Robert F. Kennedy, Jr.: Flüchtlingskrise aus Syrien wegen Pipeline aus Katar!

Steppke, Freitag, 18.03.2016, 00:05 vor 3618 Tagen 6823 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.04.2016, 11:34

Sehr geehrte Foristen,

Robert F. Kennedy, Jr. beschreibt in folgendem Artikel (unter Anderem) wie es zum "Bürgerkrieg" in Syrien kam und dass dafür folgende Länder verantwortlich sind.

Katar, Saudi-Arabien, Türkei, Israel, USA (und auch Europa ein wenig selbst)!

Es ging um eine Pipeline aus Katar in die Türkei die durch Syrien führen sollte aber als Assad sich diesem Plan widersetzte, sollte er "aus dem Weg geräumt werden".

Im Jahr 2009 verkündete Assad seine Weigerung die Vereinbarung zu unterschreiben, die die Erlaubnis enthielt die Katar-Pipeline durch Syrien zu führen.

Geheime Depeschen der US-amerikanischen, saudischen und israelischen Geheimdienste weisen darauf hin, dass Militär- und Geheimdienstplaner in dem Moment, als Assad das Katar-Pipeline Projekt verwarf, schnell zu dem Konsens gelangten, dass das Schüren eines sunnitischen Aufstands gegen Assad ein gangbarer Weg wäre, um den unkooperativen Bashar al-Assad zu stürzen und das gemeinsame Ziel der Katar/Türkei Verbindung zu erreichen. Gemäß Wikileaks begann die CIA 2009 kurz nachdem Bashar al-Assad die Katar-Pipeline verwarf, mit der Finanzierung von oppositionellen Gruppen in Syrien. Es ist wichtig zu beachten, dass dies vor dem Aufstand gegen Assad stattfand, der vom „arabischen Frühling“ ausging.

Danach begann der "Bürgerkrieg", um Assad "wegzubekommen".

http://www.nachdenkseiten.de/?p=32213

Das heißt, dass auch die Flüchtlingskrise, die Europa gerade zerstört, Katar, Saudi-Arabien, Türkei, Israel und die USA zu verantworten haben (und Europa teilweise sogar selbst).

Und die Europäer sind jetzt noch so dumm, mit den Türken zu verhandeln und denen Geld zu geben (anstatt wegen der Flüchtlingskrise Geld von denen zu fordern)! Sie lassen sich sogar "Merkel-Pläne" von US-finanzierten Think-Tanks vorschreiben und setzen das, gegen die eigenen Interessen, auch noch um und wollen Muslime in Millionenstärke nach Europa umsiedeln.

Ich wünschte, dass das alles nur ein Albtraum ist und ich jeden Augenblick aufwache - es ist einfach unglaublich!

Danke - sollte man unbedingt lesen. Das sollte mal von den MSM gebracht werden

azur @, Freitag, 18.03.2016, 00:32 vor 3618 Tagen @ Steppke 4277 Views

Hallo Steppke,

wie gut, dass man über das Forum so etwas mitgeteilt bekommt. Man hatte schon verschiedentlich so etwas gehört (da wo das VT-Nazometer noch mehr ausschlägt - übrigens ist der Begriff VT von der CIA entwickelt worden, um unangenehme Informationen zu bekämpfen), und warum wundert es einen nicht?

Der Assad war eben nicht auf der richtigen Schule [[zwinker]] :
"„School of the Americas“
→ Hauptartikel: Western Hemisphere Institute for Security Cooperation

