschaften nicht notwendig ist.

Bleiben wir lieber beim Debitismus, bevor hier das esoterische Geschwalle überhandnimmt.

Zins ist die Sanktion für Zeitablauf.
Wirtschaften findet statt in Raum und Zeit.

Ach ja, ich schulde die Betrag X für erhaltene Ware/Dienstleistung, die du unbedingt zum Termin benötigst, um weiter produzieren/Dienste anbieten zu können?
Macht nix, bekommst du halt am St.Nimmerleinstag. Fröhliches Wirtschaften!
Geld würde seine Funktion als Schuldentilgungsmittel verlieren.

Sobald irgendeine Sanktion für Nichtzahlung zum Termin exisitiert, ist automatisch der Zins in der Welt.

Das ist das Hochgefährliche an der gegenwärtigen Phase der Nullzinspolitik, was außer @Ashitaka wohl niemand so recht begriffen hat.
Wenn Geld seine Funktion als Schuldentilgungsmittel zum Termin verliert, dann gibt es traditionell nur eine Möglichkeit, um aus dieser fatalen Entwicklung rauszukommen: Krieg.

Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um einen regulären oder um einen Bürgerkrieg handelt.
Krieg ist jedenfalls notwendig, damit Geld seinen Wert behält.

Unsere Eliten haben wohl zu viel Angst vor einem regulären Krieg, weswegen sie offenbar einen Bürgerkrieg bevorzugen, damit Geld seine Funtion als Schuldentilgunsmittel zum Termin behalten kann.

Gruß Mephistopheles

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Mal ein Vergleich zwischen Profit und Zins

TaFw @, Dienstag, 22.03.2016, 18:26 vor 3616 Tagen @ Mephistopheles 2074 Views

Wie man bei Firmen und Banken im Vergleich aus Geld mehr Geld macht.

Profit ist ja der Gewinn einer Firma, nachdem Geld investiert, ein stoffliche Umwandlung und daraus ein stofflicher Mehrwert geschaffen wurde, der dann noch am Markt einen entsprechend monitär ausgestatteten Intessenten findet. Nun zeigt die Erfahrung, dass in dieser Kette auch etwas schiefgehen kann und es Verluste ergeben kann.

Zins ist der Gewinn einer Bank, nachdem Geld an einen Intessenten vergeben (investiert), ohne stofflichen Umwandlung und daraus ein rein in Zahlen dargestellten Mehrwert geschaffen wurde. Nun zeigt die Erfahrung, dass der Zins mit aller erlaubten Gewalt vom Kreditnehmer eintrieben werden muss. Der Kreditnehmer muss immer erst den Zins bedienen, bevor einen Gewinn für sich selbst daraus schöpfen kann.

Im Grunde machen Firmen und Banken etwas Vergleichbares. Die Banken machen auch Gewinn, Zins genannt, nur ohne die aufwendige stoffliche Umwandlung und das Risiko des Verlustes ist im Vergleich gegenüber Firmen geringer. Außerdem sind Banken heut Systemrelevant, während es Firmen anscheinend nicht sind. Zahlen kann man nur leider nicht essen.

Drum sind Geldgeschäffte immer mit weniger Aufwand und mit geringerem Risiko behafftet. Und zum Schluss stellen immer weniger Menschen Waren her und gehen dafür ins weniger aufwendige Geldgeschäfft.

Nun ist der Zins (Gewinn aus Geldgeschäften) nur dann notwendig, wenn Geld selbst zur Ware wird. Doch ist der Zins für den Warenaustausch selbst direkt nicht zwingend notwendig. Aber wenn man alles wirtschaftlische Handeln nur dem Gelderwerb unterwirft und es dann die einzige Motivation ist, muss man sich über die jetzige Welt nicht wundern.

Und ich versteh natürlich alle Zins befürworter. Denn in einer Welt in der immer weniger Menschen zum Herstellen der stofflichen Güter benötigt werden, da von Maschinen übernommen, braucht es alternative Geldquellen. Da ist es, mit dem Geld direkt Geld zu verdienen, sehr angenehm.

Was ist denn das für eine verquaste Sprache?

