Mich auch

Isländer, Samstag, 19.03.2016, 02:42 (vor 3667 Tagen) @ XERXES2875 Views

Hat mich zur Rechnerei animiert

Von der VdL kannst Du 'ne perfekte Doktorarbeit guttenbergen.


Unter uns, die VdL hat das garantiert nur im Projektmanagement geschafft:

50 %ige Fehleinschätzung.

Na, auf 50% wäre so manche Ministerin stolz...gelle?


Kann leider die Grafiken nicht importieren, deshalb Studium des Originallinks unumgänglich, sonst Sinnverfälschung:

"Die Zahl der amtlich gemessenen Arbeitslosigkeit ist zwar im Jahresvergleich um 9,4 % zurückgegangen.
Doch die ehrlichere Zahl der Unterbeschäftigung (noch ohne Kurzarbeit) lag mit 4,1 Millionen und einer fast unveränderten Unterbeschäftigungsquote von 9,7 % weiterhin sehr hoch.
Vor allem: Abzüglich der offiziell gezählten Arbeitslosigkeit lag die in der Unterbeschäftigung versteckte im September 14 % über der vom Januar 2009.

Und die besonders bedrückende Zahl der Langzeitarbeitslosen, die länger als 12 Monate arbeitslos waren, ist gegenüber dem Vorjahr praktisch nicht zurückgegangen, womit der Anteil dieser besonders unglücklichen Arbeitslosen an allen Arbeitslosen auf 33 % gestiegen ist.

Deutschland hatte nach einem neuen OECD-Vergleich auch 2009 den höchsten Anteil der Vergleichsländer.
Im Wesentlichen sind nur minderwertige Jobs neu entstanden.
Bei der Arbeitnehmerüberlassung, die vornehme amtsdeutsche Umschreibung für die besonders unsichere und in den Regel schlechter bezahlten Leiharbeit, kam es im letztgemeldeten Monat Juli wieder zu einem starken Anstieg um 33,2 % gegenüber Vorjahr, was die Gesamtqualität des Zuwachses an Beschäftigung mindert.

Weit mehr als die Hälfte (58,1 %) des Abbaus von Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich geht allein auf das Konto der Zunahme an minderwertiger Leiharbeit. Außerdem trägt allein die demographische Entwicklung zu einem Rückgang des Arbeitskräfteangebots um jahresdurchschnittlich 147.000 bei, was 44 % des verzeichneten Rückgangs an Arbeitslosigkeit entspricht.

Ohne die demographische Entwicklung und ohne die minderwertige Leiharbeit wäre die Arbeitslosigkeit also gestiegen.
Nur noch 53,2 % der Arbeitslosengeldempfänger werden ehrlich als arbeitslos ausgewiesen (Abb. 04980).

Die statistische Verschleierung der Realität ist ein bleibendes Ärgernis und eine Schande für eine amtliche Behörde. Das ungenützte Arbeitskräftepotenzial ist mit 43 % eines der höchsten aller Vergleichsländer und wird in Westeuropa nur von Italien und Spanien übertroffen.

Obwohl die amtlich gezählte Arbeitslosigkeit im Vormonatsvergleich nur um 40.000 gefallen ist, melden die Medien wieder große Erfolge, allen voran SPIEGEL-online:
"Arbeitslosenzahl sinkt überraschend deutlich. Experten hatten mit einem schwächeren Rückgang gerechnet".

Immer wieder müssen angebliche Experten dafür herhalten, das Ergebnis aufzuhübschen. Und da kann auch Bundeswirtschaftsminster Brüderle nicht zurückhalten: "Deutschland ist im Aufwind. Wir haben gute Chancen, einen goldenen Herbst am Arbeitsmarkt zu erleben. Die Septemberzahlen sind sehr ermutigend.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist merklich stärker ausgefallen als im September normalerweise üblich. Ebenso erfreulich ist die Zunahme bei der Beschäftigung." Hat er gar nicht bemerkt, daß die Beschäftigung stagniert und die sozialversicherungspflichtige zuletzt zurückgegangen ist?

Nach etwas Ruhepause riecht es wieder an vielen Ecken der Weltwirtschaft nach Schwefel. Nun entbrennt ein Währungskampf mit Kampfabwertungen, ausgelöst durch die andauernde Währungsmanipulation des Exportweltmeisters China. Mehrere der hart angeschlagenen Defizitländer vertragen die Sparmedizin schlecht und reagieren mit Wirtschaftseinbrüchen, was dann die Finanzierungskosten der Staatsverschuldung hochtreibt, so zuletzt bei Irland. Die Notenbanken gehen teilweise wieder zu künstlicher Liquidität über die Notenpresse über und halten die Zinsen am Boden.

Die beiden Hauptüberschußländer China und Deutschland setzen allein auf Exporte und tun wenig oder nichts, um die Binnenkonjunkturen anzukurbeln und damit den Defizitländern Ausgleichsmöglichkeiten einzuräumen. Gerade Deutschland geht bei den Sozialleistungen derzeit auf die Sparbremse und lehnt als einziges der westlichen Industrieländer gesetzliche Mindestlöhne ab, die die Binnenkonjunktur befeuern könnten.

Es ist bereits abzusehen, daß das auf drei Jahre bemessene Eurozonen-Beistandsprogramm die Euro-Schwachländer nicht in diesem Zeitraum aus ihren Nöten befreien wird. Entweder wird bald beschlossen, es zu einer Dauereinrichtung zu machen, oder die Anleihemärkte werden weiter auf Umschuldungen einzelner Eurozonenländer spekulieren und deren Anleihezinsen hochhalten. Das neue AAA-Rating des Eurobeistandsfonds ESFS heißt im Klartext "Deutschland wird schon zahlen", entgegen allen Versprechungen der Bundeskanzlerin an das deutsche Volk.

Der brasilianische Finanzminister warnte gestern, ein internationaler Währungskrieg sei ausgebrochen. Vorausgegangen war eine Reihe von Interventionen von Ländern in Asien (Japan, Südkorea und Taiwan), die alle versuchen, ihre Währungen abzuwerten. Brasilien interveniert jetzt auf dem lokalen brasilianischen Markt mit etwa dem 10-Fachen der normalen Tagesmenge. Dahinter steht nicht zuletzt die Hartnäckigkeit, mit der China weiter Währungsübeschüsse aufbaut und eine wirkliche Aufwertung seiner Währung manipulativ verhindert. Während der Renmimbi gegenüber dem Dollar wahrscheinlich nahe 20 % unterbewertet ist, hat China bisher nur 2 % an Aufwertung zugelassen, und auch erst in den letzten Wochen unter politischem Druck. (Abb. 08150).
Die reale effektive Wechselkursrate des Renmimbi gegenüber den wichtigsten Währung stieg über die letzten 8 Jahre nur um etwa 6 % (Abb. 15071). Durch die Anbindung an den abwertenden US-Dollar wertet China gegenüber anderen Währungen, wie dem japanischen Yen, sogar erheblich ab (Abb. 08208). Es wird nun erwartet, daß der US Congreß in der heutigen House-Abstimmung mit Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, daß China zum Währungsmanipulator erklärt. Das Gesetz erlaubt amerikanischen Gesellschaften Klagen gegen Importeure aus China einzubringen."


Quelle

http://www.jjahnke.net/rundbr76.html

LG
Isländer

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Alle meine Beiträge stelle ich unter Vorbehalt zukünftiger Erkenntnisse.
Die Zeiten des direkten Beweises sind vorbei.
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