Zudem wurde die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten von rechten Regimen und die Schulung lateinamerikanischer Offiziere in Maßnahmen zur Bekämpfung von Aufständischen (Counterinsurgency) verstärkt. Zu diesem Zweck wurde der unter Präsident Carter zuvor eingeschränkte Betrieb der umstrittenen School of the Americas (SOA) in der Kanalzone Panamas wieder verstärkt, einer vom US-Militär betriebenen Militärschule für lateinamerikanische Offiziere. Diese wird in Lateinamerika von Kritikern als „Putschistenschule“ (Escuela de Golpes) oder auch „Mörderschule“ bezeichnet, da zahlreiche der dort ausgebildeten Offiziere später an schweren Menschenrechtsverletzungen, wie Folter und Verschwindenlassen von politischen Gegnern, sowie an Putschen gegen demokratische Regierungen in ihren Heimatländern beteiligt waren. Mehrfach musste die US-Regierung zugeben, dass der Lehrplan der Schule tatsächlich derartige Praktiken vorsah, und tauschte entsprechende Unterrichtsmaterialien auf öffentlichen Druck in den USA aus.

So wurden 1996 die Ergebnisse einer internen Untersuchung des Verteidigungsministeriums von 1992 veröffentlicht, wonach von der School of the Americas zwischen 1982 und 1991 genutzte Geheimdiensthandbücher Anleitungen zu Folter, Hinrichtungen, Erpressung und andere Zwangsmethoden im Kampf gegen „Aufständische“ enthielten. Das Verteidigungsministerium äußerte damals gleichzeitig, die Unterrichtsmaterialien seien infolge der Untersuchung geändert worden und die Kurse enthielten seitdem verpflichtende „Aufklärung in Menschenrechtsfragen“.[52]

https://de.wikipedia.org/wiki/US-lateinamerikanische_Beziehungen#1970er_Jahre:_die_.C3....

(siehe spaßeshalber auch: https://de.wikipedia.org/wiki/CIA-Aktivit%C3%A4ten_in_Chile

Es gibt auch diese klasse Komödie von Ericht Kästner: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Schule_der_Diktatoren )

Vermutlich sind es wieder ein Bündel von Maßnahmen und Interessen, siehe eben neben denen der Saudis die geostrategischen Ziele der USA (und auch die Osmanen und Israelis sind da natürlich gewichtige Akteure - eine Pipeline würde vermutlich durch den Gaza führen - Warum legt man da eigentlich keine Pipeline, wie jene durch die Ostsee? Zu tief? - @ML: Wo sind denn nun die von Dir angedeuteten Quellen?).

Viele freundliche Grüße

azur

--
ENJOY WEALTH
(Groß-Leucht-Reklame am Gebäude Lehmann-Brothers/NY)

Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

RE: Danke - sollte man unbedingt lesen. Das sollte mal von den MSM gebracht werden

Steppke, Freitag, 18.03.2016, 00:56 vor 3618 Tagen @ azur 4074 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.04.2016, 11:35

Danke - sollte man unbedingt lesen. Das sollte mal von den MSM gebracht werden

Hallo Azur,

der Originalartikel erschien im Februar auf "Politico".

http://www.politico.com/magazine/story/2016/02/rfk-jr-why-arabs-dont-trust-america-213601

Springer hat ein Joint Ventures mit Politico und sie haben schon häufiger Artikel von dort übersetzt und dann z.B. in der "Welt" veröffentlicht.

Springer ist daher auf jeden Fall über diesen Artikel "im Bilde", aber sie bringen ihn nicht. Warum die den nicht bringen, ist offensichtlich - unsere "Freunde" Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Israel und die USA werden als Täter benannt, aber das passt nicht in die Springer-Agenda. Auch in den anderen MSM wird das bestimmt nicht gebracht werden.

Übrigens ein sehr gutes Beispiel für Propaganda durch Weglassen von Informationen.

Das alles macht mich wirklich sprachlos - unsere "Freunde" wollten eine Pipeline und durch die ausgelöste Flüchtlingskrise haben sie Europa, aber besonders Deutschland, in die Katastrophe getrieben. Kosten in Billionenhöhe wurden auf uns abgewälzt - dazu besteht zusätzlich eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass unsere Parteienlandschaft und Gesellschaft zerstört werden und dass Europa untergeht (was weitere Kosten in Billionhöhe für DE auslösen würde) aber anstatt sich zu wehren, will Merkel z.B. der Türkei noch Geld geben und Israel bekommt weiterhin U-Boote die (teilweise) vom deutschen Steuerzahler finanziert werden (Merkel & Co. wissen das natürlich alles).