Mephistopheles @, Datschiburg, Dienstag, 22.03.2016, 19:38 vor 3616 Tagen @ TaFw 2175 Views

bearbeitet von unbekannt, Dienstag, 22.03.2016, 19:48

Was soll man mit solch einer verquasten Sprache anfangen? Ich habe hier mal ein paar Begriffe rauskopiert
- stoffliche Umwandlung
- stofflicher Mehrwert
- Mehrwert geschaffen wurde
- monitär ausgestatteten Intessenten
- zeigt die Erfahrung, dass der Zins mit aller erlaubten Gewalt vom Kreditnehmer eintrieben werden muss.
- Gewinn für sich selbst daraus schöpfen

Wie man bei Firmen und Banken im Vergleich aus Geld mehr Geld macht.

Das geht überhaupt nicht.

Profit ist ja der Gewinn einer Firma, nachdem Geld investiert, ein
stoffliche Umwandlung und daraus ein stofflicher Mehrwert geschaffen wurde,
der dann noch am Markt einen entsprechend monitär ausgestatteten
Intessenten findet. Nun zeigt die Erfahrung, dass in dieser Kette auch
etwas schiefgehen kann und es Verluste ergeben kann.

Nein, Profit bemisst sich nach der Erhöhung des Eigenkapitals nach Steuern.

Zins ist der Gewinn einer Bank, nachdem Geld an einen Intessenten vergeben
(investiert), ohne stofflichen Umwandlung und daraus ein rein in Zahlen
dargestellten Mehrwert geschaffen wurde.


Nein, Zins ist die Gebühr für den Zeitablauf, vgl. Mietzins, Pachtzins, Kreditzins usw. und hat mit dem Gewinn der Bank nichts zu tun. Der Gewinn der Bank ergibt sich aus Betriebseinnahmen, v.a. Zinsen und Gebühren, aber auch Provisionen abzgl. Betriebskosten, v.a. Gehälter, Raumkosten, Refinanzierungskosten, zu zahlende Provisionen, Energiekosten und Steuern.

Nun zeigt die Erfahrung,


Welche Erfahrung? Da hätte ich gerne einen Beleg dafür aus deiner Erfahrung.
. Der ganze Beitrag liest sich für mich als ungetrübt von jeder persönlichen Erfahrung.

dass der

Zins mit aller erlaubten Gewalt vom Kreditnehmer eintrieben werden muss.
Der Kreditnehmer muss immer erst den Zins bedienen, bevor einen Gewinn für
sich selbst daraus schöpfen kann.

Nein. Mit Gewalt - also mit Strafandrohung - werden eingetrieben die Sozialversicherungsbeiträge. Dann kommen die erklärten Steuern dran. Dann die Löhne. Und dann erst die Banken.
Bei Sozialbeiträgen machst du dich sofort strafbar, wenn du sie nicht abführst, bei allem anderen nur dann, wenn dir betrügerische Absicht nachgewiesen wird. Und dann, wenn du verspätet Insolvenzantrag stellst.

Im Grunde machen Firmen und Banken etwas Vergleichbares. Die Banken machen
auch Gewinn, Zins genannt, nur ohne die aufwendige stoffliche Umwandlung
und das Risiko des Verlustes ist im Vergleich gegenüber Firmen geringer.
Außerdem sind Banken heut Systemrelevant, während es Firmen anscheinend
nicht sind. Zahlen kann man nur leider nicht essen.

Ja, Firmen und Banken bilanzieren. Das ist aber auch das einzig Vergleichbare. Der Zins hat mit dem Gewinn der Bank nichts zu tun, s.o.

Drum sind Geldgeschäffte immer mit weniger Aufwand und mit geringerem
Risiko behafftet. Und zum Schluss stellen immer weniger Menschen Waren her
und gehen dafür ins weniger aufwendige Geldgeschäfft.

Waren werden zum größten Teil, bezogen auf die Wertschöpfung, von Maschinen hergestellt.
Die Herstellungsosten sind aber nur ein kleiner Teil - normalerweise zwischen 10 und 20% - des Endkundenpreises.

Nun ist der Zins (Gewinn aus Geldgeschäften) nur dann notwendig, wenn
Geld selbst zur Ware wird. Doch ist der Zins für den Warenaustausch selbst
direkt nicht zwingend notwendig.

Der Zins ist kein Gewinn aus Geldgeschäften, s.o., sondern Gebühr für Zeitablauf. Waren werden nicht ausgetauscht, sondern verkauft. Zwischen Herstellung und Verauf und Zahlungseingang vergeht Zeit.

Aber wenn man alles wirtschaftlische

Handeln nur dem Gelderwerb unterwirft und es dann die einzige Motivation
ist, muss man sich über die jetzige Welt nicht wundern.

