WTI: Wie im letzten Jahr??

Cheftrader @, Sonntag, 13.03.2016, 10:33 vor 3673 Tagen 3258 Views

Spannend sieht es ja aktuell im Crude aus. Obwohl die Lagerdaten die letzten 4 Wochen immer schlechter als erwartet ausfielen, haben wir Mittwochs immer ein Anziehen der Preise erlebt. Opec Treffen am 20.3. abgesagt, der Kurs geht nach oben. Iran will an alte Produktionszahlen anknüpfen, der Preis geht nach oben.
Kommt nun eine kleine Korrektur und die Reise geht weiter nach oben, oder setzt sich der Kurs bei 38.42 fest und macht die nächste Abwärtswelle Richtung 20$ ??
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Schöner wäre Deine persönliche Einschätzung zu erfahren!

Zorro @, Sonntag, 13.03.2016, 12:40 vor 3673 Tagen @ Cheftrader 2384 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 13.03.2016, 14:19

Kommt nun eine kleine Korrektur und die Reise geht weiter nach oben, oder
setzt sich der Kurs bei 38.42 fest und macht die nächste Abwärtswelle
Richtung 20$ ??
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Moin Cheftrader,

wenn nicht von Dir, von wem dann?..[[zwinker]]

D̶a̶s̶ Dass es an der Börse rauf oder runter gehen kann, ist ein alter Hut.
Ich vermisse die persönliche Note, daß einer Eier in der Hose hat und sagt: "Meine Einschätzung - es geht hoch/runter/quer!"
Und bitte ein Zeitfenster dazu nennen.

Sollte man sich irren, ist es halt so, der SL begrenzt das Risiko.

Hier der weekly im Öl seit 2012:
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Meine Einschätzung: Es tendiert zur oberen roten Kanalkante. Allerdings kann das eine Weile dauern.

Hier der aktuelle daily:
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Deine blaue Einschätzung liegt mir eher. Allerdings läuft bei mir im Bereich von 48 Dollar die obere Kanalkante des roten Abwärtstrendkanals.

Gruß Zorro

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Eier in der Hose

Cheftrader @, Sonntag, 13.03.2016, 13:05 vor 3673 Tagen @ Zorro 2247 Views

bearbeitet von unbekannt, Sonntag, 13.03.2016, 14:20

Das es an der Börse rauf oder runter gehen kann ist ein alter Hut.
Ich vermisse die persönliche Note, daß einer Eier in der Hose hat und
sagt: "Meine Einschätzung - es geht hoch/runter/quer!"
Und bitte ein Zeitfenster dazu nennen.

Sollte man sich irren, ist es halt so, der SL begrenzt das Risiko.

Hi Zorro,
wenn ich mir die Charts anschaue, dann sehe ich neue Tiefs im WTI, die Marktteilnehmer spielen jedoch die andere Richtung, warum auch immer. Wenn ein Markt trotz negativer Meldungen nicht fällt, sondern diese ignoriert und steigt, dann ist das bullisch.
Ok, hier meine Prognose:
Seitwärtsphase zwischen 38-42 USD, dann neue Tiefs auf 22,66 USD!!

favorisiere die blaue Variante, aber nicht unbedingt als Impuls

Dieter, Sonntag, 13.03.2016, 12:41 vor 3673 Tagen @ Cheftrader 2060 Views

aber mit ähnlichem Ziel.

Gruß Dieter

Was kann den Ölpreis trotz schlechter Nachrichten nach oben treiben?

Vatapitta @, Montag, 14.03.2016, 10:58 vor 3672 Tagen @ Cheftrader 1597 Views

bearbeitet von unbekannt, Montag, 14.03.2016, 11:42

Moin moin,

Spannend sieht es ja aktuell im Crude aus. Obwohl die Lagerdaten die
letzten 4 Wochen immer schlechter als erwartet ausfielen, haben wir
Mittwochs immer ein Anziehen der Preise erlebt. Opec Treffen am 20.3.
abgesagt, der Kurs geht nach oben. Iran will an alte Produktionszahlen
anknüpfen, der Preis geht nach oben.

Laut Dr. Jens Ehrhardt von der Finanzwoche sind erst gut 20% der Shortpositionen eingedeckt. Die Shortis müssen kaufen, gerade bei steigenden Preisen und auch trotz schlechter Nachrichten. Das weiß auch die Gegenseite. Wenn alles glatt gestellt ist, dann sind die Shortis zumindest gut rasiert. [[freude]]

Kommt nun eine kleine Korrektur und die Reise geht weiter nach oben, oder
setzt sich der Kurs bei 38.42 fest und macht die nächste Abwärtswelle
Richtung 20$ ??

Viele unkonventionellen Ölproduzenten haben am Tief ihre Hedgepositionen aufgelöst, um Zinsen und laufende Kosten zu decken. Was sollen sie anderes machen, wenn sie mit einem Bein im Grabe stehen. Nun läuft es für sie wieder in die richtige Richtung. 45 - 48 $ auf der Oberseite können also trotz schlechter Nachriten für den Ölpreis erreicht werden. Das rettet einige Unkonventionelle, sie können ihre Kostenseite wieder hedgen und das Spiel geht in die nächste Runde mit tieferen Preisen.

Schließlich befinden wir uns in einem intensiven Wirtschaftskrieg: Auf Druck der USA: EU genehmigt griechische Steuergelder für Pipeline-Bau
In diesem Krieg sind ein niedriger Ölpreis und ein starker Dollar die wichtigsten Waffen.
Draghis Zinssenkung hat dem Dollar entgegen der Intention nicht geholfen, aber immerhin die Banken der Südschiene mit über 20% Not leidenden Krediten vorerst auf Kosten der deutschen Sparer, Lebens- und Rentenversicherten gerettet. Auf Unternehmen mit Betriebsrenten kommen stark erhöhte Aufwendungen zu, besonders, wenn sich die Rücklagen negativ verzinsen. Da trifft es sich gut, wenn auf der anderen Seite Unternehmensanleihen aufgekauft werden können, um so die Bilanzen wieder zu entlasten.

Was wird die Fed nun tun, bei schwachen Konjukturdaten (bitte die Kommentare von Volker Hellmeyer von der Bremer Landesbank lesen)? Ein starker Dollar wirkt auf die Schuldner wirtschaftlich schwächend. Wenn das beabsichtigt ist, werden, unter Ignorieren der Datenlage, verbal weitere Zinsschritte in Aussicht gestellt.

Könnte es so sein? - Ich weiß es nicht:


VG Vatapitta

PS: Wenn die Wahrheit das erste Opfer des Krieges ist,
wo, um Himmels Willen, stehen wir dann heute?

--
Chronisch sind die Schmerzen dann, wenn der Doktor sie nicht heilen kann. http://www.liebscher-bracht.com/

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