Wölfe im Schafpelz?
bearbeitet von unbekannt, Samstag, 12.03.2016, 02:23
Mehrfach wurde im Bezug auf den uns entgegeneilenden Wahl-Sonntag von „Schicksalswahlen gesprochen. Auch ich selbst habe noch nie zuvor Landtagswahlen so entgegen gefiebert wie heute, und das, obwohl ich selbst in keinem der betroffenen Länder wohnhaft bin.
Ich setze hier für den Leser nun einfach voraus, dass die zur Wahl stehenden etablierten Parteien ein gemeinsames Blockparteisystem bilden, während gleichzeitig nur eine Partei zur Wahl steht, welche vielleicht als eine Alternative zu diesem Block gelten könnte, und der gleichzeitig das überspringen der 5%-Hürde in allen drei Landtagen sicher in Aussicht steht – nämlich die AfD (bei der das „A“ übrigens auch für „Alternative“ steht). Für die „Linke“ scheint dabei diese Konstellation wohl nur in Sachsen-Anhalt gegeben zu sein.
Um mich kurz zu fassen, möchte ich nun nur die vordergründigen Aspekte ansprechen, welche die Bedeutung dieser Wahlen hervorheben. Im Rahmen der zumeist als „Flüchtlings-Krise“ bezeichneten gegenwärtigen Situation, konfrontiert die bestehende Regierung Deutschlands ihre Bevölkerung mit einer beispiellosen Politik mit unvorhersehbaren Folgen. Es erscheint kaum noch zu bezweifeln, dass das bestehende Regime eine ebenso gezielte wie gravierende Destruktion im Sinne der Natürlichen Interessen der von dieser regierten Menschen herbeiführen will. Viele Zeitzeugen erachten es als dringend geboten, dem herrschenden Regime Einhalt zu gebieten. Andere erscheinen wiederum von der kontinuierlich verharmlosenden („wir schaffen das“-) Propaganda paralysiert. Viele erweisen sich für jegliche Belehrung als unerreichbar.
Nun besteht dem Anschein nach zugleich eine nicht unerhebliche Gruppe von Zeitzeugen, welche zu einer aus meiner Sicht realistischen Einschätzung der Gefahren-Lage gelangt sind – welche aber auf unrealistische Konzepte zu deren Bewältigung setzen. So glauben heute viele Menschen, sie könnten sich am effektivsten dem herrschenden Regime widersetzen, indem sie anstehende Wahlen boykottieren. Diese Ansicht wurde in der vergangenen Zeit von dem Anschein nach voneinander unabhängigen Wortführern in der des ansonsten Begrüßens würdigen „Wahrheitsbewegung“ massiv propagiert. Die einschlägige untermauernde Argumentation erweist sich aber unter genauerer Betrachtung als vollständig substanzlos. Es wird suggeriert, dass die „Abgabe seiner Stimme“ einen entsprechenden Verlust seiner Stimme bedeuten würde. Man würde dem System mit der Wahlstimme „Energie“ liefern, auf welche es wohl angeblich angewiesen wäre. Es wird auch gesagt, dass man dem System mit der Wahl Legitimation verleihen, oder gar einen Vertrag mit ihm schließen würde, und dergleichen.
Es lässt sich schon in Betracht ziehen, dass hier der „Falschen Seite“ womöglich ein lohnendes Geschäft gelingt, wenn diese eine vielleicht auch beträchtliche Menge erstaunlicher Wahrheiten als Trojanisches Pferd preisgibt, wenn sie damit im Gegenzug den Widerstand in eine so verheerende Fehlleistung locken kann. Das gilt um so mehr, wenn dabei auch in Betracht gezogen wird, dass wir uns dabei in einem Spiel gegen die Uhr befinden.
Während ich selbst vielen Investigationen wie in Richtung „BRD-GmbH“ und ähnlichem sehr aufgeschlossen gegenüber stehe, scheinen aber genau solche Sichtweisen am stärksten in diese Fatalität zu führen. Deshalb unterminieren die Wortführer in diesen Fragen eine wirksame politische Gegenwehr, weil diese auch typischerweise zur Enthaltung bei politischen Wahlen raten.