Der Gelderwerb als einzige Motivation ist nur maßgebend bei Arbeitnehmern und Spekulanten, niemals aber bei Unternehmern (Auch Banken sind Unternehemn).
Daran zeigt sich auch die strukturelle Ähnlichkeit zwischen Arbeitnehmern und Spekulanten. Beide wirtschaften nicht.

Und ich versteh natürlich alle Zins befürworter.

Das ist gut, von Wirtschaften jedenfalls verstehst du überhaupt nichts.

Denn in einer Welt in

der immer weniger Menschen zum Herstellen der stofflichen Güter benötigt
werden, da von Maschinen übernommen, braucht es alternative Geldquellen.
Da ist es, mit dem Geld direkt Geld zu verdienen, sehr angenehm.

Mit Geld kann man kein Geld verdienen, sondern nur über den Zeitablauf.


Gruß Mephistopheles

--
Wenn wir nicht das Institut des Eigentums wiederherstellen, können wir nicht umhin, das Institut der Sklaverei wiederherzustellen, es gibt keinen dritten Weg. Hillaire Belloc

Ein Haufen Zettel

Rybezahl, Montag, 21.03.2016, 21:03 vor 3616 Tagen @ TaFw 2365 Views

Dass es ohne dem Zins keine Wirtschaft mehr gibt, erscheint mir sehr kurz
gedacht.
Wir wirtschaften doch, weil es in einer spezialisierten Welt einen
Güteraustausch braucht und nicht weil es Zinsen verspricht.
Natürlich kann der Zins ein Anreizmittel sein, doch gibt es noch viele
andere Anreizmittel.

Hallo TaFw!

Man muss sich nur mal vorstellen was mit dem Geld passiert, wenn der Zins verboten wird.
Dazu reloaden wir den Staat, streichen alle Schulden und geben allen Menschen eine bestimmte Menge Geld (wie es wohl von staatenlos.info geplant ist).

Was dann? Wie wird der Wert der Waren bestimmt? Woher weiß der Hersteller, was er für seine Waren verlangen kann? Das ist kein Geld, das hat keinen Wert, das sind nur Zettel mit Zahlen drauf.

Es bleibt nichts anderes übrig, als alle Preise staatlich zu verordnen. Das ist keine Wirtschaft mehr. Das ist mehr. Das ist Planwirtschaft.

Gruß!

--
Dieses Schreiben wurde elektronisch erstellt und enthält deshalb keine Unterschrift.

Keine böse Absicht

Nico @, Montag, 21.03.2016, 22:06 vor 3616 Tagen @ Rybezahl 2250 Views

Dazu reloaden wir den Staat, streichen alle Schulden und geben
allen Menschen eine bestimmte Menge Geld (wie es wohl von staatenlos.info
geplant ist).

Zumindest glaube ich kaum, dass hier von staatenlos.info eine böse Absicht vorliegt.

Selbst habe ich soeben eine E-Mail an diese Seite gesendet. Hier der Wortlaut:

Hallo liebes staatenlos.info-Team!

Heute möchte ich mir den Hinweis erlauben, dass m.M.n. einige Aussagen auf ihrer Seite über das Monetäre Wirtschaften lieber überarbeitet werden sollten. Es ist so, dass die Prinzipien dieser letztlich einzig denkbaren Form des Wirtschaftens, allgemein völlig unverstanden geblieben sind. Schauen Sie dazu gerne in dem Buch "Lexikon des Unwissens" auf die darin enthaltene Abhandlung zum Begriff des Geldes. Allgemein unerkannt bleibt dabei, dass das originäre Wesen des Monetären Wirtschaftens das des Rechnungswesens (Doppelte Buchhaltung) ist. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter vertiefen, warum die beliebte Forderung nach einer Edelmetall-Deckung des Geldes nur auf einer diffusen Assoziation von Solidität beruht, aber von keinerlei Kenntnis des monetären Mechanismus getragen wird. Ich wage zu behaupten, dass auch noch in der besten aller vorstellbaren Welten, die Prinzipien des Monetären Wirtschaftens aufzufinden sein würden. Damit untrennbar zusammenhängend die Natur des Zinses, welche die Entsprechung der fundamentalen irdischen Bedingungen bedeutet. Um Sie nun möglichst davon zu überzeugen, dass Ihre Seite vor allem auch kein Zinsverbot einfordern sollte, möchte ich hier auf einen kurzen, von mir verfassten Aufsatz zur Natur des Zinses aufmerksam machen:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=329742

Was übrigens schon gesagt werden darf ist, dass Monetäres Wirtschaften in der Tat das Prinzip des Zinseszins nicht dauerhaft ertragen kann - das aber nur am Rande.

