Zeit der Kanibalen: In Berliner Landesparlament gabs Tumult um Flüchtlingslagerplanung durch McKinsey - "Lolwut" - soweit ist
... ist mit der hiesigen "Staatskunst".
Hallo Reffke,
Danke Dir für die klasse Ergänzung.
Siehe auch:
"Untersuchung der Staatskunst
Bei der Bestimmung der staatsmännischen Kunst stellt sich methodisch die gleiche Aufgabe wie bei der Definition der Weberei. Die Weberei ist von allen anderen Künsten, mit denen sie Gemeinsamkeiten aufweist, abgegrenzt worden. Ebenso ist die Staatskunst dadurch zu bestimmen, dass sie von allen anderen Künsten unterschieden wird, die ebenfalls dem Gemeinwohl dienen und ihr daher den Anspruch auf die Fürsorge für den Staat streitig machen könnten.[9]
Schon vor der Darlegung des Weber-Gleichnisses waren die beiden Gesprächspartner zum vorläufigen, noch unbefriedigenden Ergebnis gelangt, dass die Staatskunst die freiwillige Wartung einer sich freiwillig unterordnenden Herde von zweifüßigen Lebewesen sei. Das Merkmal der Freiwilligkeit unterscheidet den Staatsmann vom Tyrannen.[10] Unterschiede zum Hirten sind, dass der Staatsmann seine Herde nicht aufzieht und ernährt und dass sie nicht allein seiner Fürsorge untersteht.[11]
Nun bleibt noch die Aufgabe, die Staatskunst als Hauptursache von den Mitursachen sowie von anderen hauptursächlichen Künsten im Staat abzugrenzen und damit ihre Besonderheit herauszuarbeiten. Hierbei sind alle Künste ins Auge zu fassen, die zum Fortbestand des Staates beitragen. Während bei der Webekunst nur die Herstellung von deren Werkzeugen zu den Mitursachen zählt, gehören im Fall des Staates alle produzierenden Gewerbe zu dieser Klasse. Im Staat als arbeitsteiliger Gemeinschaft ist jede Herstellung von Besitztümern – auch solchen, die nur dem Vergnügen dienen – eine Mitursache seines Fortbestands. Wegen der Verschiedenartigkeit und Vielzahl der hier in Betracht kommenden Tätigkeiten und ihrer Zwecke stößt die Unterteilung in Unterbegriffe, wie sie für die Weberei mit Erfolg eingesetzt wurde, auf Schwierigkeiten, daher muss die Vorgehensweise der Besonderheit dieses Falls angepasst werden.[12]
Zu den Hauptursachen zählt der Fremde die Tätigkeiten von Dienstleistern. Zu den mit Dienstleistungen Beschäftigten gehören Sklaven, Tagelöhner und Lohnarbeiter ebenso wie Kaufleute und Schiffsherren,[13] Krämer und Geldwechsler, Herolde und Sekretäre, Wahrsager und Priester. Wer mit solchen Tätigkeiten beschäftigt ist, der erhebt im Gegensatz zum Staatsmann keinen Anspruch auf die Staatslenkung oder auf eine Beteiligung an ihr; allenfalls bei Priestern und durch das Los bestimmten hohen Beamten und deren Mitarbeitern kann ein solcher Anspruch vorkommen.[14] Daher ist bei diesen Gruppen die Abgrenzung vom Staatsmann meist einfach."
https://de.wikipedia.org/wiki/Weber-Gleichnis
Beim Don hatte im September ein höherer Beamter eines Bundesministeriums geschrieben, mit ein wenige Zeit würden die Beamtenstäbe das schon alles gut managen können.
Nun so sieht die traurige Realität aus: "zur Affäre um McKinsey...
Wegen des Beratervertrags zwischen dem Senat und dem Unternehmen McKinsey zum Flüchtlings-Masterplan musste sich Berlins Regierender Bürgermeister am Donnerstag im Abgeordnetenhaus verteidigen. Michael Müller räumte ein, dass - "soweit ich weiß" - seine Senatskanzlei im Januar dieses Jahres informiert worden sei, dass es "weitergehenden Kontakt zwischen Lutz Diwell und McKinsey gibt".
