Angebl. Mastermind der "Planung" Merkels, der selbst nicht daran glaubt - siehe auch Finanziers - Neu: Luftbrücke (Idomeni)

azur @, Donnerstag, 17.03.2016, 14:43 vor 3619 Tagen 8339 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.03.2016, 15:21

Hallo allen,

das sollte keiner verpassen: "Merkels Einflüsterer: Der Mann, der ihre Flüchtlingspolitik entwarf, erklärt, was sie wirklich will"
http://www.huffingtonpost.de/2016/03/17/gerald-knaus-merkel-fluechtlinge_n_9483070.html

Das dumme ist nur, dass er nicht nur Empfehlungen gibt, wie dabei hinters Licht geführt werden soll, sondern, dass er selbst nicht an den "Plan" der Patzerin aus dem Bundeskanzleramt glaubt. Und zwar schon seit Monaten nicht:

24.12.: http://www.zeit.de/2015/50/fluechtlingspolitik-eu-tuerkei-gerald-knaus
Aus dem o. g. Artike: "Eine europäische Lösung wird es nicht geben"
Schon im Dezember hatte Knaus gesagt, dass er nicht an eine europäische Lösung glaubt. "Nur darf man nicht auf europäische Lösungen hoffen, die es nicht geben wird", sagte er damals in einem Interview mit der "Zeit". Er schließt daraus: "Deutschland hätte es früher in die eigene Hand nehmen müssen."

Tricksen:

"Sprecht lieber von täglich ein paar Hundert Personen"

Offen sagt er in dem "Welt"-Interview, dass er Politikern empfohlen habe, die Zahl der Flüchtlinge in den Kontingenten so auszudrücken, dass sie für die Bevölkerung weniger bedrohlich klinge.

Sie sollten nicht die Zahl von 500.000 Flüchtlingen pro Jahr nennen: "Wir haben den Politikern daher auch in den vergangenen Monaten empfohlen: Nennt keine Gesamtzahl für Kontingente aus der Türkei! Sprecht lieber von einem täglichen Kontingent von ein paar Hundert Personen."

Der Mann, der Merkels Flüchtlingspolitik entwarf, sagt also, dass die einzige Möglichkeit, sie umzusetzen, ein bilaterales Abkommen zu einer Kontingentlösung zwischen Deutschland und der Türkei ist, das die EU vorerst außen vor lässt. Das dürfte auch Merkel vor langer Zeit klar geworden sein."

Und dann kommt ein sagenhafter Witz:

Dass Deutschland die Last der Flüchtlingskrise schultern soll, während die EU sich querstellt, kann man den Wählern so natürlich nicht sagen. Aber vermutlich wäre es besser gewesen, der Bevölkerung diesen Schock zu verpassen, anstatt sie weiter im Ungewissen zu lassen."

Man hätte uns (noch) besser schocken sollen..?!

Achja, deswegen hat sie dann gleich noch die Partei- und Koalitionspartner, vor allem aber die europäischen Nachbarn mitgeschockt (Schröder hat gestern gesagt, dass klar wäre, dass ohne vorherige Konsultation Frankreichs gar nichts ginge und Hollande heute, dass mit ihm Visafreiheit für Türkei nichts würde:
"Hollande warnt vor Zugeständnissen": ""Es sollte keine Zugeständnisse bei Fragen der Menschenrechte oder der Kriterien für die Visa-Liberalisierung geben", warnte der französische Präsident François Hollande." )!

Das ist das angebliche Superhirn: http://www.esiweb.org/index.php?lang=en&id=279&person_ID=1

"Gerald Knaus (Austria) is ESI's founding chairman. After having studied in Oxford, Brussels and Bologna, he taught economics at university in Ukraine in 1993/94 and spent five years working for NGOs and international organisations in Bulgaria and Bosnia and Herzegovina. From 2001 to 2004, he was the director of the Lessons Learned Unit of the EU Pillar of the UN Mission in Kosovo. In 2011, he co-authored, alongside Rory Stewart, the book "Can Intervention Work?" He has also co-authored more than 80 ESI reports as well as scripts for 12 TV documentaries on South East Europe. He is a founding member of the European Council on Foreign Relations and was for five years an Associate Fellow at the Carr Center for Human Rights Policy at Harvard University's Kennedy School, where he was a Visiting Fellow in 2010/2011 lecturing on state building and intervention. He writes his blog on www.rumeliobserver.eu."