Dafür ein paar wichtige Beispiele:
Die Inhalte eines Andreas Clauss interpretiere ich in diese Richtung, der somit auch dazu rät:
„Geben Sie nie wieder ihre Stimme ab“ (4:47)
https://www.youtube.com/watch?v=HnVAq0Iq1CU
Alexander Wagandt argumentiert stets in eine ähnliche Richtung und sagte in seiner neuesten Ausgabe der Tagesenergien:
„Bei den anstehenden Wahlen, vor dehnen ich übrigens ausdrücklich warnen möchte – es ist enorm wichtig, dass du deine Stimme dort nicht abgibst ... (29:20)
https://www.youtube.com/watch?v=IVyJax2rRyU
Wie Andreas Popp in der BRD-GmbH-Frage eingestellt ist, vermag ich derzeit nicht zu sagen, aber sein Statement lautet:
„Die Politik hat eine gnadenlose Angst, dass wir nicht mehr zum wählen gehen, weil dann fehlt ihnen optisch die Legitimation, und deshalb fordere ich zum Nichtwählen auf.“ (1:10)
https://www.youtube.com/watch?v=HQ7may1prMA
Und last, but not least Ken Jebsen:
„Wir wollen, dass du dieser Wahl fern bleibst …" (0:20)
https://www.youtube.com/watch?v=7-YND9ryxzc
Was Ken Jebsen (oder Ken FM) anbelangt, sind mir noch verschiedene Sachen aufgefallen. So hat er mehrfach darauf hingewiesen, das er das Wort „Lügenpresse“ nicht verwenden würde. Mir scheint, wir sollen das wohl auch nicht machen, weil das wohl gar nicht geht. So möchte ich an dieser Stelle noch auf ein m.M.n. empfehlenswertes Video über Ken FM aufmerksam machen.
https://www.youtube.com/watch?v=FwAkcvmW5Pg
Es ist aber so, dass die nun mal gültigen Regularien das Nicht-Wählen als eine annehmbare Handlungs-Option völlig ausschließen, und der Nichtwähler faktisch das bestehende Regime wählt – was auch übrigens für ungültig-wählen genauso gilt. Es kann und muss deshalb eindeutig festgestellt werden, dass die zuvor aufgeführten Wortführer – ob bewusst oder unbewusst – das System auf perfide Weise unterstützen, indem sie den aufkeimenden Widerstand neutralisieren, denn dieser würde sich bei den kommenden Wahlen am wirk- mächtigsten äußern.
Es bedarf wohl keiner langen Beweisführung dafür, dass jeder der die vorherrschende Politik, oder sogar das gesamte politische System in Frage stellt, bei kommenden Wahlen am ehesten AfD wählen würde, wenn er denn wählt. Da nun aber alle hier aufgeführten Redner nichts anderes nahe legen, erreichen sie auch nur solche potentielle AfD-Wähler. Deshalb laufen auch alle hier aufgeführten Statements nur auf ein Boykott genau dieser Partei hinaus. Das Merkel-Regime kann sich nur darüber freuen.
Dabei scheint die Entwicklung der AfD einen anderen Verlauf genommen zu haben, als dieses ursprünglich geplant war, denn es mutet so an, dass die „Alternative“ zunächst nur eine vermeintliche bedeuten sollte, welche aber mit Lucke und Henkel einen systemkompatiblen neoliberalen Kurs zu steuern hatte. Jetzt erst, nachdem sich die AfD dieses Personals entledigt hat, ist die AfD dem System zu einer ernsthaften Bedrohung geworden, und so wie ich es sehe, auch zu der einzig denkbaren. So riecht zwischenzeitlich auch eine im Internet weit verbreitete Weisheit nach gezielter Irreführung. Diese lautet:
Wenn Wahlen etwas bewirken könnten, dann wären sie verboten.
Natürlich ist das falsch und der Spruch müsste lauten:
Wahlen kann man nicht verbieten, und deshalb muss man dafür sorgen, dass sie nichts bewirken.
Die Wahlen bedeuten immer den vordergründigen Einfluss auf die Politik, aber der Wähler hat ihn bisher zu keiner Zeit klug zu nutzen gewusst. Im heutigen Internetzeitalter kann sich das aber radikal ändern. Jetzt ist es uns möglich geworden, unseren politischen Willen auch länderübergreifend zu gestalten. Die Parteien können nun nicht weiter damit kalkulieren, dass ihre Wahllügen nach 4 Jahren vergessen sind, weil sie nun direkt bei der nächsten Landtagswahl abgestraft werden können. Dieser Aspekt galt zwar im Prinzip auch schon zuvor, er wir mit dem Internet aber erst wirklich wirksam werden, wenn die Internet-Gemeinde mehr und mehr lernt, dynamisch zu wählen.
Ich wüsste nicht, dass schon jemand vor mir die hier geschilderten Zusammenhänge klar aufzeigen konnte, und ich würde vermuten, dass diese sich dann auch längst zu mir hindurch-gesprochen hätten. Vorgefunden habe ich immer nur „Nicht-Wähl-Videos“ und Anleitungen, wie man seine Wahlunterlagen fachgerecht zurück schickt. Ich selbst fühle mich etwas enttäuscht über mich selbst, dass ich das hier geschilderte nicht schon viel früher erkannt habe. Es ist aber noch längst nicht zu spät und ich glaube, dass wir den Untergang des bestehenden Parteisystems schon bald sehen werden. Vor allem müssen endlich die Sperrklauseln fallen, denn dann hätten wir wirklich freie Wahlen, und der Wandel wäre nicht mehr aufzuhalten.
Schöne Grüße
PS:
An dieser Stelle möchte ich mich noch über freundliche und anerkennende Worte innerhalb verschiedener über dieses Forum an mich gesendete E-Mails bedanken.
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... in Wirklichkeit ist ... immer alles ganz anders, als es ... in Wirklichkeit ist ...
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