Durch Tagesspiegel-Recherchen war bekannt geworden, dass der Rechtsanwalt und SPD-Mann Lutz Diwell indirekt vom McKinsey-Vertrag profitiert. Dieser hatte nach Informationen des Tagesspiegels zuvor mit dem Senat über eine Anstellung als Flüchtlings-Staatssekretär verhandelt, was unter anderem an seinen finanziellen Vorstellungen gescheitert war."
http://www.tagesspiegel.de/berlin/mueller-zur-affaere-um-mckinsey-senatskanzlei-wusste-...
Yepp. Wie war das mit der diesbezüglichen Industrie, der Staatskunst und den Dienstleistern?
Alta Falta, wie man dazu hierzulande sagt (lg an Isländer, hab nur in Jena t. w. studiert)!
Auch das parlamentarische Feuerwerk ist natürlich sehenswert.
Und McKönnsNie: Das sollte man unbedingt diesen phantastischen deutschen Film gesehen haben. Super klasse Geschicht, super klasse gemacht und gespielt (u. a. mit dem großen Schauspierler Devid Striesow). Und erzählt Hintergründe für so vieles. (Schpoilaalaam) Und visualisiert zumindest unter anderem der Hotelschlachtungen in den letzten Jahren (Schpoilaalaam).
"Zeit der Kannibalen": Kammerspiel der Kapitalisten
Drei Unternehmensberater im Hotel Hölle. Johannes Nabers Film "Zeit der Kannibalen" seziert bitterböse die Neurosen der Optimierungsgesellschaft.
http://www.zeit.de/kultur/film/2014-05/zeit-der-kannibalen-film
http://www.zeitderkannibalen.de/
Achja: Kapitalismus, Debitismus:
"Sehr geehrte Damen und Herren der Tagesschau.de,
von einer sehr engen Verwandten, die seit Jahren in diesem Bereich arbeitet, weiß ich um sehr umfangreiche Projekte, mit denen Minijobler ihre „Stelle“ in einen sozialversicherungspflichtigen Anstellung zu verwandeln. Riesen Aufwand für das Projekt, bei dem allen Beteiligten bekannt ist, dass es nur in wirklich geringsten Ausnahmen zum Erfolg führen kann.
Ähnlich wie im europäischen Ausland, führt der Mindestlohn nicht zu einem „Jobabbau“, wie immer stetig behauptet wurde (stetige Wiederholung ist auch eine Methode).
Es bleibt Ihr ‚Geheimnis‘ wie Sie angesichts der im Artikel genannten Umstände, zu dieser (*) Überschrift kommen:
IAB-Studie zur neuen Lohnuntergrenze: Forscher halten Mindestlohn für Jobbremse | tagesschau.de
Die Überschrift ist eine blanke Irrführung. Felix von Leitner schreibt dazu:
• [l] Überschrift: "Forscher halten Mindestlohn für Jobbremse".
Im Kleingedruckten dann:
Er warnte aber zugleich vor einer Überinterpretation des Studienergebnisses. "60.000 - das hört sich erst einmal viel an. Man muss dazu aber wissen: Der Großteil davon wären Minijobs gewesen", sagte Möller. Zudem entsprächen 60.000 Stellen lediglich einem Anteil von 0,18 Prozent an allen Beschäftigten in Deutschland.
NEIN!! DOCH!!! OOOOOH!
Update: Uuuund … Kommentarbereich geschlossen. Das ging ja fix!“
Und zudem: Der eine Leserkommentar, der auf der Artikelseite vermerkt ist, ist auf der Leserkommentarseite gelöscht.
In Ihrem Bericht heißt es außerdem:
„…"Die Leute werden länger beschäftigt als früher", so Möller.
Die Forscher fanden keine Hinweise darauf, dass Betriebe die Folgen des Mindestlohns durch den verstärkten Einsatz von Freiberuflern ausgeglichen haben. Sie betonen zugleich, dass sie keine Aussagen zu einer möglichen Verlagerung von regulärer Beschäftigung hin zu mehr Schwarzarbeit treffen könnten. Zudem seien nur kurzfristige Effekte der Mindestlohn-Einführung untersucht worden.“
Wie man so dann so eine Überschrift bei der dabei ebenfalls ausgewiesenen Ausgangslage hinbekommt… Dazu braucht es schon mehr als Chuzpe.