("Toller Netzwerker", aber ein "founding member"?)

So (u. a.?) wird er finanziert: https://de.wikipedia.org/wiki/Europ%C3%A4ische_Stabilit%C3%A4tsinitiative#Geschichte

"Vorsitzender ist der österreichische Soziologe Gerald Knaus. Die Finanzierung der ESI gewährleisten unter anderem die Robert Bosch Stiftung,[3] die Rockefeller-Stiftung,[4] die ERSTE Stiftung, die Regierung Schwedens und der German Marshall Fund.[5] Nach eigenen Angaben verfügt die Initiative insgesamt über ein Budget von 45.000 € pro Monat.[1]"

(Nun, "nach eigenen Angaben", und auch dabei gibt es häufig das Interesse, Steuerlasten zu senken, 45k - nach Abzug der Hälfte für Sachkosten - das ist nicht sehr viel

Schon von 2006: "Einer, der auszog, Europa zu verstehen
Gerald Knaus weiß, wie das künftige Europa aussehen könnte. Er berät Politiker in Brüssel und Washington. Nur Wien ignoriert ihn"
http://www.zeit.de/2006/13/oe_europa

Ebenfalls am Rande interessant: https://de.wikipedia.org/wiki/German_Marshall_Fund

"Die Stiftung wurde 1972 aufgrund einer Schenkung durch die Bundesrepublik Deutschland als Dank an die Bevölkerung der USA und als beständige Erinnerung an das unter dem Namen Marshallplan in die Geschichte eingegangenen European Recovery Program (1947) zum Wiederaufbau Europas nach Ende des Zweiten Weltkriegs errichtet. Der internationalen Bedeutung, die dem GMF auf beiden Seiten des Atlantik inzwischen zukommt, entsprechen die sechs europäischen Büros in Berlin, Bratislava, Paris, Brüssel, Belgrad und Bukarest, sowie das Büro in Ankara, die von der Stiftung neben dem Hauptquartier des GMF in Washington, D.C., USA, unterhalten werden. Den Vorsitz teilen sich Guido Goldman und Marc Leland.[1][2]

Ziel der Stiftung ist, die Verständigung zwischen Europäern und US-Amerikanern zu vertiefen, die Zusammenarbeit zu unterstützen und den Austausch von praktischen Erfahrungen zu fördern. Die Förderung von Individuen und von Institutionen wird entsprechend folgender Richtlinien vergeben:"

Man verpasse auch nicht:

https://de.wikipedia.org/wiki/Guido_Goldman

Guido Goldman (* 1938 in der Schweiz) ist ein amerikanischer Politikwissenschaftler.

Sein Vater, Nachum Goldmann (1894–1982), war Mitbegründer des World Jewish Congress, Vorsitzender der Jewish Agency und Präsident der Zionistischen Weltorganisation.

1940 floh Goldman mit seinen Eltern und dem jüngeren Bruder nach New York. Als er 1959 sein Studium in Harvard aufnahm, war einer seiner Lehrer dort der frühere Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski, und Henry Kissinger betreute später seine Doktorarbeit (PhD 1969).

Heute leitet Goldman das Programm für Deutschlandstudien am Minda de Gunzburg Center for European Studies (CES) der Universität Harvard, das er 1969 gegründet und von 1979 bis 1994 geleitet hat. Als dem Zentrum das Geld ausging, wandte er sich an den damaligen deutschen Finanzminister Alex Möller. Dieser willigte ein, zum 25-jährigen Jubiläum des Marshall-Plans 150 Millionen Deutsche Mark über 15 Jahre zur Verfügung zu stellen für eine Einrichtung, welche die Beziehungen zwischen Europa und den USA fördert; so entstand 1972 der German Marshall Fund.")

Auch der Don hat bezüglich Idomeni gerade eine gute Einführung in Teile des Netzwerkes gegeben, die man nicht verpassen sollte: http://blogs.faz.net/deus/2016/03/16/wie-man-in-idomeni-eine-humanitaere-katastrophe-in...

Es ist so schweigsam bzgl. des Gipfels. Kein Wunder, wenn selbst das angebliche Mastermind schon vor Monaten wusste, dass sein Plan nicht helfen würde.

