Die Welt als Vorstellung

nemo, Samstag, 12.03.2016, 11:47 (vor 3622 Tagen) @ Hannes2042 Views
bearbeitet von nemo, Samstag, 12.03.2016, 11:52

... die Menschen dann nicht wieder auftauchen werden wollen, aus dem
virtuellen Elysium:


Hallo Hannes,

man kann es auch so sagen: in einer Welt, die weder Schönheit, noch Wahrheit,
noch Intelligenz oder Freiheit wertschätzt, verschwindet der Lebenssinn und
das Glück.

Beides wird dann im Fortschritt gesucht – in den Segnungen einer virtuellen
und automatisierten Welt.

Wir suchen immer nach dem leichtesten Weg, ohne zu erkennen, dass der
schwierige Weg und die damit verbundenen Anstrengungen den Menschen
in seiner Entwicklung weiter bringen. In einer vollautomatisierten Welt, in
der der Mensch auf einen reinen Wirtschaftsfaktor und Konsumenten
reduziert wird, verschwindet jeder Lebenssinn.

Das kann man daran erkennen, dass unsere Welt nur noch simuliert wird.
Die Welt ist eine Vorstellung, die nur in den Köpfen existiert und mit Hilfe
immer neuer Erfindungen täglich weiter gesponnen wird. Wir haben uns
von unseren wahren Bedürfnissen und realen Gefühlen soweit entfernt,
dass wir anstelle dieser Dinge nur noch Stimulanzien und Placebos
erzeugen, die uns eine reale Welt vorspielen.

Da der Bezug zur realen Welt verloren geht, kann sie durch alles mögliche
ersetzt werden. Es ist die Flucht nach vorn in immer komplexere virtuelle
Welten – in immer neue Spinnereien, die bedingungslos als Fortschritt
akzeptiert werden. Oder anders gesagt: Die Simulation ist zur Realität
geworden und wir haben den Übergang nicht mal bemerkt.

Gruß
nemo


gesamter Thread:

RSS-Feed dieser Diskussion

Werbung

Wandere aus, solange es noch geht.