Wo ich nicht mehr kommentieren kann, lese ich nicht mehr

stocksorcerer, Mittwoch, 09.03.2016, 17:16 (vor 3626 Tagen) @ Michael Krause2893 Views

Das zumindest scheinen manche Medien nicht zu bedenken. Wo ich zensiert werde, lese ich weniger, wo ich für Kommentare gesperrt bin, lese ich gar nicht mehr. Die WAZ ist jetzt raus und zwar unwiederbringlich: ich habe für jeden, mit dem ich über die Zeitung spreche, nur noch Negatives zu berichten auch wenn das Teil Hauptsponsor meines Lieblingsverein ist (und ich da in meiner Jugend selbst eine gute Dekade lang geschrieben habe).

BILD, Welt, SZ und Spiegel habe ich seit rund einem halben Jahr fast überhaupt nicht mehr angeklickt, da bin ich jeweils nur gelandet, wenn jemand ein Thema verlinkt hat und es mir wichtig war, stichpunktmäßig die Argumentation anschauen zu müssen, um zu sehen, was Otto Normal aktuell für Blödsinn verkauft wird. Lesenswerte Gastartikel zur Geopolitik sind ja mittlerweile Raritäten.

Im übrigen lernt man in den Kommentarspalten der MSM nichts, weil wirklich gute Beiträge - die der Deutungshoheit der Regierung widersprechen - allzu häufig wegzensiert werden. Da bleiben nur Foren, in denen inhaltlich diskutiert werden kann, ohne dass Richtungen vorgegeben werden. Und auch bei den alternativen Medien und Blogs gibt es welche, die ich mittlerweile selten besuche oder fast ganz meide, weil den Machern ihre eigene Meinung zu wichtig ist und die der anderen zu unwichtig sind.

Gruß
stocksorcerer


P.S.: Wer seine Leser abschreckt, indem er ihnen zu verstehen gibt, dass deren Meinung zu wichtigen Themen nicht interessant ist, wird am Ende nichts mehr verkaufen und pleite gehen, oder staatlich gestützt über die Runden kommen müssen, (weil die Auflage dann keine Werbung mehr rechtfertigt oder man inoffiziell massig Exemplare für den Streichholz produziert), als dann sogar offiziell amtliches Propaganda-Bullhorn.


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