Bisher kam nur so etwas: Juncker - Manche in etablierten Parteien machen AfD salonfähig | Reuters
http://de.reuters.com/article/deutschland-europa-juncker-idDEKCN0WJ0S6

Was für Personal..! Als ob die AfD und ihre Wähler irgend etwas für den Unfug könnte, das die Nochkanzlerin und ihre Helferlein angerichtet haben.

Nach dem Gipfel ist vor Merkels nächstem Unsinn - und auch da wird Knaus erwähnt (und wie!):

"Luftbrücke für neues Leben

Deswegen basteln Merkel und die Niederlande schon an einer neuen "Koalition der Willigen", um ein neues Ansiedelungsprogramm zu starten. Per Luftbrücke sollen pro Jahr Hunderttausende aus den Flüchtlingslagern der Türkei nach Europa gebracht und ebenfalls hier angesiedelt werden – auch vom UNHCR ausgesucht, und vornehmlich Familien, die kein Sicherheitsrisiko darstellen. Bis zu 900 Menschen könnten so am Tag ausgeflogen werden, rechnet ESI-Vorsitzender Gerald Knaus, ein Soziologe aus Österreich, der in Istanbul lebt, dem STANDARD vor. "Das wäre eine historische Aufgabe für die Union", sagt er. "Aber das wird nicht über Quoten gehen, sondern nur mit gutem Willen."

Fraglich nur, wessen Willen (klar ist nur, wer es bezahlen und mit den Folgen leben muss).

www.derstandard.at/2000032974696/Oesterreich-nahm-1348-Schutzbeduerftige-direkt-aus-Region-auf

Klar: Luftbrücke, um noch mehr mit Dauerschlafplatz in Massenunterkünften zu versorgen, derweil sogar die Knäste überquellen:
http://www.focus.de/politik/deutschland/untersuchungshaften-ueberfuellt-strafvollzugsbe...
(überall gleich: http://www.stern.de/panorama/gesellschaft/fluechtlingskrise--gefaengniswaerter-warnen-v... usw.

Daraus auch: "Ausländer seien dreimal so häufig straffällig wie Deutsche. "Da im vergangenen Jahr mehr als eine Million Flüchtlinge gekommen sind, stehen voraussichtlich in 30.000 Fällen Strafverfahren an", sagte der Gewerkschafts-Vorsitzende. Dies werde zu rund 2000 Verurteilungen zu Haftstrafen ohne Bewährung führen. "Für diese Fälle müssen die Bundesländer zusätzliche Haftkapazitäten vorhalten", forderte Bachl.").

Und die Menschenmengen, die nach Visafreiheit für die Türkei (auf Grund der Verschlimmbesserung der Merkel) kämen, sind da noch gar nicht berücksichtigt.

(Äaporpos: Warum lässt man der Türkei die Annektierung halb Zyperns durchgehen, welches mit Sicherheit nicht unwichtiger ist, als die Krim?)

Am Ende nennt man jetzt den Knaus, um einen Schuldigen präsentieren zu können. Aber keine Sorge: Leute wie er können nur "nach oben fallen".

Viele freundliche Grüße

azur


PS: "Wir sollten den Sieg jetzt im Stillen genießen und die Stärkung des rechten Parteiflügels jetzt nicht herbeireden", erklärt ein prominenter grüner Realo die Zurückhaltung. "Sie passiert sowieso."

http://www.tagesschau.de/inland/gruene-lehren-aus-den-landtagswahlen-101.html

Die Grünen haben einen rechten Parteiflügel?! (insgesamt interessanter Artikel, auch wenn man dessen Tendenz ablehnt - selbst Gysi wirbt jetzt für Koalitionen mit der CDU, in der bundesdeutschen Einheitspartei)

TS.de berichtet über dien Beschluss zur Verschärfung (durch Verwischung) des Sexualstrafrechts - und bringt allen Ernstes dieses:

"Grüne: Regelung kommt zu spät

Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt beklagt, dass die Neuregelung viel zu spät kommt - auch mit Blick auf die Übergriffe in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof: "Sie hätten dieses Gesetz schon haben können. Ihr Versäumnis baden jetzt womöglich auch Opfer von Köln aus, weil die Täter nicht bestraft werden können. Auch das gehört zur Wahrheit."

http://www.tagesschau.de/inland/sexualstrafrecht-vergewaltigung-103.html

Diese Figur ist unfassbar!

