FED/EZB in der Sackgasse & die BIZ ahnt es?
Die BIZ verdient Vertrauen. Ihre Warnungen sollten Ernst genommen werden, denn schon bei der Immobilienkrise in den USA hat die BIZ rechtzeitig auf die kritische Situation hingewiesen. Der Fehler lag nur darin, dass ihre Warnungen übergangen wurden.
Der aktuelle Quartalsbericht der BIZ wurde zwar in FAZ & deutschen Konsorten erwähnt, die drei relevantesten Passagen aber tunlichst übergangen:
"In der Spitze wurden Staatspapiere im Umfang von mehr als $ 6,5 Bio. zu negativen Renditen gehandelt, womit einmal mehr die Grenzen des Undenkbaren ausgelotet wurden."
"Es ist, als ob zwei Wellen mit unterschiedlichen Frequenzen aufeinanderstießen und dabei eine größere Welle mit stärkerer Zerstörungskraft formten."
"Es könnte also durchaus sein, dass die aktuellen Entwicklungen uns nicht als isolierte Blitzschläge aus heiterem Himmel treffen, sondern dass sie Vorboten eines aufziehenden Sturms sind, der sich über eine lange Zeit aufgebaut hat."
In der gestrigen Print-Ausgabe der NZZ war dazu auf Seite 20 folgende Headline zu finden:
"Es brodle gefährlich unter der Oberfläche der internationalen Finanzarchitektur. Die "Zentralbank der Zentralbanken" identifiziert gravierende Schwächen in der Finanzarchitektur."
Dann weiter: "Die Diagnose deutet auf ein turbulentes Jahr hin." Nach dem Untertitel „Die Sturmglocken läuten“ wird zunächst auf den Einbruch der Börsen Anfang des Jahres und weitere Turbulenzen, die Banken in den Fokus brachten, verwiesen. Der Chef-Ökonom der BIZ, Claudio Borio, "sieht diese Marktentwicklungen als Teil eines grossen Ganzen."
Welchen Stellenwert hat eine solche Analyse und Vorhersage der BIZ (sowie die Deutung der NZZ)?
Womit wir wieder bei der Anfangszeile sind ...