Das alles ist nur noch Irrsinn hoch zehn.

Nein, die Pipeline muss nicht durch Syrien gehen

Ankawor, Freitag, 18.03.2016, 07:42 vor 3617 Tagen @ Steppke 4582 Views

Ich hatte dazu im Dezember schonmal dargelegt, dass die Pipeline problemlos auch ohne Nutzung syrischen Gebiets gebaut werden könnte:

http://www.dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=385088

Daraus:

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist ja das große Ziel im Hintergrund,
eine Gaspipeline von Katar und Arabien nach Europa zu bauen.

Dann könnte Russland die Ostsee-Pipeline vergessen, es gäbe kein Geld mehr
und Russland wäre am Ende. Das Geld, was wir verheizen, flösse dann nicht
mehr nach Russland, sondern nach Katar und sicher auch in die USA.

Russland hätte dann keine Einnahmen, USA hätte mehr Einnahmen, und die USA
hätten sich auf lange Zeit den Geldfluss aus Europa und die Weltherrschaft
gesichert.

Daher tut Russland alles, um Syrien als Sperriegel für die Pipeline zu
erhalten, und der Westen tut alles, um diesen Sperriegel zu beseitigen.

Ich möchte bezweifeln, dass diese Strategie stimmt. Ein Blick auf die
Landkarte zeigt eine viel einfachere Möglichkeit.

Eine Gaspipeline könnte von Saudiarabien wenige Kilometer durch den Golf von
Akaba bis nach Eilat führen, dann durch Israel, dann durchs Mittelmeer nach
Griechenland oder Italien.

Bei diesem Verlauf gibt es nirgends böse Buben. Ich fasse den Westen, Israel
und Saudiarabien mal als Gruppe mit gemeinsamen Interessen zusammen, egal,
was die aufgehetzten Völker denken.

Technisch dürfte es auch keine Probleme geben. Zur Not müsste Gerhard
Schröder als Berater ran, der hat Erfahrung mit Unterwasser-Pipelines.

Ist an diesen Überlegungen was dran?
Wenn ja, warum werden sie nicht angestellt?

Der Iran sollte draußen gehalten werden!

Steppke, Freitag, 18.03.2016, 10:48 vor 3617 Tagen @ Ankawor 3439 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.04.2016, 11:36

Ich möchte bezweifeln, dass diese Strategie stimmt. Ein Blick auf die
Landkarte zeigt eine viel einfachere Möglichkeit.

Eine Gaspipeline könnte von Saudiarabien wenige Kilometer durch den Golf von
Akaba bis nach Eilat führen, dann durch Israel, dann durchs Mittelmeer nach
Griechenland oder Italien.

Wie im Artikel zu lesen ist, ging es darum den IRAN auszustechen und deren Pipeline zu verhindern. Das hätten Katar und Saudi-Arabien nur erreichen können, wenn sie ihre Pipeline über Syrien in die Türkei verlegen. Mit der Türkei wären dann langfristige Verträge geschlossen worden und jegliche Konkurrenzpipeline hätte so verhindert werden können - der Iran wäre dann praktisch von Europa abgeschnitten.

Hätten sie die Pipeline über Israel verlegt, wäre die Türkei "draußen geblieben" und der Iran hätte seine Pipeline später über die Türkei anbinden lassen können (da die Türkei auf Dauer nicht auf die Durchleitungsgebühren verzichtet hätte).

Bei diesem Verlauf gibt es nirgends böse Buben. Ich fasse den Westen, Israel
und Saudiarabien mal als Gruppe mit gemeinsamen Interessen zusammen, egal,
was die aufgehetzten Völker denken.