(Im übrigen verhindern Strafnormen nicht automatisch Straftaten, sondern sorgen dafür, dass u. U. anschließend eine Bestrafung erfolgt)

Dazu ein Nachtrag: "Polizei bereits zwei Tage vor der Silvesternacht vor Problemen gewarnt haben. Nordrhein-Westfalen soll nicht die gewünschte Polizeistärke genehmigt haben. Unterdessen werden erstmals Fahndungsfotos veröffentlicht.

Köln - Brisante Enthüllung zu den Vorgängen in der Kölner Silvesternacht. So soll die Kölner Polizei bereits zwei Tage vorher vor den Vorkommnissen gewarnt haben.
Wie der "Express" berichtet, soll die Kölner Polizei bereits am 29.12.2015 geahnt haben, was in der Silvesternacht passieren wird. Ein geheimes Einsatzpapier der Polizei verweist auf mehrere Faktoren, die in der Silvesternacht vorherrschten. Zum Beispiel ist dort die Rede von "Tumultdelikten" oder "massenhaftem Diebstahl und Raub".

Aus: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.erste-fahndungsfotos-koelner-sex-mob-polizei... , wo es dann auch heißt:

"Revierleiter warnt in Silvester-Befehl

So kommt erneut die Frage auf, warum Nordrhein-Westfalen der Stadt Köln statt der geforderten Hundertschaft nur zwei Züge zur Verfügung gestellt hat. Die Gefahren waren zumindest für den Leiter der Polizeiinspektion in der Kölner Innenstadt, Peter Römers, klar vorhersehbar. Er warnte in seinem Silvester-Befehl mit dem Titel "Besondere Lage", der unter dem Eindruck der Anschläge von Paris und der Bedrohungslage in Deutschland entstand, vor "massiven und häufig rücksichtslosen Einsatz von Pyrotechnik und Feuerwerkskörpern," der zu Panikreaktionen führen könne.

Tätergruppe war Polizei bekannt

Nordafrikanische Intensivtäter wurden in dem Papier als maßgebliche Tätergruppe bezeichnet, die die günstige Gelegenheit zur Tat nutzen könnte. Vor allem durch den Alkoholkonsum könne es zu zahlreichen Taschendiebstählen und sogenannten Tumultdelikten kommen."

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Meide das Destruktive - suche das Konstruktive.

Auch auf welt.de wurde das Interview ...

Steppke, Donnerstag, 17.03.2016, 17:05 vor 3619 Tagen @ azur 4444 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 04.04.2016, 11:37

Hallo azur,

auch auf welt.de wurde das Interview mit Gerald Knaus (ESI) veröffentlicht - die Informationen bzgl. der Finanziers wurden aber leider "vergessen".

Ich habe dann versucht, einen umfangreichen Kommentar zu hinterlassen um auf die Finanziers hinzuweisen, aber alle Versuche wurden von welt.de verhindert.

Ich habe es 30-mal probiert, aber die Moderation hat alle Kommentare gelöscht - es scheint nicht erwünscht zu sein, dass eine breite Leserschaft über die US-Finanziers aufgeklärt wird.

Gruß Matthias

Von langer Hand geplant! Video dazu... (PS)

Reffke @, Donnerstag, 17.03.2016, 17:31 vor 3619 Tagen @ azur 4690 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.03.2016, 17:36

Hallo azur,

Grandiose Recherche - danke!
Da wird also rein gar Nichts dem Zufall überlassen... [[nono]]
Gerald Knaus - ESI conference at Bilgi University (15 November 2011)
"esiweb" hat namens Knaus ==> einen eigenen YT-Kanal!
Dort ist dieses Video eine Offenbahrung:
Visa Liberalisation for Turkey. How to get there? (447 views 2 years ago) !!!

Erschütternd... wie generalstabsmäßig und zielstrebig der "Ganz Große Plan" mit List und Tücke aktuell realisiert wird!