Denke, da schreib ich mal besser eine kleine Email an Sie, dabei müsste man eigentlich den Programmbeirat anschreiben.
Es ist doch kein Wunder, wenn das wie wüste Propaganda (so nannte man, man siehe u. a. Erich Kästner „Fabian“, noch in der Weimaer Republik Werbeagenturen, weil die auch mit steter Wiederholung arbeiten) wirkt.
Wenn ich jetzt noch polemischer wäre, müsste man nach Schamgefühl und Selbstachtung fragen.
Bitte nehmen Sie es nicht persönlich. Kann mir schon vorstellen, etliche Verwandte sind Journalisten, wie man dazu kommt, so etwas zu bringen und habe dafür sogar etwas Verständnis. Nur so geht es offenbar wirklich nicht.
Das ist wie eine mutwillige Täuschung im Sinne der Gegner des Mindestlohnes (der u. a. die 1,4 Mio betrifft, die arm trotz Arbeit sind – bzw. Aufstocker, wo letztlich die Steuerzahler die Differenz bezahlen müssen, dass betroffene Arbeitnehmer überleben und der Arbeitgeber günstig anbieten kann).
Viele freundliche Grüße
*) wenn das Anstreben von sozialer Gerechtigkeit und für Chancengleichheit sozialistisch ist, und somit klassisch links, dann ist die Überschrift als rechte These zu bezeichnen.
Rechtspopulistische Propaganda auf der TS.de?
Vermutlich gibt es eine starke Vertretung von Parteivertretern in den Beiräten, die hartnäckige Mindestlohngegner sind. Also braucht man denen kaum schreiben."
Aber letztlich sind es Windermühlen...
Lassen wir uns nicht ärgern. Das Gute ist ja, dass etlicher Unfug nicht aufgeht und offenbar wird. Immerhin. Was soll man denn machen, als Tröstliches suchen, und nicht zu verbittern.
Die angehenden Neubürger sind jetzt hier schon viel wahrnehmbar. Hoffen wir, es kehrt sich zum Besten für alle. Für uns und auch für die Syrer, Griechen usw. auswärts.
Übrigens: Hätten Sie es gewusst, oder auch nur geahnt?
"Deutschland gewinnt zunehmend durch seine Vielfalt und Zuwanderung. Das durch die Zugewanderten mitgebrachte soziale und kulturelle Kapital, die Sprachenvielfalt oder die unternehmerische Leistungsbereitschaft, bereichern unser Land und stärken unsere Zukunftsfähigkeit. Als Einwanderungsland können wir im Wettbewerb um Talente nur bestehen, wenn wir heute die richtigen Weichen stellen."
http://www.migazin.de/2016/03/04/patriotismus-beginnt-vor-der-eigenen-haustuer/
Es wundert nicht, dass Zuwanderer vielleicht solche Sicht haben. Die sich aber hoffentlich auch klar sind, dass man hier auch gut lebte, ohne Einwanderungsland zu sein. Deshalb wollen schließlich so viele hier her. Zunehmende Verarmung hin oder her.
Björn Höcke über Kapitalismuskritik:
https://www.facebook.com/Bjoern.Hoecke.AfD/photos/a.1424703574437591.1073741828.1424631...
"Ich stehe für soziale Verantwortung und berechtigte Kapitalismuskritik.
Es ist für mich unerträglich zu sehen, daß Kinder ein Armutsrisiko bedeuten.
Es ist für mich unerträglich zu sehen, daß die Rente oft und in Zukunft vermehrt kaum noch zum Leben reicht.
Und es ist für mich unerträglich zu sehen, daß Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können. Ich leide daran.... Mehr anzeigen!"
Auweia, da muss man an Curd Schumacher denken, der erklärt, warum man Schwierigkeiten bekommt, wenn man sich als sozialer Humanist bezeichnet: https://www.youtube.com/watch?v=w8s-9KWZ3p8
Derweil im Hause der Partei "Die Linke":
Kipping gegen Wagenknecht
Stand: 16.03.2016 17:06 Uhr
Erst die Stimmenverluste bei den Landtagswahlen, jetzt flammt in der Linkspartei der Streit über die Flüchtlingspolitik wieder auf. Parteichefin Kipping kritisiert Fraktionschefin Wagenknecht, die manchmal klingt, als sei sie in der CSU.
