Es waren ca. 60 %, die anstelle von AfD die CSU gewählt hätten, wenn sie "dort" verfügbar gewesen wäre.

Olivia, Montag, 14.03.2016, 13:29 (vor 3621 Tagen) @ Griba2827 Views

die ihm noch Probleme breiten könnten: z.B. daß die AfD ein sehr breites
Spektrum in sich vereine - und brachte dann u.a. die Umfrage zu "Wenn ich
hier im Lande die CSU wählen könnte..."

Ist aber nur verbal erfolgt, und ob ich das alles richtig verstanden
habe...[[zwinker]]

...................................

Da waren also sehr viele Menschen, die ganz offen ihren Protest gegenüber den etablierten Parteien in BERLIN zum Ausdruck bringen wollten.

Außerdem hat die AfD ca. 4 % Nichtwähler aktiviert. Das ist bemerkenswert, denn die Wahlbeteiligung ist immer noch nicht hoch, obwohl höher als in den Vorjahren. Da kann man zumindest ein paar Rückschlüsse ziehen, warum und welche Leute nicht wählen gegangen sind.

Sehr interessant sind auch die Verluste der Linken in diesem Zusammenhang. Außerdem wäre es interessant zu wissen, aus welchem Pool sich die FDP-Wähler speisen, was die sich erhoffen und wen sie vorher gewählt haben.

Ich habe mir im Ersten dann auch noch Anne Will angeschaut.

http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_77252138/afd-talk-bei-anne-will-die-w...

Einiges war bemerkenswert:

Erstmals habe ich mitbekommen, dass sie den ständig mit Schuldzuweisungen arbeitenden SPD-Stegner sehr deutlich zurechtwies (sinngemäß: Herr Stegner wir wissen ja nun, dass sie immer alles ganz deutlich sagen können, was DIE ANDEREN falsch machen.... aber ich möchte jetzt doch einmal wissen, was die SPD.....). Bisher hat jeder diesen Menschen herumpoltern lassen, wie er wollte.

Dann hat man "uns Uschi" sehen können, wie sie sich - fast wie ein Habicht - auf die sehr ruhige von Storch stürzte und ihr gleich alle zukünftigen "Verfehlungen" und ihr zukünftiges "Nichtkönnen" prognostizierte. In einem wirklich nicht sehr freundlichen Ton. Dann gab es einen Grünen, der bisweilen vernünftig wirkte, aber plötzlich in einen regelrechten "Rausch" geriet, als er die AfD verteufelte (mir fielen dabei all die "schlimmen" Dinge ein, die man vor vielen Jahren den Grünen gegenüber äußerte und später auch den Linken gegenüber). :-) - Der Politikwissenschaftler widerum bemerkte, dass sich die AfD darum bemühe, Nazi-Personen aus den eigenen Reihen zu entfernen. Er meinte, wenn es der Partei gelänge, Nazis rauszuwerfen und in der parlamentarischen Arbeit Alternativen aufzuzeigen, dann könne sich diese Partei möglicherweise rechts von der CDU im Parlament positionieren (jedenfalls habe ich es so verstanden.... schreibe aus dem Gedächtnis).

Das Ausflippen der Menschen aus den etablierten Parteien (den Guten) gegenüber der AfD (den Bösen) war bemerkenswert und ich begann bereits darüber nachzudenken, ob davon einiges "vor Gericht" landen würde.

Von Storch war sehr ruhig, wies dann aber auf die europäische Situation im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise hin, die von den Etablierten als "gut" (man komme vorwärts) bezeichnet wurde und von v.Storch als nicht gut (keiner will entsprechend den Vereinbarungen Flüchtlinge aufnehmen). Der Politikwissenschaftler bestätigte die Aussage, dass "niemand" außer D genügend Flüchtlinge "aufnehmen" will. Er wurde dann als CSU-Mitglied "enttarnt", woraufhin er sagte, dass seine CSU-Mitgliedschaft immer öffentlich gemacht werde, obwohl er es noch nie erlebt habe, dass bei seinen Kollegen die Mitgliedschaft bei der CDU, der SPD, den GÜNEN oder der LINKEN in einer Diskussion öffentlich gemacht wurde.

So, das wars, jetzt kann man sich seinen Reim darauf machen.

Erfreulich jedenfalls, dass die Wähler SEHR unterschiedlich gewählt haben. Solche Ergebnisse habe ich noch nie erlebt. Die Menschen scheinen darauf zu achten, WELCHER PERSON sie VERTRAUEN. So gesehen habe ich den Eindruck, dass PERSONEN eine immer wichtigere Stellung einnehmen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich die AfD nicht wähle, dass ich jedoch sehr befremdet darüber bin, dass ausgerechnet einer Frau von Storch und einer Frau Petry (beide mit abgeschlossenem Hochschulstudium und vorangegangener Berufstätigkeit im akademischen Bereich) von einer Frau, deren Doktorwürde (Umfang 67 Seiten mit 22 strittigen Seiten) gerade auf dem Pranger steht, vorgeworfen wird, dass sie keine parlamentarische Arbeit erledigen werden können. Irgendwie ist das zumindest wirklich absurd.
Auch sehr absurd finde ich den Hinweis auf die Familienpolitik und Frauenrolle der AfD, denn ausgerechnet in den Führungspositionen der AfD sind ZWEI (gut ausgebildete) Frauen dominant. Soweit ich informiert bin, soll Petry auch Kinder haben (weiß es leider nicht genau und habs nicht gefunden).
Also scheint "das Heimchen am Herd" doch keine durchgängige "Wunschvorstellung" aller AfD-ler zu sein, wohl aber der verständliche Wunsch, dass Familien wieder entschieden mehr Unterstützung erhalten.

--
For entertainment purposes only.


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