MfG, Reffke

--
Die Lüge ist wahrer als die Wahrheit, weil die Wahrheit so verlogen ist. André Heller
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==> Fundgrube zur Lage: www.paulcraigroberts.org

Zeit der Kanibalen: In Berliner Landesparlament gabs Tumult um Flüchtlingslagerplanung durch McKinsey - "Lolwut" - soweit ist

azur @, Donnerstag, 17.03.2016, 23:31 vor 3619 Tagen @ Reffke 4429 Views

bearbeitet von unbekannt, Donnerstag, 17.03.2016, 23:41

... ist mit der hiesigen "Staatskunst".

Hallo Reffke,

Danke Dir für die klasse Ergänzung.

Siehe auch:

"Untersuchung der Staatskunst

Bei der Bestimmung der staatsmännischen Kunst stellt sich methodisch die gleiche Aufgabe wie bei der Definition der Weberei. Die Weberei ist von allen anderen Künsten, mit denen sie Gemeinsamkeiten aufweist, abgegrenzt worden. Ebenso ist die Staatskunst dadurch zu bestimmen, dass sie von allen anderen Künsten unterschieden wird, die ebenfalls dem Gemeinwohl dienen und ihr daher den Anspruch auf die Fürsorge für den Staat streitig machen könnten.[9]

Schon vor der Darlegung des Weber-Gleichnisses waren die beiden Gesprächspartner zum vorläufigen, noch unbefriedigenden Ergebnis gelangt, dass die Staatskunst die freiwillige Wartung einer sich freiwillig unterordnenden Herde von zweifüßigen Lebewesen sei. Das Merkmal der Freiwilligkeit unterscheidet den Staatsmann vom Tyrannen.[10] Unterschiede zum Hirten sind, dass der Staatsmann seine Herde nicht aufzieht und ernährt und dass sie nicht allein seiner Fürsorge untersteht.[11]

Nun bleibt noch die Aufgabe, die Staatskunst als Hauptursache von den Mitursachen sowie von anderen hauptursächlichen Künsten im Staat abzugrenzen und damit ihre Besonderheit herauszuarbeiten. Hierbei sind alle Künste ins Auge zu fassen, die zum Fortbestand des Staates beitragen. Während bei der Webekunst nur die Herstellung von deren Werkzeugen zu den Mitursachen zählt, gehören im Fall des Staates alle produzierenden Gewerbe zu dieser Klasse. Im Staat als arbeitsteiliger Gemeinschaft ist jede Herstellung von Besitztümern – auch solchen, die nur dem Vergnügen dienen – eine Mitursache seines Fortbestands. Wegen der Verschiedenartigkeit und Vielzahl der hier in Betracht kommenden Tätigkeiten und ihrer Zwecke stößt die Unterteilung in Unterbegriffe, wie sie für die Weberei mit Erfolg eingesetzt wurde, auf Schwierigkeiten, daher muss die Vorgehensweise der Besonderheit dieses Falls angepasst werden.[12]

Zu den Hauptursachen zählt der Fremde die Tätigkeiten von Dienstleistern. Zu den mit Dienstleistungen Beschäftigten gehören Sklaven, Tagelöhner und Lohnarbeiter ebenso wie Kaufleute und Schiffsherren,[13] Krämer und Geldwechsler, Herolde und Sekretäre, Wahrsager und Priester. Wer mit solchen Tätigkeiten beschäftigt ist, der erhebt im Gegensatz zum Staatsmann keinen Anspruch auf die Staatslenkung oder auf eine Beteiligung an ihr; allenfalls bei Priestern und durch das Los bestimmten hohen Beamten und deren Mitarbeitern kann ein solcher Anspruch vorkommen.[14] Daher ist bei diesen Gruppen die Abgrenzung vom Staatsmann meist einfach."
https://de.wikipedia.org/wiki/Weber-Gleichnis

Beim Don hatte im September ein höherer Beamter eines Bundesministeriums geschrieben, mit ein wenige Zeit würden die Beamtenstäbe das schon alles gut managen können.

Nun so sieht die traurige Realität aus: "zur Affäre um McKinsey...

Wegen des Beratervertrags zwischen dem Senat und dem Unternehmen McKinsey zum Flüchtlings-Masterplan musste sich Berlins Regierender Bürgermeister am Donnerstag im Abgeordnetenhaus verteidigen. Michael Müller räumte ein, dass - "soweit ich weiß" - seine Senatskanzlei im Januar dieses Jahres informiert worden sei, dass es "weitergehenden Kontakt zwischen Lutz Diwell und McKinsey gibt".