Durch Druck der USA betreiben zwar Saudi-Arabien und Katar mit Israel so eine Art "Partnerschaft", aber wenn man ehrlich ist, hassen sie sich abgrundtief. Ob Saudi-Arabien oder Katar ihren Bewohnern und Landsleuten rüberbringen könnten, dass sie die Macht und Kontrolle über ihre Pipeline nun an den Erzfeind Israel abgegeben haben, ist schwer vorstellbar.

Daher wäre die Pipeline über Syrien/Türkei in allen Punkten wesentlich besser für sie geeignet (Iran draußen halten und Israel keine Macht über die Pipeline geben)!

Mittlere Tiefe

Broesler, Freitag, 18.03.2016, 10:55 vor 3617 Tagen @ Ankawor 3466 Views

Ostsee: ~ 50 Meter
Mittelmeer: ~ 1400 Meter

Aber ja, die Pipeline durch's Wasser, statt über Land, zu führen ist möglich...nur halt kostenintensiver.

Ob die metallene Röhre wirklich ausschlaggebend in der nahösterliche, äh, nahöstliche Krise ist oder eventuell doch die Dürreperiode oder andere geopolitische Spielchen/debitistische Notwendigkeiten, lässt sich aus unserer Sicht wohl nicht eindeutig herausfinden.
Vielleicht spielen ja auch mehrere Gründe im Ensemble des Chaos mit.

Arabisches Öl/Gas durch Israel? No Go!

XERXES @, Freitag, 18.03.2016, 11:02 vor 3617 Tagen @ Ankawor 3460 Views

Hallo Ankawor,

es gibt gleich mehrere Gründe, weshalb Ausweichrouten (wenn nicht durch Syrien) nicht/kaum machbar sind. Seien diese politischer/religiöser, technischer oder finanzieller Natur.

1. Politisch/religiös: es ist absolut undenkbar, dass arabisches, vor allem wahabitisches Erdöl/-gas israelisches Hoheitsgebiet durchquert.
Abgesehen davon, dass Israel für die Scheichs absolute No-Go-Area ist, gäbe man Israel ein unbezahlbares, politisches Druckmittel in die Hand (aus diesem Grund bekämpfte Polen die Ostseepipeline, weil man dieses Druckmittel gegenüber Russland nur zu gerne gehabt hätte).

2. Technisch: eine Unterwasserpipeline durch das Mittelmeer (mittlere Tiefe = 1.430 Meter) ist mit der Ostsee (52 Meter) in keinster Weise vergleichbar.
Abgesehen von der Tiefe, ist der Grund viel gebirgiger (vor allem ab der Ägäis - Ostsee leicht hügelig) und deshalb kaum zu warten - von den Kosten gar nicht zu sprechen.

3. Finanziell: es gibt zwei Ausweichrouten. A. über den Irak in die Türkei und B. durch den Sinai nach Port Said.

A. nicht nur, dass der Irak politisch höchst instabil und der Norden kurdisch ist, der weg ist fast 1.000 Km länger (Strecke Mossul - Adana ca. 850 Km). Zudem sind der Nordirak und die Südosttürkei sehr gebirgig, zerklüftet und verfügt über eine schwache Infrastruktur.

B. in Port Said müssten riesige, sehr teure Gasverflüssigungsanlagen gebaut werden, mit speziellen Terminals. Zusammen mit den Spezialtankern treibt dies die Logistikkosten für das Gas dauerhaft in die Höhe.
Hinzu kommt, dass solche Anlagen ideale militärische/terroristische Ziele darstellen. Eine Pipeline ist dagegen schnell repariert.

Dass sich nun Russland große Sorgen machen muss, sehe ich nicht. Alleine die Kosten für eine Pipeline Katar - Istanbul (über 3.600 Km - auch über Syrien) sind um ein Vielfaches höher als die der Northstreampipeline (1.224 Km). Abgesehen von einer geschätzten Bauzeit von 10 Jahren und einem nicht abzusehenden Start.

--
“And crawling on the planet's face,
some insects called the human race.
Lost in time, and lost in space.
And meaning.”

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