Das hat den Linken gerade noch gefehlt: Erst das schlechte Abschneiden bei den drei Landtagswahlen - und dann kocht auch noch ein alter Streit über die Flüchtlingspolitik wieder hoch. Im Fokus stehen die beiden starken Frauen in der Partei: Fraktionschefin Sahra Wagenknecht und Parteichefin Katja Kipping. Auslöser ist Wagenknechts Interview vom Wochenende mit der Überschrift: "Es können nicht alle Flüchtlinge kommen."
"Es gab eine Diskussion darüber", sagte Wagenknecht. "Natürlich auch eine Diskussion, was ich damit gemeint habe. Das habe ich dann auch deutlicher gesagt. Das ist ja eine Überschrift gewesen, die etwas verkürzt war. Ich glaube, wer den Text wirklich anguckt, wird sehen, dass da gar keine wirklich großen Abweichungen von linker Politik formuliert wurden."
http://www.tagesschau.de/inland/linke-richtungstreit-101.html
Und das ARD-Hauptstadtstudio tut sein "Bestes"... (die sitzen übrigens auch nicht so weit weg von der Bild-Hauptstadtbüro..., und denen von Zeitungsgruppe Funke usw.):
"Kipping grenzt sich von Wagenknecht ab
Katja Kipping hat den Text auch gelesen und das brachte sie am Montag dazu, nochmal etwas klarzustellen: "Wir gehen davon aus, dass es ein Grundrecht auf Asyl gibt. Und dass wir Obergrenzen ablehnen. Diese Position wird bei uns breit geteilt. Und das ist die Position der Partei, die ich vertrete. Und das andere, muss man sagen, ist eben nicht die Position der Partei."
Man muss dazu sagen, dass es nicht das erste Mal war, dass sich Wagenknecht zum Thema Obergrenzen geäußert hat - und sich dabei fast ein bisschen anhörte, als wäre sie in der CSU. Mitte Januar hatte sie für Schlagzeilen gesorgt mit dem Satz: "Natürlich gibt es Kapazitätsgrenzen. Wer das leugnet, ist doch weltfremd." Heute sagt sie: "Also dass man nicht 60 Millionen Menschen nach Deutschland holen kann, ist eine Banalität. Das würde auch niemand bestreiten. Und ich finde, wir können Banalitäten auch sagen. Natürlich kann man auch sagen, man spricht das nicht aus. Aber es ist trotzdem so."
Vielen Dank auch Steppke!
Einen schönen Abend noch, in dieser ereignisreichen Nacht: Hier ist so etwas wie ein Ticker: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/17/eu-gipfel-von-allen-seiten-bedenk...
(auch kein Lieblingsthema der Etablierten: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/17/protest-gegen-sigmar-gabriel-chef... )
Viele freundliche Grüße
azur
PS oder Bonus: "Goldener Apfel
In der osmanischen Tradition wurde die Bezeichnung „goldener Apfel“ (türkisch kızıl elma) als Synonym für jede der noch nicht eroberten vier christlichen Hauptstädte, die von goldenen Weltkugeln bekrönt wurden, verwendet. Als bedeutende Machtzentren ihrer Zeit waren sie primäre Ziele potentieller Eroberungen durch das expandierende Reich der Osmanen.
Konstantinopel (bis zur Eroberung durch die Osmanen und Umbenennung in Istanbul)
Buda
Wien (bis zur zweiten gescheiterten Belagerung) und
Rom."
https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturapfel#Goldener_Apfel
(Mit dem goldenen Apfel ist natürlich - und da sind wir wieder bei der Staatskunst, ein solcher: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Reichsapfel.jpg
siehe aber ideengeschichtlich auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturapfel#Symbolik )
Weiter:
"Griff nach dem Goldenen Apfel"
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-73966922.html
http://www.zdf.de/terra-x/der-goldene-apfel-5203490.html
(Noch aus Wiki: "In der nordischen Mythologie ist Göttin Idun unter anderem die Hüterin goldener Äpfel." - das sind offenbar die, die bei Wagner, dem alten Revoluzzer, der dichten und komponieren konnte, die Götter jung erhalten.)
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