Durch Tagesspiegel-Recherchen war bekannt geworden, dass der Rechtsanwalt und SPD-Mann Lutz Diwell indirekt vom McKinsey-Vertrag profitiert. Dieser hatte nach Informationen des Tagesspiegels zuvor mit dem Senat über eine Anstellung als Flüchtlings-Staatssekretär verhandelt, was unter anderem an seinen finanziellen Vorstellungen gescheitert war."
http://www.tagesspiegel.de/berlin/mueller-zur-affaere-um-mckinsey-senatskanzlei-wusste-...

Yepp. Wie war das mit der diesbezüglichen Industrie, der Staatskunst und den Dienstleistern?

[[euklid]]

Alta Falta, wie man dazu hierzulande sagt (lg an Isländer, hab nur in Jena t. w. studiert)!

Auch das parlamentarische Feuerwerk ist natürlich sehenswert.

Und McKönnsNie: Das sollte man unbedingt diesen phantastischen deutschen Film gesehen haben. Super klasse Geschicht, super klasse gemacht und gespielt (u. a. mit dem großen Schauspierler Devid Striesow). Und erzählt Hintergründe für so vieles. (Schpoilaalaam) Und visualisiert zumindest unter anderem der Hotelschlachtungen in den letzten Jahren (Schpoilaalaam).


"Zeit der Kannibalen": Kammerspiel der Kapitalisten
Drei Unternehmensberater im Hotel Hölle. Johannes Nabers Film "Zeit der Kannibalen" seziert bitterböse die Neurosen der Optimierungsgesellschaft.
http://www.zeit.de/kultur/film/2014-05/zeit-der-kannibalen-film

http://www.zeitderkannibalen.de/

Achja: Kapitalismus, Debitismus:

"Sehr geehrte Damen und Herren der Tagesschau.de,

von einer sehr engen Verwandten, die seit Jahren in diesem Bereich arbeitet, weiß ich um sehr umfangreiche Projekte, mit denen Minijobler ihre „Stelle“ in einen sozialversicherungspflichtigen Anstellung zu verwandeln. Riesen Aufwand für das Projekt, bei dem allen Beteiligten bekannt ist, dass es nur in wirklich geringsten Ausnahmen zum Erfolg führen kann.

Ähnlich wie im europäischen Ausland, führt der Mindestlohn nicht zu einem „Jobabbau“, wie immer stetig behauptet wurde (stetige Wiederholung ist auch eine Methode).

Es bleibt Ihr ‚Geheimnis‘ wie Sie angesichts der im Artikel genannten Umstände, zu dieser (*) Überschrift kommen:

IAB-Studie zur neuen Lohnuntergrenze: Forscher halten Mindestlohn für Jobbremse | tagesschau.de
Die Überschrift ist eine blanke Irrführung. Felix von Leitner schreibt dazu:
• [l] Überschrift: "Forscher halten Mindestlohn für Jobbremse".
Im Kleingedruckten dann:
Er warnte aber zugleich vor einer Überinterpretation des Studienergebnisses. "60.000 - das hört sich erst einmal viel an. Man muss dazu aber wissen: Der Großteil davon wären Minijobs gewesen", sagte Möller. Zudem entsprächen 60.000 Stellen lediglich einem Anteil von 0,18 Prozent an allen Beschäftigten in Deutschland.

NEIN!! DOCH!!! OOOOOH!

Update: Uuuund … Kommentarbereich geschlossen. Das ging ja fix!“

Und zudem: Der eine Leserkommentar, der auf der Artikelseite vermerkt ist, ist auf der Leserkommentarseite gelöscht.

In Ihrem Bericht heißt es außerdem:

„…"Die Leute werden länger beschäftigt als früher", so Möller.

Die Forscher fanden keine Hinweise darauf, dass Betriebe die Folgen des Mindestlohns durch den verstärkten Einsatz von Freiberuflern ausgeglichen haben. Sie betonen zugleich, dass sie keine Aussagen zu einer möglichen Verlagerung von regulärer Beschäftigung hin zu mehr Schwarzarbeit treffen könnten. Zudem seien nur kurzfristige Effekte der Mindestlohn-Einführung untersucht worden.“

Wie man so dann so eine Überschrift bei der dabei ebenfalls ausgewiesenen Ausgangslage hinbekommt… Dazu braucht es schon mehr als Chuzpe.