Ansonsten möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich Ihr Engagement sehr begrüße und auch bewundere, und ich es für mich in Erwägung ziehe, durchaus kurzfristig den von Ihnen empfohlenen Maßnahmen nachzukommen.

Schöne Grüße

--
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Möchte ich auch nicht unterstellen

Rybezahl, Montag, 21.03.2016, 22:35 vor 3616 Tagen @ Nico 2175 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 21.03.2016, 22:50

Dazu reloaden wir den Staat, streichen alle Schulden und geben
allen Menschen eine bestimmte Menge Geld (wie es wohl von

staatenlos.info

geplant ist).


Zumindest glaube ich kaum, dass hier von staatenlos.info eine böse
Absicht vorliegt.

Hallo Nico!

Ich möchte auch keine böse Absicht unterstellen. Einige Punkte finde ich recht gut, andere lehne ich eher ab.

Den Punkt mit der goldgedeckten Währung finde ich übrigens gut, auch wenn er, wie du sagst, meist "auf einer diffusen Assoziation von Solidität beruht".
Voraussetzung: Fallieren wird konsequent zugelassen, das heißt, permanente Aufschuldung nicht.

Um die Konsequenzen erträglich zu gestalten war es mal eine kirre Idee von mir, das Erben zu beenden und die Gelder stattdessen in Sozialtöpfe zu stecken. Ob das durchsetzbar ist und welche Tricks man sich ausdenken kann, diese Idee zu umgehen, weiß ich nicht. Jedenfalls glaube ich nicht, dass talentierte Unternehmer dadurch weniger motiviert sind, ihre unternehmerischen Fähigkeiten auszuleben.

Gruß!

--
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Verführerische Stabilität

Nico @, Dienstag, 22.03.2016, 01:08 vor 3616 Tagen @ Rybezahl 2353 Views

Dazu reloaden wir den Staat, streichen alle Schulden und geben
allen Menschen eine bestimmte Menge Geld (wie es wohl von

staatenlos.info

geplant ist).


Zumindest glaube ich kaum, dass hier von staatenlos.info eine böse
Absicht vorliegt.


Hallo Nico!

Hallo Rybezahl!

Ich möchte auch keine böse Absicht unterstellen. Einige Punkte finde ich
recht gut, andere lehne ich eher ab.

Schon klar. [[zwinker]]

Den Punkt mit der goldgedeckten Währung finde ich übrigens gut, auch
wenn er, wie du sagst, meist "auf einer diffusen Assoziation von Solidität
beruht".
Voraussetzung: Fallieren wird konsequent zugelassen, das heißt,
permanente Aufschuldung nicht.

Die durch Edelmetalle suggerierte Stabilität ist ebenso trügerisch wie die der 'Geldwertstabilität'. Eine Edelmetalldeckung läuft auf solch eine Stabilität hinaus, wie sie auch historisch bereits zu betrachten ist.

[image]

Die Einführung der Noten/Zentral-Bank Fed. 1913 brachte eine permanente Inflation mit sich. Inflation wird zwar allgemein gegeißelt, bedeutet aber eine unabdingbare Begleiterscheinung der Prosperität.

Um die Konsequenzen erträglich zu gestalten war es mal eine kirre Idee
von mir, das Erben zu beenden und die Gelder stattdessen in Sozialtöpfe zu
stecken. Ob das durchsetzbar ist und welche Tricks man sich ausdenken kann,
diese Idee zu umgehen, weiß ich nicht. Jedenfalls glaube ich nicht, dass
talentierte Unternehmer dadurch weniger motiviert sind, ihre
unternehmerischen Fähigkeiten auszuleben.

Die Überlegung das Erben zu beenden ist verständlich, aber das eigentliche Problem ist vorgelagert. Wir leben in einem privatwirtschaftlichen System, in dem dem Anschein nach auch die Staaten bereits privatisiert wurden. Grund und Boden, sowie deren Schätze würden in einem reformierten System zwar zu großen Teilen im privaten BESITZ verweilen, während die EIGENTUMS-Rechte ein Kollektivgut bedeuten würden und müssten. Unter diesen Bedingungen würde sicher niemand mehr ein Problem im Erbrecht sehen.

Gruß!

Schöne Grüße

--
... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...

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Wandere aus, solange es noch geht.