Denke, da schreib ich mal besser eine kleine Email an Sie, dabei müsste man eigentlich den Programmbeirat anschreiben.

Es ist doch kein Wunder, wenn das wie wüste Propaganda (so nannte man, man siehe u. a. Erich Kästner „Fabian“, noch in der Weimaer Republik Werbeagenturen, weil die auch mit steter Wiederholung arbeiten) wirkt.

Wenn ich jetzt noch polemischer wäre, müsste man nach Schamgefühl und Selbstachtung fragen.

Bitte nehmen Sie es nicht persönlich. Kann mir schon vorstellen, etliche Verwandte sind Journalisten, wie man dazu kommt, so etwas zu bringen und habe dafür sogar etwas Verständnis. Nur so geht es offenbar wirklich nicht.
Das ist wie eine mutwillige Täuschung im Sinne der Gegner des Mindestlohnes (der u. a. die 1,4 Mio betrifft, die arm trotz Arbeit sind – bzw. Aufstocker, wo letztlich die Steuerzahler die Differenz bezahlen müssen, dass betroffene Arbeitnehmer überleben und der Arbeitgeber günstig anbieten kann).

Viele freundliche Grüße

*) wenn das Anstreben von sozialer Gerechtigkeit und für Chancengleichheit sozialistisch ist, und somit klassisch links, dann ist die Überschrift als rechte These zu bezeichnen.

Rechtspopulistische Propaganda auf der TS.de?

Vermutlich gibt es eine starke Vertretung von Parteivertretern in den Beiräten, die hartnäckige Mindestlohngegner sind. Also braucht man denen kaum schreiben."

Aber letztlich sind es Windermühlen...

Lassen wir uns nicht ärgern. Das Gute ist ja, dass etlicher Unfug nicht aufgeht und offenbar wird. Immerhin. Was soll man denn machen, als Tröstliches suchen, und nicht zu verbittern.

Die angehenden Neubürger sind jetzt hier schon viel wahrnehmbar. Hoffen wir, es kehrt sich zum Besten für alle. Für uns und auch für die Syrer, Griechen usw. auswärts.

Übrigens: Hätten Sie es gewusst, oder auch nur geahnt?

"Deutschland gewinnt zunehmend durch seine Vielfalt und Zuwanderung. Das durch die Zugewanderten mitgebrachte soziale und kulturelle Kapital, die Sprachenvielfalt oder die unternehmerische Leistungsbereitschaft, bereichern unser Land und stärken unsere Zukunftsfähigkeit. Als Einwanderungsland können wir im Wettbewerb um Talente nur bestehen, wenn wir heute die richtigen Weichen stellen."
http://www.migazin.de/2016/03/04/patriotismus-beginnt-vor-der-eigenen-haustuer/

Es wundert nicht, dass Zuwanderer vielleicht solche Sicht haben. Die sich aber hoffentlich auch klar sind, dass man hier auch gut lebte, ohne Einwanderungsland zu sein. Deshalb wollen schließlich so viele hier her. Zunehmende Verarmung hin oder her.

Björn Höcke über Kapitalismuskritik:

https://www.facebook.com/Bjoern.Hoecke.AfD/photos/a.1424703574437591.1073741828.1424631...

"Ich stehe für soziale Verantwortung und berechtigte Kapitalismuskritik.

Es ist für mich unerträglich zu sehen, daß Kinder ein Armutsrisiko bedeuten.
Es ist für mich unerträglich zu sehen, daß die Rente oft und in Zukunft vermehrt kaum noch zum Leben reicht.
Und es ist für mich unerträglich zu sehen, daß Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können. Ich leide daran.... Mehr anzeigen!"

Auweia, da muss man an Curd Schumacher denken, der erklärt, warum man Schwierigkeiten bekommt, wenn man sich als sozialer Humanist bezeichnet: https://www.youtube.com/watch?v=w8s-9KWZ3p8

Derweil im Hause der Partei "Die Linke":

Kipping gegen Wagenknecht

Stand: 16.03.2016 17:06 Uhr

Erst die Stimmenverluste bei den Landtagswahlen, jetzt flammt in der Linkspartei der Streit über die Flüchtlingspolitik wieder auf. Parteichefin Kipping kritisiert Fraktionschefin Wagenknecht, die manchmal klingt, als sei sie in der CSU.

Das hat den Linken gerade noch gefehlt: Erst das schlechte Abschneiden bei den drei Landtagswahlen - und dann kocht auch noch ein alter Streit über die Flüchtlingspolitik wieder hoch. Im Fokus stehen die beiden starken Frauen in der Partei: Fraktionschefin Sahra Wagenknecht und Parteichefin Katja Kipping. Auslöser ist Wagenknechts Interview vom Wochenende mit der Überschrift: "Es können nicht alle Flüchtlinge kommen."

"Es gab eine Diskussion darüber", sagte Wagenknecht. "Natürlich auch eine Diskussion, was ich damit gemeint habe. Das habe ich dann auch deutlicher gesagt. Das ist ja eine Überschrift gewesen, die etwas verkürzt war. Ich glaube, wer den Text wirklich anguckt, wird sehen, dass da gar keine wirklich großen Abweichungen von linker Politik formuliert wurden."
http://www.tagesschau.de/inland/linke-richtungstreit-101.html

Und das ARD-Hauptstadtstudio tut sein "Bestes"... (die sitzen übrigens auch nicht so weit weg von der Bild-Hauptstadtbüro..., und denen von Zeitungsgruppe Funke usw.):

"Kipping grenzt sich von Wagenknecht ab

Katja Kipping hat den Text auch gelesen und das brachte sie am Montag dazu, nochmal etwas klarzustellen: "Wir gehen davon aus, dass es ein Grundrecht auf Asyl gibt. Und dass wir Obergrenzen ablehnen. Diese Position wird bei uns breit geteilt. Und das ist die Position der Partei, die ich vertrete. Und das andere, muss man sagen, ist eben nicht die Position der Partei."

Man muss dazu sagen, dass es nicht das erste Mal war, dass sich Wagenknecht zum Thema Obergrenzen geäußert hat - und sich dabei fast ein bisschen anhörte, als wäre sie in der CSU. Mitte Januar hatte sie für Schlagzeilen gesorgt mit dem Satz: "Natürlich gibt es Kapazitätsgrenzen. Wer das leugnet, ist doch weltfremd." Heute sagt sie: "Also dass man nicht 60 Millionen Menschen nach Deutschland holen kann, ist eine Banalität. Das würde auch niemand bestreiten. Und ich finde, wir können Banalitäten auch sagen. Natürlich kann man auch sagen, man spricht das nicht aus. Aber es ist trotzdem so."

Vielen Dank auch Steppke!

Einen schönen Abend noch, in dieser ereignisreichen Nacht: Hier ist so etwas wie ein Ticker: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/17/eu-gipfel-von-allen-seiten-bedenk...

(auch kein Lieblingsthema der Etablierten: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/03/17/protest-gegen-sigmar-gabriel-chef... )

Viele freundliche Grüße

azur


PS oder Bonus: "Goldener Apfel

In der osmanischen Tradition wurde die Bezeichnung „goldener Apfel“ (türkisch kızıl elma) als Synonym für jede der noch nicht eroberten vier christlichen Hauptstädte, die von goldenen Weltkugeln bekrönt wurden, verwendet. Als bedeutende Machtzentren ihrer Zeit waren sie primäre Ziele potentieller Eroberungen durch das expandierende Reich der Osmanen.

Konstantinopel (bis zur Eroberung durch die Osmanen und Umbenennung in Istanbul)
Buda
Wien (bis zur zweiten gescheiterten Belagerung) und
Rom."
https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturapfel#Goldener_Apfel

(Mit dem goldenen Apfel ist natürlich - und da sind wir wieder bei der Staatskunst, ein solcher: https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Reichsapfel.jpg

siehe aber ideengeschichtlich auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Kulturapfel#Symbolik )

Weiter:

"Griff nach dem Goldenen Apfel"
http://www.spiegel.de/spiegel/spiegelgeschichte/d-73966922.html

http://www.zdf.de/terra-x/der-goldene-apfel-5203490.html

(Noch aus Wiki: "In der nordischen Mythologie ist Göttin Idun unter anderem die Hüterin goldener Äpfel." - das sind offenbar die, die bei Wagner, dem alten Revoluzzer, der dichten und komponieren konnte, die Götter jung erhalten.)

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